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Gekränkte Charaktermasken

Es gibt eine unbewusste Angst vor der Erkenntnis, welche sich in dysfunktionalen Verhaltensmustern äußert. Die Zivilisationsfeindschaft zeigt sich in konkreten bis diffusen Antiintellektualismus. Das geringe Aufmerksamkeitsvermögen hilft ungemein dabei, nicht hinsehen zu müssen und davon abzusehen, die unbewussten Verhältnisse bewusst zu gestalten. Die grassierende Verantwortungslosigkeit von der direkten Nachbarschaft bis in die Spitzenpolitik zurück ins eigene Hirn, reguliert und definiert die alltägliche Verklärung, Ignoranz, Schiefheilungen und Fehlleistungen. Hieraus ergibt sich eine Denunziation der Erkenntnis sowie ihrer Möglichkeiten. Die Lust am Verdrängen, war historisch stets größer als die Lust zur Erkenntnis und Vernunft.

Die Individuen internalisieren den politökonomischen Verwertungszwang, bilden hieraus ihre Identität, machen sich gleich mit dem Falschen, verdinglichen, instrumentalisieren, formalisieren, entleeren sich, um die Reproduktion der Vernichtung der Zivilisation in modernisierter Form dynamisch zu entfalten. Nachdem also in jeder Kindheit die Individualität sich über Konformität, Gebote und Strafen erst zerbricht und dann zusammensetzt, erfolgt über Ängste, Projektionen, Zwangsgedanken, Gelüste, Obsessionen eine Zementierung und Zuspitzung der individuellen und allgemeinen Ohnmacht und Todessehnsucht. Weder in den persönlichen Beziehungen, im eigenen Körper noch im Unternehmen oder in den Parlamenten ist das Individuum sein eigener Herr. Das Individuum unterliegt als Verleiblichung der Wertverwertung dem Tauschwert gemäß Marx und den unbewussten Triebkräften des Es gemäß Freud. Das Ergebnis ist eine systematische Irrationalität, die laufend individuell internalisiert, interpretiert, aktualisiert und reproduziert wird. Ausdruck davon sind u.a. die destruktiven Befriedigungsformen, die sich politisch im Postnazismus bzw. Nazismus äußern.

Die Welt ist nur noch über den Rückzug in die Kunst und Theorie zu ertragen. Hierbei ist die Dosis möglichst hoch zu halten. Exzessive mehrstündige Sessions in der Theorie und in der Musik sind ein elementares Therapeutikum: Eine kurzfristige Notmaßnahme und Intervention gegen den eigenen und allgemeinen Zerfall. Wenn noch etwas intakt ist, dann die Klarheit des Arguments oder die Dopeness des Vibes. Aber das ist schon Verklärung, eine kitschige bis infantile Romantik, die einer näheren Prüfung nicht stand hält. Die einen stürzen sich in Schlager, die anderen in Vaportrap. Prekär ist die Anlage der Ästhetik von Kunst und der Erkenntniskraft von Literatur, werden sie doch gemeinsam aus dem Elend der Welt geboren. Der Rückzug ins Private ist gar keiner, denn ein Rückzug ist per se unmöglich geworden, weil die Totalität der politökonomischen Vernichtung aller Lebensformen im Sinne des Tauschprinzips alle Exklaven ausgerottet hat.

Die Herabsenkung des Reflexionsvermögens z.B. via Lohnarbeit führt zum Abschluss einer Barbarisierung. Stoisch bis fatalistisch wird das alltägliche Leiden als notwendig akzeptiert. Milliarden Menschen nehmen sich durch willentliche, findige und religiöse Vergötzung zerstörerischer Sozialstrukturen selbst in Geiselnahme eines dialektischen, übermächtigen Unvermögens, wodurch die Realität nicht so gesehen wird, wie sie ist, womit ihre Umgestaltung nach rationalen Kategorien so denkbar scheint wie fliegende Esel. Apathie, Gedankenlosigkeit, Oberflächlichkeit, Rücksichtslosigkeit, Zerfall von Empathie und Intelligenz sind logische Ursachen und Wirkungen einer falschen Welt. Die Menschen sind nur noch wandelbare Abziehbilder und Erfüllungsautomaten der blinden, giftigen Politökonomie, zertrümmerte Wüsten in potentiellen Oasen. Ihnen scheint das Zermalmen Engelsgesang und Teufelsgeschrei zugleich. Die Religiosität der Alltagskultur unterscheidet sich nicht von einem Indianerstamm, obwohl dieser wenigstens noch Ursache und Wirkung in einer Verbindung sehen wollte. Zivilisation bedeutet heute Irrationalität zu rationalisieren, Wahnsinn als Notwendigkeit zu legitimieren, was Hungertote bei gleichzeitigen Wegwerfen von Millionen Tonnen frischer Lebensmittel zum Naturgesetz erklärt. Das Leiden der Menschen ist für die Menschen kein Anlass es abzuschaffen, sondern ist Ansporn, sich noch stärker an die Ursache des Leidens anzuschmiegen.

Ein Ausweg aus der Unmündigkeit kann nur die Potenzierung der Aufklärung bedeuten. Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Interventionen gegen die aktuellen Regressionen sowie ihre Ursachen sind das höchste Mittel zur Überwindung des Autoritarismus und Irrationalismus in seinen Millionen Formen und Facetten. Dementsprechend stringent ist die Argumentation auf Psychoanalyse bzw. Erkenntnisse von Freud, Marx, Adorno und vielen anderen zu konzentrieren und auszubilden.

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We are Trump

Um eine Verbesserung der gesellschaftlichen Bedingungen herzustellen ist die Reflexion der eigenen Sozialisation, Familie, des persönlichen Umfelds, der Werte, Normen, Persönlichkeit notwendig. Dies alleine ist eine eklatante Selbstreflexion bzw. Reflexionsleistung, die von unserer Gesellschaft grundsätzlich nicht gefordert wird. Sie fordert lediglich Akzeptanz, Gehorsam und Übernahme all dessen, was ein Individuum seit Geburt vorfindet. Und weil die Gesellschaft unangepasstes Verhalten bestraft, ist das wichtigste, nämlich die Erkenntnis, nebenbei zu machen, wenn nicht gerade das Glück existiert, dass Freunde oder Familie einen unterstützen. Zu einem gewissen Grade ist es in jeder Gesellschaftsform üblich, dass nachkommenden Generationen etwas aufoktroyiert wird. Allerdings schiebt sich in unserer spezifischen Gesellschaftsform noch eine Dimension hinein, nämlich der irrationale Charakter der jetzigen Epoche. Dieser drückt sich im Zwang aus Profite zu maximieren. Dieser Zwang ist total geworden und damit als zweite Natur unwidersprochen anerkannt worden, sodass er permanent unhinterfragt reproduziert wird. Zugleich wurde nach zwei Weltkriegen die tatsächliche Konstitution der Gesellschaft verleugnet, die u.a. die Shoa überhaupt erst ermöglichte. Die Verhältnisse wurden nie insoweit verändert, dass die Shoa unmöglich wieder stattfinden kann. Mehr noch: Man hat den Faschismus demokratisiert. Ausdruck dessen lässt sich u.a. in allen Rechtsbewegungen weltweit in jüngerer Zeit erkennen.

Somit kämpft das Individuum also nicht nur gegen die eigene Regressionen, Verhärtungen und ringt um Selbstreflexion, sondern es kämpft auch gegen die nähere sowie fernere Regressionsleistung der sozialen Umwelt, die zugleich Erwartungen stellt, die über Lebensqualität und Reflexionsfähigkeit entscheiden. Wer arbeitet wird in diesem Zusammenhang dümmer, weil er einem Prinzip nachgeht, welches Reflexion nur im Sinne der Kapitalakkumulation benötigt und demnach jegliche Gedankenprozesse bestraft, die davon ablenken oder sogar auf eine Abschaffung zielen. Zugleich lässt sich die Erkenntnis über die Unwahrheit unserer Gesellschaft nur auf der individuellen Ebene leisten, da die Totalität sich tief in die Menschen eingegraben hat. Die Gesellschaft droht permanent in Banden zu zerfallen bzw. organisiert sich über Banden, d.h. auch Wissen wird nur innerhalb von Banden geteilt oder verhandelt. Ohne eine Bezugsgruppe, die spezifische Reflexionsgrade erreicht haben, um die Gesellschaft auf eine sinnvolle Weise zu hinterfragen, wird die Reflexionsleistung des Individuums ohne geniale Disziplin oder Kreativität schwach bleiben. Zugleich lässt die Auffindbarkeit von reflektierten Gruppen oder Individuen mit dem fortschreiten der instrumentellen Vernunft systematisch nach, weil traditionell, wie gesagt, nur systemimmanentes Wissen belohnt wird.

Die Fähigkeiten des gesamten Bewusstsein oder der gesamten menschlichen Intelligenz sind fest an den Produktionsverhältnissen verankert. Sie tradieren, manipulieren, segregieren, vernichten, wühlen im Menschen und durch den Menschen, reproduzieren die Herrschaft des Menschen über den Menschen. Die Menschen verhalten sich zu Menschen wie Dinge zu Dingen und der Mensch behandelt sich  selbst wie ein Ding, welches zu bearbeiten ist wie ein Bergwerk. Je länger er in sich wühlt und optimiert, desto leerer ist er im Verlauf des Lebens. Die permanente Mobilmachung im Sinne der kapitalverwertenden Nützlichkeit hält die Individuen derart in Atem, dass nur leere Wissensformen, die im Sinne eines Reiz-Reaktions-Schemas abgespuhlt werden, angewendet werden. Diese Logik arbeitet ins uns allen und der Kampf dagegen ist das Interesse der Menschheit. Trump ist eine Persönlichkeit, die für eine postnazistische Ideologie steht, die sich gerade durch eine opportunistische Anpassungsleistung an diese zerstörerischen und irrationalen Verhältnisse auszeichnet. Wahllos prügelte er auf Minderheiten ein, schliesslich gelten sie auch in der Kapitalakkumulation als wenig profitabel. Zugleich wohnt in seinem Größenwahn auch der Wahn, der stumme Schrei der narzistischen Kränkung, die der Kapitalismus jedem Individuum in jeder Kindheit mehr oder minder stark antut. Die Popularität des neuen US-Präsidenten zeigt den weiten Verbreitungsgrad der autoritären Persönlichkeit, die jegliche Reflexion über sich und die anderen ausschliesslich im Sinne des Profits unternimmt.

Das Wissen, welches zur Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse im Sinne einer Abschaffung von Hunger, Krieg, Antisemitismus, Antifeminismus, Rassismus, Antiziganismus, Homophobie uvm. nötig wäre, setzt sich nicht durch, weil es keine Profite abwirft, weil es der systemimannenten Logik widerspricht, weil keine kapitalkräftigen Banden für sie kämpfen. Die Atomisierung, Entpolitisierung und Entleerung der Individuen lässt sich akut in allen sozialen Beziehungen deutlich erkennen. Die Profitmaximierung hat die Individuen so stark erschüttert, so häufig ins Gesicht geschlagen, dass sie immer stärker in ihrer Regression, Verantwortungslosigkeit aufgehen und ein postfaktisches Zeitalter mit faschistoiden, islamistischen, nationalboschewistischen bis technokratischen Führerfiguren wie Trump, Petry, Hofer, Putin, Erdogan, Gabriel, Wagenknecht und Co. begründen. All hope is gone, denn es gibt keinen Ort außer der immer schwächer werdenden Reflexionsleistung des Individuums, welches sich auf unzähligen Fronten und Ebenen zu behaupten hat, während es zugleich das so wichtige revolutionäre Potential erfassen, denken und ergreifen muss. Panik, Angst, Wut und Trauer sind keine guten Ratgeber, aber sie sind alles was neben all den Erschütterungen, Katastrophen und Umwälzungen in den letzten Jahrzehnten übrig geblieben ist.

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Das Bluten

Meine Eltern haben nie viel gelesen. Man kann sagen, dass ich sie kaum lesen gesehen habe. Wenn überhaupt wurde nur für den Beruf gelesen, für eine Prüfung, also, wenn es um Geld ging. Die Kindheit war, wenn ich sie genauer betrachte, nie frei von Krisen. Sie wurde von mir stets idealisiert und stets über die Gegenwart gestellt, obwohl dafür gar kein echter Anlass existierte. Die Überhöhung der eigenen Kindheit rührt vorallem daher, dass die Erinnerungen trügen und lückenhaft sind. Das Aufkeimen des Lebens, die pure Energie und Neugier lies sich nur schwer vom Elternhaus oder den gesellschaftlichen Institutionen brechen. Und doch, waren die Strukturen schon da, sie prägten und schmerzten. Die Krise war auch längst da. Der Vater betrog die Mutter und beide waren selten da, weil das Geld fehlte. Zugleich war ich nie Leistungsträger, sondern einfach ein unfähiges Kind, das nur spielen wollte. Die Wochenenden voll Tränen, wegen misslungener Prüfungen, die Wochentage voller Angst vor dem väterlichen Ausschimpfen am Wochenende. Die Schule forderte, diszplinierte, brach und zerrieb mich, die elterliche Beziehung, somit auch das Leben. Doch die Zerstörung brach eben auch durch die Eltern hinein, ihre Überlastung aus dem Beruf konnten sie an den wenigen freien Stunden nicht loswerden und reagierten gereizt auf Banalitäten. Es gab kaum Raum für Zärtlichkeit, freies Miteinander, gemeinsame Aktivitäten. Alles war reduziert und verschämt improvisiert, reduziert auf einzelne Tage im Monat oder einzelne Urlaubswochen im ganzen Jahr, die natürlich nie den Erwartungen gerecht werden konnten, weil soviel versäumt, vergessen, übersehen, zertreten, verkannt, verdorben und verbrannt wurde. Die geringen freien Tage wurden mit dem Älterwerden auch immer offener mit Aggressionen gefüllt. Es gab keine Vertrauten mit denen man hätte das Leid teilen oder reduzieren können. Schon als Kind wurde das Absehen vom eigentlichen Problem dadurch einstudiert und damit verewigt. Der Zeit- und Konkurrenzdruck wurde von Eltern und Schule expliziter, nachdrücklicher und brutaler kommuniziert. Der Liebesentzug war offensichtlich und nicht mehr nur hinter kitschigen Phrasen versteckt. Die Schule drohte: Du lernst für dich, nicht für mich. Der Vater drohte: Der Mensch braucht Zuckerbrot und Peitsche. Als das Kind in mir durch die Alltagserfahrungen starb, gab es nur noch Leere und deshalb idealisierte ich stets das Kind-sein, weil ich mich an die Hoffnungen erinnere, die als Kind noch so greifbar schienen. Aber alle wurden restlos über den gesellschaftlichen Druck und die sozialen Verhältnisse durchgestrichen. Unsere kleine Familie war immer überfordert, getrieben, ohnmächtig, ungebildet, isoliert, traumatisiert, ohne Ort oder Sprache. Darüber war man immer gestürzt, aber schob es stets beiseite, weil die Rechnungen bezahlt werden mussten. Die Wunden entstanden, heilten nie, brachen immer wieder auf, es kamen neue hinzu, rissen wieder auf, Salz kam hinein. Niemand kümmerte sich. Niemand schien gelungen. Wie verrückt verbrachte ich die Jahre damit mich zu zerstreuen nachdem alle Versuche scheiterten in irgendeiner akzeptablen Form in dieser Gesellschaft zu funktionieren. Aber nichts hat funktioniert. Der allgemeine Mangel, das totale Verstummen, die komplette Ignoranz und die unaufhörliche Verletzung ist mein Alltag geblieben. Das Leben ist eine unstillbare Wunde.

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Permanent Vacation

Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und Teilnahmslosigkeit stellt sich automatisch ein, wenn man sein halbes Leben damit zugebracht hat einem fremden, anonymen Willen zu entsprechen, den wir alle über Lohnarbeit, Kapital, Nation und Staat aufrecht erhalten. Diese Gleichgültigkeit gegenüber sich selbst und allem anderen wirkt wie ein seelischer Brandsatz, der die innere Leere exponentiell wachsen lässt. Wenn die Verdrängungsprozesse der gesunden, normalen Menschen versagen, dann laufen sie Amok, verfallen in den Alkoholismus und vielen mehr, werden depressiv und irgendwann suizidal. Den Verlust von Leben ertragen sie nicht.

Die Machtlosigkeit der Menschen und Verkommenheit der gesellschaftlichen Verhältnisse überträgt sich wie ein Virus von Generation zu Generation über die Sozialisation. Mittlerweile sind unsere Probleme und Neurosen nahezu gleich, so wie unsere Leben generell. Die Schule, die Arbeit, die Rente und zwischendrin gehen wir lächelnd oder weinend zugrunde. Der fette Batzen Seelenfleisch, der uns fehlt und uns ewig unvollständig fühlen lässt, wird uns schon mit der Geburt entrissen. Keine Ahnung ob sich dieser Mangel durch verkürzte Arbeitszeiten von Eltern, damit sie so häufig wie möglich bei ihrem Kind sind, bewältigen lässt, um die letzten humanen Reste der Menschheit zu retten. Selbst dieses Detail liese sich nur mit gewaltigen Schlachten für eine geringe Periode erstreiten, bis die entfremdeten Scharen verzweifelter Elendskreaturen auch diese Errungenschaft einreissen, wie die 35 Stundenwoche.

Die Zerstreuungen des Alltags sind Krücken, um das isolierte, reduzierte Leben für Verdrängungskünstler erträglich zu halten. Kinofilme, Serien, Games, Party, Drogenkonsum sind die kulturellen Ausdrucksformen einer Gesellschaft, die das eigene Spiegelbild nicht ertragen kann. Der Rausch in Substanzen, Klängen und Bildern funktioniert eine zeitlang, bis man alles wesentliche geschmeckt, gehört und gesehen hat, die Muster vorhersehbar sind und die Sinne sich daran gewöhnt haben. Wenn das passiert ist man völlig der Leere ausgeliefert. Vielleicht hilft noch ein wenig selbstverletztendes Verhalten mit Rasierklingen oder besagten Überkonsum von Alkohol oder anderen Substanzen, einem Suchtverhalten, dass sich immer mehr zur Selbszerstörung steigert, aber am Ende ist da nur noch der Tod als einzig möglicher Rettungspunkt für die Menschlichkeit.

Wenn ein Selbstmorder sich nur tötet um den letzten Rest von Menschlichkeit in sich zu bewahren, und wir haben verdammt viele Suizide jedes Jahr, weiß man um den Zustand des alltäglichen Lebens hier auf diesem Raumschiff. Wenn ich raus gehe und mich umsehe, dann sehe ich lachende Kinder in ihren Sommeroutifts auf ihren Fahrrädern sitzen, die gerade zum See fahren, während stinkende, lärmende Maschinen an ihnen vorbeirauschen, in denen Fahrer sitzen, die sich gerade verdingen und versuchen genau das zu verdrängen. Ich frage mich wann diese Kinder anfangen zu verdrängen, wann sie verdinglicht werden, wann sie vom Monstrum gefressen und ausgekotzt werden, davon völlig schockiert, paralyisiert und verdorben werden. Wenn sie es nicht bereits tun, dann spätestens mit dem ersten Ausbildungsberuf, der sie diesem fremden Willen noch stärker als in der Schule aussetzt, den niemand kennen und abschaffen will. Sie werden tot und lebendig zugleich sein, spüren wie ihnen die Luft zum atmen bleibt, stets nach Vervollständigung suchen und scheitern. Vielleicht verlieren sie sich in Vulgarität, wie es fast alle Jugendlichen tun, mit all den wütenden Ausbrüchen und Beschimpfungen, die von deren Plastikeltern als Pubertät belächelt wird.

Wir sind offensichtlich nur Touristen auf diesem Planeten, die sich eine Weile bestimmte Dinge ansehen und dann teilnahmslos weiterziehen, zur nächsten willkürlich gewählten Attraktion. Niemals ist da ein echter Wille wirklich zu leben, es wird nur für einen Moment gekostet, es reicht schon die Ahnung davon, dieses winzige Gefühl von Hoffnung, welches uns genug Lebendigkeit für ein gesellschaftliches Funktionieren verleiht. Und die Sozilisation sagt uns, es reicht schon gesehen zu haben, wie Leben aussehen könnte. Das ist es was man ehesten und besten Fall in der Kindheit erlebt, wenn man noch nicht von den gesellschaftlichen Zwängen und Pflichten zertreten wurde, die Eltern und die Gesellschaft einem stattdessen gewisse Narrenfreiheit erlauben. Nach der Kindheit geht es nur noch abwärts. Es scheint immer häufiger so als ob wir nichtmal mehr als Touristen Zerstreuung und Ablenkung suchen können, weil die Arbeitszeiten immer weiter intensiviert werden. Dies wird zum Versagen der Verdrängungsprozesse führen und den Wahnsinn noch alltäglicher und umfassender machen, was die Häufigkeit der Amokläufe in den letzten Jahren bestätigen könnte.

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Pornografie für die Verdammten dieser Erde

Ihr schuftet freiwillig bis ihr verreckt, Ihr wählt freiwillig wer Euch betrügt und ausbeutet, weil ihr glaubt es sei Ausdruck von Freiheit für Konzerne zu arbeiten und Parteien zu wählen. Ihr seid jederzeit korrumpierbar, jeder kann Euch kaufen, auch wenn das den Tod von Menschen, Tieren und der Umwelt bedeutet. Ihr unterstützt das Prinzip der Ausbeutung, welches Milliarden knechtet und eine elitäre Minderheit privilegiert, mit Eurer Schulbildung, Ausbildung, Karriere, Arbeitskraft, Bewusstlosigkeit, Apathie, Lethargie, Ignoranz und Schizophrenie. Ihr verschachert Euer einzigartiges, unendlich wertvolles Leben für Geld, es ist Euch egal was das bedeutet. Und selbst wenn: Eure Bedenken, Zweifel und Gefühle habt ihr längst verraten und verdrängen gelernt. Jetzt hungert ihr gelegentlich nach Leben, Zeit, Genuss, wertvollen Momenten und starken Freundschaften, wie all die anderen Verdammten dieser Erde, weil ihr eben doch nicht alles verraten, vergessen und verdrängen könnt. Ihr seid Menschen deren Träume und Bedürfnisse gelebt und wahrgenommen werden wollen.

Was wollen Konzerne?

Die Konzerne wollen Eure Arbeitskraft auspressen, das gilt immer und global, egal wie nett die Kollegen sind oder wie interessant die Arbeit ist. Daher interessiert sich der Konzern nicht für Eure Bedürfnisse, alles was ihn interessiert ist: Wie kann man möglichst effizient viel Zaster aus dem Humankapital holen. Natürlich funktioniert das auch indem man das Humankapital freundlich behandelt, es nicht mit Befehlen verschreckt und ein Dienstauto gewährt oder Überstunden bezahlt. Der Wolf kommt sozusagen im Schafspelz daher. Die Freizeit wird immer geringer und kann immer weniger ausgelebt werden, weil wir zu erschöpft aus der Arbeit kommen. Die Arbeit intensiviert sich mit zunehmender Entwicklung der Konkurrenzkämpfe an den weltweiten Märkten. Immer mehr Konkurrenten drängen auf den Markt und verkomplizieren den Verkauf von Waren, weil es zu viele Anbieter und zu wenig Nachfrage gibt. Daher gilt es z.B. auch als modern nach der Arbeit mit den Kollegen und dem Boss noch einen saufen zu gehen, dies dient dazu versteckte Arbeitskraft ausfindig zu machen, denn: Wenn man sich miteinander identifiziert, funktioniert man als Team auf dem Markt besser und hat folglich auch mehr Chancen auf höhere Profite. Nun stellt sich die Frage: Wo ist eigentlich der böse Kerl der uns auspresst? Kann man ihn gepflegt zusammenscheissen oder umstimmen? Der so genannte Kapitalist steckt mittlerweile in uns allen, aber vor allem in jenen Leuten die an Schlüsselpositionen des Kapitalismus sitzen und einfach nur ganz harmlos ihren Job machen. Das kann der Niederlassungsleiter sein, der Abteilungsleiter, die Vorstandsvorsitzenden und so weiter. Diese Leute schauen sich die ganze Zeit genau an wie die Zahlen sind und dann entscheiden sie was für den Konzern möglicherweise am besten ist. Müssen Leute rausgeworfen werden? Müssen die Leute angetrieben werden, damit sie schneller und mehr arbeiten? Wie kann man sie dazu bringen? Hierfür gibts ziemlich ulkige Lehrgänge für Führungspersönlichkeiten. Im Grunde ist das nur ein Seminar für moderne Sklavenhalter. Um die Frage zu beantworten ob man diese Leute umstimmen kann: Ja, sicher, aber das wird wahrscheinlich nur zu einer Pleite des Konzerns führen und würde das System nicht ändern. Firmenpleiten gehören zum Alltag.

Eine Welt voller Sklaven

Im Prinzip hängen also auch die Bosse und leitenden Angestellten am Busen des Kapitalismus. Ihre Jobs hängen genauso von den Profiten ab wie die Jobs aller anderen. Nur haben sie natürlich höhere Gehälter, damit auch mehr Sicherheiten, verfügen aufgrund ihrer Position über ein ganz anderes berufliches Netzwerk, welches sie in der Regel bei Insolvenz nicht in den sozialen und finanziellen Ruin führen wird. Außerdem sehen diese Führungspersönlichkeiten oft Monate vor der Insolvenz die tatsächliche Lage des Unternehmens und können entsprechend früh Maßnahmen für den weiteren Verlauf der Karriere ergreifen. Gewöhnliche Angestellte, Praktikanten, Azubis, 0 bis 400 Euro Jobber, Zeitarbeiter, Angestellte mit befristeten und unbefristeten Arbeitsverträgen haben da meist keine Chance. Es wird generell gern gehofft das sich alles „zum Guten“ wenden wird. Der Konzern wird einen schon nicht rauswerfen, vor allem nicht nach all den Jahren, nach allem was getan und investiert wurde. Die Naivität der Leute ist gigantisch. Sie glauben nur weil sie ihre Arbeitskraft verkaufen, wäre Dankbarkeit und Solidarität seitens des Konzerns zwingend erforderlich. Aber das einzige was zählt ist der Profit und wenn Angestellte die Kohle nicht mehr reinbringen, haben sie sich ganz einfach ohne murren zu verpissen. Egal ob sie sich zukünftig vom Müll anderer Angestellte und Bosse ernähren müssen, ihren Lebenspartner, ihre Wohnung oder ihren Lebenswillen verlieren. Es gibt keine Gnade in diesem System und es gibt auch keine Reformen die das jemals ändern werden, denn dazu müsste man grundsätzliche Mechanismen der kapitalistischen Produktionsweise aufheben, u.a. die Profitmaximierung.

Das Elend hat unzählige Gesichter

Man muss sich nur ansehen wie Menschen in Chile, Indien, Afrika, Brasilien, China, Ukraine, Bangladesh bzw. generell Indonesien und in vielen anderen Ländern behandelt werden. Die Konzerne wandern in diese Länder ab, weil die Löhne sehr gering sind. Die Löhne sind u.a. so gering weil diese Menschen noch nie etwas von Menschenrechten oder Menschenwürde gehört haben. Sie wissen nicht welche Rechte sie als Menschen, als Angestellte haben. Es gibt keine Versicherungen oder zusätzliche Leistungen für Gesundheit und Alter. Das freut die leitenden Angestellten der diversen Konzerne und sie investieren in diese Regionen um mit höchsten Profiten ihre Ware an den heimatlichen Märkten zu verschachern. Viele Menschen sterben dort weil es keinerlei Sicherheit am Arbeitsplatz gibt, weil es Geld kosten würde so etwas einzurichten und weil es sowieso egal ist, denn jeder Angestellte kann jederzeit durch einen nächsten armen Lohnabhängigen ersetzt werden. Menschen in Japan bringen sich nicht selten um, wenn sie ihren Job verlieren. Sie haben sich so sehr mit dem Konzern identifiziert, sie glauben ohne Job seien sie wertlos. Diese Überidentifikation konnte möglich werden aufgrund der Lohnabhängigkeit und Entfremdung. Die Menschen drohen zu verhungern, drohen den Kontakt zur Gesellschaft zu verlieren, wenn sie kein Geld haben. Dieses Geld können sie nur erhalten wenn sie die Bedingungen der Konzerne akzeptieren. Sie müssen also den leitenden Angestellten gefallen, sonst haben sie keine Chance. Somit befindet man sich als Lohnangestellter immer in einer Erpressungsituation. Das gilt nicht nur für Kinderarbeiter oder in extremen Elend lebende Hungernde, sondern auch für den Hartz IV Empfänger, einem Rentner oder einem Schüler, für die eigenen Eltern hier in Europa oder Amerika.

