Nieder mit der Lohnarbeit

Wenn es einen Anfang für die Zerstörung der Menschheit gibt, mit der sie aktuell hadert, dann ist es jener in der Produktionssphäre, wenn die Individualität, die in die Arbeitsprodukte mit einzigartigen Fertigkeiten einfliesst, gesteckt wird. Das Katastrophale wohnt in der abstrakten Arbeit. Jeder gegenwärtige Lohnarbeiter wird gebrochen, entleert, implementiert zugunsten eines irrationalen Zwecks, den er selbst blind und affektiv vorantreibt. Da abstrakte Arbeit ein gesellschaftliches Verhältnis darstellt, welches den Charakter der einzelnen Lohnarbeit über die Produktivität also den zeitlichen Aufwand pro Produkt setzt, wird Arbeitszeit gegen Arbeitszeit der einzelnen Lohnarbeiter gesetzt und damit nicht nur von deren individueller Einzigartigkeit abgesehen, sondern auch ihre ganze Wertigkeit über die Intensivierung oder Rationalisierung der Lebenszeit definiert. Setzt sich dieser Prozess fort, der sozusagen ein fortlaufender Anfang ist, der von den Menschen selbst gesetzt wird, verunmöglicht sich damit die Ausbildung von Individualität, denn das Abhängigkeitsverhältnis, die Verdinglichung, die Ohnmacht und Totalität wächst und ist bereits ungeheuerlich gewachsen. Die Undurchschaubarkeit der gesellschaftlichen Prozesse hat sich in einem abstrakten Verblendungszusammenhang dynamisiert und dynamisiert sich dank der verdinglichten Arbeitsformen weiter, was die Möglichkeit zur Befreiung von diesem Zustand weiter untergräbt, da alle Gedanken und Aktivitäten auf der zweckrationalen Selbsterhaltung innerhalb dieses Prinzips verfolgt werden und werden müssen, da sonst kein Überleben gesichert werden kann oder wahrscheinlich scheint. Freilich ist dieser Prozess unmöglich ohne Staat, Nation, Kapital, Recht und Gesetz möglich.

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Eingeordnet unter Gesellschaft

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