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Napalm Gauck

Gauck weiß jetzt „was geht„. Gauck „mahnt, drängt und fordert“ „zu den Waffen zu greifen“ (!), um „unsere Werte zu verteidigen„, denn „Krieg existiert„. Letzteres ist halt so, wen interessieren schon die Hintergründe. Gauck wolle nicht mehr wegsehen, wenn Menschen wie 1994 in Ruanda abgeschlachtet werden, dabei ist die afrikanische Instabilität, deren historisches, ökonomisches Verliererdasein dem marktwirtschaftlichen Konkurrenzkampf geschuldet, bei dem Gauck das freiheitliche Wasser im Mund zusammenläuft. Afrika kann gegen Europa und Deutschland nicht gewinnen, weil horrende, riskante Investitionen nötig wären, die das scheue Reh der Kapitalverwertung schon im Ansatz verschrecken. Man setzt als Kapitalist lieber auf Gewinner, denn jedes Quartal braucht steigende Renditen. Insofern ist das Potential für ein neues Ruanda weiterhin groß, wie die alltäglichen bürgerkriegsähnlichen Zustände seit Genrationen belegen und das liegt an der Art wie Politik und Ökonomie in Europa, Amerika, China usw. betrieben wird.

Wie kann Frieden in einer Welt existieren, in der Nationen gegen andere Nationen mit allen Mitteln unendlich um Märkte konkurrieren? Gauck schaut jeden Tag weg, wenn tausende Menschen verhungern oder lebensrettende Medikamente nicht erhalten, denn das ist ja alles im Sinne der Menschenrechte, die den Markt regeln. Die Menschenrechte sagen: Nur wer Geld hat, darf mit der Befriedigung seiner Bedürfnisse rechnen, alle anderen verrecken elendig oder führen ein Schattendasein. Und damit das so bleibt, will Gauck Krieg führen, denn er sieht das Problem nur bei denen, die dieser Ordnung mit eigenen Brutalitäten im Weg stehen. Gauck repräsentiert deutsches Kapital und dieses soll mithilfe des Militärs gemehrt werden. Morde für die kapitalistische Ordnung bringen Respekt bei anderen Konkurrenten ein und das eröffnet Türen für tiefere Partnerschaften, mehr Raum auf dem geopolitischen Parkett und damit Märkte sowie Kapital. Bedingungslose deutsche Expansion schimmert also in all seinen Sätzen durch. Das ist es, was nun „geht„. Deutschland expandiert  nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Vergangenheit. Stephan Grigat brachte es auf den Punkt:An der Aussöhnung der Deutschen mit ihren Verbrechen soll die Welt genesen.

Weitere Details fallen auf:  Wieviel von der „sozialen Marktwirtschaft“ zu halten ist, für die Gauck plädiert, zeigen die zehntausenden Klagen vor den Sozialgerichten zur Agenda 2010 bzw. Hartz 4, denen hinterher überwiegend Rechtmäßigkeit bescheinigt wird.

Gauck beklagt zudem die Ungleichheit von armen und reichen Menschen in Russland, um die Illegitimität Putins darzustellen, – will die Vermögensungleichheit in Deutschland allerdings nicht erkennen. Dabei hat das DIW 2012 erwiesen, dass Deutschland die größte Ungleichverteilung von Vermögen innerhalb der Eurozone aufgewiesen hat.

Widersprechen muss man dem Märchenonkel auch beim Thema Refugees: Europa kann problemlos sämtliche Flüchtlinge aufnehmen. Die weltweiten Flüchtlingsströme belaufen sich auf weniger als 40 Millionen Menschen. Europa bietet derzeit Raum für über 700 Millionen Menschen. Wenn es darum geht, die Opfer der Mauer in der DDR zu beklagen, ist Gauck ganz groß, obwohl es sich hierbei im Vergleich zu den jährlich ca. 1500 sterbenden Flüchtlingen vor Europas Grenzen um geringere Zahlen von ca. 136 Maueropfern handelt.

Weitere Beiträge zu Gauck:

Mann Gottes, Präsident des Krieges“ – Von Georg Seesslen

Wollt ihr den totalen Gauck?“ – Von Hermann L. Gremliza

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Das Wahlprogramm der Antipartei 2013

Die nachfolgenden Reformen sollen Armut, Hunger und irrationale kollektive wie individuelle Belastungen für immer abschaffen. Anstelle von Verzicht und Ausschluss rückt die Steigerung der Lebensqualität und Mitbestimmung aller. Die Bevölkerung muss sich endlich von dem Gerümpel befreien, an dem sie sich aus purer Ängstlichkeit, Dummheit oder Ignoranz klammert, damit sie endlich ihre Bedürfnisse befriedigen kann.

1. Die Antipartei hat langfristig das Ziel sich selbst abzuschaffen, weil Politik ein Übel ist und für die Verkehrtheit der Welt steht. Im Parlament verhandeln die Parteien lediglich Kapitalinteressen und eigene Machtkalküle. Die Parteien kommen ihrem eigentlichen Zweck nicht nach und wollen ihm auch nicht nach kommen, deswegen sind sie wie das Parlament zugunsten der direkten Demokratie abzuschaffen. Gemäß dem Rätemodell wird auf Kommunenebene digital und/oder persönlich wöchentlich über alles durch die Bevölkerung abgestimmt. Es gibt keine Führer oder Vertreter mehr, sondern jeder Mensch hat sich seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu stellen. Das Rätemodell steuert den Staat, bis geklärt ist wie mit ihm weiter zu verfahren ist. Damit die Bevölkerung nicht überfordert ist, wird in der Schule dementsprechend auch fachlich darauf eingegangen. Rechtsradikalismus, Nationalismus, Antisemitismus, Homophobie, Verschwörungstheoretisches, Trollgehabe, Führerkult, etc. muss in dieser Diskussionskultur abgelehnt bzw. überwunden sein.

