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Nationen voller Sklaven

Die „Gleichheit“ und „Gerechtigkeit“ in unserer Gesellschaft besteht darin, dass jeder Mensch das Recht hat von Kindesbeinen an als Schüler im kapitalistischen Bildungssystem zu einem „mündigen Bürger“ erzogen zu werden, der die „Freiheit“ geniesst, sich in voller Abhängigkeit zum Kapital als Ware Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt in sämtlichen Branchen und Berufen zu verkaufen. Die Unmündigkeit darin wird deutlich, wenn man sich die Wertung der Menschen über die Folgen dieses Verhaltens ansieht. Das Kapital reisst den Planeten ständig nach verwertbarem Material auf, vergiftet, vermüllt und zerstört Wasser, Tierwelt, Land, Luft und Leute, was nur durch die Beteiligung aller Individuen an der kapitalistischen Produktionsweise über ihre Arbeitskraft möglich ist. Gewertet werden diese unübersehbaren Katastrophen als Ungerechtigkeit, Unvernunft, Unmoralisch, Unsinnig, Unerwünscht, was nur mit weiteren Regeln in der Wirtschaft zu lösen sei. Ein Zusammenhang zwischen globalen Wachstumszwang von Staatshaushalten, Konzernen und der globalen Zerstörung von Umwelt oder der Verrohung menschlicher Beziehungen wird nicht gesehen.

Diese verzerrte Wahrnehmung auf die Realität sorgt z.B. für die Fortsetzung des Hungers in aller Welt, während ein paar Kilometer weiter frische Lebensmittel weggeworfen werden, weil sie keinen Käufer gefunden haben. Woher kommt dieser Blickwinkel? Die Identifikation des modernen Menschen mit Leistungs- und Konkurrenzprinzipien beginnt in der „fortschrittlichen Zivilisation“ mit dem Notensystem, dem vergleichen der Schüler untereinander, der Drohung für immer ein Versager zu bleiben, wenn die Noten sich nicht verbessern, durch die Kritik und Anleitung der Lehrer, dem Liebesentzug der Eltern, wenn die Leistungen nicht stimmen usw. Eltern, Verwandte, Lehrer usf. besitzen eine außerordentliche autoritäre Machtposition über den jungen Menschen, der ihnen vertraut, von ihnen abhängig ist, wodurch sich automatisch eine Gläubigkeit in Autoritäten bei den Schülern bzw. Kindern einstellt.

Die gesamte Identität wird mit den Jahren nach und nach darüber aufgebaut inwieweit man sich den Ansprüchen der Autoritäten bzw. der äußeren Welt angleichen kann, die man für absolut logisch und gerecht hält, weil man nichts anderes zu Gesicht bekommt und keine aktiven Rebellionen dagegen kennt. Das Kind unterdrückt im Zuge dessen eigene Wünsche, Bedürfnisse und Hoffnungen, zerbricht chancenlos unter dem Gewicht der Ansprüche der kapitalistisch-geprägten Umgebung. Es übernimmt fortan das Lebensmotto, welches allgemeinhin für die meisten Menschen die Handlungsmaxime ist: Nur wer Leistung bringt kann Liebe und/oder Anerkennung erwarten. Anerkennung und Liebe sind in so einem gesellschaftlichen Zusammenhang immer Mangelware, also wird alles für sie getan.

Ist diese Haltung übernommen wird sie gleichermaßen als Anspruch und Lebenseinstellung gegenüber allen anderen Menschen und der Gesellschaft in allmöglichen Lebenssituationen formuliert: Was nützt mir der Kerl? Was bringt mir der Job? Wieviel bekomme ich für mein Geld im Kaufhaus? Stimmen meine Leistungen im Beruf? Ist mein Arbeitskollege nützlich für das Unternehmen? Werde ich ordentlich regiert? Werde ich gerecht bezahlt? Das Leben wird als Chance begriffen „soviel wie möglich“ herauszuholen und „das Beste daraus zu machen“. Die gesamte Welt erscheint nur dafür existent maximal ausgebeutet zu werden. Das ist nichts weiter als blanker Egoismus, der als notwendige Folge der kapitalistischen Produktionsweise entstehen muss, weil es kein anderes Ansinnen als Leistungs- und Wettbewerbsmaximen gibt, unter denen das Invidiuum sein Leben bestreiten kann. Das bürgerliche Subjekt, welches hier beschrieben wurde, ist das nützlichste Vehikel für das Kapital, weil es die notwendige Sklavenmentalität mit sich bringt.

