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Intelligenz im Dienste des Wahnsinn

Ich bin ein Nichts und werde immer Nichts bleiben, genau wie alle anderen Menschen auch. Ich habe keine neuen Botschaften, keine neuen Erkenntnisse. Alles notwendige ist in Millionen von Variationen gesagt und geschrieben worden. Es ist traurigerweise völlig klar was los ist und doch oder gerade deshalb bleibt es so wie es ist.

Ich würde am liebsten den Selbstbetrug von Millionen Menschen aussperren, mich Jahrzehnte in meiner Wohnung vergraben auch wenn es hoffnungslos ist damit irgendetwas zu verändern. Immerhin müßte ich dann nicht für einen Job heucheln, lügen, betrügen, ignorieren um dann wenn ich den Job habe, das Ganze nochmal, täglich und systematisch unter Bezahlung zu machen.

Ich müsste mir keinen Wecker stellen, ich müsste mein Leben nicht in Zeiteinheiten spalten, wie gehetzt durch die Strassen geistern, Angst vor dem Chef haben oder vor den Kollegen, vor ihren traurigen verkrüpelten Vorstellungen und Idealen wie die Menschen zu sein haben. Es wäre eine unheimliche Erleichterung für mich, nicht mehr gegen all diese Menschen zu kämpfen, ihre schlauen blöden Thesen zu widerlegen, zu ignorieren oder zu befolgen.

Ich müsste keine Angst davor haben meinen Job zu verlieren und bräuchte auch nicht mit oberflächlichen Anbiederungsversuchen um flache Anerkennung  betteln. Tja, ich könnte mich wunderbar zurückziehen und einschliessen, den Wahnsinn ziehen lassen bis er sich selbst vernichtet. Aber leider funktioniert das nicht weil ich dieser Wahnsinn bin! Ich bin vollfunktionstüchtig, wurde früh ausgebildet und jahrelang vorbereitet.

Ja, ich könnte wie alle anderen Menschen irgendwelchen Illusionen glauben, daraus neue Spekulationen und Illusionen entwickeln, die ich weiteren Menschen aufzwinge, besonders jenen die kaum Lebenserfahrung aufweisen können oder einfach verunsichert sind. Und dann spiele ich mich zu einem Experten, Wissenschaftler, Leiter, Chef auf und halte das für die logische natürliche Konsequenz. Diejenigen die meine Ordnung hinterfragen könnte ich erschlagen und bestrafen. Ich bin das Maß, die Ordnung, die Einheit, das Glück und die Herrlichkeit der alle verfallen sind, je nach ihren individuellen charakterlichen genetischen Vorstellungen.

Aber ich will es nicht mehr sein, ich will das nicht mehr mitmachen, ich habe erkannt dass das alles Bullshit ist! Es ist so flach wie eine Plattform, so absolut unbedeutend absurd und dennoch auf brutale Weise Realität nahezu aller Menschen die diesen Wahnsinn in sich tragen, nähren und verbreiten.

In Wahrheit brauche ich mich gar nicht einsperren, ich bin längst eingesperrt! Schon seit frühester Kindheit bin ich in einem dunklen Verlies. Und in diesem Verlies hängen Poster vom Kapitalismus, Kommunismus, Satanismus, Christentum, Black Metal Bands, irgendwelchen Horrorfilmen und Parolen wie: Arbeit macht frei! Nur wer wagt gewinnt! Jeder ist seines Glückes Schmied! Nur wer arbeitet darf auch essen!

Jahrelang wollte ich es nicht begreifen, nicht wahrhaben. Ich aß Fast Food, wollte Barbie ficken, reich, beliebt und unsterblich werden! Und als meine Illusionen zusammenbrachen, als ich merkte das hunderttausende Menschen ähnlichen Mist glauben und verfolgen, glaubte ich, ich würde wahnsinnig werden, dabei war ich längst der personifizierte Wahnsinn. Tja, da merkte ich dass das alles nur Lügen waren, getarnt als Wahrheiten und edle Lebenswege um  schmutzige, verlogene, selbstherrliche Systeme voranzutreiben und irgendwelche Idioten verdienen sich damit permanent eine golde Nase, können dadurch große Hebel ziehen und über das Leben anderer Menschen bestimmen.

