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Moderne Sklaverei

Ein Mann fliegt nach mehr als 10 Jahren aus einem Unternehmen heraus welches er mit permanenter überdurchschnittlicher Leistung gestützt und gefördert hat. Er hat wirklich jahrelang überragende Leistungen gebracht hat Arbeit für 5 Leute gemacht, er hat erst vor einigen Monaten wochenlang 20 Stunden am Tag gearbeitet und alles nur weil er Angst um die Zukunft seiner Familie hat. Er sagt er bekommt keinen Job wenn er aus dieser Firma gekündigt wird, er hält sich für zu alt und so weiter. Ich will gar nicht weiter auf die Details eingehen, aber ist es nicht ein erbärmliches System wenn jemand der gigantische Leistungen über Jahre bringt, sich nebenberuflich weitergebildet hat, immer für seine Kollegen und Kunden da war, egal ob national oder international, nicht mehr gebraucht wird nur weil er zu alt ist bzw. die Firma sagt er ist zu teuer!? Ich habe mir für dieselbe Firma volle 3 Jahre den Arsch aufgerissen und sehe nun wie sie diese Investition meiner Lebenszeit, Leistung und so weiter einfach wegschmeisst. Das sind 3 verlorene Jahre, bei meinem Vater noch mehr Jahre, außer dem Geld natürlich was wir erhalten haben. Aber soll das alles sein?

Es ist wie bei den ganzen anderen Konzernen in den Medien wo unsere Politiker um deren Existenz „kämpfen“. Das ist ein oberflächlicher Kampf und wir wissen das wir eigentlich das gesamte System hinterfragen müssen weil es asoziale Früchte trägt, sich wie ein Monster verhält, sich gegen die Menschen richtet und sie vernichtet. Aber soweit kommt es nicht und ich finde das merkwürdig. Mein Vater hat soviel getan, hat eigentlich immer zweimal oder sogar dreimal soviel gemacht wie von ihm verlangt wurde, weil er gehofft hatte das man ihm das später mal danken wird. Stattdessen fliegt er auf die Strasse und darf mit seiner Familie sehen wo er bleibt. Die Kosten laufen weiter da hilft keiner, außer mit ein paar Euros der Staat. Aber dort kommt man sich wie ein Bettler vor und will eigentlich gar nicht dorthin. Aber es geht nicht anders, das ist die einzige Hilfe die man erhält. Ein tolles System.

Wieso sind Menschen die viel geleistet haben, Erfahrung, Motivation und so weiter haben nicht hochgeachtet in dieser Gesellschaft? Warum muss man selbst wenn man einen Job hat um seinen Arbeitsplatz fürchten? Wieso diese Zukunftsängste, warum sind die meisten Leute in ihrem Beruf abgehetzt, fertig und traurig? Ich glaube jeder kennt diese Spannungen und Konflikte zwischen Kunden, Kollegen, den Leitern, Chefs und so weiter. Die meisten haben ihre Ursache nur in diesem harten Wettbewerb und weil es darum geht möglichst viel Profit zu scheffeln. Das wird nur leider immer schwieriger, weil immer mehr Menschen auf diesem Planeten leben und andere Länder natürlich auch daran arbeiten ihre Verhältnisse zu verbessern. Jeder Mensch möchte eben sein Leben „nutzen“ und arbeitet. Begrenzte Märkte, begrenzte Resourcen, begrenzte Eigenschaften überall. Alle Menschen können hier niemals gewinnen, es muss Verlierer und Gewinner geben. Ist das mit dem Grundgesetz vereinbar? Wenn Menschen permanent Angst um ihre Existenz haben müssen? Wenn sie sich trotz Job permanent fürchten müssen nicht gut genug zu sein für diese Gesellschaft, für diesen Wettbewerb?

Letztlich muss man aber auch sagen das der Wettbewerb an dem wir tagtäglich teilnehmen niemals fair war. Noam Chomsky beschreibt das in seinem Buch „Profit over People“ mit sehr vielen Details, darin heißt es unter anderem, die USA hätten mit Einfuhrverboten genauso wie England ihre eigene Industrie gegenüber anderen Nationen gestärkt. So hat man beispielsweise die Einfuhr von Baumwolle aus Indien in den USA verboten bzw. zeitweise gestoppt damit die Baumwolle welche von Sklaven, i.d.R. gewaltsam verschleppte Afroamerikaner, produziert wurde im eigenen Markt gewinnbringend abgesetzt werden konnten. Durch diesen Gewinn konnten die Besitzer bzw. Unternehmer natürlich ihre Position auf dem nationalen und internationalen Markt ausbauen.

