Monatsarchiv: März 2008

Kapitel 4

Wir hatten also Grün gegen Grau getauscht. Wir lebten ab sofort in einem Industriegebiet. Autos, LKWs, Flugzeuge rund um die Uhr. Und da wir direkt in einer Spedition lebten, gab es die Größte Ruhe nur zwischen 0 und 4 Uhr. Ansonsten war immer Betrieb, die Fahrer füllten und leerten ihre LKWs an den Rampen. Es gab Geschrei und Unfälle. Sie lassen die Motoren laufen und werfen Müll und Flaschen mit ihrem Urin ins Gebüsch nahe des Gebäudes. Sprich es war ein radikaler Umschlag. Gerade für mich war es ein richtiger Schlag.

Ohne großartige Pause ging es auf die neue Schule. Sie lag verwinkelt mit ein paar Bäumen etwas am Rande der Kleinstadt. Der Direktor war ein 1,70 Meter großer älterer Herr mit Glatze und minimalen grauen Flaum hinter den Ohren. Er begrüßte mich krächzend und wünschte mir alles Gute, mein Vater war dabei sagte dasselbe und ehe ich mich versah stand ich vor 30 neuen Gesichtern die mich alle musterten und mit kritischer Mimik verurteilten. Gegen 9 Uhr musste ich aufstehen und mich vorstellen. Dies war meine Chance, ich dachte, ich könnte alle Zweifel und Vorurteile aus den Köpfen stossen, wenn ich wie früher meine Mitmenschen zum lachen bringe und ihnen meine tolle Art zeige. Aber die Antwort war Stille, als ich heiterer Stimme meinen Namen, meine Herkunft und meine Zuversicht äußerte.

Ich hörte die Uhr ticken, Füsse auf den Boden tippen und die spürte die mitfühlende Lehrerin mit ihrem besorgten Blick. Nichts passierte. Mein Herz schlug schnell und aufgeregt. Ich war völlig überfordert und am Boden zerstört. Tapfer stand ich weiter und blickte hoffnungsvoll in ein paar pubertäre Gesichter. Wie sie aussehen, dachte ich. Die Eine hatte sich wild geschminkt, sie sah wie ein weiblicher Krieger aus, vorallem weil sie sehr knapp gekleidet war. Ein paar Jungs hingen cool in ihren Stühlen, starrten auf den Tisch und spielten mit irgendwas in ihren Händen. Ein paar schauten mich an, aber wenn ich sie ansehen wolle, schauten sie weg. Die Lehrerin brach letztlich die Ruhe und bedankte sich bei mir. Sie fuhr mit dem Unterricht fort und ich konnte mich setzen.

Einerseits war ich erleichtert, aber auf der anderen Seite wußte ich, dass dies nur die erste Schlacht des Krieges war. Ich begann damit, mein Leben als Krieg zu betrachten. Ich sah mich als Isolierter, Unverstandener und Außenseiter. Es machte mich stumm, traurig und zornig. Ab und zu begann ich die darauf folgenden Wochen noch Kontakte zu knüpfen, aber ich verlor immer mehr jegliche Hoffnung und auch jegliches Interesse an meinen Mitschülern. Ich vergrub mich in eine Fantasiewelt. Hing stundenlang vor dem Rechner. Eines Tages fand ich in einem Kiosk eine Zeitschrift die über harte Metal Musik berichtete. Es war wohl so eine Arz Szenemagazin und ich hatte gerade ein paar Münzen dafür übrig.