Das Elend in Deutschland

Hartz IV Empfänger können nicht von den Sozialabgaben leben, sie werden von den Konzernen nicht gebraucht, die Medien, Politiker und Nachbarn inszenieren sie gerne als Asoziale, dabei sind sie nichts anderes als die Hungernden dieser Welt, sie gehören zu den Verlierern im System Kapitalismus. Beobachtet mal wieviele Leute an den Haltestellen oder Stadien nach Müll suchen. Es gibt keine Jobs für alle Menschen, das ist Systembedingt, denn Jobs sind teuer und minimieren Profite. Rentner können nicht mehr von ihrer Rente leben und müssen sich Zuverdienstmöglichkeiten erschließen, meist als 400 EUR Jobber, gehen putzen oder fahren Taxi und das nach vielen Jahren Lohnarbeit. Die Politik spricht davon wie toll das ist, denn der Staat profitiert natürlich davon wenn die Leute statt für ihr Recht und Geld zu protestieren lieber arbeiten gehen. Schüler müssen ihre Noten ständig optimieren um bei Bewerbungen positiv aufzufallen. Diese jungen hoffnungsvollen Menschen werden hier erneut auf Zahlen reduziert, obwohl kein Mensch in eine Schublade passt! Ich nenne das Alltagsfaschismus der kapitalistischen Bürokratie, die übrigens auch beim Staat gelebte Normalität ist, gerade was die Arbeitsagenturen angeht. Die eigenen Eltern müssen wie die meisten Lohnabhängigen im beruflichen Alltag diversen Repressalien und Widerständen trotzen. Motzende Kunden, Zeitdruck, Termine, Verpflichtungen, Meetings, immer wieder Probleme in den Abläufen, fehlende Unterstützung aufgrund von Rationalisierungen, ignorante und arrogante Sprüche von Oberen, eine sich tagtäglich wiederholende Zermürbung des einzigartigen menschlichen Wesen findet mit unendlich vielen Nadelstichen ihren bitteren rauen Ausdruck. Unsere Eltern müssen uns quasi nebenbei großziehen und erziehen. Sie leiden selbst darunter wenig Zeit für ihr Kind zu haben. Kinder sind überhaupt eine sehr teure Angelegenheit, wer kennt sie nicht? Die Angst beim Sex, ein Kind zu zeugen was man nicht bezahlen kann? Dies muss als Armutszeugnis dieser kapitalistisch geprägten Gesellschaft verstanden werden.

Ausbeutung der Tierwelt

Tiere werden im Kapitalismus ähnlich wie die Menschen lediglich als Quelle für Profite betrachtet. Deshalb gibt es diese sehr merkwürdige Entwicklung der Massentierhaltung. Tiere die zu tausenden in abgeschotteten Hallen auf ihre Schlachtung warten, Antibiotika und Fleisch in ihrem Futter akzeptieren müssen, und später als Bioqualitätsfleisch an den Konsumenten bzw. Lohnabhängigen verschachert werden sind ganz normale Zustände. Der Preisdruck treibt die „Fleischproduzenten“ dazu immer mehr Tiere unter immer kosengünstigern, also schlimmeren, Bedingungen einzusperren. Es gibt natürlich gesetzliche Kontrollen, diese finden in der Realität aber viel zu selten statt. Egal ob in der Kosmetik- oder Textilindustrie, Forschung, Ausbeutung der Tierwelt ist allgegenwärtig. Die zunehmende Lust auf Fleisch und Milchprodukte sorgt für ein immer größer werdendes Heer von Schlacht und Melktieren und damit auch für eine wachsende Zahl von Tieren die großes Leid erfahren müssen. Die Palette der Grausamkeiten ist facettenreich, die Tiere werden bei lebendigen Leib geschlachtet, trotz aller Vorkehrungen, werden mit gebrochenen Beinen zur Schlachtung gezerrt oder müssen aus vereiterten Eutern Milch geben. Fast-Food-Ketten preisen mit ihren teuren Werbekampagnen ein sorgloses und harmonisches Verzehren ihrer Produkte an. Prominente, bei denen man nicht weiß aufgrund welcher wichtiger Leistungen sie prominent sind, starren mechanisch in die Kamera, machen auswendig gelernte Späßchen, die laut Marketingagentur am besten ankommen, zeigen ihre tolle Figur und beissen grinsend in Tierleichen. Propaganda ist allgegenwärtig, aber hier findet sie ihre absolute Vollendung u.a. auch mit einem manipulierenden Slogan der einem einreden soll was man liebt. Jeder weiß auf welche Kette ich hier anspreche, was für den Erfolg der Kampagne spricht, was wiederum viele tausend gequälte Tiere bedeuten wird. Die Menschen essen viel zu viel Fleisch, mehr als es ihnen gut tut, und uns tut nur sehr wenig Fleisch tatsächlich gut. Einmal im Monat würde so ein Burger völlig reichen. Mittlerweile haben sich die Fast Food Ketten aber wie eine Seuche verbreitet, sie finden sich in Stadtzentren, in der Nähe von Schulen, Bahnhöfen oder Stadien. Auch hier schauen sich Angestellte und Führungspersönlichkeiten die Zahlen genau an, wo können wir am meisten Geld machen? Ihre Kampagnen zielen ebenso nur darauf ab möglichst viele Menschen zu verführen. Es spielt ihnen in die Karten wenn die Menschen auf die Tiere und die Gesundheit scheißen, daran ändern ihre Alibi-Salate, glückliche-Kühe-auf-saftigen-Wiesen-Spots auch nichts.

Ausbeutung der Natur & Umweltverschmutzung

Wenn der Fleischkonsum steigt, steigt die Zahl der Tiere die geschlachtet werden müssen und damit steigt auch die Zahl der Futtermitteltonnagen. Wälder müssen gerodet werden damit Soja und ähnliches angebaut werden kann, um die Millionen Nutz- und Schlachttiere zu füttern. Würden wir in der westlichen Welt weniger Fleisch verzehren könnten wahrscheinlich tausende Menschen vor dem sicheren Hungertod gerettet werden, denn Soja könnte auch von ihnen gegessen werden. Aber da die Hungernden dieser Welt kein Geld haben, sind ihre Bedürfnisse für unser System irrelevant. Es macht mehr Sinn die Umwelt zu zerstören, Tiere mit Genen und Züchtung in immer kürzerer Zeit auf ein ertragsreiches Schlachtniveau zu bringen, ihr Fleisch und Futtermittel um die halbe Welt zu karren, horrende Energie zu verschwenden um am Ende Konsumenten mit zuviel von allem krank zu machen, die Gesundheitssysteme zu belasten und Kindern ihre Väter und Mütter zu rauben. Fettleibkeit ist eine Epidemie, die diverse Zivilisationskrankheiten auslöst. Herzrythmusstörungen, Asthma, Allergien, es gibt unzählige Beispiele. So bringt der Fleischkonsum auch eine zunehmende Verschmutzung der Umwelt mit sich. Das betrifft aber auch viele andere Produkte, egal ob Computer, Handys, Fernseher, Autos, Motorräder, diverse Lebensmittel von Kakao, Kaffee über Bananen usw. Was tagtäglich aufgrund unseres Konsumverhaltens durch die Welt gefahren, verschifft und geflogen wird, ist unermesslich. Der Ölverbrauch steigt von Jahr zu Jahr, der Hunger sämtlicher Industrienationen ist ähnlich unermesslich wie unsere Suche nach neuen Konsumerlebnissen. Wir langweilen uns weil wir unsere wirklichen Bedürfnisse nicht kennen, weil wir unglücklich sind im Job, in der Familie, in der Liebe oder mit uns selbst. Deshalb brauchen wir Ablenkung statt Lösungen. Dies führt unweigerlich zu Ölkatastrophen. Es gehört mittlerweile zum normalen Wahnsinn: Tiere die in Ölteppichen ersticken, hundertausende Liter Wasser werden zu einer giftigen Suppe die alles verklebt und abtötet. Regelmäßig laufen Tanker auf Grund oder sinken, Ölplattformen gehen in Brand oder Bohrlöcher sorgen für monatelange Verschmutzung. Wir brauchen Rohstoffe wie Öl um unsere Produktion aufrechtzuerhalten. Die Konzerne wollen jedes Jahr mehr Computer, Handys, Fernseher, Autos, Motorräder uvm. verkaufen. Dieser Energiehunger hat uns in die Atomkraft getrieben. Die Atomkraft sorgt in Fukushima für einen strahlenden Alptraum. Sogar das Meer wird nun verstrahlt. Die Technik ist nicht beherrschbar, Kritiker sagen das seit Jahrzehnten. Aber man ist verliebt in die Idee. Nachdem Milliarden investiert wurde, will man umso mehr Milliarden wieder heraus holen. Es gibt hunderte Atomkraftwerke und kein Endlager, es gibt Studien die eine Häufung der Krebserkrankungen rund um Atomkraftwerke belegen. Das sind eben Kollateralschäden. Tausende Tiere und Menschen sterben für den zweifelhaften Wohlstand der Massen. Dafür traten Politiker wie Merkel und Kohl ein. Die Zerstörung der Weltmeere, Wälder, Naturschutzgebiete, einzigartiger Lebenswelten wie auf Madagaskar gehören zur traurigen Normalität im Kapitalismus. Je mehr die Menschen sich von den Versprechen der Konzerne und Parteien verführen lassen, desto stärker werden die Bedrohungen und Zerstörungen ausfallen und fortschreiten.

Plädoyer

Wenn also Konzerne Menschen, Tiere und Natur für die Profite auf zerstörerische Art und Weise ausbeuten, bis sie nicht mehr überleben können, stellt sich doch die Frage warum all das weiter betrieben wird. Es gibt diesen Irrglauben, die Politik müsse das alles Regeln. Der kleine Mann sei ja völlig machtlos, obwohl er tagtäglich in den Betrieb rennt und seine Arbeitskraft investiert und damit die ganze Maschinerie legitimiert und am laufen hält. Manchmal denke ich: Es braucht nur einen einzigen Generalstreik und dann ist Schluss mit diesem ganzen Scheiß! Aber nein, die Leute reden sich ein, sie können es nicht ändern, glotzen daher lieber seelenlose Sport-, Sing- und Modelwettbewerbe, jammern wie dumm das doch alles ist, gehen saufen, ficken Menschen die sie nicht lieben, zeugen leere Kinder, wählen Parteien die diese ganze Situation mit Gesetzen legitimieren und prostituieren sich am Arbeitsmarkt für ein paar Kröten. Wieso machen die Leute Jobs die ihnen nicht gefallen? Warum machen sie miese Arbeitsbedingungen mit? Sie empfinden eine große Ohnmacht wenn sie die Katastrophen dieser Welt erleben. Die kapitalistische Gesellschaft hat die Individuen atomisiert. Jeder für sich, jeder gegen jeden, Ellbogengesellschaft, wir kennen die Schlagworte. Wir glauben keine Macht zu haben, weil wir bei den Wahlen unsere Stimme und am Arbeitsplatz unsere Individualität abgeben. Wir tun das aus Tradition, weil es bislang immer so gemacht wurde. Jene die dies hinterfragt haben mussten schwere gesellschaftliche Repressionen ertragen, denn die freiheitlich-demokratische Welt ist keine freie Welt. Warum musste Martin Luther King jr. sterben als er sich für die Rechte seiner Brüder und Schwestern eingesetzt hat? Oder Malcolm X? Warum musste Rudi Dutschke sterben als er beharrlich die Unbrauchbarkeit unseres politischen und wirtschaftlichen Systems anklagte und zu mehr zivilen Ungehorsam aufrief? Warum landen Anarchisten wie Jörg Bergstedt im Knast, wenn er sich im Namen von uns allen gegen Genfood einsetzt? Warum werden Menschen in gesellschaftskritischen Projekten von Spitzeln selbst in ihrem Bett überwacht? Warum erhalten dagegen Politiker wie Roland Koch, der in seinen Wahlkämpfen mit ausländerfeindlichen Parolen auffiel, das Bundesverdienstkreuz? Warum wünscht sich der bayrische Minister Seehofer Betrüger wie Guttenberg an der politischen Spitze? Es gibt ganz offensichtlich Interessengegensätze in dieser Gesellschaft deren Hintergründe nur in zeitintensiven Recherchen begriffen werden können. Meine Ausführungen können diesbezüglich nur unzureichend sein. Aber ich appelliere an jeden Leser sich undogmatisch und ohne Tabus die Zustände dieser Welt anzusehen und darüber zu reflektieren. Es muss unser gemeinsames Anliegen sein nachhaltige und wirksame Alternativen und Veränderungen voranzutreiben. Es kann nicht sein das die Ausländer, der Islam oder Sozialhilfeempfänger zum Problem erklärt werden, Hetze betrieben wird statt Aufklärung und Dialog, unser tatsächliches Problem ist ein globales, nämlicher der Kapitalismus und gegen ihn muss mit allen friedlichen Mitteln gekämpft werden.

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Allmächtiger Kern

Das Schlimmste ist die stetige Wiederholung der ewigselben Problematik. Ständige Wiederkehr von Phrasen, Sprüchen, Situationen, alles scheint vorprogrammiert. Man kann heute sagen wie es morgen oder die nächsten Wochen, Monate und Jahre sein wird. Die Unterschiede und Veränderungen sind immer nur oberflächlich. Es gibt andere Kollegen, es gibt andere Satzstellungen, sanftere oder boshaftere Äußerungen, es gibt freundliche und unfreundliche Chefs und alles scheint überhaupt keine Rolle zu spielen für den Kern, der uns alle in die Büros dieser Welt treibt. Jegliche Spontanität wird aus den Individuen gesaugt, die Individuen existieren nur noch für diesen Kern. Der wesentliche Kern jeglichen Treibens der die Leute zusammenhält, der sie gemeinsam kämpfen lässt, obwohl sie sich selbst und alle anderen verabscheuen. Wenn Plakete im Büro hängen die so etwas dämliches sagen wie „Service ist unsere Leidenschaft“ oder „Wir hängen uns voll für unsere Kunden rein“ mit entsprechenden Sinnbildern darüber, dann spielen sie auf diesen Kern an der unsere Familie, Umwelt, unser ganzes Leben vergiftet. Der Kern ist die Profitmaximierung, die maximale Verwertung menschlicher Arbeitskraft, die Intensivierung des Arbeitsprozesses. Jegliches Gelächter der Kollegen an guten Tagen kann nicht über diesen Kern hinaus gelangen. Nichts, weder der Urlaub, die Freizeit, das Intimleben kann diesen Kern aufheben und nichtig machen. Alles geht von ihm aus und alles bezieht sich auf ihn und entsprechend stark ist seine Sogwirkung auf alle Generationen. Blind wird darauf vertraut das die Ordnung der viele Millionen Menschen folgen schon seine Richtigkeit hat. Als ob den Leuten schon immer nichts anderes übrig blieb sich den Verhältnissen hinzugeben. Als ob die Leute schon immer so hörig den Gesetzen des  Kapitals und der herrschenden Klasse waren. Jeder der diese Ordnung, die in Wahrheit Chaos ist, als das erkennt und artikuliert was sie ist, wird als Nestbeschmutzer, Eigenbrödler oder schlicht als Mensch mit negativer Einstellung abgewertet und abgefertigt. Die ganze Problematik spitzt sich so noch weiter zu. Wie erklärt man einen Kranken der sich für gesund hält, wie krank er eigentlich ist? Wie kann man als Infizierter, als von der allmächtigen zerstörerischen Ordnung Bedrohter überhaupt gegen den Kern ankommen? Man wird von ratternden Motoren genauso überfallen wie von den sich ständig ausweitenden Industriegebieten und Asphaltlandschaften. Es stinkt ständig nach Verwahrlosung, in Form von Öl, Benzin, Urin usw. Man muss darauf achten nicht in zerbrochene Bierflaschen der letzten Trunkenbolde zu treten, oder in die Kackhaufen von geliebten neurotischen Haustieren. Achtlos wird diese Umwelt betreten, benutzt und weggeworfen als würde es sie immer geben unabhängig davon was wir als Menschen so machen. Völlig abgeschottet sitzen die Leute in ihren überteuerten Fahrzeugen auf dem Weg zur Arbeit, zum Discounter, zur Disco oder zum Urlaubsziel und begreifen dabei gar nicht wie sie modern und bequem die Erde unbewohnbar machen. Wie kann man soetwas aufrütteln ohne gleich als Öko, Kommunist und so weiter beschimpft zu werden? Die stetige Wiederholung muss endlich gebrochen werden. Der Kern muss offenkundig gemacht werden. Ob das letztlich die Menschen überzeugt die sich in all diesen Katastrophen wohl fühlen bleibt fraglich.

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Eingeordnet unter Arbeitertagebuch

Der endlose Zwang sich selbst zu betrügen

Die Beschleunigung unseres Lebens entleert auch viele der Dinge die wir den ganzen Tag so machen. Alles wird zur Arbeit egal ob Sport oder Liebe, in immer mehr Bereichen unserer Gesellschaft existieren dieselben leistungsbezogenen Parameter. Wir hetzen von der Arbeit in den Discounter, kaufen uns Dinge die uns fett und krank machen, hetzen von dort nach Hause werfen die Sachen in die Mikrowelle, telefonieren dabei oder surfen im Internet, treffen uns hier und dort, quatschen Nonsens, übersehen die Wertlosigkeit und Leere bis sie uns am nächsten Morgen überfällt, wenn wir erneut den Trott zur Arbeit antreten müssen. Wir als absolute Gewohnheitstäter höhlen uns selbst ständig aus mit Tätigkeiten die uns nicht glücklich machen. Wir schauen Action-Blockbuster in denen Gewalt verherrlicht wird, Pornos in denen Menschen erniedrigt werden, gehen achtlos an Obdachlosen, Nutten, Dealern und dicken Autos vorbei. Wir jammern über unsere öde Arbeit, den autoritären Chef, die schlechte Bezahlung, das unbefriedigende Sexualleben, die ganzen Schlampen die einen nicht liebten und geben die Schuld den Politikern, dem System. Wir legen unsere Hände ohnmächtig in den Schoß und damit auch unsere Chance auf ein befreites Leben voller Entfaltungen. Angeblich ist Deutschland wie Europa und Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das Land der Meinungsfreiheit und überhaupt der Freiheit. Nur warum bringen sich jährlich tausende Menschen freiwillig um, indem sie sich von Brücken stürzen, sich bei Flatratepartys vergiften, bei Abtreibungen verbluten und auf viele andere Arten? Warum gibt es keinen echten Wandel in dieser Welt? Alles wird immer schneller aber nicht besser. Der Fortschritt bringt uns weit weg von uns selbst. Wir langweilen uns obwohl es noch nie soviele Ablenkungsmöglichkeiten gab. Die Schule ist Zwang, die Arbeit ist Zwang, der Konsum ist Zwang, wir reagieren nur noch und sind blind für jeden Ausweg. Wir haben Angst vor grundlegenden Veränderungen. Jede Debatte über Ausländer, Kapitalismus oder Demokratie zeigt dies sehr dramatisch. Betonköpfe regieren uns weil wir sie gewählt haben. Wir wählen Betonköpfe weil wir selbst welche sind. Es fällt uns schwer den Fernseher wegzuschmeissen, Generalstreiks zu organisieren, Häuser zu besetzen, Forderungen zu formulieren und durchzusetzen. Wir waren schon immer verwöhnt, haben nie Krieg erlebt und doch waren wir einer ständigen Manipulation ausgesetzt. Die Schule wird gern als Ort der Bildung und Entfaltung bezeichnet, aber dort gibt es selten kritische Töne zu unserer Gesellschaft oder gar Konzepte wie man sie überwinden könnte. Woher sollte das auch kommen? Weder die Wirtschaft noch die Politik will irgendetwas überwinden. Sie sieht nur Zahlen, aber nicht das wahre Wesen der Menschen, deshalb werden die Menschen immer ärmer je mehr sie produzieren. Nicht nur die Menschen in Afrika hungern nach Leben, sondern auch wir. Menschen mit Übergewicht fühlen sich leer, weil sie Bedürfnisse haben die nicht durch Konsum zu befriedigen sind. Wer schützt uns vor dieser irrationalen grausamen Welt, die uns diesen ökonomischen und ökologischen Wahnsinn aufzwingt? Wir haben wohl nur uns selbst und wenn wir uns weiter verlieren, dann sind wir verloren.

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Eingeordnet unter Emotionales

Ein ungerechtes Gesetz ist überhaupt kein Gesetz

Es gibt in mehreren Bereichen unserer Gesellschaft allgemeinbekanntes Unrecht welches stillschweigend akzeptiert wird. In der Schule, an der Universität, in der Arbeit sind wir vor dem Hintergrund der Profitmaximierung dazu gezwungen, gegeneinander zu konkurrieren und die meiste Zeit und Kraft unseres Lebens in Tätigkeiten zu investieren die sich nur in ökonomischen Kategorien bewerten lassen. Dieses Verhaltensideal erzeugte schon als wir Kinder waren Schmerz, Wut und Verzweiflung. Sei es weil die Noten nicht so waren wie sie sollten oder weil die Eltern aufgrund ihrer Arbeit selten daheim waren. Wir haben gelernt uns mit dieser Situation zu arrangieren, denn schliesslich war das die einzig vernünftige Option in der besten aller Welten und so verstanden wir unser Gewissen zu ignorieren, jedes rebellische Verhalten als jugendlichen Leichtsinn abzutun und alle alternativen Ansätze als ketzerische Utopien abzulehnen.

Wir haben innerhalb der kapitalistischen Verwertungsmaschinerie gelernt wie Zahnräder aus Fleisch zu funktionieren und wollen den Glauben an die Richtigkeit dieser Lebensweise nicht mehr ablegen, weil dies das einzige ist was uns noch geblieben ist. Wir haben unsere Kindheit, unsere Familie, unsere Heimat, unsere Ruhe, unsere Lebensfreude und unsere Entfaltungsmöglichkeiten verloren, also klammern wir uns an dem Grund dieses Verlusts, an dem modernen Schrott den wir für die Profite produziert haben. Unsere innere Leere, Zerissenheit und Unruhe versuchen wir mit allen erdenklichen und erfühlbaren Mitteln zu stopfen und zu ersticken. Aber egal ob wir zuviel oder zu wenig essen, zuviel oder zuwenig Drogen nehmen, egal ob wir Fußballern oder Filmstars zujubeln, unsere Hoffnungen in eine Partei oder die Nichtwahl setzen, nichts wird uns das verlorene wiedergeben können, solange wir die Quelle dieses Elends nicht erkennen.

Stirbt ein Mensch, so stirbt die gesamte Menschheit. Täglich verhungern tausende Menschen während hierzulande tausende Menschen unter Fettleibigkeit leiden und tausende Tonnen frischer Lebensmittel weggeworfen werden. Innerhalb unserer parlamentarischen Demokratie sorgen wir mit der alljährlichen Abgabe unserer Stimme für gelebte Machtlosigkeit, erleben ohnmächtig die einschneidenden Entscheidungen fremder Politiker und jaulen nur selten schamhaft auf. In den Büros herrscht täglich Weltkrieg um die besten Zahlen. Depressionen und Suizide steigen wie der Blutdruck und die Herzanfälle. Die Politik verwaltet das Chaos und das Elend, hilft nur jenen mit dem größten Einfluss. In unserer Gesellschaft sind nicht die Krankenschwestern und Lehrer die reichsten Menschen, sondern Bankiers und Ölmultis. Ab und zu schrecken wir auf, wenn die Massenmedien hysterisch kreischend von Lebensmittelskandalen in der Fleischindustrie, Spendenskandalen in den Volksparteien, Ölkatastrophen im Meer, den Verlust von Milliarden Geldern und tausenden Arbeitsplätzen in sämtlichen Bereichen berichten. Aber seltsam schnell schlafen wir wieder ein und bringen uns wieder in Position um als Zahnrad aus Fleisch weiter zu funktionieren, statt uns zu organisieren und zu protestieren zerstören wir lieber uns, unsere Kinder, die Tier- und Umwelt.

Statt herauszufinden wie unsere Bedürfnisse tatsächlich lauten und diese durchzusetzen, lassen wir sie uns ständig als utopisch herausreden. Wer bestimmt denn wie unser Leben sein soll, außer uns? Keine Regierung, keine Ideologie, kein Unrecht dieser Welt kann uns davon abhalten das Leben zu genießen und so zu entfalten wie wir uns das vorstellen. Alles hängt davon ab inwieweit wir uns erheben! Wollen wir die Zerstörung unserer Umwelt? Wollen wir kooperieren statt zu konkurrieren? Wollen wir Liebe statt Leistung? Die Entscheidung liegt in unserem Gewissen. Es geht nicht darum zu gewinnen, nicht für eine bestimmte Seite zu sein, es geht darum das Leben als solches zu verteidigen und das Paradies auf Erden für alle Lebewesen zu ermöglichen. Lasst uns mutig, sachlich und respektvoll darüber streiten welche Wege für die Realisierung dieser neuen Verhältnisse möglich sind! Entgegen allen Regeln und Gesetzen die uns dieses Hundeleben auf Kosten unserer Brüder und Schwestern bescherrt haben!

Oder wie Augustinius bereits sagte: Ein unrechtes Gesetz ist überhaupt kein Gesetz! Wir rufen Euch als Eure Mitmenschen dazu auf, endlich zivilen Ungehorsam auszuüben, egal ob offen oder subversiv! Es ist Zeit den Hunger in der Welt genauso zu stoppen wie die sinnlose Quälerei an den Schulen, Universitäten und Arbeitsplätzen! Weg mit den Chefs, weg mit den Regierungen, weg mit den Ideologien! Wir brauchen Demokratie von unten, demokratisch von den Arbeitern organisierte und geführte Unternehmen die als allererstes die Bedürfnisse der Menschen und der Umwelt als erstes und wichtigstes Ziel haben! Informiert Euch! Organisiert Euch! Und lasst Euch nicht länger verarschen!

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Eingeordnet unter Aktivismus

Schulnoten und Banknoten sind Symbole unserer Bewusstlosigkeit

Es ist erstaunlich wie viel man innerhalb von wenigen 24 Stunden erleben kann, wenn man nicht den ganzen Tag damit verbringt Profite für einen Arbeitgeber zu erwirtschaften. Für Menschen die ihre Arbeit an dem immer selben Arbeitsplatz verrichten müssen, im Büro oder an der Kasse, bleibt wenig Raum für neue Perspektiven auf das Leben und vor allem für ihre eigenen Möglichkeiten ihr Leben zu gestalten. Genauso trifft das auf Schüler zu, sie sitzen ähnlich wie die Angestellten in den immer selben Gebäuden und Gegenden, wo eben der Schulbetrieb durchgezogen wird. Klar, man nennt das Heimat oder Standort, Industriegebiet, usw. Aber die Welt ist groß und weit, wir wissen das und langweilen uns schnell wenn sich immer wieder ähnliche Muster auftun.

