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Auf der Suche nach der revolutionären Zeit

Die Lohnarbeit ist Ohnmacht, weil der Lohnarbeiter nicht über ihren Inhalt bestimmen kann. Weder was gebaut wird noch wieviel gebaut wird, noch warum es gebaut wird. Oder wieso überhaupt irgendwas betrieben wird. Der letzte Grund ist genauso jenseits der klaren Entscheidung des Lohnarbeiters wie ihre Form. Und nie ist sicher, ob das produzierte Produkt überhaupt Absatz findet. Die Spekulation und Krise wohnt jeder Sekunde Lohnarbeit inne.

Und dann gesellt sich zur Ohnmacht noch der Betrug. Der Lohnarbeiter bekommt nur einen Anteil des von ihm erwirtschafteten Gesamtprofits. Es ist Betrug, dass er nicht den gesamten Anteil bekommt. Der Betrug verdoppelt sich, da dem Lohnarbeiter die Produkte, die er herstellt, nicht gehören und er sie auf dem Markt zurück kaufen muss. Er bezahlt also vielfach drauf, mit seiner Zeit, seinem viel zu geringen Anteil am Profit eines Produkts, welches er auch noch zurück kaufen muss.

Aber das ist nicht alles. Zur Ohnmacht und dem Betrug kommt auch noch der Selbstbetrug dazu. Es geht hier nicht einfach um Arbeitsfetischismus, sondern um den Staat. Der Staat legt per Gewaltmonopol fest, dass die Lohnarbeit so ist, wie sie ist: Ohnmacht, Betrug, Spekulation und Krise. Aber der Staat hängt wie der Konzern vom Lohnarbeiter ab. Wenn der Lohnarbeiter keine Profite erarbeitet, geht der Konzern und Staat zugrunde. Insofern bezahlt der Lohnarbeit den Staat dafür, dazu gezwungen zu werden, dass er betrogen wird und ohnmächtig bleibt.

Nun ist es aber so, dass das Problem sich nicht lösen lässt, wenn man den Staat erobert, denn das würde nichts am Inhalt des Staates ändern. Und das Problem des Parlamentarismus liegt darin begründet, dass ein Stellvertreter die eigene Meinung wohl kaum so gut darstellen kann, wie der originelle Meinungsvertreter. Und der Konzern agiert so wie eine Henne, deren Kopf man gerade abgeschlagen hat. Alles was dem zugrunde liegt, der Warenfetischismus, wäre nur zu lösen, wenn das Geldrätsel gelöst ist.

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Unser täglich Gift gib uns heute

Lohnarbeit träufelt täglich Gift in alle Leiber. Das Grauen der Berufswelt liegt auch darin, dass man sich das Schweigen anerzieht und auferlegt. Das eigene Überlegen hängt davon ab, dem irrsinnigen Wahnsinn der Lohnarbeit nicht mit schrillen Schreien zu begegnen. Die Gewalt, die die Welt der Lohnarbeit jedem Einzelnen antut, wird im Laufe der Arbeistzeit erzwungenermaßen internalisiert und schliesslich richtet der Einzelne die gesellschaftliche Gewalt ganz selbstverständlich als Soldat des Kapitals gegen sich. Diese Delegation wird als Vernunft kommuniziert, obwohl sie blanke Unvernunft ist, schliesslich ist die Lohnarbeit auf einem blinden Verwertungsprinzip grundiert, welches der Mensch nie bewusst gesetzt hat.

