Archiv der Kategorie: Fremde Texte

Ausführliche Zitate

Freiheit hat einen Namen: Anarchie

FREIHEIT – das ist ein viel benutztes und mißbrauchtes Wort. Alle nehmen es in Anspruch, sogar Nazis und StalinistInnen. Wirkliche Freiheit kann es aber nur da geben, wo es keine Herrschaft von Menschen über Menschen gibt. Das bedeutet also auch die Abwesenheit von Staat, Kapital, Geschlechterherrschaft (Patriarchat), Rassismus und Imperialismus in jeder Form. Frei ist nur, wer über sich selbst: sein Leben, seinen Körper und Denken, unbevormundet selber entscheiden kann. Dazu bedarf es des Wohlstands für alle: guter Kleidung, menschenwürdiger Wohnverhältnisse, ausreichend gesunder Nahrung, und des Endes des Zwangs zur Arbeit. Heute stehen wir zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit an der Schwelle eines Zeitalters, das diesen alten Traum möglich machen könnte. Ja schon heute bräuchte es keine Hungerkatastrophen und kein individuelles Elend auf Grund von Mangel mehr zu geben. Statt dessen leben wir in einer Welt, die schamlos von den Herrschenden aller Couleur ausgebeutet, zerstört und der Vernichtung anheimgegeben wird. Große Probleme unserer Zeit wie Umweltzerstörung, Hochrüstung und Kriegsgefahr, (Aus-)Bildungsnotstand, Arbeitslosigkeit und Hungersnöte, immer perfektere soziale Kontrolle, neuer nationaler Größenwahn allenthalben und rabiate Machtausübung, Frauenunterdrückung, Sexismus, Vergewaltigung und Massenmord, sprechen eine beredte Sprache.

Die „Freiheit der Menschen“ ist nicht zu verwechseln mit „der Freiheit der Männer“, als die auch manche Anarchisten ihre Lehre einseitig verstanden zu haben scheinen. Wir leben nach wie vor in einer patriarchalisch organisierten und beHERRschten Gesellschaft und Welt, in der die brutale Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen (und andersgesinnten Männern) die Regel darstellt.
Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, daß Anarchist(Inn)en sich an vorderster Stelle gegen die patriarchale Hierarchie auflehnen, die das stärkste und über die ganze Welt verbreitete System der Herrschaft ist. Wir alle haben es tief verinnerlicht. Männer und Frauen stehen ihren „Mann“ in der hierarchischen Pyramide und bewahren sie vor dem Einsturz. In den reichen Ländern, in denen wir leben, profitieren Männer und Frauen (in dieser Reihenfolge) vom Patriarchat. Viele Frauen ziehen jedoch auch in dieser Gesellschaft in der Regel den kürzeren, und werden zur ökonomischen Ausbeutung zusätzlich sexuell ausgebeutet und mißhandelt. Das trifft in doppelter Hinsicht auf ausländische Frauen zu, die darüber hinaus noch Opfer des allgegenwärtigen AusländerInnenhasses und Rassismus sind. Eine Reihe Berührungspunkte zwischen Feminismus und Anarchismus liegen somit auf der Hand. Es kann aber auch nicht der Sinn von befreiender Gleichberechtigung sein, wenn (Alibi)Frauen vom Typ Thatcher, Merkel, Breuel, Ciller etc. die Plätze der Macht einnehmen, die Geschlechterrollen einfach umgetauscht werden. Wir AnarchistInnen wollen den gänzlich freien Menschen, ohne Wenn und Aber, gleichberechtigt in jeder Beziehung, und das hört nicht beim sog. „Privaten“ auf, sondern gilt gerade und insbesondere da.

ANARCHIE IST OHNE DIE FREIHEIT DER FRAUEN
NICHT DENKBAR, schon gar nicht „machbar“, (Herr Nachbar …) !

Anarchie heißt auch nicht „Freiheit der Erwachsenen“. Kinder sind in dieser Gesellschaft als schwächstes Glied der Willkürherrschaft der Familien und ErzieherInnen ausgesetzt. Weltweit sind Kinder als Spielball ihrer Eltern und als Opfer verfehlter Erwachsenenmachtpolitik die Leidtragenden einer autoritären und ausbeuterischen Gesellschaft. Das gipfelt in Sklaverei, Vergewaltigung, Folter und Mord. Anarchie verwirklichen bedeutet vor allem, eine Zukunft für Kinder zu schaffen, die befreit ist von autoritärer Unterdrückung und Manipulation. Kinder sollen frei von Angst und Benachteiligung als kleine, ernstzunehmende Menschen aufwachsen und sich entfalten können. Für sie haben wir zwar Sorge zu tragen und ihnen auf Grund unserer größeren Erfahrung, Körperkraft und unserer materiellen Möglichkeiten unsere Förderung, Schutz und Hilfe zukommen zu lassen. Aber deshalb gibt es keinerlei „Besitzrechte“ an ihnen. Es sind nicht unsere Kinder, sondern zu allererst frei geborene und gleichberechtigte Menschenwesen, die ein Recht auf persönliche Freiheit, Unversehrtheit und das Erbe einer intakten (Um)Welt haben.

Unserem Selbstverständnis gemäß sind wir natürliche GegnerInnen jedes Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus. FREIHEIT HAT KEIN VATERLAND und niemand ist berechtigt, sich wegen seiner Herkunft oder Abstammung über andere zu stellen.
Von Religionen halten wir ebenfalls herzlich wenig, auch wenn wir sie als Privatangelegenheit tolerieren. Sie vernebeln die Hirne und machen die Menschen in Erwartung eines „besseren Jenseits“ regierbar. Autoritäre Pfaffenbonzokratien jeder Art „Religion“, mit ihrer in der politischen Machtentfaltung nur allzu sehr „weltlichen“ Geistlichkeit, bekämpfen wir ebenso wie jeden Staat. Kapital und Staat versklaven den Körper, „Kirchen“ – wie immer sie sich auch nennen – den Geist. Und wie wir sehen, gehen beide in Form der „Gottesstaaten“ die verderblichste Symbiose ein (Herrschaft „von Gottes Gnaden“, , Inquisition, „heilige“ Kriege, Scharia).