Ich betrachtete sehr genau die Gruppen die darin abgebildet waren. Es gab auch eine CD mit verschiedenen Hörbeispielen. Ich mochte nicht alle Stücke darauf. Aber manche Interpreten gaben mir Bestätigung. Fortan begann ich mich ernsthaft für die diese Musikrichtung zu interessieren. Ich ging in einen größeren Musikladen und schaute mir ein paar CDs an. Von meinem geringen Taschengeld kaufte ich mir hier und da etwas. Ich ging nur nach den Abbildungen auf den CDs. Was mir künstlerisch gefiel, von der Aufmachung oder der Zeichnungen her kaufte ich letztlich auch. Einige Stücke verstand ich erst nach mehrmaligen höhren. Ich begriff nach und nach die Empfindungen der verschiedenen Musiker und fand mich in einer ganz bestimmten sehr besonders wieder. Ich fühlte mich dabei unheimlich frei und geborgen. Mein neuer Freundeskreis war geboren.

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Fernsehen macht blind

Fernsehen hat Verantwortung. Es muss die Wahrheit senden. Tut es das nicht, verdreht es der Bevölkerung den Kopf. Nur wenige Beispiele des aktuellen Sendewahnsinns:

Die schönsten Bahnstrecken, Sturm der Liebe, Marienhof, Verbotene Liebe, Wer wird Milionär, Brisant, Jackass, DSDS, Big Brother, Sam, Punkt 12, Dr. House, Law & Order, Germanys Next Topmodel, Hausmeister Krause, Richterin Babera Salesch, Britt – Der Talk um Eins, Zwei bei Kallwass, We are Familiy, Lenßen & Partner, Pokémon, Die Nanny!

Wird in irgendeiner dieser Sendungen ganz klar über wirklich relevante Themen diskutiert? Werden ernsthafte gesellschaftliche Probleme beleuchtet? Werden in irgendeinerweise konstruktive Konzepte erarbeitet bzw. gesendet?

Nein, nein und nochmals nein! Wenn wir ehrlich sind, ist das Alles purer Bullshit! Es ist Zeitverschwendung, es verblödet maßlos, es hat nichts mit der Realität zutun. Augenwischerei ohne jedes Gewissen! Es macht praktisch blind!

Das Fernsehen spielt nur nach, es kopiert, es verherrlicht, es verdreht aber es bringt im Prinzip keine Ergebnisse, die sich als positiv-richtungsweisend bewerten lassen.

Es berieselt uns 24 Stunden, jeden Tag mit gedankenlosen Informationsbomben. Das Fernsehen versucht uns einzuwickeln und uns zu fesseln. Oft wird unterschwellig die heile Welt tituliert, indem die harten Themen einfach kaum oder nur beiläufig angesprochen werden.

3sat, Phoenix und Arte darf man als die letzten Sender mit echten Inhalten bezeichnen. Zwar gibt es auch dort immer wieder Fehltritte, aber sie zeigen regelmäßig wahre Größe.

Fazit

Das Fernsehen muss reformiert werden, es muss die Bevölkerung gnadenlos mit der Wahrheit konfrontieren und ein klares Bewußtsein für echte Werte schaffen, Ziele zeigen oder diskutieren.

Die Gesellschaft muss lernen sich selbst in Frage zu stellen. Das Fernsehen kann hierfür das entscheidende Medium sein. Bisher macht dies das Fernsehen entweder unfreiwillig, verkrampft oder zu unmöglichen Sendezeiten!

Damit dies passiert sollten wir uns permanent einsetzen, indem wir kritisieren und sagen was stattdessen sein sollte.

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Mit Job bist Du auch Nutzlos

Kälte steigt ihm in die Nase, in die Glieder, angestrengt widmet er sich seinem Fahrradschloss. Er zerrt daran, der Schnee hat es eiskalt gemacht und es klemmt herrlich nervig. Als es endlich geöffnet war, schwingt sich der Junge auf das Rad, er weiss was er tut, denn er hat ein Ziel. Die Kristalle unter den Rädern brechen, es ist dunkel und andere Fahrzeuge rauschen an ihm vorbei. Er achtet darauf nicht. Er versucht sicher und eindeutig zu fahren. Er fährt an zwei dunkle Gestalten vorbei, beachtet sie nicht weiter, er hat ein Ziel und erkennt nichtmal ihre Gesichter. Hin und wieder wechselt er die Strassenseite, fährt auf dem Gehweg, oder nimmt die große Strasse für die Autos und LKW’s. Der Wind pustet ihn von links und rechts voll, als ob er ihn Frische in die trägen Gedanken pusten will. Der junge Mann fährt ein paar Kurven entlang, achtet auf den Verkehr, er will nicht umgefahren werden, keine Verletzungen erleiden, er will nicht sterben, denn er hat ein Ziel.