Ähnlich lief es mit der Stahlproduktion ab, Chomsky meint sogar das 20 der heutigen 100 größten Unternehmen Amerikas ohne staatlichen Eingriffe niemals so erfolgreich gewesen wären. Und es ist ganz sicher das dies noch heute der Fall ist, denn warum sollte man altbewährte Methoden nicht immer und immer wieder anwenden? Die Gier des Menschen nach Erfolg, Macht und so weiter ist unendlich, sie kennt keine Grenzen und das ist schädlich. Ich denke man braucht nur genau hinsehen, dann sieht man wie die Unternehmen auch in der Politik versuchen Einfluss auf ihre Position im Markt zu nehmen. Und es funktioniert, das Zauberwort heißt Lobbyismus, da gibt es Spenden, Rabatte und Einladungen an Politiker und Journalisten damit alles etwas besser funktioniert für das eigene Unternehmen. Das ist eben Marktwirtschaft, seine Chancen wahrnehmen und nutzen. Wer nicht handelt verliert. Ganz einfach. Andere Unternehmen haben nicht diese Möglichkeiten, wollen diese Möglichkeiten vielleicht auch gar nicht haben weil sie an einen fairen Wettbewerb glauben. Aber was tun wenn der Wettbewerb niemals fair war?

Boykottieren kann man schliesslich schlecht, denn sonst hat man schnell keine Grundlage worauf man überleben kann. Innerhalb weniger Monate geht das eigene Unternehmen pleite, bzw. hat man als Angesteller nicht mehr genug Geld um seine Wohnung bzw. Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Außerdem sinkt unser Marktwert wenn wir nicht arbeiten. Wir stecken also in einem Wettbewerb der nicht fair ist und in einem System das uns auf widerlichste Weise korrumpiert. Wir müssen uns verkaufen sonst können wir nicht überleben. Wir können schliesslich nicht alle von Sozialhilfe leben und das wird auch mittlerweile immer härter bestraft, in dem man in verfassungswidrige Jobs vermittelt wird, Stichwort 1-Euro-Job. Es gibt genug Fälle in denen das belegt wird und wogegen nur wenige Menschen tatsächlich lautstark protestieren. Es ist einfach so das die meisten Mensch entweder unheimliche Angst haben, zu sehr damit beschäftigt sind ihren Job zu behalten, etwas neues zu finden, ehrgeizig sind und so weiter.

Es gibt viele Faktoren warum diese ungerechten Verhältnisse die sich gegen die Menschen richten nicht aufgelöst werden. Und es gibt ganz sicher auch Unternehmen und Politiker die natürlich die Verhältnisse beibehalten wollen, weil sie profitieren und es dürfte sich um Menschen handeln die eine ganze Menge zu sagen haben in diesem System. Sonst würde das doch alles längst nicht mehr stattfinden. Und fast alle Arbeitnehmer hängen mit drin, schliesslich werden sie von diesen Menschen bezahlt, kaufen deren Produkte und fragen nicht weiter nach wenn ihnen etwas sauer aufstößt. Klar passiert das schon auch, aber aus meiner Sicht noch viel zu wenig, da ist viel mehr drin und könnte uns alle viel freier machen. Es ist eine Frage von Zivilcourage und Mut. Wie lange sollen wir noch bluten und leiden für ein dummes System für dumme Ideale? Warum sollte Deutschland nicht das erste Land sein das sich von einem barbarischen System befreit? Wir sind doch ehemals das Land der Dichter und Denker gewesen, warum nutzen wir unser Potential nicht einfach? Es gibt niemand der uns zwingen kann all das mitzumachen. Wir sollten laut über Alternativen nachdenken.