Der Schulweg, der Arbeitsweg ändert sich oft über Monate und Jahre so gut wie gar nicht. Folglich hat man es mit den immer selben Schwierigkeiten und Besonderheiten zutun. Manche lieben das, es gibt ihnen Sicherheit, sie können sich klar daran orientieren, ihr Leben um diesen Mittelpunkt herumbauen und zementieren. Auch wenn sie dann schnell in Panik geraten wenn sich ein paar Kleinigkeiten ändern, beispielsweise die Wetterverhältnisse, oder schlimmer, wenn der Arbeitgeber sich einen günstigeren Standort für die Profitsteigerung sucht. Man hat Familie, Mietwohnung, Freunde und Bekannte, die man nicht missen möchte. Über die Jahre gewöhnt man sich an die immer selben Muster, stumpft ab, degeneriert, weil man die Isolation als Normalität verstanden hat. Dabei spricht eigentlich nichts dagegen gemeinsam mit seinen Freunden, der Familie durch Länder zu reisen, hier und dort zu leben. Wäre da nicht die Sache mit der Sicherheit. Wir sind Sicherheitsfanatiker, wir lernen schnell das wir Leistung bringen müssen um Geld zu erhalten, Miete bezahlen, Haus ab bezahlen, Urlaub und auch gewöhnliche Lebenshaltungskosten finanzieren zu können.

Wie kommen wir also zu Geld? Nur indem wir uns für die Arbeitgeber flexibel machen. Wir erklären uns bereit möglichst langfristig unser gesamtes Leben dem Betrieb zu verschreiben. Natürlich wollen wir nicht allzu viele Überstunden machen, aber das passiert allzu oft, wenn man mal länger dabei ist und verstanden hat wie ersetzbar man ist. Man fürchtet sich davor die regelmäßigen Einnahmen zu verlieren und damit auch die Sicherheit, die in Wahrheit ja gar keine ist. Die Schule ist hier nur so eine Art Vorreiter. Die Lehrer sind wie die Chefs in den Betrieben, sie sagen uns was es zu tun gilt, und wenn wir es nicht erfüllen, bekommen wir nach einigen Ermahnungen, gut zu reden, Fristen und danach eben entsprechend härtere Strafen, die letztlich in Kündigung, also Versetzung in andere Schulen, Sonderschulen usw. münden können. Im Kern bereitet die Schule uns nur darauf vor, was das Leben für uns insgesamt sein wird, ein permanentes Hetzen nach Leistungserfolgen und Resultaten mit denen wir uns schließlich ein Einkommen/eine Belohnung „verdienen“.

Dies ist kein Zeichen einer freien harmonischen Gesellschaft. Viele Menschen wissen das, egal wie alt sie sind, aber ihre Folgerungen daraus sind sehr unterschiedlich. Einige kämpfen offen gegen die Verhältnisse an bis sie hart bestraft und zerstört werden, andere agieren eher im stillen, betreiben subversive Aktionen, sabotieren Betrieb und Lehrbetrieb, indem sie die innere Kündigung vollziehen, langsamer arbeiten oder ständig schwätzen, dem Unterricht ferne Tätigkeiten betreiben wie zeichnen, träumen und Musik hören usw. All das sind verzweifelte Versuche eine kollektive Ohnmacht und Besinnungslosigkeit zu ertragen bzw. zu überwinden. Aber allein sind wir ohne Chance hier etwas langfristig funktionierendes zu ermöglichen. Wir können weglaufen, wir können zerstören, wir können schreien, uns mit Lärm und Rausch ablenken, es wird nur ein paar Momente helfen, weil wir Geld brauchen um unsere Bedürfnisse zu bezahlen. Das macht uns traurig und es saugt uns die Lebenslust aus. Wir schöpfen ständig Dinge deren Zweck wir nicht erkennen können, an dem wir uns nicht bereichern können. Wer sieht denn schon das Ergebnis seiner Arbeit? Wer sieht denn schon den Wert einer Schulnote? Zahlen die sich unterscheiden, warum sollte man daran seine Gefühle, sein ganzes Leben fixieren und ausrichten? Was soll das? Ist das nicht eine große Dummheit die nur in Verzweiflung, Krankheit und Krieg münden kann? Das Leben ist viel zu bedeutend und vielseitig, als es an diese dogmatischen Ideologien zu fixieren, die hinter diesen Zahlenspinnereien stecken.

Egal ob Schulnoten oder Banknoten, es geht um Zahlenspinnerei die uns die Lebenslust nimmt. Daher will ich alles tun um uns davon zu befreien. Die Lebenslust muss frei sein von zementierten Lebensvorstellungen. In allererster Linie so wie wir es erleben wenn wir lieben und uns verlieben. Wir lieben doch bestimmte Dinge, bestimmte Menschen, bestimmte Situationen, die uns bereichern. Es gibt überall Muster in der Welt, wir können sie gar nicht alle wahr nehmen, aber es macht definitiv krank immer nur einem Muster zu folgen. Muster wie die Leistungs- und Wettbewerbsprinzipien die in unserer Politik und Wirtschaft seit vielen Jahrtausenden als Normalität vorgegaukelt werden. Es ist eine Frage der Erziehung, eine Frage der Kommunikation, der Vorstellungen der jetzigen Generation der Menschheit, inwieweit wir das fortsetzen wollen. Wollen wir unseren Kindern denselben Unsinn antun, den wir selbst Jahre und Jahrzehnte erleiden mussten? Ist es denn zwingend notwendig, für ein schönes Leben, was auch immer man darunter versteht, ständig gegen andere Menschen und ihre Bedürfnisse anzukämpfen? Gibt es keine Möglichkeit Arbeit anders zu organisieren? Ohne Chef und demokratisch? Warum sollte es nicht möglich sein Mieten abzuschaffen? Grundsätze wie Eigentum, Staat und Kapital zu hinterfragen?

Wir müssen schon etwas riskieren um diese Fragen zu beantworten. Wir sollten uns von zweifelhaften Sicherheiten befreien, die nichts anderes sind als Ketten, die uns lang genug gehindert haben das Leben zu erleben, wirklich frei durch die Welt zu gehen und sie mit unseren Liebsten zu entdecken.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Buchprojekt gestartet

Ich habe letzte Woche konkret angefangen an meinem ersten Buch zu schreiben. Thematisch bezieht es sich vorallem auf meine Zeit in Berlin. Es geht um die alternative Szene, Hausbesetzungen, Hausbesetzer an sich, die Probleme der Selbstorganisation und die Probleme unserer Gesellschaft allgemein.

Mir liegt viel daran möglichst nah an meinen Erlebnissen dran zu bleiben, ehrlich und ohne großartige Umschweife darüber zu berichten was aus meiner Sicht in Berlin stattfand und wie ich überhaupt dazu kam nach Berlin zu gehen, welche Geschichte meine Überlegungen haben, was mich antreibt die Dinge nicht so zu akzeptieren wie sie sind usw.

Natürlich habe ich keine Ahnung ob es jemals einen Verlag finden wird, aber in erster Linie dient mir dieses Projekt dazu meine Erinnerungen festzuhalten, Erkenntnisse zu fokusieren und entsprechend an Interessierte weiterzugeben. Es war eine wichtige Zeit für mich in Berlin und mit diesem Projekt möchte ich dem einfach ein Denkmal setzen.

Es gibt in diesem Blog zwar schon eine Rubrik bzgl. eigenes Buch. Aber da ist der Fokus auf eine frühere Phase meines Lebens. Das Buch wird hier erst veröffentlicht, wenn ich es als vollständig betrachte.

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Tretmühlen der Gesellschaft zertreten Lebensfreude

Es ist so eklig und anstrengend. Da schuftet man Tag für Tag über Monate, Jahre und Jahrzehnte, aber man kann sich letztlich niemals aus der Schufterei befreien. Man bleibt auf dem immerselben Aufwandsniveau, nur ganz wenige Menschen können sich frei kaufen. In dieser Gesellschaft kann man sich nicht anders als durch Betrug, Skrupellosigkeit, angeborenes Talent, Glück oder Erbschaft frei in dieser Gesellschaft bewegen bzw. befreien. Dieser Zustand existiert seit enorm langer Zeit, ihr könnt selbst überlegen wie lange es schon Reich und Arm gibt, wie lange es schon Ungerechtigkeit bei der Verteilung der Lasten und Früchte der Menschheit gibt. Vermutlich gabe es nie eine Zeit, in der es gerecht zu ging. Erschreckend dabei ist vorallem die Perspektive vieler Menschen, sie sehen, offenbar aufgrund der langen Tradition dieser Zustände, keinen Anlass etwas dagegen zu unternehmen. Zumindest sehe ich nirgends eine kritische Masse, vielleicht aber unterstelle ich den Menschen aber auch nur blinde Herdentiere zu sein, vielleicht gibt es verdammt viele Menschen die immer mehr die Schnauze voll haben. Ich weiß nicht.

Ich hab den Kontakt völlig verloren zu meinen Mitmenschen. Ich kann nicht behaupten sonderlich viele Menschen zu kennen. Aufgrund der Arbeiterei wollte ich mich in meiner Freizeit eigentlich nur ausruhen und wenn ich das nicht getan habe, dann habe ich mich gefragt warum mein Leben so geworden ist und warum es wie vorgezeichnet, egal in welche Bereiche der Gesellschaft ich gehe, so weiter verläuft. Immer gibt es dieselben hirnrissigen Probleme, es gibt zu wenig gut-bezahlte Arbeit, immer gibt es Überstunden, die Arbeit selbst ist oft nach kurzer Zeit öde und gleichzeitig anstrengend. Mittlerweile konnte ich erkennen, dass diese Schwierigkeiten in meinem Leben, die Entwurzelung die ich in mir empfinde, ein gesellschaftliches Problem ist, denn ich bin nicht allein mit diesem Leiden, mit diesem Gefühl von Isolation, Zwang und Machtlosigkeit. Ich frage mich wo hier die Ursachen liegen. Mehrmals habe ich versucht auszubrechen, ich zog kreuz und quer durchs Land, habe beim Staat gearbeitet, ganz normal in der Wirtschaft, in verschiedenen Branchen, Abteilungen gearbeitet. Nichts hat mir irgendwie ein deutlich glücklicheres Leben beschert. Den einzigen Lichtblick fand ich ausgerechnet bei Hausbesetzern in Berlin, die ohne Arbeitszwang ihr Leben gestalteten. Dort fehlte es aber an Bewusstsein, Respekt, Liebe und natürlich einer klaren Zielsetzung gegenüber der Maschinerie der sie zu entfliehen suchten.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Die Manipulation einflussreicher Menschen in der Politik, Wirtschaft und den Medien ist absoluter Fakt. Es wird gespalten, abgelenkt, missbraucht, manipuliert um Macht zu erhalten, fortzusetzen. Ich glaube nicht mehr an unsere Demokratie, ich glaube auch nicht das unsere Wirtschaft alle Menschen glücklich machen kann, genauso wenig vertraue ich meiner Bank bzw. irgendeiner Bank. Ich habe unheimlich dazu gelernt, aber andererseits hat mich das noch viel stärker Misstrauen gegenüber meinen Mitmenschen gelehrt. Wem kann man denn noch trauen? Wer kann noch von lebenslanger Freundschaft berichten? Wen erfüllt noch die Arbeit für die er täglich bezahlt wird? Wo liegt denn das Glück dieser achso freien Gesellschaft? Die Welt ist nur für ganz wenige Menschen voller Freiheiten und Möglichkeiten, weil wir alle an ein Geldsystem glauben, welches aus dem Nichts Geld erschaffen kann, mit einer Mindessicherung von gerade einmal 2 Prozent, weil wir alle an ein wirtschaftliches System glauben, welches nur die belohnt die am meisten an sich selbst denken, weil wir alle krampfhaft versuchen das Glück durch oberflächliche Güter zu erarbeiten.

Das Paradies für alle Menschen wird solange verschlossen bleiben, ehe wir nicht an uns selbst arbeiten und das fängt damit an genau zu beobachten was eigentlich los ist in der Welt bzw. unserem näheren Umfeld. Das hohe Desinteresse an Politik, Wirtschaft und der Gesellschaft insgesamt ist gefährlich. Die hohe Beschäftigung der Massen mithilfe von schlecht bezahlter stumpfer Arbeit, ebenso. Die Verführung der Massen zu Völlerei, Saufen und gedankenlosen Konsum allgemein, genauso. 24 Stunden, jeden Tag, reproduzieren sich ganz gefährliche Vorstellungen. Leistung, Wettbewerb, Kampf, Macht, all das sind nur Spiegel fürs Ego, all das brauchen wir nicht um glücklich zu sein. Wir müssen die Herausforderung annehmen und jenseits der gedanklichen Grenzen leben. Es ist nicht hinnehmbar, einfach nur das zutun was man immer getan hat, oder erschöpft einfach nur zu befolgen, was andere befehlen oder entscheiden. Wir sind verantwortlich, jeder einzelne Mensch von uns, egal ob Manager, Putze oder Hartz 4 Empfänger. Diese Kategorien sind wertlos, wir sind in erster Linie Menschen und sollten uns zu allererst an der durchsetzung der Grund- und Menschenrechte weltweit orientieren.

Weder unsere Politik noch unsere wirtschaftlichen Systeme waren bisher dazu in der Lage. In den letzten Jahrzehnten haben sie sogar enorm viele Rückschritte gemacht, aus machtpolitischen Gründen bzw. allgemein aus egoistischen Gründen. Mich schmerzt es zutiefst, das ich nicht mehr dagegen tun kann, weil ich mich selbst noch nicht dem vollständigen aussteigen, aus allen Tretmühlen der Maschinerie gewachsen sehe. Ich habe, wie auch ihr, nur meine gedanklichen Ketten zu verlieren, die mich seit meiner Geburt daran hindern frei zu sein.

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Mein Weg und meine Gefährten

Ich fahre täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit und normalerweise gefällt mir das ganz gut. Nur scheinen offenbar etliche Passanten der Ansicht zu sein, ich hätte gefälligst, wie sie, zu Fuß zu laufen, denn sie weigern sich zu 90 Prozent trotz wilden Geklingels und Gerufe von mir zur Zeit zu gehen und beschimpfen mich auch noch. Oft sehen sie mich aus 10-50 Meter Entfernung und starren mich an, als ob ich dadurch absteigen würde. Rentner mit ihren Hunden, Hausfrauen die gemeinsam einen Spaziergang machen, irgendwelche Leute mit dicken Einkaufstüten und all das mitten im Industriegebiet! Ich weiß nicht warum ihr Vollidioten mitten im Industriegebiet Eure Runden drehen müsst, vor allem in der Rushour! Es ist unfassbar, mir kommen sogar Fahrradfahrer entgegen die sich strickt weigern zur Seite zu fahren und lieber in den Graben fahren, anstatt einfach 1 Meter zur Seite zu fahren, so wie ich das ständig machen muss. Ich würde ja gar nichts sagen wenn das 1 mal in der Woche passieren würde, aber es passiert wirklich täglich etliche Male und jedes Mal frage ich was mit diesen Leuten los ist. Schaffen sie es nicht auf ihre Mitmenschen zu achten und entsprechend zu beachten wie schwer oder leicht sie es haben? Mit dem Fahrrad hat man gerade jetzt, bei ungeräumten Wegen keinerlei Möglichkeiten großartig auszuweichen, man ist auf die Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen angewiesen. Es ist schlimm genug das die Gemeinde unfähig ist die Wege freizuhalten, aber wenn nichtmal diese Kleinigkeit von den Mitmenschen beachtet werden kann, dann ist mir auch klar warum kompliziertere Schwierigkeiten gar nicht erst gesehen werden. So, jetzt wisst ihr, ich ziehe auf der Straße den kürzeren, obwohl ich das größere Vehikel gegenüber Passanten habe, was für eine Qual und Erniedrigung. Jetzt etwas wichtigeres:

In der Praxis sehe ich tagtäglich wie es in unserem wirtschaftlichen System abgeht. 3 meiner Kollegen haben heute ziemlich viele Überstunden gemacht. Der erste Kollege 12 Stunden, die anderen beiden 14 Stunden. Ich frage Euch, wieviel haben diese Kollegen wohl noch vom Tag gehabt? Wieviele Nachrichten in den Medien konnten sie wahrnehmen und kritisch reflektieren? Wieviele Proteste hätten sie an diesem Tag machen können? Wieviele Bücher lesen, Filme sehen und Frauen küssen können? Da bleibt kaum noch Zeit um das Leben zu genießen, die eigene Tocher aufwachsen zu sehen bzw. Erziehung zu betreiben. Da bleibt noch weniger Zeit der Politik und Wirtschaft auf die Finger zu hauen usw. Und hier sieht man ein grundlegendes Problem dieser Gesellschaft, die Menschen müssen soviel arbeiten, dass sie kaum noch in der Lage sind der Demokratie Leben einzuhauchen und genau das sorgt dafür das die Politiker jeden Mist verzapfen können, ohne dass ein riesiger Aufschrei durch die Gesellschaft geht. Die wenigen Menschen die jetzt noch über einen Arbeitsplatz verfügen müssen die tägliche Arbeit mit hohem Einsatz erledigen, dieser hohe Druck sorgt für psychische bzw. physische Probleme, die Leute essen, trinken, rauchen zuviel, schreien, jammern und kämpfen sich durchs Leben. Sobald sie erschöpft von der Arbeit kommen, wollen sie den restlichen Tag bzw. die restliche Nacht wenigstens ein bisschen genießen und gehen feiern, treffen sich mit ihrer Frau oder ihrem Mann, kümmern sich um das Kind oder die Kinder etc. Sie haben keinen Nerv und keine Kraft sich mit schwierigen Themen der Politik oder Wirtschaft auseinanderzusetzen.

Ich gehöre zu den wenigen die das tun und habe entsprechend wenig vom Leben. Ich führe ein Doppelleben. Am Tag arbeite ich und in der Nacht differenziere, reflektiere und publiziere ich. Täglich frage ich mich ob ich das noch länger durchhalte, ob es sich überhaupt lohnt, ob ich überhaupt jemals in der Lage sein werde all die komplexen Mechnismen vollständig begriffen zu haben. Es geht mir nicht nur darum zu verstehen was passiert, sondern auch zu verstehen warum vieles bisher nicht funktioniert hat und wie Alternativen aussehen könnten. Allein der erste Punkt braucht ein halbes Leben, bei den anderen Punkten ist es nicht anders. Als Einzelkämpfer neige ich oft zu schwarz-weiß Ansichten, entweder es funktioniert oder nicht. Ich glaube ich kann allein gar nichts bewegen, aber bevor ich mich mit anderen engagiere, will ich für mich die grundlegenden Sachen geklärt haben. Blinder Aktionismus ist fatal, daher orientiere ich mich an anderen Aktivisten, entweder vergangener oder aktueller Zeiten. Mich treibt die Hoffnung auf eine bessere Welt an. Ich will nicht akzeptieren das Milliarden Menschen hungern und in entfremdeter, schlechtbezahlter Arbeit zerfallen. Es geht auch um kommende Generationen. Ich werde auch immer älter und merke langsam, die Menschen, die jünger sind als ich, werden immer mehr. Und dann frage ich mich, wissen sie um ihre Verantwortung, um ihre Chancen? Oder sind sie mindestens so verblendet und gebrochen wie die Erwachsenen? Es ist notwendig für die Sache möglichst bald offensiver zu sein, lokal Menschen zu finden die mitmachen und mitdenken, unabhängig von Parteien oder Ideologien. Ohne erhöhten Einsatz wird es keine Freiheit geben, zumindest keine von höherer Qualität als bisher.

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Die Zeiten haben sich nicht geändert

Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein, denn meine Tage ähneln sich immer mehr. Viele Menschen sehen darin den gewöhnlichen Rythmus eines Arbeiters oder Angestellten. Man steht auf, macht sich sauber, zieht sich an, geht zur Arbeit, arbeitet bis man völlig entnervt ist und geht dann nach Hause um sich hinzulegen. Dieser Ablauf wird dann immer und immer wieder bis zur Rente wiederholt. Nebenbei bleibt natürlich wie schon oft festgestellt, keine Zeit mehr um sich mit wirklich interessanten Dingen auseinanderzusetzen. Viele Projekte und Bücher bleiben in der Ecke liegen, ich kann mir keine neuen Erkenntnisse beibringen, – vorallem nicht unter Zeitdruck und ohne entsprechender Muse. Die Arbeit zerstört meine Möglichkeiten, obwohl sie mir das nötige Geld gibt um Nahrung, Lebensraum usw. zu bezahlen. Das aber etwas grundlegendes nicht stimmt, empfinde und denke ich mir andauernd.

Befreiung aus dieser Situation ist nur mit einem großen „sozialen Abstieg“ möglich oder mit einer langfristigen verstärkten Aktivität innerhalb der künftigen Jobs, mit entsprechender finanzieller Entlohnung. Beides ist Risikoreich, beides macht mich nicht glücklich. Die Probleme die sich tagtäglich ergeben sind vorallem kollektiver Natur, mit ihnen habe ich als Individuum kaum Chancen sie selbst zu lösen. Wenn bspw. der Markt dafür sorgt, dass ich soviel Arbeiten muss und so wenig bezahlt bekomme oder nicht die chance bekomme mich akademisch weiterzubilden weil es selbst mit Abschluss keine sichere Aussicht auf eine berufliche Tätigkeit gibt, dann ist das nicht nur für mich traurige Realität sondern für Millionen von Menschen. Wer kann schon machen was er will? Solange alles Geld kostet gibt es keine Möglichkeit genau das zu tun. Ähnlich die ganzen Hierachien, das sind alles Herrschaftssysteme, in der sich ein Mensch über den anderen stellt. Was das mit Freiheit zutun haben soll ist mir ein Rätsel. Offenbar betrachten die Menschen aber diese Dinge als Notwendigkeit, weil sonst die Erde im Chaos versinken würde, – oder so.

Es hängt aber immer davon ab was die Menschen wirklich wollen, wie weit sie mit ihrem Bewusstsein sind, wie weit sie ihre Konditionierungen abgestreift haben. Je fortgeschrittener das ganze ist, desto näher kommen wir alle dem Paradies. Die Ablehnung meinerseits gegenüber den Aberglauben dieses und jenes wäre nun das Rezept für das bessere Leben, und nur diese Lebensweise darf sich durchsetzen usw, ist gigantisch. Mir fällt es daher sehr schwer den Arbeitsalltag ohne lautstark zu protestieren durchzuziehen. Natürlich mache ich meine sachlichen Aufgaben, auch wenn sie langweilig sind, schlecht bezahlt sind, wenn sie keinerlei Neugier in mir wecken usw. Ich weiß das ich durch die Vorstellungen der anderen dazu gezwungen bin dies ersteinmal hinzunehmen. Denn ich habe keine Fähigkeiten, die mir erlauben, unabhängig zu leben. Man hat seit ich auf der Welt bin versucht, mich in eine degenerierte Gesellschaft zu integrieren, eine Gesellschaft die sich von sich selbst entfremdet hat und es noch nicht einmal selbst bemerkt und entsprechend bekämpft. Das ist alles ziemlich traurig und ich sehe anhand der Verhaltensweisen vieler Menschen, bei ihrer Jagd nach Spaß, Genuss und Anerkennung, wie ausgehungert diese Menschen sind. Das wird uns ins Chaos führen, weil das Bewusstlosigkeit ist.

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Das Leben ist kein Kaufhaus

Die Tage sind wieder voll von langweiliger Strebsamkeit und gedankenloser Hetzerei. Ich bin zurückgekehrt in meinen alten Beruf und obwohl es sich um einen neuen Arbeitgeber handelt, scheint sich rein gar nichts verändert zu haben. Es gibt Ärger mit den Kunden, Ärger mit den Kollegen, Ärger mit den schweren Zeiten auf dem Markt. Die alten Kollegen haben sich quasi gar nicht verändert. Sie sind weiterhin dick, alt und eindimensional geblieben. Ich habe Angst genau so zu sein, auch wenn es absurd ist. Jeder Mensch hat so seine Fehler und das macht ihn einzigartig. Aber hier ist das etwas anderes. Diese Menschen scheinen im Sumpf stecken geblieben zu sein, als hätten sie die Jahre nur damit zugebracht, wie wild im Sumpf zu stapfen ohne aus ihm herauszugelangen. Burnout von Körper und Geist. Wo ist da die Lebensqualität?

Zwischen all den Tätigkeiten die sie in ihrem Job ausüben, zwischen all den Anweisungen, Sprüchen und Lachern suche ich ihre Persönlichkeit, ihre Träume und Sehnsüchte, – aber ich finde rein gar nichts. Diese Leute scheinen durchsichtig zu sein, nicht greifbar, wo sind sie nur verloren gegangen? Jeden Morgen weigere ich mich dorthin zu gehen, aber irgendwie werde ich ja doch wieder auf diesem Bürostuhl sitzen und versuchen maximale Leistung abzurufen, obwohl klar ist das es mich nicht glücklich macht. Es gibt eben keine Wahl für mich, es bleiben nur Tätigkeiten die mich abstumpfen. Ich werde abstumpfen wie meine alten Kollegen, werde mich immer mehr auflösen und nichts weiter sein als Jemand der Tasten drückt, Anweisungen gibt und Zahlen auf fremden Konten erhöht. All das nennen diese geistlosen Marionetten Freiheit, Entfaltung, Möglichkeiten! Für mich ist das alles nur noch grauer Brei, dem ich nicht entfliehen kann. Das ist wie in einem Sarg lebendig eingeschlossen zu sein und gleichzeitig ständig gesagt zu bekommen man müsse die Dunkelheit darin als dunklen Himmel begreifen, durch den man gerade fliegt.

Illusorisch zu glauben diese Abhängigkeit von fremdbestimmter Arbeit könnte mich glücklich machen.  Ich verwöhnter deutscher Junge bin gefangen in einem goldenen Käfig, voller Fertigprodukte, Videospiele und Arbeitsplätze. Nicht zu vergessen die Massenmedien die mir tagtäglich das Gehirn mit ihrem Unsinn waschen. Aber der Käfig ist nicht real, er besteht nur in meinem Kopf. Natürlich kann ich gehen wohin ich will, tun was ich will und entsprechend die Konsequenzen tragen. Aber ich schätze ich wäre allein nicht überlebensfähig. Wer soll meine Nahrung produzieren? Wer soll meine Kleidung produzieren? Wer soll meinen gebrochenen Arm heilen? Wer soll mich im Alter pflegen? Irgendwie sind diese Fragen da. Ich bin ein Systemkind, Opfer jahrzehnte-langer Propaganda, ich könnte nicht eine einzige Woche ohne Discounter überleben. Es ist unglaublich wie dämlich ich eigentlich bin. Ich kenne kaum Pflanzen, kaum die Möglichkeiten des Ackerbaus oder wie ich mich selbst heilen kann. Eigentlich bin ich längst völlig abgestumpft und ich mache mir nur vor etwas feinfühliger zu sein als meine alten Kollegen.

Aus diesem Kreislauf der Verblödung zu entfliehen braucht Mut und Wissen. Ich hatte beides bisher nicht, ich weiß auch nicht ob ich mir beides in Zukunft erwerben kann. Ich weiß nicht einmal ob sich das noch lohnt. Irgendwie ist mir nicht mehr danach ein Leben irgendwo aufzubauen. Es gibt in mir keinerlei Aufbruchstimmung. In Berlin habe ich soviele alternative Zombies kennengelernt, ich war davon völlig geschockt, schliesslich war ich auf der Flucht vor gewöhnlichen Arbeiterzombies. Grundsätzlich habe ich die Befürchtung überall wären nur Zombies unterwegs und laufe generell ständig Gefahr gebissen, getreten, verletzt und zerstört zu werden. Es gibt keinen Schutz und keine Sicherheit, klar, – aber das was hier auf diesem Planeten jeden Tag betrieben wird, kann doch nicht der Ernst dieser Menschheit sein. Es gibt soviele Menschen die täglich saufen, kiffen, ficken, arbeiten und noch nicht einmal wissen warum sie es tun, nicht mal dann wenn es sie völlig fertig macht. Und egal wie es sich anfühlt, es führt immer ins größere Übel statt ins Paradies. Die Leute kommen einfach nicht darauf das sie sich mit ihren behämmerten Gedanken wahnsinnig machen und so gerät das Chaos zu wachsen.

