Schlagwort-Archive: Revolution

Uns strahlt die Sonne aus dem Arsch

Frau Merkel und ihre Parteisoldaten bringen ein hartes Manöver um die nächsten 3 wichtigen Landtagswahlen zu ihren Gunsten zu bewegen. Der Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg wird vollzogen. Auch wenn es sich eher um ein Pausieren als einen Ausstieg handelt, so wird ganz klar die Katastrophe für die eigene Sache instrumentalisiert. Einmal mehr wird offenkundig mit welchen Mitteln die „Mächtigen“ dieses Landes mit unserer Zukunft agieren. Sie erhoffen sich von ihrem Manöver eine entsprechende Zusage bei den Wahlen. Ja, wir sind so verantwortungsvoll und so verantwortungsbewusst, deshalb überprüfen wir die sichersten Atomkraftwerke der Welt nochmal. Für wie blöd halten die uns? Es ist doch klar das die Technik nicht immer hundert prozentig kontrolliert werden kann. In der Atomkraft wäre aber genau diese hundert prozentige Kontrolle notwendig, weil jeder Fehler im ungünstigsten Fall schreckliche Folgen für Millionen von Menschen hätte. Man will dem Wähler also sagen, wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst, also wählt uns doch bitte, auch wenn wir die letzten Jahre jeden Kritiker als Hysteriker oder Ökofanatiker bzw. Sicherheitsfanatiker hingestellt haben.

Ich würde nicht auf die kommenden Wahlen warten, ob die CDU und ihre Mutti gewählt werden, denn im Grunde genommen wissen wir doch alle das die Massen wieder das geringste Übel wählen um hinterher wie gewohnt jammern zu können, über die „da oben“. Denn immer noch gilt der alte Wahlslogan Adenauers: „Keine Experimente!“ Obwohl die Atomkraftwerke wohl als die größten Experimente des Landes gesehen werden müssen. Wir lassen die Dinger solange laufen bis etwas passiert. Denn das Geld lockt einfach zu sehr, gerade in den ständigen Krisenphasen des Kapitalismus. Dieses Land befindet sich am Abgrund, unser Reichtum basiert auf dem Elend und Leid von Millionen von Menschen und alles was in den kapitalgesteuerten Medienkonzernen wichtig erscheint ist lediglich die Frage ob nun vielleicht die Kernenergie ein Problem darstellt. Für jeden Menschen mit Schmalz ist das schon von der ersten Sekunde an klar! Wir haben doch regenerative Energien! Keiner braucht Atomkraft, genauso wie keiner den Kapitalismus braucht! Jedes Kind weiß das unendliches Wachstum nicht möglich ist, die Erde ist begrenzt, die Menschen sind es sowieso, ja Himmel wer kann denn da noch an diesen Unsinn festhalten?!

Täglich verhungern tausende Menschen, tausende kriegen keine ordentliche medizinische Versorgung, haben keine sauberen Sanitärenanlagen, tausende liegen auf der Straße, leben vom Müll oder leben auf Müllbergen, tausende können von ihrem Job nicht leben, tausende kriegen gar nicht erst einen, und selbst die die einen Job haben stöhnen über die hohen Belastungen und den Personalmangel. Es fehlt an Personal in der Pflege, in der Medizin, in der Schule, es fehlt an fähigen Personal in der Politik und obendrein ist die parlamentarische Demokratie nichts anderes als gelebter Stillstand! Wieviele der genannten Probleme wurden denn in den letzten Jahrzehnten wirklich gelöst? Es wurde immer nur drum herum geschwätzt während die Leute im Elend gnadenlos verreckt sind! Und wenn es Entscheidungen gab, dann waren die Entscheidungen zugunsten des Status Quo oder bedeuteten sogar eine Verschlechterung. Ich kann nur wiederholen was ich im letzten Artikel schon geschrieben habe: Widerlich und zum kotzen ist das alles, vor allem weil die Menschenmassen sich überhaupt nicht empören und engagieren, sie kaufen sich lieber Burger bei McDoof, 3D-Brillen beim Saturn und die BLÖD beim Zeitungsfritzen. Die Sonne scheint uns aus dem Arsch, als ob nix wäre!