Eine Hinterfragung der Welt findet aus einer derartigen Sklavenmentalität nicht statt. Die Spielregeln des Kapitalismus werden akzeptiert. Es dominieren z.B. in den Massenmedien immer wieder Fragen wie: Werden die Spielregeln gerecht umgesetzt? Warum greift die Politik nicht ein, wenn dieses oder jenes betrieben wird? Wenn man als Verlierer dieser Spielregeln verhungert, dann ist es aus dieser Mentalität heraus bloss gerecht, denn „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“. Sozialhilfe oder Solidarität gibt es nur, wenn der Betroffene zu Protokoll gibt, möglichst schnell wieder um Anerkennung und für Profite kämpfen zu wollen und entsprechende Bewerbungen verschickt, was unter dem Banner „Fordern und Fördern“ bei der Arbeitsagentur steht. Solange die Mehrheit der Menschen ihre Liebe und Anerkennung über die Leistung im Wettkampf um Profite erstreiten will, wird sie einerseits unter deren Mangel leiden und andererseits als unmündige Diender des Kapitals die Welt ungeniessbar machen.

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Alles Denken zerstört die Welt

Wenn ihr ehrlich sind verlagern wir unser Glück und unsere Freiheit ständig in die Zukunft.

Später wird alles besser oder es wird alles gut. Es gibt jede Menge Durchhalteparolen, Sprüche, weiche Formulierungen die uns durch den Alltag trösten. Eine erweiterte Form davon sind die Industrien die uns mit Konsumprodukten, mit Unterhaltungsformaten in vielseitiger Form begegnen.

Wir haben scheinbar ein hohes Interesse daran für unser Glück, für unsere Freiheit und unseren Erfolg zu kämpfen. Alles muss erkämpft werden. Liebe, Sicherheit, Vergnügen, Macht und Karriere. Dabei erkennen wir nicht wie wir uns selbst beschränken und ständig den nächsten Schritt in die Selbstzerstörung gehen. Wir spüren es deutlich an schweren Tagen, an denen wir wirklich sogenanntes Pech hatten, wenn Überstunden geschoben werden, die S-Bahn Verspätung hat, wenn eine kollektive Krise, wie die finanzkrise herrscht. Dadurch merken wir ein wenig, wie stark unsere Pläne eigentlich jeden Tag zwischen Scheitern und Funktionieren wanken.

Wenn wir uns mit Kunden ärgern, mit nicht funktionierenden IT-Systemen plagen, wenn wir zur Arbeit hetzen, unruhiger schlafen, die Familie vernachlässigen, wenn wir nie richtige Liebe gefunden haben, uns mit oberflächlicher Unterhaltung und schnellen Essen zufrieden geben, dann wissen wir in unserem tiefsten Herzen: Wir liegen mit unserer jetzigen Lebensweise vollkommen falsch. Wir ärgern uns, schimpfen und jammern. Diskutieren mit Kollegen und Freunden, wissen aber selten eine echte Lösung aus der verkorksten, harten und kalten Realität die wir Menschen uns über die Jahrhunderte Schritt für Schritt erarbeitet haben.

Der Ursprung dieser Situation ist das Denken. Es ist beschränkt und erkennt diese Tatsache nur sehr ungern. Es erdenkt sich Ideale, Vorstellungen die zur Freiheit und Gerechtigkeit führen sollen, obwohl die Realität immer wieder mit Chaos, Tyrannei und Unterdrückung, also dem genauen Gegenteil als Faktum und Ergebnis dieser Überlegungen antwortet.  Wir ersetzen gescheiterte Systeme durch neue Systeme und wundern uns das es wieder zu Ungerechtigkeit führt und wieder zur Plage wird. Das liegt an der Beschränkheit des Intellekts und Wissens. Es gibt keinen Menschen der alles weiss und alles in jeder seiner Handlungen bewusst einbeziehen und berücksichtigen kann. Doch genau das verlangen wir von uns selbst und allen anderen Menschen, wenn wir dem gesellschaftlichen Systemen folgen.

Jeder Erfolg braucht eine Steigerung, jedes Haus braucht eine Verbesserung, jede sexuelle Erfahrung eine neue, aufregende Erfahrung die alles vorherige toppen soll. Es ist ein ständiger Kampf um neuere, schnellere, schlicht bessere Dinge, Erfahrungen und Kenntnisse. Ein ständiger Wettlauf nicht nur im Wettbewerb gegen andere Menschen, sondern auch gegen sich selbst und für die eigenen Ideale und Ziele. Das dies alles nichts bedeutet und sich sofort auflösen würde, wenn man nur davon abliesse, scheint keinen der vielen Miliarden Menschen zu interessieren. Es scheint, als ob nur das Denken Freiheit und Glück dieser Erde bringen kann, obwohl es seit Jahrhunderten zum größten Teil zum Gegenteil geführt hat.