2. Übertragung der Eigentumsverhältnisse von Arbeitsplätzen an die arbeitende Bevölkerung. Jeder Lohnarbeiter muss mit dem Arbeitsvertrag Unternehmensanteile bekommen. Größe des Anteils ergibt sich aus der geleisteten bzw. zu leistenden Arbeit. D.h. wenn 999 Mitarbeiter existieren und ein weiterer hinzukommt, erhält jeder 1 von 1000 Unternehmensanteilen, wobei dessen Größe und Bedeutung sich aufgrund der Leistung des Eigentümers und Arbeiters von Abrechnungszyklus zu Abrechnungszyklus verkleinern oder vergrößern kann. Ziel dieser Maßnahme ist die Abschaffung der auseinanderklaffenden Schere zwischen Arm und Reich. Die Anteile geben allen Arbeitern die Möglichkeit Entscheidungen über ihre Firma und ihren Arbeitsplatz zu treffen. Mit einem Schlag würden die Vermögen z.B. der Quandts auf sämtliche Mitarbeiter von BMW umverteilt und endlich eine leistungsgerechte Entlohnung stattfinden. Die Arbeiter erhalten die Kontrolle über ihr Leben zurück. Momentan werden sie rausgeworfen, wie es die Marktsituation für die Profitmaximierung erfordert.  Die Vermögen aus Unternehmensbeteiligungen fliessen also zur Bevölkerung zurück und werden entsprechend für Soziales investiert.

3. Abschaffung der Profitmaximierung als Handlungsmaxime in der kapitalistischen Produktion zugunsten der Bedürfnisbefriedigung:  Die Produktion findet nur noch zur Befriedigung der Bevölkerung statt, d.h. es wird das produziert wofür tatsächlich auch eine Nachfrage besteht. Um die Reproduktion der Bevölkerung und den Austausch der Güter effizient zu gestalten, muss ein Markt etabliert werden, auf dem sich Produzenten und Konsumenten treffen. Wenn jemand etwas haben will, muss er das z.B. über eine virtuelle Plattform anmelden, damit die Produzenten dies zu einer bestimmten Frist  produzieren und liefern können. Hierdurch entfällt die Überproduktion, es wird nur das produziert was benötigt wird und frische Lebensmittel werden nicht mehr weggeworfen, Elektroartikel erhalten keine Sollbruchstellen mehr, da nicht ständig der Absatz künstlich für Profite erhöht werden muss usw. Die unternehmerische Freiheit bleibt erhalten, jeder kann Innovationen entwickeln, die das Leben erleichtern, verschönern oder anders verbessern allerdings muss es dafür auch Abnehmer finden.  Die Steuereinnahmen werden steigen, da durch die Abschaffung der Profitmaximierung keine Milliarden mehr an den Fiskus vorbeigeschleust werden müssen.

4. Abschaffung der 40 Stunden Arbeitswoche zugunsten der 4 Stunden Woche: Die Produktivität ist von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer weiter gestiegen. Die Entwicklung des Niedriglohnsektors ist nicht nur ein günstiges Ausbeutungsverhältnis für das Kapital, sondern ein Hinweis auf die Produktivitätssteigerungen, die endlose Arbeitstage überflüssig gemacht haben. Es gibt mehr als 4 Millionen Arbeitslose in Deutschland, würde sich die Produktion anhand der Bedürfnisse ausrichten, könnten Arbeitslose zu diesem Zweck eingestellt werden, wodurch enorme Arbeitszeitverkürzungen möglich werden. Somit hätte Arbeit keinen endlosen, krankhaften Charakter, sondern bloss die Notwendigkeit, die der Austausch von Waren durch Mensch und Natur erfordert. Wer mehr arbeiten will, darf das und wird mit größeren Anteilen am Betrieb beteiligt, wobei aber niemals mehr als 49% erreicht werden kann, sonst käme es zu einer Monopolisierung von Unternehmensanteilen, und damit einer Konzentration von Reichtümern bzw. Macht, die sich negativ auf die anderen Arbeiter auswirken muss. Gibt es weiterhin arbeitslose Menschen, sollte man mit ihnen darüber nachdenken, ob sie arme Länder bzw. Kontinente wie Afrika aufbauen wollen, damit auch dort Wohlstand stattfinden kann.

5. Abschaffung des Notensystems in der Schule: Anstatt von reiner Leistungsmaximierung wird in der Schule der vorwiegend Erkenntnisgewinn und die Charakterbildung stattfinden. Schüler sollten wählen dürfen worauf sie die Lernschwerpunkte setzen. Natürlich müssen sprachliche, mathematische, gesellschaftliche Grundlagen verstanden werden, aber das Leben soll nicht mehr von einer schlechten Note in einem Fach abhängen, welches einem nicht liegt. Menschen sind unterschiedlich, haben unterschiedliche Bedigungen bei denen sie aufwachsen, es ist absurd alle in ein Schema pressen zu wollen. Das Lehrpersonal, die Unterrichtsmaterialien müssen systematisch erweitert werden. Studiengebühren werden abgeschafft, stattdessen erhalten Studenten Gehalt, weil Wissen und Reflektion die Zukunft aller Gesellschaften ist. Finanzierung ergibt sich u.a. aus Punkt 2, 3 und 6.