Wie soll denn das weitergehen? Warten wir auf das nächste Erdbeben, den nächsten GAU bei unseren Nachbarn? Warten wir auf die nächste dumme Phrase der lebenden Sprechblasen (Politiker) die wir gierig für voll nehmen? Wollen wir uns wirklich mit jammern und warten zufrieden geben? Ist es nicht erforderlich seine Hobbys, seinen Job auf ein Minimum zu reduzieren, um möglichst viel Zeit mit der Recherche und Kritik am bestehenden System zu verbringen, um möglichst vielen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen? Ich sage es hier ganz deutlich: Wir brauchen einen Umsturz. Wir brauchen einen Umsturz unseres politischen und wirtschaftlichen Systems. Wir brauchen ihn weil wir sonst nicht in der Lage sind den ökologischen und ökonomischen Wahnsinn zu stoppen. Wer will denn die Hungernden retten? Siemens? Die Bundesregierung? Es interessiert die doch einen Scheißdreck, sie haben ihre Zahlen im Blick und überhaupt werden sie behaupten nix damit zu tun zu haben. Natürlich, jeder distanziert sich vom Elend in der Welt. Die Hölle das sind immer die anderen, so etwas sagte schon Sartre. Aber ist das die Wahrheit? Ist man nicht selbst Teil einer Maschinerie die diesen Planeten vergewaltigt, vergiftet und missbraucht? Erniedrigen wir uns nicht tagtäglich selbst, wenn wir DSDS einschalten, Springerhetze lesen, dem Chef nicht die Meinung geigen oder streiken?

Wir sind Getriebene und uns geht die Puste genauso aus wie die Ressourcen. Depressionen, Burnouts sind mittlerweile Volkskrankheiten, gehören zum alltäglichen Gegeneinander wie die Rodung von Regenwälder und volle Terminkalender. Wohin soll uns der Leistungsdruck und der Wettbewerb führen? Wir wissen das es uns nicht glücklich macht, wir wissen es seit den ersten Jahren in der Schule, die nach genau denselben geistlosen und herzlosen Prinzipien funktioniert. Es gilt Widerstand zu leisten, es gilt nicht nur einfach zu protestieren, sondern auch zu streiken. Wir müssen aufhören zu glauben das es einen Sinn hat sich zwischen und in diesen Katastrophen einzurichten. Es ist unabdingbar dem eigenen Gewissen, Gefühlen und Vorstellungen zu folgen. Es ist zwingend notwendig die Parlamente der Welt durch Räte zu ersetzen. Die Menschen müssen ihr Leben endlich wieder bewusst in die Hand nehmen. Das Zauberwort heißt Selbstverwaltung! Die Kontrolle über die Menschen haben momentan die weltweiten Kapitalströme, alles wird von ihnen maßgeblich geprägt, die Menschen reagieren nur noch. Diese Kontrolle kann nur durch eine Brechung sämtlicher Staaten und Gewaltmonopol erreicht werden. Der Staat steht einem freien selbstbestimmten Leben genauso im Weg wie der Kapitalismus.

Wir brauchen keine Führer die uns sagen wie wir zu leben haben. Und wir brauchen garantiert auch keine Profitmaximierung um glücklich zu sein. Es ist also ein dringendes Einsehen erforderlich, eine radikale Denkweise muss entwickelt werden für einen gewaltfreien und langfristigen Umsturz der kapitalistischen Strukturen und Staaten. Der Staat ist nicht unser Freund, er schützt die Reichen, er prügelt die Armen. Er ist der Erfüllungsgehilfe des Kapitals! Es ist überall zwischen den Zeilen zu lesen, selbst in den kapitalorientierten Massenmedien. Und ich möchte dazu auffordern endlich die Aufmerksamkeit auf Dinge zu richten die eine Zukunft haben. Der Staat hat keine Zukunft, er hat kein Interesse an den Bedürfnissen der Menschen, ihm geht es wie den Konzernen nur darum die Profite zu ermöglichen und zu maximieren. Wo ist da denn das Recht auf ein würdevolles Leben? Es wird hierzulande genausowenig realisiert werden können wie irgendwo sonst, wo selbige Strukturen vorherrschen. Es ist also an der Zeit sich mit dem Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus, diesen ganzen antikapitalistischen Strömungen und Vordenkern auseinanderzusetzen. Ich kann nur immer und immer wieder dazu animieren endlich in diese Richtung zu streben. Die ganzen Parteien werden uns an die Wand fahren, genauso die Konzerne, das ist eine einzige bewusstlose Achterbahnfahrt ins Nirvana!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft

Schulnoten und Banknoten sind Symbole unserer Bewusstlosigkeit

Es ist erstaunlich wie viel man innerhalb von wenigen 24 Stunden erleben kann, wenn man nicht den ganzen Tag damit verbringt Profite für einen Arbeitgeber zu erwirtschaften. Für Menschen die ihre Arbeit an dem immer selben Arbeitsplatz verrichten müssen, im Büro oder an der Kasse, bleibt wenig Raum für neue Perspektiven auf das Leben und vor allem für ihre eigenen Möglichkeiten ihr Leben zu gestalten. Genauso trifft das auf Schüler zu, sie sitzen ähnlich wie die Angestellten in den immer selben Gebäuden und Gegenden, wo eben der Schulbetrieb durchgezogen wird. Klar, man nennt das Heimat oder Standort, Industriegebiet, usw. Aber die Welt ist groß und weit, wir wissen das und langweilen uns schnell wenn sich immer wieder ähnliche Muster auftun.

