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Emotionen statt Reflektionen – „Hunger!“ mit Claus Kleber

Das Fernsehen ist etwas fürs Volk, sagte einmal Felix Bartels. Und Claus Kleber spricht als Nachrichtenvorleser der Nation für das Volk. „Claus Kleber und Co-Autorin Angela Andersen interessieren sich bei ihrer Bestandsaufnahme vor Ort weniger für die Mächtigen und Regierenden, mit denen Kleber sonst als News-Anchorman des ZDF zu tun hat. Hier geht er vor allem zu den Menschen, die von Hunger und Durst betroffen sind und tapfer für eine bessere Zukunft kämpfen.

Das Internet funktioniert ähnlich wie das Fernsehen – nämlich über Emotionen. (Claus Kleber). Der ZDF-Anchorman geiselt das raffende Kapital, schreibt mit „Not“ und „Verzweiflung“ gegenüber dem „Unfassbarem“ eine flammende Hommage zugunsten des schaffenden Kapitals. „Hunger, lerne ich, hat viele Gesichter. Hier sind es die Fratzen von Profitgier und Inkompetenz.“ Er glaubt, dass wir zu viel Fleisch konsumieren („Chinas Rinderwahnsinn„) und daher Menschen verhungern. „Wenn sich jemand bescheiden muss, dann alle. Auch Egoismus ist ein Gesicht des Hungers.“ Antworten „sucht die zweiteilige Dokumentation weniger in Zahlen und wissenschaftlichen Analysen als in einer sehr persönlichen Betrachtung mit einer optimistischen Vision.“ Eine Vision, die dümmer kaum sein könnte: „Urban Gardening„, ein „Löffel Zuckerwasser„, „riesige Kugeln im Ozean“ und „faire Investitionen“ sollen als kleine „Puzzelstücke“ die Rettung sein. Kein schlechtes Ergebnis für eine Weltreise und ein Jahr „Planung, Überlegung und Fokussierung“ oder? Und überhaupt: „Um es gleich zu sagen: Das wird kein restlos objektiver Bericht.“ Na dann kann die geistlose, ressentimentbeladene Hetze ja losgehen!

Eigentlich ist alles super in der Marktwirtschaft. Maitland in Australien: „Das wir eigentlich genug für alle ernten, verdanken wir auch Kerlen,“ und „Kerlen“ wird hier mit einer extra Portion Pathos ausgesprochen; „Kerlen wie Ben. Er macht aus einem großen Stück Halbwüste in Südaustralien Brot für die Welt.“ Quasi wie Jesus, schöpft er aus der Todeszone Wüste („an den Grenzen des möglichen„) Leben. Ben: „Wir verwandeln Regen in Getreide.“ Transsubstantiation im ZDF! Ich habe es kapiert Kleber, der Arbeiter ist ein Heiliger! Aber dann das: „Silotürme und Verladeanlage haben Farmer gebaut. Jetzt kauft ein Großkonzern das Ganze auf.“ Der heilige Arbeiter wird vom internationalen Kapital überfallen. Schrecklich! Unerhört! Völker dieser Welt stürmt zu den Waffen!

Tapfer wirft sich der Volkstribun Kleber uneigennützig in den Dreck der Welt, um uns die ganze grauenvolle Wahrheit zu präsentieren: Tüchtige Produzenten, die im Schweiße ihres Angesichts schaffendes Kapital hervorbringen, aber „Rädchen im Getriebe der Großkonzerne“ sind, stehen seiner Ansicht nach im Kampf gegen eine „Weltmacht“ voller „Megakonzerne“, die „ihre Risiken streuen“, „Investmentfonds“, die „mit Milliarden pokern“ und „Geldstörmen“, die „30 mal so mächtig wie der Wert aller Ernten zusammen“ sind. Dies wäre nicht nur in Australien so, sondern auch in Afrika: „Der Großinvestor hat keine Hoffnung gebracht, er hat sie genommen.“ Gleiches gilt für Indien: „Einflussreiche Fabrikanten sichern sich dort ein Stück vom Profit hier. Auf der Strecke bleiben die, um die es eigentlich gehen soll.

Fragen über Fragen:

Generell stellt Kleber Fragen ohne sie je zu beantworten: „Was haben wir falsch gemacht?“ Oder: „Warum kommen so viele Lebensmittel nie bei den Hungernden an?“ Oder: „Wie kann es immer noch sein, das Menschen an Hunger sterben?“ Oder: „Wir produzieren mehr als genug Nahrung für alle. Warum leiden dann immer noch hunderte Millionen an Hunger?“ Oder kombiniert mit eigenen Ressentiments: „Wie können wir dem Land und den Ozeanen noch mehr abgewinnen, ohne die Böden auszulaugen und Fischbestände zu zerstören? Dürfen Nahrung und Trinkwasser weiterhin als Spekulationsobjekte an Börsen missbraucht oder als Machtinstrumente eingesetzt werden?“ Und: „Wie können trotz der weltweiten Bevölkerungsexplosion alle Menschen satt werden?

Guter Weizen verrottet. Liegen geblieben in Spekulationsgeschäften bei denen die Rechnung nicht aufging.“ Kleber fragt in eine Runde indischer Bauern: „Also nochmal die Frage, die mich hergeführt hat: Da ist soviel Reis hier, warum gibt es in Indien immer noch Hunger?“ Ein indischer Bauer antwortet: „Schlechtes Management der Regierung.“ Kleber: „Die Regierung ist schuld, huh!?“ Ein zweiter indischer Bauer schaltet sich ein: „Ja, Korruption. Die haben unser ganzes Geld auf schweizer Bankkonten versteckt.“ Kleber fragt den ersten indischen Bauer wieder: „Stimmt das was er sagt?“ Dieser reagiert zustimmend: „Er hat völlig Recht! Das sind alles Schurken. Krokodile, die das Land ausbeuten und das Volk bluten lassen.“ Unter emotionalisierenden Beats wird das unkommentiert einfach so stehen gelassen, als ob es sich dabei um eine treffende Analyse gehandelt hätte.

Über Respekt

Von seiner Anmutung her ist es ein großer, wenn Sie so wollen, opulenter Film. Mit Respekt vor den Menschen, denen wir begegnen“ (Claus Kleber im Interview). Die jungen Männer in dem afrikanischen Dorf fragen Claus Kleber, ob sie nicht nach Deutschland kommen dürfen und er „schafft es nicht„, lässig an einem Baum gelehnt, „ihnen ehrlich zu sagen„, „dass aus ihrem Traum nichts wird„. Macht nix Claus, Frontex wird es ihnen schon in Deinem Sinne zeitnah begreiflich machen.

Salamatus Land ist Beute geworden, eines globalen Trends. Reiche Staaten und Firmen pachten bestes Land der Dritten Welt. Kolonialismus 2.0. Nicht mit Soldaten. Mit großen Geld.“ Salamatu erzählt dann ganz im Widerspruch dazu, dass sie eben doch unter Waffengewalt von Soldaten, Polizisten und schliesslich ihrem Häuptling, der die Regierung hinter sich hatte, ihr Land völlig unter Wert verkauft hat.

Sie [die Bevölkerung in dem afrikanischen Dorf] glauben wohl, dass dieser Film den Konzern zu einem besseren Deal zwingen wird.“ Was für ein Irrtum, es geht hier in der „persönlichen Betrachtung“ nur darum Vorurteile zu bestätigen und eben nicht darum die Lebensverhältnisse der Armen nachhaltig und qualitativ zu verbessern. Warum sonst hat man sich gleich von Beginn an von der Wissenschaft verabschiedet? Kleber weiter im Text: „Aber ich sage es nicht, damit Salamatus weiter mit mir spricht.“ Klar, verarschen wir sie ruhig noch weiter, soviel zum Thema „wenn wir die Afrikaner betrügen.“ (Claus Kleber im Interview) – „Ich fühle mich schäbig dabei, aber ich brauche ihre Geschichte.“ Wofür? Für die Quote? Um bei Markus Lanz mehr erzählen zu können und Schulterklopfer zu ernten? Um im Namen der Armen besser in den Krieg gegen die Spekulanten ziehen zu können?

Fressen und gefressen werden:

Plötzlich spielen die Preise „verrückt“. „Kein Wunder, wenn die Weltbevölkerung dreimal schneller wächst als die Produktion, brauchen wir immer mehr. Koste es was es wolle.“ Moment mal! Hat Claus Kleber nicht eben Jean Ziegler zitiert, der sagte, dass jedes verhungernde Kind ermordet wird, weil bereits jetzt für 12 Milliarden Menschen Nahrung produziert wird? Wen interessiert es, die Chinesen fressen „mit der Tendenz grenzenlos„, so als ob sie schwarze Löcher in ihren Mägen hätten. Also gehen wir dort mal hin und suggerieren, dass der Welthunger mit Veganertum zu erledigen ist. „Es ist Wahnsinn. Menschen verhungern und wir mästen weltweit 1,5 Milliarden Kühe für unsere Lust auf Fleisch und Milch.“ Dabei war der Konsum noch nie Antriebsfeder für den Kapitalismus, sonst würde niemand hungern und würden nicht Millionen Tonnen frischer Lebensmittel weggeworfen. Daher weiß Kleber auch nicht was er den Chinesen vorwerfen soll: „Sie arbeiten sauber und gewissenhaft.“ Wie echtes schaffendes Kapital eben! Sie tun was alle tun, sie arbeiten so, dass es profitabel ist. „Sie richten sich nach den Regeln industrieller Nutztierhaltung und sie glauben, dass das Fortschritt sei. Das habe ich ja auch geglaubt, bis jetzt.“ Nein, letzteres war ein Scherz, das glaubt er immer noch, deswegen plädiert er ja für „faire Investitionen„, um sowohl Hunger als auch alles andere lösen. „Wenn demnächst alle soviel Fleisch essen, wie wir heute, fahren wir die Sache gemeinsam vor die Wand.“ Nein, selbst wenn wir alle nur noch Steine lecken, wird das wohl kaum die Dynamiken und Krisen innerhalb des Kapitalismus verändern oder lösen, schließlich tangiert unser Konsumverhalten nicht das Prinzip der kapitalistischen Produktionsweise. Autarkie und Verzicht in Zeiten von Überfluss ist obendrein schlichte Dummheit.

