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Es gibt keine Lösung für alle Probleme

Ja, die Zeiten ändern sich nicht. Es bleibt hart. Es bleibt aussichtslos. Es gibt immer weniger gut bezahlte Jobs, es gibt immer mehr Leute die diese Jobs haben wollen. Unser wirtschaftliches und politisches System wird dies weiter verschärfen. Viele jammern für sich allein, blicken nicht auf die Nachbarn, nicht auf die anderen Nationen, sehen nicht das große Ganze und fühlen sich entsprechend ohnmächtig, als hätten sie keine Wahl, als hätten sie keine Fähigkeiten positivere Veränderungen für alle Menschen anzugehen. Das Geld dominiert alle Lebensbereiche, ohne Geld kannst Du keine Rechnungen bezahlen, kannst dir keine Wohnung, keine Möbel, keine Bücher, Klamotten kaufen. Klar, der Staat gibt Dir ein paar Notgroschen, aber wer will die schon annehmen, gerade bei den Hetzereien gegen ALGEmpfängern? Jeder will lieber „auf eigenen Beinen“ stehen, das eigene Leben in die Hand nehmen und das eigene Glück mehren.

Aber es ist nicht möglich das zu tun, denn der Markt ist nicht fähig allen Menschen ein Chance zu geben. Ich habe es in meinem Blog schon ziemlich häufig beschrieben, wieso dem so ist. Die Realität sollte den Leuten zeigen das es so nicht weitergehen kann. Wenn es sich weiter verschlimmert, wie bisher, dann wird es bald schwere Konflikte geben. Konflikte die über das Jammern hinaus gehen, Konflikte mit denen selbst der Staat große Schwierigkeiten haben wird. Die Politik hat in den letzten Jahren immer stärker auf Wirtschaftsinteressen statt auf das Gemeinwohl gesetzt und wird für diese Politik bald den Preis sehen. Ich sehe quasi keine Firma die Vollzeitkräfte einstellt, Zeitarbeit, Kurzarbeit, 400 EUR-Kräfte, usw. alles eindeutige Zeichen wohin es in Zukunft weiterhin gehen wird. Wir werden uns demnächst wie in Amerika mit mehreren kleinen Jobs über Wasser halten müssen, es wird noch weniger Zeit bleiben das Leben zu genießen oder Fragen zu stellen, Antworten zu bekommen usw. Dieser Prozess beschleunigt sich immer mehr und es wird logischerweise mehr Konflikte geben.

Menschen die immer weniger Zeit für sich und ihre Leidenschaften haben, sind selbstverständlich gereizt, aggressiv, brauchen Ausgleich und so weiter. Wir haben Millionen Suizide bzw. Suzidversuche jedes Jahr, Millionen die an Depressionen leiden, Millionen mit schlechten Essgewohnheiten, Millionen die kaum Essen erhalten, Millionen die keine ordentliche medizinische Versorgung erhalten, Millionen die mit Billigjobs abgespeist werden und sich niemals ein Haus werden bauen können, Millionen die immer nur ihre Arbeitskraft auf dem Markt anbieten können und dadurch selbst zur Ware werden. Dagegen haben wir wenige Menschen die Milliarden auf ihren Konten haben, ganz wenige Menschen die ihr Geld arbeiten lassen und nur noch Luxusprodukte konsumieren, wenige Menschen die sich Inseln statt Häuser kaufen, wenige Menschen die die politischen Entscheidungen beeinflussen, wenige Menschen die trotz ihrer großen Vermögen allenfalls in Stiftungen investieren um Steuern zu hinterziehen. Vielleicht sind das alles nur Legenden, populistische Phrasen, aber es läuft offenbar real mehrheitlich so, sonst wären all diese Probleme doch gar nicht vorhanden.