Er will etwas einkaufen, kurzfristig hatte er Lust auf Orangensaft bekommen. Das ist sein Ziel, einkaufen worauf er Lust hat. Nun ist er mit seinem Drahtesel endlich angekommen. Schön deutlich und penetrant starren ihn die Leuchtreklamen an. Viel Licht für ein bisschen Nahrung. Er stellt sich auf seine Beine und sperrt sein Rad ab. Er schlürft zum Eingang und beachtet weiter Nichts. Obst lacht ihn an, eine alte Dame weicht ihm aus, will wohl ihre Ruhe. Ein anderer Junge, nur viel jünger, läuft quer an ihm vorbei, denn auch er hat ein Ziel. Wahllos greift unser junger Mann mit dem Fahrrad in die Regale, nimmt irgendwas, denn er weiss er kann es bezahlen. Am Ende nimmt er den Orangensaft den er eigentlich haben wollte. Er geht zur Kasse. Es ist eine junge Frau, die da sitzt in ihrer Uniform. Sie ist hübsch, glatte Haut, gepflegtes Äußeres, die dunkelbraunen Haare nach hinten gebunden. Flink guckt sie ihn an, erkennt ihn als Kunden, sagt Guten Abend und schnappt sich die Produkte die er haben will. Hält sie alle über das Lesegerät. Sie schaut ihn nicht an, sie hat Routine und freut sich bereits auf den Feierabend. Aber die Freude ist nicht groß, eher eine Art milder Anflug von Freude getrübt durch die Tatsache morgen wieder an dieser Stelle zu sein.

Der junge Mann ist erfreut sie zu sehen, lächelt geheim, sie bekommt es nicht mit oder besser tut so als sei sein Lächeln vollkommen nutzlos. Unbeeindruckt sagt sie wieviel das alles kostet, er gibt ihr einen mittel großen Schein, und kramt dann die Produkte in seinen Beutel. Sie fragt ob er nicht Kleingeld hätte, und er verneint verlegen. Sie sagt daraufhin nichts und stellt die Quittung aus, gibt das Rückgeld und wünscht einen Schönen Abend. Gleichfalls, meint der junge Mann und denkt er muss ganz schnell weg. Die Kälte kroch ihm in die Seele. Er dachte plötzlich ich bin nutzlos, ich bin nicht so fleissig wie sie. Sie wußte es, darum war sie so kühl zu mir. Oder war es einfach weil ihr Ziel wichtiger ist als meins? Ich bin verloren, genau wie sie, nur ich bin mir dessen bewußt. Niemand ist nutzlos weil er nichts tut, dachte er und verteidigte seinen Wunsch nie wieder zu arbeiten.

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Joanne K. Rowling kriegt den Hals nicht voll

Mehr als 1 000 000 000 US-Dollar auf dem privaten Konto reichen Joanne nicht. Sie kämpft vehement gegen die Buch-Veröffentlichung eines Harry Potter Lexikons durch einen Fan:

Der Verlag, der sich mit der Veröffentlichung des komplexen Harry Potter Lexikons trägt, wurde von Warner Brothers und der Autorin J.K. Rowling angeklagt, obwohl die Autorin die dazugehörige Website für eigene Recherchen benutzt haben soll. Der Termin wurde wegen der kurz bevorstehenden Publikation des Buches vorgezogen. Warner & Rowling ersuchen wegen der Urheberrechtsverletzungen eine einstweilige Verfügung, um den Vertrieb des Lexikons komplett zu unterbinden. “ (Quelle)

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Kapitel 3

Als ich 13 Jahre alt war, empfand ich die Jahre meines Lebens als spannend, aufregend und unendlich Vielfältig. Ich fand immer mehr Spaß an der Schule, fast jeder in der Schule kannte mich und umgekehrt. Mit jedem Menschen hatte ich etwas erlebt. Es gab irgendwie immer eine Verbindung oder eine Vertrauensbasis. Auch mit den Lehrern. Dadurch gab es eine gewisse Sicherheit. Nichtsdestotrotz gab es wie bereits erwähnt genug Schwierigkeiten.