Reflektionen statt Emotionen:

Im Kapitalismus verhungern Menschen, obwohl Lebensmittel in überreichlichem Ausmaß produziert werden. Im Kapitalismus werden Kriege geführt, obwohl genug Güter für alle vorhanden sind – niemand um sein Überleben kämpfen müßte. Im Kapitalismus müssen Menschen körperlich schwer schuften, obwohl es ausreichend und zunehmend perfektere Maschinen gibt, die ihnen die Mühe abnehmen oder zumindest unendlich erleichtern könnten. Im Kapitalismus müßte immer weniger gearbeitet werden, dennoch verlängert sich der Arbeitstag auf bis zu 16 und mehr Stunden, werden selbst Kinder zur Arbeit herangezogen. Marxens Vermutung: Nicht obwohl soviel Reichtum im Kapitalismus geschaffen wird, verelenden Menschen, sondern gerade weil. Genauer: Die Form, in der der Reichtum geschaffen wird, die Warenform, ist dafür verantwortlich, daß Menschen massiv verelenden.“ („Die halbe Wahrheit ist die ganze Unwahrheit“ – Conne Island)

Mich überfordert das Labyrinth,“ kein Problem Claus! Schauen wir uns die Realität an. Aber wo fangen wir da am besten an? Vielleicht dort wo die Dokumentation beginnt. „So hatte ich mir den Tag nicht vorgestellt: Ich suche Einblick in eine Krise und stattdessen führen sie mir ihren Stolz vor„: Säcke voller Lebensmittel werden vor die Füße des entgeisterten Nachrichtensprechers und Armutstouristen ausgeschüttet.

Dabei ist das gar nicht verwunderlich: „Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ‚ungeheure Warensammlung‘, die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.“ (K. Marx, Kapital I, MEW 23, 49). Es gibt genug Gebrauchswerte in der Welt, die von den Menschen konsumiert werden könnten, ein Blick in irgendein Kaufhaus oder die Produktionszahlen von Lebensmitteln oder anderen Gütern zeigt das. Die Gebrauchswerte können aber nicht konsumiert werden, wenn das menschliche Bedürfnis sich nicht über finanzielle Mittel legitimiert. Wer kein Geld hat, wird auch nicht essen. Deshalb verhungern Menschen neben Bergen von frischen Lebensmitteln. Gebrauchswerte werden nur dann verkauft, wenn die in der Ware enthaltene Kalkulation aufgeht, also genug Tauschwerte für die Mehrwertproduktion veräußert werden können. Es ist also nicht so wie die Ausgangsfrage der Dokumentation suggeriert: „Auf unserem Planeten müsste kein Kind verhungern oder verdursten, wenn wir alles richtig machen würden.“ Es verhungern und verdursten Menschen, eben gerade weil wir alles „richtig“ also im Sinne der kapitalistischen Produktionsweise machen.

Neben diesen Grundwiderspruch im Kapitalismus gibt es noch einen weiteren: Einerseits muss immer mehr lebendige Arbeit (variables Kapital) eingespart, deren Tätigkeit durch Maschinen (tote Arbeit, konstantes Kapital) ersetzt werden, andererseits ist diese lebendige Lohnarbeit der einzige wertschaffende Faktor. Norbert Trenkle spricht hier vom „Selbstwiderspruch des Kapitals zwischen Produktivkraftentwicklung und Verwertungsimperativ.“ Der Zwang, Mehrwert zu produzieren, hat zudem zur Folge, die Mehrwertmasse zu senken. Jede Innovation in der Produktion, die u.a. der Konkurrenzkampf aufnötigt, sorgt für Einsparung menschlicher Arbeitskraft und für eine Reduktion der Wertproduktion, weil mehr und besser in kürzerer Zeit produziert werden kann. Es müssen mehr Waren als zuvor abgesetzt werden, damit Profit gemacht werden kann. Resultat ist anders gesagt die gesamtkapitalistische Senkung der Wert- und Profitmasse.

Die Verwertung des Werts gerät also immer weiter ins Stocken, seit 1945 wurden Staaten mehrere hundert Mal zahlungsunfähig, da die die Märkte gesättigt sind, dort keine Profite mehr im großen Maß abzusetzen sind, die Produktivkraft größer denn je ist, keine gigantischen Produktinnovationen, wie die der Mikroelektronik, mehr stattfinden. Damit Wertschöpfung überhaupt noch ausreichend stattfinden kann, wird Spekulation mit Finanzprodukten notwendig. Fiktives Kapital in Form von Aktienkapital greift auf zukünftige reale Wertschöpfung (Lohnarbeit) zu. Ergeben sich nicht die prognostizierten Verwertungen, platzt die Spekulationsblase und es gibt eine Krise.

Ernst Lohoff: „Es wird so getan, als wäre der spekulative Kasino-Kapitalismus der Grund für mangelnde Realinvestitionen und Massenarbeitslosigkeit. In Wirklichkeit ist das Verhältnis genau umgekehrt: Weil die Produktivitätssteigerung der dritten industriellen Revolution seit den achtziger Jahren die Expansion der Märkte überholt und arbeitsplatzträchtige Realinvestitionen unrentabel gemacht hat, strömt das Geldkapital in die Finanzmärkte und treibt immer größere spekulative Blasen.“ („Entfesselter Spekulant“ – Jungle World)

Die Lohnarbeit existiert für die Produktion von Mehrwert, das Finanzkapital bzw. die Spekulation existiert für die Produktion von Mehrwert. Sie sind die Kehrseiten derselben Medaille, bedingen und beziehen sich aufeinander. Wer also vom Mehrwertterror in der Fabrik nicht reden will, sollte von den finsteren Spekulanten schweigen. Alle Individuen in dieser Gesellschaft werden geknechtet ovn einem und demselben Zwangsverhältnis, dem neuen kategorischen Imperativ: Handle so, dass am Ende mehr rauskommt!

Der Film mit Claus Kleber ist also eben nicht wie die SZ-Online schreibteine sehr systematische Analyse der Gründe“ für Hunger. Das Credo der Kritik von Claus Kleber lautet: Lohnarbeit und Mittelstand gegen Finanzkapital für eine krisenfreie Marktwirtschaft, in der „die tüchtigen Produzenten belohnt und nicht die unproduktiven Geldverleiher, Grundeigentümer und andere Parasiten bereichert“ werden (Neo-Gesellianer Klaus Schmitt, zitiert nach Robert Kurz 1995). Man spricht den multinationalen Konzernen gesamtwirtschaftliche Verantwortungslosigkeit zu, weil sie sich aus den angeblich produktiven Sektor zurückzögen, stattdessen Wertpapiergeschäfte tätigten, dem Mittelstand damit den Boden unter den Füßen wegzögen. Die bombig laufende Marktwirtschaft wird angeblich von geldgeilen, kosmopolitisch ausgerichteten Dunkelmännern attackiert, die die Politik und überhaupt alles in der Tasche haben, wenn man sie nicht dingfest macht. Kleber stülpt der subjektlosen Herrschaft des Wertprinzips seine üble Ausbeutersubjektivität über. Es hat im Kapitalismus eine lange, gefährliche Tradition, die Zirkulationssphäre des Kapitalismus, gegen die Produktionssphäre auszuspielen, weswegen diese Kritik überhaupt keine ist, sondern reines Ressentiment.

Für Chaya

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Brandanschläge in Berlin & deutsche Bomben in Afghanistan

Die Anschläge auf die Infrastruktur Berlins wurden von linken antiautoritären Vorstellungen inspiriert. Die Anschläge der Bundeswehr auf die Bevölkerung Afghanistans wurden von den westlichen Wertvorstellungen autoritärer Staaten inspiriert. Die Anschläge der Taliban wurden von religiösen autoritären Vorstellungen inspiriert. Nachdem also, um ganz vereinfacht zu beginnen, autoritäre Staaten mithilfe ihrer terroristischen Staatsdiener Menschen zerfetzt haben, rächten sich religiöse Terroristen ähnlich willkürlich, worauf der deutsche Staat, um seine innere Sicherheit im Sinne der freien Verwertung des Kapitals zu schützen, mit pflichtbewussten, bewaffneten Staatsdienern und Bomben geantwortet hat. Weil letzteres nun sein 10. Jubiläum feierte, dachten sich einige Individuen, inspiriert von linken Thesen, es sei nun an der Zeit innezuhalten, die Bevölkerung zu „entschleunigen“ und mithilfe diverse Brandsätze, medientaugliche Rache an dem militärischen Komplex unserer Gesellschaft durchzuführen. Was haben all diese Zerstörungen gemeinsam?