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Irrtum

Reicher an Armut wiederholt sich die leere Wiederholung im ansatzlosen Verwirrspiel zeitloser, nebliger Grautöne. Verbiedert, verstockt, verklärt, verdummt, verlassen verbaut sich alles. Das Leben als Sackgasse in einem Labyrinth aus Unsagbarem. Das trübe Tal der Enttäuschung ist die letzte Oase des Ertrinkenden. Tiefgegraben, tief gefallen ohne Aussicht auf den Horizont. Die blanke Erschütterung über das eigene Unvermögen treibt die Sucht zur Selbstzerstörung. Das Ende hat nie existiert.  Ich blute in Grautönen. Raues Grauen entfaltet sich in schrecklichen Falten. Irrlichter. Das letzte Wimmern. Das Blühen ist Grauen. Nichts lässt sich verdauen. Alles ist nur gefressen gewesen und ist nun am verwesen. Der alltägliche Krempel wird unter Ratlosigkeit zum Henker. Die letzte und erste Mahlzeit ist der verdorbene Dreck aus alten Jahren. Immer Außenseiter im Kerker geblieben. Jedes Wort ist ein Elefant im Porzellanladen. Das Vergessen ist King. Das Verstummen unter Tauben. Das Leben ist so als ob niemand jemals gelebt hätte. Geboren um zu Sterben, um auf die letzte Stunde zu warten. Es ist nur noch ein Wettbewerb der Zeittotschläger. Immer gewesen. Immer am verwesen. Jedermann verdeckt geradezu unzureichend seine Nichtigkeit. Jedermann ist niemand. Keiner ist jemand. Vom Nichts durchgestrichen und festgehalten. Wer alles gesehen hat, dem ist die Gleichgültigkeit geblieben. Ob jemand stirbt, brennt oder verdirbt. Keiner war jemals hier oder dort. Durchreisende Fieberträume. Mit Ensetzen wächst die Traurigkeit, die Unmöglichkeit den Irrtum ungeschehen zu machen. Belanglose Verletzungen wiederholen sich. Trägheit wird von Alter übertroffen. Müde stirbt der Tag und die Nacht. Umsonst gelebt. Umsonst gelitten. Alles ist vergeben. Nur die Irren lachen noch. Die Maschinen überleben. Die Anderen nicht. Das war so, wird immer so sein. Nur Narren rütteln und sterben daran. Nur die Krankheit erinnert an das Leben, was hätte sein können, irgendwo im Abstrakten jenseits aller Gedanken und jeder Zeit. Ich war nur ein Schatten der vergehen musste. Ein Anhängsel einer Maschinerie ohne Gedanken oder Gefühl. Das letzte Achtung, die letzte Rettung, das letzte Wort und dann wieder sofort: Die Wiederholung.

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Labyrinth

Zumeist geht man neue Wege und verändert sich, doch die Sackgassen sind Routine. Man steigt in den Gängen über die Kadaver vorheriger Generationen und rührt sich nicht daran. Man sackt ihren Krempel ein und sucht weiter nach dem Ausgang. Schliesslich hat der eigene Kopf Jugend und Kompetenz gepachtet. Die Energie pulsiert aus allen Adern und fleischt sich in den größten Saft, bis es platzt. Und die Zeit vergeht. Die Trümmer sind Möbel. Das Leichenfeuer ist das Tablet für Powerpointpräsentationen. Mut mit Anzug. Uhrzeit und Takt. Immer dem Irrtum hinterher. Zwischendrin Enttäuschung. Schmerz. Elend. Wahnsinn. Das alles sind wir. Dabei kommt kein Zweifel auf. Es ist national. Es ist Kapital. Erste Reihe. Zweite Reihe. Jede Reihe. Alles benebelt im Nebel unter Produktion von mehr Giftgas. Mit Power und Kommunikation ins Feld und Büro. Stolz reiben wir uns im Blut. Kotzen auf Knopfdruck. Die Orientierung ist ein gesichtsloses Monster. Tote werden geboren in Sackgassen und gleichgültigen Räumen. Das Lächeln ist eine Atombombe. Die rumpfartigen Kreaturen zerstauben im Kopierraum. Die Wüste spuckt Dreck und Teufel den wir anbeten. Alsbald trägt uns das Alter gen Grab. Es ist auch im Nichts. Umsonst gelebt. Umsonst gesucht. Verschwendet. Nie gewusst was worin verfangen. Die Augen drehen sich nach innen. Die Zungen sind zerschnitten. Die brennenden Kometen spalten Schädel und Gedanken. Republiken voller Verlierer. Unterschiede gibt es nur noch in Varianten von Ratlosigkeit. Taubstumme Stumpfmassen zittern und rationalisieren vor sich hin. Die Wände neigen sich über die Köpfe. Der Himmel wird zerrissen. Ein Königreich für einen Wallhack. Aber er kommt nicht. Nichts ändert sich. Alles wird nur älter, verdirbt und stirbt.

