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Atemzug für Atemzug

Ich denke, wir alle haben es nicht leicht unser Leben auf die Reihe zu bekommen. Die wenigen Freuden die wir uns oft selbst schenken sind nur von kurzer Dauer und der raue, graue Arbeitsalltag überwiegt dann auch noch um ein vielfaches das minimale Glück.

Morgen werde ich in einen neuen Job einsteigen. Es hat einige Zeit gebraucht diesen zu bekommen. Natürlich habe ich Angst den Anforderungen nicht zu genügen und relativ schnell in dem alten Loch zu sitzen, in das man geworfen wird, wenn man sich nicht sicher ist womit man sein Geld verdienen und die meiste Zeit seines Lebens verbringen will.

Ich werde mir täglich sagen: Ich tue das weil ich noch etwas größeres vorhabe und dieser Job die erste Stufe ist. Auch wenn ich nicht auf Disziplin und Motivation stehe, weil ich beides für eine Unterdrückung des Geistes und des Herzens begreife, – scheint dies wohl eine der wenigen Dinge zu sein die ich versuchen kann, um nicht bei den ersten großen Schwierigkeiten schreiend davon zu laufen.

Natürlich werdet ihr sagen: Stell dich nicht so an, in Indien gibt es 6 Jährige Kinder die im Steinschlag arbeiten. Aber dann habt ihr auch nicht verstanden was ich meine. Wir leben in einer oberflächlichen Gesellschaft, mit entsprechend gedankenlosen Zielen und Vorstellungen aus der Steinzeit. Wir haben einen alten Überlebenstrieb in uns, der uns Dank Kultur und Tradition verstärkt, kaum einen klaren Blick auf die Realität gibt.

Das Hauptziel des Durchschnittsmenschen ist es sich eine Sicherheit aufzubauen. Geld ist hier das Mittelchen zum Zweck. Nur leider ist dieses nur mit dem Tausch von Lebenszeit und Leistung zu erreichen. Lebenszeit sollte eigentlich unbezahlbar sein, aber diesen Widerspruch haben die meisten längst ignoriert, denn es geht um das Überleben und es spielt keine Rolle wie man es sichert, Hauptsache es wird so gut wie möglich und vorallem so nützlich wie möglich erreicht.

Wir haben nicht das Ziel die Welt, das Leben, unsere Gefühle, unser Denken und so weiter zu verstehen. Denn wir glauben alles zu wissen und die hochtechnisierte Welt scheint uns ständig Recht zu geben. Das es an Weisheit, Liebe und vorallem Ruhe fehlt, scheint hier kaum zu interessieren. In dieser Welt gibt es nach wie vor Gewinner und Verlierer. Das sind die Starken und Schwachen. Wir haben diese Kategorien geschaffen. Wir sind Diejenigen die Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ausüben. Wir definieren Gut und Böse und erfinden ständig neue Definitionen die alles nur noch komplizierter und schwieriger machen.

Man sieht es an meinem Beitrag, er wird auch immer komplizierter. Dabei wollte ich nur sagen, wir Menschen leben nicht wirklich. Wir zerstören nur. Wir zerstören die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft aufgrund unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen. Wir leben unecht, unwirklich, an der Realität vorbei. Es gibt nur Lügen in unserer Welt und unser Gott ist der Geldschein. Wir haben uns zu Sklaven gemacht, trotz unserer hohen Ziele. Es wird immer davon gesprochen wieviele Chancen der Kapitalismus doch bietet, aber keiner sieht was dieses System tagtäglich auf diesem Planeten anrichtet.

Das soll keine Kritik am Kapitalismus werden. Es ist eine Kritik an den System, Denkmustern und Verhaltensweisen des Menschen. Wir können keine Freiheit organisieren. Wir können uns Freiheit nicht erarbeiten, erkaufen oder durch Sicherheit erbauen. Es gelingt nur durch verstehen und lernen. Durch leben und leben lassen. Respekt, Geduld, Ruhe, Liebe, Zuversicht und die Anerkennung aller Lebewesen auf diesem Planeten. Es gibt keine Alternativen. Wir lügen uns ständig an. Wir quälen uns. Wir wissen das wir uns zerstören indem Glauben wir könnten es nicht ändern.