Der Krieg im Irak, in Afghanistan, ob ausgehend von Amerika oder Deutschland ist zweifelsohne Destruktivität. Der Terror der von Al Kaida ausgeht ist ebenfalls eindeutig destruktiv. Und nun antworten linksinspirierte Individuen auf all diese Zustände mit Destruktivität! All diese verschiedenen Formen von Destruktivität scheinen also von verschiedenen Ideologien inspiriert zu sein. Der Staatsdiener in Form eines Bürgers in Uniform, identifiziert sich mit dem autoritären Zwangskollektiv genannt Staat und Nation. Akzeptiert daher seine Werte, die sich daraus speisenden Vorstellungen von Recht und Unrecht. Diese stehen im völligen Widerspruch zu dem religiösen Zwangskollektiv genannt Islam, welches eigene Werte, Vorstellungen von Recht und Unrecht mit sich bringt. Natürlich ist das Christentum genauso ein Zwangskollektiv wie der Islam. Obendrein kommen die rachsüchtigen Taten linksinspirierter Täter hinzu, mit ihrem eigenen Bild von Recht und Unrecht, die wohl eher antiautoritären Vorstellungen nachgehen. Bricht man das also derart herunter, stehen sich verschiedene Weltbilder gegenüber, die sich gegenseitig mithilfe ihrer Träger, den individuellen Menschen gegenseitig bekämpfen. Es scheint also ein Krieg der Vorstellungen und Traditionen zu sein, der letztlich den Planeten verwüstet, Menschen tötet und gefährdet.

Während die Thesen des Bekennerschreibens regelrecht tragisch an den Kern der gesellschaftlichen Probleme vorbeischiesst und daher mit Destruktivität antwortet, ist den Taliban und den Soldaten, Politikern nicht einmal im Ansatz klar, warum sie sich mit der Religion oder dem Staat identifizieren und ihm Gehorsam und Pflichtbewusstsein bis in den Tod entgegenbringen. Fehlende Empathie mit den eigenen persönlichen Bedürfnissen, Wünschen und Sehnsüchten und aller anderen Lebewesen auf der Welt, ist eine der grundlegenden Gemeinsamkeiten von Terroristen des Staates, der Religion und dieser linksinspirierten Aktivisten. Wieso sind soviele Menschen fähig anderen Menschen Schaden hinzuzufügen oder wie es im Fall der linksinspirierten Aktivisten ist, zumindest dieses Risiko einzugehen, dass Menschen verletzt werden? Es ist fehlende Empathie. Grundsätzliches Unvermögen sich in die Lage anderer Menschen hinein zu versetzen und deren Schwierigkeiten zu erkennen, sich selbst in diesen anderen Menschen zu erkennen. Die Taliban, die Soldaten, Politiker, die Aktivisten sind getrieben von Selbsthass und Antworten, das hat die Geschichte bewiesen, mit Hass, mit Destruktivität, mit Gewalt und Zerstörungswut. Daraus folgt weiteres Unverständnis, weitere Anfeindungen und eine Hineinsteigerung in Ideologien, die die Individuen letztlich noch weiter abstumpfen, vereinzeln und voneinander abspalten.

Wie aber ist diese fehlende Empathie und dieser Selbsthass möglich? Woher kommt dieser Hass? Warum antworten Millionen Menschen auf Destruktivität mit weiterer Destruktivität? Wie haben die Menschen gelernt ihre individuellen Empfindungen zu verdrängen, sich in den Staat, die Religion, den Militarismus, also den Ideologien einzureihen und unterzuordnen? Offensichtlich muss hier bereits in der Kindheit eine Abspaltung stattgefunden haben, in der man schon als Kind lernte, die eigenen Vorstellungen, Empfindungen und Sehnsüchte zurück zu stellen, weil es die Eltern, die Schule, der Staat, der Kapitalismus verlangten. Entweder man entspricht als Kind fremden, autoritären Vorgaben oder erfährt Zurückweisung, Ablehnung und Liebesentzug, wenn man eigene Autonomie praktizieren will, also ein „schwieriges“ und „anstrengendes“ Kind ist. In beiden Fällen sondert man bereits als Kind das eigene innere Gemüt ab, um von der äußeren Umwelt anerkannt, geschätzt und geliebt zu werden. Selbst wenn man rebelliert, entspricht man den Negativvorstellungen der Eltern bzw. der Gesellschaft und wird abgelehnt. Es sind also vor allem die Eltern, die gesellschaftlichen Umstände selbst, mit ihren Vorurteilen, Konditionierungen, die aus einem autoritären Weltbild stammen, die das Kind, die uns alle als Kind maßgeblich dazu zwang, sich selbst für seinen eigenen Drang zur Autonomie von Gefühlen, Vorstellungen und Handlungen zu hassen. Denn die eigenen Eigenschaften schienen ja dafür verantwortlich zu sein, dass die Eltern einen ausschimpften oder bestraften.

So übernimmt man nach einiger Zeit die Position der Eltern, verdrängt die eigene Individualität, hasst sie mitunter das ganze Leben, woraus sich Selbsthass und Hass auf andere Menschen entwickelt, der wiederum Abspaltung und Ausgrenzung von anderen Individuen impliziert. Die Staatsdiener grenzen also andere Menschen aus, indem sie ihrem Zwangskollektiv dienen, indem sie sich mit ihm identifizieren und ihn für einen Teil ihrer eigenen Individualität und Freiheit halten. Die Übernahme von Ideologien ist seit dem elterlichen und schulischen Machtkampf zum Überlebensmotto geworden. Wer sich nicht anpasst verliert. Aber wer sich anpasst, verliert seine Individualität. Dieser Widerspruch ist unerträglich für Menschen die sich mit Ideologien ein funktionierendes Leben aufgebaut haben, daraus ihr Empfinden von Recht, Ordnung, Verantwortung, Freiheit und Liebe definiert haben. Für sie ist es lebensbedrohend wenn ihre Ideologie, ihre Identifikation mit dem Zwangskollektiv Staat oder Religion hinterfragt, kritisiert und angegriffen wird. Darauf reagieren sie mit äußerster Brutalität, so zum Beispiel mit Terrorakten. Mal werden Bomben in U-Bahnen gezündet, um die Ungläubigen zu belehren, zu vernichten, zu überzeugen, um sie dazu zu bringen, die Größe der eigenen Ideologie  anzuerkennen und damit auch die eigene völlig durch die Abspaltung von Empathie und der eigenen Individualität verdrehte, krank- und wahnhafte Persönlichkeit zu respektieren. Dann werden Familien mit deutschen Bomben in Afghanistan zerfetzt, um die Freiheit und Sicherheit des eigenen Zwangskollektivs zu sichern und ebenfalls das Signal zu senden, respektiert unsere Macht und alle dahinterstehenden Individuen, die sich damit identifizieren. Beide Ideologien, ob religiös oder staatlich, fußen also in entfremdeten Menschen, die jederzeit manipulierbar und zu neuen Schandtaten verführbar sind.

Und die besagten linksinspirierten Aktivisten haben anscheinend auch keine andere Idee, als darauf ebenfalls mit Bomben zu antworten, diesmal aber als Rache, als Kritik an das Bombenwerfen in aller Welt mithilfe der deutschen Waffenindustrie. Darin ist eindrucksvoll ihr empathieloses, entfremdetes Unverständnis gegenüber der Destruktivität anderer Menschen in Staaten und Religionen dokumentiert, obwohl ihre schemenhafte Analyse im Bekennerschreiben einige korrekte Ansätze aufgewiesen hat. Die Antwort von linken Aktivisten sollte eben nicht die Gewalt, welche neue Feinde, Unverständnis und Destruktivität hervorrufen wird, der Selbsthass, welcher immer neuen Hass produziert und in die Welt setzt, sein. Denn Gewalt und Hass melden beide eigene Machtansprüche an. Es sollte stattdessen mit Liebe, Mitgefühl, Solidarität, Kommunikation und Organisation reagiert werden. Dabei ist auf dezentrale, antiautoritäre und undogmatische Durchführung zu achten. Das freie Individuum in seiner Ganzheit und Individualität soll anerkannt sein und so als Maßstab für eine bessere Welt dienen.  Die Antwort auf all die Zerstörung der Welt, ausgehend von erwachsenen Kindern, die sich noch immer ungeliebt und unakzeptiert fühlen, die sich in Ideologien und deren Zwangskollektiven geflüchtet haben, sich aktuell im Kapitalismus in Leistungswahn und Konkurenzkampf erschöpfen, dabei den Planeten zerstören, sind also nicht Brandsätze und daraus erhoffte kurzfristige „Entschleunigung“. Daraus erfolgt keine Inspiration der entmündigten, geschundenen, ausgebeuteten Individuen, die sich durch den Alltag schleppen und sich dafür hassen, sich selbst nicht entfalten zu können, geschweige denn zu erkennen, worin ihre eigentlichen, ursprünglichen Sehnsüchte und Bedürfnisse stecken! Das müssen die Revolutionäre dieser Welt zu allererst lernen. Wer den Hass, die Ausbeutung und Zerstörung, die Herrschaft des Menschen über den Menschen in aller Welt beenden will, muss zunächst einmal das Trauma seiner eigenen Kindheit erkannt, verarbeitet und überwunden haben!

