Politik ist lebensfremd

Mein Vater sagte mir nach meiner Ausbildung oft ich solle mein Leben ordnen, mit dem Arsch an die Wand kommen und die Zeit nutzen. Zeit ist Geld und Geld ist Lebensqualität, so pflegte er es zu sagen. Ich verstand genau was er meinte, trotzdem hatte ich keinerlei Motivation diesen Schlüssen und Sprüchen zu folgen. Ich sah darin keinen Reiz. Mir schien die Arbeiterei, die Bürokratie und Politik dahinter lebensfremd und künstlich. Sie hatte keinen Puls, sie hatte zwar Leben durch die Menschen, aber keinen echten Wandel. Ständig wurde etwas getan, aber letztlich ist es doch immer dasselbe geblieben. Ich wußte nicht wofür ich Energie aufbringen sollte, wofür ich aufstehen sollte und für was ich kämpfen sollte. Ich hatte doch schon alles, außer eine vernünftige Umwelt.

Mein Leben empfand ich schon immer als wunderschön. Getrübt wurde es nur immer wieder durch fremde Ideen und Einflüsse, aus wirren Köpfen, aus kalten Seelen, aus nimmersatten Bäuchen. Ich empfand lange Zeit eine große Verwirrung in mir, angestiftet durch viele kleine Propagandaminister, die als solche nie klar zu erkennen waren. Nun nach einigen schweren Phasen die ich überstanden habe, kann ich  Mitleid und Verständnis für sie aufbringen, obwohl sie mich schwer blendeten. Ich habe verstanden, dass diese Blender selbst geblendet waren. Es war nicht ihre absicht mich zu blenden, sie hatten sich selbst nie begriffen.

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