6. Abschaffung der Bundeswehr und des Geheimdienstes:  Derzeit ist der Etat der Bundeswehr größer als der Etat für Soziales. Der Zweck der Einrichtung ist Mord und Totschlag. Im Zuge des NSU hat der Geheimdienst seine Überflüssigkeit bewiesen. Insofern ist eine Abschaffung dringend notwendig. Andere Nationen sollten diesem Beispiel folgen und ihre Waffen ebenfalls entsorgen, um unser aller Wohl. Die Gelder werden anstatt in Drohnen usw. in Schulen, Krankenhäuser, Altersheime, Kindergärten usw. investiert und das Personal entsprechend für den allgemeinen Markt freigegeben, wodurch sich erneut Arbeitszeitverkürzungen für alle ergeben werden.

7. Was kostenlos werden soll: Kostenlose Armen-, Kranken-, Behinderten- und Rentnerversorgung mit reichlich Fachpersonal. Wohnen und öffentliche Verkehrsmittel sind ab sofort ebenfalls kostenlos. Verwaltung der Armen- Kranken-, Behinderten- und Altershäuser, Mietwohnungen, Immobilien übernehmen die verschiedenen Räte in den Kommunen. Nahrung, Gesundheit, Ruhestand, Wohnen und Mobilität sind zutiefst menschliche Bedürfnisse und müssen dementsprechend besonders geschützt werden. Asylbewerber sind per se aufzunehmen und wie alle anderen mit Wohlstand zu überschütten. Finanzierung ergibt sich u.a. aus Punkt 2, 3 und 6.

8. Abschaffung der Atomkraftwerke zugunsten regenerativer Energien. Der Atommüll ist eine Bedrohung für alle kommenden Generationen und sämtliche Rohstoffe sind begrenzt, deswegen muss auf regenerative Energie gesetzt werden.

Umsetzung wäre noch dieses Jahr möglich, wenn die Antipartei existieren und über 50 Prozent der Stimmen erhalten würde.

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Brandanschläge in Berlin & deutsche Bomben in Afghanistan

Die Anschläge auf die Infrastruktur Berlins wurden von linken antiautoritären Vorstellungen inspiriert. Die Anschläge der Bundeswehr auf die Bevölkerung Afghanistans wurden von den westlichen Wertvorstellungen autoritärer Staaten inspiriert. Die Anschläge der Taliban wurden von religiösen autoritären Vorstellungen inspiriert. Nachdem also, um ganz vereinfacht zu beginnen, autoritäre Staaten mithilfe ihrer terroristischen Staatsdiener Menschen zerfetzt haben, rächten sich religiöse Terroristen ähnlich willkürlich, worauf der deutsche Staat, um seine innere Sicherheit im Sinne der freien Verwertung des Kapitals zu schützen, mit pflichtbewussten, bewaffneten Staatsdienern und Bomben geantwortet hat. Weil letzteres nun sein 10. Jubiläum feierte, dachten sich einige Individuen, inspiriert von linken Thesen, es sei nun an der Zeit innezuhalten, die Bevölkerung zu „entschleunigen“ und mithilfe diverse Brandsätze, medientaugliche Rache an dem militärischen Komplex unserer Gesellschaft durchzuführen. Was haben all diese Zerstörungen gemeinsam?

Der Krieg im Irak, in Afghanistan, ob ausgehend von Amerika oder Deutschland ist zweifelsohne Destruktivität. Der Terror der von Al Kaida ausgeht ist ebenfalls eindeutig destruktiv. Und nun antworten linksinspirierte Individuen auf all diese Zustände mit Destruktivität! All diese verschiedenen Formen von Destruktivität scheinen also von verschiedenen Ideologien inspiriert zu sein. Der Staatsdiener in Form eines Bürgers in Uniform, identifiziert sich mit dem autoritären Zwangskollektiv genannt Staat und Nation. Akzeptiert daher seine Werte, die sich daraus speisenden Vorstellungen von Recht und Unrecht. Diese stehen im völligen Widerspruch zu dem religiösen Zwangskollektiv genannt Islam, welches eigene Werte, Vorstellungen von Recht und Unrecht mit sich bringt. Natürlich ist das Christentum genauso ein Zwangskollektiv wie der Islam. Obendrein kommen die rachsüchtigen Taten linksinspirierter Täter hinzu, mit ihrem eigenen Bild von Recht und Unrecht, die wohl eher antiautoritären Vorstellungen nachgehen. Bricht man das also derart herunter, stehen sich verschiedene Weltbilder gegenüber, die sich gegenseitig mithilfe ihrer Träger, den individuellen Menschen gegenseitig bekämpfen. Es scheint also ein Krieg der Vorstellungen und Traditionen zu sein, der letztlich den Planeten verwüstet, Menschen tötet und gefährdet.

