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Wir zerstören die Welt

Wir wachsen in einer heilen Welt auf, zumindest gaukelt man uns das vor, ganz besonders wenn wir noch jung und unvoreingenommen sind. Wenn man älter wird begreift man dann, nichts ist heil. Die Welt ist voller verzweifelter einsamer Menschen die sich einer Religion, einer Ideologie, einer Partei oder sonst irgendeinem Scheiß verschrieben haben. Es gibt soviele Facetten, man kann sie gar nicht alle aufzählen. Der gemeinsame Nenner dieser Facetten, dieser zerstörten verkrüpelten Menschen ist der Wunsch nach Harmonie, Anerkennung und Liebe den sie mit ihrer Jagd nach Geld, Macht oder die Verfolgung der Ziele und Pläne irgendeiner Regierung, irgendwelcher Gebote oder Gesetze erfüllen wollen. Die meisten von ihnen bleiben damit aber auf der Strecke. Kaum einer wird reich, berühmt oder erfolgreich. Aber wer sind sie?

Wir sind diese armen Menschen. Wir sind diese kaputten einsamen Gestalten die tagtäglich ihr Leben damit zubringen Karriere zu machen und auf dem Arbeitsplatz zu sitzen. Es ist völlig egal was wir empfinden, was wir uns erhoffen und erträumen, wir dienen erbärmlichen Mechanismen die wir von unseren Vätern und Müttern gedankenlos übernommen haben. Statt die Rebellion in der Kindheit und Jugend auszubauen, haben wir sie uns wie befohlen abgewöhnt, wir sind erwachsen geworden und haben gelernt Bücklinge zu sein, wie die meisten Generationen zuvor.

Wir rennen illusorischen Idealen hinterher, jubeln falschen Führern und Stars zu, kaufen Dinge die wir nicht brauchen, werden davon krank und nehmen Tabletten und Drogen um all diese Dummheiten wieder zu vergessen. Was macht das mit unserer Welt? Wir zerfleischen uns den ganzen Tag. Wir quälen uns aus dem Bett heraus, schleppen uns in die Arbeit, unterdrücken negative Gedanken und Gefühle bis zum Feierabend oder wenigstens bis zur nächsten Zigaretten- oder Pinkelpause.

Wir behandeln uns selbst und alle anderen wie den letzten Dreck. Wir wundern uns über Kriege in der modernen aufgeklärten Welt, genauso wie über Amokläufer oder 16 Jährige Mädchen die Topmodel werden wollen. Aber wir wundern uns nicht darüber ständig unglücklich zu sein. Wir fragen uns niemals ob das mit der Arbeiterei oder der Schule oder dem ganzen Müll zutun haben könnte den uns unsere Verwandten und Freunde so erzählen. Dieser ganze Unsinn von der Demokratie, seit Jahrzehnten bestimmen wir nur Details aber nicht die grundlegende Richtung: Rauchen oder Nicht-rauchen? Flughaufen ausbauen oder nicht? Leere wandelnde Sprechblase A oder leere wandelnde Sprechblase B? Wir haben die Wahl! Die Wahl ist die erste Bürgerpflicht! Mir kommt das kotzen.

Wieso akzeptiert ihr miese Arbeitsbedingungen, hohe Mieten, wenig Freizeit, viele Überstunden, wenig Muse und viele Prüfungen? Glaubt ihr zu sterben wenn ihr Euch dem entgegenstellt? Ich darf das gar nicht fragen. Ich bin selbst verlogen und erbärmlich. Morgen gehe ich in die Arbeit und lasse mich von den Sachzwängen in alle Löcher ficken, bis in die letzte Hirnrinde kaputt ficken! Bis ich nicht mehr weiß was ich eigentlich brauche. Nein, niemand hat die Absicht das zutun. Wir müssen eben alle Geld verdienen, jeder muss nunmal arbeiten gehen und ändern kann man ja sowieso nichts. So ist das nunmal. Alles wird gut. Oder auch nicht. Ist ja egal, hauptsache wir haben unser fressen, können ab und zu die Sau in Clubs raus lassen, Menschen ficken die wir nicht kennen oder lieben und dann genüsslich pennen.

