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Der endlose Zwang sich selbst zu betrügen

Die Beschleunigung unseres Lebens entleert auch viele der Dinge die wir den ganzen Tag so machen. Alles wird zur Arbeit egal ob Sport oder Liebe, in immer mehr Bereichen unserer Gesellschaft existieren dieselben leistungsbezogenen Parameter. Wir hetzen von der Arbeit in den Discounter, kaufen uns Dinge die uns fett und krank machen, hetzen von dort nach Hause werfen die Sachen in die Mikrowelle, telefonieren dabei oder surfen im Internet, treffen uns hier und dort, quatschen Nonsens, übersehen die Wertlosigkeit und Leere bis sie uns am nächsten Morgen überfällt, wenn wir erneut den Trott zur Arbeit antreten müssen. Wir als absolute Gewohnheitstäter höhlen uns selbst ständig aus mit Tätigkeiten die uns nicht glücklich machen. Wir schauen Action-Blockbuster in denen Gewalt verherrlicht wird, Pornos in denen Menschen erniedrigt werden, gehen achtlos an Obdachlosen, Nutten, Dealern und dicken Autos vorbei. Wir jammern über unsere öde Arbeit, den autoritären Chef, die schlechte Bezahlung, das unbefriedigende Sexualleben, die ganzen Schlampen die einen nicht liebten und geben die Schuld den Politikern, dem System. Wir legen unsere Hände ohnmächtig in den Schoß und damit auch unsere Chance auf ein befreites Leben voller Entfaltungen. Angeblich ist Deutschland wie Europa und Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das Land der Meinungsfreiheit und überhaupt der Freiheit. Nur warum bringen sich jährlich tausende Menschen freiwillig um, indem sie sich von Brücken stürzen, sich bei Flatratepartys vergiften, bei Abtreibungen verbluten und auf viele andere Arten? Warum gibt es keinen echten Wandel in dieser Welt? Alles wird immer schneller aber nicht besser. Der Fortschritt bringt uns weit weg von uns selbst. Wir langweilen uns obwohl es noch nie soviele Ablenkungsmöglichkeiten gab. Die Schule ist Zwang, die Arbeit ist Zwang, der Konsum ist Zwang, wir reagieren nur noch und sind blind für jeden Ausweg. Wir haben Angst vor grundlegenden Veränderungen. Jede Debatte über Ausländer, Kapitalismus oder Demokratie zeigt dies sehr dramatisch. Betonköpfe regieren uns weil wir sie gewählt haben. Wir wählen Betonköpfe weil wir selbst welche sind. Es fällt uns schwer den Fernseher wegzuschmeissen, Generalstreiks zu organisieren, Häuser zu besetzen, Forderungen zu formulieren und durchzusetzen. Wir waren schon immer verwöhnt, haben nie Krieg erlebt und doch waren wir einer ständigen Manipulation ausgesetzt. Die Schule wird gern als Ort der Bildung und Entfaltung bezeichnet, aber dort gibt es selten kritische Töne zu unserer Gesellschaft oder gar Konzepte wie man sie überwinden könnte. Woher sollte das auch kommen? Weder die Wirtschaft noch die Politik will irgendetwas überwinden. Sie sieht nur Zahlen, aber nicht das wahre Wesen der Menschen, deshalb werden die Menschen immer ärmer je mehr sie produzieren. Nicht nur die Menschen in Afrika hungern nach Leben, sondern auch wir. Menschen mit Übergewicht fühlen sich leer, weil sie Bedürfnisse haben die nicht durch Konsum zu befriedigen sind. Wer schützt uns vor dieser irrationalen grausamen Welt, die uns diesen ökonomischen und ökologischen Wahnsinn aufzwingt? Wir haben wohl nur uns selbst und wenn wir uns weiter verlieren, dann sind wir verloren.

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Mangelnde Kommunikation

Wo wird denn in dieser Gesellschaft noch in Gruppen über die großen Probleme der Gesellschaft diskutiert? Wo werden Lösungen erarbeitet und wo wird versucht sie in der Realität auszuprobieren? In der Arbeit wird es wohl kaum solche Debatten geben, dort orientieren sich die Angestellten und leitenden Angestellten nur am betriebsinternen Alltag und wickeln Kundenaufträge und etwaige Probleme ab. Darüber hinaus gibt es unter den Kollegen kaum Gespräche über die Fehler bzw. Denkfehler dieser Gesellschaft. Es wird gequatscht über Fußball, Frauen, Saufen, Firmen, Branchen, sicher auch mal über die Politik, aber aufgrund der hohen Komplexität bleibt es immer bei oberflächlichen Sprüchen und Phrasen.