Die Menschen wollen mehr sein als Tiere, sie wollen mehr sein als ein Lebewesen welches kackt, frisst, rülpst und vor sich hinlebt, obwohl diese Vorstellung völlig absurd ist. Der Mensch will Fortschritt, Wachstum, Wettbewerb, Zukunft, Sicherheit, herrje, was für ein ausgemachter Schwachsinn. All das ist doch völlig wertlos. Es sind nur komplexe Gedankenkonstrukte die nichts mit dem Leben an sich zutun haben. Es sind nur Worte. Es ist nur Gerede. Ein Beispiel: Die Wähler lassen sich alle Jahre wieder von den Politikern verarschen, es gibt falsche Wahlversprechen, jedes Mal. Und trotzdem boykottieren die Wähler nicht das System und alle Parteien, sondern sie machen einfach weiter so, als ob nichts gewesen wäre. Das ist an grenzenloser Dummheit nicht mehr zu überbieten, zeigt aber einfach die Kraft der Worte, die Kraft der komplexen Ideologien die in den Köpfen der Menschen funktionieren. Wir sind alle Opfer von Propaganda die seit unserer Geburt von Eltern, Medien, Schule und so weiter auf uns abgefeuert wird, 24 Stunden am Tag, jede Woche, jeden Monat und jedes Jahr! Bei all diesem Lärm hört man nicht einmal seine eigene innere Stimme.

Aber wir senden auch Propaganda aus. Wir schminken uns, trainieren in Fitnesscentern, machen eine Ausbildung, sorgen für materiellen Reichtum um zu zeigen das wir etwas sind und etwas können etc. All das ist oberflächlicher Müll, der nichts aber auch rein gar nichts bedeutet. Diese Leere die ich spüre, ist nichts weiter als das Bewusstsein darüber, wie endlos primitiv, oberflächlich und dämlich der gesamte Alltag in der gesamten Weltbevölkerung abgeht! Es ist dermaßen enttäuschend, traurig und deprimierend, ich habe keine Ahnung warum ich nicht längst geplatzt bin von all diesen Emotionen. In den letzten Monaten kamen ständig Forderungen an meine Adresse, ich solle doch endlich wieder arbeiten, solle doch vernünftig werden, hätte zu verstehen das man dieses und jenes akzeptieren müsse und so weiter. Typisches Sklavengerede. Keine Spur von Selbstbestimmung, keine Spur von Selbstbewusstsein. Ich fühle mich wie im Knast, obwohl ich nie Gitterstäbe gesehen habe. Der Zwang zur Lohnarbeit, der Zwang der ständigen Flexibilität, Weiterbildung usw. das soll Freiheit sein? Keine Wahlmöglichkeiten über den beruflichen Werdegang zu haben, ist eine tolle Realisierung der Grundrechte. Ach, ich könnte endlos formulieren, es bringt nichts.

Keiner wird aufstehen. Keiner wird protestieren. Keiner wird die Alternative produzieren. Das System ist zu groß. Wer ein anderes Leben will, muss es sich selbst holen und allein leben. Das kann man nicht erkaufen, nicht erbetteln, schon gar nicht verbal.

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Irgendwie warten wir alle nur auf den Tod

Es kann nicht besser werden wenn die Menschen einander und sich selbst nicht sehen. Befangen und verfangen in den eigenen Gedanken, in den Geschichten des Egos, drehen die Menschen durch und flüchten gleichzeitig in alle Richtungen und Möglichkeiten die das Leben auf diesem Planeten nur bieten kann. Aber frei und glücklich werden sie dadurch nicht. Wer verlernt hat nüchtern die Realität wahrzunehmen, der wird das wohl kaum mit Unruhe, Wut, Zorn, Neid, Gier oder Ehrgeiz erlangen. Vieles ist verlorenen gegangen durch den Fortschritt. Eigentlich war der Fortschritt ein Rückschritt, denn durch ihn haben wir weite Teile unseres Lebens verloren. Ich weiß nicht wieviele Menschen da draußen sich verrückt machen, aber es müßen einige Milliarden sein. Wer weiß schon wie das alles zusammenhängt und funktioniert. Natürlich läuft überall so einiges schief, überall werden Menschen geschlagen, vergewaltigt, unterdrückt, belogen, betrogen, benutzt und verkauft.

Es gibt keinen Tag und kein Land indem nicht soetwas zum Alltag gehört. Die Menschen beschäftigt ihre Angst, ihr Leid, ihre Fehler und Störungen, aber sie begreifen nicht das all diese Eindrücke und Vorstellungen von sich selbst gar nicht so dramatisch oder schrecklich sind. Kein Lebewesen ist perfekt. Es gab mehr als 50 Milliarden Lebensformen auf diesem Planeten, ständig vergehen welche, ständig kommen neue auf. Welche sind davon schon perfekt? Welche sind schon frei von sogenannten Fehlern? Dieser Drang von vielen Menschen die eigenen Fehler, die ja nur Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und Erfahrungen sind, ausmerzen oder verdrängen zu wollen, macht das eigene und das Leben anderer Menschen zur Hölle. Die Leute wollen aufhören mit saufen, rauchen, kiffen, oberflächlichen herumgeficke, sehen aber längst nicht die Ursache dieser Handlungen und können daher auch nicht damit aufhören. Vielleicht lieben sie auch die Selbstzerstörung, hassen aber die Konsequenz daraus zu ziehen und den Suizid ernsthaft anzugehen, denn insgeheim lieben sie ja das Leben, aber sie sind zu verwirrt und bewusstlos als das sie es einfach leben können.

Diese Verwirrung kommt eben auch durch die Generationen zuvor, durch die Mitmenschen, Familie, Bekannte, Freunde, die Laufbahnen durch Schule und Beruf, der ständige Stress, man hat kaum Zeit für sich selbst und schon gar keine Zeit für Faulheit und dergleichen. Wo soll da Klarheit wachsen? Wo soll da die Ruhe aufkeimen? Wo soll da die Erkenntnis folgen? Es besteht doch alles im Alltag nur noch aus Lärm und Wahnsinn. Die Logik der Profitmaximierung muss im Krieg enden, ähnlich wie Rassenhass. Aber wer hat schon eine Lösung dazu parat? Ich denke es gibt keine Lösung. Jedes System welches sich der Mensch erdacht hat um das Paradies auf Erden zu schaffen, ist letztlich in sich zusammengebrochen und hat neben den materiellen Fortschritten immer Millionen von Menschen umgebracht. Die Frage ist, ob das immer so weiter gehen wird. Die Frage ist ob wir überhaupt eine Wahl haben. Lohnt sich Rebellion? Lohnt sich der Ausstieg aus der Lohnarbeit, nur weil der Job einen nicht befriedigt, das Gehalt mies ist und die Arbeitslosigkeit und Harz4 keine Option ist?  Ich habe die Befürchtung das die Menschen nicht begreifen werden, dass das Leben nicht vorhersehbar ist und alle Versuche es vorhersehbar zu machen im Chaos enden.

Unser Denken ist zu beschränkt für diese Realität und wir wollen das einfach nicht wahrhaben. Aufgrund dessen der ständige Kampf ums „besser“ werden. Die ständige Unterstellung man sei nicht gut genug, führte in den Wettbewerb, Krieg und brachte als Nebeneffekt Erfolge, Rekorde, Erfindungen und dergleichen. Aber was bringts, wenn man all das nicht genießen kann, wenn es ständig weitergehen muss, ständig Fortsetzungen der Schlachten gedreht und inszeniert werden? Dieser Irrsinn dreht sich immer schneller und ich begreife nicht weshalb die Menschen so still hinnehmen, was alles zerstören muss. Vielleicht weil sie selbst das Giftgas sind, was die Lebensfreude ersticken wird. Was solls, das Universum existiert in einer Trilliarde Jahre sowieso nicht mehr. Warum sollte ich mir darüber noch Sorgen machen? Alles Irrsinn, trauriger Irrsinn. Die einen sind zu fett, die anderen verhungern. Die einen haben zuviel Geld und langweilen sich damit herum, die anderen haben zu wenig Geld und hetzen sich durchs Leben auf der Jagd danach. Irgendwie sind alle Menschen auf irgendeine Art und Weise unglücklich und wenn sie glücklich sind, dann auf Kosten anderer Menschen. Wie soll es da Gerechtigkeit geben, wenn Milliarden Menschen mit ihren Vorstellungen, Entscheidungen und ihrem Leben diese Zustände jeden Tag aufrecht erhalten?

Ich bin da völlig machtlos. Ich kann nur zu sehen wie das ganze Potential den Bach runtergeht. Vielleicht kann ich mich auch in die Wildnis zurückziehen oder Suizid begehen, aber egal was ich letztlich mache, es wird mich schon jetzt total frustrieren. Es ist egal in welcher Hinsicht nicht zu ertragen.

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Die Menschwerdung ist ein Virus

Die Welt ist grausam, der Mensch neidisch und gierig, so hat er es, so hat man es, so haben wir es, so hast Du es gelernt. Deshalb bleibt alles so unheimlich ungerecht. Wer im Beruf weiterkommen will muss andere Menschen verarschen, überlisten, ausstechen, zerstören, ausschalten. Die edelste Möglichkeit dies zutun ist über Fleiss oder Talent, – aber grundsätzlich ist es immer ekelhaft, widerlich, pervers und primitiv. Das ist in der Geschichte der Menschheit eigentlich schon immer so gewesen und die teilweise behaarten „Könige“ des blauen Planeten sehen nicht danach aus sich irgendwie einzukriegen und ihre „Kindereien“ abzulegen. Hoch gestraft sind die Zeitgenossen welche diesem verblödeten Zeitgeist voraus sind und die volle Entfaltung der Idiotie bei vollem Bewußtsein über das gesamte Leben hinweg ertragen und mit Lebendigkeit erfüllen müssen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig als sich und ihr zartes Äpfelchen namens Erkenntnis in Humor, Zynismus, Verbitterung, Hass oder physische Isolation zu werfen, – in der Hoffnung damit den letzten Funken Lebenslust  zu retten.

Wie ist es zu ertragen wenn verstörte 18 jährige Mädels auf Speed von alten frustrierten, halbglatzigen Mitdreissigern gevögelt werden? Oder wenn jemand in seiner geistigen Verirrung Dir während Du frühstückst grinsend vor die Beine pisst, während er eine Schlange um den Hals hat? Wie ist es zu ertragen wenn Millionen von Menschen, von denen Du die meisten niemals gesehen hast, Dir ihre Dummheiten aufzwingen? Und damit meine ich u.a. diesen Zwang zur (Mehr- & Profit-)Arbeit. Es gibt keine Möglichkeit in dieser Welt zu existieren ohne irgendeinem Vollhorst in den Arsch kriechen zu müssen, – den man darüberhinaus noch nicht einmal kennt, – was es andernfalls vermutlich kaum besser machen würde.

Grundsätzlich ist es überlebensnotwendig irgendwelche Öffnungen für irgendwelche Harten bereit zu halten, in Position zu bringen und sich dann schön knallhart durch die „Zeitgenossen“ vom Leben ficken zu lassen, – damit man(n) selbst irgendwann auskotzt was sich Schleim des Lebens schimpft oder als Frau zu gebähren was später ebenfalls gebähren, flutschen, lutschen oder spritzen wird. Klopfende Herzen, röchelnde Lungen, schlotternde Arschlöcher, zischende Pisslöcher, milliardenfach über den Planeten gespannt seit Milliarden von Jahren. Wer hat diesen Knast erfunden? Dieses Drecksloch ist nicht blau, es ist ein miese gelb-eitrige Lebenszelle welches unzählige Krankheiten gefangenhält. Und wir meine Damen und Herren sind als Menschheit, als Homo sapiens, ein winziger Virenstamm der selbstherrlich glaubt er hätte eine Existenzberechtigung und Gerechtigkeit in allen Lebensfragen verdient! Tz!

Traumatisiert fliegen wir alle aus dem Geburtskanal der Mama, häufig als Ergebnis stumpfsinniger Geilheit, oberflächlicher Saugerei, Stoßerei, Rammelei und hoffnungsloser Verblendung! Geschleudert werden wir aber vorher in tiefe Schlunde um dann nach einigen Monaten aus diesem wie ein Tumor, völlig vor lauter Faulheit aufgebläht, von selbst oder per Kaiserschnitt herauszufallen und schliesslich mit wildem Geschrei zu platzen! Kaum sind die Säfte von uns abgetrocknet, ist unser Geschrei erstickt, geht es los mit dem Diktat der Vorstellungen jener Kreaturen die wir später Eltern nennen und wir werden weiter geschleudert bis das Trauma oder besser die Traumatas perfekt sind. Schliesslich als wir dem glauben woran unsere Eltern und deren Eltern, deren Eltern, deren Eltern, deren Eltern und so weiter glauben oder meinten zu wissen was sie ungefähr glauben, stecken wir unsere Zungen und Genitale an und in den nächsten pulsierenden Kadaver hinein ohne überhaupt irgendetwas reflektiert zu haben.

Okay, mittlerweile, nach ein paar tausend Jahren, oder innerhalb dieser Zeit, haben wir es geschafft uns innerhalb dieser kurzen Zeit, die wir Lebenszeit schimpfen, uns und andere Lebewesen in immer schnelleren und heftigeren Intervallen gegenseitig atomisiert wie auch massenhaft zu ermorden, auf die grauenhaftesten, dämlichsten, perversesten und ekelerregensten Arten und Weisen wie wir uns das nur ausmalen konnten! Ja wirklich, im gegenseitigen zufügen von Schmerz macht uns keiner etwas vor, – muss wohl irgendetwas mit den Schleudertraumatas und der Rutschpartie durch die Muschi der Mama zutun haben. Aber wer weiß woher wir alle diesen entscheidenden Treffer abgekommen haben, – entscheidend ist, wir haben es drauf uns gegenseitig die Hölle auf Erden zu ermöglichen. Das ist etwas was wir wirklich immer schon konnten. Das ist erstaunlich und bemerkenswert, – ich finde dafür sollte man mal Preisverleihungen gründen. Die kreativste 1on1-Ermordung muss in Zukunft genauso gewürdigt werden, wie der schnellste Hot-Dog-Esser oder der schnellste Massenmord.

Vielleicht kommen wir uns dann nicht mehr so hoffnungslos allein vor. Wenn schon nicht die ganzen Autos, der Schmuck, der schnelle Sex mit Unbekannten, die Klamotten, die Karriere, der Sport, Waffen, Macht, Geld und so weiter nicht reichen, – dann vielleicht der gestörteste Mord? Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann finden wir schon den perfekten Weg uns selbst zu verleugnen ohne dabei Gewissensbisse, psychische, physische Krankheiten und solche fiesen Details zu bekommen.

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Du kannst die Wohlfühldiktatur nicht ändern!

Seit Generationen zwingen wir uns gegenseitig innerhalb eines globalen Wettbewerbs gegeneinander um Profite, Gehälter, Karrieren, Status usw. zu kämpfen. Das Leben von uns, unseren Eltern, deren Eltern und deren Eltern und so weiter ist nichts weiter als ständiger Kampf, jeder ist der Feind und daher muss jedem Menschen misstraut werden.

Es gibt keine Alternative, die Alternativen sind gescheitert, wir können uns nur im permanenten Wettbewerb gegenseitig zerfleischen und alljene die dafür zu schwach sind oder das einfach nicht mitmachen wollen haben eben zu verrecken! Das ist Kapitalismus, das ist Marktwirtschaft, politisch u.a. durch unser demokratisches System, in welchem wir zwischen Pest und Cholera „wählen“, legitimiert.

Laut Ansicht von Generationen, also hunderten von Millionen von Menschen, ist die bestmögliche Freiheit in dieser Welt die Wahl zwischen Pepsi und Cola, die bestmögliche Freiheit ist 1 Monat Urlaub bei 11 Monaten Arbeit, ist 1 Milliarde Menschen in Hunger, während andere Menschen in ihrem Fett erkranken und erdrückt werden. Arbeit und Konsum die perfekte Harmonie auf dem Weg zur Freiheit! Alljene die das hinterfragen sind arbeitsscheue Schmarotzer die man zur Arbeit peitschen sollte!

Ist es nicht merkwürdig, wenn andere täglich 8, 10, 12, 14, 16 ja teilweise sogar 20 Stunden arbeiten und trotzdem nicht reich werden? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.

Ist es nicht merkwürdig, wenn andere innerhalb von 1 Jahr hunderte Millionen Euro verdienen, obwohl sie täglich sehr viel weniger Stunden arbeiten? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.

Ist es nicht merkwürdig, seit 60 Jahren Demokratie nur verwaltet, ignoriert und verarscht zu werden, statt befreit zu werden von menschlichen Illusionen, Gewalt und Ausbeutung? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.


Alles was meine Familie zu meinen Gedanken sagen kann: Das ist halt so. Es war schon immer so. Du kannst es nicht ändern. Mach etwas vernünftiges, geh arbeiten, so kann Dich immerhin keiner als asozial beschimpfen!

Aber gleichzeitig soll ich zusehen wie meine Familie und Milliarden andere Menschen sich zu tode arbeiten und kaum etwas vom Leben haben! Ich soll einfach so tun als sei alles so, wie man es mir von Geburt an vorgelebt und gelehrt hat. Ich soll versuchen ein glücklicher Sklave zu werden und Ausbeutung als höhere Gewalt, für die niemand verantwortlich ist, akzeptieren.

Man sagt mir ich wäre ein Träumer, Teil einer Sekte und ich soll aufhören mir einzubilden ich sei ein idealistischer Messiahs der das Paradies auf Erden schaffen kann. Soetwas bekomme ich zuhören wenn ich Zustände nicht ertragen kann und diese anspreche! Es scheint für diese Menschen eine Qual zu sein, darauf hingewiesen zu werden, dass sie ihre Möglichkeiten zur grundsätzlichen Veränderung der Gesellschaft nicht genutzt haben. Und damit meine ich ganz klar Revolution, damit verbundenen Generalstreik, Selbstorganisation in völliger Gewaltlosigkeit.

Politiker, Bosse, Bonzen müssen entmachtet werden und dazu gehört nunmal die völlig Auflösung der jetzigen Praktizierung der unterdrückenden Ideologien und Institutionen. Dieses muss natürlich friedlich geschehen, dieses muss mit dem entsprechenden Bewusstsein der Massen geschehen, sonst wird alles dahingehende weitgehend scheitern. Daher ist es dringend erforderlich Theorien zu entwickeln und in der Praxis zu erproben. Genau dieses tue ich in Berlin und werde dafür nicht einmal von meiner Familie gelobt oder unterstützt, – stattdessen diese Phrasen ich hätte durchgedreht und würde ja nur so leben weil ich faul wäre!

Dabei ist das völliger Irrsinn, – ich tue mir im Gegenteil sehr viel mehr Arbeit an als viele andere Arbeiter die sich brav in das Heer der Arbeiter einreihen, – denn ich kämpfe gegen sämtliche Fronten der Zivilisation, die durch die Ignoranz und Dekadenz entstanden sind. Keiner will seine Lebensweise hinterfragt haben, daher hat sich jeder einen gewissen Panzer zugelegt und diesen aufzulösen ist eigentlich eine Lebensaufgabe und bedarf unheimliches Wissen, Beharrlichkeit und Idealismus. Inwieweit man so überleben kann, erprobe ich gerade. Aber es ist alles andere als Faulheit, so zu leben. Es ist hochgradig unangenehm, aber notwendig, weil es keine Alternative gibt, als Aktivismus gegen diese Zustände! Und ich fordere jeden dazu auf, seine im Alltag aufkommenden Gedanken und Gefühle exakt wahrzunehmen, deren Quelle nachzugehen, vielleicht erhaltet ihr dann eine ähnliche Motivation wie ich.

Die Kriege zwischen Nationen, Konzernen, Haushalten, Individuen sind es die die Menschen reihenweise leiden und zerstören lassen. Diese Kriege beruhen zurzeit, also seit einigen Jahrhunderten, auf Ängsten, u.a. der Angst „zu kurz zu kommen“. Jeder fürchtet sich vor irgendetwas und braucht die Unterstützung anderer Menschen, auch wenn es um wesentlich grundlegendere Bedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Lebensraum und so weiter geht, brauchen wir die Unterstützung anderer Menschen.

Es ist doch absolut logisch das jeder Mensch gewisse Rechte hat, die ab seiner Geburt in Kraft treten und erst enden wenn er gestorben ist. Warum kämpfen wir nicht um diese Rechte und die Durchsetzung der Rechte? Warum nehmen wir unseren Schmerz einfach hin, – der übrigens vorallem aus der gesellschaftlichen Unterdrückung und Ausbeutung resultiert?

Kooperation statt Konkurrenzkampf, das ist mein Wunsch und meine Forderung an alle. Es gibt bereits Kooperationen, oft meist kapitalistischer Art oder vom „Sozialstaat“ ausgehend, – aber das sind rein oberflächliche Zugeständnisse die nicht ausreichen um das Leben tatsächlich qualitativ zu verbessern.

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Leben ohne Liebe ist Selbstmord

Ich erlebe die Spitzen der Besinnungslosigkeit meiner direktesten Mitmenschen. Sie sind nichts weiter als verloren-gegangene Mechanismen, die paradox reflexartigen Zuckungen von sich geben, die sie einst gelehrt und vorgelebt bekamen. Zwischen ihren programmierten Vorgaben was sie zu denken, zu fühlen und zu handeln haben, befindet sich ihre wahre längst verdrängte und verschüttete Identität und Persönlichkeit. Sie ist es die die jetzige Hölle in ihnen auslöst, sie will leben, sie will sich entfalten zwischen den engen Mauern der Ideologien. Und sie ertragen diesen Schmerz kaum, sodass sie je nach Umständen, je nach Erfahrungen zu unterschiedlichen Mitteln greifen um eben diesen Schmerz kurzfristig zu verdrängen. Es gibt Drogen, es gibt Hollywood, es gibt Essen, One-Night-Stands, Fußball, Party und allerlei weitere Möglichkeiten Versuche zu starten das Leben daran zu hindern sich zu entfalten. Diese Versuche sind zwar immer zum Scheitern verurteilt, weil sie nie den Anspruch auf Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit haben, aber sie werden dennoch immer und immer wieder gestartet und unternommen, schon alleine aus der Routine gewonnenen Sicherheit. Das muss man sich einmal vorstellen: Die Idiotie ist das einzige was der Idiot hat, also klammert er sich solange daran bis er entgültig vernichtet ist, statt endlich loszulassen und das Leben verdammt nochmal zu geniessen, was nur in Kooperation mit anderen Menschen möglich ist. Klammern ist Selbstmord!

Ist es so schwer die Verhältnisse anzusehen, diese zu diskutieren und daraus Ideen für ein neues Miteinander zu konstruieren?! Ist die Realität denn derart unertragbar, dass man ständig den Versuch unternehmen muss ihr fern zu bleiben? Was ist mit Euch bloss los? Wie lange soll dieses Theater denn noch abgehen? Wie oft soll dieser Prozess der Selbstzerstörung auf Raten, durch die Mittel der verlogenen kapitatlischen Grundordnung, betrieben, perfektioniert und vollendet werden? Wieviele Menschen müssen denn bitte noch Suizid begehen? Wieviele Menschen müssen denn bitte noch an ihrer Fettleibigkeit ersticken? Wieviele Menschen sollen noch vor lauter Arbeit krank werden und das in einer Welt voller Überfluss? Ihr seid alles Irre und Wahnsinnige wenn ihr diesen Unsinn mit Eurem Leben erfüllt! Das ist Barbarei was ihr betreibt! Ihr tötet Menschen mit Eurer Idiotie, mit Eurer Ignoranz, Arroganz, mit Eurer Bewusstlosigkeit! Ihr traumatisiert Euch selbst, traumatisiert Eure „liebsten“, Eure Kinder, Eure Mitmenschen mit diesem Verhalten und das Tag für Tag! Wollt ihr weiter in überteuerten Klamotten schön feiern, saufen, fressen gehen um dann selbstherrlich irgendein ähnlich besinnungsloses Wesen vögeln? Ist Eure Besinnungslosigkeit nicht schon längst an der obersten Spitze der möglichen Selbstverleugnung gelangt? Wie hoch müssen sich die Leichen noch türmen? Wollt ihr in der Fäulnis ersticken?! Kriegt ihr nicht langsam selbst das kotzen von Eurem Selbstekel?!

Der Wahnsinn des Kapitalismus und damit der permanente Konkurrenzdruck von Geburt bis Tod, der Wettbewerb der alle Menschen zu Konkurrenten und Feinden macht, die unermüdliche Zerstörung jahrhunderte-alter Lebensgrundlagen vieler Millionen Lebewesen und so weiter, muss sofort gestoppt werden! Dies ist die einzige Möglichkeit überhaupt noch an ein Leben ohne Kriege, Suizide, Amokläufe, Hungertote und so weiter denken zu können. Der Kapitalismus wird immer und immer wieder, egal wie „sozial“ die Marktwirtschaft dargestellt wird, Menschen bis zum Tod versklaven, ausbeuten und als Dankeschön kriegen diese Menschen ein kleines „Zuckerl“ welches Lohn genannt wird und damit sollen sie sich gefälligst zufrieden geben. Der alltägliche Massenmord wird mit der Freiheit der Wahl zwischen Coca Cola und Pepsi belohnt. Grandioses System! Und was wird dagegen getan?! Grandiose Rebellion liebes Deutschland!

Ihr seid faule Säcke, ihr kotzt mich an, ihr gehört sofort allesamt in Kerker geworfen und zwar solange bis ihr es eingesehen habt. Es kann nicht angehen, täglich verhungern tausende Menschen und hierzulande werden die Menschen immer fetter und grinsen auch noch dämlich herum, reiben sich die Bäuche während sie sich die nächsten Burger, oder fettige Spaghetti beim teuren Italiener in der Edelbonzenecke reinschlingen. Ihr widert mich an! Das Maß ist voll! Ihr tötet das Leben ab, ihr tötet Euch selbst ab, ihr erwürgt alles was von Liebe erfüllt ist, ihr nehmt mir das Leben, ihr saugt mich aus, mit Eurer Ignoranz, es ist unerträglich! Ihr seid wahnsinnige orientierungslose verwöhnte Parasiten! Ihr rennt den ganzen Tag vor Euch selber und anderen Menschen davon, die Euch die Wahrheit in irgendeiner Form vielleicht näher bringen könnten. Ihr vergöttert die Selbstzerstörung, Gewalt, Unvernunft, die völlige Vernichtung aller Hoffnungen, ihr verrottet lieber in den tiefsten, verdrecktesten Löchern anstatt Euch selbst lieben zu lernen, anstatt anderen Menschen die Hand zu reichen, anstatt das Leben zu geniessen versucht ihr es abzutöten, als wäre es der einzige Fremdkörper in diesem Universum!