Während die Thesen des Bekennerschreibens regelrecht tragisch an den Kern der gesellschaftlichen Probleme vorbeischiesst und daher mit Destruktivität antwortet, ist den Taliban und den Soldaten, Politikern nicht einmal im Ansatz klar, warum sie sich mit der Religion oder dem Staat identifizieren und ihm Gehorsam und Pflichtbewusstsein bis in den Tod entgegenbringen. Fehlende Empathie mit den eigenen persönlichen Bedürfnissen, Wünschen und Sehnsüchten und aller anderen Lebewesen auf der Welt, ist eine der grundlegenden Gemeinsamkeiten von Terroristen des Staates, der Religion und dieser linksinspirierten Aktivisten. Wieso sind soviele Menschen fähig anderen Menschen Schaden hinzuzufügen oder wie es im Fall der linksinspirierten Aktivisten ist, zumindest dieses Risiko einzugehen, dass Menschen verletzt werden? Es ist fehlende Empathie. Grundsätzliches Unvermögen sich in die Lage anderer Menschen hinein zu versetzen und deren Schwierigkeiten zu erkennen, sich selbst in diesen anderen Menschen zu erkennen. Die Taliban, die Soldaten, Politiker, die Aktivisten sind getrieben von Selbsthass und Antworten, das hat die Geschichte bewiesen, mit Hass, mit Destruktivität, mit Gewalt und Zerstörungswut. Daraus folgt weiteres Unverständnis, weitere Anfeindungen und eine Hineinsteigerung in Ideologien, die die Individuen letztlich noch weiter abstumpfen, vereinzeln und voneinander abspalten.

Wie aber ist diese fehlende Empathie und dieser Selbsthass möglich? Woher kommt dieser Hass? Warum antworten Millionen Menschen auf Destruktivität mit weiterer Destruktivität? Wie haben die Menschen gelernt ihre individuellen Empfindungen zu verdrängen, sich in den Staat, die Religion, den Militarismus, also den Ideologien einzureihen und unterzuordnen? Offensichtlich muss hier bereits in der Kindheit eine Abspaltung stattgefunden haben, in der man schon als Kind lernte, die eigenen Vorstellungen, Empfindungen und Sehnsüchte zurück zu stellen, weil es die Eltern, die Schule, der Staat, der Kapitalismus verlangten. Entweder man entspricht als Kind fremden, autoritären Vorgaben oder erfährt Zurückweisung, Ablehnung und Liebesentzug, wenn man eigene Autonomie praktizieren will, also ein „schwieriges“ und „anstrengendes“ Kind ist. In beiden Fällen sondert man bereits als Kind das eigene innere Gemüt ab, um von der äußeren Umwelt anerkannt, geschätzt und geliebt zu werden. Selbst wenn man rebelliert, entspricht man den Negativvorstellungen der Eltern bzw. der Gesellschaft und wird abgelehnt. Es sind also vor allem die Eltern, die gesellschaftlichen Umstände selbst, mit ihren Vorurteilen, Konditionierungen, die aus einem autoritären Weltbild stammen, die das Kind, die uns alle als Kind maßgeblich dazu zwang, sich selbst für seinen eigenen Drang zur Autonomie von Gefühlen, Vorstellungen und Handlungen zu hassen. Denn die eigenen Eigenschaften schienen ja dafür verantwortlich zu sein, dass die Eltern einen ausschimpften oder bestraften.

So übernimmt man nach einiger Zeit die Position der Eltern, verdrängt die eigene Individualität, hasst sie mitunter das ganze Leben, woraus sich Selbsthass und Hass auf andere Menschen entwickelt, der wiederum Abspaltung und Ausgrenzung von anderen Individuen impliziert. Die Staatsdiener grenzen also andere Menschen aus, indem sie ihrem Zwangskollektiv dienen, indem sie sich mit ihm identifizieren und ihn für einen Teil ihrer eigenen Individualität und Freiheit halten. Die Übernahme von Ideologien ist seit dem elterlichen und schulischen Machtkampf zum Überlebensmotto geworden. Wer sich nicht anpasst verliert. Aber wer sich anpasst, verliert seine Individualität. Dieser Widerspruch ist unerträglich für Menschen die sich mit Ideologien ein funktionierendes Leben aufgebaut haben, daraus ihr Empfinden von Recht, Ordnung, Verantwortung, Freiheit und Liebe definiert haben. Für sie ist es lebensbedrohend wenn ihre Ideologie, ihre Identifikation mit dem Zwangskollektiv Staat oder Religion hinterfragt, kritisiert und angegriffen wird. Darauf reagieren sie mit äußerster Brutalität, so zum Beispiel mit Terrorakten. Mal werden Bomben in U-Bahnen gezündet, um die Ungläubigen zu belehren, zu vernichten, zu überzeugen, um sie dazu zu bringen, die Größe der eigenen Ideologie  anzuerkennen und damit auch die eigene völlig durch die Abspaltung von Empathie und der eigenen Individualität verdrehte, krank- und wahnhafte Persönlichkeit zu respektieren. Dann werden Familien mit deutschen Bomben in Afghanistan zerfetzt, um die Freiheit und Sicherheit des eigenen Zwangskollektivs zu sichern und ebenfalls das Signal zu senden, respektiert unsere Macht und alle dahinterstehenden Individuen, die sich damit identifizieren. Beide Ideologien, ob religiös oder staatlich, fußen also in entfremdeten Menschen, die jederzeit manipulierbar und zu neuen Schandtaten verführbar sind.

