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Wenn Tränen nicht genug sind

Die Sinnlosigkeit des Lebens steigert sich mit der irrationalen Gesellschaft in der wir leben. Natürlich fällt das nicht auf, wenn das soziale und berufliche Leben scheinbar intakt ist. Aber jeder gerät dann und wann in eine Schocksituation, wenn ihm ein winziges Element des alltäglichen Grauens plötzlich entgegentritt. Ein Erlebnis außerhalb der barbarischen Routine verschlägt kurz die Sprache, die sonst alles zurecht zu rücken weiss. Der schmutzige Obdachlose, der stinkend und versunken im Rausch mitten auf der Rolltreppe liegt, wäre so ein exemplarisches Bild, wo die Massen ignorant drübersteigen, um noch mehr solcher gescheiterter Existenzen hervorzubringen.

Das mir der Ekel entgegenschlägt, wenn ich auch nur daran denke die Wohnung zu verlassen ist einfach Ausdruck von Millionen Schlüsselerfahrungen, die über die Jahre zusammengekommen sind. Allein die Idee so zutun als wäre es völlig normal, dass jeden Tag zehntausende Menschen trotz genug Lebensmittel verhungern, schlägt mir jeglichen Lebensmut aus. Aber genau diese Ignoranz ist für alle Menschen kein Anlass irgendwelche Barrikaden zu errichten und solange zu streiken bis sich etwas ändert. Es ist sogar so, dass man sich rechtfertigen muss, wenn man über so eine Tatsache empört ist. Und so geht es dann bei etwas geringeren Katastrophen weiter. Allein die Frechheit der Universität formale Logik über Reflektion zu stellen müsste ihren Untergang bereiten. Aber stattdessen gibt es von Millionen Studenten als Quittung die Totenstille der aufopferungsvollen, konformistischen Betriebsamkeit.

Mir ist richtig übel. Mir dreht sich körperlich der Magen um, ich fühle mich Elend und ganz grässlich, wenn ich daran denke, auch nur noch einen Tag mit dieser Welt verbringen zu müssen, die die Verkehrung mehr liebt als das Glück. Und die Isolation ist unüberwindbar, weil diese affektive Besetzung allgemein stark ist. Es gibt überhaupt keinen Begriff von irgendwas. Und dadurch wird alles rekursiv. Meine Gedanken kreisen seit Jahren um die Attentate, die die Gesellschaft permanent auf mich ausübt. Sie bringt mich permanent in die Notlage, hält mich in der Krise, streicht mich durch, bemängelt, sabotiert, manipuliert mich und ich kann seit meiner Geburt absolut nichts dagegen machen. Es ist so als wäre ich ein lebendiger Teil eines toten Dings, welches wie eine presslufthammerartige Maschine unaufhörlich auf der Stelle tritt und ein Überleben nur unter Hochspannung erlaubt. Da hilft kein Schreien, kein Toben, kein Kritisieren, keine Verweigerung, kein Widerstand, auch das Mitmachen bietet keine Ruhe vor dem Terror den alle für normal halten. Einzig der Tod entzieht einen mit Gewissheit, daher auch die hohen Suizidraten weltweit.

Dieser Verlust von Sensibilität, die absolute Pampigkeit, die rigoros umsich greift, wenn man auch nur mal den Hauch von Innehalten offen zeigt, die alles niederschlägt, weil es das Andere nicht ertragen kann, weil es kränkt, weil es daran erinnert, dass das eigene Leben bislang umsonst gelebt wurde, zerstört auch in mir Tag für Tag den letzten Rest an Reflexionsvermögen. Und dieses Spannungsverhältnis kann ich als Einzelperson nur verlieren. Entweder man hält die Ambivalenzen aus oder man geht zugrunde. Mit Sicherheit bleibt die Bedrohung gleich, die Angriffe werden boshafter, undurchsichtiger, durchschlagender. Mit dem Alter verliert sich Kraft, Zeit und Netzwerk, womit der Niederschlag härter und deutlicher ausfällt. Nichts hält dieses Monstrum auf und niemand versteht irgendwas. Und dann wundern sich die Leute, wenn man nicht vergnügt im Hörsaal formale Logik paukt. Ich kann mich nicht mehr selbst täuschen: Mir fehlen die Worte. Nichts beschreibt die Lage mehr präzise. Es ist vorbei. Und wahrscheinlich hat in vergangenen Zeiten bloß eine Illusion von Beschreibbarkeit existiert, die das schreiben irgendwelcher Phrasen ermöglichte.

Jede Tätigkeit verfängt nur weiter, brütet neues Unglück aus ist verwoben mit dem Falschen. Nirgends wird es auch nur ansatzweise thematisiert, schliesslich ist die Aktivität in jeglicher Hinsicht auf die Fortsetzung der Generalmobilisierung gegen das Leben konzentriert. Einspruch unmöglich und sowieso abgelehnt. Wer hier nicht folgt, der verliert, wogegen diejenigen, die folgen, vielleicht etwas später verlieren. Und letzteres ist die Masse, die überall mit einer Selbstverständlichkeit agiert, dass es trotz wiederholter Betonung nicht genug frappieren kann. Nichts gelernt aus der Geschichte des Nationalsozialismus, alles verdrängt und mit anderen Worten fortgesetzt: Das ist mein wachsendes Irritationsmoment gegenüber dieser Welt. Die Katastrophe geht immer weiter und nie kommt irgendwem auch nur die Idee von einer Notbremse in den Sinn. Schrecklich. Die Zerstreuung, um das zu ertragen, ist noch nicht erfunden worden.

