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Sprengt die Lohnarbeit!

Arbeiten bedeutet Gewalt erfahren. Die Zurichtung der eigenen Persönlichkeit geschieht über den Inhalt der Tätigkeit. Der Diebstahl von Lebenszeit, die Entfernung jeglicher Kontrolle über das eigene Leben, die Verewigung der Abhängigkeit von einem Prinzip, dass man automatisch und blind bestätigt, wohnt jeder Arbeitsstelle inne. Was getan werden soll bestimmt der Chef und was der denkt bestimmt der Markt und was der denkt ist die Kapitalverwertung und die hat nur sich selbst im Sinn, aber nicht die Menschen samt ihrer Bedürfnisse. Das Skandalöse an unserer Wirtschaftsform besteht also in der Abgabe von Leben für ein selbstreferentielles, anonymes und abstraktes Herrschaftsystem, welches niemand steuert. Lediglich die wenigen Eigentümer von hohen Mengen von Kapital oder Firmen können in die Nähe von Nutznießern dieser prekären Lage gerückt werden, aber auch sie müssen sich permanent der Profitabilität gewahr sein, sofern sie mit ihren Vermögen nicht in Frührente gegangen sind.

Die Lohnarbeit übt eine strukturelle Gewalt auf jeden Menschen aus. Sie zerstört die Fantasie, sie macht krank, sie raubt einem die Zeit, die Nerven, die Gesundheit und sie hört niemals auf. Sie ragt in alle Lebensphären hinein und katalogisiert, kategorisiert, verwertet alles. Die Schönheitsideale rühren daher genauso wie die vollen Fitnesscenter oder Universitäten. Die arbeitsgeile Welt vergisst sich selbst im Schweisse ihres Angesichts. Dass die Menschen sich mit ihrer täglichen Lohnarbeit ins eigene Fleisch schneiden, verdrängen sie mit größter Hingabe. Das Hangeln von einer zur anderen Freizeitbeschäftigung, soll die Reproduktion der eigenen Arbeitskraft sichern, sodass es für ein weiteres Quartal reichen möge. Die apathischer Warterei auf den großen Knall, dass man sich vor der Massenvernichtung vielleicht noch hinwegducken kann, macht die totale Teilnahmslosigkeit gegenüber das eigene Leben, aber auch das der anderen aus. Der Lebensinhalt wird bestimmt von der Verwertbarkeit der eigenen Tätigkeiten und Gedanken. Die Menschen sind nicht geboren. Sie sind nur Zuchtmeister, Arbeitskraftbehälter, zerrissene, zerschlissene, erstarrte Drohnen deren Programmierung das Kapital vorgenommen hat.

Die gesamte Gesellschaft ist trotz ihres betriebsamen Lärms von einer Friedhofstille eingenommen, die nach Tod riecht. Unsere Weltordnung beruht auf Leichenschmaus und Kannibalismus, der Konkurrenzkampf und Leistungsdruck ist der direkte Ausdruck davon. Wer nicht arbeitet stirbt. Wer arbeitet stirbt, – aber etwas später. Und die Angst, dass es sie früher erwischen wird, wenn sie Widerstand leisten, lässt die Menschen mitmachen. Das ist kein Ausdruck einer lebendigen Welt, die sich ihren Ängsten, Verdrängungen und Verwerfungen stellt. Es ist eine verlogene Welt, die dringend zugrunde gehen will bevor irgendjemand ihr den Spiegel vorhält. Und jener, der versucht diesen Spiegel zu halten wird eilig bestürmt und zunichte gemacht. Die Feldherren des Kapitals werfen schnell ihr Napalm auf Dich, damit ihre Autorität nicht untergraben wird. Die Maschinen müssen laufen, die Menschen müssen darin zugrunde gehen, etwas anderes hat diese Gesellschaft nicht als Substanz.

Und doch bringt sie das Potential mit, was ihre Produktivität angeht, dass sie die Grundlage für eine bessere Gesellschaft bietet, in der der Mensch angstfrei verschieden sein kann und dem Müßiggang nach gehen kann. Dieses gilt es zu betonen, auch wenn das bedeutet, dass die Lohnarbeit zu meiden ist, um die eigene Fantasie und Intellektualität zu bewahren, Armut und sozialen Abstieg, Peinigung, Ausgrenzung, Einsamkeit et cetera zur größeren Alltagserfahrung werden als ohnehin schon. Die Unerträglichkeit der Welt muss zu einer unerträglichen Kritik führen, die diejenigen, die diese Welt unerträglich machen, ihrer eigenen Unerträglichkeit überdrüssig werden lässt. Die Selbstreflexion muss gegenüber der Resignation angespornt werden. Die Menschen müssen verstehen, dass sie die Welt bereits aktiv gestalten nur eben nicht so wie sie sie gerne hätten. Die Bewusstlosigkeit gegenüber den konstitutiven Momenten der Gesellschaft, muss der bewussten Gestaltung der Gesellschaft weichen. Ein erster Schritt wäre die Einsicht, dass die Lohnarbeit eine Katastrophe gegen die Menschheit ist, die sie sich selbst angetan hat.

Es wird unerbittliche Kämpfe gegen die Interessenten an diesen Zuständen geben müssen. Das Interesse der Lohnarbeiter liegt unbestritten in der Abschaffung der Lohnarbeit, weil sie ihrer Entfaltung im Wege steht. Die Kapitalverwertung zerstört uns alle. Sie zerstört die Umwelt und die Tierwelt. Sie fördert nur Kapitalverwertung und sonst nichts. Aber wir müssen uns selbst fördern, wir müssen uns entfalten können und uns selbst genügen. Wenn jeder gegen den anderen konkurriert, wird jeder blockiert und das Recht des Stärken und der Gewalt herrscht. Daher ist dieser Zwangszusammenhang zu durchbrechen zugunsten einer möglichst geteilten Machtstruktur, die die Verantwortung allen Menschen in individueller Form zukommen lässt. Die einzige Perspektive liegt in einer selbstorganisierten polit-ökonomischen Bedürfnisstruktur, die sich auf Gebrauchswerte und die Menschen konzentriert. Das oberste Diktat ist also die Befriedigung von Bedürfnissen und nichts anderes. Das Ziel muss die Reduktion von notwendiger Arbeit sein, damit maximal gelebt werden kann.

Hierzu müssen wir radikale Räte bilden, die die Lohnarbeiter entsprechend auf die Umstände ihrer Unfreiheit solange hinweisen bis sie die Lage verstehen. Der Generalstreik vollzieht dann das endgültige Ende der bisherigen Eigentumsverhältnisse. Der Staat wird etwas dagegen haben, aber auch der kann schnell aufgelöst werden, wenn jeder einsieht, dass dieser nur eine Clique aus Schlägertrupps enthält, die das Falsche stützt. Eine besondere Frage wird sein, wie die Gewaltenteilung fortgesetzt werden kann, wie gegenwärtige sinnvolle Rechte bewahrt und durchgesetzt werden können, obwohl die Angst vor der staatlichen Autorität fehlt. Bevor also praktisch etwas bewältigt wird, muss die Gewaltfrage simultan zur Eigentumsfrage gestellt werden. Außerdem: Wie können die Güter fair, effizient ohne den Zwang der Kapitalverwertung an jene gelangen, die ihrer am dringensten bedürfen?

Ungeachtet dieser schwierigen Fragen, die unbedingt vorher genau diskutiert werden müssen, ist es unabdingbar, dass die Menschen sich ihren Ängsten stellen. Nur wenn sie die Ursachen der Angst kennen, können sie die Angst loswerden und endlich das Leben angehen, ohne stets eingeschränkgt, gehemmt, geängstigt, niedergehalten, zerstört zu werden. Wer die Lohnarbeit nicht bekämpft verewigt sein Elend, versteinert überhaupt jeden Wahnsinn, der momentan für absolute Normalität und Notwendigkeit gehalten wird, obwohl sich dieser nur durchhält, weil die Menschen sich aus Angst und Identifikation mit dem Aggressor, dem Falschen nicht um die Ursachen ihres Leidens kümmern.