Denken ist trennend. Menschen trennen Menschen, aufgrund von vergleichen und denken. Es gilt zu verstehen was gedacht, beobachtet und erfahren wird. Es gilt Ruhe und Stille zu finden, ohne Druck und Geltungssucht. Das Leben was wir von der Vergangenheit mehr oder minder aufgedrängt bekommen haben, ist so nicht notwendig. Wir können es verändern, wir können wahre Freiheit und wahres Glück erleben. Dazu muss der Anfang bei uns selbst getan werden. Bei jedem einzelnen Menschen von uns. Dies kann nicht gelehrt werden, dies muss jeder Mensch selbst erfahren und lernen. Tut er es nicht, wird er Teil der Zerstörung und Verwirrung. Und er wird sich immer stärker mechanisieren und unglücklicher sein.

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Morden durch Arbeiten mit System

In meiner Ausbildung. Früher, als ich noch jung war.
Da habe ich mich mit zahlreichen Peitschenhieben durch den Alltag gepeitscht.
Ich hatte Angst zu schreien, Angst zu erkennen und den Dienst zu verweigern.
Mir war nur ständig im Kopf gelegen, dieser Schrei vor der Leere.
Es gibt keine zweite Chance dachte ich.

Ich fluchte ich sei verloren wenn ich nicht, diese Ausbildung durchziehe.
Sie war kein Geschenk für mich, obwohl sie es war.

Aber vor Schmerz, Verwirrung und Wahnsinn konnte ich nichts erkennen.
Ich trieb mich durch die Bürogänge und warf mich auf die Tische, wischte die Papiere hin und her wie man es mir diktierte.

Man was war ich doch für eine perfekte Maschine, mein Wesen, was noch irgendwas vom Menschen hatte, lag zu Brei zertreten irgendwo in den kalten Neonschatten.
Auch die Zeit war eine Qual, die ich ständig anschreien wollte.
Sie war zu langsam, sie war immer zu langsam.
Das Leben war im Büro zu lang, wenn ich das Tropfen meiner Seele hörte. Ich musste stets beschäftigt sein, sonst hätte ich das Erkennede in mir bekotzen müssen. Wie hätte ich dann atmen sollen?
Halb Mensch, Halb Maschine war ich wohl, zeitweilen sogar mehr Maschine.
Und jetzt nach all den Jahren, in denen ich träge in den warmen Bächen lag.
Ereilt mich nun die nächste Runde in diesem Überlebenskampf.
Unverstanden, einsam und zerrissen werde ich Freundlichkeit propagieren, Persönlichkeit vorschauspielern und ein menschliches Leben imitieren.

Aber was habe ich dann verstanden?
Ich darf mich nicht quälen.
Ich darf mich nicht disziplinieren.
Ich darf mich nicht versklaven und verkaufen, wenn ich frei sein will.

Die Alternativen sind rar.
Auswandern aus der Zivlisation oder Suizid.
Vielleicht Müll sammeln und Politik machen.
Was gibt es noch zu gehen auf all den Trampelpfaden der Menschheit?
Ich bin kein großer Mensch,
ich bin nur ein einfaches, zartes Wesen das keine Angst mehr haben will.
Liebe statt Angst ist mein Lebenswunsch.

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Eingeordnet unter Lyrik?

Kopfschuss für den Frieden

Wir züchten Millionen Lebewesen, geben ihnen Futter, ein Dach über den Kopf. Die Zeit geht ins Land und dann kommt der Schuss in die Fresse für jedes einzelne Geschöpf. Ihr Leben existiert nur in dunklen Kammern und letztlich um von uns ausgesaugt, zerschnitten, zerbissen, zerkaut, verdaut und ausgekotet zu werden. Was ist das für eine Existenz? Was sind wir für Wesen? Kann sich das Jemand erklären? Man kommt auf die Welt, oft schreiend, atmet unter Schmerzen, purzelt herum und lernt gehen, sprechen, denken, Dinge wagen, geht zur Schule und wird immer größer in der Sekte Mensch. Man ackert wie ein Sklave, für Noten, für Geld, für Positionen, für Ziele, für Frieden und Ruhe. Zwischendrin frisst, fickt, duscht, schlägt man sich durch die Masse und wird hart, alt, grau und müde bis man stirbt. Vor der Geburt war nur Schwarz nach dem Tod wirds genauso sein. Und außer Krawall und Panik war nichts gewesen.