Der Schulweg, der Arbeitsweg ändert sich oft über Monate und Jahre so gut wie gar nicht. Folglich hat man es mit den immer selben Schwierigkeiten und Besonderheiten zutun. Manche lieben das, es gibt ihnen Sicherheit, sie können sich klar daran orientieren, ihr Leben um diesen Mittelpunkt herumbauen und zementieren. Auch wenn sie dann schnell in Panik geraten wenn sich ein paar Kleinigkeiten ändern, beispielsweise die Wetterverhältnisse, oder schlimmer, wenn der Arbeitgeber sich einen günstigeren Standort für die Profitsteigerung sucht. Man hat Familie, Mietwohnung, Freunde und Bekannte, die man nicht missen möchte. Über die Jahre gewöhnt man sich an die immer selben Muster, stumpft ab, degeneriert, weil man die Isolation als Normalität verstanden hat. Dabei spricht eigentlich nichts dagegen gemeinsam mit seinen Freunden, der Familie durch Länder zu reisen, hier und dort zu leben. Wäre da nicht die Sache mit der Sicherheit. Wir sind Sicherheitsfanatiker, wir lernen schnell das wir Leistung bringen müssen um Geld zu erhalten, Miete bezahlen, Haus ab bezahlen, Urlaub und auch gewöhnliche Lebenshaltungskosten finanzieren zu können.

Wie kommen wir also zu Geld? Nur indem wir uns für die Arbeitgeber flexibel machen. Wir erklären uns bereit möglichst langfristig unser gesamtes Leben dem Betrieb zu verschreiben. Natürlich wollen wir nicht allzu viele Überstunden machen, aber das passiert allzu oft, wenn man mal länger dabei ist und verstanden hat wie ersetzbar man ist. Man fürchtet sich davor die regelmäßigen Einnahmen zu verlieren und damit auch die Sicherheit, die in Wahrheit ja gar keine ist. Die Schule ist hier nur so eine Art Vorreiter. Die Lehrer sind wie die Chefs in den Betrieben, sie sagen uns was es zu tun gilt, und wenn wir es nicht erfüllen, bekommen wir nach einigen Ermahnungen, gut zu reden, Fristen und danach eben entsprechend härtere Strafen, die letztlich in Kündigung, also Versetzung in andere Schulen, Sonderschulen usw. münden können. Im Kern bereitet die Schule uns nur darauf vor, was das Leben für uns insgesamt sein wird, ein permanentes Hetzen nach Leistungserfolgen und Resultaten mit denen wir uns schließlich ein Einkommen/eine Belohnung „verdienen“.

Dies ist kein Zeichen einer freien harmonischen Gesellschaft. Viele Menschen wissen das, egal wie alt sie sind, aber ihre Folgerungen daraus sind sehr unterschiedlich. Einige kämpfen offen gegen die Verhältnisse an bis sie hart bestraft und zerstört werden, andere agieren eher im stillen, betreiben subversive Aktionen, sabotieren Betrieb und Lehrbetrieb, indem sie die innere Kündigung vollziehen, langsamer arbeiten oder ständig schwätzen, dem Unterricht ferne Tätigkeiten betreiben wie zeichnen, träumen und Musik hören usw. All das sind verzweifelte Versuche eine kollektive Ohnmacht und Besinnungslosigkeit zu ertragen bzw. zu überwinden. Aber allein sind wir ohne Chance hier etwas langfristig funktionierendes zu ermöglichen. Wir können weglaufen, wir können zerstören, wir können schreien, uns mit Lärm und Rausch ablenken, es wird nur ein paar Momente helfen, weil wir Geld brauchen um unsere Bedürfnisse zu bezahlen. Das macht uns traurig und es saugt uns die Lebenslust aus. Wir schöpfen ständig Dinge deren Zweck wir nicht erkennen können, an dem wir uns nicht bereichern können. Wer sieht denn schon das Ergebnis seiner Arbeit? Wer sieht denn schon den Wert einer Schulnote? Zahlen die sich unterscheiden, warum sollte man daran seine Gefühle, sein ganzes Leben fixieren und ausrichten? Was soll das? Ist das nicht eine große Dummheit die nur in Verzweiflung, Krankheit und Krieg münden kann? Das Leben ist viel zu bedeutend und vielseitig, als es an diese dogmatischen Ideologien zu fixieren, die hinter diesen Zahlenspinnereien stecken.