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Pornografie für die Verdammten dieser Erde

Ihr schuftet freiwillig bis ihr verreckt, Ihr wählt freiwillig wer Euch betrügt und ausbeutet, weil ihr glaubt es sei Ausdruck von Freiheit für Konzerne zu arbeiten und Parteien zu wählen. Ihr seid jederzeit korrumpierbar, jeder kann Euch kaufen, auch wenn das den Tod von Menschen, Tieren und der Umwelt bedeutet. Ihr unterstützt das Prinzip der Ausbeutung, welches Milliarden knechtet und eine elitäre Minderheit privilegiert, mit Eurer Schulbildung, Ausbildung, Karriere, Arbeitskraft, Bewusstlosigkeit, Apathie, Lethargie, Ignoranz und Schizophrenie. Ihr verschachert Euer einzigartiges, unendlich wertvolles Leben für Geld, es ist Euch egal was das bedeutet. Und selbst wenn: Eure Bedenken, Zweifel und Gefühle habt ihr längst verraten und verdrängen gelernt. Jetzt hungert ihr gelegentlich nach Leben, Zeit, Genuss, wertvollen Momenten und starken Freundschaften, wie all die anderen Verdammten dieser Erde, weil ihr eben doch nicht alles verraten, vergessen und verdrängen könnt. Ihr seid Menschen deren Träume und Bedürfnisse gelebt und wahrgenommen werden wollen.

Was wollen Konzerne?

Die Konzerne wollen Eure Arbeitskraft auspressen, das gilt immer und global, egal wie nett die Kollegen sind oder wie interessant die Arbeit ist. Daher interessiert sich der Konzern nicht für Eure Bedürfnisse, alles was ihn interessiert ist: Wie kann man möglichst effizient viel Zaster aus dem Humankapital holen. Natürlich funktioniert das auch indem man das Humankapital freundlich behandelt, es nicht mit Befehlen verschreckt und ein Dienstauto gewährt oder Überstunden bezahlt. Der Wolf kommt sozusagen im Schafspelz daher. Die Freizeit wird immer geringer und kann immer weniger ausgelebt werden, weil wir zu erschöpft aus der Arbeit kommen. Die Arbeit intensiviert sich mit zunehmender Entwicklung der Konkurrenzkämpfe an den weltweiten Märkten. Immer mehr Konkurrenten drängen auf den Markt und verkomplizieren den Verkauf von Waren, weil es zu viele Anbieter und zu wenig Nachfrage gibt. Daher gilt es z.B. auch als modern nach der Arbeit mit den Kollegen und dem Boss noch einen saufen zu gehen, dies dient dazu versteckte Arbeitskraft ausfindig zu machen, denn: Wenn man sich miteinander identifiziert, funktioniert man als Team auf dem Markt besser und hat folglich auch mehr Chancen auf höhere Profite. Nun stellt sich die Frage: Wo ist eigentlich der böse Kerl der uns auspresst? Kann man ihn gepflegt zusammenscheissen oder umstimmen? Der so genannte Kapitalist steckt mittlerweile in uns allen, aber vor allem in jenen Leuten die an Schlüsselpositionen des Kapitalismus sitzen und einfach nur ganz harmlos ihren Job machen. Das kann der Niederlassungsleiter sein, der Abteilungsleiter, die Vorstandsvorsitzenden und so weiter. Diese Leute schauen sich die ganze Zeit genau an wie die Zahlen sind und dann entscheiden sie was für den Konzern möglicherweise am besten ist. Müssen Leute rausgeworfen werden? Müssen die Leute angetrieben werden, damit sie schneller und mehr arbeiten? Wie kann man sie dazu bringen? Hierfür gibts ziemlich ulkige Lehrgänge für Führungspersönlichkeiten. Im Grunde ist das nur ein Seminar für moderne Sklavenhalter. Um die Frage zu beantworten ob man diese Leute umstimmen kann: Ja, sicher, aber das wird wahrscheinlich nur zu einer Pleite des Konzerns führen und würde das System nicht ändern. Firmenpleiten gehören zum Alltag.

Eine Welt voller Sklaven

Im Prinzip hängen also auch die Bosse und leitenden Angestellten am Busen des Kapitalismus. Ihre Jobs hängen genauso von den Profiten ab wie die Jobs aller anderen. Nur haben sie natürlich höhere Gehälter, damit auch mehr Sicherheiten, verfügen aufgrund ihrer Position über ein ganz anderes berufliches Netzwerk, welches sie in der Regel bei Insolvenz nicht in den sozialen und finanziellen Ruin führen wird. Außerdem sehen diese Führungspersönlichkeiten oft Monate vor der Insolvenz die tatsächliche Lage des Unternehmens und können entsprechend früh Maßnahmen für den weiteren Verlauf der Karriere ergreifen. Gewöhnliche Angestellte, Praktikanten, Azubis, 0 bis 400 Euro Jobber, Zeitarbeiter, Angestellte mit befristeten und unbefristeten Arbeitsverträgen haben da meist keine Chance. Es wird generell gern gehofft das sich alles „zum Guten“ wenden wird. Der Konzern wird einen schon nicht rauswerfen, vor allem nicht nach all den Jahren, nach allem was getan und investiert wurde. Die Naivität der Leute ist gigantisch. Sie glauben nur weil sie ihre Arbeitskraft verkaufen, wäre Dankbarkeit und Solidarität seitens des Konzerns zwingend erforderlich. Aber das einzige was zählt ist der Profit und wenn Angestellte die Kohle nicht mehr reinbringen, haben sie sich ganz einfach ohne murren zu verpissen. Egal ob sie sich zukünftig vom Müll anderer Angestellte und Bosse ernähren müssen, ihren Lebenspartner, ihre Wohnung oder ihren Lebenswillen verlieren. Es gibt keine Gnade in diesem System und es gibt auch keine Reformen die das jemals ändern werden, denn dazu müsste man grundsätzliche Mechanismen der kapitalistischen Produktionsweise aufheben, u.a. die Profitmaximierung.

Das Elend hat unzählige Gesichter

Man muss sich nur ansehen wie Menschen in Chile, Indien, Afrika, Brasilien, China, Ukraine, Bangladesh bzw. generell Indonesien und in vielen anderen Ländern behandelt werden. Die Konzerne wandern in diese Länder ab, weil die Löhne sehr gering sind. Die Löhne sind u.a. so gering weil diese Menschen noch nie etwas von Menschenrechten oder Menschenwürde gehört haben. Sie wissen nicht welche Rechte sie als Menschen, als Angestellte haben. Es gibt keine Versicherungen oder zusätzliche Leistungen für Gesundheit und Alter. Das freut die leitenden Angestellten der diversen Konzerne und sie investieren in diese Regionen um mit höchsten Profiten ihre Ware an den heimatlichen Märkten zu verschachern. Viele Menschen sterben dort weil es keinerlei Sicherheit am Arbeitsplatz gibt, weil es Geld kosten würde so etwas einzurichten und weil es sowieso egal ist, denn jeder Angestellte kann jederzeit durch einen nächsten armen Lohnabhängigen ersetzt werden. Menschen in Japan bringen sich nicht selten um, wenn sie ihren Job verlieren. Sie haben sich so sehr mit dem Konzern identifiziert, sie glauben ohne Job seien sie wertlos. Diese Überidentifikation konnte möglich werden aufgrund der Lohnabhängigkeit und Entfremdung. Die Menschen drohen zu verhungern, drohen den Kontakt zur Gesellschaft zu verlieren, wenn sie kein Geld haben. Dieses Geld können sie nur erhalten wenn sie die Bedingungen der Konzerne akzeptieren. Sie müssen also den leitenden Angestellten gefallen, sonst haben sie keine Chance. Somit befindet man sich als Lohnangestellter immer in einer Erpressungsituation. Das gilt nicht nur für Kinderarbeiter oder in extremen Elend lebende Hungernde, sondern auch für den Hartz IV Empfänger, einem Rentner oder einem Schüler, für die eigenen Eltern hier in Europa oder Amerika.

Das Elend in Deutschland

Hartz IV Empfänger können nicht von den Sozialabgaben leben, sie werden von den Konzernen nicht gebraucht, die Medien, Politiker und Nachbarn inszenieren sie gerne als Asoziale, dabei sind sie nichts anderes als die Hungernden dieser Welt, sie gehören zu den Verlierern im System Kapitalismus. Beobachtet mal wieviele Leute an den Haltestellen oder Stadien nach Müll suchen. Es gibt keine Jobs für alle Menschen, das ist Systembedingt, denn Jobs sind teuer und minimieren Profite. Rentner können nicht mehr von ihrer Rente leben und müssen sich Zuverdienstmöglichkeiten erschließen, meist als 400 EUR Jobber, gehen putzen oder fahren Taxi und das nach vielen Jahren Lohnarbeit. Die Politik spricht davon wie toll das ist, denn der Staat profitiert natürlich davon wenn die Leute statt für ihr Recht und Geld zu protestieren lieber arbeiten gehen. Schüler müssen ihre Noten ständig optimieren um bei Bewerbungen positiv aufzufallen. Diese jungen hoffnungsvollen Menschen werden hier erneut auf Zahlen reduziert, obwohl kein Mensch in eine Schublade passt! Ich nenne das Alltagsfaschismus der kapitalistischen Bürokratie, die übrigens auch beim Staat gelebte Normalität ist, gerade was die Arbeitsagenturen angeht. Die eigenen Eltern müssen wie die meisten Lohnabhängigen im beruflichen Alltag diversen Repressalien und Widerständen trotzen. Motzende Kunden, Zeitdruck, Termine, Verpflichtungen, Meetings, immer wieder Probleme in den Abläufen, fehlende Unterstützung aufgrund von Rationalisierungen, ignorante und arrogante Sprüche von Oberen, eine sich tagtäglich wiederholende Zermürbung des einzigartigen menschlichen Wesen findet mit unendlich vielen Nadelstichen ihren bitteren rauen Ausdruck. Unsere Eltern müssen uns quasi nebenbei großziehen und erziehen. Sie leiden selbst darunter wenig Zeit für ihr Kind zu haben. Kinder sind überhaupt eine sehr teure Angelegenheit, wer kennt sie nicht? Die Angst beim Sex, ein Kind zu zeugen was man nicht bezahlen kann? Dies muss als Armutszeugnis dieser kapitalistisch geprägten Gesellschaft verstanden werden.