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Abwärtsspirale: Der Terror gegen den Terror

Für mich reicht eigentlich schon der Spruch den damals George W. Bush auf den Trümmern des WTC abgelassen hat: „Diejenigen die dafür verantwortlich sind, werden bald von uns hören“ sinngemäß und mit einem frechen Grinsen hat also der wohl mächtigste demokratische Präsident direkt Rache angekündigt.  (Originalwortlaut des Zitats: „I can hear you, the rest of the world hears you, and the people who knocked these buildings down will hear all of us soon!“)

Was ist das für eine Nation die in diesem traurigen Moment sofort dazu übergeht Massenmord zu begehen? Im Afghanistankrieg sollen mindestens über 3500 Zivilisten getötet worden sein, im Irakkrieg liegen die Schätzungen der getöteten Menschen zwischen 8 000 und 1 000 000. Die Opfer des WTC-Anschlages am 9.11.2001 werden auf 3000 Menschen geschätzt.

Ich weiß man sollte aus Respekt vor den Opfern solche Vergleiche nicht anführen, aber es zeigt doch die Realität egal was für Gründe dahinterstecken. Und ich frage mich: Warum? Warum mussten diese Menschen sterben? Nur weil sie auf der „falschen“ Seite standen? Alle diese Menschen wollten doch glücklich sein und einfach nur ihr leben Leben. Und jetzt sind sie tot.

Es ist kein Geheimnis das unheimlich viele Menschen von diesen beiden Kriegen und diesem und anderen Anschlägen profitiert haben und auch weiterhin profitieren. Die Rüstungsindustrie, die Ölindustrie, die Wirtschaft der USA erlebte einen unheimlichen Aufschwung und konnte ihre Verschuldung etwas dämpfen. Interessant ist nun das Säbelrasseln gegen den Iran, wieviele Menschen sollen noch im „Kampf gegen den Terror“ sterben? Ich frage mich wozu dieser Wahnsinn gut sein soll? Warum bekämpft man Terror mit Terror? Warum beschneidet man wegen ein paar verwirrten Menschen die Rechte von Millionen von Menschen?

Was steckt dahinter? Wir werden es nie herausfinden können weil die Fakten in den Millionen Informationsquellen verschiedenster Interessengruppen völlig untergehen und durchaus auch versteckt und verfälscht werden. Es ist gefährlich sich auf irgendetwas zu fixieren, man läuft ständig Gefahr irgendeinem Unsinn aufzusitzen. Da hilft es Abstand zu nehmen und auf das Wesentliche zu schauen. Und dann sieht man das beide Seiten brutaler kaum sein können.

Auch die Medien profitieren von diesen Kriegen denn sie bringen Quote und Auflage, es profitieren Industriezweige das bringt Arbeit und Profit, die Politik profitiert denn sie wird gebraucht und kann führen, schützen, die Terroristen profitieren weil sie Angst und Schrecken verbreiten können, nur die Opfer bleiben auf der Strecke, die Allgemeinheit und die Menschenrechte werden völlig fallengelassen. Und damit verliert die Gesellschaft ihre Substanz und ihr Potential, weil sie sich selbst zerfleischt und hasst.

Wir leben in einer barbarischen Welt und es wird nicht besser wenn die Menschen sich nicht mal langsam klarwerden worauf es wirklich ankommt im Leben. Wir haben einander zu respektieren und wir dürfen uns nicht als Konkurrenten oder Gegner begreifen sonst gibt es immer wieder Rachefeldzüge die endlos von Jahrzehnt zu Jahrzehnt hunderttausende von Opfer fordert.

Ich dachte die Amerikaner hätten spätestens im Vietnamkrieg gelernt das es nicht richtig ist mit Gewalt eigene Visionen durchsetzen zu wollen. Ich dachte sie würden verstehen was sie Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit nennen. Wahrscheinlich haben sie aus den Augen verloren was das eigentlich im realen Leben bedeutet. Sonst hätten sie ihre Männer nicht nach Afghanistan und in den Irak geschickt um sie zu toten oder psychisch/physisch verkrüpelten Helden zu machen, sondern angefangen sich für die Bedürfnisse und Interessen anderer Nationen zu öffnen und den Dialog voranzutreiben. Aber dafür ist diese Nation zu ängstlich, sie schlägt lieber wild um sich und verleugnet ihre Probleme.

