Monatsarchiv: Juli 2017

Irrtum

Reicher an Armut wiederholt sich die leere Wiederholung im ansatzlosen Verwirrspiel zeitloser, nebliger Grautöne. Verbiedert, verstockt, verklärt, verdummt, verlassen verbaut sich alles. Das Leben als Sackgasse in einem Labyrinth aus Unsagbarem. Das trübe Tal der Enttäuschung ist die letzte Oase des Ertrinkenden. Tiefgegraben, tief gefallen ohne Aussicht auf den Horizont. Die blanke Erschütterung über das eigene Unvermögen treibt die Sucht zur Selbstzerstörung. Das Ende hat nie existiert.  Ich blute in Grautönen. Raues Grauen entfaltet sich in schrecklichen Falten. Irrlichter. Das letzte Wimmern. Das Blühen ist Grauen. Nichts lässt sich verdauen. Alles ist nur gefressen gewesen und ist nun am verwesen. Der alltägliche Krempel wird unter Ratlosigkeit zum Henker. Die letzte und erste Mahlzeit ist der verdorbene Dreck aus alten Jahren. Immer Außenseiter im Kerker geblieben. Jedes Wort ist ein Elefant im Porzellanladen. Das Vergessen ist King. Das Verstummen unter Tauben. Das Leben ist so als ob niemand jemals gelebt hätte. Geboren um zu Sterben, um auf die letzte Stunde zu warten. Es ist nur noch ein Wettbewerb der Zeittotschläger. Immer gewesen. Immer am verwesen. Jedermann verdeckt geradezu unzureichend seine Nichtigkeit. Jedermann ist niemand. Keiner ist jemand. Vom Nichts durchgestrichen und festgehalten. Wer alles gesehen hat, dem ist die Gleichgültigkeit geblieben. Ob jemand stirbt, brennt oder verdirbt. Keiner war jemals hier oder dort. Durchreisende Fieberträume. Mit Ensetzen wächst die Traurigkeit, die Unmöglichkeit den Irrtum ungeschehen zu machen. Belanglose Verletzungen wiederholen sich. Trägheit wird von Alter übertroffen. Müde stirbt der Tag und die Nacht. Umsonst gelebt. Umsonst gelitten. Alles ist vergeben. Nur die Irren lachen noch. Die Maschinen überleben. Die Anderen nicht. Das war so, wird immer so sein. Nur Narren rütteln und sterben daran. Nur die Krankheit erinnert an das Leben, was hätte sein können, irgendwo im Abstrakten jenseits aller Gedanken und jeder Zeit. Ich war nur ein Schatten der vergehen musste. Ein Anhängsel einer Maschinerie ohne Gedanken oder Gefühl. Das letzte Achtung, die letzte Rettung, das letzte Wort und dann wieder sofort: Die Wiederholung.

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Labyrinth

Zumeist geht man neue Wege und verändert sich, doch die Sackgassen sind Routine. Man steigt in den Gängen über die Kadaver vorheriger Generationen und rührt sich nicht daran. Man sackt ihren Krempel ein und sucht weiter nach dem Ausgang. Schliesslich hat der eigene Kopf Jugend und Kompetenz gepachtet. Die Energie pulsiert aus allen Adern und fleischt sich in den größten Saft, bis es platzt. Und die Zeit vergeht. Die Trümmer sind Möbel. Das Leichenfeuer ist das Tablet für Powerpointpräsentationen. Mut mit Anzug. Uhrzeit und Takt. Immer dem Irrtum hinterher. Zwischendrin Enttäuschung. Schmerz. Elend. Wahnsinn. Das alles sind wir. Dabei kommt kein Zweifel auf. Es ist national. Es ist Kapital. Erste Reihe. Zweite Reihe. Jede Reihe. Alles benebelt im Nebel unter Produktion von mehr Giftgas. Mit Power und Kommunikation ins Feld und Büro. Stolz reiben wir uns im Blut. Kotzen auf Knopfdruck. Die Orientierung ist ein gesichtsloses Monster. Tote werden geboren in Sackgassen und gleichgültigen Räumen. Das Lächeln ist eine Atombombe. Die rumpfartigen Kreaturen zerstauben im Kopierraum. Die Wüste spuckt Dreck und Teufel den wir anbeten. Alsbald trägt uns das Alter gen Grab. Es ist auch im Nichts. Umsonst gelebt. Umsonst gesucht. Verschwendet. Nie gewusst was worin verfangen. Die Augen drehen sich nach innen. Die Zungen sind zerschnitten. Die brennenden Kometen spalten Schädel und Gedanken. Republiken voller Verlierer. Unterschiede gibt es nur noch in Varianten von Ratlosigkeit. Taubstumme Stumpfmassen zittern und rationalisieren vor sich hin. Die Wände neigen sich über die Köpfe. Der Himmel wird zerrissen. Ein Königreich für einen Wallhack. Aber er kommt nicht. Nichts ändert sich. Alles wird nur älter, verdirbt und stirbt.

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