Überall wächst der Wohlstandsmüll mit jeder neuen Saison. Alle paar Wochen gibt es neue Autos, Handys, Kosmetik, Mode, Schmuck, Computerspiele, Filme, ohja, denn wir brauchen das ja alles so sehr! Damit wir keine Zeit haben in den Spiegel zu sehen, damit wir bloss keine Ruhe haben die Angst und Leere wirklich einmal intensiv zu spüren. Dieses ungute Gefühl welches wir tagtäglich zu verdrängen versuchen, das sind die letzten Reste einer Gewissheit die deutlich kreischt: Wir leben falsch! Wir sind es mit unserem Ipod, mit unserem Audi, mit unseren verblendeten Hoffnungen und Träumen die das Leben aus diesem Planeten saugen. Wir sind es die den Hungernden das Essen wegnehmen und ihnen ins Gesicht spucken. Wir scheißen auf die Kinder auf den Müllbergen, wir sind es die mehr Kavier und mehr Gold wollen. Wir genießen es doch zu siegen, während andere verlieren. Es ist uns längst egal ob es Alternativen gibt, denn es ist leichter den völligen geistigen Bankrott zu erklären.

Die bösen Reichen, Regierenden, Bonzen und Eigentümer, wie man sie auch nennen will, machen nur einen kleinen Prozentsatz der Gesamtbevölkerung aus. Natürlich profitieren die von unserer Bewusstlosigkeit, aber eben nur solange wie wir uns nicht auf das konzentrieren was uns wichtig ist. Und wichtig sollte uns vorallem sein diesem unguten Gefühl nachzugehen. Dieses eklige beissende Gefühl des Unbehagens, als ob irgendetwas schlimmes bevorsteht, als ob es gleich mit allem vorbei wäre. Diese Untergangsemotionen deuten an welches Leid und Elend wir mit unseren Entscheidungen hervorrufen. Es gibt genug Möglichkeiten sich zu informieren, sich zu organisieren und zu diskutieren. Es liegt nur an uns. Wenn wir uns weiterhin daran orientieren was man uns in der Kindheit eingeredet hat, wird es nicht besser. Wir sind keine besseren Menschen wenn wir bessere Leistungen als andere erbringen, sowie wir auch nicht schlechter sind wenn die Leistungen schlechter sind. Das ganze Leistungsprinzip ist für den Arsch! Es muss in völlig neuen Wegen gedacht werden, sonst zerstören wir weiterhin sämtliche Lebensgrundlagen.

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Das Problem der Menschheit

»Wir entfremden uns ständig von uns selber, den anderen Menschen und der Welt, indem wir unser gegenwärtiges Erleben in verschiedene Teile zerlegen, die durch Grenzen getrennt sind. Wir spalten unser Gewahrsein künstlich in Abteilungen auf: Subjekt-Objekt, Leben-Tod, Leib-Seele, Inneres-Äußeres, Verstand-Gefühl, eine Trennungsregelung, die zur Folge hat, daß ein Erleben das andere einschneidend stört und das Leben sich selbst bekämpft.

Das Ergebnis ist einfach Unglücklichsein, auch wenn man ihm viele Namen gibt. Das Leben wird zum Leiden, von Kämpfen erfüllt. Aber all diese Kämpfe, die wir erleben – unsere Konflikte, Ängste, Leiden und Verzweiflungen – werden durch die Grenzen verursacht, die wir in unserem Irrtum um unser Erleben ziehen.« (Ken Wilber)

Es gibt keine Lösung, keine Sicherheit, kein Ideal, keine Perfektion, keinen ewigen Wachstum.  Unser Denken ist begrenzt und daher sind alle Gedanken, Vorstellungen und Ideen unvollständige Gebilde, die nur sehr begrenzt stimmen und funktionieren. Die Welt ist endlos komplex und verändert sich ständig, unser Denken hängt dem immer hinterher.  Unser Denken kann also nur sehr begrenzt hilfreich sein, wenn es darum geht glücklich zu sein, denn Glück ist unbegrenzt, spontan und frei. Denken ist nur ein träges Werkzeug. Aber es bestimmt die meisten Menschen.