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Die Beschissenheit der Dinge

Paradoxerweise hungern 1 Milliarde Menschen, weil 50 Milliarden Tiere jährlich geschlachtet werden. Die Tiere der ersten Welt, essen den Menschen der Dritten Welt die Nahrung weg. Die westliche Welt wirft die Hälfte ihrer Lebensmittel weg, die in der Regel noch sehr gut schmecken würden. Jährlich werden 130.000 km² Waldflächen gerodet. Täglich sollen mehr als 120 Arten aussterben. 2008 wurden mehr als 3,7 Milliarden Tonnen Güter durch die Welt kutschiert. Tagtäglich fahren allein in Deutschland mehr als 44 Millionen Kraftfahrzeuge durch Betonlandschaften. Weltweit sollen 1 Milliarde davon unterwegs sein. Keine Sekunde ist ohne den Ausstoß von giftigen Abgasen. Die Industrie bläst und pumpt ihr Gift in irren Ausmaßen in die Weltmeere. Es sollen sich mehrere Millionen Tonnen Kunststoffmüll und damit bis zu 18.000 Kunststoffteile auf jedem Quadratkilometer Meeresfläche in allen Weltmeeren befinden. Frankreich schüttet darüberhinaus jedes Jahr 33 Millionen 100-Liter-Fässer radioaktives Abwasser ins Meer. Es sollen sich bereits mindestens 100.000 Tonnen radioaktiver Müll in den Weltmeeren befinden. Und hierzulande regen sich Menschen über Hundekot oder zu hohe Benzinpreise auf. Jedes Jahr werden 12 000 Tonnen weiterer radioaktiver Müll produziert, obwohl weltweit kein sicheres Endlager existiert.

Mehr als 1 Millionen Menschen bringen sich jedes Jahr freiwillig um. 2,9 Millionen Menschen sterben jährlich an AIDS. 1,6 Millionen jährlich an Tuberkolose. Zehntausende verhungern tagtäglich. Tausende sterben an diversen heilbaren Krankheiten oder verunreinigtem Wasser. Alleine die Durchfallerkrankungen Cholera, Typhus und Ruhr raffen jedes Jahr 2,1 Millionen Menschen dahin, wobei hauptsächlich Kinder betroffen sind. 2,5 Millionen Menschen sterben jährlich durch Alkohol. Etwa sechs Millionen Menschen sterben an den Folgen des Tabakkonsums. Weltweit sterben jährlich etwa 740.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen von Waffengewalt. Allein Hecklar & Koch hat seit 1949 mehr als 11 Millionen Kleinwaffen hergestellt. In Deutschland haben sich die Genehmigungen für Ausfuhren von Rüstungsgütern im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 1 Milliarde EUR auf 8,7 Milliarden EUR erhöht. Rund 650 Millionen kleiner Waffen gibt es gegenwärtig weltweit, davon alleine 30 Millionen in der Krisenregion Sub-Sahara Afrika. Laut Unicef sind „Kleinwaffen die wahren Massenvernichtungswaffen unserer Zeit“. Weltweit soll es mehr als 300 000 Kindersoldaten geben. Laut dem Proliferation-Report von 2007 der Stiftung Carnegie Endowment for International Peace gibt es mehr als 28 000 Atombomben auf der Welt. Davon sollen mindestens 30 US-Atombomben in Deutschland lagern.

Mit dem eigenen Arbeitsplatz ist die Zerstörung der Umwelt, der Tierwelt und der Menschheit gesichert. Egal ob Kaffee, Schokolade, Bananen, Autos, Motorräder, Haushaltsgeräte, Computer, Handys, die Konsumenten und Produzenten von Gütern dieser Welt, befeuern die Umweltzerstörung, die Armut, den Hunger und die Entfremdung auf allen Kontinenten. Wir alle sind für diese Zustände verantwortlich, denn wir erhalten mit unserer Arbeitskraft schließlich ständig dieses Schweinesystem! Wir passen uns an, bringen Leistung um jeden Preis und wofür? Um damit Geld zu verdienen, um letztlich unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Sämtliche Lohnabhängigen dieser Welt führen kein selbstbestimmtes Leben. Sie arbeiten für fremde Vermögen, für ein abstraktes Prinzip, welches nichts mit Rationalität oder Vernunft zutun hat! Die Intelligenz der Menschheit wird dem Prinzip des Konkurrenzkampfes und Profitmaximierung untergeordnet und geopfert! Die kapitalistische Produktionsweise mit ihren Wachstumszwang zwingt Milliarden Menschen zur exzessiven Produktion von Gütern, die letztlich den gesamten Planten vermüllen, Menschen und Tiere ausbeuten, vergiften und zerstören. Wir konkurrieren tagtäglich gegeneinander um uns gegenseitig Marktanteile abzutrotzen, wovon wir wiederum als Lohnabhängige nur einen geringen Bruchteil erhalten. Zwei Prozent der Weltbevölkerung besitzen mehr als 50 Prozent des weltweiten Vermögens, was mehr als 47.000 Milliarden Euro entspricht. Doch sind nicht einfach nur die Reichen und Eigentümer von Arbeitsplätzen für all diese Entwicklungen verantwortlich, wir entscheiden uns tagtäglich mitzumachen. Anstatt uns mit diesen Themen zu befassen schieben wir die Verantwortung an Regierungen ab, dabei konnten sie niemals all diese Schwierigkeiten bewältigen, geschweige denn den Bedürfnissen und Vorstellungen aller Menschen entsprechen. Der Parlamentarismus ist unfähig die gewaltigen Schwierigkeiten der Menschheit zu bewältigen, eigene Initiative und Selbstverwaltung muss daher dringend erfolgen!

Anstatt die Regierungen und damit die Staaten dieser Welt abzuschaffen, sie durch basisdemokratischen Rätesysteme zu ersetzen, in denen nur noch das zählt was die Bevölkerung will, wird den alljährlichen leeren Versprechen bei Wahlen geglaubt. Kein Parteiprogramm dieser Welt kann Millionen Individuen berücksichtigen und genau deshalb sind alle Wahlen weltweit reine PR Veranstaltungen für Parteien, sind die Nutznießer von Wahlen eine absolute Minderheit, die gegenüber der Masse horrende Vorteile wahrnehmen können! Wenn man als Mensch der Zerstörung der Menschen, der Tiere und des Planeten entgegentreten will, muss man also für eine radikale Abschaffung des Kapitalismus und sämtlicher Nationalstaaten eintreten, da von ihnen die theoretische und praktische Grundlage, Legitimierung und Absicherung dieser Lebens- und Produktionsform ausgeht. Die Interessen des Staates und des Kapitals, sind nicht die Interessen der Bevölkerung! Die Menschen verhungern weil sie kein Geld haben, weil sie sich nicht am globalen Markt ausbeuten lassen können. Sie sind ausgeschlossen von den Reichtümern dieser Welt, weil die eigenen Bedürfnisse nur dann etwas wert sind, wenn man auch bezahlen kann. In diesem System werden Lebensmittel lieber verbrannt, anstatt den Hungernden übergeben. Man muss hier von einem tagtäglichen Massenmord sprechen! Diese Sauerei muss aufhören! Milliarden Menschen schuften 10 und mehr Stunden täglich, sehen ihre Familie nicht, können sich nicht über ihre Bedürfnisse und Probleme klar werden, obwohl es in den letzten Jahrzehnten gigantische Produktivitätssteigerungen gegeben hat. Das Kapital zwingt die Menschen nicht ihren eigenen Interessen und Bedürfnissen zu entsprechen. Millionen Menschen leiden mittlerweile an Depressionen, Burnout, diversen anderen psychischen Erkrankungen, weil sie permanent den Anforderungen am Arbeitsplatz bzw. den Anforderungen des Marktes und damit des Kapitals entsprechen müssen.

Sämtliche Menschen sind also dazu aufgerufen ihre Charaktermasken zu erkennen und zu vergessen, durch das zu ersetzen was sie sein wollen! Wir müssen uns engagieren, vernetzen und solidarisieren! Alle Ideen der Menschheitsgeschichte müssen hierzu eingebracht werden. Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus bieten ideale Ansätze für die theoretische Auseinandersetzung und praktische Erprobung. Man muss nur zugreifen und darüber debattieren! Es kann sofort damit begonnen werden die Bedürfnisse der Menschen über die Produktion von Gütern zu stellen. Generalstreiks erzwingen die Gründung von basisdemokratischen Entscheidungsgremien, welche die profitortientierte Logik der Produktion ersetzen. Aufgrund technologischer Fortschritte wie dem Internet könnte mittlerweile jedes einzelne Bedürfnis effizient berücksichtigt werden. Niemand muss verhungern, niemand muss an heilbaren Krankheiten sterben, geschweige denn tausende von Stunden jährlich am Arbeitsplatz die Zerstörung der Menschheit und der Welt vorantreiben! Atomkraftwerke gehören abgeschafft, sämtliche Waffen und Waffenfabriken dieser Welt zerstört. Generell muss die Zerstörung der Umwelt verboten werden, was sich leicht durchsetzen wird, wenn die Menschen nicht mehr finanziell von der Rodung ihres Urwalds oder der Überfischung der Weltmeere oder der Produktion von Kraftfahrzeugen abhängig sind! Staaten sind vorallem dann nutzlos wenn die Menschen aufhören gegeneinander zu konkurrieren. Damit sind auch sämtliche Armeen dieser Welt überflüssig, wodurch Millionen Menschen sinnvollere Dinge tun können.

Allein in Deutschland sind mehr als 7 Millionen Menschen von der Sozialhilfe abhängig und können nur schwer ihre Bedürfnisse wahrnehmen und befriedigen, weil sie zu den Verlierern der kapitalistischen Gesellschaft gehören. Ohne den Kapitalismus und ohne den repressiven Staat, ist eine Freisetzung diese Menschen und damit Unmengen von Zeit möglich. Diese Zeit kann in die menschlichen Beziehungen fliesen, psychische und physische Erkrankungen lindern oder sogar völlig abschaffen! Wenn jeder Mensch nur noch 3-4 Stunden am Tag für die Befriedigung der gesamtgesellschaftlichen Bedürfnisse investieren muss, bietet das Raum für grundsätzliche Veränderungen und qualitative Steigerungen der Lebensqualität aller Menschen. Durch die Maximierung der Freizeit können sich mehr Menschen mit der Lösung von Problemen kümmern, d.h. es werden nicht mehr bloß ein paar tausend Politiker sich um die Belange der Menschheit kümmern, sondern alle Menschen! Dies setzt alle Potentiale der Menschheit frei und wird selbstverständlich Kriminalität, Rassismus, Terrorismus, sämtliche Konflikte und Missverständnisse mildern, wenn nicht sogar beseitigen! Der Aufbau Afrikas und sämtlicher Völker mit großer Armut wird nicht mehr nur NGOS und ein paar Spenden überlassen, es können sich hunderttausende Menschen aktiv mit ihrer Arbeitskraft einsetzen. Anstatt sich also mit den leeren Versprechen abzugeben, sollten wir alles daran setzen diese Utopie zu erkämpfen, zu erdenken und zu entwickeln. All das sind bloße Ansätze die reichtlich unzureichend und quasi aus der Hüfte heraus formuliert wurden. Das ist ein Appell sich stärker mit Theorie und Praxis des Widerstands gegen das kapitalistische System zu engagieren. Es gibt eine Welt zu gewinnen!

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Was tun gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung?

Wie kann man die Welt von Armut, Hunger, Umweltzerstörung, Knechtschaft, Ausbeutung und Unterdrückung befreien? Praktisch kann jeder sofort damit anfangen diesen Planeten zu einem besseren Ort für alle Lebewesen zu machen. Man braucht nicht auf den großen Knall, den großen Führer, die große Bewegung warten oder laufend herumjammern wie schlimm doch alles ist. Es ist auch nicht sonderlich kompliziert sofort aktiv zu werden. Alles was man braucht ist einen entsprechenden Willen dazu. Das Internet bietet uneingeschränkte Informations- und Kommunikationsfreiheit, man kann sich alles aneigenen was man meint zu brauchen, um die Probleme dieser Welt zu erkennen und Lösungsansätze zu finden, genauso wie man mit Milliarden von Menschen darüber kommunizieren kann. Bislang wird das Internet viel zu wenig in dieser Hinsicht genutzt!

Wenn erst einmal klar ist, inwieweit die Parteien sich gegenseitig blockieren und grundsätzlich nur den Staat bzw. den Kapitalismus erhalten können, und damit auch die Ausbeutung und Unterdrückung von Millionen legitimieren und aufrechterhalten, darf man sich nicht mehr für ihren Erfolg einsetzen. Parteien gehören zum Staat, gehören zum Kapitalismus, keine Partei die tatsächlich fähig wäre sie zu stürzen oder aufzulösen wäre genehmigt. Die letzte Partei der man unterstellte, sie könnte etwas ändern, wurde in den 1950ern verboten! Die derzeitigen Wahlen dienen bloss dazu den Leuten vorzumachen, sie hätten irgendetwas relevantes zu entscheiden. Man kann wählen zwischen Pest und Cholera und bis zur nächsten Wahl hat man die Klappe zu halten oder man kann sich bei Protesten von Polizisten die Augen wegspritzen lassen. Aber das Gewaltmonopol, den Staat oder den Kapitalismus kann man nicht abwählen. Deshalb hilft es nichts seine Appelle an die Regierung, an Parteien oder an Konzerne zu richten, sie alle haben Interessen, die mit denen der Bevölkerung absolut unvereinbar sind. Sie werden sich nicht durch nette Worte und den Druck der Straße davon abbringen lassen, es braucht mehr Bewusstsein, Struktur und zielgerichtetere Aktivitäten seitens der Benachteiligten dieser Welt.

Wie wir alle Wissen müssen alle Konzerne weltweit ihre Profite maximieren, um am Markt überleben zu können. Es ist auch gemeinhin bekannt, wer am meisten von diesen Erträgen profitiert. Die breite Bevölkerung schuftet ihr ganzes Leben, endet in Altersarmut, psychischen und physischen Krankheiten, hatte obendrein nie die Möglichkeit in irgendeiner Form relevante Dinge zu entscheiden. Man kann jammern, kündigen und bei anderen Ausbeutern anheuern, vereinzelt vor Gericht klagen, aber die eigentliche Grundlage der Ausbeutung bleibt unberührt. Damit die Macht der Parteien, der Regierungen, Staaten, Konzerne und Reichen dieser Welt über die Lohnabhängigen gebrochen werden kann, sollte man aufhören zur Wahl zu gehen, sollte man aufhören zur Arbeit zu gehen und sollte man aufhören Steuern zu zahlen. Die Wahlen legitimieren die Parteien neue erpresserische und verlogene Gesetze zu verabschieden, die ein „Weiter so!“ für die Konzerne und Behörden bedeuten. Die Arbeitskraft der Massen mehrt die Reichtümer von Minderheiten, die Überproduktion von unnützen Produkten und die Zerstörung der Umwelt und Lebewesen weltweit. Die Steuerabgaben finanzieren Behörden die Menschen autoritär, repressiv behandeln, finanzieren Polizei, Militär, Kriege und machen damit Missbrauch, Gewalt, Mord und Massenmord möglich.

Natürlich kann keiner von uns derart radikal sein und aufhören zu arbeiten und Steuern zu zahlen. Ersteres mag kein Problem darstellen, die Wahlbeteiligung sinkt bereits seit Jahren, aber nicht mehr zur Arbeit gehen? Der soziale Abstieg wäre sicher und er wäre umso rapider, je weniger Steuern gezahlt werden. Das ist jedoch der radikalste Ansatz und der sollte gesagt werden. Er muss nicht vollzogen werden, weil er die höchsten Opfer verlangt. Aber wer dazu in der Lage ist, sollte nicht zögern, schliesslich wird dadurch auch eine Menge Zeit für Aktivitäten gegen die Unterdrückung und Ausbeutung frei. Es gibt in allen großen Städten Deutschlands Strukturen die ein solches Leben erlauben. Eine etwas weichere Form des aktiven Verwandelns der Gesellschaft zu einer tatsächlich freien Gesellschaft durch individuelle Aktivitäten, ist der alltägliche permanente Aktivismus neben dem Beruf, der Schule, dem Studium, der Familie usw. Statt sich den Frust über den monotonen Arbeitsalltag, die Ausweglosigkeit der eigenen Situation und Verlogenheit der Politik usw. aus der Seele zu feiern, zu saufen, zu kotzen, sollten Bücher gewälzt, sollten Gruppen gebildet werden, beispielsweise aus Freundeskreisen oder aus der Familie, die die Basis für die künftigen Rätedemokratie und Gewerkschaften in der freien Welt darstellen sollen. Heutige Gewerkschaften haben sich längst dadurch ausgezeichnet, nicht mehr für die Arbeiter und deren Bedürfnisse und Ziele zu kämpfen, sondern für ihre Organisation und ihren Machterhalt. Das kann nur gestoppt werden, wenn eigene Gewerkschaften gebildet werden, die solch einen Verrat niemals begehen würden.

Räte sind seit den Thesen Lenins und der ersten bis vierten Internationale sicherlich auch keine überraschende Neuheit. Sie lassen sich überall bereits jetzt aufbauen. Egal ob in der Politik, in Konzernen oder bei Behörden. Es spielt keine Rolle. Überall kann man sich zusammenschliessen, dokumentieren was passiert, darüber diskutieren was man selbst entscheiden würde und für die Zukunft Thesen und Strategien im Umgang mit diesen Problemen entwickeln. Es wird keinen friedlichen Umsturz des Staates oder des Kapitalismus geben, wenn so eine aufreibende, komplizierte und ausdauernde revolutionäre Aktivität nicht ständig aufrechterhalten und praktiziert wird. Denn ohne ein entsprechendes antikapitalistisches, antiautoritäres Bewusstsein, kann es keine bessere Welt geben. Die bisherigen Errungenschaften sollten nicht durch Gewalt, Wut und destruktiven, übereilten Forderungen und Handlungen verspielt und zunichte gemacht werden. Das Ziel muss die reale Umsetzung der Menschenrechte weltweit sein. Für dieses Ziel braucht es ein offenes wirtschaftliches und politisches System, welches alle Meinungen und Ideen einschliesst, welches die gesamte Intelligenz der Menschheit einbezieht. Die Menschen sollten nicht mehr gegeneinander konkurrieren, sie sollten kooperieren um das beste für alle hervorzubringen.

Arbeitsgruppen können gegründet werden, die sich mit einzelnen Themen in der Gesellschaft auseinandersetzen und später dann in Räten eine Fortsetzung finden. Bereits jetzt gibt es unzählige Initiativen und Organisationen die sich mit Menschenrechten, Tierrechten, Umwelt, Wirtschaft und Politik beschäftigen. Amnesty International, Human Rights Watch, Greenpeace sind vielleicht nicht in jeder Hinsicht positive Organisationen, aber sie machen vor was möglich ist. Man sollte nicht über die fehlende Gerechtigkeit jammern, sondern sich für sie einsetzen und aktuelle Verstöße aufzeigen, anklagen und bekämpfen. Selbstverständlich fehlt Amnesty, Greenpeace, WWF usw. der revolutionäre Ansatz. Sie haben nicht das Ziel die Staaten oder den Kapitalismus abzuschaffen, ihnen scheint es auszureichen sich um die Symptome zu kümmern und richten unermüdlich Appelle an die Regierungen. Ich finde ihre Aktivitäten bewundernswert, aber eben leider unzureichend. Daher sollte es in Zukunft eine zunehmende Radikalisierung, d.h. eine stetigere Tendenz hin zu den Wurzeln der Probleme in allen Bereichen der bisherigen Aktivisten geben. Anders werden humanitäre Katastrophen und Umweltkatastrophen nicht aufzuhalten sein. Es muss sich etwas konkret im alltäglichen Handeln der Menschen ändern.

Nicht die Staaten und Konzerne sollten die alleinige Macht haben, den Planeten zu beherrschen. Grundsätzlich muss Herrschaft als solche aufgehoben werden. Die Ohnmacht der Menschen existiert nur, aufgrund der horrenden Macht der Konzerne und Staaten. Die Menschen haben lange Zeit den leeren Versprechen geglaubt, sich verführen lassen und mit den eigens produzierten Waren betäubt. Die Bewusstlosigkeit und Entfremdung der Massen speist sich aus dieser Ohnmacht. Der Planet ist unsere einzige Heimat. Niemand hat das Recht die Umwelt, Tierwelt oder Menschen zu verletzen, sie zu unterdrücken, auszubeuten oder zu zerstören. Dennoch wird es jeden Tag gemacht, aufgrund bestimmter Machtverhältnisse, Kapitalinteressen in Politik und Wirtschaft. Wenn die Macht der Staaten und anderer verschiedener Konzerne gebrochen und den Individuen zurückgegeben wird, durch die Weiterentwicklung des Bewusstseins der Massen, werden die Kapitalinteressen nicht mehr existieren, weil Profitmaximierung und kein Konkurrenzkampf als dummes Zeug verworfen werden. Dadurch können alle Lebewesen und der Planet aufatmen, sich regenerieren und endlich frei entfalten. Keiner muss dem Kapital, einer Partei, einer Organisation oder einem abstrakten Zweck dienen. Alle Menschen sind frei geboren, sind einzigartig und besitzen unveräußerbare Rechte. Darauf muss die künftige globale Rätenetzwerk aufbauen.

In den Betrieben wird basis-demokratisch in Verbindung mit den Bedürfnissen der Bevölkerung entschieden was, wieviel und in welcher Form produziert wird. Es wird grundsätzlich nur noch nach den individuellen Bedürfnissen produziert. Die Bedürfnisproduktion wird weltweit den Hunger abschaffen, bereits jetzt können wir ca. 12 Milliarden Menschen ernähren, bislang erhalten die Hungernden dieser Welt keinen Zugang zu diesen Lebensmitteln, die wir momentan tonnenweise tagtäglich wegwerfen, weil sie kein Geld besitzen. Gleiches gilt für fehlende Medikamente, fehlende Bildung, all das kann innerhalb weniger Wochen völlig verändert werden, wenn erst einmal die Macht der Konzerne und Staaten, durch die Interessen und Bedürfnisse der Bevölkerungsmassen ersetzt wurde. Alles was hierfür nötig ist, ist die ständige Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen. Es muss uns interessieren was in der Politik und in der Wirtschaft schief läuft. Keiner von uns hat die Lösung parat, wie es laufen muss. Aber es gibt auch keine Strukturen in der Gesellschaft die breite gesellschaftliche Debatten, frei von Macht- und Kapitalinteressen ermöglichen. Der permanente Konkurrenzkampf hat uns geprägt. Wir können uns eine andere Welt kaum noch vorstellen, in der man den anderen nicht misstrauisch, neidisch, zornig gegenübersteht.

Diesen erbärmlichen und für alle erniedrigenden Zustand muss endlich Einhalt geboten werden, indem wir uns von allen Ideologien und Glaubensbekenntnissen der Parteien, der Staaten, der Konzerne, des Kapitals, der Religionen freisprechen. Weil keiner von uns jemals eine Lösung wissen kann, die auf alle Probleme der Menschheit einwirken kann, braucht es eine Gesellschaft die sich dessen bewusst ist. Die Politiker, Wissenschaftler, Kapitalisten sind so ahnungslos wie alle Menschen. Daher soll auch kein Mensch über den anderen Menschen herrschen oder entscheiden. Es gibt keine Legitimation für Herrschaft. Selbiges gilt auch für den Parlamentarismus. Künftige Rätesysteme müssen also frei und jederzeit wählen und abwählen können, was sie wollen oder nicht wollen. Im Grunde liegt also die derzeitige Gesellschaft gar nicht so weit Weg von der Möglichkeit eine freiere Gesellschaft zu schaffen. Es hängt vom Engagement der einzelnen Menschen an, wie lange noch Menschen verhungern müssen, für Staaten, Rohstoffe und Vormachtstellungen sterben müssen, für das Kapital ihre Leben verwerfen, vergiften und vernichten müssen. Wir alle sind gefordert die Zustände nicht länger hinzunehmen und permanent dagegen anzukämpfen. Wichtig ist dabei immer wieder der hohe Anspruch: Niemals etwas tun was die Ausbeutung, Unterdrückung und Zerstörung unterstützt. Ständige Selbstreflektion, Selbsthinterfragung, Respekt und Solidarität gegenüber allen Menschen sind notwendige Grundelemente hierfür.

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Uns strahlt die Sonne aus dem Arsch

Frau Merkel und ihre Parteisoldaten bringen ein hartes Manöver um die nächsten 3 wichtigen Landtagswahlen zu ihren Gunsten zu bewegen. Der Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg wird vollzogen. Auch wenn es sich eher um ein Pausieren als einen Ausstieg handelt, so wird ganz klar die Katastrophe für die eigene Sache instrumentalisiert. Einmal mehr wird offenkundig mit welchen Mitteln die „Mächtigen“ dieses Landes mit unserer Zukunft agieren. Sie erhoffen sich von ihrem Manöver eine entsprechende Zusage bei den Wahlen. Ja, wir sind so verantwortungsvoll und so verantwortungsbewusst, deshalb überprüfen wir die sichersten Atomkraftwerke der Welt nochmal. Für wie blöd halten die uns? Es ist doch klar das die Technik nicht immer hundert prozentig kontrolliert werden kann. In der Atomkraft wäre aber genau diese hundert prozentige Kontrolle notwendig, weil jeder Fehler im ungünstigsten Fall schreckliche Folgen für Millionen von Menschen hätte. Man will dem Wähler also sagen, wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst, also wählt uns doch bitte, auch wenn wir die letzten Jahre jeden Kritiker als Hysteriker oder Ökofanatiker bzw. Sicherheitsfanatiker hingestellt haben.

Ich würde nicht auf die kommenden Wahlen warten, ob die CDU und ihre Mutti gewählt werden, denn im Grunde genommen wissen wir doch alle das die Massen wieder das geringste Übel wählen um hinterher wie gewohnt jammern zu können, über die „da oben“. Denn immer noch gilt der alte Wahlslogan Adenauers: „Keine Experimente!“ Obwohl die Atomkraftwerke wohl als die größten Experimente des Landes gesehen werden müssen. Wir lassen die Dinger solange laufen bis etwas passiert. Denn das Geld lockt einfach zu sehr, gerade in den ständigen Krisenphasen des Kapitalismus. Dieses Land befindet sich am Abgrund, unser Reichtum basiert auf dem Elend und Leid von Millionen von Menschen und alles was in den kapitalgesteuerten Medienkonzernen wichtig erscheint ist lediglich die Frage ob nun vielleicht die Kernenergie ein Problem darstellt. Für jeden Menschen mit Schmalz ist das schon von der ersten Sekunde an klar! Wir haben doch regenerative Energien! Keiner braucht Atomkraft, genauso wie keiner den Kapitalismus braucht! Jedes Kind weiß das unendliches Wachstum nicht möglich ist, die Erde ist begrenzt, die Menschen sind es sowieso, ja Himmel wer kann denn da noch an diesen Unsinn festhalten?!

Täglich verhungern tausende Menschen, tausende kriegen keine ordentliche medizinische Versorgung, haben keine sauberen Sanitärenanlagen, tausende liegen auf der Straße, leben vom Müll oder leben auf Müllbergen, tausende können von ihrem Job nicht leben, tausende kriegen gar nicht erst einen, und selbst die die einen Job haben stöhnen über die hohen Belastungen und den Personalmangel. Es fehlt an Personal in der Pflege, in der Medizin, in der Schule, es fehlt an fähigen Personal in der Politik und obendrein ist die parlamentarische Demokratie nichts anderes als gelebter Stillstand! Wieviele der genannten Probleme wurden denn in den letzten Jahrzehnten wirklich gelöst? Es wurde immer nur drum herum geschwätzt während die Leute im Elend gnadenlos verreckt sind! Und wenn es Entscheidungen gab, dann waren die Entscheidungen zugunsten des Status Quo oder bedeuteten sogar eine Verschlechterung. Ich kann nur wiederholen was ich im letzten Artikel schon geschrieben habe: Widerlich und zum kotzen ist das alles, vor allem weil die Menschenmassen sich überhaupt nicht empören und engagieren, sie kaufen sich lieber Burger bei McDoof, 3D-Brillen beim Saturn und die BLÖD beim Zeitungsfritzen. Die Sonne scheint uns aus dem Arsch, als ob nix wäre!

Wie soll denn das weitergehen? Warten wir auf das nächste Erdbeben, den nächsten GAU bei unseren Nachbarn? Warten wir auf die nächste dumme Phrase der lebenden Sprechblasen (Politiker) die wir gierig für voll nehmen? Wollen wir uns wirklich mit jammern und warten zufrieden geben? Ist es nicht erforderlich seine Hobbys, seinen Job auf ein Minimum zu reduzieren, um möglichst viel Zeit mit der Recherche und Kritik am bestehenden System zu verbringen, um möglichst vielen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen? Ich sage es hier ganz deutlich: Wir brauchen einen Umsturz. Wir brauchen einen Umsturz unseres politischen und wirtschaftlichen Systems. Wir brauchen ihn weil wir sonst nicht in der Lage sind den ökologischen und ökonomischen Wahnsinn zu stoppen. Wer will denn die Hungernden retten? Siemens? Die Bundesregierung? Es interessiert die doch einen Scheißdreck, sie haben ihre Zahlen im Blick und überhaupt werden sie behaupten nix damit zu tun zu haben. Natürlich, jeder distanziert sich vom Elend in der Welt. Die Hölle das sind immer die anderen, so etwas sagte schon Sartre. Aber ist das die Wahrheit? Ist man nicht selbst Teil einer Maschinerie die diesen Planeten vergewaltigt, vergiftet und missbraucht? Erniedrigen wir uns nicht tagtäglich selbst, wenn wir DSDS einschalten, Springerhetze lesen, dem Chef nicht die Meinung geigen oder streiken?

Wir sind Getriebene und uns geht die Puste genauso aus wie die Ressourcen. Depressionen, Burnouts sind mittlerweile Volkskrankheiten, gehören zum alltäglichen Gegeneinander wie die Rodung von Regenwälder und volle Terminkalender. Wohin soll uns der Leistungsdruck und der Wettbewerb führen? Wir wissen das es uns nicht glücklich macht, wir wissen es seit den ersten Jahren in der Schule, die nach genau denselben geistlosen und herzlosen Prinzipien funktioniert. Es gilt Widerstand zu leisten, es gilt nicht nur einfach zu protestieren, sondern auch zu streiken. Wir müssen aufhören zu glauben das es einen Sinn hat sich zwischen und in diesen Katastrophen einzurichten. Es ist unabdingbar dem eigenen Gewissen, Gefühlen und Vorstellungen zu folgen. Es ist zwingend notwendig die Parlamente der Welt durch Räte zu ersetzen. Die Menschen müssen ihr Leben endlich wieder bewusst in die Hand nehmen. Das Zauberwort heißt Selbstverwaltung! Die Kontrolle über die Menschen haben momentan die weltweiten Kapitalströme, alles wird von ihnen maßgeblich geprägt, die Menschen reagieren nur noch. Diese Kontrolle kann nur durch eine Brechung sämtlicher Staaten und Gewaltmonopol erreicht werden. Der Staat steht einem freien selbstbestimmten Leben genauso im Weg wie der Kapitalismus.

Wir brauchen keine Führer die uns sagen wie wir zu leben haben. Und wir brauchen garantiert auch keine Profitmaximierung um glücklich zu sein. Es ist also ein dringendes Einsehen erforderlich, eine radikale Denkweise muss entwickelt werden für einen gewaltfreien und langfristigen Umsturz der kapitalistischen Strukturen und Staaten. Der Staat ist nicht unser Freund, er schützt die Reichen, er prügelt die Armen. Er ist der Erfüllungsgehilfe des Kapitals! Es ist überall zwischen den Zeilen zu lesen, selbst in den kapitalorientierten Massenmedien. Und ich möchte dazu auffordern endlich die Aufmerksamkeit auf Dinge zu richten die eine Zukunft haben. Der Staat hat keine Zukunft, er hat kein Interesse an den Bedürfnissen der Menschen, ihm geht es wie den Konzernen nur darum die Profite zu ermöglichen und zu maximieren. Wo ist da denn das Recht auf ein würdevolles Leben? Es wird hierzulande genausowenig realisiert werden können wie irgendwo sonst, wo selbige Strukturen vorherrschen. Es ist also an der Zeit sich mit dem Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus, diesen ganzen antikapitalistischen Strömungen und Vordenkern auseinanderzusetzen. Ich kann nur immer und immer wieder dazu animieren endlich in diese Richtung zu streben. Die ganzen Parteien werden uns an die Wand fahren, genauso die Konzerne, das ist eine einzige bewusstlose Achterbahnfahrt ins Nirvana!

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Sprengt die Konzerne, Parlamente und Nationen

Die Aggressivität als Ausdruck der Verlogenheit, Ignoranz und Verzweiflung ist in allen Lebensbereichen erkennbar. Ob auf dem Weg zur Arbeit/Schule auf den Autobahnen und Straßen, ob in den Schulklassen oder am Arbeitsplatz, der Krieg zwischen den Menschen gestaltet sich nicht mit Kugeln sondern mit Zielen wie man die eigene Karriere vorantreiben kann, wie man die Profite des „eigenen“ Unternehmens vorantreiben kann. Jede Minute am Arbeitsplatz oder in der Schule ist eine verlorene Minute, weil wir uns in dieser Zeit mit Dingen auseinandersetzen die uns das Leben nicht genießen lassen. Wem dienen die Noten, wem dienen die Banknoten? Kann man davon sprechen das sie uns allen mehr Glück, Ruhe und Genuss verschaffen? Fettleibige, Raucher, Drogenabhängige, Geldfixierte sehen nicht sonderlich glücklich aus. Was ist mit den Milliardären? Sind das die glücklichsten und besten Menschen? Sind das unsere Götter? Wollen wir nicht alle reich sein? Wenn wir es nicht wollen, warum setzen wir uns so unter Druck? Man wird auf die Erde geworfen, lernt seine Eltern lieben und versteht das etwas zwischen dieser Liebe steht. Nämlich die Angst der Eltern, das Kind wäre nicht gut genug, wird Probleme haben sich im internationalen Konkurrenzkampf durchzusetzen. Davon weiß man als Kind natürlich überhaupt nichts und versucht stattdessen instinktiv die Angst der Eltern, die selbstverständlich deutlich spürbar ist, mit eigenen Leistungen zu vertreiben und damit wieder Platz für die Liebe zu machen. Das Leistungsstreben der Leute, was von einigen verblendeten Menschen als Triebfeder des Fortschritts bezeichnet wird, ist nichts anderes als das Streben nach Liebe. Und weil keine Leistung alle Ängste auf Dauer vertreiben kann, gibt es kein „genug“. Wir sind immer gierig und hungrig nach der Anerkennung die wir in der Kindheit nie erlebt haben. Manche hatten Glück, keine Frage, aber der Masse geht es eindeutig anders. Warum sonst haben wir soviele Drogentote, Suizide, Depressive, Burnouts, Stresssymptome, woher kommt der Drang der Leute sich und andere zu belügen und zu betrügen? Warum sollte das uns in irgendeinerweise zu etwas besseren führen? Offensichtlich wird es nicht besser, die Müllberge wachsen am Land genauso wie auf See. Wenigstens krabbeln auf den Müllinseln der Weltmeere noch keine verdreckten Kinder ohne Perspektive herum. Ich verabscheue die Poliitk, mich widert das Bildungssystem an, ich kriege das kalte Kotzen wenn ich unser wirtschaftliches System sehe. Alles ist so strukturiert und gestaltet das man als mitfühlender und mitdenkender Mensch gebrochen wird. Alles ist normiert und erfordert Anpassung und ein zerstückeltes kurzsichtiges Weltbild und Empfinden. Wer will denn „Chicken Wings“, wer will denn Uhren mit Leder, die fiktive Uhrzeiten anzeigen, wer will denn überteuerte Fahrzeuge die einen von einer Wüste in die nächste bringen? Das müssen doch alles totale Vollidioten sein die soetwas mit Genuss kaufen. Aber ich will mich nicht herausnehmen, ich bin genauso schlimm. Ich kaufe auch irgendeinen Massendreck und vergifte mich und andere so effizient wie es nur geht. Hierauf habe ich stets mit Ekel und Abscheu reagiert, mein Ventil war Black Metal und ist es immer noch, aber ich bin dabei zu lernen. Widerlich wie die Menschen sich in den Katastrophen einrichten, achselzuckend Verkehrs- und Hungertote hinnehmen, anstatt den Verkehr einzuschränken und Essen zu verschenken. Anstatt das Ziel der Produktionsweise zum Wohl aller Menschen zu ändern, spalten sich die Menschen lieber auf, streiten sich um jeden Euro, gucken das sie möglichst schicke Klamotten dafür kriegen und holen sich einen darauf herunter. Als ob das alles irgendetwas bedeuten würde. Mich widert das unendlich an. Wie kann man Familien zeugen in so einer kaputten Welt? Gibt es einen größeren Akt des Wahnsinns? Aus meiner Sicht leben wir alle in Konzentrationslagern, nur sind wir Juden und Wärter zugleich. Wir peinigen uns mit Schlägen, hungern uns schlank, arbeiten uns kaputt und mit letzter Kraft werfen wir Nachwuchs zwischen Blut, Kot und Leichen. Da braucht man sich nicht zu wundern wenn sich die Geschichte wiederholt. Wir bestimmen die Regeln, aber wir bestimmen zurzeit lieber wer sie in welcher Form für uns macht und meckern hinterher wie falsch und hohl die Regeln und Regelmacher doch sind. Ja, die Ketten schmerzen, sie stumpfen uns ab, treiben Leere und Kälte in den Körper und die Seele, aber den Schlüsseln halten wir permanent in den Händen. Ganz ohne Metaphern: Die Parlamente aller Welt verwalten den Irrsinn und belügen uns nicht nur alle paar Wahlen. Wir glauben ihnen, lassen uns beruhigen, damit wir weiter in Ruhe konsumieren und arbeiten können. Klar, der Konkurrenzkampf wird stärker, die Gehälter stagnieren, während die Vermögen kleiner Minderheiten wachsen, wen interessiert das schon? Es muss ja irgendwie weitergehen. Keine Experimente! Bloss nicht! Es könnte ja etwas verändern, es könnte uns ja weiterbringen. Die Angst hält uns davon ab. Wir glauben nicht an uns. Wir glauben wir sind nicht gut genug für das Leben ohne Lohnabhängigkeit, ohne Parlament, ohne Parteien und Landesgrenzen. Wer braucht Führungspersonen? Wer braucht diese ganzen Affen die nur sich selbst helfen können? Hören wir doch auf diesen Lügen zu glauben. Wir sollten akzeptieren das nur wir selbst unsere Bedürfnisse erkennen und befriedigen können. Das muss organisiert werden mit möglichst wenig irrationaler dogmatischer Struktur. Wann werden wird den Mut haben die Minister und Bosse hinfort zu jagen, sie zu ganz gewöhnlichen Mitmenschen zu machen? Wann hören wir auf Angestellte zu sein, hören wir auf Schüler zu sein? Wann hören wir auf Leistungsdruck und Konkurrenzkampf als Naturgesetze zu verstehen? Ich will die Parlamente sprengen, ich will die Mauern in den Köpfen sprengen, ich will endlich frei atmen ohne Furcht vor Gift, Lüge und Zwietracht! Das muss doch möglich sein! Es ist unserer Pflicht, wollen wir eine Zukunft haben. Eine Zukunft die mit wirklichen Leben erfüllt ist. Einem Leben voller ereignisreicher Augenblicke. Was erleben wir denn in der Schule? Was erleben wir denn in den Konzernen? Graue Scheiße die uns alle erniedrigt und frustriert. Es gibt keinen Grund das länger hinzunehmen. Lasst Euch nichts anderes einreden! Organisiert Euch, diskutiert, protestiert und setzt neue Lebensformen durch! Demokratie von unten, Betriebe müssen solidarisch anhand unserer Bedürfnisse organisiert werden. Wir sollten auf Profite scheißen, genauso wie wir auf Noten scheißen sollten. Wen interessiert denn bitte sowas? Wo soll uns das hinführen? Wir sind hier um das Leben zu genießen und zu gestalten, nicht um uns mit krankhaften Perfektionismus und Bulimielernen zu missbrauchen. Rationalisierungen und Optimierungen sollten nur noch stattfinden wenn wir dadurch mehr Freizeit haben. Schulen sollten vorwiegen so organisiert werden das wir alle Spaß daran haben. Es gibt hunderttausende Möglichkeiten die momentan ignoriert werden!

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Eingeordnet unter Emotionales

Schulnoten und Banknoten sind Symbole unserer Bewusstlosigkeit

Es ist erstaunlich wie viel man innerhalb von wenigen 24 Stunden erleben kann, wenn man nicht den ganzen Tag damit verbringt Profite für einen Arbeitgeber zu erwirtschaften. Für Menschen die ihre Arbeit an dem immer selben Arbeitsplatz verrichten müssen, im Büro oder an der Kasse, bleibt wenig Raum für neue Perspektiven auf das Leben und vor allem für ihre eigenen Möglichkeiten ihr Leben zu gestalten. Genauso trifft das auf Schüler zu, sie sitzen ähnlich wie die Angestellten in den immer selben Gebäuden und Gegenden, wo eben der Schulbetrieb durchgezogen wird. Klar, man nennt das Heimat oder Standort, Industriegebiet, usw. Aber die Welt ist groß und weit, wir wissen das und langweilen uns schnell wenn sich immer wieder ähnliche Muster auftun.

Der Schulweg, der Arbeitsweg ändert sich oft über Monate und Jahre so gut wie gar nicht. Folglich hat man es mit den immer selben Schwierigkeiten und Besonderheiten zutun. Manche lieben das, es gibt ihnen Sicherheit, sie können sich klar daran orientieren, ihr Leben um diesen Mittelpunkt herumbauen und zementieren. Auch wenn sie dann schnell in Panik geraten wenn sich ein paar Kleinigkeiten ändern, beispielsweise die Wetterverhältnisse, oder schlimmer, wenn der Arbeitgeber sich einen günstigeren Standort für die Profitsteigerung sucht. Man hat Familie, Mietwohnung, Freunde und Bekannte, die man nicht missen möchte. Über die Jahre gewöhnt man sich an die immer selben Muster, stumpft ab, degeneriert, weil man die Isolation als Normalität verstanden hat. Dabei spricht eigentlich nichts dagegen gemeinsam mit seinen Freunden, der Familie durch Länder zu reisen, hier und dort zu leben. Wäre da nicht die Sache mit der Sicherheit. Wir sind Sicherheitsfanatiker, wir lernen schnell das wir Leistung bringen müssen um Geld zu erhalten, Miete bezahlen, Haus ab bezahlen, Urlaub und auch gewöhnliche Lebenshaltungskosten finanzieren zu können.

Wie kommen wir also zu Geld? Nur indem wir uns für die Arbeitgeber flexibel machen. Wir erklären uns bereit möglichst langfristig unser gesamtes Leben dem Betrieb zu verschreiben. Natürlich wollen wir nicht allzu viele Überstunden machen, aber das passiert allzu oft, wenn man mal länger dabei ist und verstanden hat wie ersetzbar man ist. Man fürchtet sich davor die regelmäßigen Einnahmen zu verlieren und damit auch die Sicherheit, die in Wahrheit ja gar keine ist. Die Schule ist hier nur so eine Art Vorreiter. Die Lehrer sind wie die Chefs in den Betrieben, sie sagen uns was es zu tun gilt, und wenn wir es nicht erfüllen, bekommen wir nach einigen Ermahnungen, gut zu reden, Fristen und danach eben entsprechend härtere Strafen, die letztlich in Kündigung, also Versetzung in andere Schulen, Sonderschulen usw. münden können. Im Kern bereitet die Schule uns nur darauf vor, was das Leben für uns insgesamt sein wird, ein permanentes Hetzen nach Leistungserfolgen und Resultaten mit denen wir uns schließlich ein Einkommen/eine Belohnung „verdienen“.

Dies ist kein Zeichen einer freien harmonischen Gesellschaft. Viele Menschen wissen das, egal wie alt sie sind, aber ihre Folgerungen daraus sind sehr unterschiedlich. Einige kämpfen offen gegen die Verhältnisse an bis sie hart bestraft und zerstört werden, andere agieren eher im stillen, betreiben subversive Aktionen, sabotieren Betrieb und Lehrbetrieb, indem sie die innere Kündigung vollziehen, langsamer arbeiten oder ständig schwätzen, dem Unterricht ferne Tätigkeiten betreiben wie zeichnen, träumen und Musik hören usw. All das sind verzweifelte Versuche eine kollektive Ohnmacht und Besinnungslosigkeit zu ertragen bzw. zu überwinden. Aber allein sind wir ohne Chance hier etwas langfristig funktionierendes zu ermöglichen. Wir können weglaufen, wir können zerstören, wir können schreien, uns mit Lärm und Rausch ablenken, es wird nur ein paar Momente helfen, weil wir Geld brauchen um unsere Bedürfnisse zu bezahlen. Das macht uns traurig und es saugt uns die Lebenslust aus. Wir schöpfen ständig Dinge deren Zweck wir nicht erkennen können, an dem wir uns nicht bereichern können. Wer sieht denn schon das Ergebnis seiner Arbeit? Wer sieht denn schon den Wert einer Schulnote? Zahlen die sich unterscheiden, warum sollte man daran seine Gefühle, sein ganzes Leben fixieren und ausrichten? Was soll das? Ist das nicht eine große Dummheit die nur in Verzweiflung, Krankheit und Krieg münden kann? Das Leben ist viel zu bedeutend und vielseitig, als es an diese dogmatischen Ideologien zu fixieren, die hinter diesen Zahlenspinnereien stecken.