Du darfst ein fleissiger Arbeiter sein, mehr ist nicht drin für Dich. Dein Leben besteht nur aus Zahlen, Forderungen, Idealen. Du lebst ein Leben das nicht in der Gegenwart stattfindet. Es geht nur um das morgen und das übermorgen. Wer mehr verdient ist glücklicher nicht wahr? So läuft das doch. So sagt man es uns. Und wer kritisiert und seine Gefühle noch nicht völlig ignoriert, wird plattgemacht weil er dem Wahnsinn nicht dienlich ist. Das ist nunmal der Preis unvollständiger Gedankengänge. Entweder man macht mit oder man geht zugrunde. Deshalb muss ich wieder Bewerbungen schreiben.

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Leben als Alptraum

Ich glaube nicht das es einen Job gibt der zu mir passt. Dafür sind die Branchen und das dahinterstehende System viel zu starr. Ich denke viele Menschen sehen das ähnlich wie ich. Sie zwängen sich in Korsetts, die sie Beruf nennen und arbeiten darin nach ihrer Ausbildung jahrelang, machen Fortbildungen, ärgern sich mit Kunden und Kollegen herum, kämpfen sich durch den Berufsverkehr und verdienen sich damit ihren Lebensunterhalt.

Wenn ich an so einen Alltag denke, dann empfinde ich eine gigantische Leere. Eine Leere die mich ohnmächtig macht. Ich will mein Leben nicht verplanen, ich will es nicht strukturieren oder festlegen. Mir ist es seit einiger Zeit auch gelungen so zu leben. Viele sagten mir das aus mir nichts wird wenn ich so weiter mache. Dabei empfand ich nach einiger Zeit endlich mal soetwas wie ein Gefühl von Ruhe, nur eine Nuance davon. Und ich war sehr ausgeglichen. Wirklich, es macht richtig Spaß sich nicht in Korsetts zu zwängen und einfach nur zu Sein.

Soetwas funktioniert aber leider nicht lange. Die Menschen erwarten von mir und sagen mir, ich habe wie sie zu arbeiten. Sie sagen: Ich muss mir mein Brot verdienen, ich muss mich engagieren, sonst gehe ich zugrunde, sonst zerstöre ich mein Leben und das Leben derer die mich lieben. Und es heißt das jede Woche die ich nicht arbeite, ein Verlust ist den ich nie wieder gutmachen kann. Dabei empfinde ich das gar nicht als großartigen Verlust. Meine Lebensqualität ist ohne diese Treiberei durch Büros, Lärm und strukturiertem Chaos sogar gestiegen. Ich kann endlich ausschlafen, kann lesen, schreiben, denken und zu mir selbst finden. Wenn das liebe Geld nicht wäre, könnte es durchaus immer so weiter gehen.

Sobald mein Konto dahingeschmolzen ist, bin ich gezwungen arbeiten zu gehen. Ich habe mir also zu überlegen welche Branche, welche Firma, welche Tätigkeit für mich und die anderen Menschen eine Bereicherung darstellt und genug Geld abwirft. Ich habe in den letzten Monaten immer wieder Recherchen durchgeführt. Es war ermüdend, entnervend, ein absolutes Desaster! Unerträglich was der hochgejubelte heilige Markt mir bietet! Das Resultat ist, ich habe kein Resultat! Ich habe nur eine riesige Perspektivlosigkeit. Ich kann mich verkaufen wie all die anderen, mich in Korsetts zwängen und hoffen, dass mir das reicht und ich nicht wahnsinnig werde. Es hat ja einige Jahre geklappt, oder sagen wir, ich habe es einige Jahre gemacht und irgendwie überlebt. Also ist es nicht so schlimm oder? Was stelle ich mich so an? Viele Millionen machen das doch seit vielen Jahrzehnten und die Verhältnisse waren nie so gut wie heute. Jeder kriegt einen Haufen Geld und damit kann er sich ein Stück Freiheit kaufen, was will ich denn noch?!