Dabei müssen wir nur aufhören. Jetzt sofort. Und keine Systeme produzieren die das alte ersetzen! Ich will keine Anarchie, denn auch das ist ein System.

Jedenfalls habe ich morgen meinen Job zu machen. Ich habe meinen Mann zu stehen, solange bis jemand Stop ruft. Bis es zu Ende ist. Bis Feierabend gerufen wird und ich erleichtert mein Stück Freiheit gierig verschlingen darf. Ich weiss das so ein Leben Elend ist. Ich weiss das es vielen nicht besser ergeht. Und gerade deshalb begreife ich das jetzige menschliche Treiben als definitives, organisiertes und gesellschaftlich akzeptiertes Verbrechen gegen die Freiheit und die Würde aller Lebewesen.

Dieser Ansatz ist so maximal und grundsätzlich, ich werde so viele Jahre brauchen um es anderen Menschen begreiflich zu machen. Ich verstehe es ja nicht einmal selbst. In meinem Innersten spüre ich es aber ganz klar und deshalb kann ich das hier so notieren. Vielleicht verlässt mich irgendwann der Mut und ich werde nie beweisen und erläutern können was ich eigentlich auf dieser Erde wollte. Eine kleine Chance gibt es zwar. Aber ob sie reicht um mich in kalte, graue Bürogebäude zu zimmern und das oft genug, damit keiner Verdacht schöpft. Ich weiss es nicht.

Aufgrund der Fehler die alle Menschen in ihrem täglichen Alltag machen, glaube ich irgendwann selbst ein Fehler zu sein. Wieso bin ich nicht blind? Warum kann ich nur teilweise sehen? Es ist so ein Leiden diese Schwierigkeiten nicht schnell bewältigen zu können, sondern nur Atemzug für Atemzug.

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Mit Job bist Du auch Nutzlos

Kälte steigt ihm in die Nase, in die Glieder, angestrengt widmet er sich seinem Fahrradschloss. Er zerrt daran, der Schnee hat es eiskalt gemacht und es klemmt herrlich nervig. Als es endlich geöffnet war, schwingt sich der Junge auf das Rad, er weiss was er tut, denn er hat ein Ziel. Die Kristalle unter den Rädern brechen, es ist dunkel und andere Fahrzeuge rauschen an ihm vorbei. Er achtet darauf nicht. Er versucht sicher und eindeutig zu fahren. Er fährt an zwei dunkle Gestalten vorbei, beachtet sie nicht weiter, er hat ein Ziel und erkennt nichtmal ihre Gesichter. Hin und wieder wechselt er die Strassenseite, fährt auf dem Gehweg, oder nimmt die große Strasse für die Autos und LKW’s. Der Wind pustet ihn von links und rechts voll, als ob er ihn Frische in die trägen Gedanken pusten will. Der junge Mann fährt ein paar Kurven entlang, achtet auf den Verkehr, er will nicht umgefahren werden, keine Verletzungen erleiden, er will nicht sterben, denn er hat ein Ziel.

Er will etwas einkaufen, kurzfristig hatte er Lust auf Orangensaft bekommen. Das ist sein Ziel, einkaufen worauf er Lust hat. Nun ist er mit seinem Drahtesel endlich angekommen. Schön deutlich und penetrant starren ihn die Leuchtreklamen an. Viel Licht für ein bisschen Nahrung. Er stellt sich auf seine Beine und sperrt sein Rad ab. Er schlürft zum Eingang und beachtet weiter Nichts. Obst lacht ihn an, eine alte Dame weicht ihm aus, will wohl ihre Ruhe. Ein anderer Junge, nur viel jünger, läuft quer an ihm vorbei, denn auch er hat ein Ziel. Wahllos greift unser junger Mann mit dem Fahrrad in die Regale, nimmt irgendwas, denn er weiss er kann es bezahlen. Am Ende nimmt er den Orangensaft den er eigentlich haben wollte. Er geht zur Kasse. Es ist eine junge Frau, die da sitzt in ihrer Uniform. Sie ist hübsch, glatte Haut, gepflegtes Äußeres, die dunkelbraunen Haare nach hinten gebunden. Flink guckt sie ihn an, erkennt ihn als Kunden, sagt Guten Abend und schnappt sich die Produkte die er haben will. Hält sie alle über das Lesegerät. Sie schaut ihn nicht an, sie hat Routine und freut sich bereits auf den Feierabend. Aber die Freude ist nicht groß, eher eine Art milder Anflug von Freude getrübt durch die Tatsache morgen wieder an dieser Stelle zu sein.