Egal ob Schulnoten oder Banknoten, es geht um Zahlenspinnerei die uns die Lebenslust nimmt. Daher will ich alles tun um uns davon zu befreien. Die Lebenslust muss frei sein von zementierten Lebensvorstellungen. In allererster Linie so wie wir es erleben wenn wir lieben und uns verlieben. Wir lieben doch bestimmte Dinge, bestimmte Menschen, bestimmte Situationen, die uns bereichern. Es gibt überall Muster in der Welt, wir können sie gar nicht alle wahr nehmen, aber es macht definitiv krank immer nur einem Muster zu folgen. Muster wie die Leistungs- und Wettbewerbsprinzipien die in unserer Politik und Wirtschaft seit vielen Jahrtausenden als Normalität vorgegaukelt werden. Es ist eine Frage der Erziehung, eine Frage der Kommunikation, der Vorstellungen der jetzigen Generation der Menschheit, inwieweit wir das fortsetzen wollen. Wollen wir unseren Kindern denselben Unsinn antun, den wir selbst Jahre und Jahrzehnte erleiden mussten? Ist es denn zwingend notwendig, für ein schönes Leben, was auch immer man darunter versteht, ständig gegen andere Menschen und ihre Bedürfnisse anzukämpfen? Gibt es keine Möglichkeit Arbeit anders zu organisieren? Ohne Chef und demokratisch? Warum sollte es nicht möglich sein Mieten abzuschaffen? Grundsätze wie Eigentum, Staat und Kapital zu hinterfragen?

Wir müssen schon etwas riskieren um diese Fragen zu beantworten. Wir sollten uns von zweifelhaften Sicherheiten befreien, die nichts anderes sind als Ketten, die uns lang genug gehindert haben das Leben zu erleben, wirklich frei durch die Welt zu gehen und sie mit unseren Liebsten zu entdecken.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft

Günter Gaus interviewt Rudi Dutschke

UPDATE: Interessant, nach etlichen Monaten und zigtausend Views ist das Interview plötzlich ein Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen, absurder geht es nicht mehr. Wenn jemand das Interview hat, bitte in den Kommentaren melden.

UPDATE²: Ich konnte glücklicherweise noch eine Kopie im Netz finden! Merkwürdig ist die plötzliche Löschung dennoch.

Rückblicke, Bilanzen, Epitaphe – sie alle müssen ihn verfehlen, den Geist von 68, auch 40 Jahre danach. Vor allem die ehemals Beteiligten, die heute doppelt so alt sind, wissen meist nicht mehr, wovon sie reden. Glücklicherweise gibt es Kameras und Fernsehsender. Selbst ein bescheidenes Dreiviertelstündchen-Interview bewahrt und verrät heute mehr von jener Zeit als ganze Bände voller Reminiszenzen.

Günter Gaus mit Rudi Dutschke, im Dezember 1967 in einem Studio des Südwestfunks – kein Schmuck, kein Trick, keine Musik, die Sendung lebt vom Wort und lebt bis heute kraftvoller als sämtliche Talk-Shows eines ganzen Jahres. Das liegt nicht nur daran, dass hier zwei Leute miteinander sprechen, die was zu sagen haben, sondern dass das Wort, noch nicht entwertet durch televisionäre Redeflut, den Interviewpartnern selbst etwas gilt. Hier werden keine Worte verraten, weil ja Fernsehsekunden teuer sind und deshalb gekrallt werden müssen, sondern Worte werden gesucht und sorgsam geformt. Hier wird erörtert – mit Feuer und Konzentration. So etwas gibt es im Fernsehen nicht mehr.

