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Arbeitertagebuch

Da es mir schwer fällt Arbeit in der jetzigen Gesellschaftsform zu lieben, und ich auch sonst kaum Menschen habe mit denen ich dieses Thema besprechen kann. Werde ich ein Arbeitertagebuch führen.

Denn ich denke, es kann mir helfen den Kopf freizukriegen und besser alle notwendigen Aufgaben und Anforderungen zu erfüllen, die man von mir verlangt. Ich will mich mit diesem Tagebuch auch daran erinnern, wofür ich das mache. Denn ich arbeite nicht um mir schöne Sachen kaufen zu können oder noch reicher zu werden als ohnehin schon (Ich bin ein typischer durchschnittlicher Westeuropäer, kein Milionärssohn oder dergleichen).

Sondern um langsam meine Möglichkeiten zum Erwerb von mehr Weisheit, Wissen und Ruhe zu steigern und letztlich auch zu erfüllen. Das ist doppelt harte Arbeit und ich tue das weil ich an die Wahrheit und die Freiheit glaube.
Ich will mein Leben nutzen und nicht von Zwängen, Mustern oder anderen einschränkenden Verhaltensweisen belasten, fesseln und verkrüpeln.

Ich will also meine Gedanken hier absetzen und von meiner Gegenwart trennen. Denn ich brauche einen klaren Kopf um weiterzukommen und meine gesellschaftliche Lage zu verbessern.  Dabei will ich versuchen, keine Gefühle zu ignorieren, keinen Zwang zu produzieren, sondern wirklich Freiheit zu erleben und das große Ganze im Blick zu haben. Ich will versuchen nicht zu jammern und nicht zu optimistisch zu denken.

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Morden durch Arbeiten mit System

In meiner Ausbildung. Früher, als ich noch jung war.
Da habe ich mich mit zahlreichen Peitschenhieben durch den Alltag gepeitscht.
Ich hatte Angst zu schreien, Angst zu erkennen und den Dienst zu verweigern.
Mir war nur ständig im Kopf gelegen, dieser Schrei vor der Leere.
Es gibt keine zweite Chance dachte ich.

Ich fluchte ich sei verloren wenn ich nicht, diese Ausbildung durchziehe.
Sie war kein Geschenk für mich, obwohl sie es war.

Aber vor Schmerz, Verwirrung und Wahnsinn konnte ich nichts erkennen.
Ich trieb mich durch die Bürogänge und warf mich auf die Tische, wischte die Papiere hin und her wie man es mir diktierte.

Man was war ich doch für eine perfekte Maschine, mein Wesen, was noch irgendwas vom Menschen hatte, lag zu Brei zertreten irgendwo in den kalten Neonschatten.
Auch die Zeit war eine Qual, die ich ständig anschreien wollte.
Sie war zu langsam, sie war immer zu langsam.
Das Leben war im Büro zu lang, wenn ich das Tropfen meiner Seele hörte. Ich musste stets beschäftigt sein, sonst hätte ich das Erkennede in mir bekotzen müssen. Wie hätte ich dann atmen sollen?
Halb Mensch, Halb Maschine war ich wohl, zeitweilen sogar mehr Maschine.
Und jetzt nach all den Jahren, in denen ich träge in den warmen Bächen lag.
Ereilt mich nun die nächste Runde in diesem Überlebenskampf.
Unverstanden, einsam und zerrissen werde ich Freundlichkeit propagieren, Persönlichkeit vorschauspielern und ein menschliches Leben imitieren.

Aber was habe ich dann verstanden?
Ich darf mich nicht quälen.
Ich darf mich nicht disziplinieren.
Ich darf mich nicht versklaven und verkaufen, wenn ich frei sein will.

Die Alternativen sind rar.
Auswandern aus der Zivlisation oder Suizid.
Vielleicht Müll sammeln und Politik machen.
Was gibt es noch zu gehen auf all den Trampelpfaden der Menschheit?
Ich bin kein großer Mensch,
ich bin nur ein einfaches, zartes Wesen das keine Angst mehr haben will.
Liebe statt Angst ist mein Lebenswunsch.

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