Wir setzen gegen Herrschaft und Unterdrückung uns selbst, das Individuum (das unteilbare Selbst) mit dem revolutionären Bewußt-Sein, die Welt ändern zu wollen und zu müssen. Wir setzen dagegen die Selbstorganisation aller freiheitlich denkenden Menschen und unser Eintreten für unsere eigenen Belange und Bedürfnisse, ohne sie auf Kosten anderer Menschen durchsetzen zu wollen. Wir setzen dagegen die alltägliche DIREKTE AKTION als subjektive und objektive Veränderung unseres Lebens im Großen und Kleinen, ohne institutionelle Umwege. Wir tun das Machbare. Wir versuchen das „Unmögliche“. Wir setzen gegen das verherrschte Jetzt den Willen jedes einzelnen Menschen zur größtmöglichen FREIHEIT.

WIR BRAUCHEN KEINE ANDEREN HERREN,
SONDERN KEINE ! (Bert Brecht)

Es gibt keine Patentrezepte, deshalb kann es bei uns auch keine perfekten Programme, keine FührerInnen, Dogmen und VorbeterInnen geben. Die Selbstorganisation ist nur möglich durch die weitestgehende Entfaltung, Mitarbeit und Selbstverantwortlichkeit der Einzelnen zusammen mit anderen, und ihren Willen, zu handeln.

Parlamentarismus in jeder Form ist im geringsten Fall die ständige Unterdrückung von Minderheiten durch die etablierte (teils äußerst geringe) Mehrheit. Darum lehnen wir auch diese Form der Oberherrschaft ab. Es gibt kaum ein Verbrechen, das noch nicht von sogenannten demokratischen Regierungen im Namen von „Demokratie“ und „Freiheit“ begangen worden wäre. Mensch denke nur an die „Vorzeigedemokratie“ USA. Sogar Hitlers NSDAP (nur ca. 30% WählerInnen 1933) ist von den (konservativen) Weimarer Demokraten 1933 ohne Not die Macht übergeben worden !!!
Wir wollen die Kompetenzen für uns behalten, die andere allzu bereitwillig weggeben und in die Hände derer legen, die sie schändlichst mißbrauchen. Ein ausgeklügeltes System von Gesetzen und Verordnungen sorgt dafür, daß hierzulande und anderswo die ehrlich revolutionärste Partei innerhalb kürzester Zeit zum Polster wird, auf dem die Mächtigen komfortabel ruhen. Selbstbestimmung jedoch gibt der Korruption keine Chance, denn wer bescheißt schon sich selbst ?!

Noch etwas zum guten Schluß: Wir haben keine Lobby und kochen auch nur mit Wasser. Freiheit ist auch nicht bequem und ungefährlich. Es liegt in der Natur der Sache, daß du dich schon selber aufraffen mußt, etwas zu tun, etwas in Bewegung zu bringen. Du kannst es! Wenn du also von jemand etwas erwartest, dann erwarte es am besten erstmal von dir selbst. Das ist ein guter Weg zu gemeinsamer Stärke und Vielfalt.

(Quelle: http://www.a-laden.org/anarchie.htm)

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Was ist Anarchie? – Erich Mühsam

Anarchie bedeutet Herrschaftslosigkeit. Wer den Begriff mit keinem Gedanken verbinden kann, ehe er ihn nicht zur Zügellosigkeit umgedeutet hat, beweist damit, daß er mit den Empfindungsnerven eines Pferdes ausgerüstet ist.

Anarchie ist Freiheit von Zwang, Gewalt, Knechtung, Gesetz, Zentralisation, Staat. Die anarchische Gesellschaft setzt an deren Stelle: Freiwilligkeit, Verständigung, Vertrag, Konvention, Bündnis, Volk.

Aber die Menschen verlangen nach Herrschaft, weil sie in sich selbst keine Beherrschtheit haben. Sie küssen die Talare der Priester und die Stiefel der Fürsten, weil sie keine Selbstachtung haben und ihren Verehrungssinn nach außen produzieren müssen. Sie schreien nach Polizei, weil sie allein sich nicht schützen können gegen die Bestialität ihrer Instinkte. Wo ihr Zusammenleben gemeinsame Entschlüsse verlangt, da lassen sie sich vertreten (die deutsche Sprache ist sehr feinfühlig), weil sie den eigenen Entschlüssen zu trauen nicht den Mut haben. Das politische Leben der zivilisierten Völker erschöpft sich – um den Pferdevergleich wieder aufzunehmen – im Ersinnen immer vollkommener Zügel, Sättel, Deichsel, Kandaren und Peitschen. Nur darin unterscheidet sich der arbeitende Mensch vom arbeitenden Pferd, daß er selbst hilft, verbesserte Systeme seiner Fesselung zu erfinden und sich anzulegen. Doch gleichen sich beide im Zutrauen zu ihrem starken Eisenbeschlag und in der Verhinderung seiner Anwendung durch Scheuklappen.

Wissenschaftliche Läuterung hat die arbeitenden Menschen darüber aufgeklärt, daß die kapitalistische Verfassung sie des Ertrages ihrer Arbeit beraubt. Sie werden ausgebeutet und wissen das. Sie kennen auch den Weg, der zum Sozialismus leitet: die Überführung des Landes mithin aller Arbeitsmittel aus den Händen Privilegierter in den Besitz des Volkes. Sie kennen den Weg seit einem halben Jahrhundert, aber sie haben ihn bis heute mit keinem Fuße betreten. Das Mittel zur Abänderung als schlecht erkannter Zustände heißt immer Aktion. Aber die Menschen unserer Zeit sind aktionsfaul. Um nichts tun zu müssen, haben sie die Theorie aufgestellt, daß sich die Geschichte nach materialistischen Notwendigkeiten entwickelt. Die Zeit funktioniert automatisch; die arbeitenden Menschen aber warten ab, bis es der Zeit gefällig sein wird. Inzwischen flicken und putzen sie ihr Geschirr, schimpfen und wählen. Diese Interimsbeschäftigung ist ihnen zur Gewohnheit geworden, zum Bedürfnis, zum Lebenszweck. Daß sie auf etwas warten, haben sie darüber vergessen. Weh dem, der sie erinnert!…

