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Menschen lügen, betrügen und lassen sich kaufen

Ehrlichkeit währt am längsten?

Nein, ist wahrlich nicht so. Wer einen Job will muss die Wahrheit gut verkaufen können und das bedeutet auch, diese Wahrheit in ein besonderes Licht zu stellen, also gewisse Sachen mehr zu beleuchten als andere, d.h. unangenehme, bittere Fakten wegzulassen usw. Kaufen und verkaufen, alles dreht sich um das liebe Geld. Die Leute wollen verarscht werden, weil sie ihr ganzes Leben lang schon verarscht wurden, – jene Menschen die ihnen plötzlich mit den wahren Fakten kommen werden ganz negativ und abscheulisch wahrgenommen, werden abgelehnt, bekämpft und schliesslich getötet. Der seit Jahrhunderten betriebene Selbstbetrug ist in den letzten Jahrzehnten vorallem auch durch die technologischen Errungenschaften in immer höhere, heftigere und dichtere Kämpfe getrieben worden. Was früher mal Entfremdung war ist heute die Identität von Milliarden Menschen. Kaum einer hinterfragt überhaupt noch den Gang zur Arbeit oder dessen Organisation. Kaum einer fragt wieso Merkel „Kanzler“ ist oder der eigene Chef so ein Tyrann ist und warum beide überhaupt über andere Menschen was zu melden haben obwohl sie die meisten nichtmal persönlich kennen. Allerhöchstens gibt es oberflächliche Sprüche darüber und das wars dann mit der „Rebellion“.

Diese Art und Weise wie wir leben ist pure Brutalität. Sie ist permanente Massenversklavung, Massenverblödung, sie ist Massenwahnsinn der als Normalität verkauft und gelebt wird. Ich weiß nicht ob es Dir schonmal aufgefallen ist: Du kannst Dir Frauen kaufen, Kinder kaufen, um sie zu ficken und/oder sie zu töten. Du kannst Dir Politiker, Wahlstimmen, Wirtschaftsbosse, Experten, Wissenschaftler und die Medien kaufen, um mit ihnen Geschäfte zu machen oder sie fertig zu machen. Und immer kannst Du dabei davon kommen sofern Du die „Grauzonen“ des Systems, also die Fehler, die Ignoranz und Dekadenz der anderen Menschen kennst.Wer das nicht verkraftet der wird in dieser Welt auch zugrunde gehen.

Wer nicht fähig ist sich in seinem Beruf entweder von vorneherein glücklich zu schätzen oder zumindest sich selbst als Mensch dabei völlig auszuklinken und einfach „nur den Job zu machen“, – der wird ganz einfach als überflüssiges Menschenmaterial betrachtet, welches die Sozialsysteme asozialerweise belastet. Wer es nicht erträgt jeden Tag, Wochen, Monate und Jahre lang dieselbe stumpfsinnige Arbeit auszuführen der sollte sich entweder umlegen oder versuchen „flexibel“ zu sein und sich neuzuorientieren, – auch wenn man in den meisten Fällen nur von einer stumpfsinnigen Scheiße in die nächste geraten wird. Es ist unheimlich schwierig, ja geradezu undenkbar in dieser grausamen ungerechten Welt überhaupt an soetwas wie ein idylisches Arbeitsverhältnis zu geraten!

Gelogen und betrogen wird überall und das hat alles eine jahrtausende währende Tradition. Alles was sich ändert ist die Fassade.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Du kannst die Wohlfühldiktatur nicht ändern!

Seit Generationen zwingen wir uns gegenseitig innerhalb eines globalen Wettbewerbs gegeneinander um Profite, Gehälter, Karrieren, Status usw. zu kämpfen. Das Leben von uns, unseren Eltern, deren Eltern und deren Eltern und so weiter ist nichts weiter als ständiger Kampf, jeder ist der Feind und daher muss jedem Menschen misstraut werden.

Es gibt keine Alternative, die Alternativen sind gescheitert, wir können uns nur im permanenten Wettbewerb gegenseitig zerfleischen und alljene die dafür zu schwach sind oder das einfach nicht mitmachen wollen haben eben zu verrecken! Das ist Kapitalismus, das ist Marktwirtschaft, politisch u.a. durch unser demokratisches System, in welchem wir zwischen Pest und Cholera „wählen“, legitimiert.

