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Die Offene Universität in Berlin wurde geräumt

Wie auf einschlägigen Internetseiten zu vernehmen ist wurde die OUBS geräumt. Ich kenne das Projekt aus persönlicher Erfahrung und bin über die jetzige Räumung kaum überrascht. Ich habe unter dem Artikel folgendes geschrieben:

Ich kam im letzten Jahr über einige Monate mit diesem Projekt in Kontakt. Und es war für alle damaligen Beteiligten klar das dieses Projekt jederzeit geräumt werden kann. Trotzdem waren alle unfähig etwas starkes aus diesen Räumlichkeiten zu machen und es vor der Repression des Staates zu schützen. Dies lag vor allem an psychischen Störungen, Drogenkonsum, fehlender Kommunikation, mangelndem Engagement und nicht vorhandenen theoretischen Durchblick. All diese Faktoren wurden immer wieder angesprochen und insbesondere von langjährigen „Aktivisten“ ignoriert, nach dem Motto es liese sich schon aussitzen.

Die eigentliche Katastrophe war das tagtägliche Geschrei und Geprügel welches das gesamte Projekt in Ohnmacht hielten und die Bewohner wie ein Häufchen Elend im Exil saßen, mitten in der deutschen Hauptstadt, ein paar hundert Meter Luftlinie zur Bundesregierung. Es gab weder Öffentlichkeitsarbeit, weshalb niemand etwas vom Projekt wußte, noch gab es saubere Toiletten, genug Geschirr, Gerätschaften wie Pcs, Fernseher oder gar Internet. Es fehlte an allem, sogar an Ruhe um die wenigen interessanten Bücher zu lesen die irgendwo lieblos in der Ecke lagen.  Die Fenster waren kaputt, die Türen konnte man nicht richtig schliessen, die Matratzen waren teilweise vollgepisst und vollgekackt. Einige hatten Räumlichkeiten zu ihrer persönlichen Rückzugszone erklärt und schrien und schleppten jene heraus die es wagten darin einzudringen. Manche wurden geduldet, insbesondere junge Frauen die verzweifelt und traumatisiert genug waren den leeren Versprechungen von Drogen und der langjährigen „Aktivisten“  zu glauben.

Nicht nur das ist passiert, es gab Gerüchte das Pädophilie und Koprophagie genauso einen Platz in diesem Projekt fanden wie sexueller Missbrauch. Es gab regelmäßige Besuche von Menschen aus der Irrenanstalt, weshalb die OUBS von einigen Besuchern den fliegenden Begriff der Offenen Irrenanstalt erhielt. Es war lustig gemeint, aber auch die volle Wahrheit. Gerade dann wenn Betrunkene, Heroinabhängige,  Drogendealer,  Diebe, Ausgestossene und Herausgefallene jeder Nationalität und Altersgruppe in einem Raum versammelt waren. Ich habe mit ihnen unter einem Dach gelebt, mit ihnen am selben Tisch gegessen. Es sind Menschen wie Du und ich, verzweifelt, traumatisiert, ohne Perspektive. Man sollte all die schlimmen Taten die dort passiert sind nicht nur den Bewohnern anlasten, sondern vorallem fragen welche Gesellschaft soetwas über Jahre hinweg zulässt und überhaupt ermöglicht.