Eines Tages, als meine Leistungen besonders stagnierten gab es ein Treffen mit meinem Klassenlehrer, jener Lehrer der sich hauptsächlich für die Klasse verantwortlich zählt. Meine Eltern, der Lehrer und ich trafen uns in einem idyllischen Cafe mitten in der sonnigen Altstadt. Mein Lehrer sah ein bisschen aus wie ein alter Albert Einstein, mit grauen Schnauzer und Halbglatze. Für mich war er damals schon die ultimative Intelligenz in der Schule. Ich hatte die Vorstellung, es gäbe kaum einen Menschen der schlauer war als er. Alles was er sagte schien mir Hand und Fuß zu haben.

So kam in diesem besonderen Gespräch die Dinge heraus, die sowieso klar waren. Er sagte ich könnte ein viel besserer, wenn nicht sogar herausragender Schüler sein, wenn ich mich nur endlich hinsetzen und lernen würde. Ehrfürchtig nickte ich und beobachtete ihn, wie nach gesagten Satz an dem Tässchen nippte. Meine Eltern sahen das genauso und man brabbelte weiter um dieses Thema herum. Ich sagte dabei nicht viel, ich habe eigentlich nur zu gehört und meine Umgebung gefühlt.

Meine Noten wurden auch ein bisschen besser und als besondere Krönung darf ich mein ausgezeichnetes Referat über ein Buch von Jules Verne bezeichnen. Ich liebte das Buch und ich verschlung jeden Buchstaben darin. Man konnte mir Nichts über ihn erzählen was ich nicht schon wußte. Ich erhielt die beste Note und hatte eine fröhliche Schülermeute vor mir, die laut applaudierte und jubelte. Das war für mich einprägend und sehr positiv. Ich began in Ansätzen zu verstehen, dass Schule nicht unbedingt mein Feind sein musste, mir nicht die Nerven, die Zeit und die Vielfalt nahm, sondern eine Art und Weise war gewisse Dinge kategorisch nachzuvollziehen.

Es vergingen ein paar Wochen und es wurde Herbst. Meine Mutter begleitete mich ungewöhnlicherweise mit in die Schule. Sie fuhr mich sogar die vielen Kilometer hin. Sie sagte sie müsse etwas mit meinem Klassenlehrer klären und ich würde mit ihr auch zurück fahren. Es war sowieso ein kurzer Schultag für. Der Unterricht ging nur bis 11:20 Uhr. Das Ende des Unterrichts konnte ich nach wie vor kaum erwarten und ich war sehr glücklich als ich meine Mutter für die Rückfahrt begrüssen durfte. Sie wirkte etwas angespannt als ich sie wieder traf. Sie schaute auf den Boden und fing dann leise an, es würde eine große Veränderung in unserem Leben geben. Ich hing zwischen meinen Gefühlen, was sollte nun kommen? Was sollte so schwerwiegend sein?

Sie sagte wir würden wegziehen. Nicht weit, ich könnte meine alten Freunde schon besuchen. Ich war geschockt und hielt es für einen Witz. Ich sagte nichts, nur kurz dass ich das nicht will. Sie sagte auch sie wolle das nicht. Die Entscheidung hätte mein Vater allein getroffen. Er war unzufrieden mit den Nachbarn. Es gab immer wieder Ärger. Soweit ich als Kind dies mitbekam, gab es mal ein Problem am Wochenende. Mein Vater arbeitete viel und er kam Samstag früh nach Hause und hatte die Nacht durchgearbeitet. Er wollte sich ausruhen und eine Runde schlafen. Wir wohnten in einem mehrstöckigen Gebäude, an einem hohen Berg mit vielen anderen Häusern, mit mittelgroßen bis großen Gärten. Wir hatten unsere Wohnung ganz oben, mit einem Balkon und einem minimalen Dachgeschoss.