Ausbeutung der Tierwelt

Tiere werden im Kapitalismus ähnlich wie die Menschen lediglich als Quelle für Profite betrachtet. Deshalb gibt es diese sehr merkwürdige Entwicklung der Massentierhaltung. Tiere die zu tausenden in abgeschotteten Hallen auf ihre Schlachtung warten, Antibiotika und Fleisch in ihrem Futter akzeptieren müssen, und später als Bioqualitätsfleisch an den Konsumenten bzw. Lohnabhängigen verschachert werden sind ganz normale Zustände. Der Preisdruck treibt die „Fleischproduzenten“ dazu immer mehr Tiere unter immer kosengünstigern, also schlimmeren, Bedingungen einzusperren. Es gibt natürlich gesetzliche Kontrollen, diese finden in der Realität aber viel zu selten statt. Egal ob in der Kosmetik- oder Textilindustrie, Forschung, Ausbeutung der Tierwelt ist allgegenwärtig. Die zunehmende Lust auf Fleisch und Milchprodukte sorgt für ein immer größer werdendes Heer von Schlacht und Melktieren und damit auch für eine wachsende Zahl von Tieren die großes Leid erfahren müssen. Die Palette der Grausamkeiten ist facettenreich, die Tiere werden bei lebendigen Leib geschlachtet, trotz aller Vorkehrungen, werden mit gebrochenen Beinen zur Schlachtung gezerrt oder müssen aus vereiterten Eutern Milch geben. Fast-Food-Ketten preisen mit ihren teuren Werbekampagnen ein sorgloses und harmonisches Verzehren ihrer Produkte an. Prominente, bei denen man nicht weiß aufgrund welcher wichtiger Leistungen sie prominent sind, starren mechanisch in die Kamera, machen auswendig gelernte Späßchen, die laut Marketingagentur am besten ankommen, zeigen ihre tolle Figur und beissen grinsend in Tierleichen. Propaganda ist allgegenwärtig, aber hier findet sie ihre absolute Vollendung u.a. auch mit einem manipulierenden Slogan der einem einreden soll was man liebt. Jeder weiß auf welche Kette ich hier anspreche, was für den Erfolg der Kampagne spricht, was wiederum viele tausend gequälte Tiere bedeuten wird. Die Menschen essen viel zu viel Fleisch, mehr als es ihnen gut tut, und uns tut nur sehr wenig Fleisch tatsächlich gut. Einmal im Monat würde so ein Burger völlig reichen. Mittlerweile haben sich die Fast Food Ketten aber wie eine Seuche verbreitet, sie finden sich in Stadtzentren, in der Nähe von Schulen, Bahnhöfen oder Stadien. Auch hier schauen sich Angestellte und Führungspersönlichkeiten die Zahlen genau an, wo können wir am meisten Geld machen? Ihre Kampagnen zielen ebenso nur darauf ab möglichst viele Menschen zu verführen. Es spielt ihnen in die Karten wenn die Menschen auf die Tiere und die Gesundheit scheißen, daran ändern ihre Alibi-Salate, glückliche-Kühe-auf-saftigen-Wiesen-Spots auch nichts.

Ausbeutung der Natur & Umweltverschmutzung

Wenn der Fleischkonsum steigt, steigt die Zahl der Tiere die geschlachtet werden müssen und damit steigt auch die Zahl der Futtermitteltonnagen. Wälder müssen gerodet werden damit Soja und ähnliches angebaut werden kann, um die Millionen Nutz- und Schlachttiere zu füttern. Würden wir in der westlichen Welt weniger Fleisch verzehren könnten wahrscheinlich tausende Menschen vor dem sicheren Hungertod gerettet werden, denn Soja könnte auch von ihnen gegessen werden. Aber da die Hungernden dieser Welt kein Geld haben, sind ihre Bedürfnisse für unser System irrelevant. Es macht mehr Sinn die Umwelt zu zerstören, Tiere mit Genen und Züchtung in immer kürzerer Zeit auf ein ertragsreiches Schlachtniveau zu bringen, ihr Fleisch und Futtermittel um die halbe Welt zu karren, horrende Energie zu verschwenden um am Ende Konsumenten mit zuviel von allem krank zu machen, die Gesundheitssysteme zu belasten und Kindern ihre Väter und Mütter zu rauben. Fettleibkeit ist eine Epidemie, die diverse Zivilisationskrankheiten auslöst. Herzrythmusstörungen, Asthma, Allergien, es gibt unzählige Beispiele. So bringt der Fleischkonsum auch eine zunehmende Verschmutzung der Umwelt mit sich. Das betrifft aber auch viele andere Produkte, egal ob Computer, Handys, Fernseher, Autos, Motorräder, diverse Lebensmittel von Kakao, Kaffee über Bananen usw. Was tagtäglich aufgrund unseres Konsumverhaltens durch die Welt gefahren, verschifft und geflogen wird, ist unermesslich. Der Ölverbrauch steigt von Jahr zu Jahr, der Hunger sämtlicher Industrienationen ist ähnlich unermesslich wie unsere Suche nach neuen Konsumerlebnissen. Wir langweilen uns weil wir unsere wirklichen Bedürfnisse nicht kennen, weil wir unglücklich sind im Job, in der Familie, in der Liebe oder mit uns selbst. Deshalb brauchen wir Ablenkung statt Lösungen. Dies führt unweigerlich zu Ölkatastrophen. Es gehört mittlerweile zum normalen Wahnsinn: Tiere die in Ölteppichen ersticken, hundertausende Liter Wasser werden zu einer giftigen Suppe die alles verklebt und abtötet. Regelmäßig laufen Tanker auf Grund oder sinken, Ölplattformen gehen in Brand oder Bohrlöcher sorgen für monatelange Verschmutzung. Wir brauchen Rohstoffe wie Öl um unsere Produktion aufrechtzuerhalten. Die Konzerne wollen jedes Jahr mehr Computer, Handys, Fernseher, Autos, Motorräder uvm. verkaufen. Dieser Energiehunger hat uns in die Atomkraft getrieben. Die Atomkraft sorgt in Fukushima für einen strahlenden Alptraum. Sogar das Meer wird nun verstrahlt. Die Technik ist nicht beherrschbar, Kritiker sagen das seit Jahrzehnten. Aber man ist verliebt in die Idee. Nachdem Milliarden investiert wurde, will man umso mehr Milliarden wieder heraus holen. Es gibt hunderte Atomkraftwerke und kein Endlager, es gibt Studien die eine Häufung der Krebserkrankungen rund um Atomkraftwerke belegen. Das sind eben Kollateralschäden. Tausende Tiere und Menschen sterben für den zweifelhaften Wohlstand der Massen. Dafür traten Politiker wie Merkel und Kohl ein. Die Zerstörung der Weltmeere, Wälder, Naturschutzgebiete, einzigartiger Lebenswelten wie auf Madagaskar gehören zur traurigen Normalität im Kapitalismus. Je mehr die Menschen sich von den Versprechen der Konzerne und Parteien verführen lassen, desto stärker werden die Bedrohungen und Zerstörungen ausfallen und fortschreiten.

Plädoyer

Wenn also Konzerne Menschen, Tiere und Natur für die Profite auf zerstörerische Art und Weise ausbeuten, bis sie nicht mehr überleben können, stellt sich doch die Frage warum all das weiter betrieben wird. Es gibt diesen Irrglauben, die Politik müsse das alles Regeln. Der kleine Mann sei ja völlig machtlos, obwohl er tagtäglich in den Betrieb rennt und seine Arbeitskraft investiert und damit die ganze Maschinerie legitimiert und am laufen hält. Manchmal denke ich: Es braucht nur einen einzigen Generalstreik und dann ist Schluss mit diesem ganzen Scheiß! Aber nein, die Leute reden sich ein, sie können es nicht ändern, glotzen daher lieber seelenlose Sport-, Sing- und Modelwettbewerbe, jammern wie dumm das doch alles ist, gehen saufen, ficken Menschen die sie nicht lieben, zeugen leere Kinder, wählen Parteien die diese ganze Situation mit Gesetzen legitimieren und prostituieren sich am Arbeitsmarkt für ein paar Kröten. Wieso machen die Leute Jobs die ihnen nicht gefallen? Warum machen sie miese Arbeitsbedingungen mit? Sie empfinden eine große Ohnmacht wenn sie die Katastrophen dieser Welt erleben. Die kapitalistische Gesellschaft hat die Individuen atomisiert. Jeder für sich, jeder gegen jeden, Ellbogengesellschaft, wir kennen die Schlagworte. Wir glauben keine Macht zu haben, weil wir bei den Wahlen unsere Stimme und am Arbeitsplatz unsere Individualität abgeben. Wir tun das aus Tradition, weil es bislang immer so gemacht wurde. Jene die dies hinterfragt haben mussten schwere gesellschaftliche Repressionen ertragen, denn die freiheitlich-demokratische Welt ist keine freie Welt. Warum musste Martin Luther King jr. sterben als er sich für die Rechte seiner Brüder und Schwestern eingesetzt hat? Oder Malcolm X? Warum musste Rudi Dutschke sterben als er beharrlich die Unbrauchbarkeit unseres politischen und wirtschaftlichen Systems anklagte und zu mehr zivilen Ungehorsam aufrief? Warum landen Anarchisten wie Jörg Bergstedt im Knast, wenn er sich im Namen von uns allen gegen Genfood einsetzt? Warum werden Menschen in gesellschaftskritischen Projekten von Spitzeln selbst in ihrem Bett überwacht? Warum erhalten dagegen Politiker wie Roland Koch, der in seinen Wahlkämpfen mit ausländerfeindlichen Parolen auffiel, das Bundesverdienstkreuz? Warum wünscht sich der bayrische Minister Seehofer Betrüger wie Guttenberg an der politischen Spitze? Es gibt ganz offensichtlich Interessengegensätze in dieser Gesellschaft deren Hintergründe nur in zeitintensiven Recherchen begriffen werden können. Meine Ausführungen können diesbezüglich nur unzureichend sein. Aber ich appelliere an jeden Leser sich undogmatisch und ohne Tabus die Zustände dieser Welt anzusehen und darüber zu reflektieren. Es muss unser gemeinsames Anliegen sein nachhaltige und wirksame Alternativen und Veränderungen voranzutreiben. Es kann nicht sein das die Ausländer, der Islam oder Sozialhilfeempfänger zum Problem erklärt werden, Hetze betrieben wird statt Aufklärung und Dialog, unser tatsächliches Problem ist ein globales, nämlicher der Kapitalismus und gegen ihn muss mit allen friedlichen Mitteln gekämpft werden.