Die Zustände dort waren lange bekannt, nicht nur schlauen Professoren und Studenten, es gab hunderte Besucher,  u.a. von Psychologen und auch von der Polizei. Keiner hat auch nur einen Gedanken daran verschwendet alle Hebel in Bewegung zu setzen um a) den Bewohnern zu helfen und b) das Projekt in die Bahnen zu bringen in die es einmal war. Das Bildungssystem ist immer noch eine Katastrophe und die kapitalistische Verwertungsmaschinerie läuft gnadenloser dennje, die OUBS wollte nie etwas anderes als den Sturz dieser menschenverachtenden Verhältnisse, hatte aber vergessen bei sich anzufangen. Jetzt ist die Wut groß, wer ist schuld und warum hat man nicht gehandelt? Es ändert nichts an der Situation. Es wird immer wieder Hausbesetzungen und Projekte wie diese geben, solange sich die Verhältnisse nicht nachhaltig ändern. Trotzdem ist nun eine Chance vertan, weil man es nicht geschafft hat über den eigenen Schatten zu springen und mutig für eine Alternative zu kämpfen. Die Bedingungen waren am Anfang gigantisch und mit den Jahren ist alles zerfallen und in den gesellschaftlichen Abgrund gerutscht.

Wer Berlin kennt, der kennt auch das Elend. Der Kampf wird weitergehen und er muss anders als früher gekämpft werden. Ohne Gewalt und ohne Hetze. Der Polizist ist genauso arm dran wie der Obdachlose, er weiß es nur nicht so genau.

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Buchprojekt gestartet

Ich habe letzte Woche konkret angefangen an meinem ersten Buch zu schreiben. Thematisch bezieht es sich vorallem auf meine Zeit in Berlin. Es geht um die alternative Szene, Hausbesetzungen, Hausbesetzer an sich, die Probleme der Selbstorganisation und die Probleme unserer Gesellschaft allgemein.

Mir liegt viel daran möglichst nah an meinen Erlebnissen dran zu bleiben, ehrlich und ohne großartige Umschweife darüber zu berichten was aus meiner Sicht in Berlin stattfand und wie ich überhaupt dazu kam nach Berlin zu gehen, welche Geschichte meine Überlegungen haben, was mich antreibt die Dinge nicht so zu akzeptieren wie sie sind usw.

Natürlich habe ich keine Ahnung ob es jemals einen Verlag finden wird, aber in erster Linie dient mir dieses Projekt dazu meine Erinnerungen festzuhalten, Erkenntnisse zu fokusieren und entsprechend an Interessierte weiterzugeben. Es war eine wichtige Zeit für mich in Berlin und mit diesem Projekt möchte ich dem einfach ein Denkmal setzen.

Es gibt in diesem Blog zwar schon eine Rubrik bzgl. eigenes Buch. Aber da ist der Fokus auf eine frühere Phase meines Lebens. Das Buch wird hier erst veröffentlicht, wenn ich es als vollständig betrachte.

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Null Toleranz gegenüber Andersdenkenden

Flashmob einiger Polizisten vor der Brunnenstrasse 183

Die Brunnenstrasse 183 wurde vor einigen Tagen von einigen hundert Polizeibeamten der Bundesrepublik Deutschland geräumt. Der Staat handelte im Auftrag des Kapitals, im Auftrag des Arztes der offizieller Eigentümer des Gebäudes ist und zersägte nicht nur die Haupteingangstüre des alternativen Wohnprojektes sondern auch die Träume aller darin befindlichen Bewohner und aller anonymen Sympathisanten in Berlin, Deutschland und der Welt. Diese Aktion war aus Sicht des Eigentümers und einiger anderer Hardliner bestimmt überfällig und nicht wenige dieser Leute werden vor Glück in die Hände geklatscht haben als die letzten „radikalen Krawallmacher“ endlich vom Gelände entfernt wurden.

Ich dagegen bin sehr traurig über den Zustand dieser Gesellschaft der sich in dieser Aktion ganz klar wiedereinmal zum Ausdruck bringt. Wir, also die Gesellschaft hier in Deutschland, sieht offenbar noch immer keinen Grund warum man Andersdenkenden einen Platz auf diesem Planeten geben sollte. Es gibt für die meisten Menschen offenbar nur die von der Wirtschaft diktierte Arbeit, darin hat man dann seine Karriere zu machen, sich seine Befriedigung der vorliegenden Bedürfnisse zu verdienen. Alternativen gibt es nicht und soll es auch nie geben, deswegen ist hartes Vorgehen insbesondere gegen die sogenannten Linksradikalen unbedingt erforderlich um die momentan dominierende gesellschaftliche Ordnung nicht zu gefährden. Die Gewalt, die dabei verbal wie auch körperlich ausgeübt wird, ist dabei ein notwendiges Übel, auch wenn diese jegliche Lebensfreude und Lebensqualität erwürgt.