Gaus, selbst ja damals noch nicht alt, aber „etabliert“ interviewt in Dutschke die junge Generation, die „so“ nicht mehr weitermachen will. Aber Gaus kennt die Welt nur „so“, und er ist nicht fähig, sie sich anders zu denken. Das Interview lebt von der Spannung, dass beide Mühe haben, einander zu verstehen, es aber unbedingt wollen. „Wer führt Ihre Bewegung?“ fragt Gaus, und Dutschke sagt: „Die Menschen führen sich selbst.“ – „Wie verhindern Sie Minderheiten-Terror?“ — „Wir werden Mehrheit, oder wir scheitern.“ – „Sie werden Gefängnisse brauchen . . ., KZs …“ – „Es hängt vom Willen der Menschen ab, ob sie zur Freiheit finden. Wir können eine Welt gestalten, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.“ Während Gaus durch jede Rebellion die noch unreife Demokratie der Bundesrepublik gefährdet sieht, erscheint Dutschke diese Demokratie mürbe und faul. „Sind Sie antiparlamentarisch?“ – „Ja, weil die wirklichen Bedürfnisse der Menschen im Parlament nicht vorkommen.“


2 Kommentare

Eingeordnet unter Aktivismus

Die Revolution in Deutschland findet nicht statt, weil…

Unsere Erde ist etwa 4 600 000 000 Jahre alt, die Menschheit existiert seit etwa 25 000 Jahren und trotzdem tun wir so als würde alles was wir sagen, alles was wir tun irgendeine Bedeutung haben. Weil wir das glauben nehmen wir vieles unheimlich wichtig und bekämpfen uns bezüglich der Details entsprechend bis aufs Blut. Wir bekämpfen uns in der Politik, Wirtschaft, Religion, Wissenschaft, in nahezu allen Bereichen die wir uns jemals innerhalb der letzten zig tausend Jahre ausdenken konnten. Und alles nur weil wir unsere begrenzten Vorstellungen einer unendlich komplexen und sich ständig verändernden Realität aufzwingen wollen. 

Sind wir denn nicht fähig die Bedürfnisse aller Menschen angesichts der nahezu unerschöpflichen Resourcen und Möglichkeiten zu decken und zu respektieren? Wenn ich von Bedürfnissen spreche, dann meine ich Trinken, Essen, Schlafen, Medizin, Freiheit (gefährlicher Begriff – ich weiß) und so weiter. Ich meine damit nicht die ganzen künstlichen Bedürfnisse die niemals befriedigt werden können, jene abstrakte Wunschvorstellungen die oftmals als Ideale bezeichnet werden, die eigentlich nur absurde Wahnvorstellungen sind und nur dazuführen dass noch mehr Menschen geopfert werden müssen.

Unsere Politiker beispielsweise bilden sich offensichtlich immer noch ein irgendetwas besser zu wissen oder kontrollieren zu können als sonst irgendein anderer Mensch auf der Welt. Ich sage dazu nur: Bullshit! Ihr wisst gar nichts! Ihr bildet Euch ein etwas zu Wissen und versucht permanent Eure Wahnvorstellung auf andere Menschen zu übertragen. Wisst ihr wieso ihr nicht erfolgreich seid? Wisst ihr warum es ständig Krisen gibt? Wegen Leuten wie Euch! Ihr habt nichts unter Kontrolle und das nennt ihr Tradition, das ist Euer Parteiprogramm, dies ist alles was ihr habt und daran klammert ihr Euch mit Eurem Leben, weil ihr glaubt ohne diese Wahnvorstellungen würdet ihr Euch auflösen! Ihr seid definitiv psychisch krank, ihr solltet nicht an die Macht sondern in die Gruppentherapie!

Was macht die Wirtschaft mit uns? Könnt ihr mir mal verraten warum wir uns hierzulande tagtäglich stundenlang ohne Sinn und Verstand in der Arbeit aufreiben? Weil wir jedes Jahr ein neues Auto brauchen? Weil wir unseren Beruf für eine Art Penis- oder Brustvergrößerung halten? Weil wir glauben unsere Arbeit hätte irgendeinen Sinn? Ganz ehrlich: Nichts erfüllt einen Sinn von dem was ihr da macht liebe Erwerbstätigen, vorallem wenn ein paar Kilometer weiter Menschen verhungern die das, was ihr tagtäglich produziert, gut gebrauchen könnten aber niemals erhalten werden, weil wir es zuvor wegwerfen. Wir werfen täglich tonnenweise Lebensmittel weg, egal ob bei den Discountern, Bäckern, Metzgern, Restaurants in den Haushälten oder bei den Unternehmen. Die Verschwendung ist für uns Tradition weil wir zu den reichsten 1% der Weltbevölkerung gehören! Massenwahn nenne ich diese Scheiße!