Laut Ansicht von Generationen, also hunderten von Millionen von Menschen, ist die bestmögliche Freiheit in dieser Welt die Wahl zwischen Pepsi und Cola, die bestmögliche Freiheit ist 1 Monat Urlaub bei 11 Monaten Arbeit, ist 1 Milliarde Menschen in Hunger, während andere Menschen in ihrem Fett erkranken und erdrückt werden. Arbeit und Konsum die perfekte Harmonie auf dem Weg zur Freiheit! Alljene die das hinterfragen sind arbeitsscheue Schmarotzer die man zur Arbeit peitschen sollte!

Ist es nicht merkwürdig, wenn andere täglich 8, 10, 12, 14, 16 ja teilweise sogar 20 Stunden arbeiten und trotzdem nicht reich werden? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.

Ist es nicht merkwürdig, wenn andere innerhalb von 1 Jahr hunderte Millionen Euro verdienen, obwohl sie täglich sehr viel weniger Stunden arbeiten? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.

Ist es nicht merkwürdig, seit 60 Jahren Demokratie nur verwaltet, ignoriert und verarscht zu werden, statt befreit zu werden von menschlichen Illusionen, Gewalt und Ausbeutung? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.


Alles was meine Familie zu meinen Gedanken sagen kann: Das ist halt so. Es war schon immer so. Du kannst es nicht ändern. Mach etwas vernünftiges, geh arbeiten, so kann Dich immerhin keiner als asozial beschimpfen!

Aber gleichzeitig soll ich zusehen wie meine Familie und Milliarden andere Menschen sich zu tode arbeiten und kaum etwas vom Leben haben! Ich soll einfach so tun als sei alles so, wie man es mir von Geburt an vorgelebt und gelehrt hat. Ich soll versuchen ein glücklicher Sklave zu werden und Ausbeutung als höhere Gewalt, für die niemand verantwortlich ist, akzeptieren.

Man sagt mir ich wäre ein Träumer, Teil einer Sekte und ich soll aufhören mir einzubilden ich sei ein idealistischer Messiahs der das Paradies auf Erden schaffen kann. Soetwas bekomme ich zuhören wenn ich Zustände nicht ertragen kann und diese anspreche! Es scheint für diese Menschen eine Qual zu sein, darauf hingewiesen zu werden, dass sie ihre Möglichkeiten zur grundsätzlichen Veränderung der Gesellschaft nicht genutzt haben. Und damit meine ich ganz klar Revolution, damit verbundenen Generalstreik, Selbstorganisation in völliger Gewaltlosigkeit.

Politiker, Bosse, Bonzen müssen entmachtet werden und dazu gehört nunmal die völlig Auflösung der jetzigen Praktizierung der unterdrückenden Ideologien und Institutionen. Dieses muss natürlich friedlich geschehen, dieses muss mit dem entsprechenden Bewusstsein der Massen geschehen, sonst wird alles dahingehende weitgehend scheitern. Daher ist es dringend erforderlich Theorien zu entwickeln und in der Praxis zu erproben. Genau dieses tue ich in Berlin und werde dafür nicht einmal von meiner Familie gelobt oder unterstützt, – stattdessen diese Phrasen ich hätte durchgedreht und würde ja nur so leben weil ich faul wäre!

Dabei ist das völliger Irrsinn, – ich tue mir im Gegenteil sehr viel mehr Arbeit an als viele andere Arbeiter die sich brav in das Heer der Arbeiter einreihen, – denn ich kämpfe gegen sämtliche Fronten der Zivilisation, die durch die Ignoranz und Dekadenz entstanden sind. Keiner will seine Lebensweise hinterfragt haben, daher hat sich jeder einen gewissen Panzer zugelegt und diesen aufzulösen ist eigentlich eine Lebensaufgabe und bedarf unheimliches Wissen, Beharrlichkeit und Idealismus. Inwieweit man so überleben kann, erprobe ich gerade. Aber es ist alles andere als Faulheit, so zu leben. Es ist hochgradig unangenehm, aber notwendig, weil es keine Alternative gibt, als Aktivismus gegen diese Zustände! Und ich fordere jeden dazu auf, seine im Alltag aufkommenden Gedanken und Gefühle exakt wahrzunehmen, deren Quelle nachzugehen, vielleicht erhaltet ihr dann eine ähnliche Motivation wie ich.