Ein Stock unter uns lebte ein Rentner der sehr gerne Klavier spielte und einen kleinen weissen Hund hatte. Welche Rasse dieser war, weiss ich nicht genau. Jedenfalls spielte dieser alternde Mann jenes Samstag Morgens auf seinem Klavier. Er klimperte irgendetwas, ich konnte es nicht genau nachvollziehen. Ich hörte diese Klänge aber gerne. Auch am Morgen wenn ich davon wach wurde. Es war eigentlich angenehm, nicht sehr laut aber gut hörbar. Nach einigen Minuten hörte ich wie im Nebenzimmer mein Vater aufstand und ins Wohnzimmer ging. Er stellte die großen Boxen unseres Soundsystems mit den Lautsprechern nach unten auf den Boden und drehte voll auf. Meine Mutter machte die Tür des Wohnzimmers zu, als sie sah das ich wach wahr und lachte etwas verlegen.

Aufgrund dieses und einiger anderer Ereignisse entschied mein Vater also mit seiner Familie wegzuziehen. Wir zogen in eine Kleinstadt die weitaus weniger Natur enthielt als das Dorf indem wir zuvor lebten. Es gab keine kleinen Flüsse, keine riesigen Wälder, kein Vogelgezwitscher und keine Nachbarschaft mehr. Stattdessen lebten wir nun in einer Hausmeisterwohnung einer Spedition, nahe einer Autobahn, einer Hauptstrasse und ein paar Feldern. Mein geschockter Zustand weitete sich aus, als ich zum ersten Mal die Büroartige Wohnung betrat. Ich wußte um die Chancen die dieser Umzug beinhaltete, ich wußte aber genauso um die Risiken. Meine Freunde und Freundinnen würden mich nicht besuchen kommen, es wäre zu teuer und zu zeitintensiv. Ich musste wie meine Eltern mit der neuen Situation klarkommen, egal wie. Mein Vater sagte, Menschen kommen und gehen, sei nicht traurig, daran musst Du dich gewöhnen.

Emotional war ich sehr mit meinen Freunden und Freundinnen verbunden. Ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen und dieses brach mir mit dem Umzug. Ich war zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall bereit für neue Menschen in meinem Leben. Der Umzug war anstrengend. Meine Mutter musste nebenbei für ihre Weiterbildung lernen und mein Vater war gesundheitlich vorbelastet, so war ich wohl die größte Hilfe bei der Schlepperei. Ich half wo ich konnte, setze mich aufopferungsvoll ein, auch wenn ich innerlich angespannt und verunsichert war. Man könnte die Gefühlslage wie einen leisen Anflug von Panik beschreiben, der sich aber Tag und Nacht behielt.

Wir waren sehr beschäftigt und ich konnte die letzte Zeit kaum noch geniessen. Am letzten Tag ging ich nocheinmal zu meinen Lieblingsstellen. An den Bach, in den Wald, an den Fußballplatz, an meinen Kindergarten und so weiter. Ich schoss ein paar Bilder die ich noch heute habe. Immernoch wollte ich nicht wahrhaben, dass das nun nichtmehr zu meinen Leben gehören sollte. Es war so friedlich, die Sonne schien trotz des Herbstes warm und glühend durch die Blätter der Bäume auf mich herab. Ein sanfter Wind versuchte mich scheinbar zu trösten, in meinen wehleidigen Gedanken.