Ich weiss also nicht warum noch weiterleben. Es ist eine Frage, die sich seit der Kindheit aufgedrängt hat, in der Pubertät und Jugend sich durchzog und jetzt im jüngeren Erwachsenalter geblieben ist. Dass nun die ungewisse Zukunft aufgrund der Erfahrung als Schrecken gewiss ist, macht die Umstände nicht besser. Aus dem Unwetter kommend, im Unwetter stehend ins Unwetter zu gehen, ohne zu wissen was das alles soll oder wie es besser sein könnte, wird es sicher nicht mehr lange gehen. Sich damit abzufinden bereitet das Ende vor. Es ist die Gleichgültigkeit gegenüber sich selbst und dem Leben insgesamt. Das die Maschinerie gewinnen würde hatte ich geahnt und doch bin ich enttäuscht. Es war immer schon alles entschieden. Es gab keinen Kampf, der sowieso verloren worden wäre. Hoffnung war schon immer schal. Mein Lebensmut war immer zart. Die Tritte der Umgebung haben ihr übriges getan. Dahingehend ist die letzte Bastion zu sehen: Die Vorfreude auf das Ende gleicht dem glücklichen Selbstmörder, der die Tat noch nicht vollzogen hat, aber endlich ihre konkrete Umsetzung kennt.

Dies bereitet keine Grundlage für irgendwas. Es setzt nur die Unmöglichkeit fort mit sich, den anderen und dem allgemeinen Dämon zu leben. Ich weiss nicht wohin mit mir und euch. Mir ist das alles peinlich und jedes Wort ist zuviel und ungenau. Ratlosigkeit, Apathie, Angst und Trauer verbindet sich mit Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Dummheit und Wahnsinn. Dagegen gibt es kein Mittel. Der Himmel ist global dunkel geworden. Wenn es eine Überschrift für mein Leben geben soll, dann: Allein. Ich war immer schutzlos ausgeliefert. Gestern, heute und morgen. Die Gewalt ist überall und zugleich unidentifizierbar. All die Tritte machen irgendwann regungslos in der Erwartung, dass alles und alle glauben man sei längst tot. Das war nie ein Leben, das war nur ein Ausharren darauf, dass es endlich vorbeigehen möge.

