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Die hässliche Fratze der Gesellschaft

Jeden Tag kotzt mir die hässliche Fratze der Gesellschaft mit ihren beschränkten selbstgefälligen verblendeten Idealen ins Gesicht. Sie schreit mich an, sie brüllt mir ins ängstliche Gesicht ich soll mich nicht so anstellen und verdammt nochmal Kohle ranschaffen. Ich bin nichts wert für diese alleszerfressende vernichtende schlachtende Maschinerie wenn ich ausschlafe, mit dem zufrieden bin was ich habe und was ich bin! Ich habe mich zu quälen und illusorischen Vorstellungen nachzurennen, ich muss mich daran aufgeilen wieviel ich im Monat verdiene, muss mich mit frustrierten Arschlöchern mit Minderwertigkeitskomplexen rumschlagen um ein „wertvoller“ Teil für diese Gesellschaft kurz vorm Abgrund zu sein!

Mein Leben ist nur dann erfüllt wenn ich mich mit monotonen Arbeitsprozessen nur für die Profite gegen die Konkurrenz und für die Ausbeutung, Verarschung von Kundschaft und Umwelt voller Selbstverleugnung die Perfektion des Asozialen vorantreibe! Ich bin nur dann etwas für diese Gesellschaft wert, wenn ich sie nicht hinterfrage, wenn ich sie annehme als wäre sie von Gott so und nicht anders vordiktiert worden, ich soll arbeiten, ich soll die Befehle annehmen und nur widersprechen wenn es die Profite, Rentabilität und die Motivation der Arbeiter und des Konzernes steigert. Meine Kreativität ist nur gefragt wenn es mich und meine Kollegen reicher macht, wenn wir uns davon völlig sinnlosen überteuerten Scheiß kaufen können. Konsumgeilheit ist wichtig wir brauchen Idioten die die Scheiße kaufen die tagtäglich in rauen Mengen produziert werden.

Meine Zweifel sind naive trottelige kindische Konstrukte die völlig haltlos sind, in Wahrheit habe ich Angst zu arbeiten, ich habe Angst das meine Leistung nicht reicht! Es ist überhaupt nichts daran das man mir seit der Kindheit eingeredet hat, ich sei wertlos und hätte mich anzustrengen um ein bisschen mehr wert zu sein als Scheiße! Es stimmt nicht das selbst Minister von Selbstzweifel zerfressen werden und glauben sie seien nicht gut genug für den Job den sie machen! Alles nur spastische Hirngespinnste, nur wer arbeitet ist frei und wer nicht arbeitet bleibt ein Nichts und wird immer ein Versager bleiben den alle treten, bespucken dürfen die Grundrechte gelten für solche Taugenichtse nicht! Dafür wurde nicht eine Industrienation aufgebaut, diese Nation soll nur für Menschen stehen die diesen Planeten mit ihrer herrlich-kranken perfekten Disharmonie verschandeln und vernichten wollen!

Ich bin der Idiot, ich habe mich nun endlich hinzusetzen, jede Woche, jeden Tag, Bewerbungen zu schreiben. Ich soll mich zu den Diktatoren hinter den Schreibtischen sitzen und darum betteln an den Schlachten in den Bürogebäuden teilzunehmen. Ich soll sagen ich will, ich kann, ich sollte, nehmen Sie mich bevor ich wertloses Stück unter der Brücke an meinem Erbrochenen ersticke! Ohne diesen Job bin ich nichts, ich brauche ihn, ich will mich daran klammern als wäre es mein Leben! So wollt ihr es doch! Ich soll dankbar sein eine miese langweilige stressige Tätigkeit in einer Firma zu bekommen, die auf Grundrechte scheißt und Profitmaximierung als einziges ernsthaftes Ziel anstrebt.

Man verlangt von mir und Millionen anderen Menschen das ich nach ihren Plänen und Maschinen wie eine Maschine funktioniere und nur dann Menschlichkeit aufkommen lasse wenn ich den Kunden damit Geld aus der Tasche leihern kann oder insgeheim eigene Vorteile unter den Kollegen rausschlagen kann! Diese Gesellschaft funktioniert nur mit Habgier, wer nicht habgierig ist geht unter und wird von den gierigen wildgewordenen Menschenaffen erniedrigt soweit es nur geht! Diese Gesellschaft soll ich mit meiner Arbeitskraft, mit meiner Lebenszeit unterstützen, ich habe zu marschieren, deren Lieder zu singen und das Nest nicht zu beschmutzen!