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Das Leben ist zu kurz

Man hinkt immer hinterher. Niemals ist man der Zeit voraus. Stets versucht man vergangene Fehler zu korrigieren, aber es ist unmöglich sie endgültig zu lösen, denn niemals reicht die Zeit. Das Leben ist zu kurz, um alle Sprachen zu lernen, alle Länder zu erkunden. Gleichgültig, ob man nun das Universum oder die eigene Identität verstehen will, am Ende reicht ein Leben nicht dafür. Es ist auch nicht möglich mit allen Menschen zu sprechen. Und wenn man schon Schwierigkeiten hat in einem Leben sich selbst zu kennen, wie soll man dann überhaupt irgendeine andere Person richtig kennenlernen? Wieviele Chancen wird man wohl haben sein Leben völlig anders zu leben als es die Eltern und die direkte Umgebung für einen vorgesehen haben? Wieviele Lebensweisen sind ausprobierbar? Wieviele Karrieren sind denkbar? Vielen fällt bereits mit 30 das Haar aus. Das ist das erste Signal für das Ende. Eine Runde noch vor dem Kollaps. Die Zeit reicht nicht um alle Pflanzen und Tiere zu betrachten. Sämtliche Sportarten können genausowenig erprobt werden wie sämtliche Bücher gelesen, Filme gesehen und Bands gehört werden können. Wie oft kann man verliebt sein? Reicht das Leben überhaupt für eine einzige Liebschaft? Wieviele Entscheidungen kann man treffen bevor es zu spät ist? Wieviele Fehler kann man erkennen und korrigieren bevor es zu spät ist?

Die Kindheit rauscht an einem vorbei, die Pubertät ist ein Schluckauf, erst in den Zwanzigern rührt sich was: Man ist ja lebendig, aber eigentlich ist es schon vorbei, denn wieviel kann man vom Leben noch erwarten? Es gibt diese kurze Party der Jugend und dann verrinnt das Leben ohne Ankündigung sogartig ins Nichts oder zu den Jüngeren. Und es gibt immer Jüngere. Generation zu Generation vererbt sich der Verlust von Zeit, Jugend und Möglichkeit. Im Alter senken sich alles ab. Alles was hart war, wird härter. Alles was brüchig war, bricht. Alles vergeht mit einem selbst, ob man sich nun lebendig fühlte oder nicht. Das ist wohl auch nicht dramatisch, denn vergessen wird man bereits zu Lebzeiten. Der Tod war schon in der Kindheit ein düsterer Begleiter. Ich hätte als Kind sterben können. Als Teenager. Es wäre ein Akt der Rebellion gewesen. Aber je älter man wird desto eher wird es zur Normalität. Je mehr Lebenszeit man angehäuft hat, desto eher findet man die Zeit für das Absterben, ob man will oder nicht. Die Lebensroutine konzentriert sich dann immer weniger auf das Leben und dessen Potenz, sondern auf Zahnersatzversicherungen, Altersvorsorge und künstlichen Darmausgang. Die Zeit läuft einem davon. Je älter man wird desto eher wird das deutlich. Alles wird komplizierter und unübersichtlicher.