Und die besagten linksinspirierten Aktivisten haben anscheinend auch keine andere Idee, als darauf ebenfalls mit Bomben zu antworten, diesmal aber als Rache, als Kritik an das Bombenwerfen in aller Welt mithilfe der deutschen Waffenindustrie. Darin ist eindrucksvoll ihr empathieloses, entfremdetes Unverständnis gegenüber der Destruktivität anderer Menschen in Staaten und Religionen dokumentiert, obwohl ihre schemenhafte Analyse im Bekennerschreiben einige korrekte Ansätze aufgewiesen hat. Die Antwort von linken Aktivisten sollte eben nicht die Gewalt, welche neue Feinde, Unverständnis und Destruktivität hervorrufen wird, der Selbsthass, welcher immer neuen Hass produziert und in die Welt setzt, sein. Denn Gewalt und Hass melden beide eigene Machtansprüche an. Es sollte stattdessen mit Liebe, Mitgefühl, Solidarität, Kommunikation und Organisation reagiert werden. Dabei ist auf dezentrale, antiautoritäre und undogmatische Durchführung zu achten. Das freie Individuum in seiner Ganzheit und Individualität soll anerkannt sein und so als Maßstab für eine bessere Welt dienen.  Die Antwort auf all die Zerstörung der Welt, ausgehend von erwachsenen Kindern, die sich noch immer ungeliebt und unakzeptiert fühlen, die sich in Ideologien und deren Zwangskollektiven geflüchtet haben, sich aktuell im Kapitalismus in Leistungswahn und Konkurenzkampf erschöpfen, dabei den Planeten zerstören, sind also nicht Brandsätze und daraus erhoffte kurzfristige „Entschleunigung“. Daraus erfolgt keine Inspiration der entmündigten, geschundenen, ausgebeuteten Individuen, die sich durch den Alltag schleppen und sich dafür hassen, sich selbst nicht entfalten zu können, geschweige denn zu erkennen, worin ihre eigentlichen, ursprünglichen Sehnsüchte und Bedürfnisse stecken! Das müssen die Revolutionäre dieser Welt zu allererst lernen. Wer den Hass, die Ausbeutung und Zerstörung, die Herrschaft des Menschen über den Menschen in aller Welt beenden will, muss zunächst einmal das Trauma seiner eigenen Kindheit erkannt, verarbeitet und überwunden haben!

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Radioaktiver Kapitalismus & menschliche Bedürfnisse

Wir sind seit unserer Geburt daran gewöhnt zu hören wie die Menschheit am Abgrund steht. Menschen verhungern, Kraftwerke und Industriegebiete vergiften und verstrahlen den Planeten, Verkehrsunfälle, Suizide, Morde, Vergewaltigungen, Korruption, Lug und Trug scheinen zu unserem Naturell zu gehören. Wir scheinen die Zerstörung zu brauchen, wir atmen die Abgase der Industrie, der Verkehrsströme ein und stossen sie mit einem Giftcocktail der Zigarette wieder aus. Wir sind umgeben von natürlichen und vom Menschen geschaffenen Gefahren. Teilweise hat uns die Entwicklung von Technologie und Wissenschaften vor so mancher Gefahr gerettet. Wir konnten die Pest, die Pocken, Aids und viele andere Krankheiten entweder fast ausrotten oder zumindest in Schach halten. Auch Krebs kann bei rechtzeitiger Entdeckung wirksam bekämpft werden. Wir können mit Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen weite Strecken überwinden, können mithilfe des Internets jederzeit in Echtzeit miteinander kommunizieren, wir scheinen zusammenzurücken und uns unserer Fehler und Probleme stärker als jemals zuvor ausgesetzt zu sein. Andererseits hat uns die Entwicklung von Technologie und Wissenschaft neue gefährliche Entwicklungen gebracht.

Tausende Waffentechnologien und keine Perspektive

Wir werfen hochmoderne Bomben aufeinander und haben innerhalb von Sekunden Bilder von zerfetzten Leichen und trauernden Menschen. Wir können zum Abendessen, nach der Arbeit, sehen wie andere Menschen sich den Krieg erklären, wir können sehen wer verliert und wer gewinnt, was die Staatengemeinschaft davon hält und wie sich alles im Kreis zu drehen scheint. Wir könnten theoretisch alles auf unseren 3D Fernsehern sehen. Mittlerweile werden jedenfalls Informationen und Bilder verstärkt zur Manipulation und Kontrolle der Massen eingesetzt. Vietnam war der letzte Krieg der ungefiltert betrachtet werden konnte. Was hört man schon von Afghanistan oder dem Irak? Ab und zu werden Tote, Aufstände, Attentate gemeldet, aber die tatsächlichen Zustände bleiben seltsam unbekannt und fremd. Was bewegt denn die Einheimischen und Soldaten? Wie sind die Perspektiven? Was will man denn wirklich verändern, um das morden zu beenden und eine Zukunft für diese Menschen zu ermöglichen? Es gibt keine Antworten. Es herrscht Schweigen, welches das Morden legitimiert. Man hat sich damit abgefunden. Es wird kaum diskutiert, mit viel größerer Begeisterung werden Waffen produziert.