Die Parteien in unserem Land sind vielleicht die einzigen Gruppen die tatsächlich quasi täglich etwas grundsätzliches  verändern (wollen), aber in den meisten Fällen leider nicht zum Positiven für alle Menschen, sondern nur für eine begrenzte Anzahl von Menschen, für eine bestimmte Klientel oder Wählergruppe. Die Wahlen sind längst zu einer Art monströse PR-Show abgestürzt, es geht nur noch darum die Wähler zu verführen, ihnen alles zu erzählen damit sie wählen, was gewählt werden soll. Es geht nicht mehr um Ideale, Prinzipien, Moral, Ehtik, was zählt ist die Erhaltung der Macht, die Anhäufung von Kapital, die Unterdrückung der kritischen Meinung. Hier kann sich kein Bewusstsein bilden, welches über dieses Konkurrenzdenken hinaus geht.

Die Menschen kämpfen gegeneinander, egal ob in Politik oder Wirtschaft. Es ist irrational sich für andere Menschen einzusetzen, denn es lohnt sich finanziell nicht, man hat quasi „nichts“ davon und immer mehr Menschen lassen es daher, sich für grundlegende Probleme der Menschheit zu interessieren, geschweige denn Lösungen zu erarbeiten. Lieber beschäftigt sich die Masse mit Dingen die nicht so kompliziert sind und nicht so schwer fallen. Es wird versucht das Leben zu genießen, während täglich Tausende verhungern, Tausende an heilbaren Krankheiten verenden, Millionen mit ein paar Cent pro Tag auskommen müssen. Obwohl wir eigentlich wissen müssten, als privilegierte Menschen der westlichen Hemisphäre, wir können nicht glücklich sein solange soviele bzw. nur irgendein Mensch derartiges Leid ertragen muss.

Es steckt in unserem Bewusstsein, und wenn wir weiter versuchen zu verdrängen, wird uns das weiterhin unglücklich machen. Wenn wir nicht lernen hinzusehen und schon gar nicht darüber kommunizieren wollen, wenn wir keine Plattformen schaffen, wo das alles endlich stattfinden wird, wie soll es dann Lösungen geben die ins Paradies führen?

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Irgendwie warten wir alle nur auf den Tod

Es kann nicht besser werden wenn die Menschen einander und sich selbst nicht sehen. Befangen und verfangen in den eigenen Gedanken, in den Geschichten des Egos, drehen die Menschen durch und flüchten gleichzeitig in alle Richtungen und Möglichkeiten die das Leben auf diesem Planeten nur bieten kann. Aber frei und glücklich werden sie dadurch nicht. Wer verlernt hat nüchtern die Realität wahrzunehmen, der wird das wohl kaum mit Unruhe, Wut, Zorn, Neid, Gier oder Ehrgeiz erlangen. Vieles ist verlorenen gegangen durch den Fortschritt. Eigentlich war der Fortschritt ein Rückschritt, denn durch ihn haben wir weite Teile unseres Lebens verloren. Ich weiß nicht wieviele Menschen da draußen sich verrückt machen, aber es müßen einige Milliarden sein. Wer weiß schon wie das alles zusammenhängt und funktioniert. Natürlich läuft überall so einiges schief, überall werden Menschen geschlagen, vergewaltigt, unterdrückt, belogen, betrogen, benutzt und verkauft.