Der junge Mann ist erfreut sie zu sehen, lächelt geheim, sie bekommt es nicht mit oder besser tut so als sei sein Lächeln vollkommen nutzlos. Unbeeindruckt sagt sie wieviel das alles kostet, er gibt ihr einen mittel großen Schein, und kramt dann die Produkte in seinen Beutel. Sie fragt ob er nicht Kleingeld hätte, und er verneint verlegen. Sie sagt daraufhin nichts und stellt die Quittung aus, gibt das Rückgeld und wünscht einen Schönen Abend. Gleichfalls, meint der junge Mann und denkt er muss ganz schnell weg. Die Kälte kroch ihm in die Seele. Er dachte plötzlich ich bin nutzlos, ich bin nicht so fleissig wie sie. Sie wußte es, darum war sie so kühl zu mir. Oder war es einfach weil ihr Ziel wichtiger ist als meins? Ich bin verloren, genau wie sie, nur ich bin mir dessen bewußt. Niemand ist nutzlos weil er nichts tut, dachte er und verteidigte seinen Wunsch nie wieder zu arbeiten.

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Was kostet die Freiheit?

Was kostet die Freiheit?

von John Kalench

Zu den Zeiten der Großen Weltwirtschaftskrise lebte ein reicher und mächtiger Unternehmer. Sein Imperium war endlos. Es reichte weiter, als das Auge sehen konnte: über jedes der Weltmeere und jeden Kontinent dieser Erde.

Von seiner weitläufigen, luxuriösen Villa aus kontrollierte er eine Unzahl erfolgreicher Unternehmen, die alle füreinander produzierten und voneinander profitierten. Hunderttausende Menschen arbeiteten für ihn, er bestimmte über sie und ihr Leben. Er war ein wahrer Meister des Lebens, der Macht und der Manipulation.
Er war ein scheuer und zurückgezogener Mann, der sich nur mit dem Feinsten vom Feinsten umgab. Er bewohnte die eleganteste Villa, umgab sich mit kostbaren Kunstwerken und Antiquitäten, verwöhnte sich mit der besten Küche und exquisitem Wein aus seinen eigenen Anbaugebieten. Eine große Dienerschaft kümmerte sich um jeden seiner Wünsche. Alles was er sah, berührte oder hörte war von allerhöchster Qualität.

Sein größter Schatz war jedoch sein Privatzoo. Es war der größte der und vollständigste Privatzoo auf der ganzen Welt. Obwohl er niemals Besucher empfing, wurde er von Zoologen auf der ganzen Welt beneidet.
Eines Tages berichtete ihm ein Diener von einem versteckten und abgeschiedenen Tal auf dem asiatischen Kontinent, in dem scheue, auf dieser Welt einmalige Tiere lebten. Von einem hohen Turm aus beobachtete er die Tiere auf den offenen Feldern seines Zoos. Und er dachte sich: “Diese seltenen Tiere im Tal wären sie passende Krönung meiner Sammlung.”

Also rief er seine Diener zusammen und organisierte eine Expedition zu den abgelegenen Bergen, dorthin, wo diese seltenen Tiere den Erzählungen nach lebten.