Ich wollte sovielen Dingen gerecht werden, aber rückblickend ist nie etwas gelungen. Wo ist das Wesentliche abgeblieben? Am Schwersten wiegt, dass man das Glück nicht festhalten konnte oder wollte, als es einem in der Wüste von Glücklosigkeit unverhofft in die Arme lief. Seither versuche ich die Erinnerungen daran lebendig zu halten. Wie sah die Situation aus? Wonach roch, schmeckte alles und wie fühlte es sich an? Was hätte ich tun oder unterlassen sollen? Warum konnte ich das nicht stabilisieren und fortsetzen? Wieso kann man die Zeit nicht zurückdrehen? Alles vergeht und das wars. Es ist hart. Nichts kommt zurück. Alles verändert sich unerbittlich. Man verwelkt wie eine Blume und ist genauso wie sie gebunden-zementiert auf die eigene Herkunft und Möglichkeiten. Immer gibt es dieses Warten auf eine entscheidende Idee, die die Reduktion zerstört und endlich Entfaltung walten lässt. Aber die Einfallslosigkeit ist fester Teil meiner Identität. Es gibt daher keine Rettung. Es wird immer so sein bis es schlimmer wird. Die wiederkehrenden Gedanken sind Ausdruck der inneren und äußeren Monotonie. Seit Jahren wiederhole ich wie eine Maschine die gleichen Abläufe mit einigen wenigen Varianten. Die Varianten scheinen mir als hohes Risiko und mutig, aber substantiell werfen sie nichts ab. Was bleibt sind eine enorme Menge von bitteren Erfahrungen, die ohne großartige Erkenntnisse in einem verglühen. Das Leben wächst einem über den Kopf.

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Schiefheilungen in der Konserve

Die Flucht vor der Gesellschaft ist gänzlich unmöglich geworden. Ausschliesslich im Absurden und Surrealen können Momente der unreglementierten Erfahrung kurz aufblitzen. Die wilden, metaphysischen Zerrbilder der traum- bis alptraumartigen Szenen von David Lynch bildeten in meiner Jugend, die einzige Option die Realität noch auszuhalten. Unausweichlich war jedoch das gesellschaftliche Greifen nach meinem Körper und meiner ganzen Identität. Alle Freizeit hatte ein allzu schnelles Ende und blieb die Kehrseite der Arbeitszeit, die mich von Jahr zu Jahr stärker zerstückelte und aufrieb. Die Trümmergestalt von heute, war damals noch ein stumpfer Rumpf, der hier und da in den Rissen der kapitalistischen Totalität an den letzten verrinnenden Quellen kostete, die das Leben noch ausspie. Mit der Zeit verlangsamte sich die wilde Dynamik meiner hysterischen Höhenflüge durch unzählige Stürze. Ich barbarisierte mich regressiv, da die unmenschliche Gesellschaft sich nur durch mich reproduzieren kann. Die Umwälzung der Welt wälzte mich um, entriss mich meiner, noch bevor ich reflektierend zu ihr verhalten konnte. Meine luziden, bruchstückartigen Träumereien zerfielen unter dem nationalen-ökonomischen Marschieren der Nachbarn, Kollegen und Bekannten. Alles infantilisierte, faschisierte und entmündigte sich unentwegt. Mit Schrecken und aus sogenannter Liebe wurde auf mich eingeprügelt, wenn in mir der Schmerz der falschen Welt aufzuckte. Es musste alles mit der Maschine identisch sein. Erwachsen werden bedeutet vergessen lernen. Die Fantasie wird schwarz. Übelriechende Fäulnis im sumpfartigen, tauben Nichts voller unsagbarer Katastrophen. Die jetzigen Unzeiten sind Urgewalten mit unendlicher Brutalität und Tragik, die sich als unerkannte Ungetüme in alle Gemüter und Gedanken beissen. Ich war erst traurig geworden, dann untröstlich, schliesslich stumm. Alles verschlug die Sprache und Empfindlichkeit. Es gab keinen Halt und es gibt ihn immer noch nicht. Die Schatten der Vergangenheit, die ich als meine Jugend versuche zu identifizieren, sind lauwarme Schleier, die sich beständig auflösen. Die letzten Momente voll üppiger Zärtlichkeit, sind wie Erinnerungen eines Anderen längst Verstorbenen. Dieser allgemeine Verlust, der nicht nur ein individueller, sondern kollektiver ist, stellt ein offenbar unüberwindbares Trauma dar, welches sich zunehmend intensiviert. Die Abdichtung und Absperrung korreliert mit einer totalen Mechanisierung. Ich weiss nicht, ob jemals noch etwas anderes als Grauen und Schaudern blühen wird. Es ist nicht nur leicht blind zu sein, sondern leichter. Denken, Schreiben und Diskutieren sind ein Tasten, das schmerzt, weil immer Wunden berührt werden, die das Leben als ausdruckslose, wütende Maschine generell produzieren muss. Die Geschichte ist wie ein unendlicher Polizeigriff, der mit Schmerz die Kooperation mit den mystischen Monstern von Staat bis Kapital erzwingt. Alle kennen die Drohung, halten still in Raserei und Schinderei. Terror bläst sich in jede Kindheit und richtet das Trümmersubjekt auf, damit es in neuen Kleidern das Alte vollzieht, was immer schon gesetzt und ausgehandelt wart.