Anarchie ist die Gesellschaft brüderlicher Menschen, deren Wirtschaftsbund Sozialismus heißt. Brüderliche Menschen gibt es. Wo sie beieinander sind, lebt Anarchie; denn einer Herrschaft bedürfen sie nicht. Was ihnen zu schaffen bleibt, ist Sozialismus. Die Aktion, die zum Sozialismus führt, heißt Arbeit. Wer nicht mitschaffen will, in brüderlicher Gemeinschaft sozialistische Arbeit zu verrichten, wer abwarten will, wie sich die Verhältnisse ohne sein Zutun entwickeln, der flicke und putze immerhin sein Geschirr, der schimpfe und wähle. Aber er nenne sich nicht Sozialist. Vor allem urteile er nicht über Anarchie. Denn die ist eine Angelegenheit der Herzen, und davon versteht er nichts.

(Aus „Kain-Kalender für das Jahr 1912“, S. 21)

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Die Müllkinder von Manila

Auf einer der riesigen Müllhalden der Stadt leben und überleben 15.000 Menschen (Manche Schätzungen gehen in die 100 000!). Die Hälfte davon sind Kinder. Und sie alle suchen nach recycelbarem Müll. Dosen, Plastik – alles, was Geld einbringt.

Die fehlende Hygiene, das Trinkwasserproblem, die Moskitos und natürlich viele gefährliche Gegenstände, die sich im Müll befinden, bilden die Voraussetzungen für Krankheiten und Verletzungen:

* Atemwegsprobleme durch bei der Müllverbrennung entstehenden Dämpfe und Gase
* Mangel- und Fehlernährung
* Diabetes
* Dengue-Fieber
* Pilzerkrankungen
* TBC (Tuberkulose)
* Blutvergiftungen und Abszesse, die durch offene Wunden hervorgerufen werden.
* HIV/Aids (meist durch Prostitution/herum liegende infizierte Spritzen)

Die 15.000 Müllmenschen, die auf den Philippinen leben, kommen hauptsächlich aus 3 Gebieten Manila, Quezon-Stadt und Cebu-Stadt. In Manila leben die Menschen auf den beiden Müllhalden Smokey Mountain und Payatas. Es handelt sich hierbei um riesige Müllberge (bis zu 40 Meter hoch), wobei der Smokey Mountain sogar als international bekanntes Wahrzeichen der Hafenstadt Manila gilt. In der Region rund um Cebu-City, werden die Müllmenschen auch noch „Scavengers“ genannt, was darauf zurückzuführen ist, dass sie mit Metallhaken („Scaves“) den Müll trennen, um Verwertbares zu finden. Der Verkauf von Müll findet in so genannten „Junkshops“ statt und bringt den „Scavengers“ im Schnitt täglich zwischen 50 und 65 Pesos (rund 0,75-1 €) ein.

Hunderte starben bereits, wenn einer der großen Müllberge meist in Folge eines anhaltenden Monsunregens in sich zusammen stürzte und viele Menschen unter sich begrub. Immer wieder wird den Müllmenschen staatliche Hilfe, saubere Unterkünfte, richtige Arbeit oder ähnliches versprochen, doch werden diese Versprechen kaum oder gar nicht von den Zuständigen eingehalten. Mittlerweile gibt es immer mehr Hilfe aus dem Ausland wie etwa Ärzte, Ordensleute und Vereine, die den „Scavengers“ aus ihrem Elend helfen möchten. (Quelle)

Manila ist nicht die einzige Stadt mit diesen riesigen Müllbergen. Es ergeht z.B. Mexiko-City, Nicaragua, und Ägypten sehr ähnlich.

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Das Gras wächst nicht…

Das Gras wächst nicht schneller, indem man daran zieht.
Es wächst auch nicht, indem man seines Nachbarns Wiese niedermäht, und erst recht nicht, wenn man hierzu nur in Gedanken im stillen Kämmerlein fähig ist.
Es wächst nicht, indem man berauscht davor sitzt und es als höher empfindet.
Das Gras wächst nicht allein durch starken Willen.
Es wächst ebensowenig, indem man versucht, es durch geschicktes Bemalen größer wirken zu lassen.
Dem Gras verhilft auch kein Spucken, Schreien oder wütende Tritte zu schnellerem Wachstum.
Das Gras wächst nicht schneller, indem man sein Wachstum analysiert und darüber philosophiert.
Das Gras wächst, wie es wachsen muss.

Autor Unbekannt

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Abschiedsbrief des Amokläufers von Emsdetten

Wenn man weiss, dass man in seinem Leben nicht mehr Glücklich werden kann, und sich von Tag zu Tag die Gründe dafür häufen, dann bleibt einem nichts anderes übrig als aus diesem Leben zu verschwinden. Und dafür habe ich mich entschieden. Es gibt vielleicht Leute die hätten weiter gemacht, hätten sich gedacht “das wird schon”, aber das wird es nicht.

Man hat mir gesagt ich muss zur Schule gehen, um für mein leben zu lernen, um später ein schönes Leben führen zu können. Aber was bringt einem das dickste Auto, das grösste Haus, die schönste Frau, wenn es letztendlich sowieso für’n Arsch ist. Wenn deine Frau beginnt
dich zu hassen, wenn dein Auto Benzin verbraucht das du nicht zahlen kannst, und wenn du niemanden hast der dich in deinem scheiss Haus besuchen kommt!

Das einzigste was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe war, das ich ein Verlierer bin. Für die ersten jahre an der GSS stimmt das sogar, ich war der Konsumgeilheit verfallen, habe danach gestrebt Freunde zu bekommen, Menschen die dich nicht als Person, sondern als Statussymbol sehen. Aber dann bin ich aufgewacht! Ich erkannte das die Welt wie sie mir erschien nicht existiert, das sie eine Illusion war, die hauptsächlich von den Medien erzeugt wurde. Ich merkte mehr und mehr in was für einer Welt ich mich befand. Eine Welt in der Geld alles regiert, selbst in der Schule ging es nur darum. Man musste das neuste Handy haben, die neusten Klamotten, und die richtigen “Freunde”. hat man eines davon nicht ist man es nicht wert beachtet zu werden. Und diese Menschen nennt man Jocks. Jocks sind alle, die meinen aufgrund von teuren Klamotten oder schönen Mädchen an der Seite über anderen zu stehen. Ich verabscheue diese Menschen, nein, ich verabscheue Menschen.