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Mein Weg und meine Gefährten

Ich fahre täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit und normalerweise gefällt mir das ganz gut. Nur scheinen offenbar etliche Passanten der Ansicht zu sein, ich hätte gefälligst, wie sie, zu Fuß zu laufen, denn sie weigern sich zu 90 Prozent trotz wilden Geklingels und Gerufe von mir zur Zeit zu gehen und beschimpfen mich auch noch. Oft sehen sie mich aus 10-50 Meter Entfernung und starren mich an, als ob ich dadurch absteigen würde. Rentner mit ihren Hunden, Hausfrauen die gemeinsam einen Spaziergang machen, irgendwelche Leute mit dicken Einkaufstüten und all das mitten im Industriegebiet! Ich weiß nicht warum ihr Vollidioten mitten im Industriegebiet Eure Runden drehen müsst, vor allem in der Rushour! Es ist unfassbar, mir kommen sogar Fahrradfahrer entgegen die sich strickt weigern zur Seite zu fahren und lieber in den Graben fahren, anstatt einfach 1 Meter zur Seite zu fahren, so wie ich das ständig machen muss. Ich würde ja gar nichts sagen wenn das 1 mal in der Woche passieren würde, aber es passiert wirklich täglich etliche Male und jedes Mal frage ich was mit diesen Leuten los ist. Schaffen sie es nicht auf ihre Mitmenschen zu achten und entsprechend zu beachten wie schwer oder leicht sie es haben? Mit dem Fahrrad hat man gerade jetzt, bei ungeräumten Wegen keinerlei Möglichkeiten großartig auszuweichen, man ist auf die Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen angewiesen. Es ist schlimm genug das die Gemeinde unfähig ist die Wege freizuhalten, aber wenn nichtmal diese Kleinigkeit von den Mitmenschen beachtet werden kann, dann ist mir auch klar warum kompliziertere Schwierigkeiten gar nicht erst gesehen werden. So, jetzt wisst ihr, ich ziehe auf der Straße den kürzeren, obwohl ich das größere Vehikel gegenüber Passanten habe, was für eine Qual und Erniedrigung. Jetzt etwas wichtigeres:

In der Praxis sehe ich tagtäglich wie es in unserem wirtschaftlichen System abgeht. 3 meiner Kollegen haben heute ziemlich viele Überstunden gemacht. Der erste Kollege 12 Stunden, die anderen beiden 14 Stunden. Ich frage Euch, wieviel haben diese Kollegen wohl noch vom Tag gehabt? Wieviele Nachrichten in den Medien konnten sie wahrnehmen und kritisch reflektieren? Wieviele Proteste hätten sie an diesem Tag machen können? Wieviele Bücher lesen, Filme sehen und Frauen küssen können? Da bleibt kaum noch Zeit um das Leben zu genießen, die eigene Tocher aufwachsen zu sehen bzw. Erziehung zu betreiben. Da bleibt noch weniger Zeit der Politik und Wirtschaft auf die Finger zu hauen usw. Und hier sieht man ein grundlegendes Problem dieser Gesellschaft, die Menschen müssen soviel arbeiten, dass sie kaum noch in der Lage sind der Demokratie Leben einzuhauchen und genau das sorgt dafür das die Politiker jeden Mist verzapfen können, ohne dass ein riesiger Aufschrei durch die Gesellschaft geht. Die wenigen Menschen die jetzt noch über einen Arbeitsplatz verfügen müssen die tägliche Arbeit mit hohem Einsatz erledigen, dieser hohe Druck sorgt für psychische bzw. physische Probleme, die Leute essen, trinken, rauchen zuviel, schreien, jammern und kämpfen sich durchs Leben. Sobald sie erschöpft von der Arbeit kommen, wollen sie den restlichen Tag bzw. die restliche Nacht wenigstens ein bisschen genießen und gehen feiern, treffen sich mit ihrer Frau oder ihrem Mann, kümmern sich um das Kind oder die Kinder etc. Sie haben keinen Nerv und keine Kraft sich mit schwierigen Themen der Politik oder Wirtschaft auseinanderzusetzen.

Ich gehöre zu den wenigen die das tun und habe entsprechend wenig vom Leben. Ich führe ein Doppelleben. Am Tag arbeite ich und in der Nacht differenziere, reflektiere und publiziere ich. Täglich frage ich mich ob ich das noch länger durchhalte, ob es sich überhaupt lohnt, ob ich überhaupt jemals in der Lage sein werde all die komplexen Mechnismen vollständig begriffen zu haben. Es geht mir nicht nur darum zu verstehen was passiert, sondern auch zu verstehen warum vieles bisher nicht funktioniert hat und wie Alternativen aussehen könnten. Allein der erste Punkt braucht ein halbes Leben, bei den anderen Punkten ist es nicht anders. Als Einzelkämpfer neige ich oft zu schwarz-weiß Ansichten, entweder es funktioniert oder nicht. Ich glaube ich kann allein gar nichts bewegen, aber bevor ich mich mit anderen engagiere, will ich für mich die grundlegenden Sachen geklärt haben. Blinder Aktionismus ist fatal, daher orientiere ich mich an anderen Aktivisten, entweder vergangener oder aktueller Zeiten. Mich treibt die Hoffnung auf eine bessere Welt an. Ich will nicht akzeptieren das Milliarden Menschen hungern und in entfremdeter, schlechtbezahlter Arbeit zerfallen. Es geht auch um kommende Generationen. Ich werde auch immer älter und merke langsam, die Menschen, die jünger sind als ich, werden immer mehr. Und dann frage ich mich, wissen sie um ihre Verantwortung, um ihre Chancen? Oder sind sie mindestens so verblendet und gebrochen wie die Erwachsenen? Es ist notwendig für die Sache möglichst bald offensiver zu sein, lokal Menschen zu finden die mitmachen und mitdenken, unabhängig von Parteien oder Ideologien. Ohne erhöhten Einsatz wird es keine Freiheit geben, zumindest keine von höherer Qualität als bisher.

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Du kannst die Wohlfühldiktatur nicht ändern!

Seit Generationen zwingen wir uns gegenseitig innerhalb eines globalen Wettbewerbs gegeneinander um Profite, Gehälter, Karrieren, Status usw. zu kämpfen. Das Leben von uns, unseren Eltern, deren Eltern und deren Eltern und so weiter ist nichts weiter als ständiger Kampf, jeder ist der Feind und daher muss jedem Menschen misstraut werden.

Es gibt keine Alternative, die Alternativen sind gescheitert, wir können uns nur im permanenten Wettbewerb gegenseitig zerfleischen und alljene die dafür zu schwach sind oder das einfach nicht mitmachen wollen haben eben zu verrecken! Das ist Kapitalismus, das ist Marktwirtschaft, politisch u.a. durch unser demokratisches System, in welchem wir zwischen Pest und Cholera „wählen“, legitimiert.

Laut Ansicht von Generationen, also hunderten von Millionen von Menschen, ist die bestmögliche Freiheit in dieser Welt die Wahl zwischen Pepsi und Cola, die bestmögliche Freiheit ist 1 Monat Urlaub bei 11 Monaten Arbeit, ist 1 Milliarde Menschen in Hunger, während andere Menschen in ihrem Fett erkranken und erdrückt werden. Arbeit und Konsum die perfekte Harmonie auf dem Weg zur Freiheit! Alljene die das hinterfragen sind arbeitsscheue Schmarotzer die man zur Arbeit peitschen sollte!

Ist es nicht merkwürdig, wenn andere täglich 8, 10, 12, 14, 16 ja teilweise sogar 20 Stunden arbeiten und trotzdem nicht reich werden? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.

Ist es nicht merkwürdig, wenn andere innerhalb von 1 Jahr hunderte Millionen Euro verdienen, obwohl sie täglich sehr viel weniger Stunden arbeiten? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.