P.S. Kopf in den Arsch, Salto in die Scheisse, darin drehen, winden, furzen und kacken!

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Eingeordnet unter Emotionales

Erstickungstod

Die Menschheit würgt in jeder Phase ihrer Existenz neue Errungenschaften aus. Die Massen jubeln, gackern und schreien. Es herrscht Überfluss und Langeweile. Die Flucht nach vorn, in Verstand und Zukunft, ist alles was dieser Spezies geblieben ist. Ständig werden Entwicklungen, Stimmungen, Meinungen gebraucht, gewürzt, vollgepumpt und aufgespritzt damit die Abwechslung perfekt wirkt.

Es ist Tradition, Kultur und Realität. Es mutiert an allen Gliedern, im Inneren wie im Äußeren, es schwillt zu einem dramatischen Sammelsurium von belangloser Scheisse an und droht mit jeder Sekunde eher zu platzen.

Einige in den Massen haben dies begriffen. Erwartungsvoll werfen sie sich die Klippen hinunter oder fangen schon langsam an zu applaudieren, um die Kilometer hohen Wellen aus Kot und Gedärme zu empfangen. Die irrsinnige Hirnlosigkeit, die fanatische Selbstsucht, das trostlose vegetieren im Aktionismus haben das Leben auf der Erde erwürgt.

Das Röcheln können wir in unseren Körpern spüren. Das Ende ist nah, so nah..

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Eingeordnet unter Emotionales

Stampfender Verstand kotet Leben voll

Das Wort ist Zerstörung geworden. Sprachen sind zerstörende Irrtümer die die Freiheit immer fester und kompakter einwickeln. Das Leben im Würgegriff des Verstandes.

Lautlos tippt mit leisen Schritten das Gedankenmonster auf kühlen weiten Gängen umher und kotzt immerzu neue Phrasen aus sich heraus, die brüllend, keuchend, rotzend Aufmerksamkeit, Licht und Nahrung verlangen. Man stirbt einmal mehr mit jedem Monstrum, der Raum wird enger, geringer und erdrückender. Das Selbst scheint sich in der Masse der haarigen, schwarzen Suppe voll Wörter und Satzschlangen aufzulösen. Irrer Juckreiz schneidet sich durch die Hülle, das Gefühl von Wahnsinn kommt mit jedem Herzschlag um Herzschlag näher und stößt dichter und dichter an den Tod. Die Drehungen beginnen zu schleudern, das Drama wird zu einem kreischenden Meer aus abertausenden von Stimmen und das Nichts wird zum blinden Schleier der vortäuscht es gäbe Grenzen.

Die Illusion von Sinn in Sinnlosigkeit schlägt sich in die Wahrnehmung des seelenlosen Zufallskopf.

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Eingeordnet unter Emotionales

Tötungsmaschine Mensch

Wir sind alle zufällig irgendwo auf dem Planet geboren worden. Wir sind alle gleich.
Mit welchem Recht lassen wir Ungerechtigkeit und Leid zu? Mit welchem Recht lassen wir es zu Menschen, Tiere und Umwelt zu quälen oder zu töten?

Alle Lebewesen sind gleichberechtigt. Kein System, keine Überzeugung, keine Idee oder kein Mensch wird das jemals ändern. Denn dies ist die Wahrheit.

Die Menschen spüren in ihrem Alltag das etwas fehlt. Es ist nicht Geld, es ist nicht die Beschäftigung, es sind auch nicht unbedingt die Überzeugungen dabei. Es ist die Ruhe die Fehlt.

Wir glauben wir sind so wahnsinnig toll. Wir technologisieren alles, wie feiern uns selbst in allem was wir tun, Symbole unserer Macht und Domination überall wo man hinblickt. Aber an Stärke und Ruhe haben wir nicht gewonnen.

Wir schreien bei Skandalen auf, wie jammern bei Anschlägen auf die Zivilisation, wir beschimpfen uns, schubsen, schlagen, treten und vergewaltigen uns. Wir sehen nicht das Ganze. Wir leben nur in verzweifelter Angst und schlagen auf alles was vedächtig erscheint.

Wir sind keine Menschen, wie sind ängstliche Lebewesen die nicht wissen was sie mit ihrem Potential, mit ihrem Leben anfangen sollen.

Dabei ist es so einfach. Wir sollten uns nicht von unserer Umwelt trennen oder distanzieren. Der Neger ist Teil von uns genauso wie der Affe oder der Stuhl auf dem wir sitzen. Es ist nicht respektlos es zu sehen, es ist ehrlich und absolut realistisch.