Die unfassbare Dramatik bildet für mich eine für die meisten Menschen wohl unvorstellbare Hölle. Wo soll ich denn noch mit Menschen leben, wenn sie sich täglich und 24 Stunden am Tag selbst und andere Menschen ignorieren? Wohin soll ich fliehen? Die Industrialisierung wächst ungefähr so schnell wie die Ausreden bezüglich Aktivismus gegen diese Verhältnisse. Soll ich in die Natur fliehen? In die letzten verwilderten Plätze der Erde und dann seelenruhig aus weiter Ferne beobachten wie die Städte in Bürgerkriegen explodieren? Was erwartet ihr denn bitte? Ihr werdet im Chaos enden mit diesem Blödsinn. Es ist vorprogrammiert, ihr wisst es ganz genau, aber ihr behauptet weil es so vorprogrammiert ist, also so gelehrt ist, weil es Teil der Herrschaftsideologie und herrschenden Meinung ist, – habt ihr damit einen Freischein gar nichts zutun und obendrein die Einladung bei dieser Zerstörung und Selbstzerstörung mit Eurem Leben und Eurer Familie mitzuwirken. Dabei ist dies die absolut unverschähmteste und menschenverachtenste Folgerung überhaupt. Ihr bejaht damit den alltäglichen Massenmord und die alltägliche Massenversklavung aus niederen Beweggründen. Wir haben überhaupt nichts aus Hitler, Stalin, Mussolini und Co. gelernt wir erfinden einfach neue Ideologien die in ähnlich menschenverachtender Manier das Leben versklaven und vernichten. Es ist absolut widerlich. Und die ganzen sogenannten „Eliten“ besonders der „elitäre Nachwuchs“ macht höchstens Alibiveranstaltungen zu diesem Thema, am besten Seminare wo dann gesagt wird: „Och ja, ist schon etwas blöd, aber ist halt so.“
Das ist die Spitze die mich gerade täglich und stündlich ersticht.

Die Menschen machen sich freiwillig zu HelfersHelfern, zu Gefreiten, Unteroffizieren, Generälen des Kapitals, marschieren im Gleichschritt dem Abgrund entgegen, während sie immer wieder gegen ihre Mitmenschen feuern, die einem anderen Konzern angehören. Sie folgen den Befehlen der „unsichtbaren Hand“, lassen sich verführen von den Versprechungen des Marktes, obwohl er sie seit sie denken können immer zu kurz kommen lies. Aber uninteressant, jeder kann reich werden wenn er es nur wirklich will, nicht wahr brave Arbeiter? Ihr habt Euch nur zu dämlich angestellt, es ist nicht die Schuld der Politik oder Wirtschaft, es ist Eure eigene Schuld wenn ihr Arm seid und verhungert. Eure Armut kotzt mich an!

Aber mal im Ernst: Was ist das für eine Zeit in der wir leben? Keine andere als im Mittelalter oder in der Antike, denn immer noch zerstören sich die Menschen gegenseitig. Sie behandeln sich, als hätten sie etwas zu verteidigen, als gäbe es nicht genug für alle, als wäre es notwendig unter höchsten Druck, mit höchster Gewalt, mit primitivsten Mitteln das Leben zu leben. Die unendliche Idiotie der Menschen kann mir einfach nicht einleuchten und daher bin ich wohl auch unfähig meinen Mitmenschen aus ihrer bodenloses Besinnungslosigkeit zu helfen. Und gerade das stört mich abartig krass.

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Die Bestie Mensch & die Wirklichkeit

Heute und in den vergangenen Tagen habe ich immer wieder erlebt zu welch unfassbar schrecklichen Handlungen der Mensch fähig ist. Es gibt beispielsweise jemanden der mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung mithilfe von Drogen junge Frauen von sich abhängig und gefügig macht. Dabei ist dieser Jemand mindestens so verwirrt, traumatisiert und einsam wie die Person, die er für seine Zwecke benutzt. Die ständige Wiederholung dieser Taten zeugen von einer tiefen illusorischen Lebenseinstellung voller Leere und Kälte, – sie muss Chaos und Leid produzieren.

Ich begegne ständig zerstörten Menschen mit verlorenen Träumen und einer Unmenge an Ängsten. Ihre Unfähigkeit sich selbst zu heilen und die alltägliche Erfahrung keinerlei aufrichtige Unterstützung zu erfahren, steigert ihre Hilflosigkeit und die Sehnsucht nach vollständiger Vernichtung ins unermessliche. Andere Menschen hingegen erleben sich fast völlig verbittert und verspotten jegliche Ergebnisse menschlicher Aktionen, stossen sogar andere Menschen noch weiter in ihr Elend. Es gibt unfassbar viele Formen von Unfähigkeit, Ignoranz, Dekadenz oder einfach nur Zerstörung. Und die vernichtende Steigerung von all diesen Erfahrungen die ich gemacht habe, ist die Erkenntnis, dass all das systematisch organisiert und damit gewollt ist.

Wenn ich diesen Menschen begegne, dann erkenne ich sie als die logische Folge verlogener Vorstellungen die seit Jahrhunderten propagiert und gelebt werden. Damit sind vorallem die wirtschaftlichen und politischen Vorstellungen gemeint, denn diese hatten in der Vergangenheit vorallem das Ziel die Menschen in Bewusstlosigkeit und damit in Sklaverei und unter Kontrolle zu halten. Jene Menschen also die heutzutage einsam durch die Strassen taumeln, um zu Clubs zu kommen um sich zu besaufen, um zur Arbeit zu kommen um die Profite zu steigern oder permanent Beziehungskrisen nicht nur in der „Liebe“, sondern in Beziehungen zu allen Menschen Konflikte austragen, sind Teil der systematisch produzierten Bewusstlosigkeit der Eliten der vergangenen Jahrhunderte.

Und überdies haben sie diese Sklavenmentalität, diese Selbstzerstörung, Dank ihrer weiten Verbreitung in fast allen Ländern der Erde, fast vollständig verinnerlicht und begreifen diese als ihre Identiät und damit als Normalität. So wird es tatsächlich zu einem existenziellen fundamentalen Megaproblem die Idiotie zu stoppen. Es ist nahezu unmöglich die Menschen daran zu hindern dumme Scheiße zu machen, weil sie diese dumme Scheiße als Teil ihrer Identität begreifen. Sie können sich gar nicht vorstellen ohne Drogen Einklang und Wärme zu erfahren, sie können sich gar nicht vorstellen ohne Chef, ohne Hierarchie, ohne McDonalds oder Krieg zu leben. Dies ist das wahre Drama der Menschen. Dies ist die Abwärtsspirale in die sich die Menschen verliebt haben und es kostet sie alles was sie im Leben lieben und schätzen gelernt haben.

Sie sind Opfer und Täter und sie schaffen und zerstören. Es scheint so als sei dies die wahre Natur des Menschen. Es scheint als sei er seit Jahrtausenden zu nichts anderem mehr fähig und müsse das Paradies weiter vertreiben, statt es endlich anzunehmen. Was macht man mit einer Gruppe von Menschen die jederzeit am äußersten psychischen Limit agiert? Was macht man mit den Menschen, innerhalb dieser Gruppen und Cliquen, die andere, ohnehin schon verwirrte und traumatisierte, Menschen für ihre Zwecke manipulieren? Wieweit soll das noch gehen? Wieviel Schmerz müssen wir noch erleben um endlich aufzuwachen?

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Einheit & Unendlichkeit

Also die letzten Stunden habe ich unser Universum gesehen. Es vibriert wabenartig neben Quintillionen anderer Universen. Die Unendlichkeit steckt in uns, in Allem und im Nichts. Das Leben ist ein ewiger Kreislauf. Dieser Kreislauf existiert in jedem Atom und durchdringt jedes Atom, das bedeutet auch uns Menschen. Unser Puls ist nichts anderes als eine Energiewelle die wie Ebbe und Flut an den Strand pulsiert. Diese Welle strömt durch alles. Jeder Mensch besteht aus zig Oktillionen Atomen, jedes Atom beherbergt Nonillionen Universen. Egal in welche Richtung ich blicke, überall sind Atome, Universen, Strömungen die alles vernetzen. Ich bin mit ihnen verbunden, die Universen leben in mir und um mich herum. Gedanken sind nichts weiter als Geburten von Universen. Depressionen, Geisteskrankheiten usw. sind Tode von Universen. Jede Bewegung zerstört und erzeugt Universen. Alles ist mit allem verbunden. Jede Handlung, jeder Gedanke, alles bleibt für immer erhalten.

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Über die Unfähigkeit zu lieben und zu leben

Die herrschende Meinung der letzten Jahrzehnte sorgte für die heutigen Generationen von Menschen, die kaum in der Lage sind sich selbst zu organisieren, ohne dabei anderen Menschen Schaden zu zufügen. Wir leben in einer Zeit, in der wir keine Zeit mehr für uns selbst und die Menschen um uns herum haben, denn alles was wir tun ist darauf ausgelegt ein sicheres Einkommen zu erzielen. Über die Jahrzehnte sind immer mehr Menschen diesem Lebensstil gefolgt, und verschärfen damit den Wettbewerb auf den Märkten nur noch mehr und müssen folglich noch mehr Zeit in die Arbeit, Karriere, Kontakte und so weiter investieren als zuvorige Generationen. Wenn wir also die Situation weiterhin wie bisher akzeptieren indem wir sie mit unserer üblich autoritär-ausbeuterisch-strukturierten beruflichen, schulischen Tätigkeit mit Leben erfüllen, tragen wir genau wie unsere Eltern und Großeltern dazu bei, dass sich alles weiterhin verschärft und irgendwann Konflikte zu heftigen Kriegen werden.

Nun ist es so das einige Menschen teilweise die grundsätzlichen Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Zusammenlebens erkannt haben, aber sich selbst dabei völlig ausklammern, so als wären sie niemals teil davon gewesen. Wir Menschen hier in Europa und ganz besonders in Deutschland sind große Profiteure innerhalb der Weltwirtschaft, wir verdienen am Leiden und an den Qualen anderer Menschen und je länger diese Menschen in den „ärmeren“ Ländern in dieses Massaker gedrängt werden, desto länger bleibt bei uns auch der zweifelhafte Wohlstand erhalten. Viele Länder besitzen unmengen an Rohstoffen, doch ihre Bevölkerung ist arm weil entsprechende politische und wirtschaftliche Organistationen und Strukturen dies so wollten. Fragt Euch wie der Zigarettenpreis oder Bananenpreis zustande kommt. Ihr habt täglich mit bestimmt 50 Ländern zutun, die an der Produktion von irgendwelchen Produkten beteiligt sind, die ihr tragt, esst, oder in irgendeiner Form nutzt. Seid dankbar und es sollte Euch ein Bedürfniss werden fair mit allen Menschen umzugehen.

Wir haben in Berlin einige sogenannte besetzte Häuser, jedoch sind die meisten davon äußerst destruktiv und weitesgehend unpolitisch. Es gibt spießige Punks die ihre Sozialhilfe vom Staat gesponsort bekommen und sich damit tagtäglich abfüllen, mit lauten Protesten gegen die achso dekadente ignorante Gesellschaft. Selbst die sogenannten Radikalen sind derart verwöhnt, sie würden keine einzige Debatte mit irgendeinen Politiker führen können, weil sie sich mit oberflächlichen Phrasen und ihrem Mitläufertum zufrieden geben! Die meisten der besagten Häuser sind lediglich Plätze um zu kiffen, zu trinken, zu essen, Filme zu sehen, ein bisschen zu Quatschen, aber die Partylaune dominiert über allem enorm stark. Bildung ist genauso giftig wie Politik und wird entsprechend abfällig behandelt. Ganz normal scheint für die meisten auch der unheimlich verdreckte und versiffte Zustand der Häuser zu sein. Die radikale Szene dieser „politischen Richtung“ ist also tot, sie ist ein Schatten ihrer selbst.

Und dies hat ihre Ursache auch in der vorherrschenden Vorstellungen der vorherigen und jetzigen Generationen. Die meisten Leute sind schlicht und einfach in gewissen Graden traumatisiert. Entweder weil sie in der Kindheit oder im späteren Leben geschlagen, (ungewollt) gefickt, benutzt, verarscht oder sonst irgendwie (ihrer Ansicht nach) minderwertig behandelt wurden. Und dieses Trauma oder diese Traumatas sind ihnen meistens auch mehr oder weniger bewusst, nutzen dann diese Realität als Begründung für all ihre miesen Taten, für ihr Nichts-tun, für ihren Alkoholismus, Drogenkonsum jedweder Art, für ihre unberechenbaren Aggressionen und Ausbrüche, für ihre Unfähigkeit Probleme zu diskutieren und so weiter. Sie alle bewegen sich mit ihrem Verhalten in einem ständigen Kreislauf der nichts weiter ist als Stillstand. Sie schlagen wie die Fliege immer und immer wieder mit dem Kopf und voller Wucht gegen die Fensterscheibe und dabei werden sie immer und immer wütender. Sie sind hilflos und sie wollen scheiße sein.

Sie sehen keinen Ausweg und deshalb machen sie aus ihrem Leiden eine Religion. Das was diese Häuser machen ist nichts weiter als das, was die gesamte Gesellschaft ebenfalls macht: Sie fängt an Gewalt zu lieben und zu perfektionieren. Und Gewalt hat soviele Gesichter wie Lebewesen auf der Erde. Es macht also keinen Sinn einzelne Aspekte davon als isolierte Fälle zu behandeln. Jeder Mensch nimmt an diesem Drama teil, meistens ohne großartige Bewusstheit darüber. So nimmt das Leiden, die Verwirrung und Wut immer weiter zu. Es ist eine Spirale die sich immer mehr zu spitzt und am Ende explodieren muss. Wenn die Menschen nicht schnellst möglich mutig werden und sich organisieren, wird es definitiv dazu kommen. Es muss eine permanente Revolution dahin geben, sonst ist Krieg das einzige was kommen wird. Wollen wir wie die Jahrhunderte zuvor wie die Barbaren aufeinander losgehen? Wollen wir ständig gierig, neidisch und so weiter sein? Ist das nicht alles völlig langweilig, ermüdend, erniedrigend, vernichtend?

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Die Qual der Wahl

Was ist an Berlin so besonders? Vermutlich gar nichts. Die Menschen hier sind aggressiv, neidisch, gierig, notgeil, verzweifelt, ängstlich oder orientierungslos obwohl sie gleichzeitig soviele wunderschöne Facetten entfalten können. Einige von ihnen wissen: So kann es nicht weiter gehen. Doch am nächsten Tag vernichtet die Realität hoffnungsvolle Gefühle und Gedanken mit harten ätzenden Schlägen. Einige Menschen ertragen das nur mit viel Ablenkung und Ablenkung hat viele Gesichter. Jedes Wochenende gibt es bspw. bundesweit Party mit vielen Drogen, sinnfreien Gesprächen und Spielchen. Millionen Menschen aus allen Klassen und allen Alters schreien, prügeln, saufen, kiffen als gäbe es kein Morgen. Einige von ihnen versinken nicht nur in ihrer verzweifelten traurigen Gefühls- und Gedankenwelt, mit ein paar Schimmern Hoffnung, sondern baden und reiben sich auch noch darin bis zur Bewusstlosigkeit oder bis zum Tod auf. Die Drogen werden von ihnen nicht als Bewusstseinserweiterung genommen, sondern um diese Welt und/oder sich Selbst zu ertragen.

Berlin ist ein hartes Pflaster. Die Menschen versuchen sich an dem zu klammern worin sie Liebe, Wärme, Inspiration, Schutz, Halt oder Vertrauen zu finden meinen. Sie versuchen etwas zu finden oder zu halten, was abgesehen von ihnen selbst, besonders von einer riesigen, um sie herum existierenden Masse an Menschen und deren ignoranten, dekadenten Lebensstillen ständig gestört, zerrissen und zerstört wird. Die sogenannten Aussteiger, Punks, Linksradikale, Asoziale etc. auf den Strassen Berlins leben eine sehr individuelle antiautoritäre antihierarchische gesellschaftliche Alternative die von der gegenwärtig dominierenden Lebensweise der gesellschaftlichen Mehrheit zutiefst missverstanden, abgelehnt und auf brutalste Art und Weise bekämpft wird.

Die etablierten Ansichten, Lebensweisen fürchten, spalten und bekämpfen Punks usw. weil sie auf Unterdrückung und Ausbeutung basieren. Würden sie sich den Zweifeln, Ängsten und Gedanken stellen die die Menschen auf der Strasse teilweise erkannt haben und sogar leben, würde sich alle fundamentalen Schwierigkeiten auflösen. Kapitalismus ist bspw. eine Krise, die viele bestraft und wenige bevorzugt. Demokratie ist ferner die Diktatur der Mehrheit über Minderheiten. Die Mehrheit hat immer Recht auch wenn sie falsch liegt. Die Punks auf den Strassen Berlins mögen mit ihren Ansichten teilweise korrekt liegen, aber durch unser System werden sich die korrekten Ansichten niemals oder nur sehr langsam verbreiten und durchsetzen können. Unsere Demokratie erlaubt keine grundsätzlichen Änderungen bis hin zur Anarchie, sondern nur minimale Änderungen durch die gewählten Parteien innerhalb des Ausbeutersystems. Das Ausbeutersystem besteht weiterhin, egal was gewählt wird. Die Parteien legen nur fest WIE ausgebeutet wird und die Bürger geben ihren Willen bei den alljährlichen Wahlen bereitwillig ab, um sich weiter mit grosser Lust und Ausdauer in ihren Depressionen zu wälzen.

Die deutsche Bevölkerung scheint nicht fit zu sein, für ein Leben ohne Herren. Vorallem weil sie sich selbst nicht erkennen will im globalen, nationalen oder lokalen Zusammenhang. Der gesellschaftlich organisierte Mix aus Arbeit, Freizeit und persönlicher Rückzugsraum (Wohnung) sorgt dafür das die bisherigen Vorurteile, Dummheiten und Illusionen weiterhin als Gesetze, Gebote oder als „normal“ und unveränderlich betrachtet und gelebt werden. Die Menschen die auf der Strasse leben, leben der ignoranten Menge mutig vor wie schnell und simpel Alternativen gebildet werden können. Würde die Menschenmenge nicht mithilfe ihrer verlogenen Politik, ihrer Polizei und so weiter diese Alternativen boykottieren und schlecht machen, sondern sich diesen Alternativen, Zweifeln, Forderungen usw. öffnen, sich damit konstruktiv gemeinschaftlich auseinandersetzen usw. wäre alles besser. Aber soweit kommt es nicht solange sich die Menschen ablenken und nicht ehrlich und freundlich miteinander und vorallem auch mit sich selbst kommunizieren.

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Das ist Wahnsinn! Wir sind Wahnsinn!

Wie ich gerade erfahren musste ist mein letzter Arbeitgeber pleite. Er wirft Ende des Jahres etwa 100 Mitarbeiter auf die Strasse. Ich habe dort zwar nur kurze Zeit gearbeitet fand aber recht schnell Zugang zu den Mitarbeitern dort und wir wurden schnell richtige Kollegen. Wir versuchten uns so gut es geht zu helfen. Man lachte und meckerte zusammen, aber vorallem kämpften wir uns durch die miesen Umstände, durch das neue System, stritten und diskutierten endlos mit den Kunden und unseren Bossen. Das ging für mich wochenlang so, für die Anderen war es bereits eine jahrelange Tortour. Jeden Tag schleppten wir uns egal bei welchem Sauwetter zu unserem edlen Arbeitgeber. Wir hielten jede Schikane und Dummheit aus, machten uns gegenseitig mut und hielten mit schwarzen Humor, viel Ironie und Ablenkung den primitiven Alltag durch. Alleine der Arbeitsweg war für mich eine Belastung, etwa 1 Stunde brauchte ich mit dem Fahrrad, S-Bahn und Bus dorthin, sofern es keine Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gab. Ich war 12 Stunden am Tag nur mit diesem Job beschäftigt, konnte am Abend nichts anderes tun als mich beruhigen und versuchen zu schlafen.

Nunja, und das war alles umsonst. All das hoffen, kämpfen und quälen war völlig für die Katz. Ein tolles System. Ich habe übrigens auch gehört das mein Ausbildungsbetrieb wieder 10 Leute entlässt, weil alles etwas schlechter gelaufen ist als erwartet. So ist es eben. Mal hat man Glück mal Pech, so sagt doch der Unternehmer oder? Diese Menschen strömen jetzt auf den Arbeitsmarkt und versuchen Stellen zu finden die viel zu teuer und kaum bezahlbar sind. Nur die Besten werden überhaupt erstmal angehört und Diejenigen mit den besten Kontakten haben dann auch mal eine reale Chance. Ein tolles System. Wer 6 Monate nicht gearbeitet hat ist wertlos für diese Gesellschaft. Er ist out. Wie kann ein Mensch out sein? Wie kann ein Mensch weggeworfen werden? Schaut Euch um dann seht ihr überall wie das geht! Und das obwohl die meisten Menschen das getan haben was man von ihnen erwartet. Man bekommt einen Tritt in den Hintern, fliegt auf die Strasse, hat trotzdem Ausgaben, steht vor dem Nichts und man bekommt gesagt man ist ja selber schuld. Wer nicht ständig wachsam ist und profitable Fäden zieht verliert. Wer das nicht verstanden hat ist eben selber schuld. Der bekommt seine paar Mark vom Amt und nach einer Galgenfrist ist er eben nicht mehr tauglich für die Gesellschaft. Ein tolles System.

Die Grundrechte und die Orientierung der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an dem Glück aller Menschen sind wohl völlig vergessen und verworfen worden. Es ist traurig. Man kämpft stundenlang jeden Tag im Beruf wie auch auf den Arbeitswegen, Privat und Gesundheitlich sogut wie an allen Fronten und man soll diese Probleme mit dem „verdienten“ Geld lösen. Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber das Geld reicht nicht dafür. Wenn eine Tätigkeit langweilig, dumm, belastend, nervend, zerfressend, quälend und erniedrigend ist, dann macht das krank und umso mehr wenn man zu wenig Geld dafür bekommt, sich nicht wirklich langfristig frei kaufen kann. Arbeit macht frei, aber nur dann wenn man irgendwie mal genug Geld beiseite  schaffen kann. Aber schaut Euch die Kosten an: Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Steuern, Auto, Internet, Handy, was muss denn alles jeden Monat bezahlt werden? Und fürs Alter muss auch vorgesorgt sein wenn man sich nicht nach 67 Jahren tot gearbeitet hat. Ganz wenige Menschen sind wirklich glücklich und zufrieden mit ihrem Leben und überhaupt im reinen mit dem was in dieser Nation und Welt passiert. Vielleicht auch weil sie nicht im Leiden der anderen Menschen drin stecken. Wie auch?

Wir sind viel zu beschäftigt mit unseren eigenen Sorgen, Vorstellungen, Idealen und so weiter, wir kriegen doch gar nicht mit was unser Nachbar oder die Kollegen so beschäftigt und fertig macht. Wie sollen wir überhaupt mitkriegen das wir alle ziemlich idiotischen Illusionen hinterherrennen die unser Leben in den meisten Fällen zu einem qualvollen Wettrennen machen? Ich habe soviel gearbeitet und sehe jetzt wie eine Firma nach der anderen für die ich hunderte und tausende Stunden investiert habe den Bach runtergeht. Ist das die Schuld von mir? Die Schuld von den Managern? Die Schuld von der Konkurrenz? Die Schuld der Krise? Die Schuld der Bankiers? Die Schuld der Politiker? Die Schuld des Systems? Die Schuld der Vorstellungen vieler Menschen vom alltäglichen Leben? Wie tief dringen die Menschen denn in die Probleme ein die sie täglich zu bewältigen haben? Wie weit trauen sie sich in den Kanninchenbau hinein? Es gehört eine gehörige Portion Mut dazu, denn steckt man erstmal drin, kann man nur tiefer reingehen, die Erkenntnisse brennen sich fest und dann steckt man in einer Zwickmühle mit dem System.

Wenn man erkannt hat das wir jetzt genug von allem haben und wir eher einen Schritt zurück als nach vorne machen sollten. Dann gehört Mut dazu diesen zutun. Wer spricht es als Erster aus? Wer geht diesen Schritt zuerst? Wer geht mit? Wir sehen doch das unser Planet keine weiteres Amerika oder Europa verträgt. Was soll aus Afrika, Indien, China, Brasilien und so weiter werden, wenn sie nicht aus den üblichen Quellen ihre Industrienationen produzieren können? Wir haben begrenzte Rohstoffe, begrenzte Märkte, begrenzte Wachstumsmöglichkeiten, begrenzte Vorstellungen genauso wie wir nur einen Planeten haben. Also was soll dieser Unsinn? Wir wissen doch dass das alles völliger Blödsinn ist. Wieso quälen wir uns weiter? Ist es weil alle weitermachen? Ist es weil wir befürchten bekämpft, isoliert und beschimpft zu werden? Wie weit wollen wir gehen? Der Abgrund ist bestimmt nicht mehr weit. Ich weiß nicht wieviele Arbeitslose dieses Land noch verträgt und wieviele Qualen sich die jetzigen Angestellten noch zutrauen, aber auf Dauer kann das einfach nicht gut gehen. Das System ignoriert genauso wie alle mir bekannten vorherigen Systeme die Bedürfnisse der Menschen. Also wird es fallen, es wird zerbrechen und mit allen Leuten sterben die sich zu sehr damit identifiziert haben.

Die Leute scheinen sich an die Probleme zu klammern, sehen die essentiellen Probleme darin nicht. Klar kann ich gut daherreden, aber das sind nunmal die Ergebnisse meiner Überlegungen und Erfahrungen. Vielleicht kann mir jemand mal was anderes berichten, aber ich sehe seit Jahren nichts anderes, als dass sich die Menschen tagtäglich gegenseitig und sich selbst fertig machen. Nur wenige Menschen finden daran gefallen, gehen als Sieger hervor und leben auf der Sonnenseite des Lebens. Es ist nunmal leider so und ich verstehe einfach nicht wie man so eine Situation einfach so lassen kann. Man muss doch gemeinsam an Lösungen arbeiten und nicht auf einem Stand verharren der nichts anderes als Vernichtung bedeutet. Wir zerstören unsere Umwelt, die Tiere und uns selbst, all das Potential was in allem wohnt und darauf wartet erkannt und gefördert zu werden. Wir haben nicht die leiseste Ahnung welchen Preis wir hier bezahlen. Was ist Geld und Macht schon gegen ein glückliches Leben wert? Wer braucht diesen Mist wenn man begriffen hat das es nur von Menschen gebraucht wird die Angst haben. Das Leben ist ein Risiko und es kann jederzeit vorbei sein. Warum quälen wir uns so? Was soll dieser Mist?

Man bezeichnet mich bereits jetzt als jemanden der ausgestiegen ist und das nur weil ich mich einige Zeit den üblichen Verhaltensmustern widersetzt habe. Klar geht es mir nicht gut dabei, denn ich werde angefeindet, man sagt ich sei faul, dumm, würde nicht am Leben teilnehmen, wäre eine Schande für meine Familie und wären alle so wie ich hätte die Gesellschaft niemals soetwas wie die Medizin im heutigen Entwicklungsstadium schaffen können. Ich werde unglaublich missverstanden und zerrissen. Viele sind wütend, nicht nur weil ich mich traue das was sie jahrelang mitgemacht haben einfach fallen zu lassen, sondern auch weil sie einfach nicht glauben können das einer Wettbewerb für primitiv hält. Klar verliere ich Geld, ich verliere an Wert im Markt und so weiter, aber ich bin ein Mensch und habe einen unermesslichen Wert der über diese dämlichen Vorstellungen unseres Systems hinaus geht. Ich denke wir haben das vergessen. Wir haben alle vergessen was wir wirklich wert sind und worauf es im Leben ankommt. Was bedeutet denn ein Job bei dem man unglücklich ist, den man nur macht um seine Lebenshaltungskosten zu machen? Das ist wie wenn ein Mensch gezwungen ist anschaffen zu gehen. Wir sind alle Prostituierte, wir brauchen gar nicht über Menschen im Puff lachen. Das ist nahezu überall in der Gesellschaft Normalität wird eben nur anders ausgelebt.