Gebäude können ausgeräumt werden aber gewisse Vorstellungen, Überzeugungen und Prinzipien nicht. Projekte wie die Brunnenstrasse 183 eines war sind Ergebnisse dieser Vorstellungen, Überzeugungen und Prinzipien, welche wiederum das Ergebnis eines Unrechtssystem sind, wie die jetzige Gesellschaft nunmal organisiert ist. Klar war es vor Jahrhunderten irgendwie noch schlimmer, aber gilt es deshalb weniger die Grundrechte in diesem Land wie auch in allen anderen durchzusetzen und zu leben? Wofür hat man diese Grundrechte formuliert wenn sie nur als Zierde für das Museum gelten sollen? Die Wirtschaft soll für die Menschen da sein, sie soll die Menschen genausowenig ausbeuten, versklaven und zerstören wie die Politik oder der Bildungssektor. Die Proteste im Bildungssektor zeigen wie schon vor 40 Jahren das sich mit Gewalt, Ignoranz und Geld die wahren Bedürfnisse der Menschen nicht entfernen oder zerstören lassen.

Solange die berechtigten Prostete, Zweifel und Argumente der Aktivisten aus allen Ländern und Bereichen der Gesellschaft nicht ernstgenommen werden, wird es auch weiterhin Krisen, Kriege und Konflikte geben die weitaus höhere Opfer fordern als der Sprung über den eigenen Schatten. Wir sind lernfähige, einzigartige und unheimlich wertvolle Lebewesen, wir sollten das endlich realisieren und uns nicht von kleinkarierten Leistungs- und Wettbewerbsprinzipien spalten und auseinander treiben lassen. Wir müssen gemeinsam lernen miteinander zu verstehen, zu lieben und zu leben.

http://brunnen183.blogsport.de/
http://wba.blogsport.de

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Ganz gefährlicher Bildungsstreik

Es gibt mal wieder Bildungsproteste im Land. Ein klitzekleines Bisschen wagen also ein paar lose Grüppchen den Papst, also die Regierung, anzupupsen während sie eigentlich versuchen ihre eigene Stimme und ihre Rechte zu finden.

Ja, das Studium ist hart, zeitaufwändig, nervenzerreissend, ein vampirartiges Biest welches einen aussaugt und am Ende weiß man als braver strebsamer Karrierist, äh, Student nicht einmal ob es sich überhaupt lohnt. Frechheit! Der Hammer! Da müssen wir was tun! Oder? Oder vielleicht doch nicht? Kostet doch alles Geld am Ende. Wer immer gegen den Strom schwimmt, – kommt nicht weiter.

Die Revolution in Deutschland wird nicht stattfinden,
weil man dazu den Rasen betreten müsste.

War das Studium nicht einmal soetwas wie die Zeit für die Entwicklung des Charakters? Die Zeit in der man die Welt, das Leben, die Menschen, Tiere und eigentlich alles was wahrnehmbar ist, – näher kennenlernt? Nein? War es schon immer geprägt von Leistungsdruck und Wettbewerb? Ging es grundsätzlich immer darum „Bulimie Learning“ zu betreiben? Hmm, muss verdammt lange her sein als es einmal anders zuging.

Tja, jedenfalls empfinde ich die Bildungsproteste als süss. Nicht mehr als süss, weil sie nicht tief genug gehen. Sie hinterfragen nicht genug. In unserem wirtschaftlichen System geht es nicht darum die Menschen charakterlich reifen zu lassen, ihnen Zeit zu lassen gewisse Zusammenhänge, auch in unvorstellbaren Größenordnungen, nachvollziehen zu lassen, – es geht darum fähige Fachidioten für die Industrie zu schaffen.