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Kopfschuss für den Frieden

Wir züchten Millionen Lebewesen, geben ihnen Futter, ein Dach über den Kopf. Die Zeit geht ins Land und dann kommt der Schuss in die Fresse für jedes einzelne Geschöpf. Ihr Leben existiert nur in dunklen Kammern und letztlich um von uns ausgesaugt, zerschnitten, zerbissen, zerkaut, verdaut und ausgekotet zu werden. Was ist das für eine Existenz? Was sind wir für Wesen? Kann sich das Jemand erklären? Man kommt auf die Welt, oft schreiend, atmet unter Schmerzen, purzelt herum und lernt gehen, sprechen, denken, Dinge wagen, geht zur Schule und wird immer größer in der Sekte Mensch. Man ackert wie ein Sklave, für Noten, für Geld, für Positionen, für Ziele, für Frieden und Ruhe. Zwischendrin frisst, fickt, duscht, schlägt man sich durch die Masse und wird hart, alt, grau und müde bis man stirbt. Vor der Geburt war nur Schwarz nach dem Tod wirds genauso sein. Und außer Krawall und Panik war nichts gewesen.

P.S. Kopf in den Arsch, Salto in die Scheisse, darin drehen, winden, furzen und kacken!

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Erstickungstod

Die Menschheit würgt in jeder Phase ihrer Existenz neue Errungenschaften aus. Die Massen jubeln, gackern und schreien. Es herrscht Überfluss und Langeweile. Die Flucht nach vorn, in Verstand und Zukunft, ist alles was dieser Spezies geblieben ist. Ständig werden Entwicklungen, Stimmungen, Meinungen gebraucht, gewürzt, vollgepumpt und aufgespritzt damit die Abwechslung perfekt wirkt.

Es ist Tradition, Kultur und Realität. Es mutiert an allen Gliedern, im Inneren wie im Äußeren, es schwillt zu einem dramatischen Sammelsurium von belangloser Scheisse an und droht mit jeder Sekunde eher zu platzen.

Einige in den Massen haben dies begriffen. Erwartungsvoll werfen sie sich die Klippen hinunter oder fangen schon langsam an zu applaudieren, um die Kilometer hohen Wellen aus Kot und Gedärme zu empfangen. Die irrsinnige Hirnlosigkeit, die fanatische Selbstsucht, das trostlose vegetieren im Aktionismus haben das Leben auf der Erde erwürgt.

Das Röcheln können wir in unseren Körpern spüren. Das Ende ist nah, so nah..

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Das Treffen

Einmal an einem späten Sommer Nachmittag traf ich mich mit einer jungen Frau. Wir kannten uns bisher nur aus dem Internet und ich schien sie ständig mit meiner Art zu faszinieren. Sie machte gerade ihr Abitur und wollte danach etwas in Richtung Kunst machen. Sie glaubte an ihr Talent und träumte von einem schönen, langen Leben ohne großartige Zerstörung. Sie war verspielt und war obenherum grün verkleidet. Da waren auch Sandalen ähnliche Schühchen an ihr. Sie hatte ihre Lippen dezent mit Farbe beschmiert, ihre Finger und Fußnägel waren dagegen knallig rot angemalt. Naja, jedenfalls hopste sie für ein paar Stunden neben mir herum. Sie wollte wissen wer ich bin und was ich mache. Ich versuchte ihre Neugier zu befriedigen. Sie hing mir an den Lippen und ich war darüber überrascht.

Wir streifen durch die Strassen und duchquerten schließlich einen großen Platz, mit einer bekannten traditionellen Kirche davor. Ich beobachtete ihr Gesicht. Wie es aufmerksam die Umwelt verfolgte und irgendwie immer einen Grund fand zu lächeln, zu juchzen und zu lachen. Wache Augen blickten mich schnell an, wenn sie sicher waren dabei nicht von mir beobachtet zu werden. Wir unterhielten wir uns über belanglosen Müll während wir von Einflüssen erschlagen durch die Menschenmenge steuerten. Dabei drang uns die Stimme eines Protestes näher und näher. Offenbar predigte da Jemand etwas, was ihn emotional sehr berührte. Er rang regelrecht um seinen Verstand. Er hatte wirres fast schulterlanges rotes Haar, trug ein altes grünes billiges Jacket auf seinem nackten Oberkörper, eine ausgefranzte Anzughose und stand breitbeinig vor einigen verwunderten Passanten. Mit weit aufgerissenen Augen brüllte er aus vollem Halse:

„Die Tiere haben es am besten! Ich will das sie Steuern zahlen, Kleidung tragen, unsere Sprache sprechen und vernünftig arbeiten gehen! Diese faulen Viecher haben sich lang genug ausgeruht! Die sollen uns endlich helfen! Warum sollen wir für deren Rechte kämpfen? Die interessiert es doch gar nicht, Hauptsache was zu fressen und ausschlafen! Die sind selbst eingesperrt stumm und lassen alles mit sich machen! Was fällt denen ein, haben die kein Gehirn im Leib? Ich will das auch die ihre Miete zahlen, ich will das sie selbst fürs Atmen zahlen, sie sollen zahlen für all die Morde die sie unbestraft begannen haben! Diese Bestien ohne Verstand sollen bezahlen und schuften und ihre Kindes Kinder genauso!“

Sie vermutete dahinter einen Scherz, eine Show so wie einige andere Menschen. Ich zog eine ernste Miene auf als sie ihm ein bisschen Kleingeld gab. Der Mann war ganz offensichtlich durchgedreht, vermutlich ein frustrierter Tieraktivist und sie gibt ihm Geld. Eine gute Seele schien sie mir zu sein, viel zu gut für mich. Deprimiert ging ich mit ihr dem Ende des Treffens entgegen. Die Gespräche wurden tiefer, sie sagte man müsse nach vorne blicken und sich nicht immerzu selbst bremsen, aber ich zweifelte am Sinn dieser Haltung. Ich sah in allem nur ein Irrtum. Als größten Irrtum verstand ich die Sprache. All die Wirrköpfe die auf dieser Erde stolperten, frassen und kackten, entwickelten dieses monströse Wahnsinnsgeschoss unseres Verstandes. Auch jetzt und morgen wird das immer so weitergehen. Wie ein Fluss werden die Begriffe, Bedeutungen, Traditionen und Regeln fliessen. Aber davon erzählte ich ihr nichts. Ich hätte es sowieso nicht genau sagen können.

Wir fanden uns nach einigen Schritten auf einer Parkbank nahe eines Flußes wieder. Es wurde schon dunkel als sie flüchtig sagte, sie müsste dringend auf die Toilette. Ich lächelte ein bisschen und bestätigte sie darin, dass wir wohl dagegen etwas tun müssten. Irgendwie fanden wir für sie ein Cafe mit einer Toilette, welches sich an einem Kreisverkehr mit viel Grün befand. Man hörte ein paar Klänge aus einem klassischen Konzert und ein Mofa knatterte an uns vorbei als wir uns verabschiedeten. Sie schaute mir fest in die Augen und umarmte mich. Wir sagten einen Moment gar nichts und hingen kurz in unseren Gedanken. Dann sagte sie, sie würde zu einer angesagten Feier gehen und ich sagte okay. Sie lud mich ein und ich zierte mich sofort. Ich schob eine Ausrede vor und fühlte mich weiter endlos geschmeichelt. Ich behauptete ich müsste schreiben, ich hätte einige Gedanken die unbedingt festgehalten werden müssten. Sie sagte sie wolle mich nicht aufhalten und wünschte frohes Schaffen. Ich sagte zu mir im Kopf, was für ein Idiot ich sei und wünschte ihr einen schönen Abend.