Soldaten sind Mörder in unserem Interesse

Die Soldaten morden im Auftrag der Regierung und die Regierung hat vorallem die Rohstoffe und die internationalen Beziehungen im Blick. Gleichzeitig wird der Bevölkerung erzählt, wie tapfer sich unsere Soldaten für unsere Interessen opfern. Man redet uns seit Jahrzehnten ein was für Interessen wir haben sollen, für ebenwelche unsere Soldaten morden. Wohlstand, Arbeitsplätze und Sicherheit kosten Menschenleben. Es wäre besser wenn wir lieber alle arm, arbeitslos und schutzlos sein wollten, als einen Krieg zu unseren Gunsten zu akzeptieren. Aber dazu fehlt uns der Mut. Es fehlt auch der Wille sich anzusehen was auf diesem Planeten abgeht. Dieses fehlen von Empathie und Engagement ist das Ergebnis jahrzehntelanger Unterdrückung und Ausbeutung. Dies ist Ausdruck von Entfremdung und Bewusstlosigkeit. Wir sind wie Kinder, die von ihren Eltern geschlagen wurden und nun selbst schlagend durch die Welt laufen. Wir sind blind für die Bedürfnisse anderer Menschen und je blinder wir sind, desto heftiger schlagen wir zu. Die Regierungen bekräftigen uns darin, denn es stärkt die eigene Nation in ihren ökonomischen und politischen Interessen, während es andere Nationen und damit Millionen andere Menschen schwächt. Diese Schuld lähmt uns und je länger wir Regierungen und Konzerne gewähren lassen, desto schlimmer wird es. Wie sehen denn unsere Interessen aus? Brauchen wir wirklich jeden Monat neue Autos, Handys, Computer, schlicht Produkte? Müssen wir denn jeden Tag das Rad neuerfinden? Es ist doch eine horrende Verschwendung von Rohstoffen, Lebenszeit und Kraft Dinge zu produzieren die unser Leben entweder kaum oder gar nicht verbessern. Wer kann bestätigen das ein paar PS mehr im Wagen tatsächlich das Lebensglück erhöhen? Vielleicht kurzfristig bis es zu einem Crash mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kommt oder ein Rendezvous mit einem Baum passiert. Ist es nicht langsam Zeit ein wenig mehr Bescheidenheit zu leben um auch anderen Menschen ein würdevolleres Leben zu ermöglichen?

Es gibt seit tausenden von Jahren Krieg, Elend und Zerstörung, warum sollte sich das in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten ändern? Wir leben die Zerstörung und die Vergewaltigung des Planeten, mit all seinen Facetten und Lebewesen. Wir finanzieren als Steuerzahler die in aller Welt mordende Bundeswehr, so wie fast alle Menschen ihre Militärs unterstützen. Keiner kann das als eine gerechte Sache deklarieren. Mord bleibt Mord. Gewalt muss erneute Gewalt auslösen. Jeder kennt diese Weisheit, aber es führt zu keinerlei Konsequenzen. Es gibt keine konsequente Forderung danach, für Krieg keine finanziellen Mittel mehr beizusteuern. Man sieht nicht einmal mehr den ökonomischen Nutzen, der sich daraus speisen würde. Statt Geld in Waffen und Befehlsgewalt zu investieren, könnte man das Geld in Schulen oder Pflegeheime einsetzen, dort wo es tatsächlich Menschen hilft. Es liegt aber nicht in unserem Interesse, sagt die Regierung. Wer schützt uns denn dann vor anderen Nationen? Wir misstrauen unseren staatlichen Nachbarn, wie wir als Individuen gegenüber den eigenen Nachbarn, entweder Misstrauen oder Desinteresse praktizieren. Der sogenannte pädophile Maskenmörder und Vergewaltiger, der über Jahrzehnte Kinder in seiner Wohnung einlud, konnte vergewaltigen und morden, weil bspw. die Vermieterin sich damit begnügte, pünktlich ihre Miete zu erhalten. Alles andere war ihr „egal“, wie sie in zahlreichen Interviews betonte. So wie die halbe Nachbarschaft von dessen Neigungen wusste, so gleichgültig war es ihr auch, welches Leid sich daraus speisen musste. Sie hatten alle wohl besseres zu tun, zum Beispiel: Geld verdienen. Vor lauter ökonomischer Hetzjagd nach Anerkennung und Lohn im Job, verlieren die Leute die eigentlichen Werte völlig, falls sie sie jemals hatten.

Welche Werte steuern unser Leben und unsere Gesellschaft?

Dieses Desinteresse gegenüber anderen Mitmenschen, gegenüber anderen Nationen und Kulturen ist die eigentliche Gefahr. Daraus kommt das Misstrauen und z.b. die Unterstellung, der Islam sei eine gefährliche faschistische Ideologie, die jeden Ungläubigen brennen sehen will. Es gibt mittlerweile europaweit einen richtigen Trend hin zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, so etwas kommt nicht spontan oder von ungefähr. Die Angst der Leute ihre vertraute Welt könnte zusammenbrechen, nur weil andere Menschen mit anderen Vorstellungen zuwandern, ist ein deutliches Signal für deren geringes Selbstbewusstsein gegenüber ihrer eigenen Kultur, ihren Werten und ist darüberhinaus ein Attribut für die fehlende Weisheit ihrer Ansichten. Anstatt sich zu fragen, warum man gegen Moslems ist, nur weil es unter ihnen, wie in allen Denkrichtungen, Extremisten gibt, werden hunderte Millionen Menschen von vorneherein verteufelt und entmenschlicht. Sie werden wie die Juden damals auf Ratten und instinktgesteuerte Bestien reduziert. Dabei besteht in jeder Ideologie dasselbe Problem wie im Islam. Die Demokratie ist eine heilige Kuh, wer daran rüttelt ist ein Extremist. Beim Kapitalismus genauso, wer daran rüttelt ist ein Fanatiker, ein Träumer, Chaot, Kommunist, was auch immer, in jedem Fall Jemand, dem man misstrauen und bekämpfen muss, da er die vertraute Ordnung gefährdet und entsprechend einen Hinterfragungs- und Zersetzungsprozess der eigenen Ideologie und Vorstellungen antreibt. Es gibt überall diese knallharte Distanzierung von Andersdenkenden, überall bietet sich ein potentielles Konzentrationslager für Querdenker und Leute, die nicht so funktionieren wollen und können, wie es eben gerade im Zeitgeist und innerhalb der Nation/Glaubensgemeinschaft Vorschrift ist. Genau das erleben wir doch auch mitten in Deutschland, wie weltweit. Millionen Menschen sind arbeitslos, können nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, oder nur sehr eingeschränkt. Sie werden nicht gebraucht, sind quasi menschlicher Abfall, der der arbeitenden Bevölkerung lediglich als asozialer Parasit negativ auffällt. Das ein ranghoher Politker namens Westerwelle ungestraft die Verlierer und Ausgestoßenen dieser Gesellschaft als dekadent beschimpfen darf, obwohl er selbst ja die Dekadenz und der Parasit in Persona ist, und sie damit zu Freiwild erklärt, ist ein deutliches Zeichen für die dramatisch grassierende Bewusstlosigkeit und Ahnungslosigkeit der Bevölkerung.