Deshalb sind die meisten Menschen unglücklich. Sie glauben sie seien nicht vollständig weil sie sich zu sehr mit ihrem Denken und dem Denken anderer Menschen identifizieren. Dadurch machen sie ihr Leben von Faktoren abhängig die zum Scheitern verurteilt sind. Und je mehr sie begreifen, dass ihr Engagement im Job oder in der Schule nicht reicht, desto mehr strengen sie sich an. Es ist aber zwecklos. Wir können die Illusion nicht auflösen indem wir sie bestärken und leben. Wir spüren alle diese Leere wenn es darum geht zur Arbeit oder Schule zu gehen, es geht nunmal vorrangig darum Leistung zu bringen. Wir stehen in Konkurrenz zueinander, müssen gegeneinander kämpfen, es muss Gewinner und Verlierer geben.

Ist das wirklich unser Wunsch? Alle Menschen zu spalten, zu trennen und zu sagen wie unterschiedlich sie doch sind? In Wahrheit haben wir unzählige Gemeinsamkeiten. In Wahrheit sind die Grenzen Verbindungen. Wir sind alle von Geburt an einzigartige Wesen die permanent das Wunder Leben erleben und leben. Und obwohl wir ein Grundgesetz haben, welches von der Würde des Menschen spricht, quälen und peitschen wir uns gegenseitig durch ein engmaschiges engstirnges System voller irrsinniger verblödeter Vorstellungen.

Alle Menschen haben ihre einzigartigen Sichtweisen sie können unmöglich sehen was in dem Kopf des anderen Menschen vorgeht, sie können unmöglich Perfektion erlangen oder auf einen Nenner kommen. Wir können uns aber respektieren und an einem Bewusstsein arbeiten welches unsere Illusionen, Denkfehler und Probleme erkennt und auflöst.

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Wir wollen das Gute, schaffen aber das Böse.

Wir leben in einer von uns maßgeblich erschaffenen agressiven Welt. Vom ersten Herzschlag an dominiert der Wille zum Erfolg. Unser aller LEben ist gewinnorientiert und steht im Wettbewerb mit allen anderen Menschen. Wir spüren diesen Druck sehr früh.

Einige von uns wehren sich, Andere nehmen die Lage widerwillige an und Weitere lassen sich sofort davon begeistern. Über die Jahre wechseln einige Menschen je nach Erfahrungen und Erfolgen oder Misserfolgen die Sichtweisen, aber was bei allen immer klar scheint: Es gibt keine Alternative zu dieser jetzigen mechanisierten, industrialisierten Informationsgesellschaft.

Diese Grundhaltung sorgt für die allgemeine Akzeptanz der schwierigen, komplizierten, ungerechten und kalten Situation. Die Menschen konzentrieren sich auf ihr Leben, auf ihre Interessen, Aufgaben, Ziele und Vorstellungen und setzen damit die Abwärtsspirale des Nicht-Verstehens fort.

Das Leben wird durchorganisiert, nichts bleibt vor dem cleveren Intellekt verschont: Die Tierwelt, Umwelt, benachteiligte Menschen haben den Idealen und sonstigen Wertvorstellungen zu gehorchen, sich mit Leib und Seele zu unterwerfen.

Die Bilder und Geschichten sind bekannt. Sie sind Routine. Außer Spenden kann sowieso Nichts getan werden, so der übliche Tenor der Massen. Menschen die erkennen das nicht nur die Systeme und Einzelpersonen verantwortlich für die massiven Probleme der Menschheit sind, werden mit Argumente nauseinandergenommen, von Experten vernommen, ignoriert, belächelt und isoliert.

Es existiert bei vielen Menschen der Wunsch nach Sicherheit. Diese ersehnen sie sich in Karrieren, Beziehungen, hohen Beträgen auf Konten, entsprechenden Ideologien und Glaubensvorstellungen. Doch das Leben ist unsicher. Das Leben ist deshalb so fantastisch und bietet soviel unermessliche Freiheit.