Ich habe in den 18 Jahren meines Lebens erfahren müssen, das man nur Glücklich werden kann, wenn man sich der Masse fügt, der Gesellschaft anpasst. Aber das konnte und wollte ich nicht. Ich bin frei! Niemand darf in mein Leben eingreifen, und tut er es doch hat er die Konsequenzen zu tragen! Kein Politiker hat das Recht Gesetze zu erlassen, die mir Dinge verbieten, Kein Bulle hat das Recht mir meine Waffe wegzunehmen, schon gar nicht während er seine am Gürtel trägt.

Wozu das alles? Wozu soll ich arbeiten? Damit ich mich kaputtmaloche um mit 65 in den Ruhestand zugehen und 5 Jahre später abzukratzen?Warum soll ich mich noch anstrengen irgendetwas zu erreichen, wenn es letztendlich sowieso für’n Arsch ist weil ich früher oder später krepiere? Ich kann ein Haus bauen, Kinder bekommen und was weiss ich nicht alles. Aber wozu? Das Haus wird irgendwann abgerissen, und die Kinder sterben auch mal. Was hat denn das Leben bitte für einen Sinn? Keinen! Also muss man seinem Leben einen Sinn geben, und das mache ich nicht indem ich einem überbezahlten Chef im Arsch rumkrieche oder mich von Faschisten verarschen lasse die mir erzählen wollen wir leben in einer Volksherrschaft. Nein, es gibt für mich jetzt noch eine Möglichkeit meinem Leben einen Sinn zu geben, und die werde ich nicht wie alle anderen zuvor verschwenden! Vielleicht hätte mein Leben komplett anders verlaufen können. Aber die Gesellschaft hat nunmal keinen Platz für Individualisten. Ich meine richtige Individualisten, Leute die slebst denken, und nicht solche “Ich trage ein Nietenarmband und bin alternativ” Idioten!

Ihr habt diese Schlacht begonnen, nicht ich. Meine Handlungen sind ein Resultat eurer Welt, eine Welt die mich nicht sein lassen will wie ich bin. Ihr habt euch über mich lustig gemacht, dasselbe habe ich nun mit euch getan, ich hatte nur einen ganz anderen Humor! Von 1994 bis 2003/2004 war es auch mein Bestreben, Freunde zu haben, Spass zu haben. Als ich dann 1998 auf die GSS kam, fing es an mit den Statussymbolen, Kleidung, Freunde, Handy usw.. Dann bin ich wach geworden. Mir wurde bewusst das ich mein Leben lang der Dumme für andere war, und man sich über mich lustig machte. Und ich habe mir Rache geschworen! Diese Rache wird so brutal und rücksichtslos ausgeführt werden, dass euch das Blut in den Adern gefriert. Bevor ich gehe, werde ich euch einen Denkzettel verpassen, damit mich nie wieder ein Mensch vergisst! Ich will das ihr erkennt, das niemand das Recht hat unter einem faschistischen Deckmantel aus Gesetz und Religion in fremdes Leben einzugreifen!

Ich will das sich mein Gesicht in eure Köpfe einbrennt! Ich will nicht länger davon laufen! Ich will meinen Teil zur Revolution der Ausgestossenen beitragen!

Ich will R A C H E !

Ich habe darüber nachgedacht, dass die meisten der Schüler die mich gedemütigt haben schon von der GSS abgegangen sind. Dazu habe ich zwei Dinge zu sagen:
1. Ich ging nicht nur in eine klasse, nein, ich ging auf die ganze Schule.
Die Menschen die sich auf der Schule befinden, sind in keinem Falle unschuldig! Niemand ist das! In deren Köpfen läuft das selbe Programm welches auch bei den früheren Jahrgängen lief! Ich bin der Virus der diese Programme zerstören will, es ist völlig irrelewand wo ich da anfange.
2. Ein Grossteil meiner Rache wird sich auf das Lehrpersonal richten, denn das sind Menschen die gegen meinen Willen in mein Leben eingegriffen haben, und geholfen haben mich dahin zu stellen, wo ich jetzt stehe; Auf dem Schlachtfeld! Diese Lehrer befinden sich so gut wie alle noch auf dieser verdammten schule!

Das Leben wie es heute täglich stattfindet ist wohl das armseeligste was die Welt zu bieten hat!

S.A.A.R.T. – Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente, Tod

Das ist der Lebenslauf eines “normalen” Menschen heutzutage. Aber was ist eigentlich normal? Als normal wird das bezeichnet, was von der Gesellschaft erwartet wird. Somit werden heutzutage Punks, Penner, Mörder, Gothics, Schwule usw. als unnormal bezeichnet, weil sie den allgemeinen Vorstellungen der Gesellschaft nicht gerecht werden, können oder wollen. Ich scheiss auf euch! Jeder hat frei zu sein! Gebt jedem eine Waffe und die Probleme unter den Menschen lösen sich ohne jedliche Einmischung Dritter. Wenn jemand stirbt, dann ist er halt tot. Und? Der Tod gehört zum Leben! Kommen die Angehörigen mit dem Verlust nicht klar, können sie Selbstmord begehen, niemand hindert sie daran!

S.A.A.R.T. beginnt mit dem 6. Lebensjahr hier in Deutschland, mit der Einschulung.

Das Kind begibt sich auf seine perönliche Sozialisationsstrecke, und wird in den darauffolgenden Jahren gezwungen sich der Allgemeinheit, der Mehrheit anzupassen. Lehnt es dies ab, schalten sich Lehrer, Eltern, und nicht zuletzt die Polizei ein. Schulpflicht ist die Schönrede von Schulzwang, denn man wird ja gezwungen zur Schule zu gehen. Wer gezwungen wird, verliert ein Stück seiner Freiheit. Man wird gezwungen Steuern zu zahlen, man wird gezwungen Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, man wird gezwungen dies zu tun, man wird gewzungen das zu tun. Ergo: Keine Freiheit! Und sowas nennt man dann Volksherrschaft. Wenn das Volk hier herrschen würde, hiesse es Anarchie!