Wollen wir weiterhin alle Huren sein oder endlich mal als vollwertige Menschen anerkannt sein und in Freiheit und Brüderlichkeit zusammen leben? Das steht doch überall in unseren offiziellen Nationalengesängen und -gesetzen, warum werden diese Vorstellungen nicht im Alltag als Grundlage für Debatten  bzw. als Lebensgrundlage genommen? Wieso steht der Profit über den Menschen, die Tiere und Umwelt? Was bringt der ganze Fortschritt wenn die Menschen damit unglücklich sind oder daran zugrunde gehen? Wie soll denn das weitergehen? Ich bin glücklich das wir gute Mediziner haben, okay, aber wir brauchen nicht jede Woche im Fernsehen neue Shows über Scheiße fressen und schlank hungern. Wir brauchen bestimmt auch nicht jedes Jahr Millionen neue Autos, Kühlschränke, Fernseher, Computer, was soll denn das alles? Wir schmeissen Lebensmittel weg und ein paar Kilometer weiter verhungern die Menschen. Das passiert jeden Tag und hier kümmert es niemanden obwohl jeder gern Kaffee aus Afrika trinkt und Zigaretten aus Brasilien raucht. Die Flüchtlingsströme interessieren auch nicht. 1 Millionen Suizide jährlich interessieren auch nicht. Die ganze Masse von Menschen hierzulande kennt verdammt nochmal keine Demokratie, keine Grundrechte, keine Gnade.

Und das alles macht mir verdammt nochmal Angst! Ich weiß nicht wohin diese ganze Kacke führen soll. Das ist der totale Krieg da draussen und wir alle schreien wie vor Goebbles damals laut HURRAAA oder JAAAA obwohl wir uns damit alle umbringen!

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Das Leben ist kein Wettlauf

Die meisten Menschen um mich herum quälen und peitschen sich durch schmale glühend heisse Pfade, die sie Karriere nennen. Ihr Alltag besteht darin Dinge zu tun die sie oftmals nicht tun wollen, die sie oftmals nicht nachvollziehen können oder als sinnvoll erachten. Sie streiten sich mit dem Chef, den Kollegen, den Kunden, lassen sich von allerlei alltäglichen Problemen frustrieren, jammern dann immer wieder etwas mit liebgewonnen Kollegen und machen dann im selben montonen Rythmus weiter wie bisher, als sei nichts gewesen und alles in Ordnung.

Mit dem „verdienten“ bzw. erwirtschafteten Geld welches sie gnädigerweise erhalten haben, kaufen sie sich Dinge die sie genau von dieser primitiven-selbstzerstörerischen Lebensweise ablenken sollen. Sie trinken Kaffee, rauchen Zigaretten, holen sich schicke Klamotten die sie dann in der Arbeit austragen um oberflächliche Aufmerksamkeit zu erbetteln, nutzen ihr mit blutigem Öl betankten Auto für den Arbeitsweg und nennen das „Ein Stückchen Freiheit“.

Unermüdlich treiben sie sich selbst durch eine ätzende Realität, die sie selbst ganz genau als solche wahrnehmen, aber sie wollen dieser nicht entfliehen weil es ihrer Meinung nach keine andere Möglichkeit zu leben gibt. Schliesslich machen es „alle“ Menschen auch so, mit Ausnahme der sogenannten Sozialschmarotzer oder irgendwelchen Irren die in die Wildnis gezogen sind und ein ehrliches selbstbestimmtes Leben vorziehen.

Natürlich sind sie nicht allein Schuld an ihrem Selbstbetrug. Wir bekommen schon mit der Erziehung und dem Bildungssystem Ehrgeiz, Gier, Neid und andere egoistischen Extreme eingeimpft. Es werden die Menschen voneinander getrennt und gespalten, so als ob sie aus völlig verschiedenen Universen stammen würden. Die Menschen strengen sich an um ihre tief-empfundene Leere durch irgendwelche Engagements zu lösen.

Sie glauben durch einen tollen Job, fettes Gehalt, einem Haus, einer schönen Frau könnten sie diese Leere füllen. Dabei ist der Grund dieser Leere genau dieses Verhalten. Keine Frau der Welt würde einen Menschen lieben der sich selbst betrügt. Es sei denn diese Frau betrügt sich ebenfalls. Was folgt ist der gegenseitige Betrug, man geht fremd, es gibt Streit, Prügel, Chaos und Schmerz. Und das wird letztlich als Beziehung oder Liebe bezeichnet. Was für eine erbärmliche Vorstellung! Das ist nichtmal ein Schatten von Liebe! Das ist Schwertkampf mit nackten Körpern. Die Menschen haben sich zu Konkurrenten gemacht, nicht nur im Beruf, in der Schule, in der Familie, im Sport, in der Kultur, sondern natürlich auch in der Liebe.

Die egoistischen Extreme werden seit vielen Jahrhunderten gelebt, Im Kern sind sie immer dieselben geblieben, nur oberflächlich haben sie sich unglaublich facettenreich verändert und entwickelt. Die Gesellschaft ignoriert ihre Natur, ihre Herkunft, zwingt sich dazu gewissen künstlich-perfekten Vorstellungen zu folgen und erkennt nicht welche Zerstörung daraus logischerweise folgen muss. Wir Menschen können nichts erbauen was von Dauer ist. Wir können nichts erarbeiten was für die Ewigkeit steht. Wir sind nur Lebewesen. Wir sind Facetten des Lebens. Jeder Mensch dient dem Leben. Kein Mensch kann sich über das Leben stellen, es kontrollieren oder es ausquetschen ohne daran zugrunde zu gehen. Es ist ein Gesetz welches sich immer bewahrheitet hat.

Wer meint er könnte dies überlisten, wird das vielleicht eine Weile glauben können, je nachdem wie gut er im Selbstbetrug ist, vielleicht wird er es nie lernen, aber letztlich wird das Gesetz immer seine Gültigkeit behalten. Wir sind nicht auf dieser Welt um aus uns alles zu machen was wir denken können. Wir sind hier um glücklich und zufrieden zu sein. Wir sind hier um zu erleben, zu essen, zu schlafen und zu lieben. Es geht nicht darum sich gegenüber anderen als etwas besseres zu fühlen oder sich über sie zu stellen. Das versuchen aber die meisten Menschen wenn sie sich einem System wie dem heutigen unter- und einordnen, welches darauf basiert sich gegenüber anderen Menschen durchzusetzen.

Die Suche nach dem Arbeitsplatz, Ausbildungsplatz, die Sicherung der eigenen Arbeitsstelle durch Mehrarbeit und aufopferungsvollen Engagement ist Tagesordnung in vielen tausend Konzernen und Unternehmen weltweit! Alles nur weil die Menschen Angst haben. Sie glauben sie hätten keine Existenzberechtigung und glauben sie könnten das nur wettmachen wenn sie ein guter Arbeiter sind, ein Arbeiter der nicht allzu viel hinterfragt und nicht soviel den Chef nervt oder die Politiker was die Verhältnisse angeht usw. Darin besteht der große Irrtum. Statt sich darauf zu konzentrieren die Menschenrechte hier und jetzt lokal wie international durchzusetzen und zu leben, werden diese möglichst weggeschoben, denn sie könnten ja den Job kosten.

Ich höre 24 Stunden um mich herum nur Industrielärm. Ich höre Maschinen die unaufhörlich arbeiten die von traurigen Menschen gesteuert werden. Es knallt und scheppert, der gräßliche Lärm der Fleissigen und Strebsamen erfüllte schon bevor ich geboren wurde diese Welt. Es wird für den Gewinn gearbeitet, es wird für das Morgen gearbeitet, gegen die Konkurrenz um sich durchzusetzen! Als ob sich jeder Mensch seinen Lebensraum erkämpfen müsste. Als ob wir alle keine lebenslangen Rechte hätten die uns zu nichts anderen zwingen als in Respekt, Aufrichtigkeit und Aufmerksamkeit miteinander zu leben.

Ich frage mich wer uns dazu zwingt so zu leben? Wir müssen es doch selbst sein oder? Uns hält niemand die Waffe an den Kopf und sagt wir sollen zur Schule gehen und möglichst nur gute Noten schreiben (von Verstehen keine Spur!). Uns peitscht niemand aus wenn wir nicht arbeiten gehen, für einen Konzern der Bullshit produziert. Aber wir machen es dennoch, weil wir glauben wir seien davon abhängig. Wir sind seit frühester Jugend mit vielen Illusionen ausgestattet worden. Wir haben eigentlich die Aufgabe diese zu erkennen und auszuräumen, und unseren Kindern dies zu lehren. Alles andere wäre nicht nur verlogen sondern grob fahrlässig, dämlich, würde unser Potential in den Müll befördern! Leider haben die vorherigen Generationen genau diesen wahnsinnigen Blödsinn gemacht!

Warum darf nicht jeder das tun was er möchte? Wieso gibt man nicht jedem die Möglichkeit dazu, ohne irgendwelche absurden Forderungen aufzustellen? Sofern jemand die Voraussetzungen erfüllt, also ein gewisses Interesse hat, soll er doch ermöglicht bekommen was er gern machen möchte. Ohne irgendeinen Zwang. Alles andere wäre krank. Warum treiben wir ein krankes System voran? Sind wir unfähig zu erkennen wohin uns das führt?

Schieben wir die Verantwortung einfach nur weiter und können daher so weiter machen? Womöglich ist es so. Wir sagen das ist zu komplex. Wir wissen nicht wer verantwortlich ist, also können wir auch nichts ändern. Es ist die Gesellschaft, das System, man bräuchte 2 Leben um irgendetwas Neues zu erreichen. Vielleicht ist es so. Aber ist das ein Grund das Unglück zu leben, sich selbst und anderen Schmerzen zu zufügen? Sollten wir nicht lieber all das aufgeben und etwas völlig Neues probieren, was die Chance hat wesentlich mehr Menschen glücklicher zu machen? Und nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen. Warum wollen wir nicht Harmonie als alltäglichen Halt erleben? Sind wir zu sehr an Gewalt, Zerstörung, Wut und Hass gewohnt?

Ich denke wir Menschen sind zu sehr beschäftigt, stecken in diesen Prozessen des Lernens, Arbeitens, Strebens drin. Wir ruhen uns aus, strengen uns an, ruhen uns aus, strengen uns an. Wir denken das ist Freiheit. Wir sagen es gibt nichts Besseres und solange nicht genug Menschen widersprechen und etwas anderes vorleben erkennen wir das einfach als Wahrheit und damit als Basis für die jetzige und spätere Realität. Darin besteht der eigentliche Irrsinn. Für unsere jetzige Lebensweise, unser jetziges System gibt es keine echte Rechtfertigung. Klar, es wird davon gesprochen, es hätte den größten Wohlstand überhaupt erbracht, wunderbar, aber sind wir mit diesem Wohlstand wirklich glücklicher geworden? Oder wurde dadurch der Selbstbetrug nur noch schlimmer?

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Was ist Freiheit?

Ich glaube wir Menschen sind nur in unseren Träumen ein bisschen frei. In der Realität die wir ständig interpretieren mit unseren begrenzten Denken und Vorstellungen, passieren soviele Dinge die wir nicht erfassen können, die über uns hinaus gehen. Unsere Sinne werden von einem Gehirn interpretiert welches beeinflusst von etlichen Substanzen eine Realität herbeifantasiert.

Und manche Menschen halten für sich für so clever dass sie Gruppen bilden. Sie nennen sie Religion, Politik, Wissenschaft, bilden Interessensverbände und kämpfen darum das ihre Sicht der Dinge sich bei allen Menschen durchsetzen wird, und das alle sagen wie toll ihre Einsichten doch sind. Und was ist? Sie sehen es wird niemals passieren und das macht sie verrückt! Dabei gibt es keine Sicherheit, es gibt keine Klarheit, keine Wahrheit die der Mensch tatsächlich mit seinen Konditionierungen erfassen kann. Genau das hält der Mensch nicht aus.

Der Mensch will begreifen, erklären, wissen. Aber diese Welt ist zu komplex dafür, selbst wenn wir weiterhin mit unseren Teilaspekten herumhantieren, die unsere Genies mehr oder weniger gesichert erkannt haben, – werden wir nie eine Ahnung davon bekommen was beispielsweise Freiheit ist. Vermutlich wird diese Ahnung erst wieder eintreten wenn wir aufgehört haben ständig darüber zu reden. In den Träumen ahnen es einige von uns hauchdünn was es sein könnte. Aber es wird weggeschoben wenn es ans Tagewerk geht. Die nützlichen Systemidiotien lassen sich von korrupten Konzernen und Politikern ausnehmen, in der Hoffnung am Ende tatsächlich etwas von den Versprechungen zu erhalten: Einigkeit und Recht und Freiheit.

Wir sind uns wohl alle einig, dass es genug Idioten geben muss die sich ausnehmen lassen, genauso wie es genug Reiche, Mächtige und Herrscher geben muss. Wir sind im Recht wenn wir den Planeten vergewaltigen, genauso wie dessen Kinder, die Tiere und Mitmenschen, gerade wenn es um Profit und Arbeitsplätze geht. Das ist die Freiheit die wir selbstherrlich in alle Winkel des Planeten hämmern und schreien, jeden Tag automatisch wie programmierte Maschinen eines wahnsinnigen genialen Irren! Ich bin einer dieser Werkzeuge, eines dieser Schrauben die von Geburt an zurecht gehämmert wurden, um in die Ideologien der bestehenden Strukturen hineinzupassen. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Wer nicht spurt wird bestraft, wer brav auswendig gelernt hat wird belohnt, bekommt gute Noten, gute Jobs, Anerkennung und guten Sex. Das dies längst nicht reicht und das Wichtigste auf diese Weise immer fehlen wird, ist dabei nicht relevant. Derartige Probleme werden ignoriert und weggeschoben, mit Medikamenten, fetten Essen, Drogen, fanatischen Fangesängen in den Stadien oder mit Mehrarbeit am Arbeitsplatz! Bis Jemand Amok läuft, seine komplette Familie tötet, oder die milderen Versionen mit Depressionen, Neurosen, Burnout usw. bekommt. Was gesund ist und was krank macht, weiß keiner so genau, weil es noch nie jemand wußte. Aber es wird propagiert, die Grenzen werden täglich neu verlegt, je nach Wünschen der Thinktanks.

Erst sind wir Opfer und dann werden wir zu Mittätern gemacht, abschliessend sind wir Täter die die neuen Menschen genau denselben irrsinnigen Theorien unterwerfen, als wären es gesicherte Fakten, Wahrheiten, die es zu achten und vollständig zu übernehmen und zu leben gilt! Wer hinterfragt wird geschlagen und vernichtet. Wer folgt hat eine große Karriere zu erwarten, das ist die Normalität richte Dich danach oder geh zu Grunde! Das ist unsere Freiheit! Das ist alles was uns geblieben ist und genau das wird mit Waffen und allen psychologischen Mitteln verteidigt. Das Gute und die echte Freiheit wird sich nur durchsetzen wenn wir gestorben sind.

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Eingeordnet unter Emotionales

Leben als Alptraum

Ich glaube nicht das es einen Job gibt der zu mir passt. Dafür sind die Branchen und das dahinterstehende System viel zu starr. Ich denke viele Menschen sehen das ähnlich wie ich. Sie zwängen sich in Korsetts, die sie Beruf nennen und arbeiten darin nach ihrer Ausbildung jahrelang, machen Fortbildungen, ärgern sich mit Kunden und Kollegen herum, kämpfen sich durch den Berufsverkehr und verdienen sich damit ihren Lebensunterhalt.

Wenn ich an so einen Alltag denke, dann empfinde ich eine gigantische Leere. Eine Leere die mich ohnmächtig macht. Ich will mein Leben nicht verplanen, ich will es nicht strukturieren oder festlegen. Mir ist es seit einiger Zeit auch gelungen so zu leben. Viele sagten mir das aus mir nichts wird wenn ich so weiter mache. Dabei empfand ich nach einiger Zeit endlich mal soetwas wie ein Gefühl von Ruhe, nur eine Nuance davon. Und ich war sehr ausgeglichen. Wirklich, es macht richtig Spaß sich nicht in Korsetts zu zwängen und einfach nur zu Sein.

Soetwas funktioniert aber leider nicht lange. Die Menschen erwarten von mir und sagen mir, ich habe wie sie zu arbeiten. Sie sagen: Ich muss mir mein Brot verdienen, ich muss mich engagieren, sonst gehe ich zugrunde, sonst zerstöre ich mein Leben und das Leben derer die mich lieben. Und es heißt das jede Woche die ich nicht arbeite, ein Verlust ist den ich nie wieder gutmachen kann. Dabei empfinde ich das gar nicht als großartigen Verlust. Meine Lebensqualität ist ohne diese Treiberei durch Büros, Lärm und strukturiertem Chaos sogar gestiegen. Ich kann endlich ausschlafen, kann lesen, schreiben, denken und zu mir selbst finden. Wenn das liebe Geld nicht wäre, könnte es durchaus immer so weiter gehen.

Sobald mein Konto dahingeschmolzen ist, bin ich gezwungen arbeiten zu gehen. Ich habe mir also zu überlegen welche Branche, welche Firma, welche Tätigkeit für mich und die anderen Menschen eine Bereicherung darstellt und genug Geld abwirft. Ich habe in den letzten Monaten immer wieder Recherchen durchgeführt. Es war ermüdend, entnervend, ein absolutes Desaster! Unerträglich was der hochgejubelte heilige Markt mir bietet! Das Resultat ist, ich habe kein Resultat! Ich habe nur eine riesige Perspektivlosigkeit. Ich kann mich verkaufen wie all die anderen, mich in Korsetts zwängen und hoffen, dass mir das reicht und ich nicht wahnsinnig werde. Es hat ja einige Jahre geklappt, oder sagen wir, ich habe es einige Jahre gemacht und irgendwie überlebt. Also ist es nicht so schlimm oder? Was stelle ich mich so an? Viele Millionen machen das doch seit vielen Jahrzehnten und die Verhältnisse waren nie so gut wie heute. Jeder kriegt einen Haufen Geld und damit kann er sich ein Stück Freiheit kaufen, was will ich denn noch?!

Ich frage mich wieso ich mir Freiheit erkaufen muss? Ich empfinde mich eigentlich als frei, erst wenn ich an die Schule oder Arbeit denke, fühle ich wie sich die Schlingen um meinen Hals, meine Arme und Beine schlängeln und festschnüren bis ich kaum mehr atmen kann! Für mich gibt es keinen idealen Job, es gibt nichtmal einen Job den ich ertragen kann! Weil mich alles versklavt und zur Hure macht, es geht nur um das Geld, es hat keinen höheren Sinn oder höheren Wert zu arbeiten. Klar es geht um das Überleben aber nicht viel mehr! Was ist das dann für ein Leben? Arbeiten um zu Überleben? Arbeiten um sich ein Stückchen Freiheit namens Feierabend zu erkämpfen? Arbeit wofür? Das Land versinkt im sinnlosen Überfluss voller Dinge die die Leute verblenden und isolieren. Ein paar Kilometer verhungern andere Leute weil sie nichtmal das Nötigste haben und solche wie ich helfen ihnen nicht, weil eigene quälende Sorgen plagen. Wer bin ich? Warum fühle ich mich so wertlos? Warum soll ich immer kämpfen? Was muss ich tun um vorwärts zu kommen? Warum ist das Leben eine ständige Hetzjagd? Was hat man mit mir nur gemacht?

Eine echte Ruhe, eine echte Freiheit werde ich mit Job wohlkaum finden. Irgendwie erhoffe ich mir doch noch irgendetwas zu finden, was mich und andere erfüllen könnte. Vielleicht auf ehrenamtlicher Basis, aber wovon soll ich dann leben? Ich bin selbst schuld, ich hätte erahnen müssen wohin mich das alles hinbringt. Die Menschen sind gnadenlos mit jenen die nicht mitziehen, mit jenen die zweifeln und stören. Sie haben Recht, schlagt mich tot und jeder ist zufrieden! Was soll dieses jämmerliche Gewinsel?! Mein Leben ist nur ein Hauch im Wind, was solls, ich klammere mich nicht daran. Ich lasse mich nur nicht gern ausbeuten und dennoch fühl ich mich als hätte ich es mein ganzes Leben lang zugelassen! Ich fühle mich elend, ausgepeitscht und traumatisiert von einem anonymen Feind, einem kosmischen Gespenst was mich in die tiefsten Tiefen meines Selbst verfolgt und verängstigt hat. Es gibt in meiner Welt keinen Retter. Ich glaube auch nicht in Eurer. Wir alle leben mit unseren Dämonen und das hat unsere Welt geschaffen in der wir alle leben. Eigenartig. Wo soll das alles nur hinführen? Was soll ich tun? Was sollen wir tun? Das jetzt ist doch nicht der Weg?!

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Eingeordnet unter Emotionales

Die Grundrechte und die jetzige Realität

Glasklar steht es geschrieben. Die Würde des Menschen ist unantastbar, alle Menschen sind gleich und gleichberechtigt, niemand darf benachteiligt oder bevorzugt werden, jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Vergleicht es mit Eurer Realität, mit Euren Erfahrungen. Wieviel ist davon wirklich Realität? Seit dem 23. Mai 1949 gibt es diese Grundrechte, sie sind das gesetzliche Fundament dieses Landes, doch wieviel wird davon gelebt?

Wieviel Freiheit und Harmonie steckt in unserem Leben? Ich habe jetzt einige Jahre gelebt und ich fühle mich ängstlich, gespalten und gehetzt. Es ging immer nur darum Leistung zu erbringen, nicht zu kurz zukommen, mit den Arsch an die Wand zu kommen. In meinem Leben ging es darum diese Grundrechte, die mir vom Gesetz her eigentlich seit vielen Jahrzehnten von Geburt an zustehen, zu erarbeiten. Natürlich wurde ich nicht geschlagen, gefoltert oder anderwertig im groben Sinne, wie man es vielleicht aus Entwicklungsländern kennt.

Vielmehr besteht die Qual darin, dass ich in Konkurrenz mit meinen Mitmenschen zu leben habe. Es gibt einen permanenten Wettbewerb um Noten, Jobs, Produkte, Märkte, usw. Selbst wenn man einen Job hat ist rein gar nichts besser als ohne Job. Denn ein Job ist nicht von Dauer, für diesen muss man täglich kämpfen und unter Beweis stellen das man ihn verdient hat. Man muss sich einsetzen und einbringen wie es nur geht, damit man eine Existenzberechtigung im Unternehmen hat.

Es gibt Stress, man hat Schweiß auf der Stirn, Herzrasen, muss sich anschreien lassen, sich blöde Bemerkungen gefallen lassen, Überstunden schieben, montone Arbeit verrichten, darf sich nur auf Genehmigung frei nehmen, hat sich auf seinen Arsch zu setzen, brav die öden Prozesse für Profite durchzukauen bis der Zeiger auf der Uhr die Pause oder den Feierabend anzeigt. Ist das der Weg zur Freiheit? Ist das ein Vorgeschmack auf die bevorstehende Freiheit? Ist die Pleite von General Motors, Opel, Karstadt, die Pleite der Banken, die Finanz- und Systemkrise ein Vorgeschmack der Freiheit? Ist das die Harmonie nach der wir uns alle sehnen?

Wir Deutsche sind alle so unheimlich fleissig, wir gehen früh zu Bett, damit wir pünktlich aufstehen und zur Arbeit marschieren können. Einer Arbeit die in der Regel nicht das ist ,was wir uns von unserem Leben erhofft hatten. Wir haben uns unterzuordnen, gegenüber den Kollegen, dem Chef, dem Markt, Aktionären, wen auch immer. Jedenfalls sind immer die anderen Schuld, immer die anderen Menschen sorgen dafür, das man in einer verdammt miesen Position ist, durchhalten und ausharren muss. Vielleicht gehört man zu den wenigen die einen angenehmen Job haben, und sich die Zeit mit lausigen Hobbys vertreiben, die noch nie etwas von den Hungertoten in der Welt gehört haben usw. Aber diese Menschen werden immer seltener, die sich mit dieser lausigen systematischen Interpretation glücklich schätzen.

Viele Menschen sind krank, fühlen sich unausgeglichen, sie trinken, essen, rauchen zuviel, lassen sich auf Menschen ein die noch schlechter dran sind, werden von ihnen verarscht und ausgenutzt. Es gibt Konlifkte, Gewalt, viele Probleme die nicht offensichtlich sind, kaum geäußert werden. Alles logische Folgen einer Gesellschaft die aus Rentabilitätsgründen keine Zeit mehr hat sich um ihre wesentlichen Probleme zu kümmern. Zeit ist Geld, Nachfragen auch. Daher beschäftigen sich die Menschen lieber mit etwas wofür sie bezahlt werden. Und wofür werden wir bezahlt? Fürs arbeiten! Und diese Arbeit muss nichtmal irgendeinen Wert oder Sinn haben,  hauptsache es wirft Geld für den Konzern und für die Arbeiter ab. Das ist das Prinzip wonach alle leben und streben, als hätte es Gott persönlich in unsere Köpfe gebrannt! Dabei waren wir das, wir haben uns selbst zu Soldaten des Kapitals, zu gierigen Feinden gemacht.

Nicht nur das man sich selbst und einen Großteil der Gesellschaft ignoriert, wenn man einen 0815-Job in der Industrie macht, man treibt die Zerstörung der Welt und die Spaltung, Verwirrung und Ignoranz der Menschheit in neue Höhen. Es geht Lebenszeit drauf, Zeit die unbezahlbar ist, jede Sekunde kann das Leben vorbei sein, es platzt eine Ader im Gehirn und schon wars das.

Ich frage mich warum wir Menschen Geld für Lebensraum bezahlen müssen. Wenn sich zwei Menschen lieben und sie sex miteinander haben, dann doch wohl um ihre große Zuneigung zueinander auszudrücken, Liebe und Sex  ist eine Bejahung des Lebens. Sex führt ohne Kondom gerne zu Nachwuchs und dieser braucht Lebensraum, ab seiner Geburt sollte dieser Lebensraum genauso ein Grundrecht sein wie auch seine Würde. Dennoch ist es seit ich denken kann so, dass die meisten Menschen jeden Monat ein Drittel und sogar noch mehr für ihre Wohnung ausgeben.

Die Wohnung ist ihr Lebensraum, ihr Zuhause, ein persönlicher Anker in der Gesellschaft. Warum müssen die Menschen für ihren Lebensraum bezahlen? Warum müssen sie soviel bezahlen, dass sie ihn kaum genießen können und stattdessen, um ihn überhaupt zu haben, den halben Tag mit Geld verdienen verbringen? Das ist doch irgendwie komisch oder nicht? Eigentlich müsste ich ja noch viel mehr komische Fragen stellen. Wie ist es denn mit Nahrung?

Hat nicht jeder Mensch ein Recht auf gesunde vielseitige Ernährung? Ich verstehe das es etwas kosten muss Bananen aus Brasilien zu kaufen, wegen der Bauern, dem Transport und all das. Warum gibt man den beteiligten Menschen, die andere Menschen quasi Essen geben, nicht einfach besonders viel Geld? Wieso geht es den Bauern die Bananen anbauen so schlecht, obwohl sie so tolle Arbeit leisten? Warum sind Filmstars, Popstars, Sportler mit Millionengehältern gesegnet, wärend Menschen die andere Menschen ernähren oder ihnen und anderen Lebewesen in sozialen Berufen helfen, besonders wenig Geld bekommen? Hier gibt es doch eine erstaunlich disharmonische Entwicklung.

Menschen die Gutes tun werden bestraft indem sie weniger Geld bekommen als Menschen die zweifelhafte Leistungen für die Gesellschaft erbringen. Wieso kann man es nicht ändern? Wieso kriegen viele Menschen nie genug vom Geld? Scheint als wollen sie ein inneres Schwarzes Loch stopfen, welches ich gut kenne, was viele gut kennen müssten. Ich muss auf etwas zusprechen kommen was ich früher schon einmal erwähnt habe. Wir glauben nämlich durch unser Denken und unsere Erziehung, wir seien nicht vollständig, was ein irrer Irrtum ist. Wir alle haben von Geburt an alles was wir im Leben brauchen um glücklich zu sein. Des Menschen Unglück ist nur dadurch möglich, weil er nicht weiß das er glücklich ist.