Dazu wird keine finanzielle Unabhängigkeit der Studenten gebraucht, das wäre viel zu teuer, dazu wird das Turbostudium gebraucht, damit es schneller Menschenmaterial für die Maschinerie gibt. Damit aber nicht jeder Idiot zum Fachidioten mit akademischen Hintergrund werden kann, diese Ausbildung ist schliesslich auch horrend-teuer, gibt es nunmal Zugangsbeschränkungen die allerorts als unheimlich sinnvoll bezeichnet werden. Am Ende hätten wir ja sonst sogar noch mündige Bürger die die Mächtigen und Herrschenden abschaffen, so gehts aber nun wirklich nicht!

Ihr wollt eine „Demokratisierung des Bildungssystems“ habt aber noch nicht einmal an eine „Demokratisierung“ der Politik, Wirtschaft usw. gedacht, – warum nur? Könnte das irgendwie mit dem Satz über die Mächtigen und Herrschenden zusammenhängen? Was hat uns Dutschke da vor 40 Jahren erzählt? Naja, scheißdrauf wir tun mal so als würden wir was gegen irgendwelche arg-lästigen Sachen machen, yeah! Man sind wir coole Bildungspiraten!

Menschenrecht auf Bildung? Ich kriegs kotzen alter! Es gibt auch ein Menschenrecht auf Nahrung, trotzdem verhungern täglich tausende Menschen, – scheint auch keinen zu interessieren. Wieso sollte dann also Bildung interessieren? Wieso sollte Bildung mit derart verblendeten Aktionen funktionieren, wenn sie nicht einmal zu reflektieren vermag, wessen Kind sie ist?! Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing! Ja, so ist das und keinen störts.

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Die Bestie Mensch & die Wirklichkeit

Heute und in den vergangenen Tagen habe ich immer wieder erlebt zu welch unfassbar schrecklichen Handlungen der Mensch fähig ist. Es gibt beispielsweise jemanden der mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung mithilfe von Drogen junge Frauen von sich abhängig und gefügig macht. Dabei ist dieser Jemand mindestens so verwirrt, traumatisiert und einsam wie die Person, die er für seine Zwecke benutzt. Die ständige Wiederholung dieser Taten zeugen von einer tiefen illusorischen Lebenseinstellung voller Leere und Kälte, – sie muss Chaos und Leid produzieren.

Ich begegne ständig zerstörten Menschen mit verlorenen Träumen und einer Unmenge an Ängsten. Ihre Unfähigkeit sich selbst zu heilen und die alltägliche Erfahrung keinerlei aufrichtige Unterstützung zu erfahren, steigert ihre Hilflosigkeit und die Sehnsucht nach vollständiger Vernichtung ins unermessliche. Andere Menschen hingegen erleben sich fast völlig verbittert und verspotten jegliche Ergebnisse menschlicher Aktionen, stossen sogar andere Menschen noch weiter in ihr Elend. Es gibt unfassbar viele Formen von Unfähigkeit, Ignoranz, Dekadenz oder einfach nur Zerstörung. Und die vernichtende Steigerung von all diesen Erfahrungen die ich gemacht habe, ist die Erkenntnis, dass all das systematisch organisiert und damit gewollt ist.

Wenn ich diesen Menschen begegne, dann erkenne ich sie als die logische Folge verlogener Vorstellungen die seit Jahrhunderten propagiert und gelebt werden. Damit sind vorallem die wirtschaftlichen und politischen Vorstellungen gemeint, denn diese hatten in der Vergangenheit vorallem das Ziel die Menschen in Bewusstlosigkeit und damit in Sklaverei und unter Kontrolle zu halten. Jene Menschen also die heutzutage einsam durch die Strassen taumeln, um zu Clubs zu kommen um sich zu besaufen, um zur Arbeit zu kommen um die Profite zu steigern oder permanent Beziehungskrisen nicht nur in der „Liebe“, sondern in Beziehungen zu allen Menschen Konflikte austragen, sind Teil der systematisch produzierten Bewusstlosigkeit der Eliten der vergangenen Jahrhunderte.