Ich bin das Problem wenn ich mit den Millionen Tieren mitfühle die täglich weltweit geschlachtet werden. Diese Tiere werden geschlachtet für Menschen die zu fett und dekadent sind, als dass sie sich für die Menschen interessieren die täglich zu tausenden ein paar Kilometer weiter verhungern! Ich bin das Problem wenn ich sehe wie die Menschen vor lauter Gier die größten Monster und Wracks werden nur um ein bisschen wie ein Star zu sein, nur um ein bisschen Besonders zu sein, nur um ein bisschen Aufmerksamkeit zu erhaschen für ihr trauriges irres Leben! Auch wenn alles innerhalb von Tagen völlig umsonst war!

Die Zivilisation terrorisiert sich seit zahllosen Jahrhunderten und in diesem Jahrhundert ist es nicht anders. Ich bin ein Opfer und soll wie andere gleichzeitig auch ein Täter sein. Ich soll diesen Planeten, die Tiere und Mitmenschen für mein täglich Brot vergewaltigen, zusammentreten und weitgehend ignorieren, nur damit ich eine Existenzberechtigung und entsprechenden Lohn habe!

Dies ist eine kranke kalte Gesellschaft die ihre Kinder ständig dazu zwingt sich selbst und andere Menschen zu hassen, weil sich keiner für gut genug oder vollständig hält! Die Medien und Politiker schreien ständig nach Reformen, Veränderungen, prangern Probleme von einzelnen Teilaspekten an und begreifen letztlich nicht wie schlimm und tief die Probleme tatsächlich sitzen, wo die tatsächlichen Ursachen liegen. Sie wollen Killerspiele und Waffen verbieten und erwarten das dies für ihre Interessen völlig genügt, vergessen aber die Strukturen der Gesellschaft zu verändern, die die Amokläufer, die offensichtlichen Wahnsinnigen und Irren in Wahrheit kontinuierlich hervorbringt.

Wir müssten unser gesamtes Denken verändern, unser Bewusstsein weiterentwickeln um die Quelle der Probleme zu erkennen und endlich das richtige zutun. Solange aber ständig darum gekämpft wird Menschen wie mich und andere Neulinge in dieser Welt dazu zu erziehen, zu ködern, zu locken, zu zwingen einen Job zu erfüllen den sie nicht leiden können, der keinen echten sinnvollen konstruktiven Wert hat, der sehr viele Menschen sich selbst eingeschlossen glücklich macht, wird das Leben weiterhin für Millionen Menschen eine Qual sein, eine Hetzerei, ein Pfad des Schmerzes und Leidens. Nur wenige Menschen haben soviele Privilegien, haben so eine starke reiche Familie, die das niemals erleben werden, die empfinden ihr Leben als unbegrenzt schön und frei.

Die große Masse hingegen hat das so zu erleben wie ich es ertragen muss. Ist das alles was wir vom Leben erwarten? Schmerz für Geld? Ich habe es so satt. Das ist nicht das Leben was ich Jahrzehnte leben will.

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Eingeordnet unter Emotionales

Neuer Job – Neue Hölle

Heute trete ich also eine neue Stelle an.
Es gibt kein Zurück, nur ein dreckiges Vorwärts, Vorwärts!
Ich habe ein sehr flaues Gefühl, ich fühle mich grässlich und absolut kaputt.
Ich will dort nicht sein, aber ich brauche das Geld.
Wie eine kleine Hure brauch ich die Scheine, um mein lausiges Leben führen zu können.
Aber ich kenne dieses Gefühl, ich habe schon oft Dinge getan die ich normalerweise nicht tun würde.
Ich bin abhängig. Ich kann nicht das tun was ich will, weil es zu teuer ist. Wie soll ich sonst überleben?
Ich muss diesen Job machen, meine Zeit damit verbrennen, einen Teil meines Lebens verschenken.
Mit dieser Haltung und diesen Gefühlen stehe ich allein da. Ich darf Nichts davon Preis geben.
Offiziell muss ich wollen und können. Ich muss funktionieren, sonst werde ich schnell ausgetauscht.
Und wenn ich den Job hinschmeisse, bin ich noch schneller am Ende. Denn weniger Geld, bedeutet weniger Freiheit.

Ich kann mir einreden das der Job okay sein wird, oder das ich einfach viel zu sehr vom Paradies träume und das ich endlich aufwachen soll. Aber der Schmerz wird immer da sein. Ich werde leiden, jede Minute leiden. Und trotzdem muss ich dabei lächeln, als ob es schon immer mein größter Traum gewesen ist, so einen Müll zu machen.

Wie allein und leer ich mich mit diesen Gedanken fühle. Das wird kein guter Start in diesen Job. Ich muss ein geborener Versager in dieser Leistungsgesellschaft sein. Ich muss wohl verlieren um sterben zu können.

Update:

Ja, den Tag habe ich überlebt. Welch grosse Überraschung.

Ich weiss das ich einer von Vielen bin. Ich habe es heute jede Minute schmerzlich gespürt.