Ich frage mich wieso ich mir Freiheit erkaufen muss? Ich empfinde mich eigentlich als frei, erst wenn ich an die Schule oder Arbeit denke, fühle ich wie sich die Schlingen um meinen Hals, meine Arme und Beine schlängeln und festschnüren bis ich kaum mehr atmen kann! Für mich gibt es keinen idealen Job, es gibt nichtmal einen Job den ich ertragen kann! Weil mich alles versklavt und zur Hure macht, es geht nur um das Geld, es hat keinen höheren Sinn oder höheren Wert zu arbeiten. Klar es geht um das Überleben aber nicht viel mehr! Was ist das dann für ein Leben? Arbeiten um zu Überleben? Arbeiten um sich ein Stückchen Freiheit namens Feierabend zu erkämpfen? Arbeit wofür? Das Land versinkt im sinnlosen Überfluss voller Dinge die die Leute verblenden und isolieren. Ein paar Kilometer verhungern andere Leute weil sie nichtmal das Nötigste haben und solche wie ich helfen ihnen nicht, weil eigene quälende Sorgen plagen. Wer bin ich? Warum fühle ich mich so wertlos? Warum soll ich immer kämpfen? Was muss ich tun um vorwärts zu kommen? Warum ist das Leben eine ständige Hetzjagd? Was hat man mit mir nur gemacht?

Eine echte Ruhe, eine echte Freiheit werde ich mit Job wohlkaum finden. Irgendwie erhoffe ich mir doch noch irgendetwas zu finden, was mich und andere erfüllen könnte. Vielleicht auf ehrenamtlicher Basis, aber wovon soll ich dann leben? Ich bin selbst schuld, ich hätte erahnen müssen wohin mich das alles hinbringt. Die Menschen sind gnadenlos mit jenen die nicht mitziehen, mit jenen die zweifeln und stören. Sie haben Recht, schlagt mich tot und jeder ist zufrieden! Was soll dieses jämmerliche Gewinsel?! Mein Leben ist nur ein Hauch im Wind, was solls, ich klammere mich nicht daran. Ich lasse mich nur nicht gern ausbeuten und dennoch fühl ich mich als hätte ich es mein ganzes Leben lang zugelassen! Ich fühle mich elend, ausgepeitscht und traumatisiert von einem anonymen Feind, einem kosmischen Gespenst was mich in die tiefsten Tiefen meines Selbst verfolgt und verängstigt hat. Es gibt in meiner Welt keinen Retter. Ich glaube auch nicht in Eurer. Wir alle leben mit unseren Dämonen und das hat unsere Welt geschaffen in der wir alle leben. Eigenartig. Wo soll das alles nur hinführen? Was soll ich tun? Was sollen wir tun? Das jetzt ist doch nicht der Weg?!

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Die Grundrechte und die jetzige Realität

Glasklar steht es geschrieben. Die Würde des Menschen ist unantastbar, alle Menschen sind gleich und gleichberechtigt, niemand darf benachteiligt oder bevorzugt werden, jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Vergleicht es mit Eurer Realität, mit Euren Erfahrungen. Wieviel ist davon wirklich Realität? Seit dem 23. Mai 1949 gibt es diese Grundrechte, sie sind das gesetzliche Fundament dieses Landes, doch wieviel wird davon gelebt?

Wieviel Freiheit und Harmonie steckt in unserem Leben? Ich habe jetzt einige Jahre gelebt und ich fühle mich ängstlich, gespalten und gehetzt. Es ging immer nur darum Leistung zu erbringen, nicht zu kurz zukommen, mit den Arsch an die Wand zu kommen. In meinem Leben ging es darum diese Grundrechte, die mir vom Gesetz her eigentlich seit vielen Jahrzehnten von Geburt an zustehen, zu erarbeiten. Natürlich wurde ich nicht geschlagen, gefoltert oder anderwertig im groben Sinne, wie man es vielleicht aus Entwicklungsländern kennt.