Die Kriege zwischen Nationen, Konzernen, Haushalten, Individuen sind es die die Menschen reihenweise leiden und zerstören lassen. Diese Kriege beruhen zurzeit, also seit einigen Jahrhunderten, auf Ängsten, u.a. der Angst „zu kurz zu kommen“. Jeder fürchtet sich vor irgendetwas und braucht die Unterstützung anderer Menschen, auch wenn es um wesentlich grundlegendere Bedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Lebensraum und so weiter geht, brauchen wir die Unterstützung anderer Menschen.

Es ist doch absolut logisch das jeder Mensch gewisse Rechte hat, die ab seiner Geburt in Kraft treten und erst enden wenn er gestorben ist. Warum kämpfen wir nicht um diese Rechte und die Durchsetzung der Rechte? Warum nehmen wir unseren Schmerz einfach hin, – der übrigens vorallem aus der gesellschaftlichen Unterdrückung und Ausbeutung resultiert?

Kooperation statt Konkurrenzkampf, das ist mein Wunsch und meine Forderung an alle. Es gibt bereits Kooperationen, oft meist kapitalistischer Art oder vom „Sozialstaat“ ausgehend, – aber das sind rein oberflächliche Zugeständnisse die nicht ausreichen um das Leben tatsächlich qualitativ zu verbessern.

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Die Bestie Mensch & die Wirklichkeit

Heute und in den vergangenen Tagen habe ich immer wieder erlebt zu welch unfassbar schrecklichen Handlungen der Mensch fähig ist. Es gibt beispielsweise jemanden der mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung mithilfe von Drogen junge Frauen von sich abhängig und gefügig macht. Dabei ist dieser Jemand mindestens so verwirrt, traumatisiert und einsam wie die Person, die er für seine Zwecke benutzt. Die ständige Wiederholung dieser Taten zeugen von einer tiefen illusorischen Lebenseinstellung voller Leere und Kälte, – sie muss Chaos und Leid produzieren.

Ich begegne ständig zerstörten Menschen mit verlorenen Träumen und einer Unmenge an Ängsten. Ihre Unfähigkeit sich selbst zu heilen und die alltägliche Erfahrung keinerlei aufrichtige Unterstützung zu erfahren, steigert ihre Hilflosigkeit und die Sehnsucht nach vollständiger Vernichtung ins unermessliche. Andere Menschen hingegen erleben sich fast völlig verbittert und verspotten jegliche Ergebnisse menschlicher Aktionen, stossen sogar andere Menschen noch weiter in ihr Elend. Es gibt unfassbar viele Formen von Unfähigkeit, Ignoranz, Dekadenz oder einfach nur Zerstörung. Und die vernichtende Steigerung von all diesen Erfahrungen die ich gemacht habe, ist die Erkenntnis, dass all das systematisch organisiert und damit gewollt ist.

Wenn ich diesen Menschen begegne, dann erkenne ich sie als die logische Folge verlogener Vorstellungen die seit Jahrhunderten propagiert und gelebt werden. Damit sind vorallem die wirtschaftlichen und politischen Vorstellungen gemeint, denn diese hatten in der Vergangenheit vorallem das Ziel die Menschen in Bewusstlosigkeit und damit in Sklaverei und unter Kontrolle zu halten. Jene Menschen also die heutzutage einsam durch die Strassen taumeln, um zu Clubs zu kommen um sich zu besaufen, um zur Arbeit zu kommen um die Profite zu steigern oder permanent Beziehungskrisen nicht nur in der „Liebe“, sondern in Beziehungen zu allen Menschen Konflikte austragen, sind Teil der systematisch produzierten Bewusstlosigkeit der Eliten der vergangenen Jahrhunderte.

Und überdies haben sie diese Sklavenmentalität, diese Selbstzerstörung, Dank ihrer weiten Verbreitung in fast allen Ländern der Erde, fast vollständig verinnerlicht und begreifen diese als ihre Identiät und damit als Normalität. So wird es tatsächlich zu einem existenziellen fundamentalen Megaproblem die Idiotie zu stoppen. Es ist nahezu unmöglich die Menschen daran zu hindern dumme Scheiße zu machen, weil sie diese dumme Scheiße als Teil ihrer Identität begreifen. Sie können sich gar nicht vorstellen ohne Drogen Einklang und Wärme zu erfahren, sie können sich gar nicht vorstellen ohne Chef, ohne Hierarchie, ohne McDonalds oder Krieg zu leben. Dies ist das wahre Drama der Menschen. Dies ist die Abwärtsspirale in die sich die Menschen verliebt haben und es kostet sie alles was sie im Leben lieben und schätzen gelernt haben.