Wir Menschen verfolgen mit dem gewinnorientierten Wettbewerb, welcher unser Leben ausmacht, eine begrenze, verkrüppelte Freiheit, die uns tagtäglich kurzfristiges Vergnügen und Unmengen an Zweifel und Leid beschert. Diese Krisen und Leiden die wir im Kleinen wie im Großen durchleben, beweisen in einer unendlichen Beständigkeit die Wahrheit.

Keiner unserer Plänge, keines unserer Argumente wird jemals sicher sein. Es ist immer nur eine Frage der Zeit wann ein Plan oder Argument scheitern wird. Denn der Intellekt ist durch Wissen und Information begrenzt. Er wird uns niemals zur vollen Wahrheit und Freiheit führen, sondern immer wieder neues Leid und kurzfristige Erfolge produzieren, die aber natürlich nutzlos sind.

Dies mag sich nun unheimlich deprimierend anhören. Die Wahrheit ist aber, es ist unendlich befreiend. Denn sobald wir unsere Pläne, Ziele, Sicherheiten aufgeben, entfällt der Wettbewerb, Leistungsdruck und damit Neid, Gier, die Kälte aus unser aller Leben.

Wenn wir nicht mehr lernen und verstehen, um uns von anderen abzugrenzen und durchzusetzen, ist das doch eine befreiende Lebensweise. Viele Menschen fürchten sich vor einer inneren Revolution, das Verstehen der eigenen inneren Leere, die eigentlich Liebe ist. Die meisten Menschen sind überladen und versunken in ihren Gedanken und Gefühlen.

Sie haben ganz unterschiedliche, vielschichtige Gründe für ihre Mutlosigkeit und Orientierungslosigkeit, für ihre Suche nach Autorität und Sicherheit. Oft ist es die Flucht, die Angst vor der Leere die sich scheinbar Klein und Hilflos werden lässt. Sie leben nur um nach einen fremden Willen zu funktionieren.

Seit sie leben kopieren und imitieren sie, weil sie es nie anders gesehen haben, nie anders verstanden haben. Die Welt ist herzlos, kalt und ungerecht weil die Mehrheit der Menschen das Leben nur oberflächlich begreifen und leben. Das selten die Absicht der Menschen, sie schaffen aber dennoch diese Realität, wohl weil sie keinem echten Verstehen nachgehen.

Es wird auch nirgends wirklich gelehrt. Wir haben Gewinnorientierung und Materialismus. Wir arbeiten und kämpfen für Dinge die bald wieder kaputt und zu Staub zerfallen sind. Wir trachten nach höchst oberflächlichen Zielen und verblenden damit nicht nur uns selbst, sondern auch künftige Generationen. Wie soll es so nur besser werden?

Es kann nicht besser werden, wenn nicht jeder Mensch anfängt sich und das Ganze zu hinterfragen und nicht nur kleine Teile davon oder gar nicht. Jeder kann jetzt damit anfangen, unabhängig vom Bildungsgrad, der Position in der Gesellschaft, Hautfarbe oder Rasse.

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Atemzug für Atemzug

Ich denke, wir alle haben es nicht leicht unser Leben auf die Reihe zu bekommen. Die wenigen Freuden die wir uns oft selbst schenken sind nur von kurzer Dauer und der raue, graue Arbeitsalltag überwiegt dann auch noch um ein vielfaches das minimale Glück.

Morgen werde ich in einen neuen Job einsteigen. Es hat einige Zeit gebraucht diesen zu bekommen. Natürlich habe ich Angst den Anforderungen nicht zu genügen und relativ schnell in dem alten Loch zu sitzen, in das man geworfen wird, wenn man sich nicht sicher ist womit man sein Geld verdienen und die meiste Zeit seines Lebens verbringen will.