Nach langer Zeit erreichte er ein isoliertes Dorf tief in den Himalajas. Die Jäger dieses abgelegenen Gebietes lachten ihn aus, als sie von seinem Vorhaben hörten. Sie erzählten ihm, kein Mensch, nicht einmal diejenigen, die seit Generationen hier lebten und jagten, könnte je hoffen, diese wilden und scheuen Tiere zu fangen.

“In einem Monat werde ich zurückkehren,” sagte er den Dorfbewohnern. “Ich werde alle diese Tiere fangen. Ich bitte nur um einen Begleiter, der mir zeigt, wo sie leben.”
Nach einem Monat kehrte er mit leeren Händen zurück. Die Dorfbewohner lachten ihn aus und verspotteten ihn. Er aber sagte nur: “Kommt mit mir.”

Er führte sie hinauf zu einer Wiese hoch in den Bergen. Die Dorfbewohner standen und starrten auf eine unglaubliche Szene. Dort, vor ihnen, grasten Hunderte dieser seltenen Tiere, sicher eingezäunt in einem hohen Korral. Der Mann erklärte, wie er vorgegangen war.

Am ersten Morgen stellte er Futter und Heu in die Mitte der Wiese. Am nächsten tag tat er das gleiche, am nächsten wieder und am nächsten wieder, jeden Tag legte er frisches Futter und Heu aus. Bald kamen die Tiere und fraßen. Am Anfang nur wenige, aber jeden Tag kamen einige mehr als am Vortag. zum Schluss graste die ganze Herde auf der Wiese.

Abends grub er Löcher für die Zaunpfosten aus und stellt zwei oder drei Pfosten pro Nacht auf. Als alle Pfosten im Kreis aufgestellt waren, begann er, die Zaunlatten daran zu befestigen. Zunächst befestigte er die bodennahen Latten, damit die Tiere darüber springen und zum Futter und Heu gelangen konnten. Jeden Abend befestigte er neue Latten, und die Wände des Korrals wurden höher und höher. Bald konnten die Tiere nur durch eine kleine Öffnung im Zaun auf die Wiese gelangen.

Am Abend des 29. Tages baute er ein Tor. Am letzten Tag des Monats, nachdem alle Tiere durch die schmale Öffnung hindurchgeschlüpft waren, schloss er das Tor. Er hatte die Tiere eingefangen, bevor sie überhaupt begriffen, was geschah.

Den erstaunten Dörflern sagte er: “Ich kann jedes Tier einfangen, indem ich es von mir und meinem Futter abhängig mache. Mit den Menschen ist es dasselbe. Es ist ein fairer Tausch. Ich gebe Ihnen Nahrung, sie geben mir dafür ihre Schönheit und Freiheit. darin liegt die Quelle meines Reichtums und meiner Macht.”

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Hört auf Euch zu hassen

Wenn man aufhört in Zeit, Geld, Karriere, Berufe, Ämter, Regierungen, Nationen, Sprachen, Religionen Parteien, Organisationen, Zahlen, Bildungsabschlüssen zu denken wird man verstehen, dass man jede Person als Mensch betrachten muss. Wenn sich alle Menschen die Hände geben würden, was wäre da für eine Kraft vorhanden? Was könnte dann erreicht werden? Wir würden erkennen wie ähnlich wir uns sind, wie sehr wir uns lieben und respektieren können. Wir würden verstehen das Gewalt und Krieg völlig nutzlos und absurd sind. Wir würden versuchen unsere Kommunikation zu verstehen und wirklich miteinander reden!

Jeder Mensch hat einen gewissen Anteil an dieser Kraft und an dieser Realität die wir hatten, haben und haben werden. Unsere Instinkte sind dabei sehr wichtig, sie leiten uns und sorgen für absolute Harmonie. Durch die Technologisierung unserer Gesellschaft, haben wir uns lauter Hilfen und Extras im Leben angeschafft. Fortschritt und Wachstum um jeden Preis. Alles ist von unseren Systemen und Vorstellungen umzingelt. Längst haben sich davon einige Dinge verselbstständigt. Die Menschen wollen Geld haben, sie wollen größer und mächtiger sein als andere Menschen, obwohl sie das durch Nichts sein können. Wir brauchen mehr Selbstvertrauen, wir dürfen den Kapitalismus nicht zu unserem Leben machen.