Wir bestehen aus Atomen genau wie Alles andere. Und das ist wörtlich zu nehmen.
Gold ist soviel wert wie Kot. Kot ist so wertvoll wie der reichste Mann der Welt. Was wir als wertvoll ansehen, wird plötzlich wertvoller. Und das ist ein Irrtum.

Daher sollten wir all unsere Wünsche, Empfindungen, Erfahrungen und Erinnerungen genauso als gleichberechtigt sehen, wie die Wünsche, Empfindungen, Erfahrungen und Erinnerungen anderer Lebewesen.

Dies ist die Grundlage für vernünftiges, soziales Miteinander. Anders kann es nicht funktionieren.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Hört auf Euch zu hassen

Wenn man aufhört in Zeit, Geld, Karriere, Berufe, Ämter, Regierungen, Nationen, Sprachen, Religionen Parteien, Organisationen, Zahlen, Bildungsabschlüssen zu denken wird man verstehen, dass man jede Person als Mensch betrachten muss. Wenn sich alle Menschen die Hände geben würden, was wäre da für eine Kraft vorhanden? Was könnte dann erreicht werden? Wir würden erkennen wie ähnlich wir uns sind, wie sehr wir uns lieben und respektieren können. Wir würden verstehen das Gewalt und Krieg völlig nutzlos und absurd sind. Wir würden versuchen unsere Kommunikation zu verstehen und wirklich miteinander reden!

Jeder Mensch hat einen gewissen Anteil an dieser Kraft und an dieser Realität die wir hatten, haben und haben werden. Unsere Instinkte sind dabei sehr wichtig, sie leiten uns und sorgen für absolute Harmonie. Durch die Technologisierung unserer Gesellschaft, haben wir uns lauter Hilfen und Extras im Leben angeschafft. Fortschritt und Wachstum um jeden Preis. Alles ist von unseren Systemen und Vorstellungen umzingelt. Längst haben sich davon einige Dinge verselbstständigt. Die Menschen wollen Geld haben, sie wollen größer und mächtiger sein als andere Menschen, obwohl sie das durch Nichts sein können. Wir brauchen mehr Selbstvertrauen, wir dürfen den Kapitalismus nicht zu unserem Leben machen.

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Eingeordnet unter Eigenes Buch

Menschen mutloser als jemals zuvor

Die Wissenschaft mag das tägliche Elend und die Arbeit erleichtert und gelindert und uns eine Vielzahl von Geräten gebracht haben, die uns das Leben bequem und unterhaltsam gestalten, doch sie hat uns zugleich eine Welt ohne jede Ordnung beschert. Unsere Sonnenuntergänge bestehen nur noch aus Wellenlängen und Frequenzen. Die Komplexität unseres Universums ist aufgeteilt in eine Reihe mathematischer Gleichungen. Sogar unser Selbstwert als menschliche Wesen wurde zerstört.

Die Wissenschaft behauptet das die Erde und die Menschen darauf nichts weiter sind als ein bedeutungsloser Fleck in einem größeren ganzen. Ein „komischer Unfall“. Die Technologie ,die uns zu vereinen versprach, teilt uns. Jeder von uns ist heutzutage elektronisch mit der ganzen Welt verbunden, und doch fühlen wir uns unsäglich einsam.

Wir werden bombardiert mit Gewalt, Zwist, Teilung und Betrug. Skeptizismus hat sich zu einer Tugend entwickelt. Zynismus und die ständige Forderung nach Beweisen sind zu aufgeklärtem Gedankengut avanciert. Ist es ein Wunder, dass die Menschen heute mutloser und niedergeschlagener sind als je zuvor in der Geschichte?

Gibt es irgendwas, das für die Wissenschaft heilig ist? Sie suchen nach Antworten, indem ist mit ungeborenen Föten experimentiert. Sie maßt sich sogar an, die Erbsubstanz des Menschen zu manipulieren. Sie zerschmettert Gottes Welt in immer kleinere Bruchstücke, auf der Suche nach dem Sinn. Und alles was sie findet sind weitere Fragen. Die Menschheit benötigte Jahrtausende vom Rad zum Auto, doch vom Auto zur Weltraumfahrt waren es nur ein paar Jahrzehnte.