Ich werde mir täglich sagen: Ich tue das weil ich noch etwas größeres vorhabe und dieser Job die erste Stufe ist. Auch wenn ich nicht auf Disziplin und Motivation stehe, weil ich beides für eine Unterdrückung des Geistes und des Herzens begreife, – scheint dies wohl eine der wenigen Dinge zu sein die ich versuchen kann, um nicht bei den ersten großen Schwierigkeiten schreiend davon zu laufen.

Natürlich werdet ihr sagen: Stell dich nicht so an, in Indien gibt es 6 Jährige Kinder die im Steinschlag arbeiten. Aber dann habt ihr auch nicht verstanden was ich meine. Wir leben in einer oberflächlichen Gesellschaft, mit entsprechend gedankenlosen Zielen und Vorstellungen aus der Steinzeit. Wir haben einen alten Überlebenstrieb in uns, der uns Dank Kultur und Tradition verstärkt, kaum einen klaren Blick auf die Realität gibt.

Das Hauptziel des Durchschnittsmenschen ist es sich eine Sicherheit aufzubauen. Geld ist hier das Mittelchen zum Zweck. Nur leider ist dieses nur mit dem Tausch von Lebenszeit und Leistung zu erreichen. Lebenszeit sollte eigentlich unbezahlbar sein, aber diesen Widerspruch haben die meisten längst ignoriert, denn es geht um das Überleben und es spielt keine Rolle wie man es sichert, Hauptsache es wird so gut wie möglich und vorallem so nützlich wie möglich erreicht.

Wir haben nicht das Ziel die Welt, das Leben, unsere Gefühle, unser Denken und so weiter zu verstehen. Denn wir glauben alles zu wissen und die hochtechnisierte Welt scheint uns ständig Recht zu geben. Das es an Weisheit, Liebe und vorallem Ruhe fehlt, scheint hier kaum zu interessieren. In dieser Welt gibt es nach wie vor Gewinner und Verlierer. Das sind die Starken und Schwachen. Wir haben diese Kategorien geschaffen. Wir sind Diejenigen die Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ausüben. Wir definieren Gut und Böse und erfinden ständig neue Definitionen die alles nur noch komplizierter und schwieriger machen.

Man sieht es an meinem Beitrag, er wird auch immer komplizierter. Dabei wollte ich nur sagen, wir Menschen leben nicht wirklich. Wir zerstören nur. Wir zerstören die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft aufgrund unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen. Wir leben unecht, unwirklich, an der Realität vorbei. Es gibt nur Lügen in unserer Welt und unser Gott ist der Geldschein. Wir haben uns zu Sklaven gemacht, trotz unserer hohen Ziele. Es wird immer davon gesprochen wieviele Chancen der Kapitalismus doch bietet, aber keiner sieht was dieses System tagtäglich auf diesem Planeten anrichtet.

Das soll keine Kritik am Kapitalismus werden. Es ist eine Kritik an den System, Denkmustern und Verhaltensweisen des Menschen. Wir können keine Freiheit organisieren. Wir können uns Freiheit nicht erarbeiten, erkaufen oder durch Sicherheit erbauen. Es gelingt nur durch verstehen und lernen. Durch leben und leben lassen. Respekt, Geduld, Ruhe, Liebe, Zuversicht und die Anerkennung aller Lebewesen auf diesem Planeten. Es gibt keine Alternativen. Wir lügen uns ständig an. Wir quälen uns. Wir wissen das wir uns zerstören indem Glauben wir könnten es nicht ändern.

Dabei müssen wir nur aufhören. Jetzt sofort. Und keine Systeme produzieren die das alte ersetzen! Ich will keine Anarchie, denn auch das ist ein System.

Jedenfalls habe ich morgen meinen Job zu machen. Ich habe meinen Mann zu stehen, solange bis jemand Stop ruft. Bis es zu Ende ist. Bis Feierabend gerufen wird und ich erleichtert mein Stück Freiheit gierig verschlingen darf. Ich weiss das so ein Leben Elend ist. Ich weiss das es vielen nicht besser ergeht. Und gerade deshalb begreife ich das jetzige menschliche Treiben als definitives, organisiertes und gesellschaftlich akzeptiertes Verbrechen gegen die Freiheit und die Würde aller Lebewesen.