Sie sind Opfer und Täter und sie schaffen und zerstören. Es scheint so als sei dies die wahre Natur des Menschen. Es scheint als sei er seit Jahrtausenden zu nichts anderem mehr fähig und müsse das Paradies weiter vertreiben, statt es endlich anzunehmen. Was macht man mit einer Gruppe von Menschen die jederzeit am äußersten psychischen Limit agiert? Was macht man mit den Menschen, innerhalb dieser Gruppen und Cliquen, die andere, ohnehin schon verwirrte und traumatisierte, Menschen für ihre Zwecke manipulieren? Wieweit soll das noch gehen? Wieviel Schmerz müssen wir noch erleben um endlich aufzuwachen?

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Eingeordnet unter Berlin

Marktwirtschaft & Demokratie = Sklaverei

Die Tage werden langweiliger. Ich habe in den letzten Tagen mehrmals festgestellt das viele Menschen in Berlin wenig bis gar kein Interesse daran haben, etwas an ihren eindimensionalen Vorstellungen zu verändern. Dies deckt sich ganz gut mit den mehr als 45 Millionen Menschen die gestern wählen gegangen sind, denn diese haben ihre Stimme für weitere 4 Jahre abgegeben und werden nun stumm verfolgen wie die Politiker weiter Krisen verursachen und verwalten. In Berlin gibt es wirklich viele hübsche, interessante, außergewöhnliche Menschen, aber leider eben auch das genaue Gegenteil davon, womit ich nicht nur das Äußere meine. Hier in Berlin sind alle negativen wie positiven Eigenschaften der Menschheit vertreten. Die Stadt kann einen zermalmen wenn man nicht stark genug für sie ist. Sie kann aber auch alles gute in einem hervorbringen, stärken und so weiter.

Die enorme Zerissenheit in den Menschen prägt die Spaltungen und Grenzen in Berlin ganz massiv. Ich glaube das die in der Vergangenheit angesprochene Geschichte dieser Stadt die Menschen ganz besonders traumatisiert hat. Vor einigen Tagen ging ich noch davon aus, sie hätten dadurch besonders stark die Chance grundlegende Problematiken zu erkennen und mit einer ständigen Bewusst-werdung zu bewältigen. Leider behandeln sich die Menschen unglaublich schlecht, sie sind oberflächlich zu sich und anderen Menschen, sie hetzen durch die Strassen und haben nicht einmal für längere Blickkontakte Zeit. Die Menschen stöhnen und ächzen unter den Lasten des Konkurrenzdrucks, während andere längst durch ihn die Obdachlosigkeit gedrängt wurden.

Viele Menschen nehmen Koks, Gras, Speed, Alkohol, Nikotin, Koffein um den beruflichen bzw. den alltäglichen Alltag „erfolgreich“ zu überstehen. Sie gehen etliche Stunden arbeiten, reisen kreuz und quer durch die Stadt, holen dabei ihre Kinder ab, sagen ihren Kindern beim ins Bett legen wie sehr sie sich morgen in der Schule anstrengen sollten, blasen danach dem One-Night-Stand im Hotel einen und sacken dann völlig erschöpft ins leere Ehebett, weil der Ehemann/die Ehefrau schon wieder auf Geschäftsreise ist. Ist das die Realität? Ist das ein liebevolles harmonisches Leben? Die Zerissenheit ist zur Normalität geworden, es ist normal geworden die Dinge nur noch oberflächlich zu streifen und sich danach zu wundern wieso man nichts mehr als Leere empfindet.