Es wird gern behauptet die Reichen wären die Leistungsträger. Aber was ist mit den Kassierern bei Lidl oder den Putzen die die Büros reinigen, den LKW-Fahrern auf den Autobahnen, sind das keine Leistungsträger? Haben die nicht auch wesentlich mehr Geld und Entlastung mit ihrer täglichen harten Arbeit verdient? Die Methoden mit denen diese Leute um ihr Recht betrogen werden, sind gerade in den Massenmedien täglich einsehbar. Es wird ein Feuerwerk der Entrüstung ausgelöst wenn man die Systemfrage stellt oder an die Vermögen der „Reichen“ gehen will. Die sehen ihre soziale Leistung im erwirtschaften der Summen die sie teilweise nun auf ihrem privaten Konto haben. Ich sehe das völlig anders. Wer braucht schon mehr als 1 Millionen EUR auf dem Konto, besonders angesichts der Verhältnisse in der Welt? Wieso setzen sich die „Reichen“ nicht zusammen, gründen eine fette Stiftung und lösen alle Probleme? Offensichtlich sind sie daran interessiert egoistisch ihre Vermögen zu halten oder zu vermehren. Sie identifizieren sich nicht mit den Hungertoten, den Harz4-Empfänger, Zeitarbeitskräften usw. Vermutlich sind sie da nicht viel anders als viele andere Menschen, was aber nichts daran ändert dass das Bewusstlosigkeit ist.

Diese Bewusstlosigkeit erzeugt Gewalt, Mord, Ausbeutung, Zerstörung jedweder Form. Das scheiten jeglicher Ideologien, egal ob Sozialismus, Kapitalismus etc. ist begründet auf dieser Bewusstlosigkeit. Egal was sich der Mensch ausdenkt, denkt er nicht an andere, respektiert er andere nicht, wird das was er sich erdacht hat zur Qual für sich und andere.  Insofern ist es nicht notwendig sich Gedanken zu machen wie man die Gesellschaft grundsätzlich ändern „muss“ damit es besser ist. Es ist notwendig zu Fragen warum seit tausenden von Jahren die Menschen nicht in der Lage waren friedlich miteinander umzugehen und keinen zu vernachlässigen. Man muss mehr in die Realität gehen und beobachten wie es ist. Die theoretischen Vorstellungen können selten 1 zu 1 auf Milliarden Menschen übertragen bzw. aufgezwungen werden. Schliesslich sind wir alle Individuen mit eigenen Vorstellungen, Wünschen und Träumen. Niemand kann und sollte das irgendwem absprechen. Diese Welt sollte für jeden offen sein, jedem das Recht auf Leben und Glück von Geburt bis zum Tode ohne wenn und aber sichern. Es sollte keine Grenzen geben.

Es wird nie eine Lösung für alle Probleme geben. Keine Ideologie wird jemals das Leben von allen Menschen einschliessen können. Deshalb werden alle Parteien immer scheitern. Deshalb werden wir uns im Streit nur im Kreis drehen, während rings um uns herum die Leute verhungern oder ums überleben kämpfen. Das ist doch kein Leben! Jeder Mensch ist für sich und andere verantwortlich. Jeder Mensch sollte sich daher Fragen was die wirklichen Ursachen der Schwierigkeiten lokal und global sind. Hierfür gibt es keinen Plan oder vorgeschriebenen Weg. Jeder Mensch hat individuell für sich allein diesen Fragen nachzugehen, wenn er sich irgendwann einmal glücklich schätzen will. Man kann gerne sich mit Ideologien auseinandersetzen, aber man muss vorallem deren Grenzen kennenlernen und sich dann fragen warum es diese Grenzen gibt. Das menschliche Denken ist begrenzt, folglich sind alle Ideologien begrenzt und würden Konflikte produzieren, wenn man sie in die Realität übertragen wollte.