Ist es nicht merkwürdig, seit 60 Jahren Demokratie nur verwaltet, ignoriert und verarscht zu werden, statt befreit zu werden von menschlichen Illusionen, Gewalt und Ausbeutung? Das ist halt so, daran ist nichts merkwürdig.


Alles was meine Familie zu meinen Gedanken sagen kann: Das ist halt so. Es war schon immer so. Du kannst es nicht ändern. Mach etwas vernünftiges, geh arbeiten, so kann Dich immerhin keiner als asozial beschimpfen!

Aber gleichzeitig soll ich zusehen wie meine Familie und Milliarden andere Menschen sich zu tode arbeiten und kaum etwas vom Leben haben! Ich soll einfach so tun als sei alles so, wie man es mir von Geburt an vorgelebt und gelehrt hat. Ich soll versuchen ein glücklicher Sklave zu werden und Ausbeutung als höhere Gewalt, für die niemand verantwortlich ist, akzeptieren.

Man sagt mir ich wäre ein Träumer, Teil einer Sekte und ich soll aufhören mir einzubilden ich sei ein idealistischer Messiahs der das Paradies auf Erden schaffen kann. Soetwas bekomme ich zuhören wenn ich Zustände nicht ertragen kann und diese anspreche! Es scheint für diese Menschen eine Qual zu sein, darauf hingewiesen zu werden, dass sie ihre Möglichkeiten zur grundsätzlichen Veränderung der Gesellschaft nicht genutzt haben. Und damit meine ich ganz klar Revolution, damit verbundenen Generalstreik, Selbstorganisation in völliger Gewaltlosigkeit.

Politiker, Bosse, Bonzen müssen entmachtet werden und dazu gehört nunmal die völlig Auflösung der jetzigen Praktizierung der unterdrückenden Ideologien und Institutionen. Dieses muss natürlich friedlich geschehen, dieses muss mit dem entsprechenden Bewusstsein der Massen geschehen, sonst wird alles dahingehende weitgehend scheitern. Daher ist es dringend erforderlich Theorien zu entwickeln und in der Praxis zu erproben. Genau dieses tue ich in Berlin und werde dafür nicht einmal von meiner Familie gelobt oder unterstützt, – stattdessen diese Phrasen ich hätte durchgedreht und würde ja nur so leben weil ich faul wäre!

Dabei ist das völliger Irrsinn, – ich tue mir im Gegenteil sehr viel mehr Arbeit an als viele andere Arbeiter die sich brav in das Heer der Arbeiter einreihen, – denn ich kämpfe gegen sämtliche Fronten der Zivilisation, die durch die Ignoranz und Dekadenz entstanden sind. Keiner will seine Lebensweise hinterfragt haben, daher hat sich jeder einen gewissen Panzer zugelegt und diesen aufzulösen ist eigentlich eine Lebensaufgabe und bedarf unheimliches Wissen, Beharrlichkeit und Idealismus. Inwieweit man so überleben kann, erprobe ich gerade. Aber es ist alles andere als Faulheit, so zu leben. Es ist hochgradig unangenehm, aber notwendig, weil es keine Alternative gibt, als Aktivismus gegen diese Zustände! Und ich fordere jeden dazu auf, seine im Alltag aufkommenden Gedanken und Gefühle exakt wahrzunehmen, deren Quelle nachzugehen, vielleicht erhaltet ihr dann eine ähnliche Motivation wie ich.

Die Kriege zwischen Nationen, Konzernen, Haushalten, Individuen sind es die die Menschen reihenweise leiden und zerstören lassen. Diese Kriege beruhen zurzeit, also seit einigen Jahrhunderten, auf Ängsten, u.a. der Angst „zu kurz zu kommen“. Jeder fürchtet sich vor irgendetwas und braucht die Unterstützung anderer Menschen, auch wenn es um wesentlich grundlegendere Bedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Lebensraum und so weiter geht, brauchen wir die Unterstützung anderer Menschen.

Es ist doch absolut logisch das jeder Mensch gewisse Rechte hat, die ab seiner Geburt in Kraft treten und erst enden wenn er gestorben ist. Warum kämpfen wir nicht um diese Rechte und die Durchsetzung der Rechte? Warum nehmen wir unseren Schmerz einfach hin, – der übrigens vorallem aus der gesellschaftlichen Unterdrückung und Ausbeutung resultiert?

Kooperation statt Konkurrenzkampf, das ist mein Wunsch und meine Forderung an alle. Es gibt bereits Kooperationen, oft meist kapitalistischer Art oder vom „Sozialstaat“ ausgehend, – aber das sind rein oberflächliche Zugeständnisse die nicht ausreichen um das Leben tatsächlich qualitativ zu verbessern.

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Bewusstseinserweiternde Maßnahme

Länger nur zu jammern soll nicht mehr meine Beschäftigung sein, ich will die Bewusstseinswerdung von möglichst vielen Menschen steigern und inspirieren. Deshalb wird es in den kommenden Tagen eine Flyerbombing-Aktion geben, welche vorallem auf die Bevölkerungsschicht in Berlin abzielt, die definitiv genug finanzielle Mittel zur Verfügung hat. Es ist mein verzweifelter persönlicher Versuch die Menschen aufzurütteln. Vielleicht ist es naiv, vielleicht ist es genau das richtige, wie dem auch sei, ich fand es war nötig derart zu handeln. Ich stelle mich gern für weitere Debatten virtuell wie auch persönlich zur Verfügung, sofern es sich um sachliche und vernünftige Ansprüche handelt. (Email: it ät jazariel.de)

Der abfolgende Text wird auf dem Flyer zu finden sein:

Update: Der abfolgende Text wird überarbeitet, – Neuerscheinung folgt!

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Ihr Priveligierten! Ihr Reichen! Ihr Bonzen! Ihr Verwöhnten! Ihr Träumer!
Ihr die hunderte Euro für Schuhe, Hemden, Hosen und Schmuck verlangt!
Ihr die hunderte Euro für Schuhe, Hemden, Hosen und Schmuck ausgebt!
Ihr die auf Kosten von Millionen von Menschen in einer Traumwelt lebt!

Ihr seht nicht die Hungernden, die Bettler, die Herausgefallenen der Gesellschaft, die direkt neben Euch in den Gossen liegen, Flaschen sammeln oder ein paar Kilometer weiter vor sich hin vegetieren bis sie erfrieren oder verhungern! Es ist Euch in Eurer Ignoranz und Arroganz völlig gleichgültig was mit diesen Menschen geschieht. Denn Euch geht es gut, denn ihr seid die verträumten, verwöhnten Priveligierten, die nie etwas anderes als ein Leben voller Überfluss erlebt haben. Dabei begreift ihr nicht, dass ihr mit diesem Verhalten immer mehr Lebensgrundlagen vieler Menschen zerstört.

Von Beginn unseres Lebens werden wir alle dazu erzogen in Konkurrenz mit unseren Mitmenschen zu leben. Es wird behauptet wir seien unabhängig voneinander und deshalb geht es von Geburt bis zum Tode darum, sich mit Leistung gegenüber seinen Kontrahenten durchzusetzen. Diese Vorstellung ist die maßgebliche Ursache unzähliger Konflikte von kleineren Streiteren, Minderwertigkeitskomplexen über Depressionen, Amokläufen, Suziden und ganzen Kriegen zwischen Menschen und Nationen bis hin zum Abwurf der Atombombe, Konzentrationslagern usw.

Denn das Leistungsprinzip impliziert die Angst „nicht gut genug“ für das Leben oder die Gesellschaft zu sein. Das Leistungsprinzip setzt die Menschen in permanenten Kampf gegeneinander wodurch die eigentliche Angst die dahinter steckt immer weiter wächst, was wiederum immer mehr Konflikte schürt, ausbrechen und eskalieren lässt. Diese Angst ist jedoch völlig unberechtigt. Jeder der leben will ist gut genug für das Leben und die Gesellschaft. Dennoch wurde uns das von unseren Eltern, Lehrern, Chefs immer und immer wieder eingebleut: Das es keine Alternativen gibt, der Mensch sei egoistisch, der Mensch klaut, tötet, vergewaltigt sobald er Gelegenheit dazu hat. Die Menschen brauchen die Knute, sonst machen sie gar nichts!

Dies ist eine menschenverachtende Ideologie die nichts mit der Realität zutun hat! Es besteht keine Notwendigkeit viel und schnell in der Schule, im Studium zu lernen und im Beruf zu arbeiten. Dieser Planet ist 4 Milliarden Jahre alt, wir Menschen existieren darauf seit ein paar tausend Jahren, wir sind derart winzig und zerbrechlich, sollten wir nicht lieber die Zeit genießen anstatt das Leben zur Qual zu machen? Die Schmerzen die ihr empfindet sind Resultate von perversen Wahnvorstellungen. Der Stress durch die Arbeiterei für Klamotten, Wohnung, Auto ist genauso unnötig und irrelevant wie die genannten Dinge selbst.

Was wollt ihr denn mit den Sachen von Gucci, Zara, Armani und Co. wenn ihr keine Seele mehr habt?
Was wollt ihr denn mit Euren Titeln, Karrieren und Referenzen anfangen, wenn ihr dabei Eure Leidenschaft fürs Leben verloren habt? Abgesehen davon sind diese ganzen Sachen völlig wertlos! Ihr erhaltet mit diesem Zeug nur oberflächliche Aufmerksamkeit und Bewunderung, aber Euer ganzes Wesen wird dadurch nicht erfasst, im Gegenteil! Ihr betreibt teure Fassadenkleisterei und verliert dabei immer mehr an innerer Schönheit. Ihr quält Euch und andere Menschen mit dieser Ignoranz und Dekadenz!