Vielmehr besteht die Qual darin, dass ich in Konkurrenz mit meinen Mitmenschen zu leben habe. Es gibt einen permanenten Wettbewerb um Noten, Jobs, Produkte, Märkte, usw. Selbst wenn man einen Job hat ist rein gar nichts besser als ohne Job. Denn ein Job ist nicht von Dauer, für diesen muss man täglich kämpfen und unter Beweis stellen das man ihn verdient hat. Man muss sich einsetzen und einbringen wie es nur geht, damit man eine Existenzberechtigung im Unternehmen hat.

Es gibt Stress, man hat Schweiß auf der Stirn, Herzrasen, muss sich anschreien lassen, sich blöde Bemerkungen gefallen lassen, Überstunden schieben, montone Arbeit verrichten, darf sich nur auf Genehmigung frei nehmen, hat sich auf seinen Arsch zu setzen, brav die öden Prozesse für Profite durchzukauen bis der Zeiger auf der Uhr die Pause oder den Feierabend anzeigt. Ist das der Weg zur Freiheit? Ist das ein Vorgeschmack auf die bevorstehende Freiheit? Ist die Pleite von General Motors, Opel, Karstadt, die Pleite der Banken, die Finanz- und Systemkrise ein Vorgeschmack der Freiheit? Ist das die Harmonie nach der wir uns alle sehnen?

Wir Deutsche sind alle so unheimlich fleissig, wir gehen früh zu Bett, damit wir pünktlich aufstehen und zur Arbeit marschieren können. Einer Arbeit die in der Regel nicht das ist ,was wir uns von unserem Leben erhofft hatten. Wir haben uns unterzuordnen, gegenüber den Kollegen, dem Chef, dem Markt, Aktionären, wen auch immer. Jedenfalls sind immer die anderen Schuld, immer die anderen Menschen sorgen dafür, das man in einer verdammt miesen Position ist, durchhalten und ausharren muss. Vielleicht gehört man zu den wenigen die einen angenehmen Job haben, und sich die Zeit mit lausigen Hobbys vertreiben, die noch nie etwas von den Hungertoten in der Welt gehört haben usw. Aber diese Menschen werden immer seltener, die sich mit dieser lausigen systematischen Interpretation glücklich schätzen.

Viele Menschen sind krank, fühlen sich unausgeglichen, sie trinken, essen, rauchen zuviel, lassen sich auf Menschen ein die noch schlechter dran sind, werden von ihnen verarscht und ausgenutzt. Es gibt Konlifkte, Gewalt, viele Probleme die nicht offensichtlich sind, kaum geäußert werden. Alles logische Folgen einer Gesellschaft die aus Rentabilitätsgründen keine Zeit mehr hat sich um ihre wesentlichen Probleme zu kümmern. Zeit ist Geld, Nachfragen auch. Daher beschäftigen sich die Menschen lieber mit etwas wofür sie bezahlt werden. Und wofür werden wir bezahlt? Fürs arbeiten! Und diese Arbeit muss nichtmal irgendeinen Wert oder Sinn haben,  hauptsache es wirft Geld für den Konzern und für die Arbeiter ab. Das ist das Prinzip wonach alle leben und streben, als hätte es Gott persönlich in unsere Köpfe gebrannt! Dabei waren wir das, wir haben uns selbst zu Soldaten des Kapitals, zu gierigen Feinden gemacht.

Nicht nur das man sich selbst und einen Großteil der Gesellschaft ignoriert, wenn man einen 0815-Job in der Industrie macht, man treibt die Zerstörung der Welt und die Spaltung, Verwirrung und Ignoranz der Menschheit in neue Höhen. Es geht Lebenszeit drauf, Zeit die unbezahlbar ist, jede Sekunde kann das Leben vorbei sein, es platzt eine Ader im Gehirn und schon wars das.

Ich frage mich warum wir Menschen Geld für Lebensraum bezahlen müssen. Wenn sich zwei Menschen lieben und sie sex miteinander haben, dann doch wohl um ihre große Zuneigung zueinander auszudrücken, Liebe und Sex  ist eine Bejahung des Lebens. Sex führt ohne Kondom gerne zu Nachwuchs und dieser braucht Lebensraum, ab seiner Geburt sollte dieser Lebensraum genauso ein Grundrecht sein wie auch seine Würde. Dennoch ist es seit ich denken kann so, dass die meisten Menschen jeden Monat ein Drittel und sogar noch mehr für ihre Wohnung ausgeben.