Wir haben heute dieselben Probleme wie vor 500 oder 2000 Jahren. Wir denken uns etwas aus und verlangen von anderen Menschen das sie dem folgen was wir uns ausgedacht haben. Und dann wundern wir uns das es Konflikte gibt. Es ist absurd. Die schwachen Leute gehören zu den Verlierern dieser Gesellschaft, immer noch, es gibt nur in den „reichen“ Ländern ein relativ schwaches Solidarprinzip, während in anderen Nationen die Menschen glatt verhungern oder auf Müllbergen versuchen zu überleben. Wie ist das möglich? Wie sind diese Entwicklungen möglich geworden? Warum werden sie nachwievor hingenommen? Wo sind die Proteste? Wo die Debatten? Wo sind die rebellischen Jugendlichen? Saufen die sich wirklich alle ins Koma? Es ist erschreckende Bewusstlosigkeit, produziert von einer Gesellschaft die sich in weiten Teilen selbst ignoriert. Dies muss in Konflikten enden, ich kann es gar nicht oft genug betonen!

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Sinn des Lebens

Alles ist Kommunikation. Alles steht miteinander in Verbindung. Auf alles gibt es Ursachen, Wirkungen und Reaktionen. Sich darüber den Kopf zu zerbrechen was davon richtig oder falsch ist, wie man etwas besser machen könnte oder was man besser lassen sollte, das sind alles Gedanken die rein gar nichts bedeuten. Sie sind Spielchen die wir spielen, und währenddessen fliegen die Wolken an uns vorbei, unser Herz schlägt weiter den Blutkreislauf voran, wir reden und reden, schreiben, diskutieren, denken, lachen und schreien darüber. Das ist unser Leben, eine Reise voller Urteile und Schlüsse.

Wir haben nichts außer unseren Körper. Das ist der einizg reale Fakt und wenn wir ihn verlieren, verlieren wir auch das Leben. Alles andere ist Einbildung. Unsere mächtige Vorstellungskraft entwickelt mithilfe unseres Intellekts, unseren Erinnerungen und Erfahrungen Ideen, Gedanken, bildet Verhaltensmuster und Systeme die schliesslich immer weiter und komplexer Wachsen. Was haben Gedanken mit der Realität zutun? Was sind unsere Urteile wert? Wem bedeuten sie etwas? Ist es nicht so das all die Gedanken, Forschungen um die Realität, die Probleme, Leiden, Kriege und so weiter nicht real sind? Wir können nie genug wissen, nie genug experimentieren. Es wird immer Rätsel geben, wieso wie ein Irrer nach (unvollständigen) Lösungen suchen, wo es eigentlich keine Probleme gibt?

Das grundsätzliche Problem unserer Lebensform als Menschheit ist doch der Glaube an unserer Fähigkeit für alles eine Lösung zu finden. Dabei gibt es doch gar keine Probleme. Wir haben im Prinzip nichts zutun, außer uns zu nähren, zu trinken, zu schlafen, zu lieben und zu geniessen. Wir wundern uns das es immer wieder zu Konflikten kommt, in allen Branchen, Nationen, in allen Zusammenhängen, also immer dann wenn Kommunikation stattfindet. Und Kommunikation findet ständig statt. Dabei ist doch klar warum diese enstehen. Sie müssen entstehen weil sie nichts mit der Realität zutun haben. Im Einklang mit sich selbst, den Mitmenschen, Lebewesen, der Umwelt und dem Universum zu sein, bedeutet zu verstehen das es keine Trennungen gibt. Alles ist eins. Wir Menschen sind wie kleine Zellen in einem großen Organismus. Genau wie die Tiere und Bäume.

Stell Dir vor die Zellen in Deinem Körper würden sich streiten welcher Körperregion sie angehören wollen/sollten oder welchen Sinn ihre Existenz hat. Sie wären nicht lebendig, nicht überlebensfähig, wenn sie so dumme Fragen stellen und daraus Handlungen vollziehen würden. Sie haben nunmal im Einklang zu leben oder sie werden verrecken. Und das wars dann mit dem Leben. Das ist nur gerecht und verdammt logisch.