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Linke Torten

Kritikpunkte zum Tortenwurf:

  1. Verdrängung: »Die Schuldprojektion des eigenen Versagens, der Protogenozidalität des linken Pazifismus, an der Kollaboration mit faschistischen, djihadistischen Regimes.« [1]
  2. Pseudo-Aktivismus: Man hat der  »repressiven Intoleranz gegen den Gedanken« [2] nachgegeben.
  3. Personalisierung: Das Elend der Linkspartei/Sozialdemokratie wurde auf eine Person reduziert.

Kritikpunkte zur Linkspartei:

  1. Antisemitismus: Das antisemitische Ressentiment wird in dieser Partei regelmäßig und flügelübergreifend tabuisiert oder bestenfalls reaktiv bagetellisiert. [3] Die Linkspartei geiselt gerne „das Vorgehen der israelischen Armee“ [4], verurteilt die „Finanzmafia“ [5], empfängt Antisemiten mit Beifall [6], fordert „U-Boot-Lieferungen an Israel“ [7] zu stoppen und wünscht mehr Unterstützung im Kampf gegen „die Besatzungspolitik“, „unmenschliche Blockade“ und „brutalen Enteignungen“ [8] im Gaza-Streifen. Demnach scheint der Linkspartei Israel trotz aller Existenzrechtbeteuerungen [9] vorallem schmerzvolle „Mahnung“ [10] und „Verpfichtung“ [sic!] [11] diesen Staat endlich von der Landkarte zu tilgen, denn nichts anderes als ein eliminatorischer Verfolgungswahn steckt in diesen Forderungen nach „Überwindung dieses Zustands“ [8].
  2. Antiamerikanismus: Egal ob sich „US-Oligarchen“ [12] scheinbar über das machtlose Volk erheben, Deutschland eine „US-Kolonie“ [13] wird oder die Formierung einer Volksfront gegen TTIP [14] notwendig scheint: „Fuck the US-Imperialism“ [15] kommt in dieser Partei immer gut an. 
  3. Nationalbolschewismus: Eine Partei, die in geheimdienstlicher Manier vergangener SED-Zeiten Listen über politische Gegner anfertigt [16], die Arbeitsplätze zuerst für Deutsche fordert, vom Missbrauch des Gastrechts, von „Obergrenzen“ [17] spricht und Abschiebungen durchführt [18] kann nicht links oder antifaschistisch genannt werden, denn sie stellt das Wohl der Volksgemeinschaft über Menschenleben. 
  4. Selektives Aufstehen gegen nationalistische Regression: Während die Linkspartei den Tortenwurf als „asozial“ [19] bezeichnet, feierte die gleiche Partei eine Ohrfeige derart, dass sie zu einer Bundespräsidentschaftskandidatur führte. [20]
  5. Antiziganismus: Das Kunststück einerseits Schweigeminuten für Flüchtlinge zu halten [21], die man andererseits mit der eigenen Politik in Gefahr bringt [22], spricht eine deutliche Sprache über die konformistische Revolte, die innerhalb der Linkspartei lodert.
  6. Die Lobhudelei der „Marktwirtschaft“ [23], das Abfeiern des „Sozialstaates“ [24] und der Lohnarbeit [25] sind obendrein  affirmativ und regressiv.