Wir haben Grundrechte, wir wissen das wir nicht perfekt sind und auch niemals perfekt sein werden, genausowenig wie alles andere was jemals auf dieser Erde war und jemals sein wird. In ein paar Milliarden Jahren explodiert die Sonne und wenn wir Menschen gestorben oder ausgerottet sind, was ist dann noch übrig von unserem Konkurrenzkampf? Die meisten Menschen leiden sehr unter diesem unnötigen irrelevanten Druck, ich auch, ich fühle mich davon sehr gespalten und zerrissen. Ich bin sicher das es einen Weg aus dieser finsteren Verwirrung geben könnte, sogar gemeinsam, kollektiv, es ist eine Frage des Bewusstseins, eine Frage der Kommunikativen Fähigkeiten. Wir werden jedenfalls mit den bisherigen Methoden der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte weiter viele Konflikte produzieren.

Wir haben bereits einige Perlen hervorgebracht, wir müssen sie jetzt nur anwenden, das geht nur aktiv, bewusst und frei von Zwängen. Wir müssen uns von diesem habgierigen System abwenden. Es ist nicht haltbar und macht uns alle krank.

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Nebelwanderung

Ich fühle mich hin und her gestossen von den Mechanismen der Gesellschaft. Aufgrund der sogenannten Finanzkrise wurde ich Weihnachten aus der Firma geworfen, von der ich bisher im Tagebuch sprach. Es ist viel passiert, ich habe einige Dinge gelernt und dann war alles sehr schnell vorbei. Innerhalb von 7 Tagen war alles vorbei und seitdem stehe ich wieder auf der Strasse und darf mich um Arbeitslosengeld, neuen Job und Bewerbungen kümmern.

Viel ungeliebte Bürokratie muss ich mir also antun, ich komme mir vor wie ein Schmarotzer. Egal ob ich beim Amt sitze, oder in einem Bewerbungsgespräch. Grundsätzlich habe ich das Gefühl zu betteln. Ich bettle um Geld, ich bettle um Chancen. Denn ich fühle mich in der schwächeren Position und möchte eigentlich auch gar keine Hilfe, denn ich habe meist doch alles alleine auf die Reihe bekommen. Die Regeln der Gesellschaft sind größer als ich und solange ich nach deren Pfeife tanze, muss ich mich natürlich entsprechend verhalten.

Glücklich macht es mich nicht. Ich weiß das es mich auch nie glücklich machen wird. Irgendwie gibt es nur die eine Lösung und zwar aus diesem konfliktreichen System zu fliehen. Dies ist aber leider eine Entscheidung für das Leben und momentan kann ich sie einfach nicht treffen. Zuvieles liegt noch im unerschlossenem Nichts.

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Sinn des Lebens

Alles ist Kommunikation. Alles steht miteinander in Verbindung. Auf alles gibt es Ursachen, Wirkungen und Reaktionen. Sich darüber den Kopf zu zerbrechen was davon richtig oder falsch ist, wie man etwas besser machen könnte oder was man besser lassen sollte, das sind alles Gedanken die rein gar nichts bedeuten. Sie sind Spielchen die wir spielen, und währenddessen fliegen die Wolken an uns vorbei, unser Herz schlägt weiter den Blutkreislauf voran, wir reden und reden, schreiben, diskutieren, denken, lachen und schreien darüber. Das ist unser Leben, eine Reise voller Urteile und Schlüsse.

Wir haben nichts außer unseren Körper. Das ist der einizg reale Fakt und wenn wir ihn verlieren, verlieren wir auch das Leben. Alles andere ist Einbildung. Unsere mächtige Vorstellungskraft entwickelt mithilfe unseres Intellekts, unseren Erinnerungen und Erfahrungen Ideen, Gedanken, bildet Verhaltensmuster und Systeme die schliesslich immer weiter und komplexer Wachsen. Was haben Gedanken mit der Realität zutun? Was sind unsere Urteile wert? Wem bedeuten sie etwas? Ist es nicht so das all die Gedanken, Forschungen um die Realität, die Probleme, Leiden, Kriege und so weiter nicht real sind? Wir können nie genug wissen, nie genug experimentieren. Es wird immer Rätsel geben, wieso wie ein Irrer nach (unvollständigen) Lösungen suchen, wo es eigentlich keine Probleme gibt?

Das grundsätzliche Problem unserer Lebensform als Menschheit ist doch der Glaube an unserer Fähigkeit für alles eine Lösung zu finden. Dabei gibt es doch gar keine Probleme. Wir haben im Prinzip nichts zutun, außer uns zu nähren, zu trinken, zu schlafen, zu lieben und zu geniessen. Wir wundern uns das es immer wieder zu Konflikten kommt, in allen Branchen, Nationen, in allen Zusammenhängen, also immer dann wenn Kommunikation stattfindet. Und Kommunikation findet ständig statt. Dabei ist doch klar warum diese enstehen. Sie müssen entstehen weil sie nichts mit der Realität zutun haben. Im Einklang mit sich selbst, den Mitmenschen, Lebewesen, der Umwelt und dem Universum zu sein, bedeutet zu verstehen das es keine Trennungen gibt. Alles ist eins. Wir Menschen sind wie kleine Zellen in einem großen Organismus. Genau wie die Tiere und Bäume.

Stell Dir vor die Zellen in Deinem Körper würden sich streiten welcher Körperregion sie angehören wollen/sollten oder welchen Sinn ihre Existenz hat. Sie wären nicht lebendig, nicht überlebensfähig, wenn sie so dumme Fragen stellen und daraus Handlungen vollziehen würden. Sie haben nunmal im Einklang zu leben oder sie werden verrecken. Und das wars dann mit dem Leben. Das ist nur gerecht und verdammt logisch.

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Die Menschenmassen begehen für Frieden und Freiheit Suizid

Leistung, Leistung, Leistung. Alles was in dieser verlogenen Gesellschaft zählt ist Leistung. Nicht der Mensch, sein Charakter oder seine Gefühle! Es gilt nur das was er jeden Tag leistet. Und wenn er zu wenig leistet, dann fliegt er. Diese Gesellschaft steht unter massiven Druck, es gibt keine Freiheiten und wenn dann nur abgepackt in DIN Norm Tetrapack-Packungen, die nur irgendwelchen Konsumjunkies reichen, die in den Träumen von Discount-Milliardären existieren.

Ich habe es satt mich durch die Woche zu hetzen, Abends nie genug Zeit zu haben etwas wirklich Schönes zu erleben. Ich hab es satt mich mit irgendwelchen Floskeln, von Abteilungsleitern, Niederlassungsleitern, Politikern, sonstigen ranghohen Wichsern in allen Branchen verarschen zu lassen. Ihr wisst gar nichts besser als ich, seid nur länger in der Scheisse und wart so wahnsinnig möglichst viel davon zu fressen! Wovon lebt diese Gesellschaft eigentlich? Glaubt sie im Ernst das sie durch ständige Gewinne, durch ständige Verbesserung der Arbeitslosenquote, durch das Einhämmern mit Wissensbüchern auf Schüler und durch Wettbewerb das Glück auf dieser Erde auszulösen?

Wir sind alle total bescheuert und glauben durch wahnsinnige irre Verhaltensweisen gesund zu werden. Es wird niemals besser werden, höchstens wenn wir alle jämmerlich auf unseren Bürostühlen, in den S-Bahnen und Trambahnen erstickt sind. Dann ist alles gut, aber nicht in den Jahrhunderten die voller menschlichen Stumpfsinn sind. Wir glauben wir könnten unsere Freiheit durch Gedanken, Ziele, Pläne, Übungen und irgendwelchen anderen verkapselten, reduzierten, beschränkten Scheiss erreichen, dabei machen wir uns damit nur noch mehr kaputt.

Schaut sie Euch an die tolle Welt, man muss ja positiv sein. Vergessen wir 1 Milliarde Menschen Armut, vergessen wir das 360 Miliardäre mehr Geld haben als 2,5 Miliarden Menschen zusammen! Vergessen wir die massiven Umweltschäden, vergessen wir das wir die Tiere die wir nicht süss finden wie eine Ware behandeln und jährlich tausende von Tonnen fressen! Und dann sind wir zu fett, wollen aber trotzdem geil ausschauen für das andere Geschlecht und dann rennen wir in irgendwelche verspiegelten Trendsportläden, indenen wir irgendwelche eintönigen Gewichte stemmen oder auf der Stelle laufen.

Gedanklich merken wir das wird alles zuviel und wir sind frustriert, wir wollen uns ablenken gucken Superstars oder was irgendwelche B-Promis im künstlich anglegten Dschungelcamp machen. Wir verrennen uns in unseren Idealen und Zielen, wir weinen, wir schreien, wir jammern und kotzen, aber wir müssen weiter machen, denn niemand gibt gerne auf, niemand gibt gerne zu das wir alle total falsch liegen. Niemand will der Erste sein, der das Ganze aufgibt, es einfach in die Ecke feuert und so behandelt wie es es verdient hat.

Jeder will zu den Gewinnern gehören, tolle Autos fahren, einen Pool haben, ganz viele Frauen oder Männer, nackt, durchtrainiert, als Masseur, Diener jeglicher Dienste, aber nur ganz wenig dafür tun. Zumindest nicht mehr als nötig!! Und das nennen wir dann Freiheit, irgendwelchen Materialistischen Wahnsinnsvorstellungen hinterher rennen und dann wundern wir uns das Schimpansen als Huren verkauft werden, Atombomben über Städte gezündet werden, das Statussymbole mehr zählen als Charakter und Gefühle. Wir sind so eine schizophrene kranke verfickte Gesellschaft. Wir sind ein Haufen Lebewesen die nur Selbstzerstörung anbeten und betreiben. Die ganze Menschheit ist eine Sekte, aus der man nur austreten kann wenn man Suizid begeht!

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Wir wollen das Gute, schaffen aber das Böse.

Wir leben in einer von uns maßgeblich erschaffenen agressiven Welt. Vom ersten Herzschlag an dominiert der Wille zum Erfolg. Unser aller LEben ist gewinnorientiert und steht im Wettbewerb mit allen anderen Menschen. Wir spüren diesen Druck sehr früh.

Einige von uns wehren sich, Andere nehmen die Lage widerwillige an und Weitere lassen sich sofort davon begeistern. Über die Jahre wechseln einige Menschen je nach Erfahrungen und Erfolgen oder Misserfolgen die Sichtweisen, aber was bei allen immer klar scheint: Es gibt keine Alternative zu dieser jetzigen mechanisierten, industrialisierten Informationsgesellschaft.

Diese Grundhaltung sorgt für die allgemeine Akzeptanz der schwierigen, komplizierten, ungerechten und kalten Situation. Die Menschen konzentrieren sich auf ihr Leben, auf ihre Interessen, Aufgaben, Ziele und Vorstellungen und setzen damit die Abwärtsspirale des Nicht-Verstehens fort.

Das Leben wird durchorganisiert, nichts bleibt vor dem cleveren Intellekt verschont: Die Tierwelt, Umwelt, benachteiligte Menschen haben den Idealen und sonstigen Wertvorstellungen zu gehorchen, sich mit Leib und Seele zu unterwerfen.

Die Bilder und Geschichten sind bekannt. Sie sind Routine. Außer Spenden kann sowieso Nichts getan werden, so der übliche Tenor der Massen. Menschen die erkennen das nicht nur die Systeme und Einzelpersonen verantwortlich für die massiven Probleme der Menschheit sind, werden mit Argumente nauseinandergenommen, von Experten vernommen, ignoriert, belächelt und isoliert.

Es existiert bei vielen Menschen der Wunsch nach Sicherheit. Diese ersehnen sie sich in Karrieren, Beziehungen, hohen Beträgen auf Konten, entsprechenden Ideologien und Glaubensvorstellungen. Doch das Leben ist unsicher. Das Leben ist deshalb so fantastisch und bietet soviel unermessliche Freiheit.

Wir Menschen verfolgen mit dem gewinnorientierten Wettbewerb, welcher unser Leben ausmacht, eine begrenze, verkrüppelte Freiheit, die uns tagtäglich kurzfristiges Vergnügen und Unmengen an Zweifel und Leid beschert. Diese Krisen und Leiden die wir im Kleinen wie im Großen durchleben, beweisen in einer unendlichen Beständigkeit die Wahrheit.

Keiner unserer Plänge, keines unserer Argumente wird jemals sicher sein. Es ist immer nur eine Frage der Zeit wann ein Plan oder Argument scheitern wird. Denn der Intellekt ist durch Wissen und Information begrenzt. Er wird uns niemals zur vollen Wahrheit und Freiheit führen, sondern immer wieder neues Leid und kurzfristige Erfolge produzieren, die aber natürlich nutzlos sind.

Dies mag sich nun unheimlich deprimierend anhören. Die Wahrheit ist aber, es ist unendlich befreiend. Denn sobald wir unsere Pläne, Ziele, Sicherheiten aufgeben, entfällt der Wettbewerb, Leistungsdruck und damit Neid, Gier, die Kälte aus unser aller Leben.

Wenn wir nicht mehr lernen und verstehen, um uns von anderen abzugrenzen und durchzusetzen, ist das doch eine befreiende Lebensweise. Viele Menschen fürchten sich vor einer inneren Revolution, das Verstehen der eigenen inneren Leere, die eigentlich Liebe ist. Die meisten Menschen sind überladen und versunken in ihren Gedanken und Gefühlen.

Sie haben ganz unterschiedliche, vielschichtige Gründe für ihre Mutlosigkeit und Orientierungslosigkeit, für ihre Suche nach Autorität und Sicherheit. Oft ist es die Flucht, die Angst vor der Leere die sich scheinbar Klein und Hilflos werden lässt. Sie leben nur um nach einen fremden Willen zu funktionieren.

Seit sie leben kopieren und imitieren sie, weil sie es nie anders gesehen haben, nie anders verstanden haben. Die Welt ist herzlos, kalt und ungerecht weil die Mehrheit der Menschen das Leben nur oberflächlich begreifen und leben. Das selten die Absicht der Menschen, sie schaffen aber dennoch diese Realität, wohl weil sie keinem echten Verstehen nachgehen.

Es wird auch nirgends wirklich gelehrt. Wir haben Gewinnorientierung und Materialismus. Wir arbeiten und kämpfen für Dinge die bald wieder kaputt und zu Staub zerfallen sind. Wir trachten nach höchst oberflächlichen Zielen und verblenden damit nicht nur uns selbst, sondern auch künftige Generationen. Wie soll es so nur besser werden?

Es kann nicht besser werden, wenn nicht jeder Mensch anfängt sich und das Ganze zu hinterfragen und nicht nur kleine Teile davon oder gar nicht. Jeder kann jetzt damit anfangen, unabhängig vom Bildungsgrad, der Position in der Gesellschaft, Hautfarbe oder Rasse.

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Die Menschheit als Chance

Das Leben auf der Erde ist eine ständige Veränderung und Entwicklung. Es gibt keinen Stillstand, Nichts ist isoliert oder unabhängig. Diese Gesetzmäßigkeit bestimmt auch unsere Existenz. Wir können nicht ohne Sonne, Wasser, Luft und Liebe leben.

Nur kurze Zeit können wir darauf verzichten und dann nur mit zerstörerischen Ergebnissen. Wenn wir nicht dafür sorgen, das unser Überlebenskampf konstruktiver wird, werden wir nicht überleben. Und damit ist jeder Mensch gemeint, der versucht sein Leben in den Griff zu kriegen oder es im Griff zu halten.

Wir alle, wie wir existieren und uns zurück- oder weiterentwickeln, sind Macher, Schaffer und Unternehmer. Wir tragen die Verantwortung für das handeln und das unterlassen von Handlungen. Wir sollten uns darauf konzentrieren was wir fühlen und wie wir handeln. Und nicht nachdenken, philosophieren warum nicht alles sofort perfekt ist.

Wir sind eine Gemeinschaft, wir haben Chancen und genug Kraft um sie umzusetzen. Warum machen wir es nicht einfach? Wir haben unheimliche Möglichkeiten, die mit jeder Erfüllung weitere Chancen gebären. Wir haben die Möglichkeit Glück und Liebe quasi unendlich zu vervielfältigen und in jeden Winkel der Erde strahlen zu lassen.

Gehen wir unsere Probleme an, erarbeiten wir uns zukunftsträchtige Lösungen, leben wir unsere Träume!

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Maschinenmenschen

Was mache ich falsch im Leben? Habe ich immer alles richtig gemacht? Nein, natürlich nicht. – Aber ich habe immer mit bestem Willen und Gewissen gehandelt, oder?

Solche Fragen spielen keine Rolle, sie sind nur Ergebnisse meiner Gefühle und Gedanken. Mein Leben und das Leben kümmert sich nicht darum ob ich täglich gewaschen bin, das Alphabet kann, die Gabel zum Essen nutze oder die Frau die ich als meine Frau bezeichne wirklich liebe. Denn all die Vorstellungen die in meinem Kopf, und das betrifft wahrscheinlich alle Vorstellungen in den Köpfen, überhaupt gar nichts bedeuten.

Das Leben existiert fort. Solange ich trinke, esse, schlafe und nicht allzu oft Gewalt erlebe. Im Grunde genommen sind wir Menschen absolute Tiere, nur mit Gedanken. Die Gedanken die sich über die letzten Jahrtausende mehr oder minder entwickelt haben, sorgten für die Ergebnisse die wir heutzutage vorliegen haben und die unermüdlich 24 Stunden am Tag weiterentwickelt werden.

Der eigentliche Wahnsinn ist ja das Vertrauen in diese Gedanken, und die daraus resultierenden Ideologien, Wertevorstellungen und überhaupt alle „zivilisierten Pläne“ die uns Menschen verbessern und glücklicher machen sollen. Ich kann sagen, dass ich selbst mit dem besten Willen und Gewissen, immer noch Menschen ungerecht behandelt habe. Egal wieviel ich dagegen getan habe, es kommt vor und es tut mir dann auch leid. Nur ändert das nichts an der Situation.

Wenn der Irrtum und das Scheitern ganz einfach dazu gehört, und wir Menschen Perfektion, Sicherheit und Rentabilität uns letztlich nur herbeiwünschen bzw. einbilden: Dann liegen wir ja schon ziemlich arg in der Scheisse. Denn das sind ja die Faktoren die unser Aller Leben prägen. Wir wollen unsere Zeit so gut es geht nutzen. Wer will in seinen letzten Sekunden denken oder sagen: Ich hab mein Leben weggeworfen.

Auch wenn es dann eigentlich sowieso ziemlich egal ist. Jedenfalls steht für mich fest, das wir Menschen, in der Masse wie auch als einzelnes Lebewesen viel zu viel Druck und Panik in unser Leben geholt haben. Wir setzen uns einem völlig unnötigen Leistungsdruck aus und erwarten dann auch noch möglichst schnell davon glücklich zu werden. Das dies nicht so funktionieren kann, ist den wenigsten Menschen aufgefallen. Auch wenn man es anhand unzähliger Fakten ganz genau erkennt.

Wir konsumieren zuviele Drogen, essen zuviel, es gibt zuviel Gewalt, Neid, Tyrannei, Mobbing, Ausbeutung, Wut, Hass, Raserei, was ihr wollt! Wir sind aus der Balance, weil wir die Schönheit der Erde ignorieren. Wir ignorieren auch uns selbst, die Natur und alles was existent ist. Wir wollen uns stärker, schneller, schöner, gütiger und wertvoller machen. Aber alles was wir erreichen ist das Gegenteil. Und das spüre ich mit großem Schmerz und großer Trauer.

Ich stehe schon ziemlich hilflos demgegenüber. Ich habe keinen Masterplan gegen all das Dumme und Übel. Denn ich bin ein einfaches und doch hochkomplexes Lebewesen wie wir alle. Ich werde wohl weiter viele Fehler machen und danach Fragen stellen, wie das überhaupt möglich war. So gesehen freue ich mich wenn das Leben vorbei ist, denn ich mag es nicht ständig völlig verpeilt und überwältigt durch den Raum und die Zeit zu stolpern. Vorallem wenn es jede Menge Menschen gibt, die nicht so sind wie ich, weil sie vollgepumpt sind mit Glücklichmachern/Unglücklichmachern wie z.B. Geld 😉

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Die Menschheit ist dazu verurteilt zu versagen

Was ist wenn es so ist? Ich sehe in keiner wirtschaftlichen, politischen Debatte unsere langfristigen Überlebenschancen besprochen. Nirgends sind eindeutige Ziele und Wertevorstellungen gesetzt, die mir als kleiner Mensch eine echte Bedeutung geben. Wie lange wird die Menschheit überleben? Die Dinosaurier überlebten eltliche Millionen Jahre, ohne großartige Intelligenz. Was ist mit uns? Wieso machen wir so wenig aus uns?

Was stellen wir hier jeden Tag auf die Beine, ohne eine echte Übersicht über unsere kurze Existenz auf diesem Planeten im Kopf zu haben? Wie wir uns gegenseitig verrückt machen mit Konkurrenzkampf, berufliche Laufbahnen und damit eine hohe Konzentration des natürlichen Überlebenskampfes für alle tagtäglich erarbeiten.

Wir leben nicht gesund. Wir leben nicht im Einklang mit uns selbst, den anderen Lebewesen, der Natur und dem Leben sich in dieser Galaxie. Was wollen wir denn damit erreichen? Haben wir überhaupt echte Ziele als Menschheit? Wollen wir nur Materialismus und früh finanziell unabhängig werden, um in Ruhe ausschlafen zu können? Wir wissen doch das wir schon immer in Schwierigkeiten stecken! Warum flüchten wir in die falsche Richtung?

Was ist das für ein Leben in das wir alle hineingeworfen wurden? Mittlerweile sind wir Routinees geworden, wir steigen in Flugzeuge, rauchen gesundheitsschädliche Zigaretten, wichsen uns einen auf billlige Pornografie und trinken Wasser mit Kohlensäure und extra viel Sauerstoff. Unser Herz leistet eine unglaubliche, pausenlose Leistung. Milliarden Herzschläge wieviele davon spüren wir wirklich bewußt?

Das Leben ist hochkomplex, erstaunlich und vielseitig, obwohl es eigentlich so einfach, zerbrechlich und erbarmungslos gerecht ist. Was denken die Menschen wenn sie ihre letzten Sekunden leben? Wenn sie ihre letzten Atemzüge atmen? Denken sie vielleicht über die versäumten Möglichkeiten nach? Freuen sie sich auf das was kommen wird? Jeder von uns wird sich persönlich auf seinen Tod einstellen oder ihn einfach komplett ignorieren, aber unser Leben wird dadurch nicht besser.

Wir müssen unsere Zeit nutzen, wir müssen gemeinsam alle grundlegenden Probleme ankämpfen und den oberflächlichen Kapitalismus in seine Schranken verweisen. Wir können uns nicht mehr mit Phrasen zufrieden geben, wir müssen in jeder Sekunde unseres Leben spüren, dass wir lebendig sind und einen echten, konstruktiven Zweck erfüllen. Denn was ist wenn wir es nicht tun?

Was sind wir dann für eine tolle Rasse? Wir sind keine Menschen wenn wir es lassen. Denn dann sind wir wirklich Tiere, auch wenn das an sich nichts Negatives ist. Aber wir vergeben Chancen auf Glück und Ruhe. Wir würden uns wieder zu Mördern, Vergewaltigern, Schlachtern und Hetzern unserer Selbst, der Tierwelt und Umwelt machen. Wir werden versagen, wenn wir nicht unsere Chancen nutzen.

Die jetzigen Aktionen sind zum Scheitern verurteilt, wir sehen es in der Gegenwart, weil wir kein ultimatives fundamentales Ziel verfolgen. Weil wir wie die letzten Chaoten durch die Welt stampfen und alles kurz und klein schlagen, das nicht sofort Nutzen bringt.

Keiner weiss, wieviel Zeit uns noch bleibt. Die Masse verliert, wenn die Einzelnen aufhören zu denken.

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Suizid für alle

Das Leben ist ein ständiger Kampf um das Überleben. Wir Menschen sehen in unserem Alltag sehr genau was damit gemeint ist. Wir müssen ständig Informationen sowie Erfahrungen sammeln, um sie für ein möglichst effizientes Leben und Überleben einzusetzen. Darum heisst es auch: Wissen ist Macht.

Es gibt keine Ordnung und keine Sicherheit. Wir können jederzeit jämmerlich ersticken oder zusammen sacken. Wir haben keine Kontrolle, und doch verhalten wir uns so. Ich denke wir sind unglaublich hilflos dem Leben ausgeliefert, und alles was wir tun, ist uns davon abzulenken indem wir einfach Instinkten folgen.

Das Drama was sich in jedem Schicksal immer wieder abspielt, nennt sich also Überlebenskampf. Der Sonnenuntergang, der Mond und die Sterne täuschen Romantik vor, aber auf diesem Planeten geht es nur darum den Schwächeren kaputt zu schlagen, um selbst essen, trinken und leben zu können.

Wir brauchen uns gar nichts vormachen. Egal was wir sagen, unser Handeln beschreibt die Wahrheit. Es gibt täglich Kriege, es verhungern Tausende und wir haben Millionen Arbeitslose. Wir haben keine vom Menschen geschaffene Gerechtigkeit. Es existiert nur eine Gerechtigkeit und die ist universell von der Natur gegeben.

Die Liebe sorgt für Fortpflanzung, und wenn nicht dann eben der Geschlechtstrieb. Es läuft auf die Arterhaltung hinaus. Überleben und weitergeben. Das ist eine einfache und kalte Welt. Das Leben ist eine hässliche und abscheuliche Phase, in der man als Sammelsurium von Billionen Atomen herum irrt und täglich über neue vermeindliche Wunder stolpert.

Mich macht dieses Leben krank vor Zorn. Und das Handeln meiner Mitmenschen multipliziert diese Emotion um ein tausend-faches. Denn wir tun nichts anderes als dem Gang der Dinge zu folgen. Leider gibt es sehr wahrscheinlich keine echten Alternativen. Oder was haltet ihr von Massensuizid?

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Kopfschuss für den Frieden

Wir züchten Millionen Lebewesen, geben ihnen Futter, ein Dach über den Kopf. Die Zeit geht ins Land und dann kommt der Schuss in die Fresse für jedes einzelne Geschöpf. Ihr Leben existiert nur in dunklen Kammern und letztlich um von uns ausgesaugt, zerschnitten, zerbissen, zerkaut, verdaut und ausgekotet zu werden. Was ist das für eine Existenz? Was sind wir für Wesen? Kann sich das Jemand erklären? Man kommt auf die Welt, oft schreiend, atmet unter Schmerzen, purzelt herum und lernt gehen, sprechen, denken, Dinge wagen, geht zur Schule und wird immer größer in der Sekte Mensch. Man ackert wie ein Sklave, für Noten, für Geld, für Positionen, für Ziele, für Frieden und Ruhe. Zwischendrin frisst, fickt, duscht, schlägt man sich durch die Masse und wird hart, alt, grau und müde bis man stirbt. Vor der Geburt war nur Schwarz nach dem Tod wirds genauso sein. Und außer Krawall und Panik war nichts gewesen.

P.S. Kopf in den Arsch, Salto in die Scheisse, darin drehen, winden, furzen und kacken!

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Erstickungstod

Die Menschheit würgt in jeder Phase ihrer Existenz neue Errungenschaften aus. Die Massen jubeln, gackern und schreien. Es herrscht Überfluss und Langeweile. Die Flucht nach vorn, in Verstand und Zukunft, ist alles was dieser Spezies geblieben ist. Ständig werden Entwicklungen, Stimmungen, Meinungen gebraucht, gewürzt, vollgepumpt und aufgespritzt damit die Abwechslung perfekt wirkt.