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Maschinenmenschen

Was mache ich falsch im Leben? Habe ich immer alles richtig gemacht? Nein, natürlich nicht. – Aber ich habe immer mit bestem Willen und Gewissen gehandelt, oder?

Solche Fragen spielen keine Rolle, sie sind nur Ergebnisse meiner Gefühle und Gedanken. Mein Leben und das Leben kümmert sich nicht darum ob ich täglich gewaschen bin, das Alphabet kann, die Gabel zum Essen nutze oder die Frau die ich als meine Frau bezeichne wirklich liebe. Denn all die Vorstellungen die in meinem Kopf, und das betrifft wahrscheinlich alle Vorstellungen in den Köpfen, überhaupt gar nichts bedeuten.

Das Leben existiert fort. Solange ich trinke, esse, schlafe und nicht allzu oft Gewalt erlebe. Im Grunde genommen sind wir Menschen absolute Tiere, nur mit Gedanken. Die Gedanken die sich über die letzten Jahrtausende mehr oder minder entwickelt haben, sorgten für die Ergebnisse die wir heutzutage vorliegen haben und die unermüdlich 24 Stunden am Tag weiterentwickelt werden.

Der eigentliche Wahnsinn ist ja das Vertrauen in diese Gedanken, und die daraus resultierenden Ideologien, Wertevorstellungen und überhaupt alle „zivilisierten Pläne“ die uns Menschen verbessern und glücklicher machen sollen. Ich kann sagen, dass ich selbst mit dem besten Willen und Gewissen, immer noch Menschen ungerecht behandelt habe. Egal wieviel ich dagegen getan habe, es kommt vor und es tut mir dann auch leid. Nur ändert das nichts an der Situation.

Wenn der Irrtum und das Scheitern ganz einfach dazu gehört, und wir Menschen Perfektion, Sicherheit und Rentabilität uns letztlich nur herbeiwünschen bzw. einbilden: Dann liegen wir ja schon ziemlich arg in der Scheisse. Denn das sind ja die Faktoren die unser Aller Leben prägen. Wir wollen unsere Zeit so gut es geht nutzen. Wer will in seinen letzten Sekunden denken oder sagen: Ich hab mein Leben weggeworfen.

Auch wenn es dann eigentlich sowieso ziemlich egal ist. Jedenfalls steht für mich fest, das wir Menschen, in der Masse wie auch als einzelnes Lebewesen viel zu viel Druck und Panik in unser Leben geholt haben. Wir setzen uns einem völlig unnötigen Leistungsdruck aus und erwarten dann auch noch möglichst schnell davon glücklich zu werden. Das dies nicht so funktionieren kann, ist den wenigsten Menschen aufgefallen. Auch wenn man es anhand unzähliger Fakten ganz genau erkennt.

Wir konsumieren zuviele Drogen, essen zuviel, es gibt zuviel Gewalt, Neid, Tyrannei, Mobbing, Ausbeutung, Wut, Hass, Raserei, was ihr wollt! Wir sind aus der Balance, weil wir die Schönheit der Erde ignorieren. Wir ignorieren auch uns selbst, die Natur und alles was existent ist. Wir wollen uns stärker, schneller, schöner, gütiger und wertvoller machen. Aber alles was wir erreichen ist das Gegenteil. Und das spüre ich mit großem Schmerz und großer Trauer.

Ich stehe schon ziemlich hilflos demgegenüber. Ich habe keinen Masterplan gegen all das Dumme und Übel. Denn ich bin ein einfaches und doch hochkomplexes Lebewesen wie wir alle. Ich werde wohl weiter viele Fehler machen und danach Fragen stellen, wie das überhaupt möglich war. So gesehen freue ich mich wenn das Leben vorbei ist, denn ich mag es nicht ständig völlig verpeilt und überwältigt durch den Raum und die Zeit zu stolpern. Vorallem wenn es jede Menge Menschen gibt, die nicht so sind wie ich, weil sie vollgepumpt sind mit Glücklichmachern/Unglücklichmachern wie z.B. Geld 😉

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