Die Menschen die einen Job haben, egal ob sie gut oder schlecht verdienen, arbeiten Jahrzehnte tagtäglich stundenlang und nur die wenigsten sind damit wirklich glücklich. Denn sie dienen nicht ihrem Glück sondern dem Kapital. Deshalb kämpfen sie genau wie die Menschen die sich von diesem Unglück verabschiedet haben gegen jede Menge stupider Verhältnise und Ansichten an. Auch die Menschen die von Sozialhilfe, Betteleien usw. leben fühlen sich ähnlich wie die Arbeitnehmer unheimlich isoliert. Die Menschheit ist und war jahrtausendelang ängstlich und genau das spiegelt sich in den Vorstellungen und damit in den Lebenssituationen der heutigen Generationen wieder. Als ob der permanente „Jeder gegen Jeden“-Kampf irgendeine wesentliche Verbesserung für alle Menschen bringen würde, wird der Druck innerhalb dieses Kampfes immer größer je mehr Menschen sich daran beteiligen.

Ich bin es leid immer und immer wieder auf diese simple aber barbarische Situation hinzuweisen, ich habe es satt den ignoranten dekadenten Vorstellungen zu widersprechen. Offenbar ist es notwendig diese Welt ins Chaos zu stürzen, die Menschen in Milliarden von Litern Blut und Tränen zu ertränken, damit diese Menschen überhaupt irgendetwas verstehen was sie mit ihrer Idiotie anrichten! Vorallem werde ich richtig sauer wenn sogenannte „alternative Projekte“ egal ob von sogenannten „Anarchisten“ oder „Antifaschisten“ dieselben primitiven hierarchischen Strukturen innerhalb ihrer Vorstellungen etablieren. Ihr bekämpft rein gar nichts, nichtmal Eure Illusionen! Ihr wollt keine grundsätzlichen Lösungen die allen Menschen gut tut, sondern bloss etwas Abenteuer neben dem Drogenkonsum und dem Job. Ihr seid spießig und macht mich traurig.

Mich zieht es dermaßen herunter wie tagtäglich in dieser großen Stadt kaum etwas stattfindet was die Verhältnisse für alle Menschen grundsätzlich verbessert. Zwar sind einige Menschen unheimlich fleissig und wiederum einige davon machen sich sinnvolle Gedanken aber die große Mehrheit will gar nicht hinterfragen was mit ihnen passiert. Sie will gar nicht erkennen womit sie sich den ganzen Tag zerstört und vorallem warum sie sich und andere Gruppen zerstört. Es gibt für sie keinen dringenden Grund ihre Fettleibigkeit, ihren Alkoholismus, ihre Aggressionen, ihre Liebe zum Fußball, ihre Gehorsamkeit gegenüber Arbeitgeber, Staat und Gesellschaft zu hinterfragen, – denn offensichtlich sind sie glückliche Sklaven. Und sie scheißen mit großen Genuss auf jene Sklaven die noch weniger „haben“ als sie.

Obwohl soviel in dieser Stadt passiert, passiert eigentlich rein gar nichts. Stillstand findet permanent statt. Es gibt keine Alternative als sich der Leere zu ergeben, sich und andere zu verleugnen, das Leben als oberflächliches Spiel wahrzunehmen. Die Entfremdung trägt immer gestörtere Züge und keiner will damit offensichtlich aufhören, stattdessen scheint in den Köpfen so eine art Gedanken oder Gefühlsstarre stattzufinden, sie sehen ihren Lebensstil eben als den „bestmöglichen“ und damit hat sich das Überlegen auch erledigt. Die Masse folgt stumm voller Erfurcht den Handlungen der Politik und Wirtschaft statt aufzuwachen und sich selbst zu organisieren. Die Marktwirtschaft sorgt für glückliche Sklaven und die Demokratie sorgt dafür, dass die Sklaven glauben alles unter ihrer Kontrolle zu haben. Da braucht sich nun wirklich keiner wundern wenn bei einem derart hohen Grad der Verblendung Menschen ausrasten und amoklaufen.

Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung wie ich die Menschen erreichen kann. Vermutlich kann ich nur ganz wenig tun und sollte wie alle anderen einfach meinen (beruflichen) Beitrag zur Zerstörung aller Lebensgrundlagen beitragen, damit es möglichst bald eine echte Chance für grundsätzliche Veränderungen gibt. Oder aber ich werde gewalttätig und gehe wie die RAF vor um mit Bomben die Vorstellungen in den Köpfen zu sprengen, auch wenn das den Konservativen und ihrem Polizeistaat sehr gefallen würde, denn dann würden sie ja besonders „gebraucht“. Ich bin aber kein Gewalt- oder Straftäter, meine Natur war immer friedlich und auf verbale Kommunikation ausgelegt. Mein optimistisches Menschenbild jedoch wird von der Realität immer wieder erschüttert, vielleicht orientiere ich mich an den falschen Menschen. Vielleicht gibt es noch irgendwo in dieser Stadt tausende Menschen die ähnliches wie ich begriffen haben und mit denen man liebevoll leben kann.