WERDET ENDLICH WACH – GEHT AUF DIE STRASSE – DAS HAT IN DEUTSCHLAND SCHONMAL FUNKTIONIERT!

Nach meiner Tat werden wieder irgendwelche fetten Politiker dumme Sprüche klopfen wie “Wir halten nun alle zusammen” oder “Wir müssen gemeinsam versuchen dies durchzustehen”. Doch das machen sie nur um Aufmerksmakeit zu bekommen, um sich selbst als die Lösung zu präsentieren. Auf der GSS war es genauso… niemals lässt sich dieses fette Stück Scheisse von Rektorin blicken, aber wenn Theater-aufführungen sind, dann steht sie als erste mit einem breiten Grinsen auf der Bühne und präsentiert sich der Masse!

Nazis, HipHoper, Türken, Staat, Staatsdiener, Gläubige…einfach alle sind zum kotzen und müssen vernichtet werden! (Den begriff “Türken” benutze ich für alle HipHopMuchels und Kleingangster; Sie kommen nach Deutschland weil die Bedingungen bei ihnen zu hause zu schlecht sind, weil Krieg ist… und dann kommen Sie nach Deutschland, dem Sozialamt der Welt, und lassne hier die Sau raus. Sie sollten alle vergast werden! Keine Juden, keine Neger, keine Holländer, aber Muchels! ICH BIN KEIN SCHEISS NAZI) Ich hasse euch und eure Art! Ihr müsst alle sterben!

Seit meinem 6. Lebensjahr wurde ich von euch allen verarscht! Nun müsst ihr dafür bezahlen!

Weil ich weiss das die Fascholizei meine Videos, Schulhefte, Tagebücher, einfach alles, nicht veröffentlichen will, habe ich das selbst in die Hand genommen.

Als letztes möchte ich den Menschen die mir was bedeuten, oder die jemals gut zu mir waren, danken, und mich für all dies Entschuldigen!

Ich bin weg…

http://resistantx.livejournal.com/ | Quelle

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Der Mond ist die Wunde der Nacht

Im Bureau
 
Der Mond blickt zu uns hinein,
er sieht mich als armen Kommis
schmachten unter dem strengen Blick
meines Prinzipals.
Ich kratze verlegen am Hals,
Dauerenden Lebenssonnenschein
kannte ich noch nie.
Mangel ist mein Geschick;
kratzen zu müssen am Hals
unter dem Blick des Prinzipals.
Der Mond ist die Wunde der Nacht,
Blutstropfen sind alle Sterne.
Ob ich dem blühenden Glück auch ferne,
ich bin dafür bescheiden gemacht.
Der Mond ist die Wunde der Nacht.
 
Robert Walser 

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Das Böse wollen, das Gute schaffen

FAUST:
[…]
Nun gut, wer bist du denn?

MEPHISTOPHELES:
Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

FAUST:
Was ist mit diesem Rätselwort gemeint?
MEPHISTOPHELES:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Johann Wolfgang von Goethe aus Faust

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Auflehnen gegen die Reichen

Solange es aber genug Schwache und Schwächlinge gibt, die sich beherrschen und für einen Hungerlohn ausbeuten lassen, solange es genug Duldsame gibt, die versuchen, lieber auch noch aus dem kleinsten ALG II Almosen ihr Quentchen Zufriedenheit zu ziehen, statt sich in Würde aufzulehnen, wird es der wildgewordenen Horde von Reichen und Neureichen an nichts fehlen.  (Egon W. Kreutzer)

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Was kostet die Freiheit?

Was kostet die Freiheit?

von John Kalench

Zu den Zeiten der Großen Weltwirtschaftskrise lebte ein reicher und mächtiger Unternehmer. Sein Imperium war endlos. Es reichte weiter, als das Auge sehen konnte: über jedes der Weltmeere und jeden Kontinent dieser Erde.

Von seiner weitläufigen, luxuriösen Villa aus kontrollierte er eine Unzahl erfolgreicher Unternehmen, die alle füreinander produzierten und voneinander profitierten. Hunderttausende Menschen arbeiteten für ihn, er bestimmte über sie und ihr Leben. Er war ein wahrer Meister des Lebens, der Macht und der Manipulation.
Er war ein scheuer und zurückgezogener Mann, der sich nur mit dem Feinsten vom Feinsten umgab. Er bewohnte die eleganteste Villa, umgab sich mit kostbaren Kunstwerken und Antiquitäten, verwöhnte sich mit der besten Küche und exquisitem Wein aus seinen eigenen Anbaugebieten. Eine große Dienerschaft kümmerte sich um jeden seiner Wünsche. Alles was er sah, berührte oder hörte war von allerhöchster Qualität.

Sein größter Schatz war jedoch sein Privatzoo. Es war der größte der und vollständigste Privatzoo auf der ganzen Welt. Obwohl er niemals Besucher empfing, wurde er von Zoologen auf der ganzen Welt beneidet.
Eines Tages berichtete ihm ein Diener von einem versteckten und abgeschiedenen Tal auf dem asiatischen Kontinent, in dem scheue, auf dieser Welt einmalige Tiere lebten. Von einem hohen Turm aus beobachtete er die Tiere auf den offenen Feldern seines Zoos. Und er dachte sich: “Diese seltenen Tiere im Tal wären sie passende Krönung meiner Sammlung.”

Also rief er seine Diener zusammen und organisierte eine Expedition zu den abgelegenen Bergen, dorthin, wo diese seltenen Tiere den Erzählungen nach lebten.

Nach langer Zeit erreichte er ein isoliertes Dorf tief in den Himalajas. Die Jäger dieses abgelegenen Gebietes lachten ihn aus, als sie von seinem Vorhaben hörten. Sie erzählten ihm, kein Mensch, nicht einmal diejenigen, die seit Generationen hier lebten und jagten, könnte je hoffen, diese wilden und scheuen Tiere zu fangen.