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Deathdrive

Wenn ich persönlich bilanzieren müsste, inwieweit mein Leben bislang lebenswert gewesen ist, dann kann ich von einem totalen Versagen sprechen. Die Zeit in der irgendwelche Illusionen möglich waren sind längst Vergangenheit. Es gibt nur noch verblichene Erinnerungen daran. Nun wo auf die letzten Schimmer der Jugend geblickt wird und Jahre in Jahrzehnte gefasst werden können, ist die Zukunft aus meiner individuellen Biografie heraus gesehen völlig uninteressant geworden. Es war niemals erträglich, das habe ich in den letzten 9 Jahren hier dokumentiert. Man kann also nicht sagen, ich hätte es trotz aller Bitterkeit nicht versucht. Aber das Leben bleibt strikt sinnlos, egal wie sehr man nun argumentiert, kämpft, arbeitet und hadert. Das Weiterleben ist eine reine Gewohnheit geworden und setzt sich nur fort, weil man zu faul ist dem eine Ende zu bereiten. Die Schule, die Lohnarbeit, die ganze Pubertät und Jugend eine einzige Enttäuschung. Ein Desaster mit zuvielen schrecklichen Einzelheiten. Nie wird es Raum oder Zeit geben diese erbärmlichen Umstände zu diskutieren und auszuräumen. Und sowieso: Niemand sollte mit diesem Schrott belästigt werden. Es ist alles gänzlich unmöglich geworden, wahrscheinlich war es überhaupt nie möglich sich in Ordnung zu bringen. Das nun die totale Einsamkeit sich mit dem Alter verstärkt ist keine Überraschung. Jahrelang wurde nicht zugehört. Selten war es Bosheit, die Menschen sind nunmal beschäftigt. Sie sind auch Elend. Ich mache ihnen keine Vorwürfe. Aber dann soll es die Freiheit geben von dem Abstand zu nehmen, was sich sonst Leben nennt. Die Leere der Welt ist mir schon viele Jahre unter die Haut gekrochen und hat alles an mir hohl gemacht. Das Sträuben war nur etwas Todeskampf, ein Augenblick der vor der Ewigkeit nicht auffällt. Ich kann nicht einmal mehr darüber trauern, was ich gewesen war oder was ich hätte sein können. Es ist einfach nur klar, dass dieses Leben vorbei ist. Es gibt nur noch diese allgemeine Ratlosigkeit als würde ich darauf warten, dass der Vorhang fällt, aber er fällt nicht, obwohl der Plot auserzählt ist. Die Lust auf das Ende kann in so einer Lage nur steigern. Es erscheint vernünftig. Die Zeit hat keine Wunden geheilt, sie hat sie vertieft. Die Zeit hat keinen Rat gebracht, sie hat eher jegliche Grundlagen dafür entzogen. Dass da niemand ist, der einen wird halten können. Dass da niemand ist, der einem das Leben erleichtert. Schien mir schon als Kind bekannt. Ich kenne frühe Einträge aus den 1990ern, wo ich lediglich weitermachen wollte, weil die Zukunft doch irgendetwas für mich bereithalten muss. Es kann doch nicht alles umsonst gewesen sein. Und doch aber ist es so. Prüfen und eine Überprüfung der Prüfung führen immer zum selben Ergebnis. Es gibt nichts. Ich bin nichts. Ich werde nichts sein. Ich kann nichts.  Die Sinnlosigkeit ist manifest, sie ist so stramm und plastisch, so deutlich wie sonst gar nichts in der Welt. Das ist es was  überhaupt noch existiert, wenn sonst nichts ist. Diese Atomisierung, Isolierung, Vereinzelung, Beliebigkeit, das permanente aneinander vorbeisprechen, die Angst vor Zurückweisung, die idiotischen Erwartungshaltungen, das Lügen, Betrügen, Kalkulieren, es wird niemals aufhören. Es wird sich vertiefen, wenn nichts geschieht. Und bislang ist nichts geschehen. Es gibt keine Zerstreuungsmöglichkeiten mehr die ich wahrnehmen möchte, zugleich gibt es keine ernsthaften Perspektiven in dieser leeren Totalität, die Leben genannt wird. Die Distanzierung von allem kann nicht genug vollzogen werden, schliesslich hängt die Identität im Falschen. Man trägt das Elend immer mit sich selbst herum. Eine Lebenfreude zu entwickeln, wo Menschen sinnlos sterben, sinnlos ihre Zeit erwürgen, erscheint widersinnig. Nichts ist mehr logisch. Und Logik selbst findet nur noch in Kreuzworträtseln statt. Doch wenn das Ende selbst festgelegt wird, dann ist auch jede Kommunikation zu Ende. Es gibt dann ganz bestimmt keine Lösung mehr. Also muss weitergelebt werden nicht nur aus Feigheit, Faulheit, sondern auch, weil dem Unbekannten wieder eine Chance gegeben werden muss? Ich wäre wieder an der Stelle in meiner Kindheit. Das Leben zirkuliert offenbar nur etwas herum, um dann wieder an den Ausgangspunkt zu gelangen. Alles was zwischendrin zählte, waren die Erfahrungen, die man machen konnte. Aber da war eben nichts. Wie kann man sich daran bloss erfreuen? Wenn nichts geblieben ist, wenn sogar mit weniger verblieben wird als man von Geburt an hatte, was soll man dann noch? Es ist alles ausgezogen. Ich bin ein Fremder und mit allem fremd. Ein paar Floskeln und Gesten werden nicht Jahrzehnte voller Verlust bereinigen. Es ist versaut, vermasselt und verkommen. Katastrophales Scheitern trotz aller Mühen und Sorgen. Da würde nur ein Idiot drüber hinweg lächeln. Ich sehe nun woher die eingefallenen Gesichter kommen, worauf der Alkoholismus eine saftige Wiese findet, um sich auszubreiten. Die Gebrochenen die man überall sieht zu denen gehöre ich auch. Die Maschine hat mich zertrümmert und hat nicht einmal Notiz von mir genommen. Es macht nicht wütend, wenn gelernt wurde das diese Wut nicht gesehen und verstanden wird. Alles ist zu grob geworden. Und was einem bleibt ist nur der Jammer und die Selbstbezüglichkeit. Früher wäre ich noch vorsichtig gewesen soetwas zu veröffentlichen. Aber es ist längst Gewissheit, dass es keinen Unterschied mehr macht, was man denkt oder ausspricht. Es bleibt und verbleibt alles ungehört und stumm, ohne Konsequenzen und apathisch ewig tränenreicher Abgrund.

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Das ist Wahnsinn! Wir sind Wahnsinn!

Wie ich gerade erfahren musste ist mein letzter Arbeitgeber pleite. Er wirft Ende des Jahres etwa 100 Mitarbeiter auf die Strasse. Ich habe dort zwar nur kurze Zeit gearbeitet fand aber recht schnell Zugang zu den Mitarbeitern dort und wir wurden schnell richtige Kollegen. Wir versuchten uns so gut es geht zu helfen. Man lachte und meckerte zusammen, aber vorallem kämpften wir uns durch die miesen Umstände, durch das neue System, stritten und diskutierten endlos mit den Kunden und unseren Bossen. Das ging für mich wochenlang so, für die Anderen war es bereits eine jahrelange Tortour. Jeden Tag schleppten wir uns egal bei welchem Sauwetter zu unserem edlen Arbeitgeber. Wir hielten jede Schikane und Dummheit aus, machten uns gegenseitig mut und hielten mit schwarzen Humor, viel Ironie und Ablenkung den primitiven Alltag durch. Alleine der Arbeitsweg war für mich eine Belastung, etwa 1 Stunde brauchte ich mit dem Fahrrad, S-Bahn und Bus dorthin, sofern es keine Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gab. Ich war 12 Stunden am Tag nur mit diesem Job beschäftigt, konnte am Abend nichts anderes tun als mich beruhigen und versuchen zu schlafen.