Werdet endlich mal wach! Tagtäglich wird moderner Schrott produziert, von Leuten, die nicht verstanden haben wie ihre Bedürfnisse eigentlich wirklich aussehen. Sie folgen einer Ideologie bzw. mehreren Ideologien die u.a. innerhalb eines begrenzten Lebensraums von permanenten unendlichen Profitzuwächsen phantasieren und all diese Menschen hinterfragen diese Vorstellungen nicht genug, weil dies sie dazu zwingend verlassen würde etwas grundlegendes in ihrem Leben zu verändern. Die Revolution in Deutschland findet nicht statt weil man dazu den Rasen betreten müsste! Täglich verhungern tausende Menschen weil wir es nicht raffen und weil wir nicht auf die Strassen gehen, weil wir nicht protestieren, nicht boykottieren und uns überhaupt NICHT GENUG EINEN KOPF MACHEN! Uns ist im Prinzip alles scheißegal, solange es uns gut geht und diese Wahnvorstellung muss aufhören!

Auf dem Rücken von hunderten von Millionen Menschen stehen wir hier in Deutschland und wichsen uns einen ab wie toll und großartig wir doch unser Leben auf die Reihe kriegen. Wir gehen zum Fußball, schimpfen über die Politiker, sabbern uns einen ab bei YouPorn und sind auch sonst ständig von unserer eigenen Verblödungsmaschinerie abgelenkt und/oder herrlich angetan. Brot und Spiele. Arbeiten und Saufen. Ihr müsst nur mal Euer Leben genau ansehen, hinterfragt einfach mal mehr, geht Euren Gefühlen, Irritationen, Zweifeln usw. nach, auch wenn es weh tut. Dies ist der erste Schritt zu einer gerechteren Welt, so gerecht wie sie eben in der ungerechten harten Welt möglich sein kann. Wir müssen das Leiden, den Schmerz in der Welt so gerecht wie möglich auf soviele Menschen wie möglich verteilen. Und vorallem müssen wir unsere Unzulänglichkeit und Begrenzungen erkennen! Wir müssen kooperieren statt konkurrieren!

Ich habe hier in diesem Blog schon mehrfach beschrieben was genau damit gemeint ist! Aber ich bin nichts besonderes, es gibt viele Menschen die dies bereits erkannt haben und sehr viel besser formulieren können als ich. Seht Euch die Sätze und Aussagen von Osho, Krishnamurti, Ken Wilber, Chopra usw. an!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Emotionales

Leistung, Kampf, Revolution! Aber wofür?

In der Politik geht es um Mehrheiten.
In der Wirtschaft geht es um Profit.
In der Bildung geht es um Leistung.

Unsere gesamte Gesellschaft inbesondere die westliche Hemisphäre basiert auf Wettbewerb und darin spalten und reiben sich die Menschen von Geburt bis zum Tode auf. Was in der Familie zuerst durch die Eltern vorgelebt wird, wird in der Schule gelehrt, gefordert, geprüft, mit dem Abschluss und der weiteren Ausbildung im Beruf od. Universität permanent reproduziert und perfektioniert.

Der Wettbewerb ist etwas was uns Menschen nur allzu bekannt ist. Unsere Vorfahren mussten sich immer wieder über die Jahrhunderte und Jahrtausende gegenüber anderen Menschen, Lebewesen, natürlichen Verhältnissen (Wind und Wetter) durchsetzen. Im Zuge dessen entwickelte sich eine Mentalität die ich als ängstlich begreife. Diese Angst, Jemand oder irgendetwas will mir etwas wegnehmen, mich zerstören, will mich herabsetzen oder der Eindruck man sei nicht gut genug für irgendetwas usw., ist aus meiner Erfahrung immer noch überall stark bis extrem heftig in den Menschen vorhanden. Und obwohl diese Ängste so präsent sind, werden sie erstaunlicherweise kaum oder nur isoliert angesprochen.

Stattdessen steigern die Menschen ihre Anstrengungen um Ihre Illusionen, von denen sie sich Entspannung, Anerkennung, Frieden, Glück usw. erhoffen, irgendwie zu realisieren. Die Menschen versuchen also mithilfe von Selbstbetrug sich Selbst zu finden. Dabei betrügen sie nicht nur sich selbst, sondern natürlich auch alle anderen Menschen, besonders jene die sie lieben. Manchmal ist ihnen das bewusst und sie versuchen aus diesem Sumpf zu entkommen, da aber diese Angst-Mentalität derart weit und unerkannt bzw. kaum erkannt verbreitet ist, müssen sich die „Erwachenden“ alleine aus dem Sumpf ziehen, was natürlich extrem schwierig ist.