“In einem Monat werde ich zurückkehren,” sagte er den Dorfbewohnern. “Ich werde alle diese Tiere fangen. Ich bitte nur um einen Begleiter, der mir zeigt, wo sie leben.”
Nach einem Monat kehrte er mit leeren Händen zurück. Die Dorfbewohner lachten ihn aus und verspotteten ihn. Er aber sagte nur: “Kommt mit mir.”

Er führte sie hinauf zu einer Wiese hoch in den Bergen. Die Dorfbewohner standen und starrten auf eine unglaubliche Szene. Dort, vor ihnen, grasten Hunderte dieser seltenen Tiere, sicher eingezäunt in einem hohen Korral. Der Mann erklärte, wie er vorgegangen war.

Am ersten Morgen stellte er Futter und Heu in die Mitte der Wiese. Am nächsten tag tat er das gleiche, am nächsten wieder und am nächsten wieder, jeden Tag legte er frisches Futter und Heu aus. Bald kamen die Tiere und fraßen. Am Anfang nur wenige, aber jeden Tag kamen einige mehr als am Vortag. zum Schluss graste die ganze Herde auf der Wiese.

Abends grub er Löcher für die Zaunpfosten aus und stellt zwei oder drei Pfosten pro Nacht auf. Als alle Pfosten im Kreis aufgestellt waren, begann er, die Zaunlatten daran zu befestigen. Zunächst befestigte er die bodennahen Latten, damit die Tiere darüber springen und zum Futter und Heu gelangen konnten. Jeden Abend befestigte er neue Latten, und die Wände des Korrals wurden höher und höher. Bald konnten die Tiere nur durch eine kleine Öffnung im Zaun auf die Wiese gelangen.

Am Abend des 29. Tages baute er ein Tor. Am letzten Tag des Monats, nachdem alle Tiere durch die schmale Öffnung hindurchgeschlüpft waren, schloss er das Tor. Er hatte die Tiere eingefangen, bevor sie überhaupt begriffen, was geschah.

Den erstaunten Dörflern sagte er: “Ich kann jedes Tier einfangen, indem ich es von mir und meinem Futter abhängig mache. Mit den Menschen ist es dasselbe. Es ist ein fairer Tausch. Ich gebe Ihnen Nahrung, sie geben mir dafür ihre Schönheit und Freiheit. darin liegt die Quelle meines Reichtums und meiner Macht.”

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Kampf für das Leben

Wäre schön, wenn ihr [PETA] recht hättet und es „nur“ an Aufklärung mangelte. Doch es gibt leider nicht Wenige, die wissen, was sie tun. Sie tun es dennoch. sie achten kein Leben, weil sie selbst schon lange tot sind. Doch wären wir fähig, mit ihnen umzugehen, wie sie’s verdienen, dann wären wir nicht besser als sie. Der Kampf für das Leben wäre dann nicht verloren, sondern würde gar nicht erst stattfinden.

Autor: Jabbar

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Die Erde ist ein Miststück

Die Welt dreht sich einfach weiter, das Miststück.
Und dreht sich und dreht sich – aber Du, Du fällst.

Bleibst liegen, schließt die Augen und lässt Dich einfach drehen.
Weil Du Du bist und das gut ist, wie es ist und alles gut ist.

Und dann genießt Du das Drehen weil Du weißt: Du nimmst Dir die Ruhe.
Mädchen: „Du musst nicht tanzen, aber beweg Dein Herz!

Autor: Unbekannt

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Menschen mutloser als jemals zuvor

Die Wissenschaft mag das tägliche Elend und die Arbeit erleichtert und gelindert und uns eine Vielzahl von Geräten gebracht haben, die uns das Leben bequem und unterhaltsam gestalten, doch sie hat uns zugleich eine Welt ohne jede Ordnung beschert. Unsere Sonnenuntergänge bestehen nur noch aus Wellenlängen und Frequenzen. Die Komplexität unseres Universums ist aufgeteilt in eine Reihe mathematischer Gleichungen. Sogar unser Selbstwert als menschliche Wesen wurde zerstört.

Die Wissenschaft behauptet das die Erde und die Menschen darauf nichts weiter sind als ein bedeutungsloser Fleck in einem größeren ganzen. Ein „komischer Unfall“. Die Technologie ,die uns zu vereinen versprach, teilt uns. Jeder von uns ist heutzutage elektronisch mit der ganzen Welt verbunden, und doch fühlen wir uns unsäglich einsam.

Wir werden bombardiert mit Gewalt, Zwist, Teilung und Betrug. Skeptizismus hat sich zu einer Tugend entwickelt. Zynismus und die ständige Forderung nach Beweisen sind zu aufgeklärtem Gedankengut avanciert. Ist es ein Wunder, dass die Menschen heute mutloser und niedergeschlagener sind als je zuvor in der Geschichte?

Gibt es irgendwas, das für die Wissenschaft heilig ist? Sie suchen nach Antworten, indem ist mit ungeborenen Föten experimentiert. Sie maßt sich sogar an, die Erbsubstanz des Menschen zu manipulieren. Sie zerschmettert Gottes Welt in immer kleinere Bruchstücke, auf der Suche nach dem Sinn. Und alles was sie findet sind weitere Fragen. Die Menschheit benötigte Jahrtausende vom Rad zum Auto, doch vom Auto zur Weltraumfahrt waren es nur ein paar Jahrzehnte.

Der Abgrund zwischen uns einzelnen Menschen wird tiefer und tiefer – und weil die Religion auf der Strecke bleibt, finden wir uns in einem spirituellen Nichts wieder. Wir sehnen uns nach einer Bedeutung wir schreien danach.Glauben sie mir, wir schreien! Wir glauben Ufos zu sehen, nehmen an spiritistischen Sitzungen teil, schlucken bewusstseinserweiternde Drogen all diese exzentrischen Ideen unter dem Deckmantel der Wissenschaft und doch schamlos irrational.

Dies sind die verzweifelten Rufe der modernen Seele, einsam und gequält, verkrüppelt durch ihre eigene Erleuchtung und ihre Unfähigkeit, Bedeutung in irgendetwas zu erkennen,das abseits von Technologie zu finden ist.