Genau diese Verleugnung der mächtigen Menschen innerhalb der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft führt dazu das sich endlos viele Menschen von sich und anderen Menschen entfernen. Sie bekommen noch mehr Angst, sind noch unsicherer, verzweifelter und agieren entsprechend destruktiv, machen sich und andere damit unglücklich und ertrinken in unerfüllten Sehnsüchten. Den Amerikanern und Europäern fehlt es genauso an gemeinsamen Perspektiven wie anderen Nationen weil sie sich selbst nich erkennen. Sie stehen immer im Wettbewerb zu sich selbst und eigenen Ansprüchen und Vorstellungen. Sie leben entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft und vergessen dabei völlig die Gegenwart, das Hier und Jetzt.

Sie sind völlig von ihren Problemen eingenommen und fasziniert, lieben Gewalt und kühle Pläne gegen den Feind, Konkurrenten usw. Ob Nationen, Konzerne oder einzelne Individuen, es ist immer dasselbe primitive Prinzip das sie alle langfristig ins Unglück stürzt, welches soviele Facetten haben kann wie es Atome im Universum gibt. Auf gelöste Probleme folgen neue Probleme und diese müssen genauso gelöst werden wie die daraus folgenden Probleme. Es ist eine Abwärtsspirale, wie weit kann der Mensch sinken, wie weit kann er sich quälen ohne sich völlig auszulöschen? Das versuchen die Menschen momentan auf allen Ebenen herauszufinden und es ist ein Jahrhunderte altes Spiel, was sich nur oberflächlich neuartig, modern und komplex darstellt.

Deshalb quälen sich die Menschen und kommen nie zu einem Ende. Es ist wie der Kampf gegen den Terror, jeder kann zum Terroristen ernannt werden, selbst Präsident George W. Bush oder Barack Hussein Obama II.

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Fox schiesst US-Bevölkerung auf Iran ein

So sieht seriöse amerikanische Berichterstattung aus:

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Brief des Indianerhäuptlings Seathl an den Präsidenten der USA aus dem Jahre 1855

Der große Häuptling in Washington läßt uns wissen, daß er unser Land kaufen will. Er sagt uns dazu Worte der Freundschaft und des guten Willens. Dies ist sehr freundlich von ihm, da wir wissen, daß er kaum auf unsere Freundschaft angewiesen ist. Wir werden uns aber euer Angebot überlegen, da wir wissen, daß, wenn, wir es nicht tun, der weiße Mann vielleicht kommen mag, um uns unser Land mit Hilfe von Gewehren wegzunehmen. Was Häuptling Seathle sagt, kann der große Häuptling in Washington mit der gleichen Sicherheit als wahr nehmen, mit der unsere weißen Brüder mit der Wiederkehr der Jahreszeiten rechnen können. Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter.

Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen – wie die Wärme des Landes? Diese Idee scheint uns sehr merkwürdig. Wir besitzen auch die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht! Wie könnt ihr sie da von uns kaufen? Jedes Stück dieses Bodens ist meinem Volk heilig. Jede schimmernde Kiefernnadel, jedes sandige Ufer, der zarte Dunst in der Dunkelheit der Wälder, jede Lichtung und jedes summende Insekt ist der Erinnerung und dem Erleben meines Volkes heilig.

Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Art und Weise nicht versteht. Das Schicksal seines Landes ist ihm so egal wie das eines anderen, da er in der Nacht kommt und vom Land nimmt, was immer er braucht. Die Erde ist nicht sein Bruder, sondern sein Feind. Wenn er den Grund erobert hat, zieht er weiter. Er läßt die Gräber seiner Väter zurück und zerstört rücksichtslos den Boden für seine Kinder. Sein Appetit wird die Erde verschlingen und nur eine Wüste zurücklassen. Der Anblick euerer Städte schmerzt die Augen der Rothäute, aber vielleicht nur deshalb, weil der Rote Mann nur ein Wilder ist und nicht versteht ……..

