Taxi zur Hölle

Anhand eines konkreten Einzelschicksals klagt Alex Gibney in diesem Dokumentarfilm die Anwendung von Folter durch das US-Militär an. Im Jahr 2002 hatte der afghanische Taxifahrer Dilawar gerade drei Passagiere aufgenommen, wurde er von Angehörigen der Besatzungsarmee in Afghanistan verhaftet und ins Gefängnis von Bagram gebracht. Fünf Tage später war er tot, ebenso wie ein Mithäftling eine Woche früher. Die Autopsie des Leichnams führt zu dem Ergebnis, dass beide Opfer von schweren Misshandlungen wurden, denen sie mutmaßlich durch das Verhörpersonal ausgesetzt waren.

Gibney stellt einen Zusammenhang zur Doktrin des damaligen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld her, der dem US-Kongress die Zustimmung abrang, bei der Vernehmung von Kriegsgefangenen Foltermethoden zuzulassen. Somit ist dieser Film ein Appell an die politisch Verantwortlichen, an vorderster Stelle US-Präsident George W. Bush, auf den Pfad der Zivilisation zurückzukehren und die Menschenrechte auch in Zeiten globaler terroristischer Bedrohung einzuhalten.

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