Nunja, und das war alles umsonst. All das hoffen, kämpfen und quälen war völlig für die Katz. Ein tolles System. Ich habe übrigens auch gehört das mein Ausbildungsbetrieb wieder 10 Leute entlässt, weil alles etwas schlechter gelaufen ist als erwartet. So ist es eben. Mal hat man Glück mal Pech, so sagt doch der Unternehmer oder? Diese Menschen strömen jetzt auf den Arbeitsmarkt und versuchen Stellen zu finden die viel zu teuer und kaum bezahlbar sind. Nur die Besten werden überhaupt erstmal angehört und Diejenigen mit den besten Kontakten haben dann auch mal eine reale Chance. Ein tolles System. Wer 6 Monate nicht gearbeitet hat ist wertlos für diese Gesellschaft. Er ist out. Wie kann ein Mensch out sein? Wie kann ein Mensch weggeworfen werden? Schaut Euch um dann seht ihr überall wie das geht! Und das obwohl die meisten Menschen das getan haben was man von ihnen erwartet. Man bekommt einen Tritt in den Hintern, fliegt auf die Strasse, hat trotzdem Ausgaben, steht vor dem Nichts und man bekommt gesagt man ist ja selber schuld. Wer nicht ständig wachsam ist und profitable Fäden zieht verliert. Wer das nicht verstanden hat ist eben selber schuld. Der bekommt seine paar Mark vom Amt und nach einer Galgenfrist ist er eben nicht mehr tauglich für die Gesellschaft. Ein tolles System.

Die Grundrechte und die Orientierung der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an dem Glück aller Menschen sind wohl völlig vergessen und verworfen worden. Es ist traurig. Man kämpft stundenlang jeden Tag im Beruf wie auch auf den Arbeitswegen, Privat und Gesundheitlich sogut wie an allen Fronten und man soll diese Probleme mit dem „verdienten“ Geld lösen. Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber das Geld reicht nicht dafür. Wenn eine Tätigkeit langweilig, dumm, belastend, nervend, zerfressend, quälend und erniedrigend ist, dann macht das krank und umso mehr wenn man zu wenig Geld dafür bekommt, sich nicht wirklich langfristig frei kaufen kann. Arbeit macht frei, aber nur dann wenn man irgendwie mal genug Geld beiseite  schaffen kann. Aber schaut Euch die Kosten an: Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Steuern, Auto, Internet, Handy, was muss denn alles jeden Monat bezahlt werden? Und fürs Alter muss auch vorgesorgt sein wenn man sich nicht nach 67 Jahren tot gearbeitet hat. Ganz wenige Menschen sind wirklich glücklich und zufrieden mit ihrem Leben und überhaupt im reinen mit dem was in dieser Nation und Welt passiert. Vielleicht auch weil sie nicht im Leiden der anderen Menschen drin stecken. Wie auch?

Wir sind viel zu beschäftigt mit unseren eigenen Sorgen, Vorstellungen, Idealen und so weiter, wir kriegen doch gar nicht mit was unser Nachbar oder die Kollegen so beschäftigt und fertig macht. Wie sollen wir überhaupt mitkriegen das wir alle ziemlich idiotischen Illusionen hinterherrennen die unser Leben in den meisten Fällen zu einem qualvollen Wettrennen machen? Ich habe soviel gearbeitet und sehe jetzt wie eine Firma nach der anderen für die ich hunderte und tausende Stunden investiert habe den Bach runtergeht. Ist das die Schuld von mir? Die Schuld von den Managern? Die Schuld von der Konkurrenz? Die Schuld der Krise? Die Schuld der Bankiers? Die Schuld der Politiker? Die Schuld des Systems? Die Schuld der Vorstellungen vieler Menschen vom alltäglichen Leben? Wie tief dringen die Menschen denn in die Probleme ein die sie täglich zu bewältigen haben? Wie weit trauen sie sich in den Kanninchenbau hinein? Es gehört eine gehörige Portion Mut dazu, denn steckt man erstmal drin, kann man nur tiefer reingehen, die Erkenntnisse brennen sich fest und dann steckt man in einer Zwickmühle mit dem System.