Es ist Tradition, Kultur und Realität. Es mutiert an allen Gliedern, im Inneren wie im Äußeren, es schwillt zu einem dramatischen Sammelsurium von belangloser Scheisse an und droht mit jeder Sekunde eher zu platzen.

Einige in den Massen haben dies begriffen. Erwartungsvoll werfen sie sich die Klippen hinunter oder fangen schon langsam an zu applaudieren, um die Kilometer hohen Wellen aus Kot und Gedärme zu empfangen. Die irrsinnige Hirnlosigkeit, die fanatische Selbstsucht, das trostlose vegetieren im Aktionismus haben das Leben auf der Erde erwürgt.

Das Röcheln können wir in unseren Körpern spüren. Das Ende ist nah, so nah..

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Stampfender Verstand kotet Leben voll

Das Wort ist Zerstörung geworden. Sprachen sind zerstörende Irrtümer die die Freiheit immer fester und kompakter einwickeln. Das Leben im Würgegriff des Verstandes.

Lautlos tippt mit leisen Schritten das Gedankenmonster auf kühlen weiten Gängen umher und kotzt immerzu neue Phrasen aus sich heraus, die brüllend, keuchend, rotzend Aufmerksamkeit, Licht und Nahrung verlangen. Man stirbt einmal mehr mit jedem Monstrum, der Raum wird enger, geringer und erdrückender. Das Selbst scheint sich in der Masse der haarigen, schwarzen Suppe voll Wörter und Satzschlangen aufzulösen. Irrer Juckreiz schneidet sich durch die Hülle, das Gefühl von Wahnsinn kommt mit jedem Herzschlag um Herzschlag näher und stößt dichter und dichter an den Tod. Die Drehungen beginnen zu schleudern, das Drama wird zu einem kreischenden Meer aus abertausenden von Stimmen und das Nichts wird zum blinden Schleier der vortäuscht es gäbe Grenzen.

Die Illusion von Sinn in Sinnlosigkeit schlägt sich in die Wahrnehmung des seelenlosen Zufallskopf.

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Tötungsmaschine Mensch

Wir sind alle zufällig irgendwo auf dem Planet geboren worden. Wir sind alle gleich.
Mit welchem Recht lassen wir Ungerechtigkeit und Leid zu? Mit welchem Recht lassen wir es zu Menschen, Tiere und Umwelt zu quälen oder zu töten?

Alle Lebewesen sind gleichberechtigt. Kein System, keine Überzeugung, keine Idee oder kein Mensch wird das jemals ändern. Denn dies ist die Wahrheit.

Die Menschen spüren in ihrem Alltag das etwas fehlt. Es ist nicht Geld, es ist nicht die Beschäftigung, es sind auch nicht unbedingt die Überzeugungen dabei. Es ist die Ruhe die Fehlt.

Wir glauben wir sind so wahnsinnig toll. Wir technologisieren alles, wie feiern uns selbst in allem was wir tun, Symbole unserer Macht und Domination überall wo man hinblickt. Aber an Stärke und Ruhe haben wir nicht gewonnen.

Wir schreien bei Skandalen auf, wie jammern bei Anschlägen auf die Zivilisation, wir beschimpfen uns, schubsen, schlagen, treten und vergewaltigen uns. Wir sehen nicht das Ganze. Wir leben nur in verzweifelter Angst und schlagen auf alles was vedächtig erscheint.

Wir sind keine Menschen, wie sind ängstliche Lebewesen die nicht wissen was sie mit ihrem Potential, mit ihrem Leben anfangen sollen.

Dabei ist es so einfach. Wir sollten uns nicht von unserer Umwelt trennen oder distanzieren. Der Neger ist Teil von uns genauso wie der Affe oder der Stuhl auf dem wir sitzen. Es ist nicht respektlos es zu sehen, es ist ehrlich und absolut realistisch.

Wir bestehen aus Atomen genau wie Alles andere. Und das ist wörtlich zu nehmen.
Gold ist soviel wert wie Kot. Kot ist so wertvoll wie der reichste Mann der Welt. Was wir als wertvoll ansehen, wird plötzlich wertvoller. Und das ist ein Irrtum.

Daher sollten wir all unsere Wünsche, Empfindungen, Erfahrungen und Erinnerungen genauso als gleichberechtigt sehen, wie die Wünsche, Empfindungen, Erfahrungen und Erinnerungen anderer Lebewesen.

Dies ist die Grundlage für vernünftiges, soziales Miteinander. Anders kann es nicht funktionieren.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Kampf für das Leben

Wäre schön, wenn ihr [PETA] recht hättet und es „nur“ an Aufklärung mangelte. Doch es gibt leider nicht Wenige, die wissen, was sie tun. Sie tun es dennoch. sie achten kein Leben, weil sie selbst schon lange tot sind. Doch wären wir fähig, mit ihnen umzugehen, wie sie’s verdienen, dann wären wir nicht besser als sie. Der Kampf für das Leben wäre dann nicht verloren, sondern würde gar nicht erst stattfinden.

Autor: Jabbar

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Eingeordnet unter Fremde Texte

Politik ist lebensfremd

Mein Vater sagte mir nach meiner Ausbildung oft ich solle mein Leben ordnen, mit dem Arsch an die Wand kommen und die Zeit nutzen. Zeit ist Geld und Geld ist Lebensqualität, so pflegte er es zu sagen. Ich verstand genau was er meinte, trotzdem hatte ich keinerlei Motivation diesen Schlüssen und Sprüchen zu folgen. Ich sah darin keinen Reiz. Mir schien die Arbeiterei, die Bürokratie und Politik dahinter lebensfremd und künstlich. Sie hatte keinen Puls, sie hatte zwar Leben durch die Menschen, aber keinen echten Wandel. Ständig wurde etwas getan, aber letztlich ist es doch immer dasselbe geblieben. Ich wußte nicht wofür ich Energie aufbringen sollte, wofür ich aufstehen sollte und für was ich kämpfen sollte. Ich hatte doch schon alles, außer eine vernünftige Umwelt.

Mein Leben empfand ich schon immer als wunderschön. Getrübt wurde es nur immer wieder durch fremde Ideen und Einflüsse, aus wirren Köpfen, aus kalten Seelen, aus nimmersatten Bäuchen. Ich empfand lange Zeit eine große Verwirrung in mir, angestiftet durch viele kleine Propagandaminister, die als solche nie klar zu erkennen waren. Nun nach einigen schweren Phasen die ich überstanden habe, kann ich  Mitleid und Verständnis für sie aufbringen, obwohl sie mich schwer blendeten. Ich habe verstanden, dass diese Blender selbst geblendet waren. Es war nicht ihre absicht mich zu blenden, sie hatten sich selbst nie begriffen.

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Die Erde ist ein Miststück

Die Welt dreht sich einfach weiter, das Miststück.
Und dreht sich und dreht sich – aber Du, Du fällst.

Bleibst liegen, schließt die Augen und lässt Dich einfach drehen.
Weil Du Du bist und das gut ist, wie es ist und alles gut ist.

Und dann genießt Du das Drehen weil Du weißt: Du nimmst Dir die Ruhe.
Mädchen: „Du musst nicht tanzen, aber beweg Dein Herz!

Autor: Unbekannt

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Hört auf Euch zu hassen

Wenn man aufhört in Zeit, Geld, Karriere, Berufe, Ämter, Regierungen, Nationen, Sprachen, Religionen Parteien, Organisationen, Zahlen, Bildungsabschlüssen zu denken wird man verstehen, dass man jede Person als Mensch betrachten muss. Wenn sich alle Menschen die Hände geben würden, was wäre da für eine Kraft vorhanden? Was könnte dann erreicht werden? Wir würden erkennen wie ähnlich wir uns sind, wie sehr wir uns lieben und respektieren können. Wir würden verstehen das Gewalt und Krieg völlig nutzlos und absurd sind. Wir würden versuchen unsere Kommunikation zu verstehen und wirklich miteinander reden!

Jeder Mensch hat einen gewissen Anteil an dieser Kraft und an dieser Realität die wir hatten, haben und haben werden. Unsere Instinkte sind dabei sehr wichtig, sie leiten uns und sorgen für absolute Harmonie. Durch die Technologisierung unserer Gesellschaft, haben wir uns lauter Hilfen und Extras im Leben angeschafft. Fortschritt und Wachstum um jeden Preis. Alles ist von unseren Systemen und Vorstellungen umzingelt. Längst haben sich davon einige Dinge verselbstständigt. Die Menschen wollen Geld haben, sie wollen größer und mächtiger sein als andere Menschen, obwohl sie das durch Nichts sein können. Wir brauchen mehr Selbstvertrauen, wir dürfen den Kapitalismus nicht zu unserem Leben machen.

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Menschen mutloser als jemals zuvor

Die Wissenschaft mag das tägliche Elend und die Arbeit erleichtert und gelindert und uns eine Vielzahl von Geräten gebracht haben, die uns das Leben bequem und unterhaltsam gestalten, doch sie hat uns zugleich eine Welt ohne jede Ordnung beschert. Unsere Sonnenuntergänge bestehen nur noch aus Wellenlängen und Frequenzen. Die Komplexität unseres Universums ist aufgeteilt in eine Reihe mathematischer Gleichungen. Sogar unser Selbstwert als menschliche Wesen wurde zerstört.

Die Wissenschaft behauptet das die Erde und die Menschen darauf nichts weiter sind als ein bedeutungsloser Fleck in einem größeren ganzen. Ein „komischer Unfall“. Die Technologie ,die uns zu vereinen versprach, teilt uns. Jeder von uns ist heutzutage elektronisch mit der ganzen Welt verbunden, und doch fühlen wir uns unsäglich einsam.

Wir werden bombardiert mit Gewalt, Zwist, Teilung und Betrug. Skeptizismus hat sich zu einer Tugend entwickelt. Zynismus und die ständige Forderung nach Beweisen sind zu aufgeklärtem Gedankengut avanciert. Ist es ein Wunder, dass die Menschen heute mutloser und niedergeschlagener sind als je zuvor in der Geschichte?

Gibt es irgendwas, das für die Wissenschaft heilig ist? Sie suchen nach Antworten, indem ist mit ungeborenen Föten experimentiert. Sie maßt sich sogar an, die Erbsubstanz des Menschen zu manipulieren. Sie zerschmettert Gottes Welt in immer kleinere Bruchstücke, auf der Suche nach dem Sinn. Und alles was sie findet sind weitere Fragen. Die Menschheit benötigte Jahrtausende vom Rad zum Auto, doch vom Auto zur Weltraumfahrt waren es nur ein paar Jahrzehnte.

Der Abgrund zwischen uns einzelnen Menschen wird tiefer und tiefer – und weil die Religion auf der Strecke bleibt, finden wir uns in einem spirituellen Nichts wieder. Wir sehnen uns nach einer Bedeutung wir schreien danach.Glauben sie mir, wir schreien! Wir glauben Ufos zu sehen, nehmen an spiritistischen Sitzungen teil, schlucken bewusstseinserweiternde Drogen all diese exzentrischen Ideen unter dem Deckmantel der Wissenschaft und doch schamlos irrational.

Dies sind die verzweifelten Rufe der modernen Seele, einsam und gequält, verkrüppelt durch ihre eigene Erleuchtung und ihre Unfähigkeit, Bedeutung in irgendetwas zu erkennen,das abseits von Technologie zu finden ist.

Wer ist dieser Gott der Wissenschaft? Was ist das für eine Gott der seinem Volk Macht anbietet, aber kein moralisches Rahmenwerk, das ihm sagt, wie diese Macht benutzt werden soll? Was ist das für ein Gott, der seinem Kind Feuer in die Hand drückt, ohne es zu warnen, dass es sich verbrennen kann? Die Sprache der Wissenschaft ist frei von Wegweisern: es gibt keine Abgrenzung von Gut und Böse.

Wissenschaftliche Bücher zeigen zeigen uns, wie an eine nukleare Reaktion in Gang setzt, doch es gibt kein Kapitel, in dem wir gefragt werden ob es eine gute oder eine schlecht Idee ist!

Sie behaupten ,die Kirche sei ignorant. Wer ist unwissender, frage ich? Der Mensch, der nicht weiß wie ein blitz zustande kommt, oder derjenige der die furchtbare Kraft des Blitzes nicht respektiert?

Autor: unbekannt

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Zeit ist Geld!

Es soll ja nicht immer gemotzt und gejammert werden und schon gar nicht wenn man in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Man hat sowieso kaum relevante Sorgen. Zumindest muss man nicht hungern, hat Kleidung am Leib und naja eine Waffe braucht man auch nicht als ständigen Begleiter.

Was stimmt ist, wir müssen uns alle verflucht anstrengen. Wenn wir schlecht in der Schule sind, na dann bekommen wir wohl auch eine schlechte ‚Beschäftigung‘ bzw. Erwerbsmöglichkeit, – weil wir wohl nicht so ganz die Qualität liefern die die Anderen verlangen oder die der Markt verlangt.

Aber moment mal, verdammt warum dieser Stress?

Ich komme mir vor wie eine Legehenne. Geboren um Eier zu legen und wenn ich das nicht mehr kann oder nicht mehr indem Masse wie gefordert und gewollt, nundenn dann fliege ich eben raus und darf mir etwas anderes suchen. Dann eben keine Eier mehr, dann gebe ich eben Milch. Und wenn alles nicht hilft, nundenn dann bin ich eben eine Arbeitskraft die Kunden betreut, Produkte gestaltet, wirbt und verkauft, oder ich arbeite als Teil eines Teams an einer neuen Struktur in einer x-beliebigen Legehalle, ehm, Firma!

Macht es einen Unterschied ob ich ein Huhn bin mit einem Gitter vor der Nase mit völlig desaströsen Körperbau, oder ein Mensch mit eingeschränkten Freiheiten durch den Zwang Geld verdienen zu müssen? Ich kann mir Freiheit nur erkaufen, ich kann mich freikaufen wenn ich viel arbeite und das Glück habe dafür ausreichende Entschädigung bzw. ‚Belohnung‘ zu bekommen.

Fakt ist wir arbeiten enorm viel. Wir leisten sehr viel. Arbeiten bis 67 hierzulande. Und anderswo ist es entweder schlimmer oder nicht viel besser. Der enorme Druck der mittlerweile nun schon vom Kindergarten und frühen Schulklassen an beginnt und sich immer weiter bis in die letzten Poren der Gesellschaft steigert, kann nicht Teil einer gesunden Entwicklung einer vernünftigen Gesellschaft sein.

Statt uns Zeit zu nehmen und das Leben zu genießen, die Momente bewußt zu verstehen, lassen wir uns zu einer Arbeitskraft abstempeln. Andere Menschen müssen, was ein Glück, nicht als Arbeiter ihr Leben fristen. Sie kaufen sich ein Haus/Auto nach dem anderen und essen, trinken, feiern teuer. Und wir können froh sein wenn wir auf Schuldenbergen ein einziges Haus bewohnen und besitzen dürfen. Ist das wahre Gerechtigkeit?

Die gesamte Gesellschaft ist mir zu leistungsorientiert. Sinn macht diese Orientierung nur in wenigen Bereichen der Gesellschaft. Etwa in verschiedenen Gebieten der Forschung und Medizin. Wie in wilden Zeiten kämpfen wir ums überleben und kämpfen um jeden Batzen Fleisch (=Geld/Bildung/Zeit). Wenn das für die Zukunft irgendwas sicher und auf Jahrtausende gesehen bringen soll, würde ich dies gerne mal genauer wissen.

Jeder Autokonzern möchte das die neusten Autos gekauft werden und soviele Menschen wie möglich eines kaufen, um zu expandieren. Würde aber jeder Mensch ein Auto fahren, wäre der Planet unbewohnbar! Wir gehen auf eine Welt zu die sich zu schnell pushed und die wirklich wichtigen Dinge, wie Kampf gegen Armut und Beseitung diverser Irrtümer (Rassismus usw.) in der Gesellschaft verlieren an Aufmerksamkeit, Bedeutung und letztlich an Wert (z.B. Nächstenliebe!)

Denkt daran, andere reiche Menschen müssen sich nicht täglich darum bemühen wie sie weiterkommen. Und das ist nicht immer mit ihren übermenschlichen Leistungen begründet. – Ist dies gerecht? Ist dies wahre Gerechtigkeit?

Nur weil es zu Lebzeiten immer so war, muss es nicht heißen das es immer so bleiben muss!

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Sinnvoll gedacht..

Jedes Leben hat ein anderes Feeling. Einige Menschen sind darin so stark versunken, sie spüren dieses Feeling entweder selten oder zu gering um verstehen zu können, was dies für sie selbst bedeutet.

Die Kommunikation besitzt dabei eine besondere Schlüsselfunktion. Denn zur Information gehört Kommunikation. Und Information bedeutet alles was wir je von der Welt wahrgenommen haben oder nicht wahrgenommen haben.

Wenn wir also etwas schlicht nicht wahr nehmen, findet es für uns nicht statt. Und aus dieser Realität besteht unser Alltag.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Bei lebendigen Leib möchte ich mir die Haut vom Leib ziehen.

Die Schande ist zu groß und widerlich.

Fast jede Nacht überkommt es mich,
und ich versuche mir das Fleisch von den Knochen zu reissen.

Mit bloßen Händen packe ich diese fette Fleisch,
und zerre bis zum größten Schmerz daran,
bis mich meine erbärmlichen Kräfte verlassen.

Ich erkenne am Ende meine Hilflosigkeit,
und finde mich nur noch in der Raserei wieder.

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Eingeordnet unter Lyrik?

Die Zähne fallen aus und die Haut zerplatzt

Wisst ihr ich habe Angst davor morgen den Leuten in der S-Bahn, Trambahn oder am Arbeitsplatz in die Augen zu sehen. In den letzten Monaten ist in mir ein Gefühl von Zerbrechlichkeit großgeworden. Ich spüre tiefe Furcht darüber wie dünnes Eis zu zerknacken wenn ich mit diesen Menschen zulange Kontakt halte. Ich fürchte das letzte in mir würde zerbrechen, wenn ich sie weiter derart beachte, derart vernünftig und freundlich umsorge und pflege.

Es ist eigenartig. Menschen können ein Segen sein. Menschen können aber auch einen Fluch darstellen. Und wenn ich morgen wieder am Tanz der Fachidiotie teilnehme, hoffe ich nicht zu stolpern und mir nichts zu zerbrechen. Ich besitze keinen Schutz. Ich habe keine dummen Verhaltensweisen. Ich war immer fair. Immer gerecht. Versuchte es jedem Recht zu machen. Aber jetzt merke ich, ich bin am Ende mit dieser Tour. Es gibt Momente, da möchte ich die schrecklichsten Menschen in meinem Alltag einfach aus meiner Wahrnehmung löschen. Sie nehmen mir die Lebensqualität mit ihren vergifteten Aussagen, mit ihren widerlichen Blicken, ihren Forderungen, ihrer Selbstverständlichkeit.

Viel zu empfindlich bin ich geboren worden. Viel zu leicht zu vernichten. Ich bin nicht geschaffen für Hallo, Mahlzeit und Schönen Abend noch. Ich hasse es Kaffee zu kochen, den Kopierer zu benutzen oder Telefonate entgegenzunehmen. Denn das bin nicht ich! Das ist die Gesellschaft. Das ist der Fremdkörper in meinem Leben der mich tief traumatisiert hat. Aber ich bin zäh, ich will leben, ich kann nicht einfach aufgeben. Es hämmert, es trümmert, aber ich lebe! Zäh lebe ich. Aber genießen kann ich kaum und immer weniger. Wofür lebe ich, wenn nur für die Arbeit? Ich bin kein Arbeiter. Warum will man mich zu einem machen? Warum fordert man von mir es auch zu wollen?

Ich bin traumatisiert vom fauligen Geruch der Menschheit, ich leide mit all den Toten die für Gerechtigkeit und Vernunft starben, ich zerbreche, blute, kotze und falle in tiefe Stachelschluchten immer und immer wieder… die Tage sind eine Qual, mir bleiben nur die Nächte voller zarter Träume, voller Umrisse, voller Schatten einer anderen Zeit. Ohnmächtig fern, schwer tolpatschig, zementiert im Gefühl peitsche ich meinen Kadaver durch ein unwürdiges Leben. Taub. Stumm. Blind.

Mir schwinden die Sinne, – ich muss krank sein, ich muss krank sein wenn ich keinen Gefallen daran finde zu arbeiten. Ich will ja, ich will ja, aber doch nicht sofort, ich muss doch noch klären was das Leben bedeutet, was die Liebe ist, ich muss doch wissen was die anderen Menschen denken.. Ich kann doch nicht jeden Tag angekettet in einem Büro kauern und Zettel fressen und widerliche Gespräche enträtseln!! Ich kann doch, aber ich will nicht, denn es macht mich widerlich, denn es macht mich ungerecht, es macht mich TOT!

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Eingeordnet unter Emotionales

#3 Dokumentation: Null Toleranz


Selbst unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel steht für das Prinzip Null Toleranz. Zumindest wenn es um das Thema Sicherheit der Bürger geht:

Erstaunlich welche Mittel eingesetzt werden um diese Sicherheit zu erzwingen. Es sind symbolische Mittel gegen Symptome einer kränkelnden Gesellschaft. Gesetze, Vorschriften, Kameras, Sicherheitspersonal über all das kann die jahrtausende alte Dummheit der Menschheit nur müde lächeln.

Auch diese Mittel der Mächtigen werden der Menschheit nicht helfen den Menschen zu verbessern. Im Gegenteil, er wird sich dadurch nur noch weiter verleugnen und hassen.

Der Mensch hat eine tiefe Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Er kämpft mit sich selbst, mit dem Wettbewerb unter Gleichen und vergisst was Leben bedeutet.

Zeit, Geld, Macht sind unwichtig im Vergleich zum Leben. Denn ohne Leben ist alles nichts. Wie können wir uns nur immer wieder derart verraten?

Krankheiten bekämpft man nicht anhand der Symptome, sondern anhand ihrer Ursache(n). Nur dadurch können langfristige Probleme wie die der Gewalt, Ausbeutung, Unterdrückung et cetera sinnvoll gelöst und beherrscht werden.

Wenn wir uns ablenken lassen durch unsere Berufe und unsere Bildung, werden wir weitere Jahrhunderte benötigen um herauszufinden was wir eigentlich sind.

„Glückliche Sklaven sind die ärgsten Feinde der Freiheit“

Wichtig ist das wir lernen sinnvoll zu kommunizieren. Ohne verbale Blähungen. Ohne kranke Vorurteile oder emotionale Monopole. Wichtig ist das wir lernen Freude darüber zu empfinden, über kleinste bis größte Probleme zu sprechen und sie sachlich zu diskutieren.

Wir sollten unsere Gesellschaft anhand unserer Probleme und Wahrheiten auslegen, nicht anhand von Idealen und Wunschvorstellungen. Wir sollten den Spiegel nicht mehr mit Seife einschmieren und erwarten er sei nun sauber, obwohl er dadurch wesentlich undurchsichtiger geworden ist.

Zum Thema ‚Innere Sicherheit‘ habe ich übrigens diesen Film gefunden:

UPDATE: GoogleVideo hat das Video gelöscht. Ihr könnt es alternativ bei Archive.org runterladen: http://www.archive.org/details/AufNummersicher

„Der Film zeigt durch eine geschickte Verknüpfung von dokumentarischen und fiktionalen Elementen die möglichen Auswirkungen von zunehmender Überwachung und abnehmendem Datenschutz.

Für mich bisher die intensivste Darstellung dieser besorgniserregenden Entwicklungen, und deshalb besonders empfehlenswert für normale Bürger, die sich der Bedrohungen noch gar nicht so bewusst sind.“

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Filmempfehlungen, Gesellschaft

Absatz 3 – Warum sind wir eigentlich so unglücklich?

Als ich heute morgen in der Trambahn sass, fiel mir ein, ich könnte doch mal eben nach einem glücklichen, lachenden Gesicht suchen. Und wisst ihr was?

Ich hab keins gefunden. Das brachte mich zu einer weiteren Folgerung. Warum verdammt nochmal schauen die Leute alle so elendig drein? Einige schauten als würden sie gleich gehängt, Andere sahen aus als hätten sie Bleichmittel oder irgendwas anderes giftiges am Morgen gefuttert und hätten übliche tödlich verlaufende Schmerzen im Magen. Ich wurde plötzlich todunglücklich, ich dachte ich sei in der Hölle gelandet. Schließlich suchte ich ja nach etwas ermunterndes und nicht nach dem Gegenteil, ich hatte ja gleich im Büro zu sitzen und mich mit Fremden auseinanderzusetzen, wie viele täglich von Euch auch.

Es war einfach erschreckend, überraschend und ernüchternd zu sehen wie diese Mitbürger, wie man sie hie und da nennt, – durch die Gegendtaumeln. Natürlich können sie sprechen und wahrscheinlich waren die meisten in Gedanken versunken, haben darüber nachgedacht was alles passieren könnte an diesem Arbeitstag, oder was sie vergessen haben, oder ob sie am Freitag sich mit Drogen abschiessen, oder oder.. Es gab ja viele Möglichkeiten warum diese Menschen alle so taub, so puppenhaft, so unterkühlt und grausig aussahen. Und ich zeigte Verständnis dafür, weil ich wußte, ich ziehe seit Jahren ein ähnliches Gesicht.

Wisst ihr mich erinnerten diese Szenen heute vorallem an einen alten Stummfilm. Er heißt Metropolis. Es ist wohl eine arge Darstellung. Der Mensch wirft sich an die Maschine, solange bis er stirbt. Der Mensch als Material, also Nutztier. Und naja, alles sehr extrem und unvorstellbar natürlich. Aber ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, im Ansatz ähnliche Abläufe zu erleben wie sie in diesem Film dargestellt wurden.

Nun erinnere ich mich an Martin Luther King. Was hat er mal gesagt? Ja, richtig:

Wir werden niemals Frieden in der Welt haben, bevor die Menschen überall anerkennen, daß Mittel und Zweck nicht voneinander zu trennen sind; denn die Mittel verkörpern das Ideal im Werden, das Ziel im Entstehen, und schließlich kann man gute Zwecke nicht durch böse Mittel erreichen, weil die Mittel den Samen und der Zweck den Baum darstellen.

Wir werden niemals mit bösen Mitteln gute Zwecke erreichen. Diese christliche Definition von gut und böse, muss ich ersteinmal versuchen zu entkleiden. Es sind doch recht straffe und alte Worthülsen, zwar mit Kern aber verwirrend.

Wenn ich heute, und morgen sicher wieder, soviele unglückliche Menschen auf dem Weg zur arbeit sehe, – könnte ich mir doch sagen das sie den Menschen in dem Film Metropolis ziemlich ähneln. Es würde mir ein Indiz dafür sein, das wir als Gesellschaft, geführt von Wirtschaft und Politik et cetera zu falschen Mitteln greifen um ein gewisses Ziel zu erreichen.

Warum sind wir so in Hetze, so unter Druck? Weil Andere es befehlen, weil die Gesellschaft dazu zwingt. Sie hat sich etwas auferlegt. Es ist nicht nur das Grundgesetz, es ist auch der Anspruch Ideale möglichst schnell zu erreichen, möglichst noch im eigenen Leben. Dabei sind Ideale ja nie zum erleben da gewesen.

Nun, wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, dann hat Martin Luther King wohl deshalb so Erfolg gehabt, weil er in unheimlicher Klarheit gesprochen hat, was andere ahnten, dachten oder sogar wußten.

Wählen wir also wirklich die falschen Wege, die falschen Mittel um unser Glück zu erreichen? Ist es nicht so das wir praktisch heute schon sagen können das wir morgen wieder Krieg haben werden? Ist es nicht so?

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Eingeordnet unter Emotionales, Gesellschaft