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Was ist Anarchie? – Erich Mühsam

Anarchie bedeutet Herrschaftslosigkeit. Wer den Begriff mit keinem Gedanken verbinden kann, ehe er ihn nicht zur Zügellosigkeit umgedeutet hat, beweist damit, daß er mit den Empfindungsnerven eines Pferdes ausgerüstet ist.

Anarchie ist Freiheit von Zwang, Gewalt, Knechtung, Gesetz, Zentralisation, Staat. Die anarchische Gesellschaft setzt an deren Stelle: Freiwilligkeit, Verständigung, Vertrag, Konvention, Bündnis, Volk.

Aber die Menschen verlangen nach Herrschaft, weil sie in sich selbst keine Beherrschtheit haben. Sie küssen die Talare der Priester und die Stiefel der Fürsten, weil sie keine Selbstachtung haben und ihren Verehrungssinn nach außen produzieren müssen. Sie schreien nach Polizei, weil sie allein sich nicht schützen können gegen die Bestialität ihrer Instinkte. Wo ihr Zusammenleben gemeinsame Entschlüsse verlangt, da lassen sie sich vertreten (die deutsche Sprache ist sehr feinfühlig), weil sie den eigenen Entschlüssen zu trauen nicht den Mut haben. Das politische Leben der zivilisierten Völker erschöpft sich – um den Pferdevergleich wieder aufzunehmen – im Ersinnen immer vollkommener Zügel, Sättel, Deichsel, Kandaren und Peitschen. Nur darin unterscheidet sich der arbeitende Mensch vom arbeitenden Pferd, daß er selbst hilft, verbesserte Systeme seiner Fesselung zu erfinden und sich anzulegen. Doch gleichen sich beide im Zutrauen zu ihrem starken Eisenbeschlag und in der Verhinderung seiner Anwendung durch Scheuklappen.

Wissenschaftliche Läuterung hat die arbeitenden Menschen darüber aufgeklärt, daß die kapitalistische Verfassung sie des Ertrages ihrer Arbeit beraubt. Sie werden ausgebeutet und wissen das. Sie kennen auch den Weg, der zum Sozialismus leitet: die Überführung des Landes mithin aller Arbeitsmittel aus den Händen Privilegierter in den Besitz des Volkes. Sie kennen den Weg seit einem halben Jahrhundert, aber sie haben ihn bis heute mit keinem Fuße betreten. Das Mittel zur Abänderung als schlecht erkannter Zustände heißt immer Aktion. Aber die Menschen unserer Zeit sind aktionsfaul. Um nichts tun zu müssen, haben sie die Theorie aufgestellt, daß sich die Geschichte nach materialistischen Notwendigkeiten entwickelt. Die Zeit funktioniert automatisch; die arbeitenden Menschen aber warten ab, bis es der Zeit gefällig sein wird. Inzwischen flicken und putzen sie ihr Geschirr, schimpfen und wählen. Diese Interimsbeschäftigung ist ihnen zur Gewohnheit geworden, zum Bedürfnis, zum Lebenszweck. Daß sie auf etwas warten, haben sie darüber vergessen. Weh dem, der sie erinnert!…

Anarchie ist die Gesellschaft brüderlicher Menschen, deren Wirtschaftsbund Sozialismus heißt. Brüderliche Menschen gibt es. Wo sie beieinander sind, lebt Anarchie; denn einer Herrschaft bedürfen sie nicht. Was ihnen zu schaffen bleibt, ist Sozialismus. Die Aktion, die zum Sozialismus führt, heißt Arbeit. Wer nicht mitschaffen will, in brüderlicher Gemeinschaft sozialistische Arbeit zu verrichten, wer abwarten will, wie sich die Verhältnisse ohne sein Zutun entwickeln, der flicke und putze immerhin sein Geschirr, der schimpfe und wähle. Aber er nenne sich nicht Sozialist. Vor allem urteile er nicht über Anarchie. Denn die ist eine Angelegenheit der Herzen, und davon versteht er nichts.