Es gibt keinen Tag und kein Land indem nicht soetwas zum Alltag gehört. Die Menschen beschäftigt ihre Angst, ihr Leid, ihre Fehler und Störungen, aber sie begreifen nicht das all diese Eindrücke und Vorstellungen von sich selbst gar nicht so dramatisch oder schrecklich sind. Kein Lebewesen ist perfekt. Es gab mehr als 50 Milliarden Lebensformen auf diesem Planeten, ständig vergehen welche, ständig kommen neue auf. Welche sind davon schon perfekt? Welche sind schon frei von sogenannten Fehlern? Dieser Drang von vielen Menschen die eigenen Fehler, die ja nur Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und Erfahrungen sind, ausmerzen oder verdrängen zu wollen, macht das eigene und das Leben anderer Menschen zur Hölle. Die Leute wollen aufhören mit saufen, rauchen, kiffen, oberflächlichen herumgeficke, sehen aber längst nicht die Ursache dieser Handlungen und können daher auch nicht damit aufhören. Vielleicht lieben sie auch die Selbstzerstörung, hassen aber die Konsequenz daraus zu ziehen und den Suizid ernsthaft anzugehen, denn insgeheim lieben sie ja das Leben, aber sie sind zu verwirrt und bewusstlos als das sie es einfach leben können.

Diese Verwirrung kommt eben auch durch die Generationen zuvor, durch die Mitmenschen, Familie, Bekannte, Freunde, die Laufbahnen durch Schule und Beruf, der ständige Stress, man hat kaum Zeit für sich selbst und schon gar keine Zeit für Faulheit und dergleichen. Wo soll da Klarheit wachsen? Wo soll da die Ruhe aufkeimen? Wo soll da die Erkenntnis folgen? Es besteht doch alles im Alltag nur noch aus Lärm und Wahnsinn. Die Logik der Profitmaximierung muss im Krieg enden, ähnlich wie Rassenhass. Aber wer hat schon eine Lösung dazu parat? Ich denke es gibt keine Lösung. Jedes System welches sich der Mensch erdacht hat um das Paradies auf Erden zu schaffen, ist letztlich in sich zusammengebrochen und hat neben den materiellen Fortschritten immer Millionen von Menschen umgebracht. Die Frage ist, ob das immer so weiter gehen wird. Die Frage ist ob wir überhaupt eine Wahl haben. Lohnt sich Rebellion? Lohnt sich der Ausstieg aus der Lohnarbeit, nur weil der Job einen nicht befriedigt, das Gehalt mies ist und die Arbeitslosigkeit und Harz4 keine Option ist?  Ich habe die Befürchtung das die Menschen nicht begreifen werden, dass das Leben nicht vorhersehbar ist und alle Versuche es vorhersehbar zu machen im Chaos enden.

Unser Denken ist zu beschränkt für diese Realität und wir wollen das einfach nicht wahrhaben. Aufgrund dessen der ständige Kampf ums „besser“ werden. Die ständige Unterstellung man sei nicht gut genug, führte in den Wettbewerb, Krieg und brachte als Nebeneffekt Erfolge, Rekorde, Erfindungen und dergleichen. Aber was bringts, wenn man all das nicht genießen kann, wenn es ständig weitergehen muss, ständig Fortsetzungen der Schlachten gedreht und inszeniert werden? Dieser Irrsinn dreht sich immer schneller und ich begreife nicht weshalb die Menschen so still hinnehmen, was alles zerstören muss. Vielleicht weil sie selbst das Giftgas sind, was die Lebensfreude ersticken wird. Was solls, das Universum existiert in einer Trilliarde Jahre sowieso nicht mehr. Warum sollte ich mir darüber noch Sorgen machen? Alles Irrsinn, trauriger Irrsinn. Die einen sind zu fett, die anderen verhungern. Die einen haben zuviel Geld und langweilen sich damit herum, die anderen haben zu wenig Geld und hetzen sich durchs Leben auf der Jagd danach. Irgendwie sind alle Menschen auf irgendeine Art und Weise unglücklich und wenn sie glücklich sind, dann auf Kosten anderer Menschen. Wie soll es da Gerechtigkeit geben, wenn Milliarden Menschen mit ihren Vorstellungen, Entscheidungen und ihrem Leben diese Zustände jeden Tag aufrecht erhalten?

Ich bin da völlig machtlos. Ich kann nur zu sehen wie das ganze Potential den Bach runtergeht. Vielleicht kann ich mich auch in die Wildnis zurückziehen oder Suizid begehen, aber egal was ich letztlich mache, es wird mich schon jetzt total frustrieren. Es ist egal in welcher Hinsicht nicht zu ertragen.

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Intelligenz im Dienste des Wahnsinn

Ich bin ein Nichts und werde immer Nichts bleiben, genau wie alle anderen Menschen auch. Ich habe keine neuen Botschaften, keine neuen Erkenntnisse. Alles notwendige ist in Millionen von Variationen gesagt und geschrieben worden. Es ist traurigerweise völlig klar was los ist und doch oder gerade deshalb bleibt es so wie es ist.