Es gibt in den Städten der Weißen keinen Ort der Stille, keinen Ort, dem Singen der Frühjahrsblätter oder dem Knispeln eines Insektenflügels zu lauschen. Aber vielleicht deshalb, weil ich ein Wilder bin und nichts verstehe, erscheint meinem Ohr der Lärm so Schmerzhaft. Was ist das für ein Leben, wenn ein Mensch den lieblichen Ruf des Whippoorwill nicht hören kann oder die Stimme der Frösche um einen nächtlichen Tümpel. Ein Indianer liebt den weichen Klang des Windes sehr, wenn er über das Gesicht eines Sees streicht, und dem Duft des Windes, wenn er von einem Mittagsregen reingewaschen ist oder von einer Pininkiefer mit süßem Geschmack beladen ist. Die Luft ist dem Roten Mann teuer, deshalb, weil alle denselben Atem haben: Die Tiere, die Bäume, die Menschen. Der Weiße Mann scheint die Luft die er atmet, gar nicht zu merken; wie ein Mensch der tagelang dahinstirbt, ist er für den Gestank empfindungslos.

Falls ich mich entscheiden sollte, dem Angebot zuzustimmen, werde ich eine Bedingung zu stellen haben: Der Weiße Mann muß alle Tiere des Landes als seine Brüder behandeln. Ich bin ein Wilder, und verstehe es nicht anders. Ich habe schon tausende verwesende Büffel auf der Prärie gesehen, von Weißen Männern zurückgelassen, die sie von einem vorbeifahrenden Zug aus abknallten! Ich bin ein Wilder und verstehe es wirklich nicht, wie das rauchende Eisen-Pferd wichtiger sein kann als der Büffel, den wir nur töten um zu leben. Was ist der Mensch ohne die Tiere? Wenn alle die Tier nicht mehr da wären, würde der Mensch an der großen seelischen Einsamkeit sterben, denn alles was den Tieren wiederfährt, trifft auch die Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was immer der Erde zustößt, stößt auch den Söhnen der Erde zu!

Vielleicht könten wir verstehen, wenn wir wüßten, was der große Traum des Weißen Mannes ist, welche Hoffnungen er seinen Kindern an langen Winterabenden erzählt, welche Visionen er ihnen in den Geist brennt, daß sie es sich für morgen wünschen. Aber wir sind Wilde. Die Träume des Weißen Mannes sind uns verborgen. Und weil sie uns verborgen sind, gehen wir unsere eigenen Wege. Wenn wir zustimmen, dann deshalb, um wenigstens die Reservation, die ihr uns versprochen habt, zu retten. Vielleicht dürfen wir dort unsere kurzen Tage noch so verleben, wie wir es wollen. Wenn der letzte Rote Mann von der Erde verschwunden sein wird, wenn die Erinnerung nur noch dem Schatten einer Wolke gleicht, die über die Prärie zieht, werden jene Ufer und Wälder dennoch die Seelen meines Volkes festhalten, da sie dieses Land so lieben, wie ein Neugeborenes den Herzschlag seiner Mutter liebt. Wenn wir euch unser Land verkaufen, liebt es so, wie wir es geliebt haben. Sorgt euch darum, wie wir uns gesorgt haben. Haltet fest in euerem Gedächtnis, wie das Land aussieht, wenn ihr es nehmt.

Eins wissen wir, und der Weiße Mann wird es vielleicht eines Tages auch entdecken: Unser Gott ist derselbe Gott. Ihr mögt jetzt denken, daß ihr ihn so besitzt, wie ihr auch das Land besitzen wollt. Aber das könnt ihr nicht. Er ist Gott für alle Menschen. Und sein Mitleid für die weissen und die roten Menschen ist dasselbe. Ihm ist die Erde wertvoll, und die Erde zu verletzen heißt, Verachtung auf den Schöpfer zu häufen. Macht weiter, euer Bett zu beschmutzen, und eines Nachts werdet ihr in euerem eigenen Müll ersticken. Wenn die Büffel alle abgeschlachtet sind, die wilden Pferde alle gezähmt, die heimlichen Winkel des Waldes schwer vom Geruch vieler Menschen und der Anblick der reifen Hügel von ratschenden Weibern verdeckt ist, wo ist dann das Geheimnis des Dickichts? Es ist fort. Wo ist der Adler hin? ER IST FORT!

Mit all eurer Kraft, mit all eurem Mut und mit ganzem Herzen bewahrt es für euere Kindern und liebt es so, wie Gott uns alle liebt. Eines wissen wir: Unser Gott ist derselbe Gott. Die Erde ist ihm wertvoll.

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