Leben oder Sterben

Viele nehmen ihr Leben als Selbstverständlichkeit. Sie denken beispielsweise ihr Leben sei langweilig, leer, sicher oder etwas worin man investieren kann.

Doch das ist es nicht. Jede Sekunde kann die letzte sein, und was dann kommt ist wohl ein ganz großes schwarzes Nichts. Mit jedem Schlag schlagen unsere Herzen einmal weniger. Uns läuft schlicht die Zeit davon.

Wir können tun und lassen was wir wollen, alles wird vergehen. Da hilft kein guter Geschmack, keine schöne Frau, kein teures Auto oder eine erfolgreiche Karriere.

Da all unsere Aktivitäten vergehen wie die Sonne auf und unter, werden wir niemals glücklich sein, wenn wir diese absolute Wahrheit ignorieren.

Jahrhunderte haben sich abertausende Generationen von Menschen für das Sterben entschieden, und nicht für das Leben. Die Menschen haben mit großer Vorliebe alles dafür gegeben sich möglichst schnell gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Und wenn das nicht reichte, mussten andere Lebewesen zusätzlich für ihre große Mordlust herhalten.

Wann wird es genug Menschen geben die dem Tod ins Gesicht lachen und sich für seine Existenz bedanken? Ohne ihm wären wir unendlich auf diesem Planeten und würden in lauter Gebrechlichkeit mit kotzenden, kotenden Löchern über das Leben sinnieren, Bücher schreiben, Filme drehen und Musik aufnehmen.

Ablenkung, weglaufen, fliehen vom Paradies. Bloß nicht hinschauen. Gar nicht beachten diese Pracht, diese frische Luft und diesen blauen Himmel! Du Mensch, hasse Dein Leben und vorallem Deine Mitbewohner. Schneide Dich auf, stopf Dich voll, inhaliere alles was Dich benebeln kann. Fang niemals an zu Leben, sonst hörst Du nie wieder auf zu lachen!

Wir sind verrückt geworden. Wir sind alle Kinder von Huren und Bastarden. Es macht keinen Sinn an etwas zu glauben das nicht existiert. Wir sitzen im selben Boot und lassen uns trotzdem von Oberflächlichkeiten blenden. So sind wir dem Untergang geweiht, und so wollen wir auch möglichst schnell vergehen!

Wie jede Generation Mensch haben wir nicht ein einziges Mal geatmet. So werden wir immer Sklaven und Babys unseres Verstandes bleiben. Bravo, Bravo!

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Eigenes Buch

Eine Antwort zu “Leben oder Sterben

  1. Auch wenn du von kotzenden und kotenden Löchern schreibst – interessant sind sie, deine Gedankengänge.

    Ich bin dankbar für das, was das Leben mir gibt – und schaue dem Tod ohne Gefühl entgegen. Er ist nunmal einfach da, als grosser Teil unseres Lebens: Das Ende.

    Und trotz dem Bewusstsein, dass alles vergänglich ist, fühle ich machmal Leere oder Abgestumpftheit. Warum sollte ich auch 24/7 dankend und lachend durch die Weltgeschichte rennen? Nur wer Leid kennt, weiss Freude zu schätzen – und in diesem Gleichgewicht sehe ich die Erfüllung, das „Atmen“.

    Hmm, ich muss wohl öfters hier vorbeischauen 😉

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