Die Wohnung ist ihr Lebensraum, ihr Zuhause, ein persönlicher Anker in der Gesellschaft. Warum müssen die Menschen für ihren Lebensraum bezahlen? Warum müssen sie soviel bezahlen, dass sie ihn kaum genießen können und stattdessen, um ihn überhaupt zu haben, den halben Tag mit Geld verdienen verbringen? Das ist doch irgendwie komisch oder nicht? Eigentlich müsste ich ja noch viel mehr komische Fragen stellen. Wie ist es denn mit Nahrung?

Hat nicht jeder Mensch ein Recht auf gesunde vielseitige Ernährung? Ich verstehe das es etwas kosten muss Bananen aus Brasilien zu kaufen, wegen der Bauern, dem Transport und all das. Warum gibt man den beteiligten Menschen, die andere Menschen quasi Essen geben, nicht einfach besonders viel Geld? Wieso geht es den Bauern die Bananen anbauen so schlecht, obwohl sie so tolle Arbeit leisten? Warum sind Filmstars, Popstars, Sportler mit Millionengehältern gesegnet, wärend Menschen die andere Menschen ernähren oder ihnen und anderen Lebewesen in sozialen Berufen helfen, besonders wenig Geld bekommen? Hier gibt es doch eine erstaunlich disharmonische Entwicklung.

Menschen die Gutes tun werden bestraft indem sie weniger Geld bekommen als Menschen die zweifelhafte Leistungen für die Gesellschaft erbringen. Wieso kann man es nicht ändern? Wieso kriegen viele Menschen nie genug vom Geld? Scheint als wollen sie ein inneres Schwarzes Loch stopfen, welches ich gut kenne, was viele gut kennen müssten. Ich muss auf etwas zusprechen kommen was ich früher schon einmal erwähnt habe. Wir glauben nämlich durch unser Denken und unsere Erziehung, wir seien nicht vollständig, was ein irrer Irrtum ist. Wir alle haben von Geburt an alles was wir im Leben brauchen um glücklich zu sein. Des Menschen Unglück ist nur dadurch möglich, weil er nicht weiß das er glücklich ist.

Wir haben Grundrechte, wir wissen das wir nicht perfekt sind und auch niemals perfekt sein werden, genausowenig wie alles andere was jemals auf dieser Erde war und jemals sein wird. In ein paar Milliarden Jahren explodiert die Sonne und wenn wir Menschen gestorben oder ausgerottet sind, was ist dann noch übrig von unserem Konkurrenzkampf? Die meisten Menschen leiden sehr unter diesem unnötigen irrelevanten Druck, ich auch, ich fühle mich davon sehr gespalten und zerrissen. Ich bin sicher das es einen Weg aus dieser finsteren Verwirrung geben könnte, sogar gemeinsam, kollektiv, es ist eine Frage des Bewusstseins, eine Frage der Kommunikativen Fähigkeiten. Wir werden jedenfalls mit den bisherigen Methoden der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte weiter viele Konflikte produzieren.

Wir haben bereits einige Perlen hervorgebracht, wir müssen sie jetzt nur anwenden, das geht nur aktiv, bewusst und frei von Zwängen. Wir müssen uns von diesem habgierigen System abwenden. Es ist nicht haltbar und macht uns alle krank.

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Alles Denken zerstört die Welt

Wenn ihr ehrlich sind verlagern wir unser Glück und unsere Freiheit ständig in die Zukunft.

Später wird alles besser oder es wird alles gut. Es gibt jede Menge Durchhalteparolen, Sprüche, weiche Formulierungen die uns durch den Alltag trösten. Eine erweiterte Form davon sind die Industrien die uns mit Konsumprodukten, mit Unterhaltungsformaten in vielseitiger Form begegnen.