Und überdies haben sie diese Sklavenmentalität, diese Selbstzerstörung, Dank ihrer weiten Verbreitung in fast allen Ländern der Erde, fast vollständig verinnerlicht und begreifen diese als ihre Identiät und damit als Normalität. So wird es tatsächlich zu einem existenziellen fundamentalen Megaproblem die Idiotie zu stoppen. Es ist nahezu unmöglich die Menschen daran zu hindern dumme Scheiße zu machen, weil sie diese dumme Scheiße als Teil ihrer Identität begreifen. Sie können sich gar nicht vorstellen ohne Drogen Einklang und Wärme zu erfahren, sie können sich gar nicht vorstellen ohne Chef, ohne Hierarchie, ohne McDonalds oder Krieg zu leben. Dies ist das wahre Drama der Menschen. Dies ist die Abwärtsspirale in die sich die Menschen verliebt haben und es kostet sie alles was sie im Leben lieben und schätzen gelernt haben.

Sie sind Opfer und Täter und sie schaffen und zerstören. Es scheint so als sei dies die wahre Natur des Menschen. Es scheint als sei er seit Jahrtausenden zu nichts anderem mehr fähig und müsse das Paradies weiter vertreiben, statt es endlich anzunehmen. Was macht man mit einer Gruppe von Menschen die jederzeit am äußersten psychischen Limit agiert? Was macht man mit den Menschen, innerhalb dieser Gruppen und Cliquen, die andere, ohnehin schon verwirrte und traumatisierte, Menschen für ihre Zwecke manipulieren? Wieweit soll das noch gehen? Wieviel Schmerz müssen wir noch erleben um endlich aufzuwachen?

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3000 Jahre ohne Liebe

Politiker sind nichts besonderes, sie sind ähnlich wie die sogenannten „Reichen“ und Besserverdienenden nichts weiter als gewöhnliche Menschen. Und obwohl sie völlig gewöhnliche Menschen sind bestimmen sie über das Leben anderer Menschen. Mit welchem Recht tun sie das? Sie sagen sie wären die Vertreter anderer Menschen, die keine Zeit oder Lust haben ihre Bedürfnisse zu hinterfragen, zu erkennen, zu organisieren und zu befriedigen. Ich frage mich wie irgendein Mensch wissen kann was der andere Mensch braucht, obwohl er sich niemals mit ihm persönlich auseinandergesetzt hat? Wie kann ein Politiker, eine politische Partei, Angestellte in Konzerne, deren Bosse wissen was irgendein anderer Mensch wirklich braucht, wenn sie permanent nur über ihn reden aber niemals mit ihm? Sie können es nicht wissen, vorallem weil sie nicht einmal wissen was sie selbst wollen und genau hier beginnt der Selbst- und Massenbetrug!

Die Menschen betrügen sich und andere Menschen sobald sie die jetzigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse akzeptieren. Jeder treibt Tag für Tag, Euro für Euro die Zerstörung überlebensnotwendiger Grundlagen voran, solange er nicht die Verhältnisse, Vorstellungen und Verbote hinterfragt hat und aktiv bekämpft! Es ist dringend notwendig mit diesem vielseitigen Betrug aufzuhören, denn er tötet Menschen, Tiere, Umwelt, er zerfrisst sämtliche Gefühle, Hoffnungen und vernichtet deren Grundlagen! Jeder Mensch weiß selbst was für ihn am besten ist, dies kann niemand für ihn übernehmen. Bedürfnisse, Vorstellungen jedes einzelnen Menschen können sich jederzeit ändern. Das Leben an sich ändert sich ständig. Das politische und wirtschaftliche System ist unfähig diesen engen Kontakt in dieser hohen Geschwindigkeit zu halten und muss daher immer Millionen von Menschen ignorieren, zerstören und Konflikte produzieren.