Wer ist dieser Gott der Wissenschaft? Was ist das für eine Gott der seinem Volk Macht anbietet, aber kein moralisches Rahmenwerk, das ihm sagt, wie diese Macht benutzt werden soll? Was ist das für ein Gott, der seinem Kind Feuer in die Hand drückt, ohne es zu warnen, dass es sich verbrennen kann? Die Sprache der Wissenschaft ist frei von Wegweisern: es gibt keine Abgrenzung von Gut und Böse.

Wissenschaftliche Bücher zeigen zeigen uns, wie an eine nukleare Reaktion in Gang setzt, doch es gibt kein Kapitel, in dem wir gefragt werden ob es eine gute oder eine schlecht Idee ist!

Sie behaupten ,die Kirche sei ignorant. Wer ist unwissender, frage ich? Der Mensch, der nicht weiß wie ein blitz zustande kommt, oder derjenige der die furchtbare Kraft des Blitzes nicht respektiert?

Autor: unbekannt

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Warum versucht Deutschland immerzu ein anderes Land zu sein?

Warum versucht Deutschland immerzu ein anderes Land zu sein?

Wir sind nicht Spanien, nicht Italien und auch nicht die USA. Wir haben nun mal die grauenhafte Volksmusik, die wir haben, keinen Irish Folk und keinen Samba, keine Tortillas und keinen Servicegeist.

Wenn ich hier in Deutschland bin, dann erwarte ich schlechte Laune, Nörgelei, mit preußischer Gewissenhaftigkeit und Pedanterie zelebriertes Gefühl des Übergangenwordenseins, des Ungerechtbehandeltwordenseins, ich möchte vor Neid verkrümmte Charaktere, schwere Eichenmöbel, Missmut und finstersten Pessimismus, darauf können wir stolz sein, und unter der dünnen Schicht von durch Medien und Aufbruchsforderungen übergestülpten Positivismuslügen und Leichtfüßigkeiten, schwelen, nein, glühen die alten Werte weiter, immer kurz vor der großen Eruption, wenn das stümperhaft zusammengezimmerte Lügengebäude einbricht.

Und dann wird es wieder soweit sein: Am deutschen Besen soll die Welt verwesen.“

Autor: Unbekannt

(Dank an ’sargas‘ für den Text)

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Ungleichheit der Menschen

Die Menschen sind böse; eine traurige und fortdauernde Erfahrung erübrigt den Beweis; jedoch, der Mensch ist von Natur aus gut, ich glaube, es nachgewiesen zu haben; […] Man bewundere die menschliche Gesellschaft, soviel man will, es wird deshalb nicht weniger wahr sein, dass sie die Menschen notwendiger Weise dazu bringt, sich in dem Maße zu hassen, in dem ihre Interessen sich kreuzen, außerdem sich wechselseitig scheinbare Dienste zu erweisen und in Wirklichkeit sich alle vorstellbaren Übel zuzufügen.

Wikipedia sagt: „Nach Rousseaus berühmter Schilderung des Naturzustandes waren ursprünglich alle Menschen gleich und gut. Sie lebten alleine und wurden von der Natur mit dem versorgt, was sie zum Überleben benötigten. Als die Menschen sich jedoch vermehrten und auch durch äußere Umstände dazu gezwungen wurden, näher zusammenzurücken, entwickelten sich Familien. Jede Familie begann, Land für sich zu beanspruchen. Aus der Landnahme und ihrer allgemeinen Akzeptanz entwickelten sich Zwist und Kampf. Mit dem Getreideanbau und der Metallverarbeitung entstand Arbeit, die man nicht ausschließlich für sich selbst und alleine erledigte. Aus dem Zusammenarbeiten vieler Menschen an gemeinsamen Ressourcen ergaben sich besondere Besitzverhältnisse; wenige Personen eigneten sich die Erträge aller an. Um ihren Besitzstand zu schützen, errichteten diese wenigen Staatswesen in Form einer Oligarchie. Sie erzählten den übrigen, dass die politische Ordnung (établissement politique) notwendig sei, um deren Freiheit zu schützen. Nur durch Zustimmung der Unterworfenen konnte sich der unnatürliche Zustand verfestigen. Zuletzt verließen die großen politischen Körper selbst den Naturzustand; es entstanden Kriege zwischen den Nationen.

Es ist also die Gesellschaft, die den Menschen verdirbt. Rousseau ging davon aus, dass sich dieser Zustand weiterhin verschlimmern wird, bis dass sich die Gesellschaft in grauenvollem Despotismus auflöst und zuletzt ein neuer Naturzustand eintreten kann.“

source: wikipedia.

http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/highlights/download/h33-ebadi.pdf

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Brief des Indianerhäuptlings Seathl an den Präsidenten der USA aus dem Jahre 1855

Der große Häuptling in Washington läßt uns wissen, daß er unser Land kaufen will. Er sagt uns dazu Worte der Freundschaft und des guten Willens. Dies ist sehr freundlich von ihm, da wir wissen, daß er kaum auf unsere Freundschaft angewiesen ist. Wir werden uns aber euer Angebot überlegen, da wir wissen, daß, wenn, wir es nicht tun, der weiße Mann vielleicht kommen mag, um uns unser Land mit Hilfe von Gewehren wegzunehmen. Was Häuptling Seathle sagt, kann der große Häuptling in Washington mit der gleichen Sicherheit als wahr nehmen, mit der unsere weißen Brüder mit der Wiederkehr der Jahreszeiten rechnen können. Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter.

Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen – wie die Wärme des Landes? Diese Idee scheint uns sehr merkwürdig. Wir besitzen auch die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht! Wie könnt ihr sie da von uns kaufen? Jedes Stück dieses Bodens ist meinem Volk heilig. Jede schimmernde Kiefernnadel, jedes sandige Ufer, der zarte Dunst in der Dunkelheit der Wälder, jede Lichtung und jedes summende Insekt ist der Erinnerung und dem Erleben meines Volkes heilig.

Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Art und Weise nicht versteht. Das Schicksal seines Landes ist ihm so egal wie das eines anderen, da er in der Nacht kommt und vom Land nimmt, was immer er braucht. Die Erde ist nicht sein Bruder, sondern sein Feind. Wenn er den Grund erobert hat, zieht er weiter. Er läßt die Gräber seiner Väter zurück und zerstört rücksichtslos den Boden für seine Kinder. Sein Appetit wird die Erde verschlingen und nur eine Wüste zurücklassen. Der Anblick euerer Städte schmerzt die Augen der Rothäute, aber vielleicht nur deshalb, weil der Rote Mann nur ein Wilder ist und nicht versteht ……..

Es gibt in den Städten der Weißen keinen Ort der Stille, keinen Ort, dem Singen der Frühjahrsblätter oder dem Knispeln eines Insektenflügels zu lauschen. Aber vielleicht deshalb, weil ich ein Wilder bin und nichts verstehe, erscheint meinem Ohr der Lärm so Schmerzhaft. Was ist das für ein Leben, wenn ein Mensch den lieblichen Ruf des Whippoorwill nicht hören kann oder die Stimme der Frösche um einen nächtlichen Tümpel. Ein Indianer liebt den weichen Klang des Windes sehr, wenn er über das Gesicht eines Sees streicht, und dem Duft des Windes, wenn er von einem Mittagsregen reingewaschen ist oder von einer Pininkiefer mit süßem Geschmack beladen ist. Die Luft ist dem Roten Mann teuer, deshalb, weil alle denselben Atem haben: Die Tiere, die Bäume, die Menschen. Der Weiße Mann scheint die Luft die er atmet, gar nicht zu merken; wie ein Mensch der tagelang dahinstirbt, ist er für den Gestank empfindungslos.

Falls ich mich entscheiden sollte, dem Angebot zuzustimmen, werde ich eine Bedingung zu stellen haben: Der Weiße Mann muß alle Tiere des Landes als seine Brüder behandeln. Ich bin ein Wilder, und verstehe es nicht anders. Ich habe schon tausende verwesende Büffel auf der Prärie gesehen, von Weißen Männern zurückgelassen, die sie von einem vorbeifahrenden Zug aus abknallten! Ich bin ein Wilder und verstehe es wirklich nicht, wie das rauchende Eisen-Pferd wichtiger sein kann als der Büffel, den wir nur töten um zu leben. Was ist der Mensch ohne die Tiere? Wenn alle die Tier nicht mehr da wären, würde der Mensch an der großen seelischen Einsamkeit sterben, denn alles was den Tieren wiederfährt, trifft auch die Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was immer der Erde zustößt, stößt auch den Söhnen der Erde zu!

Vielleicht könten wir verstehen, wenn wir wüßten, was der große Traum des Weißen Mannes ist, welche Hoffnungen er seinen Kindern an langen Winterabenden erzählt, welche Visionen er ihnen in den Geist brennt, daß sie es sich für morgen wünschen. Aber wir sind Wilde. Die Träume des Weißen Mannes sind uns verborgen. Und weil sie uns verborgen sind, gehen wir unsere eigenen Wege. Wenn wir zustimmen, dann deshalb, um wenigstens die Reservation, die ihr uns versprochen habt, zu retten. Vielleicht dürfen wir dort unsere kurzen Tage noch so verleben, wie wir es wollen. Wenn der letzte Rote Mann von der Erde verschwunden sein wird, wenn die Erinnerung nur noch dem Schatten einer Wolke gleicht, die über die Prärie zieht, werden jene Ufer und Wälder dennoch die Seelen meines Volkes festhalten, da sie dieses Land so lieben, wie ein Neugeborenes den Herzschlag seiner Mutter liebt. Wenn wir euch unser Land verkaufen, liebt es so, wie wir es geliebt haben. Sorgt euch darum, wie wir uns gesorgt haben. Haltet fest in euerem Gedächtnis, wie das Land aussieht, wenn ihr es nehmt.

Eins wissen wir, und der Weiße Mann wird es vielleicht eines Tages auch entdecken: Unser Gott ist derselbe Gott. Ihr mögt jetzt denken, daß ihr ihn so besitzt, wie ihr auch das Land besitzen wollt. Aber das könnt ihr nicht. Er ist Gott für alle Menschen. Und sein Mitleid für die weissen und die roten Menschen ist dasselbe. Ihm ist die Erde wertvoll, und die Erde zu verletzen heißt, Verachtung auf den Schöpfer zu häufen. Macht weiter, euer Bett zu beschmutzen, und eines Nachts werdet ihr in euerem eigenen Müll ersticken. Wenn die Büffel alle abgeschlachtet sind, die wilden Pferde alle gezähmt, die heimlichen Winkel des Waldes schwer vom Geruch vieler Menschen und der Anblick der reifen Hügel von ratschenden Weibern verdeckt ist, wo ist dann das Geheimnis des Dickichts? Es ist fort. Wo ist der Adler hin? ER IST FORT!

Mit all eurer Kraft, mit all eurem Mut und mit ganzem Herzen bewahrt es für euere Kindern und liebt es so, wie Gott uns alle liebt. Eines wissen wir: Unser Gott ist derselbe Gott. Die Erde ist ihm wertvoll.

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Hermann Hesse – Der Steppenwolf

Der Steppenwolf ist die Geschichte einer tiefen seelischen Erkrankung der Hauptfigur Harry Haller, eines Alter Egos Hermann Hesses. Haller leidet an einer tiefen Spaltung seiner Persönlichkeit: Seine menschliche, bürgerlich-angepasste Seite und seine steppenwölfische, einsame, sozial- und kulturkritische Seite bekämpfen sich und blockieren Hallers eigene künstlerische Entwicklung.

Der Weg der Heilung ist die Versöhnung beider Seiten im Humor, im Lachen – über sich selbst und das Ungenügen in Kultur und Gesellschaft. Erst mit der Betrachtung der Wirklichkeit vom Standpunkt des Humors werden Hallers weitere, im Roman nicht mehr beschriebene Schritte auf dem Weg seiner künstlerischen Vollendung möglich.  (Quelle)

Empfehlung: Der Steppenwolf als Online-Hörbuch

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