(Aus „Kain-Kalender für das Jahr 1912“, S. 21)

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Eingeordnet unter Fremde Texte

Jeder Mensch ist eine Hure in diesem System

Es frisst sich in einen unheimlich tief hinein, es ist dieser quälende hämmernde stille Druck der einen Dummheiten machen lässt die man nie für möglich hielt. Es gibt keine Zwänge nur die Illusion von irgendwelchen Zwängen. Was ist real? Was stimmt denn noch? Worauf kann man sich verlassen? Was ist keine Lüge? Sich verkaufen wie eine Hure für Dinge die man nicht versteht oder wo man ahnt das sie nur falsch und destruktiv sein können was ist daran noch lebenswert!? Enttäuscht von den Mitmenschen, enttäuscht von sich selbst. Das Leben als Enttäuschung, als jahrelange Verzweiflung zu erfahren ist wie in einer dunklen Waschmaschine zu liegen die gerade im Schleudergang rattert und man versucht irgendwie sich zu orientieren oder festzuhalten, aber es ist absolut hoffnungslos, so auswegslos. Man kann sich nur fügen, nur treiben und antreiben lassen, anfangen sich selbst zu foltern und beginnt sich zu Dingen zu zwingen die man längst für Idiotie gehalten hat.

Es ist traurig. Ich bin reduziert auf einen mechanischen Rythmus. Arbeite, sei gehorsam, strebe nach mehr, frage nicht warum, tu es und Du wirst belohnt! Und denk nicht daran krank oder funktionsunfähig zu werden! Schmeiss Deine Qualifikation nicht weg! Tust Du es doch hast Du keinen Fetzen Freiheit verdient, dann musst Du verzichten und grausam sterben! Blödsinn. Eine hochentwickelte Gesellschaft die ihre Bewohner dazu antreibt sich selbst und andere zu erniedrigen, was ist das für eine Nation? Da drehe ich mich nur im Kreis wenn ich darüber nachdenke und wie ich da heraus kommen könnte. Wenn ich darüber spreche begreift man mich nicht, sagt ich sei eben naiv und verunsichert, das würde sich schon legen. Aber es ist keine Phase der Unsicherheit, es ist eine tiefliegende zermürbende Zerrissenheit, die enstanden ist weil die Gesellschaft sich als Ganzes von sich selbst und ihrer Natur entfernt hat und immer weiter entfernt je mehr sie sich nach den üblichen Idealen entwickelt.

Ich werde davon zerquetscht. Die gigantischen Zahnräder und Marktmechanismen zerquetschen meinen kleinen Funken Lebenslust. Und all das nur für etwas Profit, für Zahlungseingänge, für Fortschritt, Wachstum, die Stärkung der Nation, all diese Blenderideale. Wenn ich mich nicht wie ein Soldat aufführe der dem allgemeinem Tonus folgt, werde ich vernichtet, vorallem wenn ich nicht clever genug bin mir vorher ein alternatives Leben aufzubauen. Welche Chancen habe ich schon wenn ich offen und ehrlich sage wogegen ich protestiere? Die Leute erkennen mich als ihren Feind und lehnen mich und meine Argumente ab, sagen es wären faule Ausreden, blanke Verwirrung die ich da ausdrücke. Ich bin unfähig allen Vorwürfen weise genug zu antworten, ich verstehe die meisten Vorwürfe nicht einmal. Jeder Mensch hat seine individuellen Vorstellungen, Vorurteile und Ideale, und meistens sind sie eben inspiriert von vergangenen Helden oder vergangenen Ideologien, auch wenn diese total hirnrissig waren oder sind.

Es hilft nichts, für einige Zeit muss ich kämpfen wie all die anderen Menschen. So wie ich es früher aufrichtig getan habe, muss ich es nun mit meiner Zerrissenheit und Zweifel tun. Das ist doppelt so schwer. Wie kann eine Hure ihren Job geniessen wenn sie sich benutzt, beschmutzt, missbraucht und minderwertig fühlt? Das funktioniert nicht lange, irgendwann geht man daran zugrunde, verliert wichtige Dinge die man niemals wieder bekommen oder erfahren kann. Vielleicht kann man es wieder erfahren, aber dazu müsste man ja seinen Lebensstil ändern, aber das funktioniert nur wenn man ausreichend Geld hat, dann kann man sich frei kaufen. Dann besteht die Möglichkeit größere Freiheit zu leben und zu erleben. Ansonsten nicht. Du stehst ohne Geld da, also stehst Du auch ohne Rechte da. Wer seinen Pflichten nicht nach kommt hat keine Rechte. Der ist minderwertiges Fleisch ist überschüssiges Menschenmaterial welches mit Bestrafungen zu höherem Wert getrieben werden muss. Tja, wer daran zweifelt soll ruhig mal seinen Job schmeissen und einige Monate kein Geld verdienen, dann erlebt jeder wie es so ist nicht dazu zu gehören. Es ist absurd welche alten Verhaltensweisen sich immer wieder in die Gegenwart übertragen. Anscheinend hört es nie auf.