Wenn man erkannt hat das wir jetzt genug von allem haben und wir eher einen Schritt zurück als nach vorne machen sollten. Dann gehört Mut dazu diesen zutun. Wer spricht es als Erster aus? Wer geht diesen Schritt zuerst? Wer geht mit? Wir sehen doch das unser Planet keine weiteres Amerika oder Europa verträgt. Was soll aus Afrika, Indien, China, Brasilien und so weiter werden, wenn sie nicht aus den üblichen Quellen ihre Industrienationen produzieren können? Wir haben begrenzte Rohstoffe, begrenzte Märkte, begrenzte Wachstumsmöglichkeiten, begrenzte Vorstellungen genauso wie wir nur einen Planeten haben. Also was soll dieser Unsinn? Wir wissen doch dass das alles völliger Blödsinn ist. Wieso quälen wir uns weiter? Ist es weil alle weitermachen? Ist es weil wir befürchten bekämpft, isoliert und beschimpft zu werden? Wie weit wollen wir gehen? Der Abgrund ist bestimmt nicht mehr weit. Ich weiß nicht wieviele Arbeitslose dieses Land noch verträgt und wieviele Qualen sich die jetzigen Angestellten noch zutrauen, aber auf Dauer kann das einfach nicht gut gehen. Das System ignoriert genauso wie alle mir bekannten vorherigen Systeme die Bedürfnisse der Menschen. Also wird es fallen, es wird zerbrechen und mit allen Leuten sterben die sich zu sehr damit identifiziert haben.

Die Leute scheinen sich an die Probleme zu klammern, sehen die essentiellen Probleme darin nicht. Klar kann ich gut daherreden, aber das sind nunmal die Ergebnisse meiner Überlegungen und Erfahrungen. Vielleicht kann mir jemand mal was anderes berichten, aber ich sehe seit Jahren nichts anderes, als dass sich die Menschen tagtäglich gegenseitig und sich selbst fertig machen. Nur wenige Menschen finden daran gefallen, gehen als Sieger hervor und leben auf der Sonnenseite des Lebens. Es ist nunmal leider so und ich verstehe einfach nicht wie man so eine Situation einfach so lassen kann. Man muss doch gemeinsam an Lösungen arbeiten und nicht auf einem Stand verharren der nichts anderes als Vernichtung bedeutet. Wir zerstören unsere Umwelt, die Tiere und uns selbst, all das Potential was in allem wohnt und darauf wartet erkannt und gefördert zu werden. Wir haben nicht die leiseste Ahnung welchen Preis wir hier bezahlen. Was ist Geld und Macht schon gegen ein glückliches Leben wert? Wer braucht diesen Mist wenn man begriffen hat das es nur von Menschen gebraucht wird die Angst haben. Das Leben ist ein Risiko und es kann jederzeit vorbei sein. Warum quälen wir uns so? Was soll dieser Mist?

Man bezeichnet mich bereits jetzt als jemanden der ausgestiegen ist und das nur weil ich mich einige Zeit den üblichen Verhaltensmustern widersetzt habe. Klar geht es mir nicht gut dabei, denn ich werde angefeindet, man sagt ich sei faul, dumm, würde nicht am Leben teilnehmen, wäre eine Schande für meine Familie und wären alle so wie ich hätte die Gesellschaft niemals soetwas wie die Medizin im heutigen Entwicklungsstadium schaffen können. Ich werde unglaublich missverstanden und zerrissen. Viele sind wütend, nicht nur weil ich mich traue das was sie jahrelang mitgemacht haben einfach fallen zu lassen, sondern auch weil sie einfach nicht glauben können das einer Wettbewerb für primitiv hält. Klar verliere ich Geld, ich verliere an Wert im Markt und so weiter, aber ich bin ein Mensch und habe einen unermesslichen Wert der über diese dämlichen Vorstellungen unseres Systems hinaus geht. Ich denke wir haben das vergessen. Wir haben alle vergessen was wir wirklich wert sind und worauf es im Leben ankommt. Was bedeutet denn ein Job bei dem man unglücklich ist, den man nur macht um seine Lebenshaltungskosten zu machen? Das ist wie wenn ein Mensch gezwungen ist anschaffen zu gehen. Wir sind alle Prostituierte, wir brauchen gar nicht über Menschen im Puff lachen. Das ist nahezu überall in der Gesellschaft Normalität wird eben nur anders ausgelebt.

Wollen wir weiterhin alle Huren sein oder endlich mal als vollwertige Menschen anerkannt sein und in Freiheit und Brüderlichkeit zusammen leben? Das steht doch überall in unseren offiziellen Nationalengesängen und -gesetzen, warum werden diese Vorstellungen nicht im Alltag als Grundlage für Debatten  bzw. als Lebensgrundlage genommen? Wieso steht der Profit über den Menschen, die Tiere und Umwelt? Was bringt der ganze Fortschritt wenn die Menschen damit unglücklich sind oder daran zugrunde gehen? Wie soll denn das weitergehen? Ich bin glücklich das wir gute Mediziner haben, okay, aber wir brauchen nicht jede Woche im Fernsehen neue Shows über Scheiße fressen und schlank hungern. Wir brauchen bestimmt auch nicht jedes Jahr Millionen neue Autos, Kühlschränke, Fernseher, Computer, was soll denn das alles? Wir schmeissen Lebensmittel weg und ein paar Kilometer weiter verhungern die Menschen. Das passiert jeden Tag und hier kümmert es niemanden obwohl jeder gern Kaffee aus Afrika trinkt und Zigaretten aus Brasilien raucht. Die Flüchtlingsströme interessieren auch nicht. 1 Millionen Suizide jährlich interessieren auch nicht. Die ganze Masse von Menschen hierzulande kennt verdammt nochmal keine Demokratie, keine Grundrechte, keine Gnade.