Unsere Parteien sind nichts weiter als riesige gedankliche Fressmaschinen die alles für ihre Machtpolitik in sich hineinschlingen und nach einer Weile einen riesigen Haufen Scheiße namens Parteiprogramm ausdrücken. Wie sollen individuelle Bedürfnisse die sich ständig verändern mit einem Einheitsbrei der alle paar Wochen ausgeschissen wird schön und gut befriedigt werden? Es kann nicht funktionieren. Es ist ein Naturgesetz. Schon unsere körperlichen Sinne verhindern das unser jetziges politisches und wirtschaftliches System funktionieren kann. Schliesslich nehmen wir alles mit Verzug wahr, unsere Bedürfnisse und das Denken kommen danach, und erst spät können wir Muster, also Vorstellungen, Ideologien usw. entwickeln denen wir wie „Gewohnheitstiere“ folgen obwohl sie meist nicht notwendig sind. Es muss also Unterdrückung, Ausbeutung, Zerstörung, Ignoranz, Arroganz, Chaos und so weiter geben, weil dies die logische Folgen unseres Systems ist.

Wer braucht den Staat außer die Herrschenden? Wer braucht den Kapitalismus außer die Bonzen? Wer braucht die Kontrolle über die Massen? Es ist offensichtlich das wir von Geburt an ins Hirn gefickt werden, von Leuten die nicht wollen das wir eigenständige freie Menschen sind die selbstbestimmt und stolz täglich ihr Leben spontan mit einzigartigen Eigenschaften erfüllen. Wir sind Opfer der mehr als 300 jährigen Ideologie des Liberalismus. Wir – das sind die Hauptschüler, Realschüler, jene die die Schulen abgebrochen haben, auf der Strasse, in Squads leben oder in wirtschaftlicher Knechtschaft versklavt sind. Wir – das sind jene Menschen denen ständig eingeredet wird sie wären faul, dumm, primitiv, unbrauchbar, wertlos, schwierig, laut, unbequem, asozial und so weiter! Wer hat zu bestimmen wie man ist? Es gibt nur eine Person und das ist jeder für sich selbst! Was nicht heißen muss dass das im Chaos endet. Eine Abschaffung des Staats und der jetzigen wirtschaftlichen Verhältnisse mitsamt der Herrschercliquen führt zu einer freieren Menschheit im Sinne der Anarchie, also einer Ordnung ohne Herrschaft.

Die Menschen in den Schulen, in den Konzernen, in der Politik und auf den Strassen sind in den meisten Fällen unbewusste traumatisierte Wesen die darum ringen geliebt, akzeptiert und gestärkt zu werden. Die Menschheitsgeschichte war schon immer eine traurige, zerrissene, voller Kämpfe, Blut und Wut, aber wer sagt dass dies immer so weiter gehen muss? Wir bestimmen wie es weitergeht, wir bestimmen was man uns antut und was man uns nicht antut. Wir können uns organisieren, wir können unser Bewusstsein schärfen, wir dürfen das Leben genießen und müssen uns von niemanden sagen lassen es wäre falsch, egoistisch oder krank! Das jetzige System hat keine Berechtigung es ist gebaut aus Blut und Knochen, auf dem Rücken bewusstloser Sklaven die glauben sie seien glücklich, weil sie nie etwas anderes erfahren haben. Befreit Euch endlich aus Eurer Gedankenlosigkeit oder wollt ihr immer Sklaven bleiben?!