Jeder Mensch muss von Geburt bis Tod selbstverständlich Lebensraum, Lebensmittel, Wasser, Bildung, Medizin und so weiter als Menschenrecht erhalten. Dank althergebrachter Ansichten ist dies aber alles etwas was sich der Mensch erst zu verdienen hat. Jeder Mensch hat sich im ständigen Konkurrenzkampf seine grundlegendsten Bedürfnisse zu verdienen. Im Kampf gegen sich und andere Menschen muss er also das für sich besorgen, was er für ein annehmbares Leben braucht. Da die Welt begrenzt und die Fähigkeiten der Menschen unterschiedlich begrenzt sind muss es aufgrund dieses Konkurrenzkampfes immer Menschen geben die verlieren, – also verhungern oder von den Resten der „Gewinner“ leben.

Dabei sind wir alle Menschen gleichwertig, einzigartig und gleichberechtigt das Leben wahrzunehmen und zu geniessen. Die unfassbare Realität wird von Euch da draussen mit der Teilnahme am wirtschaftlichen und politischen System gelebt. Ihr wisst in Euren Herzen ganz genau, das hier etwas Elementares fehlt und solange fehlen wird bis ihr nicht Euren Lebensstil verändert. Wie solltet ihr auch als soziale Wesen mit einem barbarischen Leben zurechtkommen?

Es fehlt u.a. die globale Gemeinschaft, denn diese wird durch das Prinzip des Wettbewerbs unter Nationen, Konzernen, Haushalten und Individuen zerrissen. Jeder Mensch ist Konkurrent, also Feind! Jeder Mensch könnte mir etwas wegnehmen, also bekämpfe ich ihn, damit ich sicher das bekomme was ich glaube zu brauchen. Unser Blick ist derart verkürzt, dass wir die Größe und Schönheit des Lebens nicht mehr wahrnehmen können. Alles ist auf Geld reduziert, egal ob Sex, Bildung, Arbeit oder der Tod. Nur die Menschen mit Geld können ihr Leben geniessen, – soweit ist es in dieser Welt gekommen. Mittlerweile werden die Menschen wieder in rentabel und unrentabel aussortiert. Warum sage ich wieder? Früher gab es lebensunwertes Leben, heute unrentables Leben, welches ausgestossen wird. Unser System ist ein Schweinesystem und muss ins Chaos führen!

Macht Euch Gedanken was ihr mit Eurem Geld, Euren Fähigkeiten anfangen könnt, um anderen Menschen zu helfen und damit die menschenverachtenden Verhältnisse zu zerstören. Steckt Euer Geld in regionale Jugendclubs, in soziale Einrichtungen für Menschen die auf der Strasse leben, sorgt dafür das die Mietpreise nicht weiter durch Investmentfirmen gesteigert werden, informiert Euch über unsere wirtschaftliche und politische Grundordnung und ihr werdet verstehen warum ich Euch mit diesem Flyer belästige!

Es geht mir nicht darum für irgendeine Partei, Organistation oder in eigener Sache zu sprechen, es geht mir darum die Dinge so zu sehen wie sie sind und diese wenn sie unerträglich sind zu verändern. Und es ist mir ein Bedürfnis diese Zustände anzuklagen und es kann auch nicht in Eurem Interesse sein Hungernde verhungern zu lassen, Bildung zu verweigern, die Quälerei durch den Arbeitszwang beizubehalten. Früher oder später muss diese Idiotie ohnehin gestoppt werden, es gibt keine Alternative, der Mensch ist ein lernfähiges Wesen.

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Über die Unfähigkeit zu lieben und zu leben

Die herrschende Meinung der letzten Jahrzehnte sorgte für die heutigen Generationen von Menschen, die kaum in der Lage sind sich selbst zu organisieren, ohne dabei anderen Menschen Schaden zu zufügen. Wir leben in einer Zeit, in der wir keine Zeit mehr für uns selbst und die Menschen um uns herum haben, denn alles was wir tun ist darauf ausgelegt ein sicheres Einkommen zu erzielen. Über die Jahrzehnte sind immer mehr Menschen diesem Lebensstil gefolgt, und verschärfen damit den Wettbewerb auf den Märkten nur noch mehr und müssen folglich noch mehr Zeit in die Arbeit, Karriere, Kontakte und so weiter investieren als zuvorige Generationen. Wenn wir also die Situation weiterhin wie bisher akzeptieren indem wir sie mit unserer üblich autoritär-ausbeuterisch-strukturierten beruflichen, schulischen Tätigkeit mit Leben erfüllen, tragen wir genau wie unsere Eltern und Großeltern dazu bei, dass sich alles weiterhin verschärft und irgendwann Konflikte zu heftigen Kriegen werden.

Nun ist es so das einige Menschen teilweise die grundsätzlichen Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Zusammenlebens erkannt haben, aber sich selbst dabei völlig ausklammern, so als wären sie niemals teil davon gewesen. Wir Menschen hier in Europa und ganz besonders in Deutschland sind große Profiteure innerhalb der Weltwirtschaft, wir verdienen am Leiden und an den Qualen anderer Menschen und je länger diese Menschen in den „ärmeren“ Ländern in dieses Massaker gedrängt werden, desto länger bleibt bei uns auch der zweifelhafte Wohlstand erhalten. Viele Länder besitzen unmengen an Rohstoffen, doch ihre Bevölkerung ist arm weil entsprechende politische und wirtschaftliche Organistationen und Strukturen dies so wollten. Fragt Euch wie der Zigarettenpreis oder Bananenpreis zustande kommt. Ihr habt täglich mit bestimmt 50 Ländern zutun, die an der Produktion von irgendwelchen Produkten beteiligt sind, die ihr tragt, esst, oder in irgendeiner Form nutzt. Seid dankbar und es sollte Euch ein Bedürfniss werden fair mit allen Menschen umzugehen.

Wir haben in Berlin einige sogenannte besetzte Häuser, jedoch sind die meisten davon äußerst destruktiv und weitesgehend unpolitisch. Es gibt spießige Punks die ihre Sozialhilfe vom Staat gesponsort bekommen und sich damit tagtäglich abfüllen, mit lauten Protesten gegen die achso dekadente ignorante Gesellschaft. Selbst die sogenannten Radikalen sind derart verwöhnt, sie würden keine einzige Debatte mit irgendeinen Politiker führen können, weil sie sich mit oberflächlichen Phrasen und ihrem Mitläufertum zufrieden geben! Die meisten der besagten Häuser sind lediglich Plätze um zu kiffen, zu trinken, zu essen, Filme zu sehen, ein bisschen zu Quatschen, aber die Partylaune dominiert über allem enorm stark. Bildung ist genauso giftig wie Politik und wird entsprechend abfällig behandelt. Ganz normal scheint für die meisten auch der unheimlich verdreckte und versiffte Zustand der Häuser zu sein. Die radikale Szene dieser „politischen Richtung“ ist also tot, sie ist ein Schatten ihrer selbst.

Und dies hat ihre Ursache auch in der vorherrschenden Vorstellungen der vorherigen und jetzigen Generationen. Die meisten Leute sind schlicht und einfach in gewissen Graden traumatisiert. Entweder weil sie in der Kindheit oder im späteren Leben geschlagen, (ungewollt) gefickt, benutzt, verarscht oder sonst irgendwie (ihrer Ansicht nach) minderwertig behandelt wurden. Und dieses Trauma oder diese Traumatas sind ihnen meistens auch mehr oder weniger bewusst, nutzen dann diese Realität als Begründung für all ihre miesen Taten, für ihr Nichts-tun, für ihren Alkoholismus, Drogenkonsum jedweder Art, für ihre unberechenbaren Aggressionen und Ausbrüche, für ihre Unfähigkeit Probleme zu diskutieren und so weiter. Sie alle bewegen sich mit ihrem Verhalten in einem ständigen Kreislauf der nichts weiter ist als Stillstand. Sie schlagen wie die Fliege immer und immer wieder mit dem Kopf und voller Wucht gegen die Fensterscheibe und dabei werden sie immer und immer wütender. Sie sind hilflos und sie wollen scheiße sein.

Sie sehen keinen Ausweg und deshalb machen sie aus ihrem Leiden eine Religion. Das was diese Häuser machen ist nichts weiter als das, was die gesamte Gesellschaft ebenfalls macht: Sie fängt an Gewalt zu lieben und zu perfektionieren. Und Gewalt hat soviele Gesichter wie Lebewesen auf der Erde. Es macht also keinen Sinn einzelne Aspekte davon als isolierte Fälle zu behandeln. Jeder Mensch nimmt an diesem Drama teil, meistens ohne großartige Bewusstheit darüber. So nimmt das Leiden, die Verwirrung und Wut immer weiter zu. Es ist eine Spirale die sich immer mehr zu spitzt und am Ende explodieren muss. Wenn die Menschen nicht schnellst möglich mutig werden und sich organisieren, wird es definitiv dazu kommen. Es muss eine permanente Revolution dahin geben, sonst ist Krieg das einzige was kommen wird. Wollen wir wie die Jahrhunderte zuvor wie die Barbaren aufeinander losgehen? Wollen wir ständig gierig, neidisch und so weiter sein? Ist das nicht alles völlig langweilig, ermüdend, erniedrigend, vernichtend?

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