Das eigene Buch

Ich hab im April 2010 darüber berichtet an einem eigenen Buch zu schreiben. Ich will einen kleinen Statusbericht abliefern. Momentan sind etwa 40 A-4 Seiten geschrieben, welche ca. 120 000 Zeichen enthalten. Es hätte mehr werden können, aber es gab soviel zutun und ich habe immer wieder zwischenzeitlich hier einzelne Beiträge geschrieben, auf Emails reagiert und in Diskussionen im persönlichen und virtuellen Umfeld agiert. Die Form des Buches ist weiterhin unklar. Soll es etwas fiktives oder etwas reales sein, Roman oder Bericht, es ist nicht klar. Vielleicht wird es beides, ein fiktiver Bericht. Ein Art gefundenes Tagebuch, wie es Hermann Hesse in Steppenwolf gemacht hat. Ich mische damalige Erlebnisse mit theoretischen Analysen, Beiträgen von dieser Webseite und es sieht momentan schwer nach einem sehr langen Beitrag  aus, der auch in diesem Blog hätte erscheinen können. Natürlich gehe ich sehr stark auf meinen eigenen Weg ein, was hier überhaupt nicht besprochen wird. Es gibt viele Herausforderungen. Ich muss tausende Tage und Erkenntnisse irgendwie auf den Punkt bringen. Mein Ziel ist es, dem Leser zu helfen, in seiner Position, ihn vor bitteren Erfahrungen zu schützen. Berlin war für mich wohl eine der bittersten Erfahrungen überhaupt. Ich habe Menschen sterben sehen. Gesehen wie sie sich mit Gewalt, Drogenkonsum und Drogenhandel das Leben zerstörten. Wer einmal durch Berlin gegangen ist, mit offenen Augen, weiß wovon ich spreche. Diese Stadt ist voller Abgründe und einige habe ich beschritten, ohne selbst infiziert zu werden. Aber es hat mich beeinflusst, hat mich ein Stück weit der Realität näher gebracht. Wer glaubt denn das eine Prostituierte oder ein Mörder fähig für die andere Welt ist? Das sind praktische Fragen. Wie kann man diesen Menschen helfen? Ist es überhaupt möglich? Die Welt hat sich weiter gedreht während ich versuchte dieses Buch zu entwickeln. Viele Sachen die ich geschrieben habe, sehe ich mittlerweile wesentlich differenzierter. Die Grundlagen sehe ich aber immer noch so. Es ist erstaunlich, wenn ich Texte aus den Jahren 2002 oder 2003 ansehe, kann ich dem immer noch weitgehend zustimmen, auch wenn die Ausführungen recht spartanisch ausgefallen sind. Insgesamt bin ich weiterhin zuversichtlich, dieses Buch wird mir gefallen, auch wenn es ein echtes Megaprojekt ist und es ziemlich anstrengend ist.  Das regelmäßige Schreiben auf dieser Webseite hat mir gut getan, ich kann in der vergangenen Erkenntnissen blättern und Brücken zur Gegenwart bauen.  Daher wird diese Webseite noch lange weiter bestehen, egal wie populär sie ist. Es war ohnehin nie der Anspruch tausende Besucher täglich zu haben. Die Menge der Gefolgschaft sagt nichts über die Qualität aus. Und folgen soll mir ohnehin niemand.

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