Und das alles macht mir verdammt nochmal Angst! Ich weiß nicht wohin diese ganze Kacke führen soll. Das ist der totale Krieg da draussen und wir alle schreien wie vor Goebbles damals laut HURRAAA oder JAAAA obwohl wir uns damit alle umbringen!

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Das Leben als Kapitalsoldat

Was kann man im Leben erreichen? Ich glaube man kann nicht mehr im Leben erreichen als zufrieden zu sein.

Sehr viele Menschen glauben mit einer gewissen beruflichen Karriere könnten sie glücklich sein, oder mit einem perfekten Partner, mit einem Haus und einem ständig wachsenden Haufen Geld könnten sie zufrieden sein. Dabei verstehen sie nicht, dass sie das niemals glücklich machen wird, weil es davon nie genug geben kann.

Warum kann es nie genug Selbstbestätigung geben? Weil der Mensch unsicher ist. Die Unsicherheit kommt aus seiner Unwissenheit und diese Unwissenheit muss immer bestehen, weil der Mensch nie genug wissen kann um sich sicher zu fühlen. Der Mensch glaubt wenn er nur genug anhäuft, besitzt und von anderen Menschen geschätzt wird, ist er am Ziel, hat er alles Nötige erreichen und wird entsprechend sicher und zufrieden sein. Dabei wird es niemals Sicherheit geben. Dieser Illusion erliegen viele und das macht das Leiden vieler Millionen Menschen aus, auch von Dir und mir, weil wir seit der Kindheit diese Illusion neben vielen anderen gelehrt und vorgelebt bekommen haben.

Als Kind erlebt man wie die Eltern sich im Beruf engagieren, wie sie nebenberuflich zusätzliche Weiterbildungen absolvieren, wie sie Nebenjobs annehmen um mehr Geld für die Familie und sinnlosen Konsum anzuhäufen und man startet als junges Kind erste Versuche diese endlosen Anstrengungen der Eltern nachzuvollziehen. Man merkt als Kind, die Eltern haben viele Verpflichtungen, Dinge die sie für wichtig halten und man spürt ihre Spannungen, Sorgen, ihre Sehnsüchte und Hoffnungen die ja auch in das Kind eingebracht werden. „Pass in der Schule auf, dann wird mal was aus Dir und Du musst Dich nicht so quälen, wie wir das tun! Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied“, sagt man.

Man sagt sovieles um sich selbst zu versichern, man sei auf dem richtigen Weg und für das edle Ziel müsse man eben Opfer erbringen, jeden Tag, auch wenn es weh tut und man nicht wirklich einen Sinn darin erkennt und alles geleistet zu Staub zerfallen wird und Vergessenheit geraten wird.

Man geht früh zu Bett, steht früh und unausgeschlafen auf, versucht unter der Dusche und auf dem Arbeitsweg wachzuwerden, schiebt die ganzen Zweifel an dem Sinn und Unsinn des Jobs zur Seite, begrüsst freundlich die Kollegen und hofft das sie nichts merken von eben jenen Zweifeln. Dann wird die Jacke abgelegt, Kaffee gekocht, Radio angemacht und man hört sich um wie die Laune der Kollegen und die Lage im Büro ist.

Dann geht es los, die Abläufe werden angegangen, Telefon klingelt, Chef will wissen was hier und dort los ist und dann gibt es immer wieder Probleme mit dem System. Das System ist neu, aber es gibt mehr Probleme als mit dem alten System. Aber es ist das neue System und muss genutzt werden, weil es sau teuer ist und weil die Chefs das so sagen. Man seufzt, wundert sich das die Zeit nicht vergeht und versucht sich mit einem emotionalen Privatgespräch mit den Kollegen abzulenken und zu beruhigen. Man hält sich dabei den Rücken, weiß das die endlose Sitzerei nicht gut ist und schon gar nicht die Zigarette in der Raucherpause, aber man braucht die andere Atmosphäre im Kantinenraum.

Draußen lärmen Maschinen und innendrin in einem selbst toben die Dämonen, kreischt das Gewissen, heult das sehnsüchtige Kind weil es nie frei und unbeschwert leben darf. Man zwingt sich ohne öffentlichen Schreikrampf sitzen zu bleiben bis endlich die erlösende Mittagspause stattfinden darf, in der es nicht darum geht die Profite für eine gesichtslose GmbH zu erwirschaften, deren einzige Anerkennung darin besteht für den monatlichen Scheck zu sorgen.

Ab und zu gibt es im Jahr klischeeträchtige Veranstaltungen wie Weihnachten, Sommerfeste, Jubiläen und Geburtstage auf welchen sich die Kollegen und Bosse mit oberflächlichen Small-Talk-Phrasen überschütten, ersticken, in Verlegenheit bringen und gegenseitig zum taktieren zwingen.