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Marktwirtschaft & Demokratie = Sklaverei

Die Tage werden langweiliger. Ich habe in den letzten Tagen mehrmals festgestellt das viele Menschen in Berlin wenig bis gar kein Interesse daran haben, etwas an ihren eindimensionalen Vorstellungen zu verändern. Dies deckt sich ganz gut mit den mehr als 45 Millionen Menschen die gestern wählen gegangen sind, denn diese haben ihre Stimme für weitere 4 Jahre abgegeben und werden nun stumm verfolgen wie die Politiker weiter Krisen verursachen und verwalten. In Berlin gibt es wirklich viele hübsche, interessante, außergewöhnliche Menschen, aber leider eben auch das genaue Gegenteil davon, womit ich nicht nur das Äußere meine. Hier in Berlin sind alle negativen wie positiven Eigenschaften der Menschheit vertreten. Die Stadt kann einen zermalmen wenn man nicht stark genug für sie ist. Sie kann aber auch alles gute in einem hervorbringen, stärken und so weiter.

Die enorme Zerissenheit in den Menschen prägt die Spaltungen und Grenzen in Berlin ganz massiv. Ich glaube das die in der Vergangenheit angesprochene Geschichte dieser Stadt die Menschen ganz besonders traumatisiert hat. Vor einigen Tagen ging ich noch davon aus, sie hätten dadurch besonders stark die Chance grundlegende Problematiken zu erkennen und mit einer ständigen Bewusst-werdung zu bewältigen. Leider behandeln sich die Menschen unglaublich schlecht, sie sind oberflächlich zu sich und anderen Menschen, sie hetzen durch die Strassen und haben nicht einmal für längere Blickkontakte Zeit. Die Menschen stöhnen und ächzen unter den Lasten des Konkurrenzdrucks, während andere längst durch ihn die Obdachlosigkeit gedrängt wurden.

Viele Menschen nehmen Koks, Gras, Speed, Alkohol, Nikotin, Koffein um den beruflichen bzw. den alltäglichen Alltag „erfolgreich“ zu überstehen. Sie gehen etliche Stunden arbeiten, reisen kreuz und quer durch die Stadt, holen dabei ihre Kinder ab, sagen ihren Kindern beim ins Bett legen wie sehr sie sich morgen in der Schule anstrengen sollten, blasen danach dem One-Night-Stand im Hotel einen und sacken dann völlig erschöpft ins leere Ehebett, weil der Ehemann/die Ehefrau schon wieder auf Geschäftsreise ist. Ist das die Realität? Ist das ein liebevolles harmonisches Leben? Die Zerissenheit ist zur Normalität geworden, es ist normal geworden die Dinge nur noch oberflächlich zu streifen und sich danach zu wundern wieso man nichts mehr als Leere empfindet.

Die Menschen die einen Job haben, egal ob sie gut oder schlecht verdienen, arbeiten Jahrzehnte tagtäglich stundenlang und nur die wenigsten sind damit wirklich glücklich. Denn sie dienen nicht ihrem Glück sondern dem Kapital. Deshalb kämpfen sie genau wie die Menschen die sich von diesem Unglück verabschiedet haben gegen jede Menge stupider Verhältnise und Ansichten an. Auch die Menschen die von Sozialhilfe, Betteleien usw. leben fühlen sich ähnlich wie die Arbeitnehmer unheimlich isoliert. Die Menschheit ist und war jahrtausendelang ängstlich und genau das spiegelt sich in den Vorstellungen und damit in den Lebenssituationen der heutigen Generationen wieder. Als ob der permanente „Jeder gegen Jeden“-Kampf irgendeine wesentliche Verbesserung für alle Menschen bringen würde, wird der Druck innerhalb dieses Kampfes immer größer je mehr Menschen sich daran beteiligen.