Ich würde am liebsten den Selbstbetrug von Millionen Menschen aussperren, mich Jahrzehnte in meiner Wohnung vergraben auch wenn es hoffnungslos ist damit irgendetwas zu verändern. Immerhin müßte ich dann nicht für einen Job heucheln, lügen, betrügen, ignorieren um dann wenn ich den Job habe, das Ganze nochmal, täglich und systematisch unter Bezahlung zu machen.

Ich müsste mir keinen Wecker stellen, ich müsste mein Leben nicht in Zeiteinheiten spalten, wie gehetzt durch die Strassen geistern, Angst vor dem Chef haben oder vor den Kollegen, vor ihren traurigen verkrüpelten Vorstellungen und Idealen wie die Menschen zu sein haben. Es wäre eine unheimliche Erleichterung für mich, nicht mehr gegen all diese Menschen zu kämpfen, ihre schlauen blöden Thesen zu widerlegen, zu ignorieren oder zu befolgen.

Ich müsste keine Angst davor haben meinen Job zu verlieren und bräuchte auch nicht mit oberflächlichen Anbiederungsversuchen um flache Anerkennung  betteln. Tja, ich könnte mich wunderbar zurückziehen und einschliessen, den Wahnsinn ziehen lassen bis er sich selbst vernichtet. Aber leider funktioniert das nicht weil ich dieser Wahnsinn bin! Ich bin vollfunktionstüchtig, wurde früh ausgebildet und jahrelang vorbereitet.

Ja, ich könnte wie alle anderen Menschen irgendwelchen Illusionen glauben, daraus neue Spekulationen und Illusionen entwickeln, die ich weiteren Menschen aufzwinge, besonders jenen die kaum Lebenserfahrung aufweisen können oder einfach verunsichert sind. Und dann spiele ich mich zu einem Experten, Wissenschaftler, Leiter, Chef auf und halte das für die logische natürliche Konsequenz. Diejenigen die meine Ordnung hinterfragen könnte ich erschlagen und bestrafen. Ich bin das Maß, die Ordnung, die Einheit, das Glück und die Herrlichkeit der alle verfallen sind, je nach ihren individuellen charakterlichen genetischen Vorstellungen.

Aber ich will es nicht mehr sein, ich will das nicht mehr mitmachen, ich habe erkannt dass das alles Bullshit ist! Es ist so flach wie eine Plattform, so absolut unbedeutend absurd und dennoch auf brutale Weise Realität nahezu aller Menschen die diesen Wahnsinn in sich tragen, nähren und verbreiten.

In Wahrheit brauche ich mich gar nicht einsperren, ich bin längst eingesperrt! Schon seit frühester Kindheit bin ich in einem dunklen Verlies. Und in diesem Verlies hängen Poster vom Kapitalismus, Kommunismus, Satanismus, Christentum, Black Metal Bands, irgendwelchen Horrorfilmen und Parolen wie: Arbeit macht frei! Nur wer wagt gewinnt! Jeder ist seines Glückes Schmied! Nur wer arbeitet darf auch essen!

Jahrelang wollte ich es nicht begreifen, nicht wahrhaben. Ich aß Fast Food, wollte Barbie ficken, reich, beliebt und unsterblich werden! Und als meine Illusionen zusammenbrachen, als ich merkte das hunderttausende Menschen ähnlichen Mist glauben und verfolgen, glaubte ich, ich würde wahnsinnig werden, dabei war ich längst der personifizierte Wahnsinn. Tja, da merkte ich dass das alles nur Lügen waren, getarnt als Wahrheiten und edle Lebenswege um  schmutzige, verlogene, selbstherrliche Systeme voranzutreiben und irgendwelche Idioten verdienen sich damit permanent eine golde Nase, können dadurch große Hebel ziehen und über das Leben anderer Menschen bestimmen.