Offensichtlich hat die westliche Welt keine ehrvollen Werte, denn seit Jahrzehnten wächst der Einfluss des Geldes, des Kapitals, der Gesetze des Marktes, die überhaupt nichts mit dem Wesen des Menschen und dessen Bedürfnisse gemein haben. Das was am ehesten noch zählt, sind die Interessen der Kapteileigentümer, was natürlich zum Nachteil der Lohnabhängigen sind, sie brauchen Geld um überleben zu können. Lohnabhängige und Kapitalisten stehen sich unversöhnlich gegenüber, solange der Kapitalismus nicht überwunden ist. Diese Wahrheit muss als Gewissheit in den Köpfen wachsen. Alles was wir mal als Anspruch hatten, wie z.b. die Nächstenliebe, trotz Kreuzzüge und Pädophilie im Christentum, schwindet aufgrund des tagtäglichen Konkurrenzdenkens und -lebens der arbeitenden, lohnabhängigen Massen. Niemand hat mehr Zeit für andere, geschweige denn für sich selbst, denn der Konkurrenzkampf wird immer heftiger, die Arbeit am Arbeitsplatz immer intensiver, jede Minute im Job muss maximal ausgeschöpft werden, sonst ist sie für den Arbeitgeber, für den Konzern, für den Kapitaleigentümer eine verlorene Minute. Und je mehr ausgebeutet wird, je intensiver rationalisiert wird, desto schlimmer wird es in der Zukunft werden. Wir versuchen uns daran genauso zu gewöhnen, wie wir uns an die Hungernden, Vergewaltigten und Unterdrückten gewöhnt haben, zu denen wir teilweise selbst gehören. Wir versuchen unser Los zu akzeptieren. Wir sind nunmal geboren um ausgebeutet zu werden und ab und zu mal zu wählen, wer uns ausbeuten darf und wer bestimmen darf, inwieweit das geschehen soll und geschehen darf. Kapitalisten und Regierungen arbeiten grundsätzlich Hand in Hand. Selbst wenn die Linke mehr gewählt werden würde, würde sich daran niemals etwas ändern. Diese Partei will wie alle Parteien an die Macht, an die staatliche Macht, an die Macht eines Staates der den Kapitalismus braucht und mit Gesetzen, Justiz und Gewaltmonopol legitimiert und durchsetzt. Der Wille zur Eroberung der politischen Macht, ist ein Glaubensbekenntnis für die Ausbeutung von Milliarden Menschen, für die Unterdrückung der Bedürfnisse und Wünsche der Weltbevölkerung. Im Grunde genommen kann man die Parteien, ähnlich wie Westerwelle und andere Politiker, als personifizierte Bewusstlosigkeit auf den Punkt bringen. Denn sie stossen der Bevölkerung, in Form von Gesetzen, die Säbel in den Leib, obwohl sie es verhindern könnten und eine Infragestellung und Umwälzung vorantreiben könnten. Entweder machen sie das bei vollem Bewusstsein, was man dann wohl nur noch als kriminell bezeichnen muss oder sie sind tatsächlich völlig ahnungslos was sie da eigentlich den ganzen Tag machen. Beides ist eine Katastrophe für die Lohnabhängigen, sie müssen sich endlich gegen diese Funktionäre des Kapitals wehren.

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Scheiß auf diese Gesellschaft

Wieso beschäftigt sich die Gesellschaft, also die Menschen auf den Strassen, in den Clubs, Schulen, Unternehmen wo auch immer lieber mit den paar Opfern von irgendwelchen spektakulären „Terroranschlägen“ statt mit den tausenden Menschen die sich täglich umbringen oder die täglich vom System durch Hunger und fehlender Medizin usw. umgebracht werden?!

Wir sind die Gesellschaft, wir sind die Vertreter der westlichen Hemisphäre, wir sind Teil des Problems und solange wir nicht gegen diese Idiotie mit unserem Leben einstehen sind wir auch weiterhin Ursache für das weitere bestehen dieses alltäglichen Massenmords! Rafft es endlich! Lasst den fucking Fußball liegen, scheißt auf die One-Night-Stands mit irgendwelchen Ollen oder Kerlen aus billigen Saufclubs, kotzt auf Eure Arbeit, verbrennt Euer Geld lieber als diesen Wahnsinn länger mit Eurer Lethargie zu unterstützen!

Was geht in Euch bloss vor? Ich raffe es nicht. Während im Irak und hunderten anderen armen Ländern tausende Menschen für Rohstoffe, Machtcliquen und für uns ausgebeutet und ermordet werden feiern wir reichen Arschlöcher in Europa, Amerika usf. das Leben und uns selbst. Als ob wir irgendetwas besser machen würden als die Afrikaner, als ob wir irgendwie besser wären als die Leute in Indien oder Brasilien. Ja gut, wir können besser ausbeuten wunderbar! Wir sind die Wichser die jahrhundertelang Schwächere ausgebeutet haben, nicht nur über irgendwelche Kolonien oder über Kriege und Gesetze bezgl. Handelsrichtlinien sondern vorallem mit unseren Vorstellungen vom Leben und den anderen Menschen, mithilfe unseres kranken dekadenten Lebensstils.