Insofern bleibt am Ende mehr Kritik an der Linkspartei als an der Protestnote hängen, obwohl beide Seiten eines Tortendeckels sind.

Quellen:
[1] Facebookposting von Felix Riedel: https://www.facebook.com/felix.riedel.92/posts/1122454054444016
[2] »Resignation« – Von Theodor W. Adorno: http://www.conne-island.de/nf/80/29.html
[3] http://www.hagalil.com/2014/09/antisemitismus-in-der-linkspartei/
[4] https://www.die-linke.de/index.php?id=251&tx_ttnews%5Btt_news%5D=33626&tx_ttnews%5BbackPid%5D=35&no_cache=1
[5] http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2318.panama-papers-belegen-tatenlosigkeit-der-bundesregierung.html
[6] http://www.welt.de/politik/deutschland/article134328086/Wo-die-Linke-ist-sind-Israelfeinde-nicht-weit.html
[7] https://www.die-linke.de/index.php?id=251&tx_ttnews%5Btt_news%5D=18345&tx_ttnews%5BbackPid%5D=35&no_cache=1
[8] https://www.facebook.com/sahra.wagenknecht/posts/1323478964336164
[9] http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-06/ramelow-linkspartei-israel
[10] https://www.facebook.com/sahra.wagenknecht/posts/1323061511044576
[11] https://www.facebook.com/linksfraktion/posts/10153732036468434
[12] http://publikative.org/2015/12/14/wagenknecht-antiamerikanismus/
[13] https://twitter.com/SWagenknecht/status/591226312687222784
[14] https://www.die-linke.de/politik/aktionen/ttip-und-ceta-stoppen/positionen-zu-ttip/
[15] https://www.facebook.com/oskarlafontaine/posts/912235182171283
[16] http://www.sueddeutsche.de/politik/linke-gysi-bartsch-und-die-lafodoedel-1.2671809
[17] http://www.vice.com/de/read/gastrecht-verwirkt-obergrenzen-fuer-fluechtlinge-ausbildungsplaetze-zuerst-fuer-deutsche-773
[18] »Ja, Thüringen muss abschieben«, sagt Hennig-Wellsow http://www.neues-deutschland.de/artikel/1013378.linkenspitze-wiedergewaehlt.html
[19] https://www.facebook.com/KatjaKipping/posts/1173088142723177?hc_location=ufi
[20] https://www.die-linke.de/nc/politik/aktionen/archiv/2012/beate-klarsfeld-kandidiert/
[21] https://twitter.com/katjakipping/status/736856679757811712
[22] http://jungle-world.com/artikel/2016/07/53509.html
[23] http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/linkspartei-ist-sahra-wagenknecht-noch-links-14018254.html
[24] https://www.die-linke.de/partei/dokumente/programm-der-partei-die-linke/iv1-wie-wollen-wir-leben-gute-arbeit-soziale-sicherheit-und-gerechtigkeit/soziale-sicherheit-im-demokratischen-sozialstaat/
[25] https://www.die-linke.de/partei/dokumente/programm-der-partei-die-linke/iv1-wie-wollen-wir-leben-gute-arbeit-soziale-sicherheit-und-gerechtigkeit/gute-arbeit/

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