Der Abgrund zwischen uns einzelnen Menschen wird tiefer und tiefer – und weil die Religion auf der Strecke bleibt, finden wir uns in einem spirituellen Nichts wieder. Wir sehnen uns nach einer Bedeutung wir schreien danach.Glauben sie mir, wir schreien! Wir glauben Ufos zu sehen, nehmen an spiritistischen Sitzungen teil, schlucken bewusstseinserweiternde Drogen all diese exzentrischen Ideen unter dem Deckmantel der Wissenschaft und doch schamlos irrational.

Dies sind die verzweifelten Rufe der modernen Seele, einsam und gequält, verkrüppelt durch ihre eigene Erleuchtung und ihre Unfähigkeit, Bedeutung in irgendetwas zu erkennen,das abseits von Technologie zu finden ist.

Wer ist dieser Gott der Wissenschaft? Was ist das für eine Gott der seinem Volk Macht anbietet, aber kein moralisches Rahmenwerk, das ihm sagt, wie diese Macht benutzt werden soll? Was ist das für ein Gott, der seinem Kind Feuer in die Hand drückt, ohne es zu warnen, dass es sich verbrennen kann? Die Sprache der Wissenschaft ist frei von Wegweisern: es gibt keine Abgrenzung von Gut und Böse.

Wissenschaftliche Bücher zeigen zeigen uns, wie an eine nukleare Reaktion in Gang setzt, doch es gibt kein Kapitel, in dem wir gefragt werden ob es eine gute oder eine schlecht Idee ist!

Sie behaupten ,die Kirche sei ignorant. Wer ist unwissender, frage ich? Der Mensch, der nicht weiß wie ein blitz zustande kommt, oder derjenige der die furchtbare Kraft des Blitzes nicht respektiert?

Autor: unbekannt

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Eingeordnet unter Fremde Texte

Alle Menschen sind gleich!

A: Alle Menschen sind gleich!

B: Was?

A: Ja.

B: Nein, jeder Mensch ist einzigartig!

A: Alle Autos sind unter sich genauso gleich, obwohl die Hersteller immer etwas anderes erzählen: „Mein Auto ist schneller, sicherer und sieht viel besser aus als das von dem anderen Hersteller!“ Jedes Auto braucht Treibstoff und Pflege, und einen Fahrer und natürlich Ersatzteile wenn es soweit ist und darin sind sie alle gleich.

Und wir Menschen sind auch alle gern verliebt, haben Hunger, suchen Kleidung und wünschen uns viel Sicherheit und Zukunft; Ach! Und eben Glückseeligkeit!

Was wir aber über die Jahrtausende gemacht haben ist zu sagen: „Mein Arsch ist runder als Deiner und damit bin ich besser als Du!“ Wie die Hersteller die ihre Autos verkaufen wollen..

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Zeit ist Geld!

Es soll ja nicht immer gemotzt und gejammert werden und schon gar nicht wenn man in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Man hat sowieso kaum relevante Sorgen. Zumindest muss man nicht hungern, hat Kleidung am Leib und naja eine Waffe braucht man auch nicht als ständigen Begleiter.

Was stimmt ist, wir müssen uns alle verflucht anstrengen. Wenn wir schlecht in der Schule sind, na dann bekommen wir wohl auch eine schlechte ‚Beschäftigung‘ bzw. Erwerbsmöglichkeit, – weil wir wohl nicht so ganz die Qualität liefern die die Anderen verlangen oder die der Markt verlangt.

Aber moment mal, verdammt warum dieser Stress?

Ich komme mir vor wie eine Legehenne. Geboren um Eier zu legen und wenn ich das nicht mehr kann oder nicht mehr indem Masse wie gefordert und gewollt, nundenn dann fliege ich eben raus und darf mir etwas anderes suchen. Dann eben keine Eier mehr, dann gebe ich eben Milch. Und wenn alles nicht hilft, nundenn dann bin ich eben eine Arbeitskraft die Kunden betreut, Produkte gestaltet, wirbt und verkauft, oder ich arbeite als Teil eines Teams an einer neuen Struktur in einer x-beliebigen Legehalle, ehm, Firma!

Macht es einen Unterschied ob ich ein Huhn bin mit einem Gitter vor der Nase mit völlig desaströsen Körperbau, oder ein Mensch mit eingeschränkten Freiheiten durch den Zwang Geld verdienen zu müssen? Ich kann mir Freiheit nur erkaufen, ich kann mich freikaufen wenn ich viel arbeite und das Glück habe dafür ausreichende Entschädigung bzw. ‚Belohnung‘ zu bekommen.