So sind all die Revolutionen oder die Versuche auf revolutionäre Veränderung der Verhältnisse, der zivile Ungehorsam, die Proteste, Streiks jeglicher Art nur oberflächliche Hilfeschreie und Forderungen die überhaupt gar nichts grundlegendes verändern. Vorallem auch weil die „Erwachenden“ oder „Erwachten“ damit nur ihresgleichen erreichen, jene aber die noch mitten im Sumpf umher tauchen, hören und sehen in ihrer dunklen Existenz kaum bis gar nichts davon, können selbst wenn sie etwas mitbekommen nicht nachempfinden warum überhaupt protestiert wird, weil ihre Perspektive und Erfahrung völlig anders ist. Desweiteren sind die plakativen Schreie nach Veränderung und die dahinterstehenden Hierachien der Ideologien, NGOs, Verbände usw. etwas, womit sich nur ein paar Leute identifizieren können, denn jeder Mensch hat seine Vorstellungen, seinen Geschmack usw. Es muss also immer zu Spaltungen, Konflikten, Missverständnissen kommen, weil wir alle einzigartig sind und ein Stückweit unterschiedlich traumatisiert sind von einer Mentalität die schlicht primitiv ist und längst therapiert, verarbeitet und abgelegt gehört. Abgesehen davon reproduzieren die „revolutionären Kräfte“ mit ihren Hierachien/plakativen Labels usw. alte Dummheiten bzw. Ungerechtigkeiten die sie eigentlich abschaffen wollen.

Die Menschen die ein paar Sachen erkannt haben müssen auch auf die Psychologie der Menschen eingehen, wenn sie langfristig und konstruktiv eine wirksame Veränderung in irgendeinem Bereich der gesellschaftlichen Welt erreichen wollen. Es gibt schlicht keinen Grund sich und andere schlecht zu machen. Es gib keinen Grund zu konkurrieren, es sei denn aus Spaß oder um Menschen zu retten, wobei ich letzteres ersteinmal wirklich nur auf die Medizin beziehe.

Alle Parteien in diesem Land glauben immer noch sie hätten zum Ziel den Menschen zu helfen bzw. sie zu retten, dabei machen sie nichts anderes als zur allgemeinen Verwirrung und zur Vertiefung der Konflikte und Traumatas beizutragen. Denn sie alle übersehen die vorherrschende Angst-Mentalität! Diese haben wir ersteinmal zu überwinden, dann müssen wir neue Organisationsformen für Milliarden von Menschen finden. So wie bisher, im Streit der Ansichten Klarheit zu schaffen, wird das nicht funktionieren, weil der menschliche Verstand kein letzte Wahrheit oder Klarheit finden wird, sich selbst nicht hinterfragen wird, genausowenig wie sich der Egoist seine egoistischen Verhaltensweisen vorwerfen wird. Die Organisation, Kommunikation, Interpretation und Psyche sind die einzigen wirklich relevanten Themen mit denen wir uns viel viel intensiver auseinandersetzen sollten.

Es gibt keinen Grund auf Wettbewerb, Leistung, Macht usw. zu setzen. Denn wir brauchen keine Angst zu haben. Es gibt genug zu Essen, genug Lebensraum, Klamotten, Bildung, Drogen, Sex, Schlaf, Ruhe und schlicht LEBEN FÜR ALLE!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft

Absatz 2 – Was muss getan werden?

Es ist natürlich schwierig den Überblick zu behalten, bei all den komplexen Abläufen in der Gesellschaft. Dies macht es nicht unbedingt leichter sinnvolle Schlüsse für das eigene Leben zu ziehen. Wenn ich andere Menschen frage, welche Probleme die Menschheit eigentlich konkret hat. Kommen Antworten wie:

  • Die Unfähigkeit innezuhalten
  • Fehlendes Verantwortungsbewußtsein
  • Grenzenlose, proportional anwachsende Dummheit
  • Maßlose Raffgierigkeit und Geltungssucht
  • Das Tier im Menschen bestimmt sein Verhalten (Aggressionen, Seitensprünge, Schwache im Stich lassen)

Einige sagten mir auch die Religion, Aberglaube oder Gewalt wären die substanziellen Schwierigkeiten der Menschen. Ich würde wohl noch das liebe Geld hinzufügen, da es egoistische Systeme unterstützt das zuviele Menschen überfordert.

Wir selbst können die Veränderungen sein die wir uns wünschen. Wir müssen uns deswegen schon ziemlich früh im Leben bewußt machen, was das Leben auf der Erde eigentlich für uns als Menschheit bedeutet. Wir dürfen nicht rassistisch denken. Wir dürfen in dieser Beziehung nicht als Deutscher, Europäer oder als Mensch denken. Nichteinmal als Erdbewohner. Vielmehr sollten wir uns in die Rolle des Beobachters einer Spezies auf einem unbekannten Planeten begeben.

