Monatsarchiv: Februar 2009

Blutschneisse durch den eisigen Schnee

Ich wünschte ich hätte all den TV-Sendern, Zeitungen, Shows, Nachrichten, Büchern, Religionen, Wissenschaften, Lehrern, Gurus, Spielfilmen, Computerspielen und Konsolenspielen, all die dämlichen Songs und Interpreten, den Religionen, Experten, Politikern, diesem ganzen Lärm keine Beachtung geschenkt.

Mein Leben ist so leer und bedeutungslos weil ich es getan habe. Ich glaubte es hätte irgendeine Bedeutung zu lesen, zu sehen, still da zu sitzen und diesen Mist zu verfolgen. Dabei hat mich das nur passiver gemacht, diese Sachen und Menschen haben mich zu einem Zuschauer gemacht. Sie haben mich dazu verführt mein Leben zu ignorieren. Sie haben mich benutzt. Sie haben mich vom Wesentlichen abgelenkt.

Ich fühle mich ausgebrannt und vernichtet. Es gibt keine Ziele, keine Hoffnungen für diesen Planeten, solange wir nicht allesamt begreifen wie falsch und krank wir agieren. Wir können uns die Freiheit nicht durch Waffen erkämpfen, nicht durch Diskussionen, nicht durch ignorieren der Wahrheit, wir können nicht davon ablenken. Wir müssen erkennen wie leer, kalt und ausgehungert unser aller Leben ist, wenn wir einander nicht die Beachtung schenken die wir alle brauchen.

Das Elend in der Welt, ist das Elend in uns selbst was wir nach außen getragen haben. Wir haben dieses Elend geerbt und wir werden es an unsere Kinder weitergeben, sofern wir nicht verstehen lernen. Sofern ich nicht verstehen lerne. Meine Orientierungslosigkeit, meine gequälte Seele, mein selbstzerstörerischer Lebensstill ist keine Lösung und kein Frieden mit dem Leben.

Die Zeit hat uns ausgespuckt und frisst uns bei lebendigen Leib. Manche Menschen von uns sind sich dessen bewußt und leiden dabei unendlich, andere sind sich dessen nur unbewusst klar und agieren destruktiv zerstörerisch. Einige wenige Menschen bzw. Lebewesen sind dankbar jemals gelebt zu haben… Zu welcher Sorte willst Du gehören?

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Emotionales

Nebelwanderung

Ich fühle mich hin und her gestossen von den Mechanismen der Gesellschaft. Aufgrund der sogenannten Finanzkrise wurde ich Weihnachten aus der Firma geworfen, von der ich bisher im Tagebuch sprach. Es ist viel passiert, ich habe einige Dinge gelernt und dann war alles sehr schnell vorbei. Innerhalb von 7 Tagen war alles vorbei und seitdem stehe ich wieder auf der Strasse und darf mich um Arbeitslosengeld, neuen Job und Bewerbungen kümmern.

Viel ungeliebte Bürokratie muss ich mir also antun, ich komme mir vor wie ein Schmarotzer. Egal ob ich beim Amt sitze, oder in einem Bewerbungsgespräch. Grundsätzlich habe ich das Gefühl zu betteln. Ich bettle um Geld, ich bettle um Chancen. Denn ich fühle mich in der schwächeren Position und möchte eigentlich auch gar keine Hilfe, denn ich habe meist doch alles alleine auf die Reihe bekommen. Die Regeln der Gesellschaft sind größer als ich und solange ich nach deren Pfeife tanze, muss ich mich natürlich entsprechend verhalten.

Glücklich macht es mich nicht. Ich weiß das es mich auch nie glücklich machen wird. Irgendwie gibt es nur die eine Lösung und zwar aus diesem konfliktreichen System zu fliehen. Dies ist aber leider eine Entscheidung für das Leben und momentan kann ich sie einfach nicht treffen. Zuvieles liegt noch im unerschlossenem Nichts.

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