Fakt ist wir arbeiten enorm viel. Wir leisten sehr viel. Arbeiten bis 67 hierzulande. Und anderswo ist es entweder schlimmer oder nicht viel besser. Der enorme Druck der mittlerweile nun schon vom Kindergarten und frühen Schulklassen an beginnt und sich immer weiter bis in die letzten Poren der Gesellschaft steigert, kann nicht Teil einer gesunden Entwicklung einer vernünftigen Gesellschaft sein.

Statt uns Zeit zu nehmen und das Leben zu genießen, die Momente bewußt zu verstehen, lassen wir uns zu einer Arbeitskraft abstempeln. Andere Menschen müssen, was ein Glück, nicht als Arbeiter ihr Leben fristen. Sie kaufen sich ein Haus/Auto nach dem anderen und essen, trinken, feiern teuer. Und wir können froh sein wenn wir auf Schuldenbergen ein einziges Haus bewohnen und besitzen dürfen. Ist das wahre Gerechtigkeit?

Die gesamte Gesellschaft ist mir zu leistungsorientiert. Sinn macht diese Orientierung nur in wenigen Bereichen der Gesellschaft. Etwa in verschiedenen Gebieten der Forschung und Medizin. Wie in wilden Zeiten kämpfen wir ums überleben und kämpfen um jeden Batzen Fleisch (=Geld/Bildung/Zeit). Wenn das für die Zukunft irgendwas sicher und auf Jahrtausende gesehen bringen soll, würde ich dies gerne mal genauer wissen.

Jeder Autokonzern möchte das die neusten Autos gekauft werden und soviele Menschen wie möglich eines kaufen, um zu expandieren. Würde aber jeder Mensch ein Auto fahren, wäre der Planet unbewohnbar! Wir gehen auf eine Welt zu die sich zu schnell pushed und die wirklich wichtigen Dinge, wie Kampf gegen Armut und Beseitung diverser Irrtümer (Rassismus usw.) in der Gesellschaft verlieren an Aufmerksamkeit, Bedeutung und letztlich an Wert (z.B. Nächstenliebe!)

Denkt daran, andere reiche Menschen müssen sich nicht täglich darum bemühen wie sie weiterkommen. Und das ist nicht immer mit ihren übermenschlichen Leistungen begründet. – Ist dies gerecht? Ist dies wahre Gerechtigkeit?

Nur weil es zu Lebzeiten immer so war, muss es nicht heißen das es immer so bleiben muss!

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Flüchtige Gedanken..

Warum nehmen wir uns so ernst? Alles ist ein Witz und wir kämpfen umsonst. Wir kommen auf die Welt und sterben, werden von Anderen abgelöst bis diese wiederum sterben und abgelöst werden. Alles was existiert ist eine Geisel der Ewigkeit. Alles was nicht ewig währt ist Nichts.

Und wir kämpfen täglich mit dem Morgen ob wir aufstehen sollen oder träumen sollen. Wir die sich immer gegenseitig angucken und beurteilen müssen, um dann Flaggen zu hissen und Kriege darum zu kämpfen und zu töten..

Wer denkt an uns in 10 000 Jahren? Wer wird sich in 254 691 Jahren denken, die Menschen im Jahre 2007 v. XXX haben alles was ihnen damals möglich war getan und gedacht?

Ich bin schrecklich in Eile, ..

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Absatz 3 – Warum sind wir eigentlich so unglücklich?

Als ich heute morgen in der Trambahn sass, fiel mir ein, ich könnte doch mal eben nach einem glücklichen, lachenden Gesicht suchen. Und wisst ihr was?

Ich hab keins gefunden. Das brachte mich zu einer weiteren Folgerung. Warum verdammt nochmal schauen die Leute alle so elendig drein? Einige schauten als würden sie gleich gehängt, Andere sahen aus als hätten sie Bleichmittel oder irgendwas anderes giftiges am Morgen gefuttert und hätten übliche tödlich verlaufende Schmerzen im Magen. Ich wurde plötzlich todunglücklich, ich dachte ich sei in der Hölle gelandet. Schließlich suchte ich ja nach etwas ermunterndes und nicht nach dem Gegenteil, ich hatte ja gleich im Büro zu sitzen und mich mit Fremden auseinanderzusetzen, wie viele täglich von Euch auch.

Es war einfach erschreckend, überraschend und ernüchternd zu sehen wie diese Mitbürger, wie man sie hie und da nennt, – durch die Gegendtaumeln. Natürlich können sie sprechen und wahrscheinlich waren die meisten in Gedanken versunken, haben darüber nachgedacht was alles passieren könnte an diesem Arbeitstag, oder was sie vergessen haben, oder ob sie am Freitag sich mit Drogen abschiessen, oder oder.. Es gab ja viele Möglichkeiten warum diese Menschen alle so taub, so puppenhaft, so unterkühlt und grausig aussahen. Und ich zeigte Verständnis dafür, weil ich wußte, ich ziehe seit Jahren ein ähnliches Gesicht.

