Kabarett & Stahlhelm

Während Jürgen Todenhöfer das Buch einer Nationalsozialistin empfohlen hat, es mit Fakten nicht so genau nimmt und seit Jahren die »alte antijüdische Ritualmordlegende in modernisierter Form« propagiert, empfangen die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ihn gern mit offenen Armen. Vielleicht liegt es daran, dass er »deutsch« denkt?

Der Mann, der u.a. viele Jahre der »Stahlhelm-Fraktion des rechten Flügels der CDU« angehörte, der einen Kredit von über 45 Millionen D-Mark für den Diktator Augusto Pinochet forderte, der den Diktator Bashar al-Assad als »stillen, nachdenklichen Mann« bezeichnete, kann machen was er will: Er kommt gut an beim Volk, bei ARD, ZDF usw.

Frank-Markus Barwasser hat Jürgen Todenhöfer für seine heutige Sendung »Pelzig hält sich« beim ZDF als Gast angekündigt und bietet ihm erneut eine Plattform. So neu ist es freilich nicht, dass das Kabarett mit dem Ressentiment eine Querfront bildet. Aber man fragt sich schon: Wann hört das auf, dass Todenhöfer ein massenmediales Podium erhält?

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