Die Gedanken und Gefühle wandern während man arbeitet, im tristen Bürogebäude, voller montoner Chartmusik, verärgerten Kunden, überlasteten Kollegen und sich selten zeigenden aalglatten Bossen. Man verkommt zu einem Menschen der nur noch in Kategorien und Rationen denkt. Man denkt von 7 bis 12, von 13 bis 17 uhr, fragt sich ob man sich kurz für eine Raucherpause wegschleichen kann oder ob man auf das Klo gehen und kotzen sollte. Es gibt immer wieder die Frage ob das alles irgendeinen Sinn hat, mit dem bisschen Geld was man erhält lenkt man sich von derlei Zweifeln gerne ab und dann bleibt alles beim alten.

Jahrelang bleibt alles beim alten. Die Ohnmächtigen und Schlafenden schuften auf grauen Betriebsgeländen in kalten Industriegebieten, stottern ihre Arbeitszeiten herunter, erfüllen die Voraussetzungen und sacken in ihrer Freizeit leer und traurig in ihre Fernsehsessel um zu sehen welche Promis Dreck fressen, wieviele Menschen heute ermordet wurden und wieviele Millionen Steuern im nächsten Jahr zusätzlich anfallen.

Gut, bei manch anderen Menschen die jünger sind, gibt es Party, da ist man dann auf der Suche nach gutem Sex oder einer Beziehung die einem das gibt was einem die Schule oder der Beruf genommen hat. Und dann stellt man fest wie oft man missversteht, missverstanden und verarscht wird. Dann reisst man sich los, wird verbittert, einsam oder überheblich.

Es gibt noch viel mehr Facetten der Zerstörung und Verzweiflung auf diesem Planeten. Es bleibt immer ein Armutszeugnis, ein deutliches Signal an alle Menschen mit Gewissen das sie sich Entscheiden können, es anders zu machen, um es besser zu machen. Die Leere, der Schmerz und das Leiden sind dazu da um uns zum Glück und dem Frieden zu leiten. Ignorieren wir diese Empfindungen wie viele andere Empfindungen, dann werden wir weiter unglücklich sein und unglückliche Menschen produzieren. Unsere Kinder werden unglücklich sein und gesellschaftliche Strukturen übernehmen die uns  bereits zuverlässig unglücklich gemacht haben.

Die Amokläufe, die Selbstmorde, Burnouts, gescheiterten Existenzen, die Trennungen und Entscheidungen sind typische Symbole einer sich selbst zerfressenden Gesellschaft. Man kann im Leben nicht mehr erreichen als zufrieden zu sein. Wir müssen das verstehen, lernen und leben. Tun wir das nicht, werden wir uns zerstören. Da hilft keine Propaganda, da hilft kein noch so gut bezahlter Job.

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Überlebenskampf

Obwohl ich nicht den härtesten Job habe, bin ich jeden Abend nach der Arbeit ziemlich müde und kaputt. Da bleibt nicht mehr viel Elan für andere Dinge. Auch wenn ich mir täglich etwas vornehme, wird am Abend wenig oder gar nichts daraus. Ich denke ich stecke genauso wie viele andere Leute ziemlich fest im Arbeiterleben.

Jeden Tag gibt es nun Routine auf allen Bahnen meines Lebens. Ich stehe zurselben Uhrzeit auf, dusche, frühstücke und so weiter. Dann aufs Fahrrad, Musik an, S-Bahn, traurige, deprimierte, hängende Gesichter. Einige Leute rauchen oder unterhalten sich, gucken wo die S-Bahn bleibt und reiben sich die Hände vor Kälte.

Dann kommt sie mit den üblichen immer gleichen Geräusch. Ein paar steigen aus, viele wollen rein, die Jagd auf einen Sitzplatz beginnt. Station für Station kommen mehr Leute und es wird voller. Ich lese und höre Musik. Ich versuche möglichst keine Gefühle oder Gedanken über den bevorstehenden Tag zu hegen, das würde mich nur belasten.

Nach weiteren Stationen steige ich um, sehe noch mehr trübe Gesichter und fahre wieder herum. Dann in den Bus, der auch immer nur dieselbe Strecke kennt. Ich steige aus und dann die Treppen des Firmengeländes zur Abteilung hoch. Sage: Guten Morgen, werfe meine Jacke auf den Stuhl und dann geht dieselbe Leier des Vortages von vorne los.

Und das ist nur ein Teil des Ablaufes der sich ganz ähnlich wiederholt. Ich bin mir sicher, so leben neben mir noch viele Millionen andere Menschen. Die einen zweifeln ob das schön ist, die anderen wissen das es erbärmlich ist, und so weiter. Jeder hat so seine Art und Weise seine Situation zu  beurteilen und dann zu durchleben. Wenn ich meinen Alltag so betrachte, und die Gedanken und Gefühle die daraus folgen beobachte, dann kann ich mein Leben nur als stumpfsinnig definieren.