Du darfst ein fleissiger Arbeiter sein, mehr ist nicht drin für Dich. Dein Leben besteht nur aus Zahlen, Forderungen, Idealen. Du lebst ein Leben das nicht in der Gegenwart stattfindet. Es geht nur um das morgen und das übermorgen. Wer mehr verdient ist glücklicher nicht wahr? So läuft das doch. So sagt man es uns. Und wer kritisiert und seine Gefühle noch nicht völlig ignoriert, wird plattgemacht weil er dem Wahnsinn nicht dienlich ist. Das ist nunmal der Preis unvollständiger Gedankengänge. Entweder man macht mit oder man geht zugrunde. Deshalb muss ich wieder Bewerbungen schreiben.

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Sinn des Lebens

Alles ist Kommunikation. Alles steht miteinander in Verbindung. Auf alles gibt es Ursachen, Wirkungen und Reaktionen. Sich darüber den Kopf zu zerbrechen was davon richtig oder falsch ist, wie man etwas besser machen könnte oder was man besser lassen sollte, das sind alles Gedanken die rein gar nichts bedeuten. Sie sind Spielchen die wir spielen, und währenddessen fliegen die Wolken an uns vorbei, unser Herz schlägt weiter den Blutkreislauf voran, wir reden und reden, schreiben, diskutieren, denken, lachen und schreien darüber. Das ist unser Leben, eine Reise voller Urteile und Schlüsse.

Wir haben nichts außer unseren Körper. Das ist der einizg reale Fakt und wenn wir ihn verlieren, verlieren wir auch das Leben. Alles andere ist Einbildung. Unsere mächtige Vorstellungskraft entwickelt mithilfe unseres Intellekts, unseren Erinnerungen und Erfahrungen Ideen, Gedanken, bildet Verhaltensmuster und Systeme die schliesslich immer weiter und komplexer Wachsen. Was haben Gedanken mit der Realität zutun? Was sind unsere Urteile wert? Wem bedeuten sie etwas? Ist es nicht so das all die Gedanken, Forschungen um die Realität, die Probleme, Leiden, Kriege und so weiter nicht real sind? Wir können nie genug wissen, nie genug experimentieren. Es wird immer Rätsel geben, wieso wie ein Irrer nach (unvollständigen) Lösungen suchen, wo es eigentlich keine Probleme gibt?

Das grundsätzliche Problem unserer Lebensform als Menschheit ist doch der Glaube an unserer Fähigkeit für alles eine Lösung zu finden. Dabei gibt es doch gar keine Probleme. Wir haben im Prinzip nichts zutun, außer uns zu nähren, zu trinken, zu schlafen, zu lieben und zu geniessen. Wir wundern uns das es immer wieder zu Konflikten kommt, in allen Branchen, Nationen, in allen Zusammenhängen, also immer dann wenn Kommunikation stattfindet. Und Kommunikation findet ständig statt. Dabei ist doch klar warum diese enstehen. Sie müssen entstehen weil sie nichts mit der Realität zutun haben. Im Einklang mit sich selbst, den Mitmenschen, Lebewesen, der Umwelt und dem Universum zu sein, bedeutet zu verstehen das es keine Trennungen gibt. Alles ist eins. Wir Menschen sind wie kleine Zellen in einem großen Organismus. Genau wie die Tiere und Bäume.

Stell Dir vor die Zellen in Deinem Körper würden sich streiten welcher Körperregion sie angehören wollen/sollten oder welchen Sinn ihre Existenz hat. Sie wären nicht lebendig, nicht überlebensfähig, wenn sie so dumme Fragen stellen und daraus Handlungen vollziehen würden. Sie haben nunmal im Einklang zu leben oder sie werden verrecken. Und das wars dann mit dem Leben. Das ist nur gerecht und verdammt logisch.

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Marsch der Millionen

Marschiert wird täglich aus dem Bett, ins Bad, Küche und dann den täglichen Weg zur Arbeit. Im Gleichschritt folgen die Massen ihren Zielen, mehr oder minder mit guten oder schlechten Gefühlen und Gedanken. Auch ist klar, sie haben sowieso keine Wahl.

Sie müssen konkurrieren, sie müssen konsumieren. Das jetzige System funktioniert nur weil sich täglich tausende Millionen von Menschen dafür opfern. Jeder von uns opfert Lebenszeit und lässt sich dafür mit billigen Löhnen und Versprechungen abspeisen.