Dieser Ansatz ist so maximal und grundsätzlich, ich werde so viele Jahre brauchen um es anderen Menschen begreiflich zu machen. Ich verstehe es ja nicht einmal selbst. In meinem Innersten spüre ich es aber ganz klar und deshalb kann ich das hier so notieren. Vielleicht verlässt mich irgendwann der Mut und ich werde nie beweisen und erläutern können was ich eigentlich auf dieser Erde wollte. Eine kleine Chance gibt es zwar. Aber ob sie reicht um mich in kalte, graue Bürogebäude zu zimmern und das oft genug, damit keiner Verdacht schöpft. Ich weiss es nicht.

Aufgrund der Fehler die alle Menschen in ihrem täglichen Alltag machen, glaube ich irgendwann selbst ein Fehler zu sein. Wieso bin ich nicht blind? Warum kann ich nur teilweise sehen? Es ist so ein Leiden diese Schwierigkeiten nicht schnell bewältigen zu können, sondern nur Atemzug für Atemzug.

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Eingeordnet unter Emotionales, Gesellschaft

#3 Dokumentation: Null Toleranz


Selbst unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel steht für das Prinzip Null Toleranz. Zumindest wenn es um das Thema Sicherheit der Bürger geht:

Erstaunlich welche Mittel eingesetzt werden um diese Sicherheit zu erzwingen. Es sind symbolische Mittel gegen Symptome einer kränkelnden Gesellschaft. Gesetze, Vorschriften, Kameras, Sicherheitspersonal über all das kann die jahrtausende alte Dummheit der Menschheit nur müde lächeln.

Auch diese Mittel der Mächtigen werden der Menschheit nicht helfen den Menschen zu verbessern. Im Gegenteil, er wird sich dadurch nur noch weiter verleugnen und hassen.

Der Mensch hat eine tiefe Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Er kämpft mit sich selbst, mit dem Wettbewerb unter Gleichen und vergisst was Leben bedeutet.

Zeit, Geld, Macht sind unwichtig im Vergleich zum Leben. Denn ohne Leben ist alles nichts. Wie können wir uns nur immer wieder derart verraten?

Krankheiten bekämpft man nicht anhand der Symptome, sondern anhand ihrer Ursache(n). Nur dadurch können langfristige Probleme wie die der Gewalt, Ausbeutung, Unterdrückung et cetera sinnvoll gelöst und beherrscht werden.

Wenn wir uns ablenken lassen durch unsere Berufe und unsere Bildung, werden wir weitere Jahrhunderte benötigen um herauszufinden was wir eigentlich sind.

„Glückliche Sklaven sind die ärgsten Feinde der Freiheit“

Wichtig ist das wir lernen sinnvoll zu kommunizieren. Ohne verbale Blähungen. Ohne kranke Vorurteile oder emotionale Monopole. Wichtig ist das wir lernen Freude darüber zu empfinden, über kleinste bis größte Probleme zu sprechen und sie sachlich zu diskutieren.

Wir sollten unsere Gesellschaft anhand unserer Probleme und Wahrheiten auslegen, nicht anhand von Idealen und Wunschvorstellungen. Wir sollten den Spiegel nicht mehr mit Seife einschmieren und erwarten er sei nun sauber, obwohl er dadurch wesentlich undurchsichtiger geworden ist.

Zum Thema ‚Innere Sicherheit‘ habe ich übrigens diesen Film gefunden:

UPDATE: GoogleVideo hat das Video gelöscht. Ihr könnt es alternativ bei Archive.org runterladen: http://www.archive.org/details/AufNummersicher

„Der Film zeigt durch eine geschickte Verknüpfung von dokumentarischen und fiktionalen Elementen die möglichen Auswirkungen von zunehmender Überwachung und abnehmendem Datenschutz.

Für mich bisher die intensivste Darstellung dieser besorgniserregenden Entwicklungen, und deshalb besonders empfehlenswert für normale Bürger, die sich der Bedrohungen noch gar nicht so bewusst sind.“

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Filmempfehlungen, Gesellschaft