Ich bin es leid immer und immer wieder auf diese simple aber barbarische Situation hinzuweisen, ich habe es satt den ignoranten dekadenten Vorstellungen zu widersprechen. Offenbar ist es notwendig diese Welt ins Chaos zu stürzen, die Menschen in Milliarden von Litern Blut und Tränen zu ertränken, damit diese Menschen überhaupt irgendetwas verstehen was sie mit ihrer Idiotie anrichten! Vorallem werde ich richtig sauer wenn sogenannte „alternative Projekte“ egal ob von sogenannten „Anarchisten“ oder „Antifaschisten“ dieselben primitiven hierarchischen Strukturen innerhalb ihrer Vorstellungen etablieren. Ihr bekämpft rein gar nichts, nichtmal Eure Illusionen! Ihr wollt keine grundsätzlichen Lösungen die allen Menschen gut tut, sondern bloss etwas Abenteuer neben dem Drogenkonsum und dem Job. Ihr seid spießig und macht mich traurig.

Mich zieht es dermaßen herunter wie tagtäglich in dieser großen Stadt kaum etwas stattfindet was die Verhältnisse für alle Menschen grundsätzlich verbessert. Zwar sind einige Menschen unheimlich fleissig und wiederum einige davon machen sich sinnvolle Gedanken aber die große Mehrheit will gar nicht hinterfragen was mit ihnen passiert. Sie will gar nicht erkennen womit sie sich den ganzen Tag zerstört und vorallem warum sie sich und andere Gruppen zerstört. Es gibt für sie keinen dringenden Grund ihre Fettleibigkeit, ihren Alkoholismus, ihre Aggressionen, ihre Liebe zum Fußball, ihre Gehorsamkeit gegenüber Arbeitgeber, Staat und Gesellschaft zu hinterfragen, – denn offensichtlich sind sie glückliche Sklaven. Und sie scheißen mit großen Genuss auf jene Sklaven die noch weniger „haben“ als sie.

Obwohl soviel in dieser Stadt passiert, passiert eigentlich rein gar nichts. Stillstand findet permanent statt. Es gibt keine Alternative als sich der Leere zu ergeben, sich und andere zu verleugnen, das Leben als oberflächliches Spiel wahrzunehmen. Die Entfremdung trägt immer gestörtere Züge und keiner will damit offensichtlich aufhören, stattdessen scheint in den Köpfen so eine art Gedanken oder Gefühlsstarre stattzufinden, sie sehen ihren Lebensstil eben als den „bestmöglichen“ und damit hat sich das Überlegen auch erledigt. Die Masse folgt stumm voller Erfurcht den Handlungen der Politik und Wirtschaft statt aufzuwachen und sich selbst zu organisieren. Die Marktwirtschaft sorgt für glückliche Sklaven und die Demokratie sorgt dafür, dass die Sklaven glauben alles unter ihrer Kontrolle zu haben. Da braucht sich nun wirklich keiner wundern wenn bei einem derart hohen Grad der Verblendung Menschen ausrasten und amoklaufen.

Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung wie ich die Menschen erreichen kann. Vermutlich kann ich nur ganz wenig tun und sollte wie alle anderen einfach meinen (beruflichen) Beitrag zur Zerstörung aller Lebensgrundlagen beitragen, damit es möglichst bald eine echte Chance für grundsätzliche Veränderungen gibt. Oder aber ich werde gewalttätig und gehe wie die RAF vor um mit Bomben die Vorstellungen in den Köpfen zu sprengen, auch wenn das den Konservativen und ihrem Polizeistaat sehr gefallen würde, denn dann würden sie ja besonders „gebraucht“. Ich bin aber kein Gewalt- oder Straftäter, meine Natur war immer friedlich und auf verbale Kommunikation ausgelegt. Mein optimistisches Menschenbild jedoch wird von der Realität immer wieder erschüttert, vielleicht orientiere ich mich an den falschen Menschen. Vielleicht gibt es noch irgendwo in dieser Stadt tausende Menschen die ähnliches wie ich begriffen haben und mit denen man liebevoll leben kann.

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