Ihr wisst dass das Leben dadurch immer stärker zur Qual wird und es immer schwieriger wird sich dessen in der alltäglichen Routine und Gewohnheit zu enziehen. Deshalb wird alles krasse, es wird mehr gesoffen, gegessen, also mehr konsumiert, anstößigere TV Formate geguckt.

Macht die Augen auf! Es gibt niemanden der das beenden wird. Jeder von uns entscheidet selbst was für ein Leben er möchte. Wollt ihr weiter im Konflikt mit der Umwelt und mit Euch selbst leben? Habt ihr es nicht satt, zum lästigen Arbeits-, oder Schulalltag ständig Ausgleich suchen zu müssen?

Wisst ihr nicht das alles umsonst ist wofür ihr kämpft? Macht Euch nichts vor, egal wie cool Eure Kleidung, wie bahnbrechend Eure Ideen sind, ihr werdet nur Leid und Unglück produzieren, sofern ihr das große Ganze nicht begreift.

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Die Zähne fallen aus und die Haut zerplatzt

Wisst ihr ich habe Angst davor morgen den Leuten in der S-Bahn, Trambahn oder am Arbeitsplatz in die Augen zu sehen. In den letzten Monaten ist in mir ein Gefühl von Zerbrechlichkeit großgeworden. Ich spüre tiefe Furcht darüber wie dünnes Eis zu zerknacken wenn ich mit diesen Menschen zulange Kontakt halte. Ich fürchte das letzte in mir würde zerbrechen, wenn ich sie weiter derart beachte, derart vernünftig und freundlich umsorge und pflege.

Es ist eigenartig. Menschen können ein Segen sein. Menschen können aber auch einen Fluch darstellen. Und wenn ich morgen wieder am Tanz der Fachidiotie teilnehme, hoffe ich nicht zu stolpern und mir nichts zu zerbrechen. Ich besitze keinen Schutz. Ich habe keine dummen Verhaltensweisen. Ich war immer fair. Immer gerecht. Versuchte es jedem Recht zu machen. Aber jetzt merke ich, ich bin am Ende mit dieser Tour. Es gibt Momente, da möchte ich die schrecklichsten Menschen in meinem Alltag einfach aus meiner Wahrnehmung löschen. Sie nehmen mir die Lebensqualität mit ihren vergifteten Aussagen, mit ihren widerlichen Blicken, ihren Forderungen, ihrer Selbstverständlichkeit.

Viel zu empfindlich bin ich geboren worden. Viel zu leicht zu vernichten. Ich bin nicht geschaffen für Hallo, Mahlzeit und Schönen Abend noch. Ich hasse es Kaffee zu kochen, den Kopierer zu benutzen oder Telefonate entgegenzunehmen. Denn das bin nicht ich! Das ist die Gesellschaft. Das ist der Fremdkörper in meinem Leben der mich tief traumatisiert hat. Aber ich bin zäh, ich will leben, ich kann nicht einfach aufgeben. Es hämmert, es trümmert, aber ich lebe! Zäh lebe ich. Aber genießen kann ich kaum und immer weniger. Wofür lebe ich, wenn nur für die Arbeit? Ich bin kein Arbeiter. Warum will man mich zu einem machen? Warum fordert man von mir es auch zu wollen?

Ich bin traumatisiert vom fauligen Geruch der Menschheit, ich leide mit all den Toten die für Gerechtigkeit und Vernunft starben, ich zerbreche, blute, kotze und falle in tiefe Stachelschluchten immer und immer wieder… die Tage sind eine Qual, mir bleiben nur die Nächte voller zarter Träume, voller Umrisse, voller Schatten einer anderen Zeit. Ohnmächtig fern, schwer tolpatschig, zementiert im Gefühl peitsche ich meinen Kadaver durch ein unwürdiges Leben. Taub. Stumm. Blind.

Mir schwinden die Sinne, – ich muss krank sein, ich muss krank sein wenn ich keinen Gefallen daran finde zu arbeiten. Ich will ja, ich will ja, aber doch nicht sofort, ich muss doch noch klären was das Leben bedeutet, was die Liebe ist, ich muss doch wissen was die anderen Menschen denken.. Ich kann doch nicht jeden Tag angekettet in einem Büro kauern und Zettel fressen und widerliche Gespräche enträtseln!! Ich kann doch, aber ich will nicht, denn es macht mich widerlich, denn es macht mich ungerecht, es macht mich TOT!

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