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Menschen mutloser als jemals zuvor

Die Wissenschaft mag das tägliche Elend und die Arbeit erleichtert und gelindert und uns eine Vielzahl von Geräten gebracht haben, die uns das Leben bequem und unterhaltsam gestalten, doch sie hat uns zugleich eine Welt ohne jede Ordnung beschert. Unsere Sonnenuntergänge bestehen nur noch aus Wellenlängen und Frequenzen. Die Komplexität unseres Universums ist aufgeteilt in eine Reihe mathematischer Gleichungen. Sogar unser Selbstwert als menschliche Wesen wurde zerstört.

Die Wissenschaft behauptet das die Erde und die Menschen darauf nichts weiter sind als ein bedeutungsloser Fleck in einem größeren ganzen. Ein „komischer Unfall“. Die Technologie ,die uns zu vereinen versprach, teilt uns. Jeder von uns ist heutzutage elektronisch mit der ganzen Welt verbunden, und doch fühlen wir uns unsäglich einsam.

Wir werden bombardiert mit Gewalt, Zwist, Teilung und Betrug. Skeptizismus hat sich zu einer Tugend entwickelt. Zynismus und die ständige Forderung nach Beweisen sind zu aufgeklärtem Gedankengut avanciert. Ist es ein Wunder, dass die Menschen heute mutloser und niedergeschlagener sind als je zuvor in der Geschichte?

Gibt es irgendwas, das für die Wissenschaft heilig ist? Sie suchen nach Antworten, indem ist mit ungeborenen Föten experimentiert. Sie maßt sich sogar an, die Erbsubstanz des Menschen zu manipulieren. Sie zerschmettert Gottes Welt in immer kleinere Bruchstücke, auf der Suche nach dem Sinn. Und alles was sie findet sind weitere Fragen. Die Menschheit benötigte Jahrtausende vom Rad zum Auto, doch vom Auto zur Weltraumfahrt waren es nur ein paar Jahrzehnte.

Der Abgrund zwischen uns einzelnen Menschen wird tiefer und tiefer – und weil die Religion auf der Strecke bleibt, finden wir uns in einem spirituellen Nichts wieder. Wir sehnen uns nach einer Bedeutung wir schreien danach.Glauben sie mir, wir schreien! Wir glauben Ufos zu sehen, nehmen an spiritistischen Sitzungen teil, schlucken bewusstseinserweiternde Drogen all diese exzentrischen Ideen unter dem Deckmantel der Wissenschaft und doch schamlos irrational.

Dies sind die verzweifelten Rufe der modernen Seele, einsam und gequält, verkrüppelt durch ihre eigene Erleuchtung und ihre Unfähigkeit, Bedeutung in irgendetwas zu erkennen,das abseits von Technologie zu finden ist.

Wer ist dieser Gott der Wissenschaft? Was ist das für eine Gott der seinem Volk Macht anbietet, aber kein moralisches Rahmenwerk, das ihm sagt, wie diese Macht benutzt werden soll? Was ist das für ein Gott, der seinem Kind Feuer in die Hand drückt, ohne es zu warnen, dass es sich verbrennen kann? Die Sprache der Wissenschaft ist frei von Wegweisern: es gibt keine Abgrenzung von Gut und Böse.

Wissenschaftliche Bücher zeigen zeigen uns, wie an eine nukleare Reaktion in Gang setzt, doch es gibt kein Kapitel, in dem wir gefragt werden ob es eine gute oder eine schlecht Idee ist!

Sie behaupten ,die Kirche sei ignorant. Wer ist unwissender, frage ich? Der Mensch, der nicht weiß wie ein blitz zustande kommt, oder derjenige der die furchtbare Kraft des Blitzes nicht respektiert?

Autor: unbekannt

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Absatz 3 – Warum sind wir eigentlich so unglücklich?