Wir haben scheinbar ein hohes Interesse daran für unser Glück, für unsere Freiheit und unseren Erfolg zu kämpfen. Alles muss erkämpft werden. Liebe, Sicherheit, Vergnügen, Macht und Karriere. Dabei erkennen wir nicht wie wir uns selbst beschränken und ständig den nächsten Schritt in die Selbstzerstörung gehen. Wir spüren es deutlich an schweren Tagen, an denen wir wirklich sogenanntes Pech hatten, wenn Überstunden geschoben werden, die S-Bahn Verspätung hat, wenn eine kollektive Krise, wie die finanzkrise herrscht. Dadurch merken wir ein wenig, wie stark unsere Pläne eigentlich jeden Tag zwischen Scheitern und Funktionieren wanken.

Wenn wir uns mit Kunden ärgern, mit nicht funktionierenden IT-Systemen plagen, wenn wir zur Arbeit hetzen, unruhiger schlafen, die Familie vernachlässigen, wenn wir nie richtige Liebe gefunden haben, uns mit oberflächlicher Unterhaltung und schnellen Essen zufrieden geben, dann wissen wir in unserem tiefsten Herzen: Wir liegen mit unserer jetzigen Lebensweise vollkommen falsch. Wir ärgern uns, schimpfen und jammern. Diskutieren mit Kollegen und Freunden, wissen aber selten eine echte Lösung aus der verkorksten, harten und kalten Realität die wir Menschen uns über die Jahrhunderte Schritt für Schritt erarbeitet haben.

Der Ursprung dieser Situation ist das Denken. Es ist beschränkt und erkennt diese Tatsache nur sehr ungern. Es erdenkt sich Ideale, Vorstellungen die zur Freiheit und Gerechtigkeit führen sollen, obwohl die Realität immer wieder mit Chaos, Tyrannei und Unterdrückung, also dem genauen Gegenteil als Faktum und Ergebnis dieser Überlegungen antwortet.  Wir ersetzen gescheiterte Systeme durch neue Systeme und wundern uns das es wieder zu Ungerechtigkeit führt und wieder zur Plage wird. Das liegt an der Beschränkheit des Intellekts und Wissens. Es gibt keinen Menschen der alles weiss und alles in jeder seiner Handlungen bewusst einbeziehen und berücksichtigen kann. Doch genau das verlangen wir von uns selbst und allen anderen Menschen, wenn wir dem gesellschaftlichen Systemen folgen.

Jeder Erfolg braucht eine Steigerung, jedes Haus braucht eine Verbesserung, jede sexuelle Erfahrung eine neue, aufregende Erfahrung die alles vorherige toppen soll. Es ist ein ständiger Kampf um neuere, schnellere, schlicht bessere Dinge, Erfahrungen und Kenntnisse. Ein ständiger Wettlauf nicht nur im Wettbewerb gegen andere Menschen, sondern auch gegen sich selbst und für die eigenen Ideale und Ziele. Das dies alles nichts bedeutet und sich sofort auflösen würde, wenn man nur davon abliesse, scheint keinen der vielen Miliarden Menschen zu interessieren. Es scheint, als ob nur das Denken Freiheit und Glück dieser Erde bringen kann, obwohl es seit Jahrhunderten zum größten Teil zum Gegenteil geführt hat.

Denken ist trennend. Menschen trennen Menschen, aufgrund von vergleichen und denken. Es gilt zu verstehen was gedacht, beobachtet und erfahren wird. Es gilt Ruhe und Stille zu finden, ohne Druck und Geltungssucht. Das Leben was wir von der Vergangenheit mehr oder minder aufgedrängt bekommen haben, ist so nicht notwendig. Wir können es verändern, wir können wahre Freiheit und wahres Glück erleben. Dazu muss der Anfang bei uns selbst getan werden. Bei jedem einzelnen Menschen von uns. Dies kann nicht gelehrt werden, dies muss jeder Mensch selbst erfahren und lernen. Tut er es nicht, wird er Teil der Zerstörung und Verwirrung. Und er wird sich immer stärker mechanisieren und unglücklicher sein.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