Fragt Euch mal warum sich täglich tausende von Leute freiwillig zerstören! Fragt Euch mal warum täglich Millionen Menschen wie Soldaten zur Arbeit marschieren und auf ihre Zweifel, Gefühle, Sehnsüchte und Träume scheißen! Fragt Euch mal warum Millionen von Menschen in der Lage sind sich selbst zu verarschen und zu verleugnen! Hinterfragt die Werbung, hinterfragt die Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, die Verhältnisse in all ihren Aspekten oder ihr werdet genauso wie diese Menschen enden oder ihr seid es unlängst.

Wieviel Aussagekraft hat die Gothic, Metal, Punk, Techno, Emo, HipHop-Szene wenn sie diese Aspekte nicht extrem hart und präzise an sich heranlässt und hinterfragt? Sie sind blosse Mode geworden, allesamt und viele wissen das auch, jammern über die Zerstörung der „Szene“ und verlassen enttäuscht das Feld. Stattdessen müssten sie umso stärker dagegen ankämpfen und selbstverständlich mit allen Mitteln dagegen protestieren! Aber sie haben selbst keine Ahnung was in der Welt vorgeht, genauso wenig wie die sogenannten „Normalen“ die „Bürgerlichen“ sie sind absurderweise genauso verlogen, verwirrt, orientierungslos und fertig und das macht ihnen höllische Angst, welche sie natürlich ständig versuchen zu verdrängen. Als ob man das Meer daran hindern könnte den Strand zu erreichen!

Jeder Mensch hat die Möglichkeiten in dieser modernen Gesellschaft alles zu hinterfragen, wir haben nahezu unendliche Quellen die mehr enthalten als in jedem anderen Zeitalter der Menschheitsgeschichte. Und was machen wir draus? Wir fressen, saufen, rauchen, schlicht konsumieren soviel, wie andere zu wenig haben und werden dabei krank, depressiv und fett. Aber statt diese Realitäten zu hinterfragen und dann anzuklagen, zu bekämpfen wird so weitergemacht als gäbe es irgendeinen Zwang, als würde man uns mit Waffen dazu zwingen Fast Food herunterzuschlingen, als wären wir gezwungen jeden Trend, jede navie Nuance der menschlichen Irrungen und Wirrungen mitzumachen. Was ist das für eine Zeit? Was ist das für eine „Gemeinschaft“? Macht sie Euch nicht auch verrückt? Wie lange könnt ihr das noch verdrängen?

Irgendwann dreht ihr genauso durch wie die Amokläufer, ich höre Euch oft genug nach solchen Taten sprechen: „Endlich macht mal einer/eine was“, oder „Ich kann ihn/sie verstehen“ fast genauso wie bezgl. der RAF. Als ob diese Gewalt irgendetwas konstruktives hätte, aber ihr seid derart verzweifelt und damit geil auf Gewalt und Zerstörung, dass dies das einzige ist was Euch noch erreichen und berühren kann. Ihr seid derart entfremdet und in den Arsch gefickt, ihr rafft nur noch irgendetwas wenn man Euch ins Gesicht schlägt.

Ihr lasst Euch spalten, ablenken, verarschen und feiert Eure Idiotie, ihr arbeitet für riesige Arschlöcher im Sinne begrenzter primitiver Vorstellungen von der Welt und anderen Menschen. Ihr zerstört mit diesem Verhalten systematisch die Grundlage für eine bessere Welt. Ihr sorgt für die Steigerung der Armut und überhaupt für die Steigerung der Unrechtsverhältnisse. Was ist die Demokratie schon wert? Seit 60 Jahren wird gewählt und was haben wir davon? Wir haben Millionen Produkte von denen die Mehrheit moderner Schrott ist. Wir haben über 1600 Milliarden Euro Schulden. Wir haben seit 60 Jahren Parteien und Politiker die die Bürger nicht vertreten sondern auf sie eintreten. Was ist mit den Grundrechten? Wieso werden die Menschen in Zwangsarbeit gedrängt? Weil sie auf Unterdrückung und Schmerzen stehen? Stehen wir alle drauf im Unrecht zu leben und einer permanenten Vergewaltigung der Menschen durch die Menschen zu ertragen?!

Wie wäre es wenn ihr die Realität einfach mal so akzeptiert wie sie ist, statt sie zu verzehren? Wie wäre es wenn wir endlich einmal fair, ehrlich und entspannt die vorhandenen Probleme mit den Fähigkeiten und Resourcen die wir haben angehen? Ist das zuviel verlangt? Müssen wir auf so Details wie Nationalität und Geschichte wert legen, welche ohnehin in der Vergangenheit größtenteils aus eher zufällig oder von riesigen Arschlöchern ohne Einverständnis der Bevölkerung gemacht wurden?! Es ist eine Frage des Bewusstseins, was passieren wird! Leute macht Euch wach, wenn ihr schon diesen Text lest, befasst Euch mehr mit den Dingen die euch am meisten stören und ihr werdet über die Monate und Jahre hinweg daraus lernen. Wir sind lernfähige Wesen, nutzen wir unsere Fähigkeiten, machen wir uns daran sogenannte Utopien zu realisieren. Alles ist besser als die bisherigen Idotien. Es gibt keine andere Alternative als das Paradies.

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