Als ich heute morgen in der Trambahn sass, fiel mir ein, ich könnte doch mal eben nach einem glücklichen, lachenden Gesicht suchen. Und wisst ihr was?

Ich hab keins gefunden. Das brachte mich zu einer weiteren Folgerung. Warum verdammt nochmal schauen die Leute alle so elendig drein? Einige schauten als würden sie gleich gehängt, Andere sahen aus als hätten sie Bleichmittel oder irgendwas anderes giftiges am Morgen gefuttert und hätten übliche tödlich verlaufende Schmerzen im Magen. Ich wurde plötzlich todunglücklich, ich dachte ich sei in der Hölle gelandet. Schließlich suchte ich ja nach etwas ermunterndes und nicht nach dem Gegenteil, ich hatte ja gleich im Büro zu sitzen und mich mit Fremden auseinanderzusetzen, wie viele täglich von Euch auch.

Es war einfach erschreckend, überraschend und ernüchternd zu sehen wie diese Mitbürger, wie man sie hie und da nennt, – durch die Gegendtaumeln. Natürlich können sie sprechen und wahrscheinlich waren die meisten in Gedanken versunken, haben darüber nachgedacht was alles passieren könnte an diesem Arbeitstag, oder was sie vergessen haben, oder ob sie am Freitag sich mit Drogen abschiessen, oder oder.. Es gab ja viele Möglichkeiten warum diese Menschen alle so taub, so puppenhaft, so unterkühlt und grausig aussahen. Und ich zeigte Verständnis dafür, weil ich wußte, ich ziehe seit Jahren ein ähnliches Gesicht.

Wisst ihr mich erinnerten diese Szenen heute vorallem an einen alten Stummfilm. Er heißt Metropolis. Es ist wohl eine arge Darstellung. Der Mensch wirft sich an die Maschine, solange bis er stirbt. Der Mensch als Material, also Nutztier. Und naja, alles sehr extrem und unvorstellbar natürlich. Aber ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, im Ansatz ähnliche Abläufe zu erleben wie sie in diesem Film dargestellt wurden.

Nun erinnere ich mich an Martin Luther King. Was hat er mal gesagt? Ja, richtig:

Wir werden niemals Frieden in der Welt haben, bevor die Menschen überall anerkennen, daß Mittel und Zweck nicht voneinander zu trennen sind; denn die Mittel verkörpern das Ideal im Werden, das Ziel im Entstehen, und schließlich kann man gute Zwecke nicht durch böse Mittel erreichen, weil die Mittel den Samen und der Zweck den Baum darstellen.

Wir werden niemals mit bösen Mitteln gute Zwecke erreichen. Diese christliche Definition von gut und böse, muss ich ersteinmal versuchen zu entkleiden. Es sind doch recht straffe und alte Worthülsen, zwar mit Kern aber verwirrend.

Wenn ich heute, und morgen sicher wieder, soviele unglückliche Menschen auf dem Weg zur arbeit sehe, – könnte ich mir doch sagen das sie den Menschen in dem Film Metropolis ziemlich ähneln. Es würde mir ein Indiz dafür sein, das wir als Gesellschaft, geführt von Wirtschaft und Politik et cetera zu falschen Mitteln greifen um ein gewisses Ziel zu erreichen.

Warum sind wir so in Hetze, so unter Druck? Weil Andere es befehlen, weil die Gesellschaft dazu zwingt. Sie hat sich etwas auferlegt. Es ist nicht nur das Grundgesetz, es ist auch der Anspruch Ideale möglichst schnell zu erreichen, möglichst noch im eigenen Leben. Dabei sind Ideale ja nie zum erleben da gewesen.

Nun, wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, dann hat Martin Luther King wohl deshalb so Erfolg gehabt, weil er in unheimlicher Klarheit gesprochen hat, was andere ahnten, dachten oder sogar wußten.

Wählen wir also wirklich die falschen Wege, die falschen Mittel um unser Glück zu erreichen? Ist es nicht so das wir praktisch heute schon sagen können das wir morgen wieder Krieg haben werden? Ist es nicht so?

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