Hört auf Euch zu hassen

Wenn man aufhört in Zeit, Geld, Karriere, Berufe, Ämter, Regierungen, Nationen, Sprachen, Religionen Parteien, Organisationen, Zahlen, Bildungsabschlüssen zu denken wird man verstehen, dass man jede Person als Mensch betrachten muss. Wenn sich alle Menschen die Hände geben würden, was wäre da für eine Kraft vorhanden? Was könnte dann erreicht werden? Wir würden erkennen wie ähnlich wir uns sind, wie sehr wir uns lieben und respektieren können. Wir würden verstehen das Gewalt und Krieg völlig nutzlos und absurd sind. Wir würden versuchen unsere Kommunikation zu verstehen und wirklich miteinander reden!

Jeder Mensch hat einen gewissen Anteil an dieser Kraft und an dieser Realität die wir hatten, haben und haben werden. Unsere Instinkte sind dabei sehr wichtig, sie leiten uns und sorgen für absolute Harmonie. Durch die Technologisierung unserer Gesellschaft, haben wir uns lauter Hilfen und Extras im Leben angeschafft. Fortschritt und Wachstum um jeden Preis. Alles ist von unseren Systemen und Vorstellungen umzingelt. Längst haben sich davon einige Dinge verselbstständigt. Die Menschen wollen Geld haben, sie wollen größer und mächtiger sein als andere Menschen, obwohl sie das durch Nichts sein können. Wir brauchen mehr Selbstvertrauen, wir dürfen den Kapitalismus nicht zu unserem Leben machen.

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Menschen mutloser als jemals zuvor

Die Wissenschaft mag das tägliche Elend und die Arbeit erleichtert und gelindert und uns eine Vielzahl von Geräten gebracht haben, die uns das Leben bequem und unterhaltsam gestalten, doch sie hat uns zugleich eine Welt ohne jede Ordnung beschert. Unsere Sonnenuntergänge bestehen nur noch aus Wellenlängen und Frequenzen. Die Komplexität unseres Universums ist aufgeteilt in eine Reihe mathematischer Gleichungen. Sogar unser Selbstwert als menschliche Wesen wurde zerstört.

Die Wissenschaft behauptet das die Erde und die Menschen darauf nichts weiter sind als ein bedeutungsloser Fleck in einem größeren ganzen. Ein „komischer Unfall“. Die Technologie ,die uns zu vereinen versprach, teilt uns. Jeder von uns ist heutzutage elektronisch mit der ganzen Welt verbunden, und doch fühlen wir uns unsäglich einsam.

Wir werden bombardiert mit Gewalt, Zwist, Teilung und Betrug. Skeptizismus hat sich zu einer Tugend entwickelt. Zynismus und die ständige Forderung nach Beweisen sind zu aufgeklärtem Gedankengut avanciert. Ist es ein Wunder, dass die Menschen heute mutloser und niedergeschlagener sind als je zuvor in der Geschichte?

Gibt es irgendwas, das für die Wissenschaft heilig ist? Sie suchen nach Antworten, indem ist mit ungeborenen Föten experimentiert. Sie maßt sich sogar an, die Erbsubstanz des Menschen zu manipulieren. Sie zerschmettert Gottes Welt in immer kleinere Bruchstücke, auf der Suche nach dem Sinn. Und alles was sie findet sind weitere Fragen. Die Menschheit benötigte Jahrtausende vom Rad zum Auto, doch vom Auto zur Weltraumfahrt waren es nur ein paar Jahrzehnte.

Der Abgrund zwischen uns einzelnen Menschen wird tiefer und tiefer – und weil die Religion auf der Strecke bleibt, finden wir uns in einem spirituellen Nichts wieder. Wir sehnen uns nach einer Bedeutung wir schreien danach.Glauben sie mir, wir schreien! Wir glauben Ufos zu sehen, nehmen an spiritistischen Sitzungen teil, schlucken bewusstseinserweiternde Drogen all diese exzentrischen Ideen unter dem Deckmantel der Wissenschaft und doch schamlos irrational.

Dies sind die verzweifelten Rufe der modernen Seele, einsam und gequält, verkrüppelt durch ihre eigene Erleuchtung und ihre Unfähigkeit, Bedeutung in irgendetwas zu erkennen,das abseits von Technologie zu finden ist.