Ähnlich definiere ich wenn ich das Leben von Millionen anderen Menschen betrachte. Sicher, auch die Tiere leben im Stumpfsinn, sie scheinen mir aber im Wesentlichen nicht so einem Chaos ihrer direkten Artgenossen ausgesetzt. Der Mensch ist durch sein Denken wirklich immer schlimmer geworden. Ich weiss nicht was ich aktiv dagegen machen soll.

Es ist mir nicht möglich die Welt zu ändern, oder gar ein Land zu ändern, denn dafür bräuchte ich soviele Eigenschaften, Geld und Macht, die ich in meinem ganzen Leben nie aufhäufen könnte. Ich will mein Leben auch gar nicht dafür verwenden, Wissen, Geld und Macht anzuhäufen. Ich verliere das alles doch mit dem Tod ohnehin. Aber was soll ich tun?

Soll ich wirklich einfach von einem Tag auf den anderen in eine der wenigen abgelegenen Bereiche der Welt, ohne Menschen, ohne Zivilisation und so weiter ziehen? Ich würde wahrscheinlich kein halbes Jahr da draußen überleben. Nie habe ich einen Überlebenskurs oder dergleichen besucht. Dafür würde mir jetzt auch das Geld und die Zeit fehlen. Ich weiss nicht, meine Situation ist stumpfsinnig, ätzend und absolut ausweglos.

Gut, wenn man Suizid als Ausweg sieht, gibt es doch noch einen Ausweg. Aber warum sollte ich mein Leben jetzt schon beenden? Zwar würde ich dann aus meiner Entscheidung heraus einen Schlussstrich ziehen und von niemanden abhängig sein und müsste mich auch nicht um die Altersvorsorge kümmern. Nur, ich habe das Leben nicht genug begriffen, alsdass ich es jetzt schon auslöschen könnte. Klar, es ist nicht notwendig, aber irgendwie will ich mir die Chance lassen zu verstehen. Auch wenn es bedeutet, ständig in Gefahr zu leben.

Momentan sehe ich mein stumpfes Arbeiterleben tatsächlich als Überlebenskampf an. Es geht jeden Tag darum achtsam zu sein. Denn es passiert ganz schnell und man ist genervt, sauer und will nur noch weg. Und dann erkennt man sofort, es geht nicht. Man muss den Job durchziehen, denn es gibt unzählige Verpflichtungen, vorallem finanzieller Art, es wäre der Ruin den Widersprüchen nachzugehen.

Ich habe viele Verwirrungen teuer bezahlt. Viele tausend Euro, sprich, ich habe viele Monate quasi für nichts gearbeitet, weil ich einfach unüberlegt Risiken eingegangen bin. Diese Gesellschaft straft soetwas sofort mit finanziellen Abbuchungen. Natürlich wird das immer ganz positiv verpackt. Letztlich weiss ich aber, das die immer nur mein Geld wollten und mir nicht wirklich eine konstruktive Richtung weisen wollten.

Das zeugt einfach von einer zerstörerischen Gesellschaft, wenn unerfahrene Menschen gnadenlos mit hinterhältigen Verträgen und Verpflichtungen mit einem Lächeln geknebelt und gefesselt werden. Erst spät erkennt man dann, die haben alle nur geschauspielert um ihr schickes Auto  oder ihre tollen Anzüge bezahlen zu können. Das ist eine grundverlogene Gesellschaft in der wir leben.

Sie ist in einem hohen Maß stumpfsinnig und kompliziert. Das Leben selbst ist unglaublich einfach, aber der Mensch hat sich selbst und sein Leben mit seinem Denken kompliziert gemacht. Dieses Denken hat auch meinen stumpfsinnigen Alltag verursacht. Ich muss daraus ausbrechen und es auflösen. Anders geht es nicht. Viele Fehler kann ich mir nicht mehr leisten. Mich wird niemand mehr auffangen. Ich bin nicht mehr interessant genug.

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Dreckloch Erde

Ich armer Trottel bilde mir ein, mir irgendwie wie die anderen Menschen ein schönes Leben aufbauen zu können. Mir einen Job suchen zu können, Fachwissen und Routine zu erwerben. Bei flachen Witzen Geld verdienen und es im Feierabend für Belanglosigkeiten zum Fenster rauswerfen zu können.

Mensch ich habe es versucht. Und die nächsten Wochen versuche ich es wieder. Aber ich weiss ganz genau das es den Bach runter geht. Das Leben liegt brach vor mir. Es ist eine Alkoholleiche. Manchmal denke ich einfach daran Schluss zu machen. Denn ich Frage mich wofür das alles, wofür denn weiter leben?

Es ist mein Kopf und mein Gemüt das hier im Einklang schwingt. Selbstmord, einfach so. Alle streben nach dem Glück im Leben und merken nicht das sie dabei das Paradies zertrampeln. Diese armen Irren sind meine Bekannten, meine Familie, meine Freunde und meine Kollegen und meine Chefs..

Ein Bekannter hat es gut zusammengefasst. Die Erde ist ein Dreckloch.

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