Zum Verständnis, dieser amerikanische Kurz-Film: „What we are“ zeigt so eine Sichtweise im Ansatz.
Es gibt Wahrheiten in unserer Existenz die absolut indiskutabel sind.

  • Kein Mensch will Gewalt
  • Kein Mensch will stehlen
  • Kein Mensch will krank werden vor Hass oder Neid
  • Niemand wünscht unterdrückt zu werden oder lange Zeit hungern zu müssen

Dies sind nur Beispiele der absoluten Wahrheit. Macht, Gewalt, Drogenkonsum, und allerlei andere Dinge sind nur Nebenerscheinungen einer kranken, schwankenden Gesellschaft. Wir wollen ein schönes Leben führen, weil wir wissen das es begrenzt ist und welches Potential es hat. Wir leben vielleicht 70, 80 und in selteren Fällen 90 oder 100 Jahre und dann sind wir weg, wohin auch immer. Wir wissen das, manche Menschen sind sich dessen mal weniger mal mehr bewußt und agieren dementsprechend individuell nachvollziehbar.

Wenn wir ehrlich zu uns sind. Sind alle Kriege die geführt wurden die offensichtlichsten Hinweise auf die Unfähigkeit des Menschen z.B. die Kommunikation anzuwenden und eigene Fehler im Denken zu erkennen, zu akzeptieren und auszubügeln. Würde man sich mit Wissenschaft, Verstand, Logik und allerlei Fantasie nunmal hinsetzen und eine allgemeine Wahrheit verfassen und diese als absolutes Ziel setzen für jetzige und kommende Generationen der Menschen, hätte kaum noch einer von uns eine Sinnkrise oder andere Ähnliches.

Würden wir uns an die Gesetze der Natur ausrichten könnten wir eine neue Ära des Verständnisses über unser Leben und Zusammenleben einleiten und führen. Wir würden nicht mehr wie ein Haufen grenzdebiler Wahnsinniger wirken, sondern bewußt unsere Neigungen steuern.

Seit Charles Darwin wissen wir: die Welt ist nicht unveränderlich, sondern unterliegt einem kontinuierlichen Veränderungsprozess. Wir Menschen sind Teil von diesem Prozess. Wir leisten eine Menge. Wir produzieren unheimlich viele neue Güter, bringen Leistungen die uns stark einnehmen, sodass wir kaum noch das Wochenende, den Jahresurlaub oder die Rente genießen können.

Der Stress den wir uns mit dem leistungsorientierten Leben machten, hat viele mögliche Einsichten und Freuden im Leben ersetzt. Und wofür eigentlich? Wir wissen Dank Darwin auch: die Evolution erfolgt stets allmählich und nicht in Sprüngen. Und was versuchen wir seit Jahrzehnten? Genau, wir versuchen zu springen. Wir übernehmen uns, und verlieren den Bezug zur Substanz.

Viele Menschen sind viel zu beschäftigt um sich um die Schwierigkeiten der Menschheit zu kümmern. Jede aktuelle Generation hat die Chance etwas für die kommenden Generationen zu verändern. Dazu müßten sie die größten Opfer bringen, nämlich ihr eigenes Leben. Es erfordert unheimlichen Einsatz althergebrachtes und etabliertes in der Gesellschaft auszuhebeln und durch sinnvolle und vernünftige Ausrichtungen zu ersetzen. Man hat dies bei den Aktionen von Ghandi und Martin Luther King gesehen.

Nichts anderes würde jenen Aktivisten blühen wenn sie das Geldsystem oder den Kapitalismus (als Beispiel) stürzen wollen. Nichts anderes würde ihnen entgegenschlagen im Kampf gegen Ignoranz, Dummheit und Hass. Bequem sind wir geworden durch die viele Technik und den hohen Wohlstand. Luxusprobleme herrschen über unser Individuum. Alle sagen niemand kann etwas tun, die Mächtigen sind zu mächtig.

Visionäres..?

Was man tun könnte wäre aufsteigen in der Gesellschaft und selbst ein Mächtiger werden, um dann die Belange neu zu setzen. Was bringen Demonstrationen wenn sie kaum 100 000 Mann stark sind? Ein müdes Lächeln erreicht man damit, bei den Lenkern und Denkern. Man muss selbst sein Leben dem gesellschaftlichen Aufstieg widmen um dann zu einem ‚abgemachten‘ Zeitpunkt das System zu verändern.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft