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Die Situation des Revolutionärs

Wenn die Revolution nur über die Überwindung der Berufe zu ermöglichen ist, dann wird dafür schon jemand gebraucht, der bereit ist, alles zu risikieren. Mal abgesehen von dem Problem, dass so ein Mensch kaum noch existiert: Aber wofür riskiert der Revolutionär sein Leben? Woher soll er wissen, dass das Opfer, sich für eine andere Welt zu interessieren, sich lohnt? Er investiert die Zeit, Energie und sein ganzes Leben in eine andere Welt, die womöglich nie kommen mag. Im Grunde riskiert er sein Leben. Er könnte seine Zeit und Energie auch in den Beruf stecken und schauen, was er konkret für sich kriegen kann, anstatt hochspekulativen Ideen und Kritiken anzuhängen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Gosse enden. Die globale Konkurrenz ist immer besser ausgebildet, zugleich gibt es immer weniger Innovationen, die neue Märkte schaffen. Die gesättigten Märkte lassen die Profitrate fallen und damit intensiviert sich der Wettbewerb um die verbleibenden Marktanteile. Zeit ist Geld. Wer hier nicht jeden Tag in sein profitables Berufsleben investiert, verliert Geld und damit Lebensqualität. Der Kritiker verliert also automatisch Geld und Lebensqualität, wenn er inkommensurable Kritik leistet, obwohl sie die wichtigste Arbeit überhaupt ist. Aber nur über das höchste Risiko, also die Ablehnung der kapitaltypischen Berufsinhalte, wäre die Chance eines besonders kritischen Bewusstseins auszuprägen und am wahrscheinlichsten. Weil aber so gut wie niemand auf der Welt seinen Beruf aufgibt, um mittelloser Berufsrevolutionär zu sein, schon allein weil der Genuss und die Lebensqualität darunter leidet, bleibt die Rechnung wie sie bei den meisten Individuen ist: Der Beruf, der sich der Kapitalakkumulation unterordnet, erhält die höchste zeitliche Priorität und wird mit dem größten Ausmaß an Energie und Intellekt bedacht. Das Ergebnis ist, dass die Subversion gegen den Kapitalismus schwindet. Die materiellen Ängste, die durchaus real sind, prägen den Verstand und die Möglichkeiten des Verstandes.

Nicht nur, dass der Revolutionär arm sein muss und arm bleiben wird, wenn er sich nicht vom durchschnittlichen Beruf korrumpieren lassen will: Die Komplexität der gesellschaftlichen und individuellen Realität ist derart ausgeprägt und im permanenten Wechsel, dass kein einziger Mensch mehr in der Lage ist, ihr vollständig beizukommen. Das heisst zwar nicht, dass man nicht ihre grundsätzlichen Bewegungsgesetze erkennen könnte. Aber um allein diese Bewegungsgesetze korrekt zu erfassen, bedarf es eines jahrelangen intensiven Studiums, welches einem Fulltimejob gleichkommt. Zugleich bewegt man sich innerhalb dieses Fulltimejobs der Erkenntnis in nahezu vollständiger Einsamkeit. Die Situation vor dem Buch ist allein. Und auch jene des Denkens und Kritisierens ist so, weil die Distanzierung notwendiges Moment ist. Das halten immer weniger aus. Ohne eine komplette Erfassung der gesellschaftlichen und individuellen Erscheinungs- und Wesensformen, der Waren- und Denkformen, unterbleibt die Erkenntnis dessen, was ist. Weiss man nicht, was ist, weiss man auch nicht, womit man es zutun hat und wie man es nachhaltig überwinden kann, ohne es noch schlimmer zu reproduzieren. Die Gefahr in politische Strategien zu verfallen und es sich damit zu leicht zu machen, um es anderen noch schwerer zu machen, obwohl man das vorgeblich nicht intendiert hatte, ist daher für jeden Revolutionär eine andauernde Gefahr.

Da die kapitalistische Komplexität hoch ist, und schwer zu denken ist, ihre Kritik häufig unbezahlt abläuft, diese Kritik gesellschaftlich kaum anerkannt ist, mangelt es an herausragenden Persönlichkeiten, die die Unmündigkeit der Komplexität auf den Punkt bringen. Die pointierte Darstellung ist aber notwendiges Kriterium für revolutionäre Bedingungen: Wer nicht verständlich machen kann, warum Menschen falsch leben, der wird nicht gehört. Den wenigsten Kritikern ist es möglich, der gesellschaftlichen Komplexität gerecht zu werden, die Kritik auf den Punkt zu bringen und auch noch sämtliche eigenen Rechnungen bezahlen zu können. Die allermeisten scheitern schon an letzterem und müssen in letzter Konsequenz ihre Invesition in die Reflexion weg von der Kritik und hin zu den affirmativen Denkoperationen der Lohnarbeit investieren. Der Preis ist hoch, das Kapital verschlingt die Kritiker tendenziell mehr als umgekehrt. Es mangelt den Kritikern der Verhältniss zudem maßgeblich an einem kollegialen Umgang. Die Atomisierung macht auch hier nicht vor dem Kritiker halt und sie setzt sich fort: Es gibt kaum etablierte Strukturen in denen Wissen ausgetauscht und diskutiert wird. Es ist im Alltag häufig einfach so, dass jedes kluge Buch per Zufall gefunden werden muss. Jahre vergehen mit unausgegorenen Ansichten, obwohl es unlängst uralte, aber stichhaltigere Argumente gibt, die aber nicht zur Kenntnis gelangen, weil sie niemand mehr kennt oder deren Wichtigkeit in Erinnerung ruft. Zugleich erreicht die Kritik häufig das immergleiche Publikum, welches schon im Vorfeld angeödet abwinkt, weil es jedes Argument bereits auswendig kennt. Zumal die wachsenden Optionen zur Zerstreuung über Unterhaltungsmedien dadurch noch attraktiver werden. All das verschlimmert sich sogar noch, wenn eine internationale Perspektive eingenommen wird.

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Die mörderische Einsamkeit & Dummheit im akademischen Milleu

Jeden Morgen überrasche ich mich selbst, denn ich wache lebendig auf. So zäh kann doch keiner sein. Zur völligen Selbstzerstörung hat es nie gereicht. Anstatt alles anzuzünden, was einem gräßlich vorkommt, verbleibt die Situation bei einer stillen und jämmerlichen Hinnahme dessen was einen schändet. Allerdings nicht ohne Grund, ist doch das Abstrakte der Ekel. Etwas zerstören, was nicht greifbar ist, erleichtert nun gerade nicht die Rebellion. Vom endlosen in die Luft schlagen kann schnell die Müdigkeit alle Impulse der Weigerung ersticken. Die Erschöpfung der Spontanität ist nie total möglich, aber doch stark genug, um zu erschlaffen. Das andauernde Verstummen in sterilen, inhumanen Mustern ist Ausgangs- und Endpunkt allgemeiner und individueller Fragilität. Häufig geht der Halt verloren und das ganze Ich strudelt schwerelos im Nichts herum, nur noch vom Körper im Leben festgehalten.

Die ganzen Prüfungen und Ausbildungen stellen eine Art Aussortierungsprozess dar. Wer ist würdig, die möglichen beruflichen Perspektiven tatsächlich zu ergreifen? Das wird über diese formalen Abläufe in den jeweiligen Branchen erledigt. Nur ist eben nicht Talent, Interesse und Durchhaltevermögen ausreichend. An allem hängt ein Preisschild. Das Problem am Erwerb eines Doktortitels ist meist nicht die Intelligenz, sondern die finanzielle Potenz, um die materielle Durststrecke während der Recherchen und Reflexionen refinanzieren zu können. Gibt es nicht genug Geld, so gibt es keinen Doktortitel. Gleiches gilt für Master- oder Bachelorabschlüsse. Das sind grundsätzlich Ausbildungsgänge, die kein Gehalt enthalten. Es ist gesondert mit Risiken als Kredit zu erbetteln oder es wird ein entsprechender Investor gefunden, der einen sofort fallen lässt, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden.

Kürzlich hat sich ein 30 Jähriger Italiener umgebracht. Er hat es nicht mehr ausgehalten, Jahr für Jahr auf eine berufliche Perspektive zu hoffen, die niemals kam. Man kann zynisch sagen, er war nicht zäh genug, doch sein Leiden steht für das Leiden von Milliarden Menschen. In ganz Italien ist seit der Krise die Selbstmordrate um 25 Prozent gestiegen. Davon sind auch Topmanager betroffen. Wir sprechen von einem Massenphänomen, welches auf einen strukturellen Mangel sowie strukturelle Gewalt reagiert. Wer kann es sich angesichts dessen leisten, intellektuell zu sein und sich von dieser Gesellschaft zu distanzieren?

Das Herausfallen z.B. in der Akademie ist nur eine Konsequenz sozialer Praxis, denn inwieweit finden überhaupt noch Bindungen statt? Kommunikation unter den Studenten und Lehrenden findet eher zufällig vor oder nach Vorlesungen und Seminaren statt, dann aber auch nur in kurzen Minuten und großer Eile. Die einzigen Bindungen, die man noch mit großer Großzügigkeit auffinden kann, sind jene, die beim Saufen entstehen. Aber deren Belastungsgrenze ist schnell erreicht. Somit findet das studentische und akademische Leben in enormer Einsamkeit lediglich vor dem Buch statt. Es wird allein gelesen, geschrieben, gedacht und die Diskussion, naja, die hat man zu fantasieren. Dass das Vergessen der jeweiligen Person im akademischen Betrieb vorprogrammiert ist, lässt sich also vom ersten Semester an prognostizieren. Entweder man schickt sich schnell an, bestimmten Dienerfunktionen im Institut nachzukommen und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen oder die einzige Bindung zu seiner Fachrichtung besteht aus der Prüfungssituation einmal am Ende des Semesters. Insofern muss es verwundern, dass soviele arbeitslose Akademiker sich erst nach Jahren ihres universitären Abschlusses den Exodus zugefügt haben, denn Gründe für ein vorzeitiges Ableben hätten schon früher leicht gesehen werden können.

Andererseits lassen sich gesellschaftliche Missstände nur über wissenschaftliche Forschung bewältigen, denn in anderen Berufszweigen, wie zum Beispiel in Speditionsgeschäft, wird man keine Sekunde über die mittel- und langfristigen Konsequenzen des eigenen wirtschaftlichen Tuns reflektieren, weil das Tagesgeschäft von enormer Intensität ist und den ganzen Menschen fordert. Ohne mutige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die zum Beispiel bezüglich der Obdachlosigkeit nach Lösungen und Optionen forschen, wird es auch keine Behebung des sozialen Problems geben. Da allerdings die Forschungsmittel für derartige Projekte in Sachen Komplexität einer Unternehmens- oder Parteigründung gleichen, finden solche Forschungen immer weniger statt oder ihre Radikalität hinsichtlich des Abstraktionsvermögens oder der perspektischen Lösungsmethoden ist nahezu unsichtbar, wodurch die gesamte Wissenschaft obsolet gemacht wird. Der Antiintellektualismus wird über die Profitmaixmierung vergrößert und schlägt sich in mangelnden politischen und theoretischen Handlungskompetenzen nieder, was zu einer Zuspitzung z.B. der Obdachlosigkeit führt. So werden Sozialwohnungen verkauft oder teuer zurückgekauft, werden viel zu wenig gebaut oder aufrechterhalten, weil die entsprechenden Kommunen und Lokalpolitiker, die Lage unterschätzen, ignorieren oder verklären, denn auch sie sind voll davon erfasst, die Profite für ihre Abteilung, Partei oder sonstige Organisationsstrktur zu maximieren, ohne sich um die mittel- oder langfristigen Konsequenzen zu kümmern. Die eklatenten Probleme unserer Zeit bleiben liegen und vergrößern sich von Generation zu Generation.

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Gekränkte Charaktermasken

Es gibt eine unbewusste Angst vor der Erkenntnis, welche sich in dysfunktionalen Verhaltensmustern äußert. Die Zivilisationsfeindschaft zeigt sich in konkreten bis diffusen Antiintellektualismus. Das geringe Aufmerksamkeitsvermögen hilft ungemein dabei, nicht hinsehen zu müssen und davon abzusehen, die unbewussten Verhältnisse bewusst zu gestalten. Die grassierende Verantwortungslosigkeit von der direkten Nachbarschaft bis in die Spitzenpolitik zurück ins eigene Hirn, reguliert und definiert die alltägliche Verklärung, Ignoranz, Schiefheilungen und Fehlleistungen. Hieraus ergibt sich eine Denunziation der Erkenntnis sowie ihrer Möglichkeiten. Die Lust am Verdrängen, war historisch stets größer als die Lust zur Erkenntnis und Vernunft.

Die Individuen internalisieren den politökonomischen Verwertungszwang, bilden hieraus ihre Identität, machen sich gleich mit dem Falschen, verdinglichen, instrumentalisieren, formalisieren, entleeren sich, um die Reproduktion der Vernichtung der Zivilisation in modernisierter Form dynamisch zu entfalten. Nachdem also in jeder Kindheit die Individualität sich über Konformität, Gebote und Strafen erst zerbricht und dann zusammensetzt, erfolgt über Ängste, Projektionen, Zwangsgedanken, Gelüste, Obsessionen eine Zementierung und Zuspitzung der individuellen und allgemeinen Ohnmacht und Todessehnsucht. Weder in den persönlichen Beziehungen, im eigenen Körper noch im Unternehmen oder in den Parlamenten ist das Individuum sein eigener Herr. Das Individuum unterliegt als Verleiblichung der Wertverwertung dem Tauschwert gemäß Marx und den unbewussten Triebkräften des Es gemäß Freud. Das Ergebnis ist eine systematische Irrationalität, die laufend individuell internalisiert, interpretiert, aktualisiert und reproduziert wird. Ausdruck davon sind u.a. die destruktiven Befriedigungsformen, die sich politisch im Postnazismus bzw. Nazismus äußern.

Die Welt ist nur noch über den Rückzug in die Kunst und Theorie zu ertragen. Hierbei ist die Dosis möglichst hoch zu halten. Exzessive mehrstündige Sessions in der Theorie und in der Musik sind ein elementares Therapeutikum: Eine kurzfristige Notmaßnahme und Intervention gegen den eigenen und allgemeinen Zerfall. Wenn noch etwas intakt ist, dann die Klarheit des Arguments oder die Dopeness des Vibes. Aber das ist schon Verklärung, eine kitschige bis infantile Romantik, die einer näheren Prüfung nicht stand hält. Die einen stürzen sich in Schlager, die anderen in Vaportrap. Prekär ist die Anlage der Ästhetik von Kunst und der Erkenntniskraft von Literatur, werden sie doch gemeinsam aus dem Elend der Welt geboren. Der Rückzug ins Private ist gar keiner, denn ein Rückzug ist per se unmöglich geworden, weil die Totalität der politökonomischen Vernichtung aller Lebensformen im Sinne des Tauschprinzips alle Exklaven ausgerottet hat.

Die Herabsenkung des Reflexionsvermögens z.B. via Lohnarbeit führt zum Abschluss einer Barbarisierung. Stoisch bis fatalistisch wird das alltägliche Leiden als notwendig akzeptiert. Milliarden Menschen nehmen sich durch willentliche, findige und religiöse Vergötzung zerstörerischer Sozialstrukturen selbst in Geiselnahme eines dialektischen, übermächtigen Unvermögens, wodurch die Realität nicht so gesehen wird, wie sie ist, womit ihre Umgestaltung nach rationalen Kategorien so denkbar scheint wie fliegende Esel. Apathie, Gedankenlosigkeit, Oberflächlichkeit, Rücksichtslosigkeit, Zerfall von Empathie und Intelligenz sind logische Ursachen und Wirkungen einer falschen Welt. Die Menschen sind nur noch wandelbare Abziehbilder und Erfüllungsautomaten der blinden, giftigen Politökonomie, zertrümmerte Wüsten in potentiellen Oasen. Ihnen scheint das Zermalmen Engelsgesang und Teufelsgeschrei zugleich. Die Religiosität der Alltagskultur unterscheidet sich nicht von einem Indianerstamm, obwohl dieser wenigstens noch Ursache und Wirkung in einer Verbindung sehen wollte. Zivilisation bedeutet heute Irrationalität zu rationalisieren, Wahnsinn als Notwendigkeit zu legitimieren, was Hungertote bei gleichzeitigen Wegwerfen von Millionen Tonnen frischer Lebensmittel zum Naturgesetz erklärt. Das Leiden der Menschen ist für die Menschen kein Anlass es abzuschaffen, sondern ist Ansporn, sich noch stärker an die Ursache des Leidens anzuschmiegen.

Ein Ausweg aus der Unmündigkeit kann nur die Potenzierung der Aufklärung bedeuten. Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Interventionen gegen die aktuellen Regressionen sowie ihre Ursachen sind das höchste Mittel zur Überwindung des Autoritarismus und Irrationalismus in seinen Millionen Formen und Facetten. Dementsprechend stringent ist die Argumentation auf Psychoanalyse bzw. Erkenntnisse von Freud, Marx, Adorno und vielen anderen zu konzentrieren und auszubilden.

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We are Trump

Um eine Verbesserung der gesellschaftlichen Bedingungen herzustellen ist die Reflexion der eigenen Sozialisation, Familie, des persönlichen Umfelds, der Werte, Normen, Persönlichkeit notwendig. Dies alleine ist eine eklatante Selbstreflexion bzw. Reflexionsleistung, die von unserer Gesellschaft grundsätzlich nicht gefordert wird. Sie fordert lediglich Akzeptanz, Gehorsam und Übernahme all dessen, was ein Individuum seit Geburt vorfindet. Und weil die Gesellschaft unangepasstes Verhalten bestraft, ist das wichtigste, nämlich die Erkenntnis, nebenbei zu machen, wenn nicht gerade das Glück existiert, dass Freunde oder Familie einen unterstützen. Zu einem gewissen Grade ist es in jeder Gesellschaftsform üblich, dass nachkommenden Generationen etwas aufoktroyiert wird. Allerdings schiebt sich in unserer spezifischen Gesellschaftsform noch eine Dimension hinein, nämlich der irrationale Charakter der jetzigen Epoche. Dieser drückt sich im Zwang aus Profite zu maximieren. Dieser Zwang ist total geworden und damit als zweite Natur unwidersprochen anerkannt worden, sodass er permanent unhinterfragt reproduziert wird. Zugleich wurde nach zwei Weltkriegen die tatsächliche Konstitution der Gesellschaft verleugnet, die u.a. die Shoa überhaupt erst ermöglichte. Die Verhältnisse wurden nie insoweit verändert, dass die Shoa unmöglich wieder stattfinden kann. Mehr noch: Man hat den Faschismus demokratisiert. Ausdruck dessen lässt sich u.a. in allen Rechtsbewegungen weltweit in jüngerer Zeit erkennen.

Somit kämpft das Individuum also nicht nur gegen die eigene Regressionen, Verhärtungen und ringt um Selbstreflexion, sondern es kämpft auch gegen die nähere sowie fernere Regressionsleistung der sozialen Umwelt, die zugleich Erwartungen stellt, die über Lebensqualität und Reflexionsfähigkeit entscheiden. Wer arbeitet wird in diesem Zusammenhang dümmer, weil er einem Prinzip nachgeht, welches Reflexion nur im Sinne der Kapitalakkumulation benötigt und demnach jegliche Gedankenprozesse bestraft, die davon ablenken oder sogar auf eine Abschaffung zielen. Zugleich lässt sich die Erkenntnis über die Unwahrheit unserer Gesellschaft nur auf der individuellen Ebene leisten, da die Totalität sich tief in die Menschen eingegraben hat. Die Gesellschaft droht permanent in Banden zu zerfallen bzw. organisiert sich über Banden, d.h. auch Wissen wird nur innerhalb von Banden geteilt oder verhandelt. Ohne eine Bezugsgruppe, die spezifische Reflexionsgrade erreicht haben, um die Gesellschaft auf eine sinnvolle Weise zu hinterfragen, wird die Reflexionsleistung des Individuums ohne geniale Disziplin oder Kreativität schwach bleiben. Zugleich lässt die Auffindbarkeit von reflektierten Gruppen oder Individuen mit dem fortschreiten der instrumentellen Vernunft systematisch nach, weil traditionell, wie gesagt, nur systemimmanentes Wissen belohnt wird.

Die Fähigkeiten des gesamten Bewusstsein oder der gesamten menschlichen Intelligenz sind fest an den Produktionsverhältnissen verankert. Sie tradieren, manipulieren, segregieren, vernichten, wühlen im Menschen und durch den Menschen, reproduzieren die Herrschaft des Menschen über den Menschen. Die Menschen verhalten sich zu Menschen wie Dinge zu Dingen und der Mensch behandelt sich  selbst wie ein Ding, welches zu bearbeiten ist wie ein Bergwerk. Je länger er in sich wühlt und optimiert, desto leerer ist er im Verlauf des Lebens. Die permanente Mobilmachung im Sinne der kapitalverwertenden Nützlichkeit hält die Individuen derart in Atem, dass nur leere Wissensformen, die im Sinne eines Reiz-Reaktions-Schemas abgespuhlt werden, angewendet werden. Diese Logik arbeitet ins uns allen und der Kampf dagegen ist das Interesse der Menschheit. Trump ist eine Persönlichkeit, die für eine postnazistische Ideologie steht, die sich gerade durch eine opportunistische Anpassungsleistung an diese zerstörerischen und irrationalen Verhältnisse auszeichnet. Wahllos prügelte er auf Minderheiten ein, schliesslich gelten sie auch in der Kapitalakkumulation als wenig profitabel. Zugleich wohnt in seinem Größenwahn auch der Wahn, der stumme Schrei der narzistischen Kränkung, die der Kapitalismus jedem Individuum in jeder Kindheit mehr oder minder stark antut. Die Popularität des neuen US-Präsidenten zeigt den weiten Verbreitungsgrad der autoritären Persönlichkeit, die jegliche Reflexion über sich und die anderen ausschliesslich im Sinne des Profits unternimmt.

Das Wissen, welches zur Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse im Sinne einer Abschaffung von Hunger, Krieg, Antisemitismus, Antifeminismus, Rassismus, Antiziganismus, Homophobie uvm. nötig wäre, setzt sich nicht durch, weil es keine Profite abwirft, weil es der systemimannenten Logik widerspricht, weil keine kapitalkräftigen Banden für sie kämpfen. Die Atomisierung, Entpolitisierung und Entleerung der Individuen lässt sich akut in allen sozialen Beziehungen deutlich erkennen. Die Profitmaximierung hat die Individuen so stark erschüttert, so häufig ins Gesicht geschlagen, dass sie immer stärker in ihrer Regression, Verantwortungslosigkeit aufgehen und ein postfaktisches Zeitalter mit faschistoiden, islamistischen, nationalboschewistischen bis technokratischen Führerfiguren wie Trump, Petry, Hofer, Putin, Erdogan, Gabriel, Wagenknecht und Co. begründen. All hope is gone, denn es gibt keinen Ort außer der immer schwächer werdenden Reflexionsleistung des Individuums, welches sich auf unzähligen Fronten und Ebenen zu behaupten hat, während es zugleich das so wichtige revolutionäre Potential erfassen, denken und ergreifen muss. Panik, Angst, Wut und Trauer sind keine guten Ratgeber, aber sie sind alles was neben all den Erschütterungen, Katastrophen und Umwälzungen in den letzten Jahrzehnten übrig geblieben ist.

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Mit allem verlassen sein

Der Verlust ist eine tragische Alltagserfahrung. Wenn es normal ist, dass es keinen Menschen gibt, der das eigene Leben vervollständigt oder der sich seiner annimmt, dann ist die eigene Zerstörung vorgezeichnet. Die Hoffnungslosigkeit und Apathie strömt in die leere Identität und von dort vollzieht die Gewissheit ihr giftiges Werk. Sie konstatiert, dass man immer allein sein wird, weil es gar nicht anders sein kann, da die Welt generell unter Liebesmangel leidet. Es ist eine tödliche Klarheit. Das Ersticken an sich selbst und durch das Nichts, was in den anderen wohnt, als Keimform des Alltags. Und das Überleben konzentriert sich auf eine permanente Reduzierung und Rücknahme von allem, was man vielleicht hätte wollen können. Die Vorsicht als Triumph über alle Spontanität. Der nächste Moment könnte die letzte Enttäuschung bereiten, weil es danach nichts mehr zu erfahren gibt. Diese krankhafte Innerlichkeit und versumpfende Wehleidigkeit ist mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Aber die Zerstörung entspringt nicht nur der eigenen Identität, sondern auch aus dem Umfeld, woraus letztlich die Identität überhaupt geraten konnte. Es zermalmt einen den Magen nicht zu wissen, ob man morgen noch genug monetäre Mittel haben wird. Die Gewissheit, dass die Gesellschaft einen jederzeit vernichten kann und es niemanden negativ auffällt, weil die alltäglichen Katastrophen in millionenfacher Form üblich sind, erstickt alles. Man verliert nicht nur Lebenszeit oder Kraft, was noch natürlich wäre, sondern auch Wohlstand, sobald man nicht in den Kapitalismus investiert, der systematisch alles zerstört. Man investiert Zeit, Kraft, Nerven in diese Wirtschaftsform, obwohl sie auch einen selbst vernichtet. Es gibt nur eine Angst, die innerhalb des Jobs antreibt: Man hofft, dass es für einen noch reichen wird. Man schliesst sich einer Bande an, die in Konzernkreisen als Team tituliert wird und alles geht ganz professionell, routiniert zu. Der hohe Druck gehört genauso wie die interne und externe Konkurrenz zum Alltag. Und schon ist man ausweglos in einem brennenden Labyrinth gefangen, welches zunehmend verrauchte Gänge und Sackgassen enthält. Jede Hand, die sich dir reicht, will Dir nicht helfen, sie will Dich schlagen und berauben. Die Kosten erhöhen sich Monat für Monat, die Löhne stagnieren und sinken, die Arbeitszeit und Aufwand erhöhen sich. Das Alter schärft die eigene Mangelhaftigkeit. Wer nicht früh vorgesorgt hat, mit einem Netzwerk aus Unterstützern oder Erbschaften oder sonstigen unfairen Vorteilen, der ist geliefert und muss den Misserfolg als Alltag ertragen. Die ganze Reflexion besteht allerdings so oder so aus der Frage, ob man Geld haben wird oder nicht. Die Angst prägt zusätzlich die geistige Wüste.

Es stellt sich jeden Tag erneut die Frage, wie man angesichts solcher Zustände überhaupt leben soll. Die Lust am Leben ist ohnehin bereits vergangen, wenn die Katastrophen, die anderen unschuldigen Seelen angetan wird, in das Bewusstsein genommen werden. Wer sich nicht an das Falsche anpasst, fliegt innerhalb weniger Wochen auf die Straße. Der herrschende Gewaltapparat zwingt, nötigt einen mit allen bürokratischen Mitteln zurück in das ökonomische Getriebe, weil das alles ist, was der Mensch heute sein darf. Wer zu arrogant, unbekümmert, übermütig, illoyal ist, der stirbt den leisen Tod, der geht den sozialen Abstieg. Mord ist in dieser Gesellschaft ein allgemein akzeptiertes Mittel, um sich der überflüssigen Menschen zu entledigen. Das beweist die Asylgesetzgebung jeden Tag an den Grenzen und im Mittelmeer, wo Tausende bereits durch unterlassene Hilfeleistung ermordet wurden. Man braucht nicht zu glauben, dass irgendwer einem zu Hilfe eilt, wenn man selbst zu Ertrinken droht, denn Blut ist genau das, was essentiell diese Gesellschaft vorantreibt. Das ist ihre instrumentelle Vernunft nach der sich alles organisiert.

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Das größte Tabu unserer Zeit

Die Abwesenheit von Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen kommt dem eigenen Suizid gleich und doch ist es gelebte Praxis von den aller meisten Menschen. Es ist als ob einem die eigene inhaltliche Substanz des Lebens gleichgültig wäre. In dem Moment, wo Politik, Ökonomie, Psychologie, Sexualität, ja überhaupt jeder elementare Bestandteil unserer Existenz mit Distanz behandelt wird, z.B. durch Unschärfe im Begriff oder in der Untersuchungsmethode, scheint die Fäulnis des Ablebens auf. Wer den Dingen nicht auf den Grund geht, der erstickt sein Verhältnis zur sozialen, generellen Umwelt und zu sich selbst. Es sind kleine Tode, wenn der Hunger, der Krieg, die Lohnarbeit, der Staat, das Kapital, der Rassismus, Faschismus usw. usf. ignoriert wird. Und diese Ignoranz wird täglich praktiziert.

Es gibt diese unheilvolle Hoffnung in den allermeisten Menschen, sie könnten über die alltäglichen Katastrophen mit Ideologie, Verklärung, Ignoranz oder Naivität hinwegsehen. Aber die Ausblendung und Verdrängung ist Verantwortungslosigkeit. Letztere feiert nicht das Leben, es wird dem Leben nicht gerecht, es zertrümmert das Glück, welches möglich wäre. Wer das Leben liebt, muss sich in die Katastrophen hineinknien und ihner Logik nachspüren, um sie endgültig zu bezwingen. Und das bedeutet den Schmerz sowie die Einsamkeit von Erkenntnis. Hier ist keine Starrsinnigkeit oder Ängstlichkeit gefragt, sondern reflexive, dialektische Theoriearbeit, die zugleich mutig und intelligent in ihrer Analyse und Kritik auftritt. Nur in dieser radikalen, widerständigen Lebensweise kann dem Leben nähergekommen werden, kann das bewahrt werden, was wir Menschlichkeit nennen. Wenn wir lernen uns selbst zu heilen, kommen wir im Leben an und die Katastrophen werden austrocknen.

Die Bildung und Aufklärung muss erweitert und radikalisiert werden. Es ist ein Skandal, dass hier gespart wird und die Bildung ausschliesslich als Profitmaxierer dient. Jene millionenfache Teilnahmslosigkeit, die regelrecht automatisch in Besinnungslosigkeit mündet, kann nur in größeren Katastrophen münden, denn sie ist genau das, was unsere gegenwärtige Politik in Ökonomie und Wissenschaft ausmacht. Niemand kann es ertragen, wenn ihnen die alltägliche Praxis als Teil einer totalen Falschheit um die Ohren geworfen wird, aber es ist notwendig, weil nur so das Paradies auf Erden möglich sein wird. Es muss solange ausgesprochen werden, was ist, bis sich endlich die Verhältnisse dem Willen der Menschen beugen. Die Herrschaft des Menschen über den Menschen muss auf den Haufen der Geschichte geworfen werden.

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Linke Torten

Kritikpunkte zum Tortenwurf:

  1. Verdrängung: »Die Schuldprojektion des eigenen Versagens, der Protogenozidalität des linken Pazifismus, an der Kollaboration mit faschistischen, djihadistischen Regimes.« [1]
  2. Pseudo-Aktivismus: Man hat der  »repressiven Intoleranz gegen den Gedanken« [2] nachgegeben.
  3. Personalisierung: Das Elend der Linkspartei/Sozialdemokratie wurde auf eine Person reduziert.

Kritikpunkte zur Linkspartei:

  1. Antisemitismus: Das antisemitische Ressentiment wird in dieser Partei regelmäßig und flügelübergreifend tabuisiert oder bestenfalls reaktiv bagetellisiert. [3] Die Linkspartei geiselt gerne „das Vorgehen der israelischen Armee“ [4], verurteilt die „Finanzmafia“ [5], empfängt Antisemiten mit Beifall [6], fordert „U-Boot-Lieferungen an Israel“ [7] zu stoppen und wünscht mehr Unterstützung im Kampf gegen „die Besatzungspolitik“, „unmenschliche Blockade“ und „brutalen Enteignungen“ [8] im Gaza-Streifen. Demnach scheint der Linkspartei Israel trotz aller Existenzrechtbeteuerungen [9] vorallem schmerzvolle „Mahnung“ [10] und „Verpfichtung“ [sic!] [11] diesen Staat endlich von der Landkarte zu tilgen, denn nichts anderes als ein eliminatorischer Verfolgungswahn steckt in diesen Forderungen nach „Überwindung dieses Zustands“ [8].
  2. Antiamerikanismus: Egal ob sich „US-Oligarchen“ [12] scheinbar über das machtlose Volk erheben, Deutschland eine „US-Kolonie“ [13] wird oder die Formierung einer Volksfront gegen TTIP [14] notwendig scheint: „Fuck the US-Imperialism“ [15] kommt in dieser Partei immer gut an. 
  3. Nationalbolschewismus: Eine Partei, die in geheimdienstlicher Manier vergangener SED-Zeiten Listen über politische Gegner anfertigt [16], die Arbeitsplätze zuerst für Deutsche fordert, vom Missbrauch des Gastrechts, von „Obergrenzen“ [17] spricht und Abschiebungen durchführt [18] kann nicht links oder antifaschistisch genannt werden, denn sie stellt das Wohl der Volksgemeinschaft über Menschenleben. 
  4. Selektives Aufstehen gegen nationalistische Regression: Während die Linkspartei den Tortenwurf als „asozial“ [19] bezeichnet, feierte die gleiche Partei eine Ohrfeige derart, dass sie zu einer Bundespräsidentschaftskandidatur führte. [20]
  5. Antiziganismus: Das Kunststück einerseits Schweigeminuten für Flüchtlinge zu halten [21], die man andererseits mit der eigenen Politik in Gefahr bringt [22], spricht eine deutliche Sprache über die konformistische Revolte, die innerhalb der Linkspartei lodert.
  6. Die Lobhudelei der „Marktwirtschaft“ [23], das Abfeiern des „Sozialstaates“ [24] und der Lohnarbeit [25] sind obendrein  affirmativ und regressiv.

Insofern bleibt am Ende mehr Kritik an der Linkspartei als an der Protestnote hängen, obwohl beide Seiten eines Tortendeckels sind.

Quellen:
[1] Facebookposting von Felix Riedel: https://www.facebook.com/felix.riedel.92/posts/1122454054444016
[2] »Resignation« – Von Theodor W. Adorno: http://www.conne-island.de/nf/80/29.html
[3] http://www.hagalil.com/2014/09/antisemitismus-in-der-linkspartei/
[4] https://www.die-linke.de/index.php?id=251&tx_ttnews%5Btt_news%5D=33626&tx_ttnews%5BbackPid%5D=35&no_cache=1
[5] http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2318.panama-papers-belegen-tatenlosigkeit-der-bundesregierung.html
[6] http://www.welt.de/politik/deutschland/article134328086/Wo-die-Linke-ist-sind-Israelfeinde-nicht-weit.html
[7] https://www.die-linke.de/index.php?id=251&tx_ttnews%5Btt_news%5D=18345&tx_ttnews%5BbackPid%5D=35&no_cache=1
[8] https://www.facebook.com/sahra.wagenknecht/posts/1323478964336164
[9] http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-06/ramelow-linkspartei-israel
[10] https://www.facebook.com/sahra.wagenknecht/posts/1323061511044576
[11] https://www.facebook.com/linksfraktion/posts/10153732036468434
[12] http://publikative.org/2015/12/14/wagenknecht-antiamerikanismus/
[13] https://twitter.com/SWagenknecht/status/591226312687222784
[14] https://www.die-linke.de/politik/aktionen/ttip-und-ceta-stoppen/positionen-zu-ttip/
[15] https://www.facebook.com/oskarlafontaine/posts/912235182171283
[16] http://www.sueddeutsche.de/politik/linke-gysi-bartsch-und-die-lafodoedel-1.2671809
[17] http://www.vice.com/de/read/gastrecht-verwirkt-obergrenzen-fuer-fluechtlinge-ausbildungsplaetze-zuerst-fuer-deutsche-773
[18] »Ja, Thüringen muss abschieben«, sagt Hennig-Wellsow http://www.neues-deutschland.de/artikel/1013378.linkenspitze-wiedergewaehlt.html
[19] https://www.facebook.com/KatjaKipping/posts/1173088142723177?hc_location=ufi
[20] https://www.die-linke.de/nc/politik/aktionen/archiv/2012/beate-klarsfeld-kandidiert/
[21] https://twitter.com/katjakipping/status/736856679757811712
[22] http://jungle-world.com/artikel/2016/07/53509.html
[23] http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/linkspartei-ist-sahra-wagenknecht-noch-links-14018254.html
[24] https://www.die-linke.de/partei/dokumente/programm-der-partei-die-linke/iv1-wie-wollen-wir-leben-gute-arbeit-soziale-sicherheit-und-gerechtigkeit/soziale-sicherheit-im-demokratischen-sozialstaat/
[25] https://www.die-linke.de/partei/dokumente/programm-der-partei-die-linke/iv1-wie-wollen-wir-leben-gute-arbeit-soziale-sicherheit-und-gerechtigkeit/gute-arbeit/

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Eingeordnet unter Gesellschaft, Nicht kategorisiert

»Schiessbefehl«-Petry & die »jungen Leute« – Die AfD in Landau

Als jahrelang-erprobte Bundesvorsitzende von oben herab ein paar Kids mit rhetorischen Tricks runterzumachen, unvorbereitet vor großem Publikum vorzuführen ist kein Ausdruck von Demokratie. Aber genau das entspricht dem Demokratieverständnis der AfD-Bundesvorsitzenden Petry, welches sie am 14. Mai 2016 in Landau eindrucksvoll bewies. Im folgenden soll auf einige wenige Aspekte kurz eingegangen sein:

1. Frauenfeindlichkeit & Homophobie: Das Parteiprogramm der AfD sieht in der Tat ein Frauen-/Familienbild aus den 1950ern vor. Man will es den Frauen schwerer machen eine Abtreibung vorzunehmen. Man will vorallem die Mutter im Haushalt sehen und nicht die Männer. Alleinerziehende sollen steuerlich benachteiligt werden. Homosexuelle möchte man nicht erlauben eine Familie über eine Ehe zu gründen. Wenn man Vater-Mutter-Beziehungen staatlich bevorzugen will, dann schliesst das eine Benachteiligung von homosexuellen Beziehungen ein. Das gibt Petry auch am Ende zu („Das sehen wir anders“ Minute: 26:35)

2. Klimawandel: Bernd Lucke sagte 2013 es gebe „wissenschaftliche Evidenzen, dass CO2 ein Klimakiller ist“. Ist der auch von der >Lügenpropaganda< instrumentalisiert? Die absolute Mehrheit in der Naturwissenschaft sagt weltweit das Gleiche: Der Klimawandel und die Co2-Gase stehen in einem direkten Zusammenhang und es ist daher plausibel, den Ausstoß dieses Gases zu senken. Seit Beginn der Klimaufzeichnungen liegen 15 der 16 wärmsten Jahre im 21. Jahrhundert, wie die Meterologiebehörde der UN und andere Forscher einstimmig gemessen haben. Wenn Petry sich so sicher ist, dass tausende Wissenschaftler falsch liegen, dann soll sie mal mit führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet diskutieren und nicht mit Abiturienten. Übrigens: Zu glauben eine Hypothese sei so gut wie die andere, würde John Oliver völlig zurecht widersprechen.

3. Flüchtlinge sind alle Terroristen? Die bedeutende Mehrheit derer die nach Deutschland einwandern sind keine Islamisten, sondern Familien, Flüchtlinge, Menschen die nach einer besseren Zukunft suchen. Wären das Islamisten, wie Petry hier darstellt, dann würde bei über 1 Millionen Zuwanderern mittlerweile ganz Europa brennen. Somit benutzt Petry einige Extremisten als Argument, um Zuwanderung generell einzugrenzen. Ohnehin lässt sich nie totale Sicherheit herstellen, es gibt global in jeder Bevölkerungsschicht Kriminalität. U.a. fordert Petry im obigen Beitrag mehr Polizei und mehr Grenzkontrollen: Dies dürfte den Exportweltmeister Deutschland nicht gerade beim internationalen Warenhandel hilfreich sein, womit der Wohlstand über die „innere Sicherheit“ gesenkt wird, was wiederum die behauptete Bestrebung der AfD aushöhlt, mehr Wohlstand zu erzeugen.

4. „Angebrannte Asylheime“ (Petry): Die AfD agiert offen mit Pegida und hat mindestens mit ihrer Rhetorik dazu beigetragen, dass Gewalt gegen sogenannte Fremde legitim erscheint. Gerade die Phrase von den Islamisten, die Petry 5 Minuten zuvor tätigte ist ein Beispiel dafür. Davon will sie nun plötzlich nichts mehr wissen. Es gab hunderte Anschläge auf Flüchtlingsheime, da nun herzugehen und zu behaupten es wären „häufig“ gar keine Rechtsextremen gewesen ist pure Fantasie. Übrigens: Wenn immer mehr Menschen Suizid in Flüchtlingsheimen begehen, dann sicher nicht, weil die deutsche Gesetzgebung so freundlich mit Migranten umgeht. Und selbst diese scharfe, rassistische Asylpolitik, die gegenwärtig bereits besteht, will die AfD noch weiter verschärfen.

5. Linksextreme Gewalt: Mal abgesehen davon, dass Petry absurder Weise behauptet (Minute 39:40), die „Linksextremen“ seien der Polizei „technisch und logistisch“ überlegen, ist es so, dass es seit 1990 über 178 rechtsextreme Morde gab. Die sogenannten Linksextremen haben im gleichen Zeitraum keinen einzigen begangen und trotzdem meint Petry, sie seien die „Vorboten von Weimar und 33“ (Minute 40:20), was man nur als Verharmlosung des Nationalsozialismus bezeichnen kann. Petry bedient sich hier also wieder eines rhetorischen Kniffs insbesondere da die Jugendlichen jegliche Gewalt ohnehin verurteilen. Apropos Gewalt:

»Der Zeitung „Mannheimer Morgen“ sagte sie nach einem Angriff auf Journalisten bei einer AfD-Demonstration: „Gewalt geht gar nicht.“ Auf die Frage aber, wie nach einer Grenzschließung und der Errichtung eines Zauns mit Grenzverletzern umzugehen sei, sagte sie, der jeweilige Bundespolizist „muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.“« (Quelle)

Abgesehen davon will die AfD die Reichen weniger besteuern, Klimaschutz-Organisationen die Finanzierung streichen, hunderttausende Soldaten einziehen, Hartz 4 privatisieren und damit die Armen schwächen, 12-Jährige in den Knast stecken, Alkoholiker und psychisch Kranke in Lager werfen und Sozialversicherungen zerschlagen. Das klingt nicht nach einer demokratischen Partei.

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Alle sind willkommen

Tausende flüchten, ersaufen vor Europas Küsten oder vegetieren und sterben in Lagersystemen. Sie sind lediglich Objekte und Bedrohung, statt Subjekte und Bereicherung. Jene die den Horrortrip durch Stacheldraht und Kontrollen überstanden haben erhalten vom Staat zuviel zum Sterben und zuwenig zum Leben. Das ist beabsichtigt und das ist inakzeptabel!

Am 03.09.2013 versammelten sich ein paar hundert Leute in der Münchner Innenstadt um sich solidarisch mit jenen Staatenlosen zu erklären. Für einen kurzen Moment wurde der Normalbetrieb für eben jene Non-Citizens unterbrochen, denen man sonst lieber das Leben und die Beine bricht. Wir können über alles streiten, aber in diesem Punkt dürfte Einigkeit herrschen: Jeder Mensch soll frei von Hunger, Repression und Perspektivlosigkeit sein.

Ja, diese Demonstration hat keine Revolution ausgelöst. Wie auch, wenn Millionen Menschen dem Zauber falscher Verhältnisse erliegen. Aber sie gab jenen Hoffnungslosen eine geringe Hoffnung, dass sie hierzulande einmal willkommen sein und leben könnten wie wir Europäer. Besser so als das was in Rostock-Lichtenhagen geschah und sich in Hellersdorf zu formieren scheint! Besser Bürger Europas als zu hungern und eingesperrt zu sein!

Ihrem Wunsch nach Leben sollte Unterstützung folgen und nicht Glotzerei oder Lamentiererei. Es geht um konkrete Aktivität und das Einstehen für die Bedürfnisse jener denen man aus ökonomischen Kalkülen nichts zubilligen will. Jenen Verhältnissen, die dem entgegenstehen muss Einhalt geboten werden, über die Herangehensweise werden wir weiter streiten, aber auch deren alltägliche Opfer müssen unmittelbar geschützt und unterstützt werden!

Insofern gilt was die streikenden Non-Citizens, fordern:

Die bedingungslose Anerkennung unserer Asylanträge

Stopp aller Abschiebungen

Abschaffung der Residenzpflicht

Schließung aller Asylsuchenden-Lager

(Mehr auf: http://refugeestruggle.org/de )

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Das Wahlprogramm der Antipartei 2013

Die nachfolgenden Reformen sollen Armut, Hunger und irrationale kollektive wie individuelle Belastungen für immer abschaffen. Anstelle von Verzicht und Ausschluss rückt die Steigerung der Lebensqualität und Mitbestimmung aller. Die Bevölkerung muss sich endlich von dem Gerümpel befreien, an dem sie sich aus purer Ängstlichkeit, Dummheit oder Ignoranz klammert, damit sie endlich ihre Bedürfnisse befriedigen kann.

1. Die Antipartei hat langfristig das Ziel sich selbst abzuschaffen, weil Politik ein Übel ist und für die Verkehrtheit der Welt steht. Im Parlament verhandeln die Parteien lediglich Kapitalinteressen und eigene Machtkalküle. Die Parteien kommen ihrem eigentlichen Zweck nicht nach und wollen ihm auch nicht nach kommen, deswegen sind sie wie das Parlament zugunsten der direkten Demokratie abzuschaffen. Gemäß dem Rätemodell wird auf Kommunenebene digital und/oder persönlich wöchentlich über alles durch die Bevölkerung abgestimmt. Es gibt keine Führer oder Vertreter mehr, sondern jeder Mensch hat sich seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu stellen. Das Rätemodell steuert den Staat, bis geklärt ist wie mit ihm weiter zu verfahren ist. Damit die Bevölkerung nicht überfordert ist, wird in der Schule dementsprechend auch fachlich darauf eingegangen. Rechtsradikalismus, Nationalismus, Antisemitismus, Homophobie, Verschwörungstheoretisches, Trollgehabe, Führerkult, etc. muss in dieser Diskussionskultur abgelehnt bzw. überwunden sein.

2. Übertragung der Eigentumsverhältnisse von Arbeitsplätzen an die arbeitende Bevölkerung. Jeder Lohnarbeiter muss mit dem Arbeitsvertrag Unternehmensanteile bekommen. Größe des Anteils ergibt sich aus der geleisteten bzw. zu leistenden Arbeit. D.h. wenn 999 Mitarbeiter existieren und ein weiterer hinzukommt, erhält jeder 1 von 1000 Unternehmensanteilen, wobei dessen Größe und Bedeutung sich aufgrund der Leistung des Eigentümers und Arbeiters von Abrechnungszyklus zu Abrechnungszyklus verkleinern oder vergrößern kann. Ziel dieser Maßnahme ist die Abschaffung der auseinanderklaffenden Schere zwischen Arm und Reich. Die Anteile geben allen Arbeitern die Möglichkeit Entscheidungen über ihre Firma und ihren Arbeitsplatz zu treffen. Mit einem Schlag würden die Vermögen z.B. der Quandts auf sämtliche Mitarbeiter von BMW umverteilt und endlich eine leistungsgerechte Entlohnung stattfinden. Die Arbeiter erhalten die Kontrolle über ihr Leben zurück. Momentan werden sie rausgeworfen, wie es die Marktsituation für die Profitmaximierung erfordert.  Die Vermögen aus Unternehmensbeteiligungen fliessen also zur Bevölkerung zurück und werden entsprechend für Soziales investiert.

3. Abschaffung der Profitmaximierung als Handlungsmaxime in der kapitalistischen Produktion zugunsten der Bedürfnisbefriedigung:  Die Produktion findet nur noch zur Befriedigung der Bevölkerung statt, d.h. es wird das produziert wofür tatsächlich auch eine Nachfrage besteht. Um die Reproduktion der Bevölkerung und den Austausch der Güter effizient zu gestalten, muss ein Markt etabliert werden, auf dem sich Produzenten und Konsumenten treffen. Wenn jemand etwas haben will, muss er das z.B. über eine virtuelle Plattform anmelden, damit die Produzenten dies zu einer bestimmten Frist  produzieren und liefern können. Hierdurch entfällt die Überproduktion, es wird nur das produziert was benötigt wird und frische Lebensmittel werden nicht mehr weggeworfen, Elektroartikel erhalten keine Sollbruchstellen mehr, da nicht ständig der Absatz künstlich für Profite erhöht werden muss usw. Die unternehmerische Freiheit bleibt erhalten, jeder kann Innovationen entwickeln, die das Leben erleichtern, verschönern oder anders verbessern allerdings muss es dafür auch Abnehmer finden.  Die Steuereinnahmen werden steigen, da durch die Abschaffung der Profitmaximierung keine Milliarden mehr an den Fiskus vorbeigeschleust werden müssen.

4. Abschaffung der 40 Stunden Arbeitswoche zugunsten der 4 Stunden Woche: Die Produktivität ist von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer weiter gestiegen. Die Entwicklung des Niedriglohnsektors ist nicht nur ein günstiges Ausbeutungsverhältnis für das Kapital, sondern ein Hinweis auf die Produktivitätssteigerungen, die endlose Arbeitstage überflüssig gemacht haben. Es gibt mehr als 4 Millionen Arbeitslose in Deutschland, würde sich die Produktion anhand der Bedürfnisse ausrichten, könnten Arbeitslose zu diesem Zweck eingestellt werden, wodurch enorme Arbeitszeitverkürzungen möglich werden. Somit hätte Arbeit keinen endlosen, krankhaften Charakter, sondern bloss die Notwendigkeit, die der Austausch von Waren durch Mensch und Natur erfordert. Wer mehr arbeiten will, darf das und wird mit größeren Anteilen am Betrieb beteiligt, wobei aber niemals mehr als 49% erreicht werden kann, sonst käme es zu einer Monopolisierung von Unternehmensanteilen, und damit einer Konzentration von Reichtümern bzw. Macht, die sich negativ auf die anderen Arbeiter auswirken muss. Gibt es weiterhin arbeitslose Menschen, sollte man mit ihnen darüber nachdenken, ob sie arme Länder bzw. Kontinente wie Afrika aufbauen wollen, damit auch dort Wohlstand stattfinden kann.

5. Abschaffung des Notensystems in der Schule: Anstatt von reiner Leistungsmaximierung wird in der Schule der vorwiegend Erkenntnisgewinn und die Charakterbildung stattfinden. Schüler sollten wählen dürfen worauf sie die Lernschwerpunkte setzen. Natürlich müssen sprachliche, mathematische, gesellschaftliche Grundlagen verstanden werden, aber das Leben soll nicht mehr von einer schlechten Note in einem Fach abhängen, welches einem nicht liegt. Menschen sind unterschiedlich, haben unterschiedliche Bedigungen bei denen sie aufwachsen, es ist absurd alle in ein Schema pressen zu wollen. Das Lehrpersonal, die Unterrichtsmaterialien müssen systematisch erweitert werden. Studiengebühren werden abgeschafft, stattdessen erhalten Studenten Gehalt, weil Wissen und Reflektion die Zukunft aller Gesellschaften ist. Finanzierung ergibt sich u.a. aus Punkt 2, 3 und 6.

6. Abschaffung der Bundeswehr und des Geheimdienstes:  Derzeit ist der Etat der Bundeswehr größer als der Etat für Soziales. Der Zweck der Einrichtung ist Mord und Totschlag. Im Zuge des NSU hat der Geheimdienst seine Überflüssigkeit bewiesen. Insofern ist eine Abschaffung dringend notwendig. Andere Nationen sollten diesem Beispiel folgen und ihre Waffen ebenfalls entsorgen, um unser aller Wohl. Die Gelder werden anstatt in Drohnen usw. in Schulen, Krankenhäuser, Altersheime, Kindergärten usw. investiert und das Personal entsprechend für den allgemeinen Markt freigegeben, wodurch sich erneut Arbeitszeitverkürzungen für alle ergeben werden.

7. Was kostenlos werden soll: Kostenlose Armen-, Kranken-, Behinderten- und Rentnerversorgung mit reichlich Fachpersonal. Wohnen und öffentliche Verkehrsmittel sind ab sofort ebenfalls kostenlos. Verwaltung der Armen- Kranken-, Behinderten- und Altershäuser, Mietwohnungen, Immobilien übernehmen die verschiedenen Räte in den Kommunen. Nahrung, Gesundheit, Ruhestand, Wohnen und Mobilität sind zutiefst menschliche Bedürfnisse und müssen dementsprechend besonders geschützt werden. Asylbewerber sind per se aufzunehmen und wie alle anderen mit Wohlstand zu überschütten. Finanzierung ergibt sich u.a. aus Punkt 2, 3 und 6.

8. Abschaffung der Atomkraftwerke zugunsten regenerativer Energien. Der Atommüll ist eine Bedrohung für alle kommenden Generationen und sämtliche Rohstoffe sind begrenzt, deswegen muss auf regenerative Energie gesetzt werden.

Umsetzung wäre noch dieses Jahr möglich, wenn die Antipartei existieren und über 50 Prozent der Stimmen erhalten würde.

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Trivialisierung des Lebens

Man ist auf ständiger Suche nach einem qualitativeren Ventil, welches einen aus dieser grausamen Welt entlässt, die ja vorallem Verletzungen, Enttäuschungen, Zurückweisungen, Hürden, Fallen und Schmerzen aufbietet, insbesondere wenn man sich zurecht finden will, wenn man normal und angepasst sein will. Wer funktionieren will in einer Welt des ständigen Konkurrenzkampfes, der permanente Vergleiche und Selbstdisziplinierung sowie -konditionierung aufzwingt, der also dem unerreichbaren Idealismus unserer modernen Gesellschaft entsprechen will, wo Leistung, Stärke und Jugendlichkeit mehr zählt als alles andere, der kann selbst bei großer Gesundheit nur irgendwann mit psychischen und physischen Schwierigkeiten und Erkrankungen rechnen. Die Vernichtung der Welt durch unser ökonomisches und politisches System fängt bei uns als bewusstlose Täter an, die als Arbeitnehmer glauben, einen sinnvollen Dienst innerhalb der Menschheit zu verrichten, auch oder gerade weil es ihnen soviel Kraft abverlangt und Schmerzen bereitet. Allerdings ist das ein Trugschluss, der keine Hinterfragung erfährt, weil man die Profitmaximierung der Ökonomie und Politik zu seiner persönlichen Sache macht, schliesslich fand bereits in frühester Jugend eine kontinuierliche Identifikation mit dementsprechenden Werten statt.  Diese Diskrepanzen zwischen eigener Empfindung und gesellschaftlichen Ansprüchen, die am ehesten noch in der Pubertät für die meisten Menschen gewahr werden, können dann nur noch als lästig empfunden werden. Denn man will sich gut fühlen und nicht den Eindruck haben, man sei nicht funktionstüchtig und damit nicht wertvoll oder liebenswürdig. Wer erinnert sich nicht an das Erlebnis schlechter Noten, Zeugnisse, Bewerbungsgespräche usw.? Wer weiß nicht wieviele Härten man im beruflichen Alltag überstehen muss damit man am Ende des Monats eine überlebensnotwendige Kapitalspritze erhält? Da schwindet das Herzblut bis zum Infarkt.

Damit das Erlebte ertragen werden kann, schafft man sich Ereignisse in denen man diese Konflikte, Entbehrungen und Schmerzen nicht mehr spürt. Wo einem nicht ständig angetragen wird unendlich mehr zu leisten, ständig verfügbar und flexibel zu sein und die eigenen Gefühle sowie charakterlichen Eigenheiten auszublenden. Am wolligsten fühlt es sich dann im Bereich des Entertaiments an, wo Filme, Fernsehen, Musik, Spiele und Partys  mit all ihren Genres und Facetten einem gewissen Unterhaltungsfaktor entsprechen. Filme bieten eine ideale Reflektionsfläche für die Träume und Sehnsüchte, die man im realen Leben nicht erfüllt sieht. Natürlich gibt es auch Dokumentationen oder Filme die mit einem gesellschaftskritischen Kontext aufwarten, aber sie gehen in ihrer Kritik oft nicht weitgenug und gefallen sich bloss in ihrer Position. Ähnlich im Fernsehen, welches aber gleichzeitig als Vergleichsvehikel dafür dient, was normal ist, was gesellschaftlich geachtet oder geächtet ist. Die systematische Sezierung  von adipösen Menschen bei Scripted Reality Shows, das aufgeblähte zelebrieren von Konkurrenzsituationen bei Casting- und Talentshows, die pseudointellektuellen Idealisierungen gesellschaftlicher Zustände in Talkshows, die entweder einen politischen oder boulevardesken Tonfall haben, bieten neben den ganzen Comedyformaten, die auch bloss mit billigen Klamauk die Isolation in der  Konkurrenzsituation und die daraus resultierende Seelenpein für ein paar Sekunden verdrängen sollen, also ein umfassendes Programm, um Ablenkung und Zerstreuung von einer Ordnung zu bieten, die die Menschen längst nicht mehr verstehen oder gar unter Kontrolle haben.

Die junge Generation führt es beim Zocken oder mit ihren trivialen Youtubevideos vor. Da wird zwar genau das reproduziert was ohnehin gesellschaftlich üblich ist, nämlich wer ist der beste Zocker, wer hat am meisten Erfolg in einem Game, allerdings wird der soziale Raum als wesentlich unproblematischer verstanden als es in der Realität wahrgenommen wird. Man konkurriert nämlich unter Freunden und es geht nicht um das Leben sowie dessen Qualität, wie im Berufsleben, sondern nur um den Spaß am gegenseitigen messen und ausprobieren. Dabei ist es auch egal ob etwas erschossen, zermetzelt oder konstruiert wird. Hauptsache man kann sich vom alltäglichen Leben distanzieren, welches einem eh immer nur über anonyme, abstrakte Herrschafts- und Machtverhältnisse dieselben absurden Anforderungen aufzwingt. Leute die süchtig nach Zockereien sind, wollen genau diesen Umstand permanent aufrechterhalten, weil sie eine massive Überforderung oder Ablehnung gegenüber der Schule, dem Beruf oder dem Privatleben empfinden, was ja auch seine Legitimität hat. Gesellschaftlich anerkannt und wesentlich gesünder wird dann das „Lets playen“ auf Youtube praktiziert, wo irgendein stumpfsinniger Müll über das eigene Gezocke als Tonspur drüber gelegt wird, und sich so mancher dieser daddelnden Erzähler einer hunderttausendfachen Zuschauerschaft erfreuen darf.  In Youtubevideos werden dann die Formate aus dem Fernsehen übernommen, trivialer Comedydurchfall wechselt sich mit Analysen über Schminke, Musik und Musik an sich ab. An Popularität erfreuen sich gerade jene, die besonders viel von diesem Müll fabrizieren. Alles was Abwechslung bietet, was technisch hochwertig ist, was sympathisch wirkt, wird also seine Fangemeinde finden, egal ob auf neuen oder alten Medien.  Die Partys sind Ausdruck der Vorstellung, man müsse sein Leben geniessen und als Selbstzweck feiern. Wer soviel jeden Tag arbeitet, der müsse sich auch etwas gönnen und etwas für sich tun. Dementsprechend tingeln vermutlich Millionen jedes Wochenende in die Hallen von Discotheken, Clubs, Bars, was auch immer, wo die Kehlen befeuchtet werden, nicht unbedingt um im Koma zu landen, aber um eine gewisse Druckerleichterung zu verspüren, wo man ebenfalls wie beim Zocken, beim Youtubevideos gucken, einen Abstand zum harten Alltag gewinnt, der dadurch natürlich keine nähere Betrachtung erfährt.

Was lässt sich also zu diesen ganzen Beschäftigungen letztlich zusammenfassend sagen? Die Freizeit wird mit besagten Zeitfressern befüllt, weil diese Aktivitäten sich nicht um den Großteil des eigentlichen Lebens kümmern und auch nicht um die alltäglichen Katastrophen, die darin und im beruflichen, schulischen Alltag angerichtet werden. Man lebt ein konformes Funktionieren im Getriebe der kapitalistischen Gesamtmaschinerie, erfreut sich sozusagen an den eigenen Fähigkeiten, die man durch die Entfremdung erarbeitet hat, trotz aller Verluste und Ängste, weil man nachwievor existiert, weil man mit Zweckoptimismus agiert, weil alle genauso funktionieren, und der Konsum von allerlei Produkten jeglichen Kot versüsst. Jeden Tag gibt es neue Songs, neue Filme, neue Clips, neue Clubs, neue Technik, neue Produkte, die einem die Mittel fürs Einrichten in ein unmenschliches Gefüge bieten sollen. Der Mensch verfügt nicht über sein Leben, er sitzt darin wie in einem Auto, welches aber der Kapitalmarkt und nicht er selbst lenkt, und empfindet den Blick aus dem Fenster als Freiheit, das betätigen der Hupe als Akt der Rebellion und die Wahl der Sitzfarbe als Individualität usw.  Der Antrieb dieses imaginären Mobils ist das Kapital, welches sich als Hauptantriebsfeder immer wieder den Planeten und den Menschen einverleibt, verdaut und auskotet, über seine Freude an der Konformität, seiner Identifikation mit seiner Sozialisation und Tradition, die ihm kein anderes Leben mehr vorstellbar macht, als das Leben im Kapitalverhältnis, obwohl er hier nur als Sklave und Diener fungiert, was er nur aushält, wenn er sich selbst verdrängt und gesellschaftlich erwünschte Rollen einstudiert und praktiziert. Die Reduktion des Lebens auf Leistung und Konkurrenz findet gerade im Freizeitverhalten seine wildesten Blüten. Blüten, die allerdings eher selten zu einer tatsächlichen Rebellionen gegenüber bestehenden Zuständen führt. Pubertäre Kämpfe führen kaum zu einer Selbstreflektion und Reflektion gesellschaftlicher Zustände. Vielmehr wird in der Mehrheit der eigene Zweifel, werden die ganzen alltäglichen Konflikte als Mangel der eigenen Persönlichkeit wahrgenommen, die unbedingt abgestellt gehören. Die Gläubigkeit in die Richtigkeit unserer Gesellschaft, trotz zehntausender Hungertoten täglich, trotz zigtausender Quadratkilometer Rodungen, trotz zig hunderter Arten die täglich ausgerottet werden usw, ist ein Zeichen für den Mangel an Aufklärung.

Auch die Kommunikation hat sich unlängst verändert. Da findet die Kritik an solchen Lebensinhalten keine größere Beachtung, einerseits weil die Präsentation nicht stimmt, andererseits weil es zu anstrengend geworden ist ein paar Absätze zu lesen, die einem nicht gleich Glücksmomente wie aus dem üblichen Konsum liefern. Die permanenten Herausforderungen in der Schule und in der Arbeit sorgen also für eine Ablehnung von Anstrengung im privaten Leben, weil die Belastungen gestiegen sind und die Reproduktion der eigenen Kräfte nur noch über möglichst große Abstandgewinnung in der Freizeit möglich ist. Der Erfolg des Fernsehens, von Hollywood, von der Gamingindustrie, der Musik, den Partys usw. erklärt sich aus dem Elend im beruflichen Leben bzw. in der Ökonomie. Man hat keine Zeit mehr, man muss ständig Weterbildung betreiben, und Sicherheiten nehmen eher ab als zu, da die Konkurrenz stetig wächst, weil sämtliche Nationen weltweit Anschluss am Weltmarkt finden. Demzufolge sind Exzesse wie das Komasaufen nur ein verzweifelter Versuch, Abstand gegenüber einer ökonomischen Realität zu bekommen, die einem immer weniger charakterliche Eigenheiten durchgehen lässt. Das Maß an Konformität, welches verlangt wird um höchste Profite erlangen zu können, nimmt also mit der wachsenden Konkurrenz zu, weil es eben immer schwieriger wird Produkte abzusetzen, ganz besonders dann, wenn Mitarbeiter nicht zielgerichtet arbeiten können. Der Mensch wirft sich in eine Ordnung hinein, die ihn und seine Umwelt widerum ins Chaos stürzt, weil sie ihn nur als Mittel für Profite benutzt. Ursprünglich dachte der Mensch einmal, er sei es, der von Profiten profitiert, das hat sich gewandelt.

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Gegen das Hundeleben

Man kann nicht sagen die Parteien und Konzerne seien allein verantwortlich, für die Katastrophen in Form von Hunger, Lohnabhängigkeit, Umweltzerstörung, Artensterben und so weiter. Wir alle als Individuen sind verantwortlich. Wir legitimieren Parteien mit unserer Wählerstimme, wir unterstützen Konzerne mit unserer Arbeitskraft und unserer Lebenszeit. Seit Jahrzehnten wird akzeptiert das die Zerstörung weitergeht. Auch jene die sich engagieren, ob in Parteien oder NGOs, haben die Rolle dieser Organisationen im System nicht begriffen. Keine Partei oder NGO kann den Kapitalismus stürzen, genausowenig wie die Steinewerfer und Bombenzünder. Wie kann man das auch glauben? Den Großteil des Tages verbringt man damit als Lohnabhängiger zu funktionieren, treibt also den Hungernden und sich selbst Messer in den Körper und ein paar Stunden in der Woche versucht man daraufhin mit Medikamenten diese Taten ungeschehen zu machen. So ist das Gewissen beruhigt, aber das sind letztlich nur Tropfen auf dem heißen Stein, ähnlich wie Spenden, die gewöhnlicherweise besonders zu Weihnachten populär sind, als ob es den Rest des Jahres kein Elend gäbe. Es ist nicht mehr als Soforthilfe, die die Ursachen der Probleme nicht beheben wird, ergo Sisyphusarbeit.

Es reicht nicht, sich lediglich beiläufig zu engagieren, man kann nicht beiläufig die Probleme der Menschheit anpacken oder begreifen. Es ist wie in jeder Sache, will man etwas lernen, muss man sich voll konzentrieren, will man etwas bewegen, muss man sich voll reinhängen. Ich kann auf keiner Ebene und in keiner Facette der Gesellschaft, so eine Haltung erkennen. Man verliert sich in Grabenkämpfe, spottet, höhnt und zelebriert sich als Aktivist, wie ein Fan eines Fußballclubs seine Gruppe oder seine Gedankenwelt und das obwohl von vorneherein klar ist, wie wenig daraus konstruktiv entstehen wird. Ja, es ist anstrengend seine ohnehin schon geringe Freizeit für die Lektüre von Theorie oder gewerkschaftliche Seminare einzusetzen. Es gibt aber keine Alternative. Wer tatsächlich leben will, wer wirklich das Leben feiern will, der muss nunmal erst die Arbeit erledigen, die hierfür die Grundlagen liefert. Wie kann man denn feiern gehen, während ringsherum Menschen verhungern, im Müll nach Essbaren suchen, auf der Straße leben und hinnehmen, das weder Parteien noch Konzerne seit Jahrzehnten keine Lösungen für diese Probleme finden? Wie kann man als Individuum so etwas zulassen?

Es darf sich nicht darauf verlassen werden, das die innere Ablehnung oder die geringen Stunden für andere Menschen ausreichen. Warum wohl sind Jugendliche heutzutage nicht erst seit Nirvana als Generation X bekannt, die keinerlei Begriff mehr davon hat, was sie empfindet, die auch keinerlei Träume oder Visionen verfolgen. Alles wartet darauf unerfüllt und unverstanden zu sterben. Seither hat sich nichts verändert, die Situation hat sich weiterhin zementiert und verschlimmert. Es mag Menschen geben die davon nie gehört haben, denen es nach eigenen Bekunden gut geht, die in einem wohlbehüteten Viertel mit entsprechend einfühlsamen, herzlichen und materiell unabhängigen Menschen groß geworden sind. Aber ich denke das ist eine absolute Minderheit, sowie der westliche „Reichtum“ eine Minderheit im Vergleich zur Gesamtbevölkerung bildet. Wir mit unseren Autos, mit unserer Großindustrie, mit unserer überflüssigen Verschwendung, die die Orientierungs- und Bewusstlosigkeit, die innere Leere und Verzweiflung beruhigen und verdecken soll, stecken tief drin im Mantra der falschen Versprechen von illusorischen Ideologien. Keiner glaubt das die Wahlen etwas positives bewirken, keiner glaubt die Konzerne bewirken etwas positives, und trotzdem ist immer noch genug Irrglaube da, um Jahr für Jahr, Tag für Tag exakt diesen Luftschlössern nachzujagen.

Offensichtlich muss die entfremdete Menge von Menschen in der Mehrheit sein, sonst hätte sie längst ihre Ketten gesprengt die sie davon abhalten ihr Leben tatsächlich zu entfalten. Kein Arbeitstag wäre länger als 4 Stunden und kein Mensch müsste mehr Hungern oder durch die Gewalt der Staaten und Konzerne sterben. Aber es ist uns zu anstrengend, zumindest der Mehrheit. Es lebt sich leichter, gewisse Illusionen aufrecht zu erhalten, gewisse Lügen ewig zu glauben, damit das Gewissen und die Sehnsucht nicht so sehr schmerzt. Man müsste ja wirklich etwas riskieren, man müsste tatsächlich seinen Job, seine Wohnung, seine Familie und Freunde aufs Spiel setzen, wollte man nicht mehr bequem funktionieren und in Sicherheit als Herdentier mitlaufen. Es kann keiner mehr hören, diese schmerzlichen Fakten. Tausende Hungertote täglich, tausende Tiere werden geschlachtet, tausende Quadratkilometer verseucht, vermüllt und vernichtet, Millionen haben kein sauberes Trinkwasser, Zugang zu Medikamenten oder Bildung. Man rattert das herunter und sagt: Es war schon immer so, warum sollte es sich ändern? Wir können nichts tun, wir sind nur einzelne arme Menschen, wir sind der kleine Mann, der nicht gegen die großen Konzerne und Staaten ankommt. Man kennt diese Phrasen die sich über Jahre als gewöhnliche Ablehnung sich selbst zu engagieren installiert haben.

Dabei haben wir bereits Grundlagen die wir nutzen können um uns zu befreien. Bürgerentscheide müssen ausgebaut werden, es braucht mehr Direkte Demokratie. Es braucht mehr Konzerne die ohne Chef und Profitmaximierung funktionieren, wie sie es in Frankreich bereits gibt. Es braucht mehr Menschen die klipp und klar sagen was in ihnen vorgeht. Es gibt viel zu entdecken und zu schaffen, sofern man den Mut hat die Freiheit, die uns allen gegeben ist, wahrzunehmen und einzusetzen. Wir sollten uns ein Beispiel an Nordafrika nehmen und unsere Demokratie und unser wirtschaftliches System verbessern. Parteien und Konzerne wandeln sich oder zerfallen je nach unserer persönlichen Einstellung und Vorstellung. Es muss nicht alles eine Ware sein, weder der Mensch, noch das Tier, noch die Umwelt. Wir müssen uns klar machen das es so nicht mehr weitergeht und entsprechend streiken, Alternativen erdenken die man daraufhin ausprobieren kann. Es ist legitim Häuser zu besetzen, wenn die Mieten und die Anzahl der leerstehenden Gebäude steigt. Arbeitslose sollten sich organisieren und mehr Arbeitslose fordern. Das Ziel einer Gesellschaft sollte nicht mehr Arbeit sondern mehr Freizeit sein. Es braucht mehr freie Zeit für die Dinge im Leben, die jenseits der Produktion irgendwelcher Güter funktioniert. Würde der Kapitalismus gestürzt, würden auch genug Hände für Nützlicheres frei. Ich kann für genaueres Horst Stowasser empfehlen. Wir sollten alle mehr Zeit für Kunst, Kultur, Liebe, unseren Nächsten und Hobbys haben. Es ist ein Hundeleben dem Profit hinterher zu rennen und gegen Menschen zu konkurrieren, mit denen man eigentlich ordentlich einen saufen gehen sollte.

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Radioaktiver Kapitalismus & menschliche Bedürfnisse

Wir sind seit unserer Geburt daran gewöhnt zu hören wie die Menschheit am Abgrund steht. Menschen verhungern, Kraftwerke und Industriegebiete vergiften und verstrahlen den Planeten, Verkehrsunfälle, Suizide, Morde, Vergewaltigungen, Korruption, Lug und Trug scheinen zu unserem Naturell zu gehören. Wir scheinen die Zerstörung zu brauchen, wir atmen die Abgase der Industrie, der Verkehrsströme ein und stossen sie mit einem Giftcocktail der Zigarette wieder aus. Wir sind umgeben von natürlichen und vom Menschen geschaffenen Gefahren. Teilweise hat uns die Entwicklung von Technologie und Wissenschaften vor so mancher Gefahr gerettet. Wir konnten die Pest, die Pocken, Aids und viele andere Krankheiten entweder fast ausrotten oder zumindest in Schach halten. Auch Krebs kann bei rechtzeitiger Entdeckung wirksam bekämpft werden. Wir können mit Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen weite Strecken überwinden, können mithilfe des Internets jederzeit in Echtzeit miteinander kommunizieren, wir scheinen zusammenzurücken und uns unserer Fehler und Probleme stärker als jemals zuvor ausgesetzt zu sein. Andererseits hat uns die Entwicklung von Technologie und Wissenschaft neue gefährliche Entwicklungen gebracht.

Tausende Waffentechnologien und keine Perspektive

Wir werfen hochmoderne Bomben aufeinander und haben innerhalb von Sekunden Bilder von zerfetzten Leichen und trauernden Menschen. Wir können zum Abendessen, nach der Arbeit, sehen wie andere Menschen sich den Krieg erklären, wir können sehen wer verliert und wer gewinnt, was die Staatengemeinschaft davon hält und wie sich alles im Kreis zu drehen scheint. Wir könnten theoretisch alles auf unseren 3D Fernsehern sehen. Mittlerweile werden jedenfalls Informationen und Bilder verstärkt zur Manipulation und Kontrolle der Massen eingesetzt. Vietnam war der letzte Krieg der ungefiltert betrachtet werden konnte. Was hört man schon von Afghanistan oder dem Irak? Ab und zu werden Tote, Aufstände, Attentate gemeldet, aber die tatsächlichen Zustände bleiben seltsam unbekannt und fremd. Was bewegt denn die Einheimischen und Soldaten? Wie sind die Perspektiven? Was will man denn wirklich verändern, um das morden zu beenden und eine Zukunft für diese Menschen zu ermöglichen? Es gibt keine Antworten. Es herrscht Schweigen, welches das Morden legitimiert. Man hat sich damit abgefunden. Es wird kaum diskutiert, mit viel größerer Begeisterung werden Waffen produziert.

Soldaten sind Mörder in unserem Interesse

Die Soldaten morden im Auftrag der Regierung und die Regierung hat vorallem die Rohstoffe und die internationalen Beziehungen im Blick. Gleichzeitig wird der Bevölkerung erzählt, wie tapfer sich unsere Soldaten für unsere Interessen opfern. Man redet uns seit Jahrzehnten ein was für Interessen wir haben sollen, für ebenwelche unsere Soldaten morden. Wohlstand, Arbeitsplätze und Sicherheit kosten Menschenleben. Es wäre besser wenn wir lieber alle arm, arbeitslos und schutzlos sein wollten, als einen Krieg zu unseren Gunsten zu akzeptieren. Aber dazu fehlt uns der Mut. Es fehlt auch der Wille sich anzusehen was auf diesem Planeten abgeht. Dieses fehlen von Empathie und Engagement ist das Ergebnis jahrzehntelanger Unterdrückung und Ausbeutung. Dies ist Ausdruck von Entfremdung und Bewusstlosigkeit. Wir sind wie Kinder, die von ihren Eltern geschlagen wurden und nun selbst schlagend durch die Welt laufen. Wir sind blind für die Bedürfnisse anderer Menschen und je blinder wir sind, desto heftiger schlagen wir zu. Die Regierungen bekräftigen uns darin, denn es stärkt die eigene Nation in ihren ökonomischen und politischen Interessen, während es andere Nationen und damit Millionen andere Menschen schwächt. Diese Schuld lähmt uns und je länger wir Regierungen und Konzerne gewähren lassen, desto schlimmer wird es. Wie sehen denn unsere Interessen aus? Brauchen wir wirklich jeden Monat neue Autos, Handys, Computer, schlicht Produkte? Müssen wir denn jeden Tag das Rad neuerfinden? Es ist doch eine horrende Verschwendung von Rohstoffen, Lebenszeit und Kraft Dinge zu produzieren die unser Leben entweder kaum oder gar nicht verbessern. Wer kann bestätigen das ein paar PS mehr im Wagen tatsächlich das Lebensglück erhöhen? Vielleicht kurzfristig bis es zu einem Crash mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kommt oder ein Rendezvous mit einem Baum passiert. Ist es nicht langsam Zeit ein wenig mehr Bescheidenheit zu leben um auch anderen Menschen ein würdevolleres Leben zu ermöglichen?

Es gibt seit tausenden von Jahren Krieg, Elend und Zerstörung, warum sollte sich das in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten ändern? Wir leben die Zerstörung und die Vergewaltigung des Planeten, mit all seinen Facetten und Lebewesen. Wir finanzieren als Steuerzahler die in aller Welt mordende Bundeswehr, so wie fast alle Menschen ihre Militärs unterstützen. Keiner kann das als eine gerechte Sache deklarieren. Mord bleibt Mord. Gewalt muss erneute Gewalt auslösen. Jeder kennt diese Weisheit, aber es führt zu keinerlei Konsequenzen. Es gibt keine konsequente Forderung danach, für Krieg keine finanziellen Mittel mehr beizusteuern. Man sieht nicht einmal mehr den ökonomischen Nutzen, der sich daraus speisen würde. Statt Geld in Waffen und Befehlsgewalt zu investieren, könnte man das Geld in Schulen oder Pflegeheime einsetzen, dort wo es tatsächlich Menschen hilft. Es liegt aber nicht in unserem Interesse, sagt die Regierung. Wer schützt uns denn dann vor anderen Nationen? Wir misstrauen unseren staatlichen Nachbarn, wie wir als Individuen gegenüber den eigenen Nachbarn, entweder Misstrauen oder Desinteresse praktizieren. Der sogenannte pädophile Maskenmörder und Vergewaltiger, der über Jahrzehnte Kinder in seiner Wohnung einlud, konnte vergewaltigen und morden, weil bspw. die Vermieterin sich damit begnügte, pünktlich ihre Miete zu erhalten. Alles andere war ihr „egal“, wie sie in zahlreichen Interviews betonte. So wie die halbe Nachbarschaft von dessen Neigungen wusste, so gleichgültig war es ihr auch, welches Leid sich daraus speisen musste. Sie hatten alle wohl besseres zu tun, zum Beispiel: Geld verdienen. Vor lauter ökonomischer Hetzjagd nach Anerkennung und Lohn im Job, verlieren die Leute die eigentlichen Werte völlig, falls sie sie jemals hatten.

Welche Werte steuern unser Leben und unsere Gesellschaft?

Dieses Desinteresse gegenüber anderen Mitmenschen, gegenüber anderen Nationen und Kulturen ist die eigentliche Gefahr. Daraus kommt das Misstrauen und z.b. die Unterstellung, der Islam sei eine gefährliche faschistische Ideologie, die jeden Ungläubigen brennen sehen will. Es gibt mittlerweile europaweit einen richtigen Trend hin zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, so etwas kommt nicht spontan oder von ungefähr. Die Angst der Leute ihre vertraute Welt könnte zusammenbrechen, nur weil andere Menschen mit anderen Vorstellungen zuwandern, ist ein deutliches Signal für deren geringes Selbstbewusstsein gegenüber ihrer eigenen Kultur, ihren Werten und ist darüberhinaus ein Attribut für die fehlende Weisheit ihrer Ansichten. Anstatt sich zu fragen, warum man gegen Moslems ist, nur weil es unter ihnen, wie in allen Denkrichtungen, Extremisten gibt, werden hunderte Millionen Menschen von vorneherein verteufelt und entmenschlicht. Sie werden wie die Juden damals auf Ratten und instinktgesteuerte Bestien reduziert. Dabei besteht in jeder Ideologie dasselbe Problem wie im Islam. Die Demokratie ist eine heilige Kuh, wer daran rüttelt ist ein Extremist. Beim Kapitalismus genauso, wer daran rüttelt ist ein Fanatiker, ein Träumer, Chaot, Kommunist, was auch immer, in jedem Fall Jemand, dem man misstrauen und bekämpfen muss, da er die vertraute Ordnung gefährdet und entsprechend einen Hinterfragungs- und Zersetzungsprozess der eigenen Ideologie und Vorstellungen antreibt. Es gibt überall diese knallharte Distanzierung von Andersdenkenden, überall bietet sich ein potentielles Konzentrationslager für Querdenker und Leute, die nicht so funktionieren wollen und können, wie es eben gerade im Zeitgeist und innerhalb der Nation/Glaubensgemeinschaft Vorschrift ist. Genau das erleben wir doch auch mitten in Deutschland, wie weltweit. Millionen Menschen sind arbeitslos, können nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, oder nur sehr eingeschränkt. Sie werden nicht gebraucht, sind quasi menschlicher Abfall, der der arbeitenden Bevölkerung lediglich als asozialer Parasit negativ auffällt. Das ein ranghoher Politker namens Westerwelle ungestraft die Verlierer und Ausgestoßenen dieser Gesellschaft als dekadent beschimpfen darf, obwohl er selbst ja die Dekadenz und der Parasit in Persona ist, und sie damit zu Freiwild erklärt, ist ein deutliches Zeichen für die dramatisch grassierende Bewusstlosigkeit und Ahnungslosigkeit der Bevölkerung.

Offensichtlich hat die westliche Welt keine ehrvollen Werte, denn seit Jahrzehnten wächst der Einfluss des Geldes, des Kapitals, der Gesetze des Marktes, die überhaupt nichts mit dem Wesen des Menschen und dessen Bedürfnisse gemein haben. Das was am ehesten noch zählt, sind die Interessen der Kapteileigentümer, was natürlich zum Nachteil der Lohnabhängigen sind, sie brauchen Geld um überleben zu können. Lohnabhängige und Kapitalisten stehen sich unversöhnlich gegenüber, solange der Kapitalismus nicht überwunden ist. Diese Wahrheit muss als Gewissheit in den Köpfen wachsen. Alles was wir mal als Anspruch hatten, wie z.b. die Nächstenliebe, trotz Kreuzzüge und Pädophilie im Christentum, schwindet aufgrund des tagtäglichen Konkurrenzdenkens und -lebens der arbeitenden, lohnabhängigen Massen. Niemand hat mehr Zeit für andere, geschweige denn für sich selbst, denn der Konkurrenzkampf wird immer heftiger, die Arbeit am Arbeitsplatz immer intensiver, jede Minute im Job muss maximal ausgeschöpft werden, sonst ist sie für den Arbeitgeber, für den Konzern, für den Kapitaleigentümer eine verlorene Minute. Und je mehr ausgebeutet wird, je intensiver rationalisiert wird, desto schlimmer wird es in der Zukunft werden. Wir versuchen uns daran genauso zu gewöhnen, wie wir uns an die Hungernden, Vergewaltigten und Unterdrückten gewöhnt haben, zu denen wir teilweise selbst gehören. Wir versuchen unser Los zu akzeptieren. Wir sind nunmal geboren um ausgebeutet zu werden und ab und zu mal zu wählen, wer uns ausbeuten darf und wer bestimmen darf, inwieweit das geschehen soll und geschehen darf. Kapitalisten und Regierungen arbeiten grundsätzlich Hand in Hand. Selbst wenn die Linke mehr gewählt werden würde, würde sich daran niemals etwas ändern. Diese Partei will wie alle Parteien an die Macht, an die staatliche Macht, an die Macht eines Staates der den Kapitalismus braucht und mit Gesetzen, Justiz und Gewaltmonopol legitimiert und durchsetzt. Der Wille zur Eroberung der politischen Macht, ist ein Glaubensbekenntnis für die Ausbeutung von Milliarden Menschen, für die Unterdrückung der Bedürfnisse und Wünsche der Weltbevölkerung. Im Grunde genommen kann man die Parteien, ähnlich wie Westerwelle und andere Politiker, als personifizierte Bewusstlosigkeit auf den Punkt bringen. Denn sie stossen der Bevölkerung, in Form von Gesetzen, die Säbel in den Leib, obwohl sie es verhindern könnten und eine Infragestellung und Umwälzung vorantreiben könnten. Entweder machen sie das bei vollem Bewusstsein, was man dann wohl nur noch als kriminell bezeichnen muss oder sie sind tatsächlich völlig ahnungslos was sie da eigentlich den ganzen Tag machen. Beides ist eine Katastrophe für die Lohnabhängigen, sie müssen sich endlich gegen diese Funktionäre des Kapitals wehren.

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Unserer Eltern sind Betrüger

Wir brauchen mehr faule, asoziale Arbeitslose und Asylanten! Bringt sie zu uns, gebt ihnen sofort und ohne Knebelverträge Brot, Wohnung und Geld. Sie sind unsere Brüder und Schwestern und verdienen ein würdevolles Leben! Jagen wir die armen Teufel der Politik und Wirtschaft davon, sie haben ihr Leben mit Lügen und Illusionen vergiftet, sie lehren ihren Kindern sich selbst zu vergiften und zu verleumden. Dies muss als Angriff auf den Planeten, die Tiere und die Menschheit begriffen werden. Ich verlange das sie gezwungen werden arbeitslos zu leben. Sie sollen in spätrömischer Dekadenz die Zeit haben, sich mit den wirklichen Bedürfnissen der Menschen auseinanderzusetzen. Sie sollen sehen wie Menschen verhungern, ertrinken und vergiftet werden, nur weil sie kein Geld haben, nur weil sie auf der falschen Seite des Planeten geboren wurden.

Der heilige Markt muss brennen, die Schulen, Konzerne und Parlamente müssen brennen. Deutschland muss angezündet und zerstört werden, es soll sich aus dieser Glut in unendlicher Güte Menschlichkeit erheben und blutige Massaker für immer verhindern. Hört auf Euch von der Peitsche des Kapitals züchtigen zu lassen, hört auf das Leben in militärischer Brutalität in Zeiteinheiten und Geldeinheiten zu pressen und hört auf als Ware zu funktionieren! Ihr seid keine Huren! Ihr habt Gefühle, Träume und Bedürfnisse! Kotzt Euren Eltern und Euren Vorgesetzten ins Gesicht, sie haben Euch belogen und betrogen! Sie waren es die Euch in dieses System und in diese Vorstellungen hineingeprügelt haben, mit Vorwürfen, Liebesentzug, Zeitentzug, Befehlen, Anschreien und Schlägen. Sie waren es die Euch behandelt haben wie Guantanamo Häftlinge, nur weil ihr freier wart als sie! Sie waren es die in ihrer unendlichen Stumpfheit Eure Seelen brachen! Ihr seid nunmehr nichtsweiter als seelenlose Konsumzombies und Kapitalsoldaten. Mittlerweile hasst ihr wieder Ausländer, Arbeitslose, die Schwachen und Ausgestoßenen, jene die es nicht geschafft haben sich restlos dem System anzupassen. Ihr seid das personifizierte Ekelpaket, welches schon Eure Eltern angetrieben hat Illusionen als Wahrheiten zu verkaufen!

Nun jammert ihr der Planet würde vergiftet, die Tiere würden nur geboren um von uns verspeist zu werden, man hätte ja keine Zeit mehr für die eigenen Hobbys! Oh, — wie seltsam! Dabei seid ihr es mit Euren schändlichen Taten, die diesen Wahnsinn und diese Katastrophen als gesellschaftliche Normalität etablieren. Wer kauft und verkauft denn all die Produkte die diese Zerstörungen anrichten? Wer macht sich keinerlei Gedanken darüber, was die eigene Lohnarbeit mit dem Planeten, den Tieren und den Mitmenschen anrichtet? Wer geht denn lieber saufen, ficken, konsumieren, anstatt zu reflektieren? Die Verantwortung liegt bei Euch und niemanden sonst, eure Eltern sind nun alt und klapprig oder selbst völlig erschöpft und verzweifelt, sie können gar nichts mehr, aber ihr könnt noch etwas bewegen, ihr könnt dafür sorgen Immigranten vor dem Ertrinken zu schützen, Hungernden vor dem Hungertod zu retten und Arbeitslose als die Vorreiter einer neuen Gesellschaft zu betrachten. Was wir brauchen ist nicht noch mehr Wachstum, sondern mehr Lebensqualität und die kommt nicht mit dem Kapitalismus, nicht mit der parlamentarischen Demokratie oder den diversen falschen Versprechungen die überall kusieren.

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Unser politisches und wirtschaftliches System ist unbrauchbar

Wenn man sich die Frage stellt, inwieweit unsere Demokratie noch funktioniert, so ist es vorallem wichtig sich nicht in Pauschalisierungen zu ereifern. Die Politiker lügen und betrügen, ja, aber nicht alle. Die Wirtschaft beutet aus, aber nicht nur. Die Wirtschaft hat uns in ihrer kapitalistischen Form materiellen Wohlstand gebracht, gleichzeitig ist dieser Wohlstand jedoch nur durch die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft möglich geworden, was ein hoher Preis ist. Wenn man davon spricht wie oberflächlich, krank und bewusstlos die Menschen sind, dann ist auch das nicht die volle Wahrheit. Vielen ist klar das die Demokratie konkrete Probleme nur punktuell und nicht sonderlich tiefgreifend löst. Atomkraftwerke werden nicht sofort abgeschaltet, weil ein Restrisiko besteht oder weltweit kein einziges Endlager existiert. Die Arbeitslosen und Hungernden dieser Welt bekommen keine Perspektive, keinen Job, kein Brot. Es gibt zahllose Problemherde die sich über Jahrzehnte und länger festgesetzt haben. Wahlen verändern daran nichts, warum eigentlich? Warum beutet die Wirtschaft Menschen aus? Warum wird Arbeit intensiver je mehr rationalisiert wird? Weshalb betrachtet man immer die anderen Menschen als Konsumzombies, ohne sich selbst einzuschließen? Es gibt hier ganz klare Verbindungen die nicht mit Vorurteilen oder wilden Verschwörungstheorien erkannt werden können. Die Politiker sind keine Übermenschen, die die Weltherrschaft an sich reissen wollen, um die Gesellschaft mit ihrem Gewaltmonopol für immer zu unterwerfen. In der Regel glauben sie einer guten Sache zu dienen, sie wollen das Gute, sie streben nach dem Guten. In der Wirtschaft denkt sich der Konzernleiter nicht haarklein aus, wie er seine Mitarbeiter noch mehr quälen und auspressen kann, um weitere überteuerte Konsumprodukte für den Privatgebrauch zu verwenden. In der Regel glauben auch die Bosse, einer grundsoliden guten Sache zu dienen. Wächst die Wirtschaft, gewinnen alle Menschen, ist der allgemeine Duktus unserer Ökonomie. Und was ist mit den restlichen Menschenmassen auf diesem Planeten? Sie wollen das beste aus ihrem Leben machen, es genießen und möglichst reich ausschöpfen, sodass sie am Ende sagen können, sie hätten wirklich gelebt.

Nun stellt sich natürlich die Frage: Was ist gut? Ist es gut sich bei den Wahlen zwischen Parteien entscheiden zu können, die sich inhaltlich immer weniger unterscheiden? Alle Parteien gleichen sich immer mehr an, weil sie alle, sofern sie in eine Regierungsbeteiligung geraten, vor der Realisierung ihrer politischen Inhalte, den Haushalt konsolidieren müssen. Daher müssen erst einmal die finanziellen Aspekte geklärt werden, bevor die Parteisoldaten die Gesellschaft bewusst gestalten können. Die Politik räumt dem Kapital also die größte Bedeutung ein, sie legt ihre eigentlichen Inhalte beiseite um die wirtschaftliche Funktion der Konzerne innerhalb der nationalen Grenzen zu gewährleisten und sicherzustellen. Da sich diese Aufgabe in den letzten Jahrzehnten durch die Krisen immer weiter verkompliziert hat, rückt sie immer mehr in den Mittelpunkt und füllt mittlerweile das Hauptaugenmerk der Politiker aus. Erst kommt die Ökonomie, danach die Ökologie, das Soziale, die Kultur und so weiter. Es gibt aber noch einen weiteren Punkt: Selbst wenn die Parteien ihre Inhalte besprechen und Stück für Stück umsetzen könnten, wird es immer Millionen von Menschen geben, die ihre Bedürfnisse als nicht befriedigt sehen müssen. Meinungen werden durch Parteien verpauschalisiert. Du willst sofort aus der Atomkraft aussteigen? Wähl die CDU, die will die Atomkraft auch abschaffen, aber eben erst in ein paar Jahrzehnten. Du willst keinen Krieg? Wähl die Grünen, die wollen auch keinen Krieg, aber nur solange er nicht wichtig für die Demokratie ist. Ständig werden konkrete Forderungen durch die politische Realität aufgeweicht und sogar ins Gegenteil verkehrt. Die Unterschiede zwischen Realität und Wunschvorstellung klaffen weitauseinander. Man sieht es bei jeder Wahl: Es wird alles versprochen was dem menschlichen Verstand logisch erscheint. Die Bürger gewinnen die Hoffnung endlich Erfüllung durch eine bestimmte Partei zu finden und dann, kaum ist die Wahl vorüber, wird beschwichtigend formuliert. Egal ob Steuern, Sozialsysteme, überall muss plötzlich ein Kompromiss gefunden werden, wie aus heiteren Himmel erscheint den Politikern die Lage viel schwieriger als noch vor Tagen oder Wochen. Man hat es auch in den letzten Wochen wunderbar am Beispiel von Kanzlerin Merkel erkennen können. Kaum explodiert ein Kernkraftwerk, hat sich für sie die Lage auf wundersame, plötzliche Weise verändert und Kernkraftwerke können unverzüglich abgeschaltet werden, was die letzten Jahre als Katastrophe für die Stromversorgung galt. Obendrein ist mindestens seit den 70ern klar, das Atomkraftwerke von Naturkatastrophen und Terroranschlägen heimgesucht werden können.

Diese üblen Verrenkungen finden deshalb statt weil Politiker eben ihre Prinzipien dem Kapital unterordnen müssen. Klar, es mag auch Politiker geben die das Kapital per se für eine gute Sache halten. Aber grundsätzlich müssen auch Kapitalismuskritiker in Parteien an der Regierung so verfahren, sonst können sie nicht regieren ohne das Land an die Wand zu fahren. Jedenfalls ist die Atomkraft vorallem deshalb so wichtig für dieses Land weil über Jahrzehnte enorme Summen durch den Steuerzahler verprasst wurden, und diese mit den horrenden Gewinnen der Konzerne über Steuereinnahmen zumindest teilweise und irgendwann zurückfliessen sollten. Daher erschien es Merkel sinnvoll die Verlängerung dieser riskanten Technologie zu beschließen. Natürlich ist ihr klar das jede Menge Risiken vorhanden sind. Helmut Kohl äußerte sich vor kurzem ganz ähnlich, Atomkraftwerke seien riskant, aber im Leben sei eben nichts ohne Risiko. Hier wird ganz offen mit der Sicherheit und Gesundheit von hunderten Millionen Menschen gespielt, um die Kapitalinteressen der Energiekonzerne und des Staates zu schützen und zu sichern. Es ist absurd eine solche Behauptung aufzustellen, denn Atomkraft ist ein Risiko welches vermeidbar ist, das Leben hingegen muss ertragen werden bis es sein Ende findet. Radioaktivität ist quasi eine menschliche Kopfgeburt die uns nun die saftige Landschaft in apokaylptische Wüsten zu verändern droht. Ich weiß nicht ob Merkel oder Kohl irgendein Prinzip haben, jedenfalls steht in der Partei CDU, welcher beide angehören, vorallem ein C für christlich bzw. das Christentum, für Nächstenliebe und so weiter. Wenn man mal von den Kreuzzügen, Hexenverbrennungen und allerlei mehr organisierten Wahnsinn absieht, dürfte es uns allen doch reichlich schwer fallen Millionen verstrahlte Menschen und Quadratkilometer als Ausdruck von innerster Menschenliebe zu verstehen. Daher ist ganz klar diese Irrationalität an der Kapitalismusgläubigkeit festzumachen. Die Politiker gehen ungefähr demselben bereits genannten Trugschluss nach, wie die meisten Konzerne und die darin aktiven Menschen. Sie glauben in der Tat, wenn die Wirtschaft wächst gewinnen alle Menschen.

Das Problem dabei ist aber das die Wirtschaft nicht unendlich wachsen kann ohne die Menschen, die Tiere und die Umwelt auszubeuten und zu zerstören. Es ist ein Grundübel dieser Wirtschaftsweise die auch nicht durch die oberflächlichen Lösungen der Parteien gelöst werden kann. Am schlimmsten sind Parteien wie die Grünen die einen ökologischen Kapitalismus, einen grünen Kapitalismus propagieren, einen Kapitalismus der von Fairtrade schwadroniert und Konsumbewusstsein. Genau auf der selben schlimmen Ebene bewegen sich Konzerne wie Google die die Arbeitsplätze zu Spielhallen und Erlebnisparks machen um noch mehr versteckte Arbeitskraft ausfindig und nutzbar zu machen. Fakt ist nunmal das die Profitmaximierung eine Notwendigkeit in unserer globalen Weltwirtschaft ist. Es gehört zwingend zum 1 mal 1 so wenig wie möglich für Dinge auszugeben die die Profite nicht erhöhen. Am besten sollte man als Unternehmer keinen Cent für die Umwelt oder die Mitarbeiter ausgeben. Mit der gesellschaftlichen Entwicklung und Bewusstseinsteigerung kam es aber immer wieder zu schweren Kämpfen und Auseinandersetzungen die es fertig brachten Umweltschutz und Tariflöhne als Norm zu etablieren. Aber auch das befindet sich immer zur Disposition. Die Zerstörung und Ausbeutung war immer auf einem viel zu hohen Niveau, nach einigen Fortschritten befinden wir uns mittlerweile in einer Situation die als worst case definiert werden kann. Schlimmer kann es zwar schon noch kommen, aber wir sind andererseits auch auf dem besten Weg dieses schlimmste Szenario möglichst bald zu realisieren.

Der Regenwald wird genauso wie viele andere Wälder in den USA, Russland oder China ohne jegliche Nachhaltigkeit wild gerodet, weil die armen Menschen keine andere Möglichkeit zum ‘Überleben haben, als eben durch den Verkauf von uralten wertvollen Holz zu völligen Dumpingpreisen. Überall wird auf diesem Planeten nach Rohstoffen gebuddelt. Egal ob es um Gold, Silber, Coltan, Kupfer oder Öl geht, der Hunger nach Rohstoffen ist unbegrenzt denn diese bilden die Grundlage für die Produktion von noch mehr Produkten, um noch mehr Profite daraus schöpfen zu können. Es gibt unzählige illegale bzw. wilde Minen, Kaffee- und Kakaoplantagen in denen Kinder und Erwachsene für Hungerlöhne ihre Gesundheit ruinieren. Auch ist es mittlerweile üblich das tausende Menschen auf Müllbergen nach verwertbaren Resten kramen um sich irgendwie ihr geschundenes Leben zu sichern. Auf der anderen Seite gibt es uns Westeuropäer, wir gehören noch zu den Gewinnern des weltweiten Kapitalismus. Wir stehen auf der vermeintlich richtigen Seite. Trotzdem tragen wir unseren Teil zum Heer der Millionen Arbeits- und Perspektivlosen bei. Es gibt tausende die auf der Straße leben, von den Ämtern aus Kostengründen keine Hilfe erhalten, gerade bei Suchterkrankungen und schweren Schicksalsschlägen die nur durch jahrelange Therapie zu bewältigen sind. Es gibt Millionen Menschen die in Hartz IV Verhältnissen ihr bescheidenes Dasein verleben. Sie versinken in Verzweiflung, Einsamkeit, Apathie, Lethargie, Traumatas, den Verurteilungen der Politik und der für die Profite arbeitenden Bevölkerung. Sie gehen zu der Treberhilfe, zu den Tafeln, kramen im Müll der Wegwerfgesellschaft, lassen sich auf Ämtern und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen erklären wie man zu arbeiten und zu leben hat. Sie mögen nicht verhungern, aber ihr Leben können sie nicht entfalten, genauso wie die Menschen die verhungern müssen, die keine Schule besuchen können, die an verunreinigten Wasser und heilbaren Krankheiten sterben. Ihr Leben ist umsonst geboren worden weil ihre Arbeitskraft nicht gebraucht wird. Und jene Menschen die das zynische Glück haben sich als willenlose Nutte auf den Märkten der Industriegesellschaften zu verkaufen ächzen unter den massiven Belastungen die das moderne Wirtschaftsleben mit sich bringt.

Ist ein gewöhnlicher Angestellter, ein Vorstandschef eines Dax-Konzerns eine willenlose Nutte des Kapitals? Selbstverständlich. Man könnte auch sagen das wir alle Kapitalsoldaten sind, oder hörige Gläubige des schnöden Mammons. Letztlich läuft es auf dasselbe hinaus, wir ordnen wie die Politiker als Wirtschaftssubjekte unsere Interessen und Bedürfnisse dem Kapital unter. Wir sehen im Dienst der Profitmaximierung auch die Befriedigung unserer Bedürfnisse, was eindeutig schizophren ist, denn immer weniger Geld für immer mehr Arbeit zu erhalten, kann nicht unser eigentliches Streben und im Interesse unserer Bedürfnisse sein. Warum aber machen wir es trotzdem mit? Es gibt außer dem sozialen Abstieg keine Alternative. Wer an der Gesellschaft wenigstens ein bisschen teilhaben möchte, der muss arbeiten, der muss sich verkaufen. Es gibt genug Menschen die sagen, Arbeit sei etwas positives. Wer arbeitet könne sich verwirklichen und gleichzeitig die Gesellschaft mitgestalten. Aber das ist eine illusorische und dreckige Lüge. Denn das Kapital bestimmt worin sich der Mensch verwirklichen kann, das Kapital sagt inwieweit eine Gestaltung möglich ist. Hast Du kein Geld kannst Du dir nicht Klamotten kaufen mit denen Du Individualität vorgaukelst. Bist Du nicht leistungsfähig, erhälst Du kein Geld und bist von Almosen der sogenannten Leistungsträger abhängig. Bei letzteren Beispiel wird Dir als Arbeitsloser sozusagen das Recht auf Selbstbestimmung genommen. Wir wollen unsere Firma nach vorne bringen, wir wollen das die Abläufe im Betrieb reibungslos funktionieren, wir wollen als Angestellte funktionieren damit wir stolz auf uns sein können. Wir leisten etwas und erhalten dafür Geld. Das sind die üblichen Glaubensbekenntnisse. Wenn man das ohne diese duckmäuserischen Phrasen betrachtet kommt folgendes heraus: Jeder Betrieb im Kapitalismus dient dem Kapital und damit auch alle seine Abteilungen und zugehörigen Angestellte. Alles wird präzise auf die Profitmaximierung abgestimmt. Jedes Bewerbungsgespräch belegt es eindeutig, der Personalchef guckt sich das junge Mädchen, das gerade aus der Schule kommt, genau an. Ist sie fleissig, ist sie zuverlässig, kann sie sich im Team einfügen, ist sie eine Person die zur Effizientsteigerung der Maschinerie beitragen kann? Das was in den Schulen schon mit dem lernen von Bewerbungsschreiben anfängt, nämlich das saubere pedantische Formulieren von wirtschaftlichen Fähigkeiten, soll letztlich im ausbeutenden Betrieb seinen vollen lebenslangen Ausdruck finden. Hat man es dann geschafft einen der begehrten Arbeitsplätze zu ergattern muss man sich 11 Monate des Jahres Tag für Tag stundenlang dem Profit unterordnen. Jede Tätigkeit im Betrieb ist darauf ausgerichtet möglichst schnell, ordentlich und kostenorientiert erledigt zu werden. Jede Pause, jedes private Gespräch, jeder Besuch auf einer privaten Homepage, jedes nicht begreifen eines betrieblichen Umstandes wird als Kostenfaktor betrachtet. Wer am Markt bestehen will muss seine Mitarbeiter im Griff haben, sie müssen sich täglich immer stärker an die Marktsituation anpassen. Sie müssen Kunden umgarnen und hinzugewinnen, Probleme unverzüglich mit Kollegen abklären und regeln, sie haben den ganzen Tag nichts anderes zu tun als Kosten zu minimieren und Gewinne zu maximieren. Kann man darauf als Angestellter stolz sein? Gestaltet man damit das eigene Leben so wie man es sich vorgestellt hat? Ist das die Realisierung der Wünsche, Träume und Bedürfnisse aller Menschen?

All das kann in den Branchen auf unterschiedlichste Art und Weise stattfinden, aber letztlich funktionieren sie alle nach dem selben Prinzip. Egal ob im Discounter als Verkäufer, oder als Mechaniker in der Werkstatt, oder als Manager in einer Bank, es gilt immer die Tätigkeit möglichst schnell, ordentlich und kostenorientiert zu erledigen, Kosten zu minimieren und Gewinne zu maximieren. Und unterm Strich sagen sich die meisten Menschen in der Wirtschaft, wenn wir hart arbeiten gewinnen wir alle. Das ist aber nicht korrekt. Selbst wenn sich alle anstrengen, ihre Arbeitskraft und Arbeitszeit voll ausreizen, bedeutet das am Ende nicht eine Steigerung der Konzernerträge und Löhne oder eine Entfaltung der persönlichen Bedürfnisse und Vorstellungen. Es gibt unzählige Faktoren die ich nun nicht näher schildere, ich sage nur wie es letztlich Tag für Tag als Resultat für uns alle daher kommt: Es gibt Gewinner und Verlierer am Markt. Genau dieses Prinzip sorgt dafür das Menschen ihre Jobs verlieren, Betriebe ihre Niederlassungen schließen oder ins kostengünstigere Ausland verlagern, das der Niedriglohnsektor wächst, Arbeitslose arbeitslos bleiben, Profite an Minderheiten weitergereicht werden. Die Verlierer haben eben laut der unsichtbaren Hand des Marktes versagt, egal wie hart sie gearbeitet haben, oder wieviel der Manager studiert hat. Der Markt hat immer Recht, er ist quasi das Medium des Kapitals, durch ihn spricht das Kapital zu seiner Glaubensgemeinschaft. Das Kapital ist in ständiger Bewegung und führt ein unkontrollierbares Eigenleben. Es wird teilweise von Politikern wie Horst Seehofer ehrfürchtig „Monster“ genannt, welches man „irgendwie im Griff“ haben müsse. Das Kapital sucht sich den idealen Nährboden für das eigene Wachstum. Wenn viele Millionen Menschen in Hunger, Elend, Arbeits- und Perspektivlosigkeit leben, ohne Chance auf nachhaltige Veränderung, während gleichzeitig weitere Millionen zu Dumpinglöhnen und mittelmäßigen Löhnen zehntausende Stunden pro Leben schuften, gibt es natürlich auch eine Minderheit die als Gewinnerseite betrachtet werden darf. Sie hat es geschafft sich entweder aus einer prekären Situation zu befreien und aufzusteigen, was recht selten ist, schliesslich können nicht alle gewinnen, oder ihre vermögende Situation weiter auszubauen, entweder durch kluge Finanzanlagen, Erbschaft oder verstärkte Ausbeutung im Konzern. Dies ist es was ein Karl Marx als Klassengesellschaft definiert hat und sie besteht nach wie vor. Während Milliarden Menschen kaum etwas verdienen trotz horrender Produktivität, verdienen einige wenige Menschen Milliarden von Dollar indem sie die Produktivität der Menschenmassen über das Eigentumsrecht ausbeuten. Die Konzerngewinne steigen, aber die Löhne stagnieren. Während auf der einen Seite des Globus horrende Reichtümer gefeiert werden, verrecken andere im Nichts. Dies ist der normale Wahnsinn im Kapitalismus. Dies ist die Marktwirtschaft die alle Parteien mit ihrer Politik unterstützen, die alle Konzerne mit ihrer tagtäglichen Betriebsführung fortführen und verschlimmern. Alle wollen das Gute machen aber mit ihrem Handeln aber das genaue Gegenteil. Jeder liebe Kollege, jeder nette intelligente Chef, ist ein Zerstörer dieser Welt.

Vielen Menschen ist diese recht einfache Tatsache nicht bewusst. Manchen ist diese Tatsache vielleicht eher bewusst als anderen und noch weniger Menschen sprechen das letztlich auch einmal aus. Daher erscheint es oft so als ob viele Menschen die Situation einfach akzeptieren und ihr Leben recht willenlos vergeben. Aber ich denke das die Unzufriedenheit und Skepsis schon immer recht hoch war. Kein Schulkind mag die Schule, schon aus reinem Instinkt. Das Leistungsstreben gehört nicht zu unserer Natur. Natürlich wollen wir uns ausprobieren und Dinge ausreizen, aber wir brauchen nicht zum Sieger gekürt werden um uns glücklich zu fühlen. Kein Angestellter, kein Boss mag seine Tätigkeit aus dem selben Grund. Es mag Ausnahmen geben, aber auch diese Menschen werden bestätigen müssen, dass sie den Spaß an der Arbeit verlieren wenn es nur noch ums Geld geht. Und das geschieht ganz automatisch weil der Konkurrenzkampf sich im Verlauf der ständigen Wiederholung der kapitalistischen Produktion verstärken muss. Kein Profit ist hoch genug und keine Rationalisierung ist rational genug. Alles muss noch schneller, noch besser, noch kostenorientierter gemacht werden. Alle Kosten müssen noch mehr minimiert und alle Gewinne müssen noch mehr maximiert werden, denn nur so kann das wirtschaftliche Überleben eines Betriebes gesichert werden und damit auch der eigene Job, die Familie, das gesellschaftliche Miteinander und die Teilhabe an der Gesellschaft. In der Wirtschaft arbeiten wir den ganzen Tag nur gegeneinander und die Politik legitimiert das mit ihrem Staat, mit ihrem Gewaltmonopol und der Justiz. Im Kapitalismus wird es immer Krisen geben denn wir sind als Menschen nunmal nicht perfekt. Wir sind endliche begrenzte Lebewesen und können daher der Profitmaximierung niemals gerecht werden. Die Rohstoffe gehen zu neige, das wird automatisch auch endlose Krisen für die jetzige kapitalistische Produktionsweise geben. Vielleicht kommt irgendwann der „grüne Kapitalismus“, aber das wird nichts an der Profitmaximierung und der Ausbeutung der Menschen ändern. Es werden weiterhin Menschen verhungern nur weil sie kein Geld haben, nur weil sie keine Arbeit haben. Die Massenmedien werden sich dieser Problematik weiterhin nur beiläufig widmen, schliesslich belebt es nicht gerade die Quote und den Konsum stetig die Hungertoten zubeklagen, auch wenn das dringend erforderlich wäre! Die Politik wird weiterhin vorwiegend darauf achten den Haushalt zu konsolidieren und die Wirtschaft als solche in die Zukunft zu führen. Eine grundlegende Veränderung wird durch die parlamentarische Demokratie niemals stattfinden, sie müsste quasi mit ihren Parteien über sich selbst hinauswachsen und bislang grundlegende Mechanismen und Machtstrukturen verlassen. Wir sehen anhand der letzten Jahrzehnte wie unmöglich es erscheint innerhalb der parlamentarischen Demokratie eine Überwindung des Kapitalismus zu realisieren. Denn leider ist der Staat elementarer Teil des Kapitalismus und verbietet sogar in seinen Gesetzen friedlich Veränderungen anzustreben. Wir können in der Politik schlussendlich wählen was wir wollen, die Entfaltung unserer Persönlichkeiten wird dadurch niemals realisiert werden können, damit ist der Hölle auf Erden weiterhin Tür und Tor geöffnet.

Das alles ist nicht richtig und kann nicht richtig werden. Wir dürfen das nicht mehr zulassen. Es ist wichtig dem eigenen Gewissen zu folgen. Lasst Euch nicht von Zeitfressern verführen. Das Fernsehen sendet auch gesellschaftskritische Beiträge, schaut lieber 3sat, Arte, Phoenix und Co. wenn ihr schon nicht völlig auf die Berieselung verzichten wollt. Es wäre zumindest ein Anfang. Macht kleine Schritte, nähert Euch vorsichtig Pionieren des antikapitalistischen und antiautoritären Denkens. Habt keine Vorurteile, keine Tabus, vertraut keinem Experten, keiner Ideologie, keinem Konzept das für alle funktionieren soll. Keiner hat das Rezept das uns alle heilen und retten wird! Der Weg unserer Zivilisation muss ein offener und experimenteller sein. Wir müssen jedem Menschen die Möglichkeit geben sich in dieser Gesellschaft frei und unkompliziert zu verwirklichen. Bislang stehen wir selbst uns im Weg weil wir einen Staat organisieren, legtimieren und dem Kapital folgen. Unsere Ohnmacht ist die Macht des Kapitals und des Staates. Wir sollten nicht akzeptieren das täglich tausende Menschen verhungern, Milliarden Menschen sich nicht verwirklichen können und der Planet immer mehr unbewohnbar wird. Es ist unsere Aufgabe den nächsten Bewusstseinssprung zu realisieren. Wir müssen dafür sorgen das nicht das Kapital sondern unsere Bedürfnisse die Gesellschaft regieren und gestalten. Wir müssen unsere Vorstellungen bewusst ergreifen und tatkräftig umsetzen und verteidigen. Niemand kann uns das abnehmen. Es ist daher erforderlich sich nicht in diesen Katastrophen einzurichten. Wer glaubt er könne glücklich sein zwischen Hungertoten, Müllbergen und verstrahlten Todeszonen der muss ein kranker, blinder Mensch sein, welcher dringend eine Psychotherapie benötigt. Wir sollten uns nicht mit den Rollen begnügen die aus reiner Tradition aufrechterhalten werden. Wir sind nicht einfach nur Angestellte, Schüler, Arbeitslose, Politiker, Manager, sondern grundsätzlich und zu allererst Menschen. Und als solche haben wir unseren Bedürfnissen zu dienen. Aber wie unsere eigentlichen Bedürfnisse aussehen muss erst noch auserkoren werden. Jeder von uns muss sich die Frage stellen was er zum Leben braucht. Ist es nötig 3 Fernseher, 2 Spielkonsolen, 10 Zigarettenschachteln, 2 Autos zu haben? Macht es glücklich im Büro sich von Kunden anschreien zu lassen? Ist es sinnvoll Arbeit nach den Profiten auszurichten? Ist es erforderlich den Politikern zu glauben, sie zu wählen obwohl man noch nie mit ihnen persönlich gesprochen hat? Es gibt etliche Möglichkeiten seine Bedürfnisse herauszufinden. Ich kann hier unmöglich eine Beschreibung darüber abliefern, es ist Euer Job oder vielmehr Dein Job, als Leser, als Mitmensch, als Zeitgenosse zu gucken was Dich reizt und belebt. Und ich bin sicher es ist nicht das unaufhörliche ausbeuten der Arbeitskraft für einen lumpigen Lohn, die Verschwendung der Lebenszeit mit unnützen Prüfungen in der Schule die nichts mit den Herausforderungen des Lebens gemein haben usw. Natürlich muss es eine Organisation geben in der wir uns auch herausfordern können, aber es sollte erlaubt sein das Leben mit faulenzen zu verbringen wenn es einen glücklich macht.

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Wir sind der Weltuntergang

Während man hierzulande nicht weiß was man tanken soll verrecken auf der ganzen Welt Menschen im Elend. Sie verhungern auf Müllbergen, ersticken an giftigen Elektroschrott aus sämtlichen Industrienationen, ersaufen auf dem Weg ins gelobte Land Europa und verkaufen ihre Körper an widerliche Scheißkerle. Und all das findet nirgends die dringliche Anklage und Bekämpfung wie es notwendig wäre. Weder in den Medien wird angeklagt das noch immer kaum Bewegung gegen all diese Entwicklungen herrscht, es wird weder in der Politik, noch in weiten Teilen der Bevölkerung irgendetwas getan was von irgendeiner Bedeutung wäre. Was wird getan gegen die Plastikinseln auf den Weltmeeren, die Rodungen der Wälder, dem Artensterben und die Betonisierung der Landschaften? Alles was man von den Leuten zu hören bekommt ist wie traurig das alles doch sei und wie wenig man dagegen machen könne. Es wird alles gleichgültig hingenommen und akzeptiert. Kinderarbeiter auf Kakaoplantagen? Auf Kaffeeplantagen? In Coltanminen? Shit happens, bissl Schwund is immer, die Welt dreht sich weiter und überhaupt: Wir haben alle unsere Sorgen und Probleme, was solls! Mich widert das dermaßen an, ich kann jeden Amokläufer zutiefst nachempfinden warum er die Waffe gegen seine Nachbarn richtet. Es ist zutiefst ekelhaft wie sich millionenfach zwischen all diesen Katastrophen ein nettes Leben eingerichtet wird. Überall züchten wir Fabriken in den Tiere massenhaft hingerichtet werden, in denen Menschen systematisch zu stumpfsinnigen Fachidioten abgerichtet werden, permanent wichsen die Leute sich einen auf ihr Äußeres, auf Oberflächlichkeiten, verlieren sich in Trends und Skandale die alle nichts wert sind! Es ist widerlich diese Routine und den Alltag zu spüren, die Sonne auf seiner Haut zu spüren, zu sehen wie die Leute Eis schlecken während die Bundeswehr in Afghanistan Zivilisten bombadiert, während Politiker das Land an Kapitalisten verkaufen, während die Schifffahrt die Atmosphäre verpestet. Die Leute leben als ob wir in der besten aller Welten leben. Sie haben geschluckt was große Parteien seit Jahrzehnten erzählen, sie haben geglaubt was die Eltern, Lehrer und Bosse dieser Welt erzählt haben. Arbeite hart und es lohnt sich. Lerne hart und es lohnt sich. Ja für wen denn, für was denn? Die Profite steigen, aber wer von uns ist glücklich? Die Welt versinkt im Dreck, die Ruinen wachsen, die Reglementierungen und die Repressionen steigen, aber schön das Bruttosozialprodukt hat ein Wachstum zu verzeichnen, na dann ist ja alles in Ordnung, gehen wir Kinder zeugen in diese verkommene Zeit! Widerlich, abscheulich, unerträglich! Wie kann man nur all das nicht sehen und nicht bekämpfen. Es geht mir nicht ins Hirn. Die Informationen sind offenkundig, man braucht sich nur hinsetzen und sie wahrnehmen, das ist alles. Es gehört kein großer IQ dazu, es gehört kein großer Charakter dazu, es ist bloss Zeit die man investieren muss um zu begreifen was schief läuft und was getan werden muss. Ist das so schwer? Wenn die Probleme gelöst sind könnt ihr Euch ruhig einen drauf runterholen wie geil Lady Gaga singt und wie scheiße Guttenberg ist. Letztlich wird die Lösung der Probleme aber nie eintreffen, denn dazu müsste man erstmal innehalten können. Und wer will das schon? Wer will sehen wie abgrundtief verdorben diese Welt geworden ist, nachdem wir sie jahrzehntelang vergewaltigt und benutzt haben wie einen wehrlosen Kinderkörper. Wir behandeln die Erde schlecht, weil wir uns schlecht behandeln, weil wir nicht wissen wer wir sind. Es ist eine ganz einfache Logik, jedes Kind weiß das was nicht stimmt. Geht endlich mal Eurem Gewissen nach oder wollt ihr später wenn nachfolgende Generationen fragen wie das alles möglich war, wie die Nazis sagen ihr hättet von all dem nichts gewusst?

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Sprengt die Konzerne, Parlamente und Nationen

Die Aggressivität als Ausdruck der Verlogenheit, Ignoranz und Verzweiflung ist in allen Lebensbereichen erkennbar. Ob auf dem Weg zur Arbeit/Schule auf den Autobahnen und Straßen, ob in den Schulklassen oder am Arbeitsplatz, der Krieg zwischen den Menschen gestaltet sich nicht mit Kugeln sondern mit Zielen wie man die eigene Karriere vorantreiben kann, wie man die Profite des „eigenen“ Unternehmens vorantreiben kann. Jede Minute am Arbeitsplatz oder in der Schule ist eine verlorene Minute, weil wir uns in dieser Zeit mit Dingen auseinandersetzen die uns das Leben nicht genießen lassen. Wem dienen die Noten, wem dienen die Banknoten? Kann man davon sprechen das sie uns allen mehr Glück, Ruhe und Genuss verschaffen? Fettleibige, Raucher, Drogenabhängige, Geldfixierte sehen nicht sonderlich glücklich aus. Was ist mit den Milliardären? Sind das die glücklichsten und besten Menschen? Sind das unsere Götter? Wollen wir nicht alle reich sein? Wenn wir es nicht wollen, warum setzen wir uns so unter Druck? Man wird auf die Erde geworfen, lernt seine Eltern lieben und versteht das etwas zwischen dieser Liebe steht. Nämlich die Angst der Eltern, das Kind wäre nicht gut genug, wird Probleme haben sich im internationalen Konkurrenzkampf durchzusetzen. Davon weiß man als Kind natürlich überhaupt nichts und versucht stattdessen instinktiv die Angst der Eltern, die selbstverständlich deutlich spürbar ist, mit eigenen Leistungen zu vertreiben und damit wieder Platz für die Liebe zu machen. Das Leistungsstreben der Leute, was von einigen verblendeten Menschen als Triebfeder des Fortschritts bezeichnet wird, ist nichts anderes als das Streben nach Liebe. Und weil keine Leistung alle Ängste auf Dauer vertreiben kann, gibt es kein „genug“. Wir sind immer gierig und hungrig nach der Anerkennung die wir in der Kindheit nie erlebt haben. Manche hatten Glück, keine Frage, aber der Masse geht es eindeutig anders. Warum sonst haben wir soviele Drogentote, Suizide, Depressive, Burnouts, Stresssymptome, woher kommt der Drang der Leute sich und andere zu belügen und zu betrügen? Warum sollte das uns in irgendeinerweise zu etwas besseren führen? Offensichtlich wird es nicht besser, die Müllberge wachsen am Land genauso wie auf See. Wenigstens krabbeln auf den Müllinseln der Weltmeere noch keine verdreckten Kinder ohne Perspektive herum. Ich verabscheue die Poliitk, mich widert das Bildungssystem an, ich kriege das kalte Kotzen wenn ich unser wirtschaftliches System sehe. Alles ist so strukturiert und gestaltet das man als mitfühlender und mitdenkender Mensch gebrochen wird. Alles ist normiert und erfordert Anpassung und ein zerstückeltes kurzsichtiges Weltbild und Empfinden. Wer will denn „Chicken Wings“, wer will denn Uhren mit Leder, die fiktive Uhrzeiten anzeigen, wer will denn überteuerte Fahrzeuge die einen von einer Wüste in die nächste bringen? Das müssen doch alles totale Vollidioten sein die soetwas mit Genuss kaufen. Aber ich will mich nicht herausnehmen, ich bin genauso schlimm. Ich kaufe auch irgendeinen Massendreck und vergifte mich und andere so effizient wie es nur geht. Hierauf habe ich stets mit Ekel und Abscheu reagiert, mein Ventil war Black Metal und ist es immer noch, aber ich bin dabei zu lernen. Widerlich wie die Menschen sich in den Katastrophen einrichten, achselzuckend Verkehrs- und Hungertote hinnehmen, anstatt den Verkehr einzuschränken und Essen zu verschenken. Anstatt das Ziel der Produktionsweise zum Wohl aller Menschen zu ändern, spalten sich die Menschen lieber auf, streiten sich um jeden Euro, gucken das sie möglichst schicke Klamotten dafür kriegen und holen sich einen darauf herunter. Als ob das alles irgendetwas bedeuten würde. Mich widert das unendlich an. Wie kann man Familien zeugen in so einer kaputten Welt? Gibt es einen größeren Akt des Wahnsinns? Aus meiner Sicht leben wir alle in Konzentrationslagern, nur sind wir Juden und Wärter zugleich. Wir peinigen uns mit Schlägen, hungern uns schlank, arbeiten uns kaputt und mit letzter Kraft werfen wir Nachwuchs zwischen Blut, Kot und Leichen. Da braucht man sich nicht zu wundern wenn sich die Geschichte wiederholt. Wir bestimmen die Regeln, aber wir bestimmen zurzeit lieber wer sie in welcher Form für uns macht und meckern hinterher wie falsch und hohl die Regeln und Regelmacher doch sind. Ja, die Ketten schmerzen, sie stumpfen uns ab, treiben Leere und Kälte in den Körper und die Seele, aber den Schlüsseln halten wir permanent in den Händen. Ganz ohne Metaphern: Die Parlamente aller Welt verwalten den Irrsinn und belügen uns nicht nur alle paar Wahlen. Wir glauben ihnen, lassen uns beruhigen, damit wir weiter in Ruhe konsumieren und arbeiten können. Klar, der Konkurrenzkampf wird stärker, die Gehälter stagnieren, während die Vermögen kleiner Minderheiten wachsen, wen interessiert das schon? Es muss ja irgendwie weitergehen. Keine Experimente! Bloss nicht! Es könnte ja etwas verändern, es könnte uns ja weiterbringen. Die Angst hält uns davon ab. Wir glauben nicht an uns. Wir glauben wir sind nicht gut genug für das Leben ohne Lohnabhängigkeit, ohne Parlament, ohne Parteien und Landesgrenzen. Wer braucht Führungspersonen? Wer braucht diese ganzen Affen die nur sich selbst helfen können? Hören wir doch auf diesen Lügen zu glauben. Wir sollten akzeptieren das nur wir selbst unsere Bedürfnisse erkennen und befriedigen können. Das muss organisiert werden mit möglichst wenig irrationaler dogmatischer Struktur. Wann werden wird den Mut haben die Minister und Bosse hinfort zu jagen, sie zu ganz gewöhnlichen Mitmenschen zu machen? Wann hören wir auf Angestellte zu sein, hören wir auf Schüler zu sein? Wann hören wir auf Leistungsdruck und Konkurrenzkampf als Naturgesetze zu verstehen? Ich will die Parlamente sprengen, ich will die Mauern in den Köpfen sprengen, ich will endlich frei atmen ohne Furcht vor Gift, Lüge und Zwietracht! Das muss doch möglich sein! Es ist unserer Pflicht, wollen wir eine Zukunft haben. Eine Zukunft die mit wirklichen Leben erfüllt ist. Einem Leben voller ereignisreicher Augenblicke. Was erleben wir denn in der Schule? Was erleben wir denn in den Konzernen? Graue Scheiße die uns alle erniedrigt und frustriert. Es gibt keinen Grund das länger hinzunehmen. Lasst Euch nichts anderes einreden! Organisiert Euch, diskutiert, protestiert und setzt neue Lebensformen durch! Demokratie von unten, Betriebe müssen solidarisch anhand unserer Bedürfnisse organisiert werden. Wir sollten auf Profite scheißen, genauso wie wir auf Noten scheißen sollten. Wen interessiert denn bitte sowas? Wo soll uns das hinführen? Wir sind hier um das Leben zu genießen und zu gestalten, nicht um uns mit krankhaften Perfektionismus und Bulimielernen zu missbrauchen. Rationalisierungen und Optimierungen sollten nur noch stattfinden wenn wir dadurch mehr Freizeit haben. Schulen sollten vorwiegen so organisiert werden das wir alle Spaß daran haben. Es gibt hunderttausende Möglichkeiten die momentan ignoriert werden!

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Wollen wir unser Leben wegschmeissen?

Wer mal in größeren Städten das Bad in der Menge erlebt hat, erhält eine Ahnung davon welche Möglichkeiten an einem vorüberziehen während man eifrig am Arbeitsplatz die immerselben öden Tätigeiten erledigt. Im Kampf gegen andere Menschen versuchen wir uns ein angenehmes Leben in Harmonie zu ermöglichen, dabei wird der offensichtliche Widerspruch zur alltäglichen Zerreisprobe und nicht selten zur lebenslangen Qual. Der Kapitalismus zwingt uns um die höchsten Profite zu konkurrieren. Es muss zwangsläufig Verlierer geben. Die Hungernden in aller Welt, Ausländer und Hartz IV Empfänger gehören zu diesen Verlieren genauso dazu wie kranke, schwache und Querulanten die nicht so funktionieren können oder wollen wie sie sollen.

Während wir also damit beschäftigt sind uns den Arsch für ein bisschen Anerkennung und ein bisschen Lohn für unsere überlebensnotwendigen Bedürfnisse zu erkämpfen, zieht das schöne angenehme Leben an uns vorüber. Wieviele Menschen könnten wir kennenlernen, umarmen, küssen und lieben, würden wir nicht an unseren Arbeitsplätzen zu geistigen Krüpeln getreten. Wieviele Orte könnten wir entdecken, wieviele Tiere beobachten und Abenteuer starten die unsere Seelen jubeln lassen, würden wir nicht den illusorischen Sprüchen der Politik und Wirtschaft vertrauen. Wir sind ohnmächtig, ängstlich, verzweifelt und orientierungslos. Wir lenken uns von dieser inneren Leere, diesem inneren Schmerz ab, indem wir zuviel Rauchen, zuviel Essen, zuviel Saufen und überhaupt zuviele Dinge tun die uns eigentlich nur schaden müssen. Darunter fällt auch das vögeln ohne Liebe, das shoppen ohne Verstand, die Produktion von Dingen die keinen glücklicher machen, usw.

Uns fehlt die Verbindung zu uns selbst und unserer Umwelt, dies ist durch das gesellschaftliche Umfeld und vorallem durch die Erziehung entstanden. Diese anerzogene Bewusstlosigkeit bringt uns dazu ständig gegen die eigenen Interessen zu agieren. Wir brauchen Liebe und kämpfen doch täglich gegen andere und uns selbst. Wir kämpfen um bessere Noten und Banknoten, fühlen uns nie gut genug, weil wir niemals das Signal erhalten endlich zufrieden sein zu dürfen. Leider sind wir diesen Leistungs- und Wettbewerbsprinzipien vollkommen ausgeliefert, da vor allem vorherige Generationen es versäumt haben für realistische Alternativen zu streiten und zu kämpfen. Wenn auch wir uns nicht dazu aufraffen können, wird es künftigen Generationen wesentlich schlechter gehen. Wir hätten eine weitere Chance vergeudet unser Leben aufrichtig zu genießen mit allen Möglichkeiten die uns begegnen.

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Geld oder Leben / Arbeiten oder Sterben

Ja, man hat recht wenig vom Leben wenn man in die Schule geht oder in der Arbeit sitzt. Viele Stunden verbringen wir damit zu funktionieren. Man verlangt von uns gute und sehr gute Ergebnisse zu erzielen, denn nur diese könnten zu einem besseren Leben führen. Dabei können uns gerade jene die diese Ergebnisse erzielen sagen wie wenig das stimmt. Es gibt niemals einen letzten Gipfel, eine letzte Herausforderung, einen letzten Erfolg also etwas derart herausragendes was nicht mehr getoppt werden kann. Es gibt immer neue Möglichkeiten, neue Aufgaben und neue Prüfungen die uns das Leben stellt bzw. die wir uns ausdenken. Insofern macht die Suche und das Streben nach Perfektion nicht automatisch ein besseres Leben. Eher ist es so, dass wir Gefahr laufen die wesentlichen Dinge des Lebens zu vergessen. Denn wenn wir derart beschäftigt sind Ideale zu erfüllen, wie es an den Schulen und Betrieben zu sehen ist, verlieren wir vor allem die Zeit das Leben zu genießen.

Ich kann sagen alle Menschen verloren zu haben die mir jemals etwas bedeutet haben. Nicht einmal meine Eltern verstehen mich, kennen mich und umgekehrt. Es ist ein absolutes Armutszeugnis. Wir waren die letzten 10 Jahre damit beschäftigt Ideale zu erfüllen, um Rechnungen bezahlen zu können. Vielen anderen Familien ergeht es nicht anders. Es gibt Streit um Nichtigkeiten, es gibt nur noch sporadisch an gewissen Tagen des Jahres, wie Weihnachten, Ostern und Geburtstagen, Treffen an denen man sich wenig zu sagen hat und Liebe ist wie das Gefühl von Geborgenheit vergilbt und fast zu einem Fremdwort verkommen. Wir haben viele Familiendramen, es gibt Gewalt, mit oder ohne Einfluss von Drogen, es gibt dieses wortlose nebeneinander Leben ohne sich zu küssen, leidenschaftliche Gespräche und Diskussionen zu führen. Diese Tage an denen man Fertigprodukte aus dem Discounter in die Mikrowelle schmeißt um möglichst wenig Zeit mit scheinbar unnützer Hausarbeit verschwenden zu müssen. Schnell wird Ablenkung gesucht im spielen von Computer- und Videospielen, dem sehen von Hollywood- und/oder Pornofilmen, dem lesen von spannenden Fantasyromanen, dem stemmen von Gewichten in Fitnesscentern oder massiven Drogenkonsum auf Partys und dem lecken von Mösen und Schwänzen deren Träger man oftmals noch weniger mag als sich selbst.

Wo führt es uns hin wenn wir so weiter machen? Es wird sich zuspitzen, ganz klar. Vielleicht in einem Bürgerkrieg, vielleicht auch nicht. Vielleicht wollen wir weiter diese verdeckten Kriege mit unsichtbaren Waffen kämpfen. Wir betrügen uns selbst wenn wir uns weiterhin an dieser Jagd und Hetze beteiligen. Wir können damit aufhören indem wir verstehen was wir wirklich brauchen. Es sind ganz einfache Stichworte die ich hier beispielhaft nennen will: Liebe, Geborgenheit, Ruhe und Humor. Was kann es denn wichtigeres und schöneres geben? Warum wollen wir das nicht vermehren? Warum lassen wir diese Zahlenspielereien nicht einfach los? Ist es nur die Angst Ablehnung und Isolation zu erfahren? Wir haben doch längst ein einsames und trauriges Leben durch die Jagd nach Schul- und Banknoten. Müssen wir uns denn erst wieder bis aufs Blut bekämpfen bis wir wenigstens ein bisschen umdenken? Lernt der Mensch nur wenn er in den Abgrund fällt? Wir geben die Antwort mit unserem täglichen Verhalten.

Es ist nicht leicht neben der Schule und neben dem Job neue Menschen und Lebensweisen kennen zu lernen. Lebenszeit ist wohl das höchste Gut was es überhaupt gibt, gerade dann wenn wir wie besinnungslose Zombies durch die Welt steuern. Es gibt wenig Raum für Alternativen. Eine der wichtigsten Fragen wird also sein, wie kann man mehr Zeit gewinnen für die wirklich relevanten Dinge des Lebens? Generalstreik an allen Schulen und Betrieben erscheint unrealistisch, weil niemand in der Lage ist so viele Menschen zu erreichen, auch wenn es durch das Internet theoretisch möglich wäre, wenn sich eine klare Agenda finden ließe die alle Menschen überzeugt. Ist es also die Aufgabe von uns, die einiges erkannt haben, diese Agenda zu formulieren? Oder führt das nur zu einer Diskussion die niemals enden wird? Vielleicht sollte hier gleich ein Ansatz einfließen, nämlich ein sehr wichtiger: Wir können Perfektion nicht erdenken, weil Denken und Wissen immer unvollständig bleiben wird. Wir können keine perfekte Agenda formulieren, die die Dinge sachlich richtig auf den Punkt bringt, weil es zu viele Faktoren zu berücksichtigen gilt. Offenbar ist das auch der Grund warum Parteien wie die Grünen und die Linke scheitern, – sie hatten gute Ideen, wollten grundlegendes reformieren, haben sich mit ihren Ansprüchen unheimlich viel auferlegt und sind kläglich darunter zusammengebrochen.

Wer also etwas verändern will muss verstehen das man die Menschen nicht überreden kann das Leben anders zu betrachten. Die Menschen müssen von sich aus lernen was ihr Leben so traurig und leer macht. Jeder einzelne Mensch muss seine eigenen Erfahrungen machen und daraus seine eigenen Bedürfnisse schöpfen und realisieren. Kein Staat, kein Betrieb und keine Schule kann das den Menschen abnehmen. Eine Pauschalisierung birgt den alten Geist der Idealisierung und damit der Sucht nach Perfektion in sich. Es darf also keine Agenda geben, es darf keine Parteien geben, es darf keine Schulklassen oder Betriebe geben die gegeneinander konkurrieren, sie haben alle ihre Berechtigung, sie alle sind irgendwie richtig aber auch irgendwie falsch. Wir sollten uns fragen wie wir die Gesellschaft in einen offenen Kreislauf bringen können, denn täglich kommen neue Menschen, also neue Möglichkeiten ins Leben und diese waren wir auch einmal, nur haben wir uns zu Betonköpfen entwickelt, die Aberglauben nachplappern, als wäre das die Wahrheit. Dabei gibt es keine Wahrheit, genauso wie es keine gerechten Kriege oder gerechte Politik oder Löhne gibt.

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Disharmonie & Entfremdung

Würde man das weltweite Budget für Militärs in Höhe von mehr als 700 Milliarden US-Dollar zur Verfügung haben, könnte man die größten Probleme der Menschheit lösen, egal ob Hunger, Krankheit oder Bildung, keiner müsste mehr am Mangel leiden. Dennoch verhungern täglich tausende Menschen, sterben tausende Menschen an heilbaren Krankheiten, bekommen hunderte von Millionen Menschen weniger oder gar keine Bildung, während wir hierzulande mit Übergewicht, Medikamentensucht, Hypochondrie und Bulimielernen zu kämpfen haben.

Diese Welt lebt in großer Disharmonie und Entfremdung. Wir kämpfen tagtäglich für Noten die uns nicht intelligenter machen und für Geld welches uns nicht reicher macht. Wir wählen Parteien die uns betrügen, arbeiten für Unternehmen die uns beklauen und konsumieren Produkte die uns betäuben. Wir haben die Freiheit CDU oder SPD, Arbeit oder Arbeitslosigkeit, Cola oder Pepsi zu wählen. Wir sind wie die Hungernden in aller Welt, denn wir hungern nach Geborgenheit und Liebe.

Aber wir sind mehr als nur suchende Hungernde, wir sind nicht nur Opfer einer primitiven kapitalistischen Verwertungsmaschinerie, wir sind auch Täter, die Funktionäre dieser Ideologie, denn mit unserer Ohnmacht ermächtigen wir Führer und Tyrannen, wir sind es, die die hungernden Kinder erwürgen. Wir sind die gierigen schmatzenden fetten Säue, die blind vor Wohlstand und Ideologie das Leben um uns und ins uns zertrappeln. Ekelerregende Zombies die trotz aller Mode, trotz aller Musik, trotz aller Verblendung gelegentlich Amok laufen, sich und andere zerfleischen.

Wir wissen nicht wer wir sind, weil wir seit Generationen vor uns und der Realität davon laufen. Dieser quälende Wettlauf ist das Ergebnis der herrschenden Meinung, die von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft maßgeblich geprägt wird. Uns wird von der Kindheit an eingeredet, wir seien nicht gut genug, wären nicht ordentlich genug, nicht schnell genug, wir würden dies und jenes nicht angemessen erfüllen. Das sind Leistungs- und Konkurrenzprinzipien die den Hunger in uns auslösen und den wir ständig durch Leistung und Kampf zu stillen suchen. All diese Aktivitäten liefern keine Ruhe, befreien nicht von der Angst, weil die ursächliche Quelle ignoriert wird.

Wir haben lange Zeit aufgehört nach der Wahrheit zu suchen und uns selbst zu erkennen. Solange wir uns belügen, betrügen und bestehlen lassen von diesen Prinzipien, werden wir krank bleiben, werden wir Täter bleiben, werden wir besinnunglos die Vielfalt des Lebens verwerfen, monoton und grau die Hebel der Unterdrückung und Ausbeutung an kommende Generationen weitergeben. Es ist an der Zeit zu Fragen was wir von unserem Leben erwarten, wie wir alle Menschen freie Entfaltung und Befriedigung ihrer Bedürfnisse ermöglichen können. Wir müssen Fragen wieso alle bisherigen Ideologien gescheitert sind und wie wir das Paradies auf Erden schaffen können.

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Ausbeutung & Unterdrückung ist nur durch Deine Bewusstlosigkeit möglich

Es herrscht immer noch Krieg zwischen den Menschen, egal ob als Nationen, Konzerne, Klassen, Gruppen zusammenfasst oder als Individuen innerhalb dieser Gruppierungen. Alle haben sich gewissen Plänen verschrieben. Es geht ihnen um Erfolg, Anerkennung und Fortschritt. Doch egal was erreicht wird oder nicht erreicht wird, generell sind die Menschen damit unzufrieden. Also folgen sie immer weiter Plänen die sie sich mit ihrem Verstand bzw. ihrem Ego erdacht haben oder die sie von jemand anderen eingeredet bekommen haben.

In der Schule wird damit angefangen den Menschen zu erzählen wie das Leben zu laufen hat. Es gibt keine Alternative und man darf als Schüler auch nicht einfach weggehen. Man muss zuhören, man muss mitmachen, man muss den Prinzipien und Vorstellungen der Lehrer, des Lehrplanes, der Eltern, der herrschenden Meinung gehorchen und sich dieser unterwerfen. Denn tut man dies nicht, wird man entsprechend bestraft, je besser man folgt, je mehr man aktuell geltende Ansichten des Zeitgeistes verinnerlicht und fehlerfrei widergibt, desto mehr Erfolg in Form von Noten, sozialen Aufstieg gibt es dann auch.

Diese Form des Forderns, Belohnens und Strafen, ist quasi überall Realität. Egal ob als Hartz IV Empfänger, Manager oder US-Präsident, Du hast Regeln zu folgen, Regeln denen wir uns unterworfen fühlen, Regeln die wir nicht selbst beeinflussen können. So hat man uns das immer eingeredet und entsprechend funktioniert die Welt. Tagtäglich herrscht Krieg zwischen den Menschen, sie kämpfen in Konzernen um Profite, um ihre Arbeitsplätze, um ihren Lebensstandard und am Ende des Tages gibt es immer einen Gewinner und einen Verlierer. Meistens sind es die Menschen die in den letzten Jahrhunderten generell die Verlierer waren. Die Menschen in der Dritten Welt haben schlechte Karten, weil bei ihnen Kapitalismus nie Sinn gemacht hat und sie ihn auch niemals praktiziert haben.

Man sagt die Afrikaner sind faul und selbst schuld an ihrem Leid, sie könnten sich ja etwas aufbauen und so weiter. Aber wären sie dann glücklicher? Sind wir denn glücklicher mit unserer „Zivilisation“? Was haben wir denn schon? Atomkraft, Waffen, Tiefkühlpizza, DSDS, Parteien die niemals das tun was ihre Wähler wollen, immer mehr Niedriglohnjobs, ich weiß nicht ob das alles Ausdruck von Fortschritt sein soll. Es gab wohl nie geistigen Fortschritt, nie Weisheit in der Schule, Politik oder Wirtschaft. Ich habe schon den Eindruck, dass man Konsumzombies braucht um Arbeitsplätze zu sichern, die Bevölkerung leichter kontrollieren zu können, damit der Status Quo weiterhin so bleiben kann wie er seit Jahrzehnten ist.

Während Milliarden Menschen verlieren, sich mit weniger bis gar nichts zufrieden geben müssen, bzw. es in vielen Fällen einfach zu lassen, weil sie sich nicht für die Probleme ihres Lebens interessieren und sich lieber mit Konsum und Vergnügen ablenken lassen, gibt es die berühmten „Oberen“ 10 000 die die Politik, Wirtschaft, Medien, Bildung etc. dominieren und maßgeblich beeinflussen. Soll das Demokratie sein? Soll das zum Glück aller beitragen? Wird das die Konflikte und die Kriege zwischen den Menschen, Nationen und Konzernen lösen? Bestimmt nicht und das ist sicher auch nicht das Ziel der Herrschenden. Teile und herrsche ist deren Motto.

Und solange die Menschen nicht ihre Bedürfnisse, ihr Verhalten hinterfragen, solange sie nicht hinterfragen warum sie soviel arbeiten müssen und immer weniger verdienen, während sie gleichzeitig immer mehr bezahlen müssen, wird sich alles nur noch mehr verschlimmern. Die Leute müssen an die Quelle der Probleme herantreten. Es ist der Verstand welcher nach Konflikten giert, welcher nach Erfolg und Anerkennung giert. Die meisten leben von uns in der Vergangenheit oder Zukunft, obwohl nur ein Moment zählt; nämlich die Gegenwart, das hier und jetzt. Wir könnten von einem Tag auf den anderen alle Probleme lösen, wäre das der Mehrheit der Menschheit bewusst. Wir könnten die Militärs auflösen, die Vermögen der Reichen nutzen, um den Hungernden Nahrung zu schenken, den Kranken Medizin zu schenken usw.

Diese Möglichkeiten werden natürlich in den Massenmedien, in der Schule usw. nicht angesprochen, denn das würde den Status Quo gefährden.

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Wieviel ist unser Leben wert?

Die meisten Menschen leben in einer Zelle, in einer Arbeitszelle dieser Gesellschaft. Fast jeder Tag wird der Arbeit geopfert, es wird dem Eigentümer gedient, der der eigentliche Herrscher des Arbeiters ist. Die Wirtschaft ist völlig undemokratisch und fern jeglicher Rechtssprechung. Aus Profitgründen wird die Arbeit unter immer weniger Menschen aufgeteilt, ganz besonders in den regelmäßig bzw. zyklisch auftretenden Krisen, wie aktuell. Immer mehr Menschen suchen also Jobs, damit sie ihre Rechnungen bezahlen können, aber die Jobs bekommen nur jene mit dem besten Lebenslauf, der besten Qualifikation, Flexibilität, dem besten Alter und so weiter. Gleichheit, ein Recht auf ein schönes Leben, für jeden Menschen, gibt es nicht.

Es gibt kaum noch Menschen die sich zwischen vielen Jobs entscheiden können, die ihnen gefallen, in denen sie sich entwickeln können, gleichzeitig gibt es immer mehr Jobs die schlecht bezahlt sind, ohne Leistungen für die Rente oder Versicherung. Unser Bildungssystem, welches in 3 Schichten eingeteilt ist, verschärft diese Zustände, auch wenn von unterschiedlichen Graden von „Begabungen“ gesprochen wird. Es ist allgemein bekannt: Schüler aus der Hauptschule werden sich immer im Dienst des Kapitals befinden, also ihr leben lang ihre Arbeitskraft für billige bzw. primitive Prozesse verkaufen müssen. Es gibt keinen Weg aus dieser Sklaverei für sie, denn sie werden niemals genug Kapital anhäufen können um aus diesem Kreislauf zu entkommen.

Es ist politisch so gewollt, dass eine gewisse Bevölkerungsgruppe generell arm & uninformiert bleibt, denn nur so bleiben sie kontrollierbar, so kann man sie für monotone, schlecht bezahlte Arbeit verheizen. Außerdem sind sie die idealen Konsumenten, da sie tendenziell am liebsten aus ihrem Leben fliehen möchten, sich von ihrer schlechten Lebensqualität ablenken wollen. Das funktioniert nicht immer, es kommt zu Drogenkonsum, Gewalt, psychischen, physischen Erkrankungen, Massenhysterie bzgl. Fußball, Sport allgemein. Die Ursachen dieser Probleme werden generell immer dort gesucht, wo sie definitiv nicht liegen. Siehe sämtliche Amokläufer der vergangenen Jahre, siehe die 1 Millionen Suizide jedes Jahr.

Politik wird als zu komplex befunden, nachdem die Massenmedien Jahrzehnte lang genau das, mit ihrer Verblendungstaktik, Desinformationsstragie, impliziert haben. Keiner kann die Politik verstehen, nicht einmal die Kanzlerin, so will man uns erzählen, während im Hintergrund die Fäden gezogen werden, für die nächsten Jahrzehnte der Verblendung, Unterdrückung und Ausbeutung. Die Wahlen sollen dem Großteil der Bevölkerung vormachen; ihr habt die Kontrolle! Doch in Wahrheit haben jene die Kontrolle, die am meisten Kapital und Einfluss in der Wirtschaft haben. Die Parteien dienen alle dem Kapital, das lässt sich auch an der Schuldenuhr ablesen, die Summe ist nur weitaus größer und wir, die Bevölkerung, schuldet diese Summe privaten Bankiers. Trotz wachsender Verzinsung, Zerstörung von Arbeitsleistung, fragt keiner ob das so sein muss.

Seit Jahrzehnten trifft die Politik Entscheidungen zugunsten der Wirtschaft, Überwachung, Rüstung, sie spricht von Terrorismus, notwendiger Verschärfung der Kontrolle bei Sozialempfängern, auf der anderen Seite haben wir tausende wohlhabende Steuersünder, immer mehr tote Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, immer mehr Arbeitslose, staatlich finanzierte Arbeitsplätze. Grundrechte werden aufgeweicht, weil die Zeiten ja so unfassbar hart sind, als ob früher alles besser war. Die Maschinerie der Desinformation ist gigantisch, mindestens so gigantisch wie die Maschinerie der Arbeit worin wir alle verheizt werden.

Was ist unsere tägliche Arbeit noch wert? Sie wird doch permanent unter wert verkauft und als Dankbarkeit hierfür ist man jederzeit ersetzbar, jederzeit kann man in den sozialen Abgrund gestoßen werden, an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, wenn man nicht den Vorstellungen des Marktes oder der leitenden Angestellten, bzw. der Kapitaleigner entspricht. Wo ist hier die Demokratie? Wo ist hier die Brüderlichkeit? Es gibt immer mehr Menschen die auf die Tafeln angewiesen sind, es gibt immer noch Tausende die verhungern und vermutlich Milliarden die sich mit der Situation einfach abgefunden haben, sich zufrieden geben mit ihrer minimalen Packung Freiheit bzw. sich desillusioniert mit Konsum und anderen oberflächlichen Kram von ihrem Leben ablenken.

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Es gibt keine Lösung für alle Probleme

Ja, die Zeiten ändern sich nicht. Es bleibt hart. Es bleibt aussichtslos. Es gibt immer weniger gut bezahlte Jobs, es gibt immer mehr Leute die diese Jobs haben wollen. Unser wirtschaftliches und politisches System wird dies weiter verschärfen. Viele jammern für sich allein, blicken nicht auf die Nachbarn, nicht auf die anderen Nationen, sehen nicht das große Ganze und fühlen sich entsprechend ohnmächtig, als hätten sie keine Wahl, als hätten sie keine Fähigkeiten positivere Veränderungen für alle Menschen anzugehen. Das Geld dominiert alle Lebensbereiche, ohne Geld kannst Du keine Rechnungen bezahlen, kannst dir keine Wohnung, keine Möbel, keine Bücher, Klamotten kaufen. Klar, der Staat gibt Dir ein paar Notgroschen, aber wer will die schon annehmen, gerade bei den Hetzereien gegen ALGEmpfängern? Jeder will lieber „auf eigenen Beinen“ stehen, das eigene Leben in die Hand nehmen und das eigene Glück mehren.

Aber es ist nicht möglich das zu tun, denn der Markt ist nicht fähig allen Menschen ein Chance zu geben. Ich habe es in meinem Blog schon ziemlich häufig beschrieben, wieso dem so ist. Die Realität sollte den Leuten zeigen das es so nicht weitergehen kann. Wenn es sich weiter verschlimmert, wie bisher, dann wird es bald schwere Konflikte geben. Konflikte die über das Jammern hinaus gehen, Konflikte mit denen selbst der Staat große Schwierigkeiten haben wird. Die Politik hat in den letzten Jahren immer stärker auf Wirtschaftsinteressen statt auf das Gemeinwohl gesetzt und wird für diese Politik bald den Preis sehen. Ich sehe quasi keine Firma die Vollzeitkräfte einstellt, Zeitarbeit, Kurzarbeit, 400 EUR-Kräfte, usw. alles eindeutige Zeichen wohin es in Zukunft weiterhin gehen wird. Wir werden uns demnächst wie in Amerika mit mehreren kleinen Jobs über Wasser halten müssen, es wird noch weniger Zeit bleiben das Leben zu genießen oder Fragen zu stellen, Antworten zu bekommen usw. Dieser Prozess beschleunigt sich immer mehr und es wird logischerweise mehr Konflikte geben.

Menschen die immer weniger Zeit für sich und ihre Leidenschaften haben, sind selbstverständlich gereizt, aggressiv, brauchen Ausgleich und so weiter. Wir haben Millionen Suizide bzw. Suzidversuche jedes Jahr, Millionen die an Depressionen leiden, Millionen mit schlechten Essgewohnheiten, Millionen die kaum Essen erhalten, Millionen die keine ordentliche medizinische Versorgung erhalten, Millionen die mit Billigjobs abgespeist werden und sich niemals ein Haus werden bauen können, Millionen die immer nur ihre Arbeitskraft auf dem Markt anbieten können und dadurch selbst zur Ware werden. Dagegen haben wir wenige Menschen die Milliarden auf ihren Konten haben, ganz wenige Menschen die ihr Geld arbeiten lassen und nur noch Luxusprodukte konsumieren, wenige Menschen die sich Inseln statt Häuser kaufen, wenige Menschen die die politischen Entscheidungen beeinflussen, wenige Menschen die trotz ihrer großen Vermögen allenfalls in Stiftungen investieren um Steuern zu hinterziehen. Vielleicht sind das alles nur Legenden, populistische Phrasen, aber es läuft offenbar real mehrheitlich so, sonst wären all diese Probleme doch gar nicht vorhanden.

Es wird gern behauptet die Reichen wären die Leistungsträger. Aber was ist mit den Kassierern bei Lidl oder den Putzen die die Büros reinigen, den LKW-Fahrern auf den Autobahnen, sind das keine Leistungsträger? Haben die nicht auch wesentlich mehr Geld und Entlastung mit ihrer täglichen harten Arbeit verdient? Die Methoden mit denen diese Leute um ihr Recht betrogen werden, sind gerade in den Massenmedien täglich einsehbar. Es wird ein Feuerwerk der Entrüstung ausgelöst wenn man die Systemfrage stellt oder an die Vermögen der „Reichen“ gehen will. Die sehen ihre soziale Leistung im erwirtschaften der Summen die sie teilweise nun auf ihrem privaten Konto haben. Ich sehe das völlig anders. Wer braucht schon mehr als 1 Millionen EUR auf dem Konto, besonders angesichts der Verhältnisse in der Welt? Wieso setzen sich die „Reichen“ nicht zusammen, gründen eine fette Stiftung und lösen alle Probleme? Offensichtlich sind sie daran interessiert egoistisch ihre Vermögen zu halten oder zu vermehren. Sie identifizieren sich nicht mit den Hungertoten, den Harz4-Empfänger, Zeitarbeitskräften usw. Vermutlich sind sie da nicht viel anders als viele andere Menschen, was aber nichts daran ändert dass das Bewusstlosigkeit ist.

Diese Bewusstlosigkeit erzeugt Gewalt, Mord, Ausbeutung, Zerstörung jedweder Form. Das scheiten jeglicher Ideologien, egal ob Sozialismus, Kapitalismus etc. ist begründet auf dieser Bewusstlosigkeit. Egal was sich der Mensch ausdenkt, denkt er nicht an andere, respektiert er andere nicht, wird das was er sich erdacht hat zur Qual für sich und andere.  Insofern ist es nicht notwendig sich Gedanken zu machen wie man die Gesellschaft grundsätzlich ändern „muss“ damit es besser ist. Es ist notwendig zu Fragen warum seit tausenden von Jahren die Menschen nicht in der Lage waren friedlich miteinander umzugehen und keinen zu vernachlässigen. Man muss mehr in die Realität gehen und beobachten wie es ist. Die theoretischen Vorstellungen können selten 1 zu 1 auf Milliarden Menschen übertragen bzw. aufgezwungen werden. Schliesslich sind wir alle Individuen mit eigenen Vorstellungen, Wünschen und Träumen. Niemand kann und sollte das irgendwem absprechen. Diese Welt sollte für jeden offen sein, jedem das Recht auf Leben und Glück von Geburt bis zum Tode ohne wenn und aber sichern. Es sollte keine Grenzen geben.

Es wird nie eine Lösung für alle Probleme geben. Keine Ideologie wird jemals das Leben von allen Menschen einschliessen können. Deshalb werden alle Parteien immer scheitern. Deshalb werden wir uns im Streit nur im Kreis drehen, während rings um uns herum die Leute verhungern oder ums überleben kämpfen. Das ist doch kein Leben! Jeder Mensch ist für sich und andere verantwortlich. Jeder Mensch sollte sich daher Fragen was die wirklichen Ursachen der Schwierigkeiten lokal und global sind. Hierfür gibt es keinen Plan oder vorgeschriebenen Weg. Jeder Mensch hat individuell für sich allein diesen Fragen nachzugehen, wenn er sich irgendwann einmal glücklich schätzen will. Man kann gerne sich mit Ideologien auseinandersetzen, aber man muss vorallem deren Grenzen kennenlernen und sich dann fragen warum es diese Grenzen gibt. Das menschliche Denken ist begrenzt, folglich sind alle Ideologien begrenzt und würden Konflikte produzieren, wenn man sie in die Realität übertragen wollte.

Wir haben heute dieselben Probleme wie vor 500 oder 2000 Jahren. Wir denken uns etwas aus und verlangen von anderen Menschen das sie dem folgen was wir uns ausgedacht haben. Und dann wundern wir uns das es Konflikte gibt. Es ist absurd. Die schwachen Leute gehören zu den Verlierern dieser Gesellschaft, immer noch, es gibt nur in den „reichen“ Ländern ein relativ schwaches Solidarprinzip, während in anderen Nationen die Menschen glatt verhungern oder auf Müllbergen versuchen zu überleben. Wie ist das möglich? Wie sind diese Entwicklungen möglich geworden? Warum werden sie nachwievor hingenommen? Wo sind die Proteste? Wo die Debatten? Wo sind die rebellischen Jugendlichen? Saufen die sich wirklich alle ins Koma? Es ist erschreckende Bewusstlosigkeit, produziert von einer Gesellschaft die sich in weiten Teilen selbst ignoriert. Dies muss in Konflikten enden, ich kann es gar nicht oft genug betonen!

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Menschen lügen, betrügen und lassen sich kaufen

Ehrlichkeit währt am längsten?

Nein, ist wahrlich nicht so. Wer einen Job will muss die Wahrheit gut verkaufen können und das bedeutet auch, diese Wahrheit in ein besonderes Licht zu stellen, also gewisse Sachen mehr zu beleuchten als andere, d.h. unangenehme, bittere Fakten wegzulassen usw. Kaufen und verkaufen, alles dreht sich um das liebe Geld. Die Leute wollen verarscht werden, weil sie ihr ganzes Leben lang schon verarscht wurden, – jene Menschen die ihnen plötzlich mit den wahren Fakten kommen werden ganz negativ und abscheulisch wahrgenommen, werden abgelehnt, bekämpft und schliesslich getötet. Der seit Jahrhunderten betriebene Selbstbetrug ist in den letzten Jahrzehnten vorallem auch durch die technologischen Errungenschaften in immer höhere, heftigere und dichtere Kämpfe getrieben worden. Was früher mal Entfremdung war ist heute die Identität von Milliarden Menschen. Kaum einer hinterfragt überhaupt noch den Gang zur Arbeit oder dessen Organisation. Kaum einer fragt wieso Merkel „Kanzler“ ist oder der eigene Chef so ein Tyrann ist und warum beide überhaupt über andere Menschen was zu melden haben obwohl sie die meisten nichtmal persönlich kennen. Allerhöchstens gibt es oberflächliche Sprüche darüber und das wars dann mit der „Rebellion“.

Diese Art und Weise wie wir leben ist pure Brutalität. Sie ist permanente Massenversklavung, Massenverblödung, sie ist Massenwahnsinn der als Normalität verkauft und gelebt wird. Ich weiß nicht ob es Dir schonmal aufgefallen ist: Du kannst Dir Frauen kaufen, Kinder kaufen, um sie zu ficken und/oder sie zu töten. Du kannst Dir Politiker, Wahlstimmen, Wirtschaftsbosse, Experten, Wissenschaftler und die Medien kaufen, um mit ihnen Geschäfte zu machen oder sie fertig zu machen. Und immer kannst Du dabei davon kommen sofern Du die „Grauzonen“ des Systems, also die Fehler, die Ignoranz und Dekadenz der anderen Menschen kennst.Wer das nicht verkraftet der wird in dieser Welt auch zugrunde gehen.

Wer nicht fähig ist sich in seinem Beruf entweder von vorneherein glücklich zu schätzen oder zumindest sich selbst als Mensch dabei völlig auszuklinken und einfach „nur den Job zu machen“, – der wird ganz einfach als überflüssiges Menschenmaterial betrachtet, welches die Sozialsysteme asozialerweise belastet. Wer es nicht erträgt jeden Tag, Wochen, Monate und Jahre lang dieselbe stumpfsinnige Arbeit auszuführen der sollte sich entweder umlegen oder versuchen „flexibel“ zu sein und sich neuzuorientieren, – auch wenn man in den meisten Fällen nur von einer stumpfsinnigen Scheiße in die nächste geraten wird. Es ist unheimlich schwierig, ja geradezu undenkbar in dieser grausamen ungerechten Welt überhaupt an soetwas wie ein idylisches Arbeitsverhältnis zu geraten!

Gelogen und betrogen wird überall und das hat alles eine jahrtausende währende Tradition. Alles was sich ändert ist die Fassade.

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Du kannst die Wohlfühldiktatur nicht ändern!

Seit Generationen zwingen wir uns gegenseitig innerhalb eines globalen Wettbewerbs gegeneinander um Profite, Gehälter, Karrieren, Status usw. zu kämpfen. Das Leben von uns, unseren Eltern, deren Eltern und deren Eltern und so weiter ist nichts weiter als ständiger Kampf, jeder ist der Feind und daher muss jedem Menschen misstraut werden.

Es gibt keine Alternative, die Alternativen sind gescheitert, wir können uns nur im permanenten Wettbewerb gegenseitig zerfleischen und alljene die dafür zu schwach sind oder das einfach nicht mitmachen wollen haben eben zu verrecken! Das ist Kapitalismus, das ist Marktwirtschaft, politisch u.a. durch unser demokratisches System, in welchem wir zwischen Pest und Cholera „wählen“, legitimiert.

Laut Ansicht von Generationen, also hunderten von Millionen von Menschen, ist die bestmögliche Freiheit in dieser Welt die Wahl zwischen Pepsi und Cola, die bestmögliche Freiheit ist 1 Monat Urlaub bei 11 Monaten Arbeit, ist 1 Milliarde Menschen in Hunger, während andere Menschen in ihrem Fett erkranken und erdrückt werden. Arbeit und Konsum die perfekte Harmonie auf dem Weg zur Freiheit! Alljene die das hinterfragen sind arbeitsscheue Schmarotzer die man zur Arbeit peitschen sollte!

Ist es nicht merkwürdig, wenn andere täglich 8, 10, 12, 14, 16 ja teilweise sogar 20 Stunden arbeiten und trotzdem nicht reich werden? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.

Ist es nicht merkwürdig, wenn andere innerhalb von 1 Jahr hunderte Millionen Euro verdienen, obwohl sie täglich sehr viel weniger Stunden arbeiten? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.

Ist es nicht merkwürdig, seit 60 Jahren Demokratie nur verwaltet, ignoriert und verarscht zu werden, statt befreit zu werden von menschlichen Illusionen, Gewalt und Ausbeutung? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.


Alles was meine Familie zu meinen Gedanken sagen kann: Das ist halt so. Es war schon immer so. Du kannst es nicht ändern. Mach etwas vernünftiges, geh arbeiten, so kann Dich immerhin keiner als asozial beschimpfen!

Aber gleichzeitig soll ich zusehen wie meine Familie und Milliarden andere Menschen sich zu tode arbeiten und kaum etwas vom Leben haben! Ich soll einfach so tun als sei alles so, wie man es mir von Geburt an vorgelebt und gelehrt hat. Ich soll versuchen ein glücklicher Sklave zu werden und Ausbeutung als höhere Gewalt, für die niemand verantwortlich ist, akzeptieren.

Man sagt mir ich wäre ein Träumer, Teil einer Sekte und ich soll aufhören mir einzubilden ich sei ein idealistischer Messiahs der das Paradies auf Erden schaffen kann. Soetwas bekomme ich zuhören wenn ich Zustände nicht ertragen kann und diese anspreche! Es scheint für diese Menschen eine Qual zu sein, darauf hingewiesen zu werden, dass sie ihre Möglichkeiten zur grundsätzlichen Veränderung der Gesellschaft nicht genutzt haben. Und damit meine ich ganz klar Revolution, damit verbundenen Generalstreik, Selbstorganisation in völliger Gewaltlosigkeit.

Politiker, Bosse, Bonzen müssen entmachtet werden und dazu gehört nunmal die völlig Auflösung der jetzigen Praktizierung der unterdrückenden Ideologien und Institutionen. Dieses muss natürlich friedlich geschehen, dieses muss mit dem entsprechenden Bewusstsein der Massen geschehen, sonst wird alles dahingehende weitgehend scheitern. Daher ist es dringend erforderlich Theorien zu entwickeln und in der Praxis zu erproben. Genau dieses tue ich in Berlin und werde dafür nicht einmal von meiner Familie gelobt oder unterstützt, – stattdessen diese Phrasen ich hätte durchgedreht und würde ja nur so leben weil ich faul wäre!

Dabei ist das völliger Irrsinn, – ich tue mir im Gegenteil sehr viel mehr Arbeit an als viele andere Arbeiter die sich brav in das Heer der Arbeiter einreihen, – denn ich kämpfe gegen sämtliche Fronten der Zivilisation, die durch die Ignoranz und Dekadenz entstanden sind. Keiner will seine Lebensweise hinterfragt haben, daher hat sich jeder einen gewissen Panzer zugelegt und diesen aufzulösen ist eigentlich eine Lebensaufgabe und bedarf unheimliches Wissen, Beharrlichkeit und Idealismus. Inwieweit man so überleben kann, erprobe ich gerade. Aber es ist alles andere als Faulheit, so zu leben. Es ist hochgradig unangenehm, aber notwendig, weil es keine Alternative gibt, als Aktivismus gegen diese Zustände! Und ich fordere jeden dazu auf, seine im Alltag aufkommenden Gedanken und Gefühle exakt wahrzunehmen, deren Quelle nachzugehen, vielleicht erhaltet ihr dann eine ähnliche Motivation wie ich.

Die Kriege zwischen Nationen, Konzernen, Haushalten, Individuen sind es die die Menschen reihenweise leiden und zerstören lassen. Diese Kriege beruhen zurzeit, also seit einigen Jahrhunderten, auf Ängsten, u.a. der Angst „zu kurz zu kommen“. Jeder fürchtet sich vor irgendetwas und braucht die Unterstützung anderer Menschen, auch wenn es um wesentlich grundlegendere Bedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Lebensraum und so weiter geht, brauchen wir die Unterstützung anderer Menschen.

Es ist doch absolut logisch das jeder Mensch gewisse Rechte hat, die ab seiner Geburt in Kraft treten und erst enden wenn er gestorben ist. Warum kämpfen wir nicht um diese Rechte und die Durchsetzung der Rechte? Warum nehmen wir unseren Schmerz einfach hin, – der übrigens vorallem aus der gesellschaftlichen Unterdrückung und Ausbeutung resultiert?

Kooperation statt Konkurrenzkampf, das ist mein Wunsch und meine Forderung an alle. Es gibt bereits Kooperationen, oft meist kapitalistischer Art oder vom „Sozialstaat“ ausgehend, – aber das sind rein oberflächliche Zugeständnisse die nicht ausreichen um das Leben tatsächlich qualitativ zu verbessern.

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Revolution ist vorprogrammiert

Wenn die Nutten Nachts nach „ein bisschen Spass“ fragen, dann ist das Normalität. Wenn sich die Strassenpenner um Pfandflaschen streiten, dann ist das Normalität. Wenn die Bonzen und deren Kidz überteuerte Designerware in Unmengen kaufen, dann ist das Normalität. Wenn die Studenten keine Zeit mehr für kritische, wissenschaftliche Reflexion haben dann ist das Normalität. Wenn die Touristen und Einheimischen besoffen von allerlei Substanzen durch die Straßen taumeln, pöbeln und kotzen, dann ist das Normalität. Wenn die Menschen aufgrund von Konkurrenz- und Wettbewerbsprinzipien wahnsinnig werden und keinerlei tiefere Bindungen zu anderen Menschen eingehen können dann ist das Normalität in Berlin, Deutschland und der Welt!

Wir sind gemeinsam durch unsere von Geburt an gelehrten und vorgelebten Vorstellungen geprägt, u.a. mit der Vorstellung das Leben sei ein ständiger Kampf. Kampf gegen schlechte Noten, schleche Arbeit, schlechte Bezahlung, schlechte Gedanken, Gefühle und Menschen. Diese Vorstellung hat uns alle zu Feinden und Konkurrenten gemacht. Wir misstrauen einander, wir betrügen, verletzen und töten uns gegenseitig, weil wir glauben es gäbe keine Alternative, der Mensch sei nunmal egoistisch. Dabei sind diese Taten und Vorstellungen nur Resultate (un)durchdachter Ideologien, die teilweise von alten Herrschern als Mittel der Unterdrückung formuliert und durchgesetzt wurden.

Wir Arbeiter, Arbeitslose, Schüler und Studenten werden absichtlich durch Wirtschaft und Politik unter Druck gesetzt, sodass wir kaum Zeit und Muse für kritisches Nachfragen finden. Trotz immenser Steigerung der Produktivkräfte arbeiten wir mehr als im Mittelalter. Obwohl wir aufgrund unserer jetzigen Lebensmittelindustrie 12 Mrd. Menschen sofort ernähren könnten, verhungern täglich tausende Menschen, bei einer Weltbevölkerung von 7 Mrd. Menschen. Wir verfügen über mehr Wissen als alle Generationen zuvor, sind besser vernetzt als jemals zuvor und dennoch gibt es Turbo-Abi und andere perverse Verkürzungen im Bildungssystem.

Wir werden mithilfe der künstlichen Verknappung, die Teil der kapitalistischen Grundordnung ist, in relativer Bewusstlosigkeit gehalten. Die Menschen engagieren sich immer weniger für ihre und die Rechte anderer Menschen mit der Begründung sie hätten keine Zeit. Sie haben deshalb keine Zeit mehr, weil der Konkurrenzkampf auf den Märkten immer härter wird und sie immer mehr Lebenszeit in Schulbildung, berufliche Ausbildung und Karriere stecken müssen, um sich ein halbwegs erträgliches Leben finanzieren zu können. Der Konkurrenzkampf wird stärker weil sich immer mehr Leute um immer weniger Gewinne streiten. Die Gewinne werden weniger, weil es keine bzw. kaum noch neuen Absatzmärkte mehr gibt und diese werden geringer weil die Welt und die Menschen begrenzt sind. Unser Kapitalismus mit all seinen Formen gerät so immer wieder mit der Realität in Konflikt. So wird es für unser System zum Problem wenn wir satt, glücklich und arbeitslos sind. Wir dürfen gar nicht frei von oberflächlichen Vorstellungen und Bedürfnissen sein, weil wir sonst das wirtschaftliche und das damit zusammenhängende politische System auflösen.

Verzweifelt werden Bedürfnisse kreiert die nicht befriedigt werden können um irgendwie Märkte, Gewinne zu generieren und das System so am laufen zu halten. Dabei bleiben Bedürfnisse auf der Strecke die nicht mit Geld befriedigt werden können. Unser parlamentarisch-demokratisches System ist ebenfalls unbrauchbar. Denn es verwaltet die Krisen nur, behebt sie aber nie, im Gegenteil in der Vergangenheit sorgte es selbst immer wieder für Krisen, weil deren Vertreter offenbar keinerlei oder nur gering die gesellschaftlichen Zusammenhänge und Bedürfnisse kennen oder kennenlernen wollten. Es liegt in der Natur des parlamentarisch-demokratischen Systems die Bedürfnisse der Menschen gegenseitig auszuspielen. Nur die Bedürfnisse mit den stärksten Vertretern werden gehört und teilweise befriedigt.
Deshalb machen unsere Politiker vorallem für die Wirtschaft Politik, denn diese verfügt über die nötigen finanziellen Mittel um Lobbyisten auf Politiker anzusetzen, Thinktanks oder Kampagnen zu bezahlen. Während „normalsterbliche“ Bürger nebenberuflich und ehrenamtlich hunderttausende Unterschriften zu einzelnen Forderungen sammeln müssen und meistens kaum Gehör finden. So geht es seit mehr als 60 Jahren.

Aber die menschliche Lernfähigkeit ist nicht aufzuhalten, Widerstand gegen diese stupiden Unterdrückerideologien und primitiven wirtschaftlichen Verhältnisse wird sich immer wieder vorallem zeitgleich zu den vorprogrammierten Krisen bilden. Diesen Fakt wollen zurzeit mächtige Politiker und Bosse nicht wahrhaben und spielen gleichzeitig sich und anderen vor, wir würden bereits jetzt in der besten aller möglichen Welt leben.

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Die Bestie Mensch & die Wirklichkeit

Heute und in den vergangenen Tagen habe ich immer wieder erlebt zu welch unfassbar schrecklichen Handlungen der Mensch fähig ist. Es gibt beispielsweise jemanden der mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung mithilfe von Drogen junge Frauen von sich abhängig und gefügig macht. Dabei ist dieser Jemand mindestens so verwirrt, traumatisiert und einsam wie die Person, die er für seine Zwecke benutzt. Die ständige Wiederholung dieser Taten zeugen von einer tiefen illusorischen Lebenseinstellung voller Leere und Kälte, – sie muss Chaos und Leid produzieren.

Ich begegne ständig zerstörten Menschen mit verlorenen Träumen und einer Unmenge an Ängsten. Ihre Unfähigkeit sich selbst zu heilen und die alltägliche Erfahrung keinerlei aufrichtige Unterstützung zu erfahren, steigert ihre Hilflosigkeit und die Sehnsucht nach vollständiger Vernichtung ins unermessliche. Andere Menschen hingegen erleben sich fast völlig verbittert und verspotten jegliche Ergebnisse menschlicher Aktionen, stossen sogar andere Menschen noch weiter in ihr Elend. Es gibt unfassbar viele Formen von Unfähigkeit, Ignoranz, Dekadenz oder einfach nur Zerstörung. Und die vernichtende Steigerung von all diesen Erfahrungen die ich gemacht habe, ist die Erkenntnis, dass all das systematisch organisiert und damit gewollt ist.

Wenn ich diesen Menschen begegne, dann erkenne ich sie als die logische Folge verlogener Vorstellungen die seit Jahrhunderten propagiert und gelebt werden. Damit sind vorallem die wirtschaftlichen und politischen Vorstellungen gemeint, denn diese hatten in der Vergangenheit vorallem das Ziel die Menschen in Bewusstlosigkeit und damit in Sklaverei und unter Kontrolle zu halten. Jene Menschen also die heutzutage einsam durch die Strassen taumeln, um zu Clubs zu kommen um sich zu besaufen, um zur Arbeit zu kommen um die Profite zu steigern oder permanent Beziehungskrisen nicht nur in der „Liebe“, sondern in Beziehungen zu allen Menschen Konflikte austragen, sind Teil der systematisch produzierten Bewusstlosigkeit der Eliten der vergangenen Jahrhunderte.

Und überdies haben sie diese Sklavenmentalität, diese Selbstzerstörung, Dank ihrer weiten Verbreitung in fast allen Ländern der Erde, fast vollständig verinnerlicht und begreifen diese als ihre Identiät und damit als Normalität. So wird es tatsächlich zu einem existenziellen fundamentalen Megaproblem die Idiotie zu stoppen. Es ist nahezu unmöglich die Menschen daran zu hindern dumme Scheiße zu machen, weil sie diese dumme Scheiße als Teil ihrer Identität begreifen. Sie können sich gar nicht vorstellen ohne Drogen Einklang und Wärme zu erfahren, sie können sich gar nicht vorstellen ohne Chef, ohne Hierarchie, ohne McDonalds oder Krieg zu leben. Dies ist das wahre Drama der Menschen. Dies ist die Abwärtsspirale in die sich die Menschen verliebt haben und es kostet sie alles was sie im Leben lieben und schätzen gelernt haben.

Sie sind Opfer und Täter und sie schaffen und zerstören. Es scheint so als sei dies die wahre Natur des Menschen. Es scheint als sei er seit Jahrtausenden zu nichts anderem mehr fähig und müsse das Paradies weiter vertreiben, statt es endlich anzunehmen. Was macht man mit einer Gruppe von Menschen die jederzeit am äußersten psychischen Limit agiert? Was macht man mit den Menschen, innerhalb dieser Gruppen und Cliquen, die andere, ohnehin schon verwirrte und traumatisierte, Menschen für ihre Zwecke manipulieren? Wieweit soll das noch gehen? Wieviel Schmerz müssen wir noch erleben um endlich aufzuwachen?

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3000 Jahre ohne Liebe

Politiker sind nichts besonderes, sie sind ähnlich wie die sogenannten „Reichen“ und Besserverdienenden nichts weiter als gewöhnliche Menschen. Und obwohl sie völlig gewöhnliche Menschen sind bestimmen sie über das Leben anderer Menschen. Mit welchem Recht tun sie das? Sie sagen sie wären die Vertreter anderer Menschen, die keine Zeit oder Lust haben ihre Bedürfnisse zu hinterfragen, zu erkennen, zu organisieren und zu befriedigen. Ich frage mich wie irgendein Mensch wissen kann was der andere Mensch braucht, obwohl er sich niemals mit ihm persönlich auseinandergesetzt hat? Wie kann ein Politiker, eine politische Partei, Angestellte in Konzerne, deren Bosse wissen was irgendein anderer Mensch wirklich braucht, wenn sie permanent nur über ihn reden aber niemals mit ihm? Sie können es nicht wissen, vorallem weil sie nicht einmal wissen was sie selbst wollen und genau hier beginnt der Selbst- und Massenbetrug!

Die Menschen betrügen sich und andere Menschen sobald sie die jetzigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse akzeptieren. Jeder treibt Tag für Tag, Euro für Euro die Zerstörung überlebensnotwendiger Grundlagen voran, solange er nicht die Verhältnisse, Vorstellungen und Verbote hinterfragt hat und aktiv bekämpft! Es ist dringend notwendig mit diesem vielseitigen Betrug aufzuhören, denn er tötet Menschen, Tiere, Umwelt, er zerfrisst sämtliche Gefühle, Hoffnungen und vernichtet deren Grundlagen! Jeder Mensch weiß selbst was für ihn am besten ist, dies kann niemand für ihn übernehmen. Bedürfnisse, Vorstellungen jedes einzelnen Menschen können sich jederzeit ändern. Das Leben an sich ändert sich ständig. Das politische und wirtschaftliche System ist unfähig diesen engen Kontakt in dieser hohen Geschwindigkeit zu halten und muss daher immer Millionen von Menschen ignorieren, zerstören und Konflikte produzieren.

Unsere Parteien sind nichts weiter als riesige gedankliche Fressmaschinen die alles für ihre Machtpolitik in sich hineinschlingen und nach einer Weile einen riesigen Haufen Scheiße namens Parteiprogramm ausdrücken. Wie sollen individuelle Bedürfnisse die sich ständig verändern mit einem Einheitsbrei der alle paar Wochen ausgeschissen wird schön und gut befriedigt werden? Es kann nicht funktionieren. Es ist ein Naturgesetz. Schon unsere körperlichen Sinne verhindern das unser jetziges politisches und wirtschaftliches System funktionieren kann. Schliesslich nehmen wir alles mit Verzug wahr, unsere Bedürfnisse und das Denken kommen danach, und erst spät können wir Muster, also Vorstellungen, Ideologien usw. entwickeln denen wir wie „Gewohnheitstiere“ folgen obwohl sie meist nicht notwendig sind. Es muss also Unterdrückung, Ausbeutung, Zerstörung, Ignoranz, Arroganz, Chaos und so weiter geben, weil dies die logische Folgen unseres Systems ist.

Wer braucht den Staat außer die Herrschenden? Wer braucht den Kapitalismus außer die Bonzen? Wer braucht die Kontrolle über die Massen? Es ist offensichtlich das wir von Geburt an ins Hirn gefickt werden, von Leuten die nicht wollen das wir eigenständige freie Menschen sind die selbstbestimmt und stolz täglich ihr Leben spontan mit einzigartigen Eigenschaften erfüllen. Wir sind Opfer der mehr als 300 jährigen Ideologie des Liberalismus. Wir – das sind die Hauptschüler, Realschüler, jene die die Schulen abgebrochen haben, auf der Strasse, in Squads leben oder in wirtschaftlicher Knechtschaft versklavt sind. Wir – das sind jene Menschen denen ständig eingeredet wird sie wären faul, dumm, primitiv, unbrauchbar, wertlos, schwierig, laut, unbequem, asozial und so weiter! Wer hat zu bestimmen wie man ist? Es gibt nur eine Person und das ist jeder für sich selbst! Was nicht heißen muss dass das im Chaos endet. Eine Abschaffung des Staats und der jetzigen wirtschaftlichen Verhältnisse mitsamt der Herrschercliquen führt zu einer freieren Menschheit im Sinne der Anarchie, also einer Ordnung ohne Herrschaft.

Die Menschen in den Schulen, in den Konzernen, in der Politik und auf den Strassen sind in den meisten Fällen unbewusste traumatisierte Wesen die darum ringen geliebt, akzeptiert und gestärkt zu werden. Die Menschheitsgeschichte war schon immer eine traurige, zerrissene, voller Kämpfe, Blut und Wut, aber wer sagt dass dies immer so weiter gehen muss? Wir bestimmen wie es weitergeht, wir bestimmen was man uns antut und was man uns nicht antut. Wir können uns organisieren, wir können unser Bewusstsein schärfen, wir dürfen das Leben genießen und müssen uns von niemanden sagen lassen es wäre falsch, egoistisch oder krank! Das jetzige System hat keine Berechtigung es ist gebaut aus Blut und Knochen, auf dem Rücken bewusstloser Sklaven die glauben sie seien glücklich, weil sie nie etwas anderes erfahren haben. Befreit Euch endlich aus Eurer Gedankenlosigkeit oder wollt ihr immer Sklaven bleiben?!

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Freiheit hat einen Namen: Anarchie

FREIHEIT – das ist ein viel benutztes und mißbrauchtes Wort. Alle nehmen es in Anspruch, sogar Nazis und StalinistInnen. Wirkliche Freiheit kann es aber nur da geben, wo es keine Herrschaft von Menschen über Menschen gibt. Das bedeutet also auch die Abwesenheit von Staat, Kapital, Geschlechterherrschaft (Patriarchat), Rassismus und Imperialismus in jeder Form. Frei ist nur, wer über sich selbst: sein Leben, seinen Körper und Denken, unbevormundet selber entscheiden kann. Dazu bedarf es des Wohlstands für alle: guter Kleidung, menschenwürdiger Wohnverhältnisse, ausreichend gesunder Nahrung, und des Endes des Zwangs zur Arbeit. Heute stehen wir zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit an der Schwelle eines Zeitalters, das diesen alten Traum möglich machen könnte. Ja schon heute bräuchte es keine Hungerkatastrophen und kein individuelles Elend auf Grund von Mangel mehr zu geben. Statt dessen leben wir in einer Welt, die schamlos von den Herrschenden aller Couleur ausgebeutet, zerstört und der Vernichtung anheimgegeben wird. Große Probleme unserer Zeit wie Umweltzerstörung, Hochrüstung und Kriegsgefahr, (Aus-)Bildungsnotstand, Arbeitslosigkeit und Hungersnöte, immer perfektere soziale Kontrolle, neuer nationaler Größenwahn allenthalben und rabiate Machtausübung, Frauenunterdrückung, Sexismus, Vergewaltigung und Massenmord, sprechen eine beredte Sprache.

Die „Freiheit der Menschen“ ist nicht zu verwechseln mit „der Freiheit der Männer“, als die auch manche Anarchisten ihre Lehre einseitig verstanden zu haben scheinen. Wir leben nach wie vor in einer patriarchalisch organisierten und beHERRschten Gesellschaft und Welt, in der die brutale Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen (und andersgesinnten Männern) die Regel darstellt.
Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, daß Anarchist(Inn)en sich an vorderster Stelle gegen die patriarchale Hierarchie auflehnen, die das stärkste und über die ganze Welt verbreitete System der Herrschaft ist. Wir alle haben es tief verinnerlicht. Männer und Frauen stehen ihren „Mann“ in der hierarchischen Pyramide und bewahren sie vor dem Einsturz. In den reichen Ländern, in denen wir leben, profitieren Männer und Frauen (in dieser Reihenfolge) vom Patriarchat. Viele Frauen ziehen jedoch auch in dieser Gesellschaft in der Regel den kürzeren, und werden zur ökonomischen Ausbeutung zusätzlich sexuell ausgebeutet und mißhandelt. Das trifft in doppelter Hinsicht auf ausländische Frauen zu, die darüber hinaus noch Opfer des allgegenwärtigen AusländerInnenhasses und Rassismus sind. Eine Reihe Berührungspunkte zwischen Feminismus und Anarchismus liegen somit auf der Hand. Es kann aber auch nicht der Sinn von befreiender Gleichberechtigung sein, wenn (Alibi)Frauen vom Typ Thatcher, Merkel, Breuel, Ciller etc. die Plätze der Macht einnehmen, die Geschlechterrollen einfach umgetauscht werden. Wir AnarchistInnen wollen den gänzlich freien Menschen, ohne Wenn und Aber, gleichberechtigt in jeder Beziehung, und das hört nicht beim sog. „Privaten“ auf, sondern gilt gerade und insbesondere da.

ANARCHIE IST OHNE DIE FREIHEIT DER FRAUEN
NICHT DENKBAR, schon gar nicht „machbar“, (Herr Nachbar …) !

Anarchie heißt auch nicht „Freiheit der Erwachsenen“. Kinder sind in dieser Gesellschaft als schwächstes Glied der Willkürherrschaft der Familien und ErzieherInnen ausgesetzt. Weltweit sind Kinder als Spielball ihrer Eltern und als Opfer verfehlter Erwachsenenmachtpolitik die Leidtragenden einer autoritären und ausbeuterischen Gesellschaft. Das gipfelt in Sklaverei, Vergewaltigung, Folter und Mord. Anarchie verwirklichen bedeutet vor allem, eine Zukunft für Kinder zu schaffen, die befreit ist von autoritärer Unterdrückung und Manipulation. Kinder sollen frei von Angst und Benachteiligung als kleine, ernstzunehmende Menschen aufwachsen und sich entfalten können. Für sie haben wir zwar Sorge zu tragen und ihnen auf Grund unserer größeren Erfahrung, Körperkraft und unserer materiellen Möglichkeiten unsere Förderung, Schutz und Hilfe zukommen zu lassen. Aber deshalb gibt es keinerlei „Besitzrechte“ an ihnen. Es sind nicht unsere Kinder, sondern zu allererst frei geborene und gleichberechtigte Menschenwesen, die ein Recht auf persönliche Freiheit, Unversehrtheit und das Erbe einer intakten (Um)Welt haben.

Unserem Selbstverständnis gemäß sind wir natürliche GegnerInnen jedes Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus. FREIHEIT HAT KEIN VATERLAND und niemand ist berechtigt, sich wegen seiner Herkunft oder Abstammung über andere zu stellen.
Von Religionen halten wir ebenfalls herzlich wenig, auch wenn wir sie als Privatangelegenheit tolerieren. Sie vernebeln die Hirne und machen die Menschen in Erwartung eines „besseren Jenseits“ regierbar. Autoritäre Pfaffenbonzokratien jeder Art „Religion“, mit ihrer in der politischen Machtentfaltung nur allzu sehr „weltlichen“ Geistlichkeit, bekämpfen wir ebenso wie jeden Staat. Kapital und Staat versklaven den Körper, „Kirchen“ – wie immer sie sich auch nennen – den Geist. Und wie wir sehen, gehen beide in Form der „Gottesstaaten“ die verderblichste Symbiose ein (Herrschaft „von Gottes Gnaden“, , Inquisition, „heilige“ Kriege, Scharia).

Wir setzen gegen Herrschaft und Unterdrückung uns selbst, das Individuum (das unteilbare Selbst) mit dem revolutionären Bewußt-Sein, die Welt ändern zu wollen und zu müssen. Wir setzen dagegen die Selbstorganisation aller freiheitlich denkenden Menschen und unser Eintreten für unsere eigenen Belange und Bedürfnisse, ohne sie auf Kosten anderer Menschen durchsetzen zu wollen. Wir setzen dagegen die alltägliche DIREKTE AKTION als subjektive und objektive Veränderung unseres Lebens im Großen und Kleinen, ohne institutionelle Umwege. Wir tun das Machbare. Wir versuchen das „Unmögliche“. Wir setzen gegen das verherrschte Jetzt den Willen jedes einzelnen Menschen zur größtmöglichen FREIHEIT.

WIR BRAUCHEN KEINE ANDEREN HERREN,
SONDERN KEINE ! (Bert Brecht)

Es gibt keine Patentrezepte, deshalb kann es bei uns auch keine perfekten Programme, keine FührerInnen, Dogmen und VorbeterInnen geben. Die Selbstorganisation ist nur möglich durch die weitestgehende Entfaltung, Mitarbeit und Selbstverantwortlichkeit der Einzelnen zusammen mit anderen, und ihren Willen, zu handeln.

Parlamentarismus in jeder Form ist im geringsten Fall die ständige Unterdrückung von Minderheiten durch die etablierte (teils äußerst geringe) Mehrheit. Darum lehnen wir auch diese Form der Oberherrschaft ab. Es gibt kaum ein Verbrechen, das noch nicht von sogenannten demokratischen Regierungen im Namen von „Demokratie“ und „Freiheit“ begangen worden wäre. Mensch denke nur an die „Vorzeigedemokratie“ USA. Sogar Hitlers NSDAP (nur ca. 30% WählerInnen 1933) ist von den (konservativen) Weimarer Demokraten 1933 ohne Not die Macht übergeben worden !!!
Wir wollen die Kompetenzen für uns behalten, die andere allzu bereitwillig weggeben und in die Hände derer legen, die sie schändlichst mißbrauchen. Ein ausgeklügeltes System von Gesetzen und Verordnungen sorgt dafür, daß hierzulande und anderswo die ehrlich revolutionärste Partei innerhalb kürzester Zeit zum Polster wird, auf dem die Mächtigen komfortabel ruhen. Selbstbestimmung jedoch gibt der Korruption keine Chance, denn wer bescheißt schon sich selbst ?!

Noch etwas zum guten Schluß: Wir haben keine Lobby und kochen auch nur mit Wasser. Freiheit ist auch nicht bequem und ungefährlich. Es liegt in der Natur der Sache, daß du dich schon selber aufraffen mußt, etwas zu tun, etwas in Bewegung zu bringen. Du kannst es! Wenn du also von jemand etwas erwartest, dann erwarte es am besten erstmal von dir selbst. Das ist ein guter Weg zu gemeinsamer Stärke und Vielfalt.

(Quelle: http://www.a-laden.org/anarchie.htm)

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Wie verdient man 700 Millionen Dollar in einem Jahr?

Stephen Schwarzman hat innerhalb der letzten 12 Monate über 700 000 000 Dollar verdient, so meldet es eine Nachrichtenagentur. Sein gesamtes Vermögen beläuft sich laut Forbes auf 3,5 Milliarden Dollar und gehört damit zu den 100 reichsten Amerikanern. Er ist damit nicht allein. Etliche andere Leute wie Lawrence Ellison haben über 500 Millionen oder Ray Irani mit über 200 Millionen Dollar eingestrichen. Die Liste liesse sich beliebig ausweiten, aber womit haben diese Menschen das verdient?

Schwarzman besitzt eine 31 Millionen Dollar teure Wohnung und diese hat er sich auch bitter verdient nach dem er so lange in Yale/Harvard studiert und in der Branche Türklinken geputzt hat.  Klar spendet er hier und da mal auch ein paar Millionen, er ist kein Egoist, ein bisschen etwas für das Kennedy Center oder die Republikaner insbesondere George W. Bush muss schon sein als Ausdruck der sozialen Ader.  Die Millionen Menschen in Armut wären auch keine profitablen Investitionen.

Die 700 Millionen Dollar hat Schwarzman wohl durch die Aktienbeteiligungen am Konzern Blackstone erworben und ist laut weiteren Medienberichten auch der Gründer des Konzerns. Nun möchte ich ihn nicht als einen schlechten Menschen darstellen, ich verstehe nur einfach nicht wie ein einzelner Mensch derart hohe Summen aus seiner „eigenen Leistung“ verdient haben könnte. Vielleicht ist das einfach die normale Logik dieses korrupten Systems. Die Leistung bzw. die Möglichkeit dieses Erfolges des Unternehmens war bestimmt nicht völlig allein durch die Leistungen des Herrn Schwarzman möglich. Was ist mit seinen Mitarbeitern? Was ist mit der Lage und Entwicklung des Marktes? Oder überhaupt mit den Vorstellungen aller Menschen? Das alles hat doch nicht er begründetet oder geleistet. Also welcher Mensch hat solche Berge von Geld verdient?

Ich würde mit einer normalen Anstellung selbst wenn ich 2000 EUR Netto im Monat verdienen würde, im ganzen Leben nicht über 2 000 000 EUR kommen. Habe ich nicht mehr verdient? Ist meine Arbeit oder mein Leben nicht gut genug? Wahrscheinlich ist es so, ich bin nicht außergewöhnlich genug, meine Arbeit wird nicht außergewöhnlich geschätzt, genausowenig wie meine Person oder Qualifikation. Ich habe nie in Havard studiert, war nie Sohn einer einflussreichen Familie. Andere Menschen wie beispielsweise Carlos Slim Helu besitzen 60 000 000 000 Dollar, Bill Gates und Warren Buffet 50 000 000 000 Dollar bestimmt haben sie einen Bruchteil davon wirklich verdient, aber die gesamte Summe die sie tatsächlich besitzen?!  Diese Leute wissen nicht einmal wohin mit all dem Geld, investieren es meistens wieder in irgendwelche Konzerne damit es weiter wachsen kann und so weiter.

Ich weiß nicht wie man das verdient, ich kann nur ahnen wie wenig es die Leute die bereits derart viel Geld besitzen verdient haben. Wären diese Menschen ehrenhaft und würden sich wirklich für die Belange aller Menschen interessieren würden sie 99% des Kapitals welches sie besitzen in Dinge stecken die nichts mit Profitsucht zutun haben. Was ist mit den Leuten in Sozialberufen, diese Menschen sollten am meisten verdienen denn diese handeln aufopferungsvoll oder liebevoll tagtäglich in ihrem Beruf für andere Menschen damit es ihnen besser geht. Die Erzieher, Lehrer, Krankenschwestern, Altenpfleger und so weiter sollten am meisten verdienen weil sie der Gesellschaft am meisten geben.

Was gibt ein Unternehmer wie Schwarzman schon der Gesellschaft? Er peitscht doch nur die Industrialisierung dieser Gesellschaft voran und diese Industrialisierung wird spätestens dann zusammenbrechen wenn sämtliche Rohstoffvorkommen versiegen. Solche Leute sind nur deshalb erfolgreich weil sie am stärksten die Oberflächlichkeit des Profit- und Geschäftsstreben verinnerlicht haben und oben drein natürlich entsprechende familiäre und finanzielle Hintergründe haben. Das bedeutet nicht das diese Menschen sehr vielen anderen Menschen besonders gut tun, geschweige denn der Umwelt usw. Warum verdienen sie trotzdem soviel Geld? Weil die gesamte Gesellschaft oberflächlichen und illusorischen Vorstellungen nachrennt, das ist alles!

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Wir leben in dunklen Zeiten

In den Konzernen, Märkten und Köpfen der Menschen herrscht Krieg. Die Menschen betrachten sich als Konkurrenten. Es geht um Geld, Macht, um langfristige Perspektiven, einen Platz in der Geschichte, bestenfalls um die eigene Familie. Egal ob in der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Religion oder anderen großen Bereichen der Gesellschaft überall scheinen lauter kleine bis größere Kriege zwischen den Menschen oder in den Menschen zu toben.

Wir arbeiten täglich viele Stunden, setzen uns großem Druck aus und haben wenig Zeit für uns nur um im Konkurrenzkampf etwas Geld zu verdienen. Für uns ist das selbstverständlich weil unsere Eltern, Verwandeten, Bekannten, Freunde und eigentlich alle die wir kennen es uns so vorgelebt haben bzw. so ähnlich leben.

Wir fragen nicht warum wir uns Geld verdienen müssen, obwohl wir unser Leben geschenkt bekommen haben. Wir fragen nicht warum wir trotz des gesellschaftlichen Fortschritts jährlich ca. 1 Millionen Suizide weltweit haben. Wir betrachten Burnout und andere psychische Erkrankungen wie Depressionen nicht als systembedingt, auch wenn man diese Störungen in den Massenmedien bereits als „Volkskrankheiten“ bezeichnet. Genausowenig wie wir Fettleibigkeit, Verkehrsunfälle, Tote bei Schiessereien oder Mord an Menschenrechtlern als Opfer des Fortschritts betrachten. Wir fragen nicht warum in der Schule die Schüler nicht auf das Leben sondern auf das System vorbereitet werden. Wir fragen nicht warum die 374 größten transkontinentalen Unternehmen, die von Standard and Poors Index aufgelistet werden, finanzielle Reserven in Höhe von 555 Milliarden Dollar besitzen und diese Geldberge nicht an die Gesellschaft selbst zurückführen. Wir fragen auch nicht warum die über 8 Millionen Dollarmillionäre die wir auf diesem Planeten haben ihre Geldberge horten und nicht den Hungernden oder der hart arbeitenden Arbeiterklasse geben.

Ich könnte endlos derart fortfahren und begreife durch diese unzähligen Aspekte dieser „zivilisierten Welt“, dass wir nach wie vor in einer Art Mittelalter leben in der Aufklärung immer noch ganz stark notwendig ist. Es ist mir unbegreiflich wieso die Menschen sich um ihre Anteile streiten, warum der eine viel zu viel und andere gar nichts hat. Ich verstehe nicht wieso man wegen verschiedener Meinungen, Ansichten, Eigenschaften Kriege und Konflikte austragen kann und konnte?! Es wird getan früher wie heute. Seht Euch an was in Afrika, Brasilien, Indien, China, Irak, Afghanistan, Iran und natürlich auch in Frankreich, Deutschland, England und Amerika passiert. Das ist doch kein Frieden, das ist nicht der Weg zum besseren Leben. Millionen Menschen bringen größte Opfer damit einige wenige Menschen ein Leben im Überfluss leben können. Und wir, ich und Du gehören auch zu diesen Nutzniessern einer ungerechten korrupten Gesellschaft.

Klar wir verdienen in der Regel nicht sonderlich viel, aber wir arbeiten, kaufen und konsumieren ohne viele Fragen zu stellen. Wir sind Mittäter, wir schreien nicht auf wenn irgendjemand Leid erfährt, wir verhalten uns nicht wie eine Gemeinschaft, wir haben das Konkurrenz- und Wettbewerbprinzip durch und durch einverleibt und leben dieses auch wenn es uns und andere immer mehr zerstört! Wir sind Opfer und Täter, die „Bösen“ sitzen nicht nur in den Chefetagen von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Religion, sondern auch in unseren Körpern. Wir sind es die diese Ungerechtigkeit legitimieren. Wir sind es die das alles hinnehmen und zulassen. Wir sind Teil des Problems. Wir müssen uns selbst verstehen um auch die anderen zu verstehen. Dafür brauchen wir Zeit, Ruhe, Ausgeglichenheit, wir müssen unsere Prinzipien und Ideale überdenken sonst ist alles wofür wir stehen oder worin wir uns verliebt haben wertlos.

Was ist das was die Gesellschaft erarbeitet schon wert? Außer für die Menschen sind die erarbeiteten Güter nichts wert. Sie sind absolut bedeutungslos. Wenn sie uns nicht glücklicher machen sollten wir sie nicht produzieren oder kaufen. Wir sollten uns nicht dem Konkurrenzprinzip unterordnen da für alle Lebewesen auf diesem Planeten genug existiert um damit glücklich zu sein. Wir brauchen nicht neidisch oder gierig sein, es gibt keinen Grund dafür. Es gibt keinen Grund sich krampfhaft weiterzuentwickeln oder von anderen abzuheben, jeder Mensch ist ab seiner Geburt einzigartig, warum müssen wir also ständig an uns arbeiten?! Wir sind doch in Ordnung so wie wir sind, wenn wir aufeinander achten.

Ich denke nicht das wir noch mehr Gesetze, Kontrollen, Wachstum und all diesen Blödsinn brauchen. Wir müssen uns selbst finden und mehr diskutieren über das was passiert und was wir miteinander machen. Letztlich funktioniert das aber mit dem jetzigen System einfach nicht, weil es den Egoismus des einzelnen Menschen anspricht nicht die gemeinsame Sache. Wir mögen alle einzigartige Lebewesen sein, aber wir wollen doch alle glücklich und frei sein, uns so entfalten wie wir das für richtig halten oder? Also sollten wir uns nur daran orientieren. Dieses System gibt aber nur wenigen die Möglichkeit sich zu entfalten deshalb ist es ungerecht und muss aufgelöst werden.

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Systemanalyse

Es wird ja unheimlich viel geredet, getan und gemacht überall wo man nur hinschaut und hinkommt. Überall gibt es schlaue und dumme Köpfe die ihre ganzes Leben in Qualifikationen und Karriere einsetzen. Wir arbeiten, sparen, spenden, kaufen, verkaufen, mieten, machen Schulden, schuften und ackern Tag ein Tag aus, als ob es immer unsere Natur gewesen ist.

In mir wächst dennoch ständig der Eindruck das wir trotz all dieser Engagements den Kern der Probleme, die wir alle mehr oder weniger intensiv miteinander teilen und individuell zu lösen oder zu ignorieren versuchen, nicht treffen. Dadurch wächst auch die Einsamkeit und Zerrissenheit in mir und natürlich auch in anderen Menschen, also auch in der gesamten Gesellschaft. Denn ignoriert man Probleme werden sie größer und schlimmer, das trifft beim Kern aller Probleme genauso zu und ist sogar noch intensiver schliesslich ist er die Quelle.

Wir sehen also überall die Brandherde, die Problembereiche, die Problemkinder und Symptome in unserem Leben, im Leben anderer Menschen oder überhaupt in der Gesellschaft und sagen wie Politiker im Wahlkampf: Da müssen wir was tun! Aber warum existieren diese Probleme überhaupt? Wieso haben wir über die Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende betrachtet sehr ähnliche Probleme und Konflikte gehabt? Was ist wenn unsere jetzige Moderne nichts weiter als ein anderes Mittelalter ist und wir wieder etlichen Illusionen erliegen die schwere Opfer verlangen?

Das jetzige System ignoriert genau wie die bisherigen Systeme die Bedürfnisse aller Menschen bzw. bevorzugt einige wenige und vernachlässigt viele andere Menschen. Dieses System ist deshalb zum Scheitern verurteilt, genau wie alle bisherigen Systeme. Wie soll das System auch funktionieren wenn es darin Gewinner und Verlierer gibt? Wenn es die Menschen voneinander trennt und zu Feinden, Konkurrenten usw. macht? Zwar haben wir gegenüber bisherigen Systemen ein paar Dinge dazugelernt, dennoch ist auch unser neues System folgenden Faktoren ausgesetzt:

Jedes erdachte System basiert auf Denken, Wissen, Erfahrungen und so weiter, aber all diese Faktoren sind begrenzt. Also ist auch das System nur begrenzt fähig die sich ständig wandelnde und verändernde Realität zu erfassen. Die agierenden Menschen im System stehen immer im Verzug zur Realität, müssen also immer etwas nachholen und verbessern. Wir versuchen beispielsweise heutzutage mit mehr Leistung, Wissen, Qualifikation der Realität nachzujagen obwohl wir sie so niemals erreichen können. Eigentlich müssten wir einfach nur stehen bleiben und das Leben geniessen, das ist uns aber „zu einfach“.

Die Lösung ist also das Problem, denn wir haben immer begrenzte Quellen woraus wir alle schöpfen. Wir sind von unseren Vorstellungen, Idealen derart eingenommen, wir nehmen ihre begrenzten Eigenschaften gar nicht wahr. Das wird immer für Spannungen und Konflikte vom kleinen Streit bis zum Weltkrieg produzieren, ganz einfach weil nicht alle Menschen berücksichtigt werden. Wie soll man auch ein System für Menschen erdenken die noch nicht existieren?

Jeder Mensch ist einzigartig, genau wie jedes Lebewesen, also gibt es immer neue und andere Lebenswege und Vorstellungen. Will man einen Rahmen vorgeben funktioniert das eine zeitlang bis sich genug Menschen zu sehr davon belastet/erniedrigt/usw. fühlen und dann stirbt der Rahmen/das System weil die Menschen sich davon befreien wollen („Die Mauer muss weg“ usw.). Ein statisches System wird also genauso wenig funktionieren wie starre Vorstellungen in Beziehungen jeder Art.

Wir müssen also stehen bleiben, das Leben erfahren, wahrnehmen wie es ist und uns beruhigen. Denn tun wir das nicht, werden wir weiterhin wie ein Hamster im Laufrad sein und uns dabei  für unheimlich engagiert und modern halten. Wir werden das immer weiter entwickeln und werden immer neue Probleme kreieren, für die es oberflächliche Lösungen gibt, aber wir werden so niemals glücklich sein. Dieses glücklich sein wird allenfalls ganz wenigen Menschen zuteil werden, die große Masse wird verzweifelt sein und sich fühlen als würde sie ersticken.

Wir sollten das Denken nicht zur Grundlage unseres Lebens machen, sondern es vielmehr als ein Werkzeug betrachten welches für einige Facetten des Lebens sinnvoll eingesetzt werden kann. Die Grundlage unseres Lebens sollte die Natur, also unsere Umgebung sein, der Boden worauf wir stehen. Keine flüchtenden Gedanken in die Vergangenheit oder Zukunft, über Profit, Karriere und so weiter, sondern das Leben hier und jetzt leben wie es ist und genießen. Zurück zu einem natürlichen Leben, welches zwar einfach aber dennoch vollkommen ist.

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Die Grundrechte und die jetzige Realität

Glasklar steht es geschrieben. Die Würde des Menschen ist unantastbar, alle Menschen sind gleich und gleichberechtigt, niemand darf benachteiligt oder bevorzugt werden, jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Vergleicht es mit Eurer Realität, mit Euren Erfahrungen. Wieviel ist davon wirklich Realität? Seit dem 23. Mai 1949 gibt es diese Grundrechte, sie sind das gesetzliche Fundament dieses Landes, doch wieviel wird davon gelebt?

Wieviel Freiheit und Harmonie steckt in unserem Leben? Ich habe jetzt einige Jahre gelebt und ich fühle mich ängstlich, gespalten und gehetzt. Es ging immer nur darum Leistung zu erbringen, nicht zu kurz zukommen, mit den Arsch an die Wand zu kommen. In meinem Leben ging es darum diese Grundrechte, die mir vom Gesetz her eigentlich seit vielen Jahrzehnten von Geburt an zustehen, zu erarbeiten. Natürlich wurde ich nicht geschlagen, gefoltert oder anderwertig im groben Sinne, wie man es vielleicht aus Entwicklungsländern kennt.

Vielmehr besteht die Qual darin, dass ich in Konkurrenz mit meinen Mitmenschen zu leben habe. Es gibt einen permanenten Wettbewerb um Noten, Jobs, Produkte, Märkte, usw. Selbst wenn man einen Job hat ist rein gar nichts besser als ohne Job. Denn ein Job ist nicht von Dauer, für diesen muss man täglich kämpfen und unter Beweis stellen das man ihn verdient hat. Man muss sich einsetzen und einbringen wie es nur geht, damit man eine Existenzberechtigung im Unternehmen hat.

Es gibt Stress, man hat Schweiß auf der Stirn, Herzrasen, muss sich anschreien lassen, sich blöde Bemerkungen gefallen lassen, Überstunden schieben, montone Arbeit verrichten, darf sich nur auf Genehmigung frei nehmen, hat sich auf seinen Arsch zu setzen, brav die öden Prozesse für Profite durchzukauen bis der Zeiger auf der Uhr die Pause oder den Feierabend anzeigt. Ist das der Weg zur Freiheit? Ist das ein Vorgeschmack auf die bevorstehende Freiheit? Ist die Pleite von General Motors, Opel, Karstadt, die Pleite der Banken, die Finanz- und Systemkrise ein Vorgeschmack der Freiheit? Ist das die Harmonie nach der wir uns alle sehnen?

Wir Deutsche sind alle so unheimlich fleissig, wir gehen früh zu Bett, damit wir pünktlich aufstehen und zur Arbeit marschieren können. Einer Arbeit die in der Regel nicht das ist ,was wir uns von unserem Leben erhofft hatten. Wir haben uns unterzuordnen, gegenüber den Kollegen, dem Chef, dem Markt, Aktionären, wen auch immer. Jedenfalls sind immer die anderen Schuld, immer die anderen Menschen sorgen dafür, das man in einer verdammt miesen Position ist, durchhalten und ausharren muss. Vielleicht gehört man zu den wenigen die einen angenehmen Job haben, und sich die Zeit mit lausigen Hobbys vertreiben, die noch nie etwas von den Hungertoten in der Welt gehört haben usw. Aber diese Menschen werden immer seltener, die sich mit dieser lausigen systematischen Interpretation glücklich schätzen.

Viele Menschen sind krank, fühlen sich unausgeglichen, sie trinken, essen, rauchen zuviel, lassen sich auf Menschen ein die noch schlechter dran sind, werden von ihnen verarscht und ausgenutzt. Es gibt Konlifkte, Gewalt, viele Probleme die nicht offensichtlich sind, kaum geäußert werden. Alles logische Folgen einer Gesellschaft die aus Rentabilitätsgründen keine Zeit mehr hat sich um ihre wesentlichen Probleme zu kümmern. Zeit ist Geld, Nachfragen auch. Daher beschäftigen sich die Menschen lieber mit etwas wofür sie bezahlt werden. Und wofür werden wir bezahlt? Fürs arbeiten! Und diese Arbeit muss nichtmal irgendeinen Wert oder Sinn haben,  hauptsache es wirft Geld für den Konzern und für die Arbeiter ab. Das ist das Prinzip wonach alle leben und streben, als hätte es Gott persönlich in unsere Köpfe gebrannt! Dabei waren wir das, wir haben uns selbst zu Soldaten des Kapitals, zu gierigen Feinden gemacht.

Nicht nur das man sich selbst und einen Großteil der Gesellschaft ignoriert, wenn man einen 0815-Job in der Industrie macht, man treibt die Zerstörung der Welt und die Spaltung, Verwirrung und Ignoranz der Menschheit in neue Höhen. Es geht Lebenszeit drauf, Zeit die unbezahlbar ist, jede Sekunde kann das Leben vorbei sein, es platzt eine Ader im Gehirn und schon wars das.

Ich frage mich warum wir Menschen Geld für Lebensraum bezahlen müssen. Wenn sich zwei Menschen lieben und sie sex miteinander haben, dann doch wohl um ihre große Zuneigung zueinander auszudrücken, Liebe und Sex  ist eine Bejahung des Lebens. Sex führt ohne Kondom gerne zu Nachwuchs und dieser braucht Lebensraum, ab seiner Geburt sollte dieser Lebensraum genauso ein Grundrecht sein wie auch seine Würde. Dennoch ist es seit ich denken kann so, dass die meisten Menschen jeden Monat ein Drittel und sogar noch mehr für ihre Wohnung ausgeben.

Die Wohnung ist ihr Lebensraum, ihr Zuhause, ein persönlicher Anker in der Gesellschaft. Warum müssen die Menschen für ihren Lebensraum bezahlen? Warum müssen sie soviel bezahlen, dass sie ihn kaum genießen können und stattdessen, um ihn überhaupt zu haben, den halben Tag mit Geld verdienen verbringen? Das ist doch irgendwie komisch oder nicht? Eigentlich müsste ich ja noch viel mehr komische Fragen stellen. Wie ist es denn mit Nahrung?

Hat nicht jeder Mensch ein Recht auf gesunde vielseitige Ernährung? Ich verstehe das es etwas kosten muss Bananen aus Brasilien zu kaufen, wegen der Bauern, dem Transport und all das. Warum gibt man den beteiligten Menschen, die andere Menschen quasi Essen geben, nicht einfach besonders viel Geld? Wieso geht es den Bauern die Bananen anbauen so schlecht, obwohl sie so tolle Arbeit leisten? Warum sind Filmstars, Popstars, Sportler mit Millionengehältern gesegnet, wärend Menschen die andere Menschen ernähren oder ihnen und anderen Lebewesen in sozialen Berufen helfen, besonders wenig Geld bekommen? Hier gibt es doch eine erstaunlich disharmonische Entwicklung.

Menschen die Gutes tun werden bestraft indem sie weniger Geld bekommen als Menschen die zweifelhafte Leistungen für die Gesellschaft erbringen. Wieso kann man es nicht ändern? Wieso kriegen viele Menschen nie genug vom Geld? Scheint als wollen sie ein inneres Schwarzes Loch stopfen, welches ich gut kenne, was viele gut kennen müssten. Ich muss auf etwas zusprechen kommen was ich früher schon einmal erwähnt habe. Wir glauben nämlich durch unser Denken und unsere Erziehung, wir seien nicht vollständig, was ein irrer Irrtum ist. Wir alle haben von Geburt an alles was wir im Leben brauchen um glücklich zu sein. Des Menschen Unglück ist nur dadurch möglich, weil er nicht weiß das er glücklich ist.

Wir haben Grundrechte, wir wissen das wir nicht perfekt sind und auch niemals perfekt sein werden, genausowenig wie alles andere was jemals auf dieser Erde war und jemals sein wird. In ein paar Milliarden Jahren explodiert die Sonne und wenn wir Menschen gestorben oder ausgerottet sind, was ist dann noch übrig von unserem Konkurrenzkampf? Die meisten Menschen leiden sehr unter diesem unnötigen irrelevanten Druck, ich auch, ich fühle mich davon sehr gespalten und zerrissen. Ich bin sicher das es einen Weg aus dieser finsteren Verwirrung geben könnte, sogar gemeinsam, kollektiv, es ist eine Frage des Bewusstseins, eine Frage der Kommunikativen Fähigkeiten. Wir werden jedenfalls mit den bisherigen Methoden der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte weiter viele Konflikte produzieren.

Wir haben bereits einige Perlen hervorgebracht, wir müssen sie jetzt nur anwenden, das geht nur aktiv, bewusst und frei von Zwängen. Wir müssen uns von diesem habgierigen System abwenden. Es ist nicht haltbar und macht uns alle krank.

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Wir wollen das Gute, schaffen aber das Böse.

Wir leben in einer von uns maßgeblich erschaffenen agressiven Welt. Vom ersten Herzschlag an dominiert der Wille zum Erfolg. Unser aller LEben ist gewinnorientiert und steht im Wettbewerb mit allen anderen Menschen. Wir spüren diesen Druck sehr früh.

Einige von uns wehren sich, Andere nehmen die Lage widerwillige an und Weitere lassen sich sofort davon begeistern. Über die Jahre wechseln einige Menschen je nach Erfahrungen und Erfolgen oder Misserfolgen die Sichtweisen, aber was bei allen immer klar scheint: Es gibt keine Alternative zu dieser jetzigen mechanisierten, industrialisierten Informationsgesellschaft.

Diese Grundhaltung sorgt für die allgemeine Akzeptanz der schwierigen, komplizierten, ungerechten und kalten Situation. Die Menschen konzentrieren sich auf ihr Leben, auf ihre Interessen, Aufgaben, Ziele und Vorstellungen und setzen damit die Abwärtsspirale des Nicht-Verstehens fort.

Das Leben wird durchorganisiert, nichts bleibt vor dem cleveren Intellekt verschont: Die Tierwelt, Umwelt, benachteiligte Menschen haben den Idealen und sonstigen Wertvorstellungen zu gehorchen, sich mit Leib und Seele zu unterwerfen.

Die Bilder und Geschichten sind bekannt. Sie sind Routine. Außer Spenden kann sowieso Nichts getan werden, so der übliche Tenor der Massen. Menschen die erkennen das nicht nur die Systeme und Einzelpersonen verantwortlich für die massiven Probleme der Menschheit sind, werden mit Argumente nauseinandergenommen, von Experten vernommen, ignoriert, belächelt und isoliert.

Es existiert bei vielen Menschen der Wunsch nach Sicherheit. Diese ersehnen sie sich in Karrieren, Beziehungen, hohen Beträgen auf Konten, entsprechenden Ideologien und Glaubensvorstellungen. Doch das Leben ist unsicher. Das Leben ist deshalb so fantastisch und bietet soviel unermessliche Freiheit.

Wir Menschen verfolgen mit dem gewinnorientierten Wettbewerb, welcher unser Leben ausmacht, eine begrenze, verkrüppelte Freiheit, die uns tagtäglich kurzfristiges Vergnügen und Unmengen an Zweifel und Leid beschert. Diese Krisen und Leiden die wir im Kleinen wie im Großen durchleben, beweisen in einer unendlichen Beständigkeit die Wahrheit.

Keiner unserer Plänge, keines unserer Argumente wird jemals sicher sein. Es ist immer nur eine Frage der Zeit wann ein Plan oder Argument scheitern wird. Denn der Intellekt ist durch Wissen und Information begrenzt. Er wird uns niemals zur vollen Wahrheit und Freiheit führen, sondern immer wieder neues Leid und kurzfristige Erfolge produzieren, die aber natürlich nutzlos sind.

Dies mag sich nun unheimlich deprimierend anhören. Die Wahrheit ist aber, es ist unendlich befreiend. Denn sobald wir unsere Pläne, Ziele, Sicherheiten aufgeben, entfällt der Wettbewerb, Leistungsdruck und damit Neid, Gier, die Kälte aus unser aller Leben.

Wenn wir nicht mehr lernen und verstehen, um uns von anderen abzugrenzen und durchzusetzen, ist das doch eine befreiende Lebensweise. Viele Menschen fürchten sich vor einer inneren Revolution, das Verstehen der eigenen inneren Leere, die eigentlich Liebe ist. Die meisten Menschen sind überladen und versunken in ihren Gedanken und Gefühlen.

Sie haben ganz unterschiedliche, vielschichtige Gründe für ihre Mutlosigkeit und Orientierungslosigkeit, für ihre Suche nach Autorität und Sicherheit. Oft ist es die Flucht, die Angst vor der Leere die sich scheinbar Klein und Hilflos werden lässt. Sie leben nur um nach einen fremden Willen zu funktionieren.

Seit sie leben kopieren und imitieren sie, weil sie es nie anders gesehen haben, nie anders verstanden haben. Die Welt ist herzlos, kalt und ungerecht weil die Mehrheit der Menschen das Leben nur oberflächlich begreifen und leben. Das selten die Absicht der Menschen, sie schaffen aber dennoch diese Realität, wohl weil sie keinem echten Verstehen nachgehen.

Es wird auch nirgends wirklich gelehrt. Wir haben Gewinnorientierung und Materialismus. Wir arbeiten und kämpfen für Dinge die bald wieder kaputt und zu Staub zerfallen sind. Wir trachten nach höchst oberflächlichen Zielen und verblenden damit nicht nur uns selbst, sondern auch künftige Generationen. Wie soll es so nur besser werden?

Es kann nicht besser werden, wenn nicht jeder Mensch anfängt sich und das Ganze zu hinterfragen und nicht nur kleine Teile davon oder gar nicht. Jeder kann jetzt damit anfangen, unabhängig vom Bildungsgrad, der Position in der Gesellschaft, Hautfarbe oder Rasse.

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Die Menschheit ist dazu verurteilt zu versagen

Was ist wenn es so ist? Ich sehe in keiner wirtschaftlichen, politischen Debatte unsere langfristigen Überlebenschancen besprochen. Nirgends sind eindeutige Ziele und Wertevorstellungen gesetzt, die mir als kleiner Mensch eine echte Bedeutung geben. Wie lange wird die Menschheit überleben? Die Dinosaurier überlebten eltliche Millionen Jahre, ohne großartige Intelligenz. Was ist mit uns? Wieso machen wir so wenig aus uns?

Was stellen wir hier jeden Tag auf die Beine, ohne eine echte Übersicht über unsere kurze Existenz auf diesem Planeten im Kopf zu haben? Wie wir uns gegenseitig verrückt machen mit Konkurrenzkampf, berufliche Laufbahnen und damit eine hohe Konzentration des natürlichen Überlebenskampfes für alle tagtäglich erarbeiten.

Wir leben nicht gesund. Wir leben nicht im Einklang mit uns selbst, den anderen Lebewesen, der Natur und dem Leben sich in dieser Galaxie. Was wollen wir denn damit erreichen? Haben wir überhaupt echte Ziele als Menschheit? Wollen wir nur Materialismus und früh finanziell unabhängig werden, um in Ruhe ausschlafen zu können? Wir wissen doch das wir schon immer in Schwierigkeiten stecken! Warum flüchten wir in die falsche Richtung?

Was ist das für ein Leben in das wir alle hineingeworfen wurden? Mittlerweile sind wir Routinees geworden, wir steigen in Flugzeuge, rauchen gesundheitsschädliche Zigaretten, wichsen uns einen auf billlige Pornografie und trinken Wasser mit Kohlensäure und extra viel Sauerstoff. Unser Herz leistet eine unglaubliche, pausenlose Leistung. Milliarden Herzschläge wieviele davon spüren wir wirklich bewußt?

Das Leben ist hochkomplex, erstaunlich und vielseitig, obwohl es eigentlich so einfach, zerbrechlich und erbarmungslos gerecht ist. Was denken die Menschen wenn sie ihre letzten Sekunden leben? Wenn sie ihre letzten Atemzüge atmen? Denken sie vielleicht über die versäumten Möglichkeiten nach? Freuen sie sich auf das was kommen wird? Jeder von uns wird sich persönlich auf seinen Tod einstellen oder ihn einfach komplett ignorieren, aber unser Leben wird dadurch nicht besser.

Wir müssen unsere Zeit nutzen, wir müssen gemeinsam alle grundlegenden Probleme ankämpfen und den oberflächlichen Kapitalismus in seine Schranken verweisen. Wir können uns nicht mehr mit Phrasen zufrieden geben, wir müssen in jeder Sekunde unseres Leben spüren, dass wir lebendig sind und einen echten, konstruktiven Zweck erfüllen. Denn was ist wenn wir es nicht tun?

Was sind wir dann für eine tolle Rasse? Wir sind keine Menschen wenn wir es lassen. Denn dann sind wir wirklich Tiere, auch wenn das an sich nichts Negatives ist. Aber wir vergeben Chancen auf Glück und Ruhe. Wir würden uns wieder zu Mördern, Vergewaltigern, Schlachtern und Hetzern unserer Selbst, der Tierwelt und Umwelt machen. Wir werden versagen, wenn wir nicht unsere Chancen nutzen.

Die jetzigen Aktionen sind zum Scheitern verurteilt, wir sehen es in der Gegenwart, weil wir kein ultimatives fundamentales Ziel verfolgen. Weil wir wie die letzten Chaoten durch die Welt stampfen und alles kurz und klein schlagen, das nicht sofort Nutzen bringt.

Keiner weiss, wieviel Zeit uns noch bleibt. Die Masse verliert, wenn die Einzelnen aufhören zu denken.

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Fernsehen macht blind

Fernsehen hat Verantwortung. Es muss die Wahrheit senden. Tut es das nicht, verdreht es der Bevölkerung den Kopf. Nur wenige Beispiele des aktuellen Sendewahnsinns:

Die schönsten Bahnstrecken, Sturm der Liebe, Marienhof, Verbotene Liebe, Wer wird Milionär, Brisant, Jackass, DSDS, Big Brother, Sam, Punkt 12, Dr. House, Law & Order, Germanys Next Topmodel, Hausmeister Krause, Richterin Babera Salesch, Britt – Der Talk um Eins, Zwei bei Kallwass, We are Familiy, Lenßen & Partner, Pokémon, Die Nanny!

Wird in irgendeiner dieser Sendungen ganz klar über wirklich relevante Themen diskutiert? Werden ernsthafte gesellschaftliche Probleme beleuchtet? Werden in irgendeinerweise konstruktive Konzepte erarbeitet bzw. gesendet?

Nein, nein und nochmals nein! Wenn wir ehrlich sind, ist das Alles purer Bullshit! Es ist Zeitverschwendung, es verblödet maßlos, es hat nichts mit der Realität zutun. Augenwischerei ohne jedes Gewissen! Es macht praktisch blind!

Das Fernsehen spielt nur nach, es kopiert, es verherrlicht, es verdreht aber es bringt im Prinzip keine Ergebnisse, die sich als positiv-richtungsweisend bewerten lassen.

Es berieselt uns 24 Stunden, jeden Tag mit gedankenlosen Informationsbomben. Das Fernsehen versucht uns einzuwickeln und uns zu fesseln. Oft wird unterschwellig die heile Welt tituliert, indem die harten Themen einfach kaum oder nur beiläufig angesprochen werden.

3sat, Phoenix und Arte darf man als die letzten Sender mit echten Inhalten bezeichnen. Zwar gibt es auch dort immer wieder Fehltritte, aber sie zeigen regelmäßig wahre Größe.

Fazit

Das Fernsehen muss reformiert werden, es muss die Bevölkerung gnadenlos mit der Wahrheit konfrontieren und ein klares Bewußtsein für echte Werte schaffen, Ziele zeigen oder diskutieren.

Die Gesellschaft muss lernen sich selbst in Frage zu stellen. Das Fernsehen kann hierfür das entscheidende Medium sein. Bisher macht dies das Fernsehen entweder unfreiwillig, verkrampft oder zu unmöglichen Sendezeiten!

Damit dies passiert sollten wir uns permanent einsetzen, indem wir kritisieren und sagen was stattdessen sein sollte.

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Politik ist lebensfremd

Mein Vater sagte mir nach meiner Ausbildung oft ich solle mein Leben ordnen, mit dem Arsch an die Wand kommen und die Zeit nutzen. Zeit ist Geld und Geld ist Lebensqualität, so pflegte er es zu sagen. Ich verstand genau was er meinte, trotzdem hatte ich keinerlei Motivation diesen Schlüssen und Sprüchen zu folgen. Ich sah darin keinen Reiz. Mir schien die Arbeiterei, die Bürokratie und Politik dahinter lebensfremd und künstlich. Sie hatte keinen Puls, sie hatte zwar Leben durch die Menschen, aber keinen echten Wandel. Ständig wurde etwas getan, aber letztlich ist es doch immer dasselbe geblieben. Ich wußte nicht wofür ich Energie aufbringen sollte, wofür ich aufstehen sollte und für was ich kämpfen sollte. Ich hatte doch schon alles, außer eine vernünftige Umwelt.

Mein Leben empfand ich schon immer als wunderschön. Getrübt wurde es nur immer wieder durch fremde Ideen und Einflüsse, aus wirren Köpfen, aus kalten Seelen, aus nimmersatten Bäuchen. Ich empfand lange Zeit eine große Verwirrung in mir, angestiftet durch viele kleine Propagandaminister, die als solche nie klar zu erkennen waren. Nun nach einigen schweren Phasen die ich überstanden habe, kann ich  Mitleid und Verständnis für sie aufbringen, obwohl sie mich schwer blendeten. Ich habe verstanden, dass diese Blender selbst geblendet waren. Es war nicht ihre absicht mich zu blenden, sie hatten sich selbst nie begriffen.

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Eingeordnet unter Eigenes Buch

Hört auf Euch zu hassen

Wenn man aufhört in Zeit, Geld, Karriere, Berufe, Ämter, Regierungen, Nationen, Sprachen, Religionen Parteien, Organisationen, Zahlen, Bildungsabschlüssen zu denken wird man verstehen, dass man jede Person als Mensch betrachten muss. Wenn sich alle Menschen die Hände geben würden, was wäre da für eine Kraft vorhanden? Was könnte dann erreicht werden? Wir würden erkennen wie ähnlich wir uns sind, wie sehr wir uns lieben und respektieren können. Wir würden verstehen das Gewalt und Krieg völlig nutzlos und absurd sind. Wir würden versuchen unsere Kommunikation zu verstehen und wirklich miteinander reden!

Jeder Mensch hat einen gewissen Anteil an dieser Kraft und an dieser Realität die wir hatten, haben und haben werden. Unsere Instinkte sind dabei sehr wichtig, sie leiten uns und sorgen für absolute Harmonie. Durch die Technologisierung unserer Gesellschaft, haben wir uns lauter Hilfen und Extras im Leben angeschafft. Fortschritt und Wachstum um jeden Preis. Alles ist von unseren Systemen und Vorstellungen umzingelt. Längst haben sich davon einige Dinge verselbstständigt. Die Menschen wollen Geld haben, sie wollen größer und mächtiger sein als andere Menschen, obwohl sie das durch Nichts sein können. Wir brauchen mehr Selbstvertrauen, wir dürfen den Kapitalismus nicht zu unserem Leben machen.

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Eingeordnet unter Eigenes Buch

lxprm

LUXUSPROBLEME
ALLES NUR LUXUSPROBLEME
UNSERE SCHEISS LANGWEILE
NUR EIN LUXUSPROBLEM
DIE GANZE FICKEREI NUR
EIN LUXUSPROBLEM
SINN DES LEBENS?
RASSISMUS?
SICHERHEIT?
POLITIK?
LUXUSPROBLEME!

FRESST ZUCKER
JAMMERT ÜBER WENIG GLÜCK
FICKT JEDES STÜCK
JAMMERT ÜBER WENIG LIEBE

LUXUSPROBLEME!

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Eingeordnet unter Lyrik?

#3 Dokumentation: Null Toleranz


Selbst unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel steht für das Prinzip Null Toleranz. Zumindest wenn es um das Thema Sicherheit der Bürger geht:

Erstaunlich welche Mittel eingesetzt werden um diese Sicherheit zu erzwingen. Es sind symbolische Mittel gegen Symptome einer kränkelnden Gesellschaft. Gesetze, Vorschriften, Kameras, Sicherheitspersonal über all das kann die jahrtausende alte Dummheit der Menschheit nur müde lächeln.

Auch diese Mittel der Mächtigen werden der Menschheit nicht helfen den Menschen zu verbessern. Im Gegenteil, er wird sich dadurch nur noch weiter verleugnen und hassen.

Der Mensch hat eine tiefe Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Er kämpft mit sich selbst, mit dem Wettbewerb unter Gleichen und vergisst was Leben bedeutet.

Zeit, Geld, Macht sind unwichtig im Vergleich zum Leben. Denn ohne Leben ist alles nichts. Wie können wir uns nur immer wieder derart verraten?

Krankheiten bekämpft man nicht anhand der Symptome, sondern anhand ihrer Ursache(n). Nur dadurch können langfristige Probleme wie die der Gewalt, Ausbeutung, Unterdrückung et cetera sinnvoll gelöst und beherrscht werden.

Wenn wir uns ablenken lassen durch unsere Berufe und unsere Bildung, werden wir weitere Jahrhunderte benötigen um herauszufinden was wir eigentlich sind.

„Glückliche Sklaven sind die ärgsten Feinde der Freiheit“

Wichtig ist das wir lernen sinnvoll zu kommunizieren. Ohne verbale Blähungen. Ohne kranke Vorurteile oder emotionale Monopole. Wichtig ist das wir lernen Freude darüber zu empfinden, über kleinste bis größte Probleme zu sprechen und sie sachlich zu diskutieren.

Wir sollten unsere Gesellschaft anhand unserer Probleme und Wahrheiten auslegen, nicht anhand von Idealen und Wunschvorstellungen. Wir sollten den Spiegel nicht mehr mit Seife einschmieren und erwarten er sei nun sauber, obwohl er dadurch wesentlich undurchsichtiger geworden ist.

Zum Thema ‚Innere Sicherheit‘ habe ich übrigens diesen Film gefunden:

UPDATE: GoogleVideo hat das Video gelöscht. Ihr könnt es alternativ bei Archive.org runterladen: http://www.archive.org/details/AufNummersicher

„Der Film zeigt durch eine geschickte Verknüpfung von dokumentarischen und fiktionalen Elementen die möglichen Auswirkungen von zunehmender Überwachung und abnehmendem Datenschutz.

Für mich bisher die intensivste Darstellung dieser besorgniserregenden Entwicklungen, und deshalb besonders empfehlenswert für normale Bürger, die sich der Bedrohungen noch gar nicht so bewusst sind.“

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Eingeordnet unter Filmempfehlungen, Gesellschaft

Absatz 3 – Warum sind wir eigentlich so unglücklich?

Als ich heute morgen in der Trambahn sass, fiel mir ein, ich könnte doch mal eben nach einem glücklichen, lachenden Gesicht suchen. Und wisst ihr was?

Ich hab keins gefunden. Das brachte mich zu einer weiteren Folgerung. Warum verdammt nochmal schauen die Leute alle so elendig drein? Einige schauten als würden sie gleich gehängt, Andere sahen aus als hätten sie Bleichmittel oder irgendwas anderes giftiges am Morgen gefuttert und hätten übliche tödlich verlaufende Schmerzen im Magen. Ich wurde plötzlich todunglücklich, ich dachte ich sei in der Hölle gelandet. Schließlich suchte ich ja nach etwas ermunterndes und nicht nach dem Gegenteil, ich hatte ja gleich im Büro zu sitzen und mich mit Fremden auseinanderzusetzen, wie viele täglich von Euch auch.

Es war einfach erschreckend, überraschend und ernüchternd zu sehen wie diese Mitbürger, wie man sie hie und da nennt, – durch die Gegendtaumeln. Natürlich können sie sprechen und wahrscheinlich waren die meisten in Gedanken versunken, haben darüber nachgedacht was alles passieren könnte an diesem Arbeitstag, oder was sie vergessen haben, oder ob sie am Freitag sich mit Drogen abschiessen, oder oder.. Es gab ja viele Möglichkeiten warum diese Menschen alle so taub, so puppenhaft, so unterkühlt und grausig aussahen. Und ich zeigte Verständnis dafür, weil ich wußte, ich ziehe seit Jahren ein ähnliches Gesicht.

Wisst ihr mich erinnerten diese Szenen heute vorallem an einen alten Stummfilm. Er heißt Metropolis. Es ist wohl eine arge Darstellung. Der Mensch wirft sich an die Maschine, solange bis er stirbt. Der Mensch als Material, also Nutztier. Und naja, alles sehr extrem und unvorstellbar natürlich. Aber ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, im Ansatz ähnliche Abläufe zu erleben wie sie in diesem Film dargestellt wurden.

Nun erinnere ich mich an Martin Luther King. Was hat er mal gesagt? Ja, richtig:

Wir werden niemals Frieden in der Welt haben, bevor die Menschen überall anerkennen, daß Mittel und Zweck nicht voneinander zu trennen sind; denn die Mittel verkörpern das Ideal im Werden, das Ziel im Entstehen, und schließlich kann man gute Zwecke nicht durch böse Mittel erreichen, weil die Mittel den Samen und der Zweck den Baum darstellen.

Wir werden niemals mit bösen Mitteln gute Zwecke erreichen. Diese christliche Definition von gut und böse, muss ich ersteinmal versuchen zu entkleiden. Es sind doch recht straffe und alte Worthülsen, zwar mit Kern aber verwirrend.

Wenn ich heute, und morgen sicher wieder, soviele unglückliche Menschen auf dem Weg zur arbeit sehe, – könnte ich mir doch sagen das sie den Menschen in dem Film Metropolis ziemlich ähneln. Es würde mir ein Indiz dafür sein, das wir als Gesellschaft, geführt von Wirtschaft und Politik et cetera zu falschen Mitteln greifen um ein gewisses Ziel zu erreichen.

Warum sind wir so in Hetze, so unter Druck? Weil Andere es befehlen, weil die Gesellschaft dazu zwingt. Sie hat sich etwas auferlegt. Es ist nicht nur das Grundgesetz, es ist auch der Anspruch Ideale möglichst schnell zu erreichen, möglichst noch im eigenen Leben. Dabei sind Ideale ja nie zum erleben da gewesen.

Nun, wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, dann hat Martin Luther King wohl deshalb so Erfolg gehabt, weil er in unheimlicher Klarheit gesprochen hat, was andere ahnten, dachten oder sogar wußten.

Wählen wir also wirklich die falschen Wege, die falschen Mittel um unser Glück zu erreichen? Ist es nicht so das wir praktisch heute schon sagen können das wir morgen wieder Krieg haben werden? Ist es nicht so?

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