Wisst ihr mich erinnerten diese Szenen heute vorallem an einen alten Stummfilm. Er heißt Metropolis. Es ist wohl eine arge Darstellung. Der Mensch wirft sich an die Maschine, solange bis er stirbt. Der Mensch als Material, also Nutztier. Und naja, alles sehr extrem und unvorstellbar natürlich. Aber ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, im Ansatz ähnliche Abläufe zu erleben wie sie in diesem Film dargestellt wurden.

Nun erinnere ich mich an Martin Luther King. Was hat er mal gesagt? Ja, richtig:

Wir werden niemals Frieden in der Welt haben, bevor die Menschen überall anerkennen, daß Mittel und Zweck nicht voneinander zu trennen sind; denn die Mittel verkörpern das Ideal im Werden, das Ziel im Entstehen, und schließlich kann man gute Zwecke nicht durch böse Mittel erreichen, weil die Mittel den Samen und der Zweck den Baum darstellen.

Wir werden niemals mit bösen Mitteln gute Zwecke erreichen. Diese christliche Definition von gut und böse, muss ich ersteinmal versuchen zu entkleiden. Es sind doch recht straffe und alte Worthülsen, zwar mit Kern aber verwirrend.

Wenn ich heute, und morgen sicher wieder, soviele unglückliche Menschen auf dem Weg zur arbeit sehe, – könnte ich mir doch sagen das sie den Menschen in dem Film Metropolis ziemlich ähneln. Es würde mir ein Indiz dafür sein, das wir als Gesellschaft, geführt von Wirtschaft und Politik et cetera zu falschen Mitteln greifen um ein gewisses Ziel zu erreichen.

Warum sind wir so in Hetze, so unter Druck? Weil Andere es befehlen, weil die Gesellschaft dazu zwingt. Sie hat sich etwas auferlegt. Es ist nicht nur das Grundgesetz, es ist auch der Anspruch Ideale möglichst schnell zu erreichen, möglichst noch im eigenen Leben. Dabei sind Ideale ja nie zum erleben da gewesen.

Nun, wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, dann hat Martin Luther King wohl deshalb so Erfolg gehabt, weil er in unheimlicher Klarheit gesprochen hat, was andere ahnten, dachten oder sogar wußten.

Wählen wir also wirklich die falschen Wege, die falschen Mittel um unser Glück zu erreichen? Ist es nicht so das wir praktisch heute schon sagen können das wir morgen wieder Krieg haben werden? Ist es nicht so?

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Atomare Flaschenpost

Jeden Tag verzocke ich mein Leben. Jeden Tag entscheide ich mich für den falschen Weg.
Ob ich zur Arbeit gehe und dort 8, 9 oder 10 Stunden absitze oder daheim bin; um dort Stunden ziehen zu lassen.
Stets wähle ich falsch.
Ich weiß nicht warum ich das immer wieder mache.
Ich glaube ich bin erschlagen vom Luxus.
Resigniert und getroffen liege ich mit dem Gesicht im Dreck.
An mir zieht das Leben vorbei, – kann selten etwas davon begreifen.
Ich höre Schritte, höre Stimmen, spüre wie die Insekten und Parasiten an meiner Kleidung, meinem Körper hinauf-hinunter wimmeln und treiben.
Aber rühren kann ich mich nicht. Ich bin taub, ohne Gefühl ohne Lust, ohne Hass, totale Aphatieen durchziehen meinen Leib.
Sogern würd ich schreien vor Wahnsinn, dem kochenden Blut Zündung geben für Explosionen ins Nichts.
Aber ich bin kalt. Das Leben ist vorbei obwohl ich lebe.

Ich verschenke mich Tag für Tag, Nacht für Nacht.
Ich treibe meinen Puls Stunde um Stunde, Minute um Minute.
Sehnend nach einem Ziel, einer Bestimmung, einer Zuflucht.
Aber ich bin krank vor Menschlichkeit,
aber ich bin süchtig nach Liebe,
aber ich kann nicht leben.

Mein trunkenes Schiff im kreiselnden Irrsinn pflastert eine Lawine der Gedärme.
Worin bin ich mir vollkommen?
Warmes Schleifen-Ich,
Du dreckiges Dutzend hast mir die Seele gestohlen.

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