Was bleibt ist die Wut, Verzweiflung, Traurigkeit und Leere in den Köpfen und Gemütern. Manche nehmen das ehrlich wahr, andere verdrängen es, lenken sich ab, begreifen es als Krankheit und bekämpfen es oberflächlich und begreifen nicht wie stark das Ganze mit den hohen edlen Idealen von sich selbst und der Gesellschaft zutun hat. Im Zweifel handelt man eben wie die große verblödete Masse, auch wenn sie dem Abgrund zu rennt und zu arbeitet. So ist das eben, der Mensch ist auch ein Herdentier…

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Sinn des Lebens

Alles ist Kommunikation. Alles steht miteinander in Verbindung. Auf alles gibt es Ursachen, Wirkungen und Reaktionen. Sich darüber den Kopf zu zerbrechen was davon richtig oder falsch ist, wie man etwas besser machen könnte oder was man besser lassen sollte, das sind alles Gedanken die rein gar nichts bedeuten. Sie sind Spielchen die wir spielen, und währenddessen fliegen die Wolken an uns vorbei, unser Herz schlägt weiter den Blutkreislauf voran, wir reden und reden, schreiben, diskutieren, denken, lachen und schreien darüber. Das ist unser Leben, eine Reise voller Urteile und Schlüsse.

Wir haben nichts außer unseren Körper. Das ist der einizg reale Fakt und wenn wir ihn verlieren, verlieren wir auch das Leben. Alles andere ist Einbildung. Unsere mächtige Vorstellungskraft entwickelt mithilfe unseres Intellekts, unseren Erinnerungen und Erfahrungen Ideen, Gedanken, bildet Verhaltensmuster und Systeme die schliesslich immer weiter und komplexer Wachsen. Was haben Gedanken mit der Realität zutun? Was sind unsere Urteile wert? Wem bedeuten sie etwas? Ist es nicht so das all die Gedanken, Forschungen um die Realität, die Probleme, Leiden, Kriege und so weiter nicht real sind? Wir können nie genug wissen, nie genug experimentieren. Es wird immer Rätsel geben, wieso wie ein Irrer nach (unvollständigen) Lösungen suchen, wo es eigentlich keine Probleme gibt?

Das grundsätzliche Problem unserer Lebensform als Menschheit ist doch der Glaube an unserer Fähigkeit für alles eine Lösung zu finden. Dabei gibt es doch gar keine Probleme. Wir haben im Prinzip nichts zutun, außer uns zu nähren, zu trinken, zu schlafen, zu lieben und zu geniessen. Wir wundern uns das es immer wieder zu Konflikten kommt, in allen Branchen, Nationen, in allen Zusammenhängen, also immer dann wenn Kommunikation stattfindet. Und Kommunikation findet ständig statt. Dabei ist doch klar warum diese enstehen. Sie müssen entstehen weil sie nichts mit der Realität zutun haben. Im Einklang mit sich selbst, den Mitmenschen, Lebewesen, der Umwelt und dem Universum zu sein, bedeutet zu verstehen das es keine Trennungen gibt. Alles ist eins. Wir Menschen sind wie kleine Zellen in einem großen Organismus. Genau wie die Tiere und Bäume.

Stell Dir vor die Zellen in Deinem Körper würden sich streiten welcher Körperregion sie angehören wollen/sollten oder welchen Sinn ihre Existenz hat. Sie wären nicht lebendig, nicht überlebensfähig, wenn sie so dumme Fragen stellen und daraus Handlungen vollziehen würden. Sie haben nunmal im Einklang zu leben oder sie werden verrecken. Und das wars dann mit dem Leben. Das ist nur gerecht und verdammt logisch.

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