Egal ob Schulnoten oder Banknoten, es geht um Zahlenspinnerei die uns die Lebenslust nimmt. Daher will ich alles tun um uns davon zu befreien. Die Lebenslust muss frei sein von zementierten Lebensvorstellungen. In allererster Linie so wie wir es erleben wenn wir lieben und uns verlieben. Wir lieben doch bestimmte Dinge, bestimmte Menschen, bestimmte Situationen, die uns bereichern. Es gibt überall Muster in der Welt, wir können sie gar nicht alle wahr nehmen, aber es macht definitiv krank immer nur einem Muster zu folgen. Muster wie die Leistungs- und Wettbewerbsprinzipien die in unserer Politik und Wirtschaft seit vielen Jahrtausenden als Normalität vorgegaukelt werden. Es ist eine Frage der Erziehung, eine Frage der Kommunikation, der Vorstellungen der jetzigen Generation der Menschheit, inwieweit wir das fortsetzen wollen. Wollen wir unseren Kindern denselben Unsinn antun, den wir selbst Jahre und Jahrzehnte erleiden mussten? Ist es denn zwingend notwendig, für ein schönes Leben, was auch immer man darunter versteht, ständig gegen andere Menschen und ihre Bedürfnisse anzukämpfen? Gibt es keine Möglichkeit Arbeit anders zu organisieren? Ohne Chef und demokratisch? Warum sollte es nicht möglich sein Mieten abzuschaffen? Grundsätze wie Eigentum, Staat und Kapital zu hinterfragen?

Wir müssen schon etwas riskieren um diese Fragen zu beantworten. Wir sollten uns von zweifelhaften Sicherheiten befreien, die nichts anderes sind als Ketten, die uns lang genug gehindert haben das Leben zu erleben, wirklich frei durch die Welt zu gehen und sie mit unseren Liebsten zu entdecken.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Haben oder Sein?

Ratlos akzeptiere ich mein momentanes Los. Meine berufliche Tätigkeit wurde ausgeweitet, eine saftige Gehaltserhöhung ausgesprochen und eigentlich wären damit genug Bedingungen erfüllt um bereits jetzt von einer erfolgreichen Woche zu sprechen. Nur bleibt mir so noch weniger Zeit für die Dinge die mich interessieren und faszinieren. Ich kann mich weniger mit den Problemen unserer Zeit beschäftigen, die grundlegender Natur sind. Es gibt unheimlich viel in den einzelnen Branchen zutun, ganze Nationen ächzen unter den wirtschaftlichen Belastungen. Viele Angestellte und Mitarbeiter reiben sich Tag für Tag im Arbeitsalltag auf, bewältigen in immer kürzerer Zeit, immer mehr Arbeit und werden bis auf den letzten Tropfen ausgepresst wie eine Zitrone. Seit dieser Woche wird also auch bei mir wieder ordentlich gepresst, bis ich nicht mehr zugebrauchen bin und auf dem Müll geworfen werde.

Natürlich ist finanzielle Unabhängigkeit in einem derart materialistisch geprägten System etwas, was so gut wie alle Menschen anstreben und sich erhoffen, aber es ändert nichts daran das es grundsätzlich nur ein Wettlauf um Zahlen ist und als illusorischer Selbstzweck, fernab vom eigentlichen Leben, von dem was eigentlich wichtig ist, zwingend scheitern muss. Der menschliche Verstand bildet sich immer wieder neue Illusionen ein um die grundlegende Illusion zu stützen, es ist wie ein Wahngebilde eines psychisch Kranken. Wir gehen täglich zur Arbeit in der Hoffnung damit etwas für die Gesellschaft und damit für uns selbst zutun, aber in Wahrheit dienen wir einer Illusion die aus Zahlen besteht. Es geht darum Kapital anzuhäufen, egal mit welcher Tätigkeit. Wir sind mittlerweile soweit, dass wir alle gesellschaftlichen Bereiche danach ausrichten, ob es „nützlich“ also finanzielle Auswirkungen hat.

Es gibt mit Sicherheit Gruppierungen die, um ihre profitsüchtigen Interessen zu schützen, diesen Status Quo erhalten wollen und deshalb auf eine Politik setzen, die die Bevölkerung beruhigen soll. Wir hören zwar wie sehr unser Staat verschuldet ist, aber unsere Minister sprechen davon, diese Schulden sehr bald mit einem soliden Sparkurs abzubauen. In Wirklichkeit müssen all diese Milliarden von uns erwirtschaftet werden, also von etwa 30 Millionen Menschen. Und hier sind noch nicht einmal die Abgaben für die ganzen Versicherungen drin, die Fixkosten, Miete, Kleidung, Nahrung usw. Zu einem großen Teil arbeiten wir also nur damit wir uns erhalten können, damit wir diese Situation erhalten können, die wirtschaftlich und politisch seit langem der Fall ist. Wir treten auf der Stelle, während wir insgesamt abtreiben, zurückfallen, ich habe den Eindruck das wir all das nicht länger tragen können.

Wie sehr lassen sich denn die Menschen noch ausbeuten, abzocken und belügen? Wie weit kann die Ablenkung noch funktionieren? Und was wird passieren wenn die Menschen wütend werden? Wird Deutschland seine erste Revolution erleben? Landen wir wieder im Faschismus? Unsere Gier, die einsmals der Wunsch nach einem sorgenfreien Leben war und durch Erziehung, Massenmedien, Politik und Wirtschaft vergiftet wurde, wird uns in schwere Konflikte führen. Wir haben lange genug versucht die Armut aus unseren Reihen zu halten, haben sie nach China und Afrika exportiert. Aber die Armut bei uns wächst, das sehen wir an den wirklichen Arbeitslosenzahlen oder den zigtausenden die auf Nahrungsmittelspenden angewiesen sind. Wir müssen uns also damit auseinandersetzen. Wir müssen fragen was mit unserem System los ist, was wir mit unserer täglichen Tätigkeit anrichten. Die Attacken auf den Sozialstaat, welcher aus einigen Ideen des Sozialismus besteht und blutig erkämpft werden mussten, sind allesamt versuche Märkte also Profite zu finden.

Die Masse an Arbeit die immer weniger Menschen bewältigen müssen, ist der logische Rythmus des Kapitalismus, er wird die Menschen solange auspressen bis sie zusammenbrechen. Unsere Politik hat sich von der Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten derart zudröhnen lassen, sie ist handlungsunfähig, sie wird uns strikt in die Konlfikte führen, die uns das zerstören werden, was wir in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben. Wir liegen mitten in der Endphase dieser Ideologie. Man hat versucht den Kapitalismus sozial zu halten und wir erleben das Scheitern dieses Versuchs. Entweder es gibt eine Revolte und neue Unterdrückung oder eine Revolution mit neuen Freiheiten. Es ist an der Zeit alle Menschen darüber aufzuklären was nicht funktioniert, warum es nicht funktioniert und was wir an uns erkennen oder verändern müssen um dies in Zukunft zu verhindern, was gleichzeitig auch bedeutet: wir müssen fragen was wir eigentlich wollen.

Wollen wir Haben oder Sein?

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