Wer ist dieser Gott der Wissenschaft? Was ist das für eine Gott der seinem Volk Macht anbietet, aber kein moralisches Rahmenwerk, das ihm sagt, wie diese Macht benutzt werden soll? Was ist das für ein Gott, der seinem Kind Feuer in die Hand drückt, ohne es zu warnen, dass es sich verbrennen kann? Die Sprache der Wissenschaft ist frei von Wegweisern: es gibt keine Abgrenzung von Gut und Böse.

Wissenschaftliche Bücher zeigen zeigen uns, wie an eine nukleare Reaktion in Gang setzt, doch es gibt kein Kapitel, in dem wir gefragt werden ob es eine gute oder eine schlecht Idee ist!

Sie behaupten ,die Kirche sei ignorant. Wer ist unwissender, frage ich? Der Mensch, der nicht weiß wie ein blitz zustande kommt, oder derjenige der die furchtbare Kraft des Blitzes nicht respektiert?

Autor: unbekannt

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S

Ich lief eine Weile in einem Sarg umher.
Meine Worte waren auf schwarzen Sand gemalt.

Mir war nicht viel am Leben gelegen.
Mein Herz schlug zwar für Musik,
war aber nie von Liebe erfüllt.
Nur von Süchteleien einer anderen Zeit.

Mein mit Ketten und Stahl ummantelter Seelenleib,
riss sich in diesem Sarg tiefe Wunden auf.

Ich begann sie als Trophäen zu sehen,
verglich die Mengen Blut die ich verlor mit anderen Kriegern.

Ich war voller Schmerz und Zorn,
kämpfte mit mächtigen Gefühlen.

Eines Tages als ich so in den Wälden umher flog,
verfing ich mich in ein dunkles Augenpaar.

Es gehörte einem gewissen Weibchen,
und ich war schnell verführt.

Küsse

Da waren Küsse über Küsse.
Da war Atmung die immer schneller wurde.

Die zu einem Hammer wurde.
Und sich letztlich wie eine Maschine durch die Hitze borte.

Da war eine Liebe.
Eine Liebe von der Sorte die man ein Leben lang im Herzen,
in der Seele und
überall im Leben trägt!

Und wohl nie,
nie wieder so haben kann!

Hätte ich damals nur gewußt ich dummer blutender Krieger,
was ich für Schönheit in den Händen hielt.

Wieviel Energie und Substanz sich mit mir verschlang,
ich hätte doch niemals so blind sein können.
Ich hätte sie niemals aus meinen Armen gelassen.

Ich hätte ihr mein Leben geopfert.
Wäre vom Fenster gesprungen und
in tausend Purzelbäumen und
Liebesbekundungen auf dem Fels zerschellt.

Mit Liebe mit Herz mit einem Lächeln

Mögen Andere tausend mal hübscher,
tausend mal intelligenter,
tausend mal verständlicher sein,
ohne sie kann ich nicht vollständig sein.

Sie riss die Nägel des Sarges auf,
in welchem ich mich jahrlang umher prügelte.

Sie blies mir Leben ein,
und würgte mir die Lust hervor.

Sie war es doch,
die mich belebte.

Und was bin ich jetzt?
Es ist Jahre her.

Jahre.

Und sie ist in meinem Kopf.
Sie ist in meinen Träumen, in meinen Gefühlen, in meinen Sehnsüchten.

Und ich bin wie wild wenn ich an fremde Hände denke, die ihren Körper betatschten!
Wie zornig und grässlich fühle ich mich wenn ich dran denke..
Oh wie schrecklich ich kann nicht teilen!

Ich bin wie verzweifelt vor Sehnsucht,
wenn ich mich in schmaler Manier darüber ersinne,
wie sie Lust von Jemanden Fremden empfängt!

Wieso kann ich diesen Fremden nicht lieben wie sie?
Ich bin tot wenn ich glauben kann,
etwas zu beherrschen.

Ich bin so grauenvoll,
weil ich ein Krieger geblieben bin.

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