Ich habe die Sekunden gezählt, die Augenblicke und Momente, – wollte aus dem Fenster springen, schreiend durch den Haupteingang nach draussen rennen und mich aus der Toilette in irgendeine andere Zeit katapultieren. Aber ich blieb sitzen und hörte bzw. sah mir an, wie man in dieser Firma den Alltag bestreitet. Nach 2 Stunden war mir richtig hässlich langweilig. Ich hatte das Gefühl von innen aufgefressen zu werden. Ich trank sehr viel Wasser um dieses Gefühl loszuwerden. Aber es half nichts.

Die Langeweile ist das Schlimmste. Wie festgenagelt musste ich auf meinem Sitz bleiben, freundlich nicken, Ruhe und Zufriedenheit ausstrahlen, damit ich diesen armen Menschen keine Grund für Skepsis gebe. Ich weiss nicht wie die anderen Menschen das aushalten. Vermutlich lieben sie es, wie eine Maschine zu leben. 9 Stunden in einem Grau in Grau Großraumbüro zu sitzen, ein paar Sachen ein zu tippen, mit Leuten zu reden, denen sie nichtmal in die Augen geschaut haben. Widerlicher moderner Lebensstil.

Ich kann nicht einer banalen Tätigkeit nachgehen nur um Geld zu verdienen. Mich widert es geradezu an, in dieser Form Erfolg provozieren zu müssen. Ich will scheitern. Sollen die Strebsamen, Fleissigen und Gehorsamen mich für einen Versager und für einen Ungehorsamen halten. Ich will nicht Erfolg haben damit es mir oder der Firma besser geht, ich will nur mehr Ruhe im Leben haben und dafür sorgen das es weniger Leid auf der Welt gibt. Aber das ist offenbar zuviel verlangt. Stattdessen wird es mir leicht gemacht, ein Fachidioten-Arschloch zu sein, das nur auf Autos, Partys und Barbies steht.

Man möchte mich zu einem traumlosen, Krawattenzombie heranzüchten, der nicht wagt die eigene Schönheit zu erkennen oder die Macht Einzelner zu hinterfragen. Entweder drehe ich durch beim Versuch dagegen anzukämpfen oder ich werde wie ihr alle sein..

Update²:

Ich bin dort nicht nochmal hingegangen. Job geschmissen. Alle haben mich beschimpft. Aber ich habe das Richtige für mich getan. Auch wenn es mich wieder zum Verlierer macht.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Bei lebendigen Leib möchte ich mir die Haut vom Leib ziehen.

Die Schande ist zu groß und widerlich.

Fast jede Nacht überkommt es mich,
und ich versuche mir das Fleisch von den Knochen zu reissen.

Mit bloßen Händen packe ich diese fette Fleisch,
und zerre bis zum größten Schmerz daran,
bis mich meine erbärmlichen Kräfte verlassen.

Ich erkenne am Ende meine Hilflosigkeit,
und finde mich nur noch in der Raserei wieder.

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Eingeordnet unter Lyrik?

Drang

Alles was existiert ist das Jetzt und die Erinnerung an ein älteres Jetzt. Der dumme Wunsch das aktuelle Jetzt für ein späteres Jetzt zu opfern hat uns zu Kriegen und Wahnsinn geführt.

Gefangen im Corpus der aktuellen Menschheit erfährt jeder von uns den Zwang der Blutbahnen, Krankheiten und Wirrstände.

Fälschliche Reaktionen treiben die Ketten tiefer ins Fleisch. Zähne beissen auf Stahl, brechen und splittern unter dem Druck der Sucht zusammen.

Eine Wüste voller stinkender Kadaver liegt vor mir. Bis zum Horizont liegt das Blut knietief zwischen den Gedärmen, Hälsen, Armen und Gebeinen. Verdrehte Augen starren mich an und ich stampfe durch das sickernde Meer.

Umhüllt vom Nichts. Sanfte Herzschläge, immer einmal weniger.

Forderung eines Fremden. Er zieht an den Ketten. Brüllt chaotisch starr, lässt Sinne erkalten. Ich verliere den Bezug und zerstöre meine Sucht. Zerborsten kotzt mein Ich die letzten Staubfetzen aus dem hitzigen Leib. Schusswaffen am Auge, am Ohr, im Genick, am Herzen, an den Händen..

Salz unendliches Salz. Es fällt vom Himmel und macht alles blind. Es schneit in die Massen. Stille und Tabu.

Meine Ruhe, meine Ruhe, meine Ruhe! Meine Hände sind verschwunden! Aber ich fühle sie noch! Wo ist mein Gesicht? Wo bleibt meine Welt? Warum spricht niemand? Chaot! Lichtblitze im Tag. Schmerz. Blut. Krächzen, fauchen ohne Quelle.

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Eingeordnet unter Emotionales