Wir trennten uns, die Dunkelheit machte meine Heimfahrt kühl, aber ich war elektrisiert von diesem Treffen. Als ich nach einer Weile an meinem Tisch sass und die Gelegenheit hatte zu schreiben, kam mir eigentlich nur wieder die Sache mit der Sprache in den Sinn. Ich schrieb:

Stampfender Verstand kotet Leben voll

Das Wort ist Zerstörung geworden. Sprachen sind zerstörende Irrtümer die die Freiheit immer fester und kompakter einwickeln. Das Leben im Würgegriff des Verstandes. Lautlos tippt mit leisen Schritten das Gedankenmonster auf kühlen weiten Gängen umher und kotzt immerzu neue Phrasen aus sich heraus, die brüllend, keuchend, rotzend Aufmerksamkeit, Licht und Nahrung verlangen. Man stirbt einmal mehr mit jedem Monstrum, der Raum wird enger, geringer und erdrückender. Das Selbst scheint sich in der Masse der haarigen, schwarzen Suppe voll Wörter und Satzschlangen aufzulösen. Irrer Juckreiz schneidet sich durch die Hülle, das Gefühl von Wahnsinn kommt mit jedem Herzschlag um Herzschlag näher und stößt dichter und dichter an den Tod. Die Drehungen beginnen zu schleudern, das Drama wird zu einem kreischenden Meer aus abertausenden von Stimmen und das Nichts wird zum blinden Schleier der vortäuscht es gäbe Grenzen. Die Illusion von Sinn in Sinnlosigkeit schlägt sich in die Wahrnehmung des seelenlosen Zufallskopf.

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Stampfender Verstand kotet Leben voll

Das Wort ist Zerstörung geworden. Sprachen sind zerstörende Irrtümer die die Freiheit immer fester und kompakter einwickeln. Das Leben im Würgegriff des Verstandes.

Lautlos tippt mit leisen Schritten das Gedankenmonster auf kühlen weiten Gängen umher und kotzt immerzu neue Phrasen aus sich heraus, die brüllend, keuchend, rotzend Aufmerksamkeit, Licht und Nahrung verlangen. Man stirbt einmal mehr mit jedem Monstrum, der Raum wird enger, geringer und erdrückender. Das Selbst scheint sich in der Masse der haarigen, schwarzen Suppe voll Wörter und Satzschlangen aufzulösen. Irrer Juckreiz schneidet sich durch die Hülle, das Gefühl von Wahnsinn kommt mit jedem Herzschlag um Herzschlag näher und stößt dichter und dichter an den Tod. Die Drehungen beginnen zu schleudern, das Drama wird zu einem kreischenden Meer aus abertausenden von Stimmen und das Nichts wird zum blinden Schleier der vortäuscht es gäbe Grenzen.

Die Illusion von Sinn in Sinnlosigkeit schlägt sich in die Wahrnehmung des seelenlosen Zufallskopf.

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Der Mond ist die Wunde der Nacht

Im Bureau
 
Der Mond blickt zu uns hinein,
er sieht mich als armen Kommis
schmachten unter dem strengen Blick
meines Prinzipals.
Ich kratze verlegen am Hals,
Dauerenden Lebenssonnenschein
kannte ich noch nie.
Mangel ist mein Geschick;
kratzen zu müssen am Hals
unter dem Blick des Prinzipals.
Der Mond ist die Wunde der Nacht,
Blutstropfen sind alle Sterne.
Ob ich dem blühenden Glück auch ferne,
ich bin dafür bescheiden gemacht.
Der Mond ist die Wunde der Nacht.
 
Robert Walser 

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Tötungsmaschine Mensch

Wir sind alle zufällig irgendwo auf dem Planet geboren worden. Wir sind alle gleich.
Mit welchem Recht lassen wir Ungerechtigkeit und Leid zu? Mit welchem Recht lassen wir es zu Menschen, Tiere und Umwelt zu quälen oder zu töten?

Alle Lebewesen sind gleichberechtigt. Kein System, keine Überzeugung, keine Idee oder kein Mensch wird das jemals ändern. Denn dies ist die Wahrheit.

Die Menschen spüren in ihrem Alltag das etwas fehlt. Es ist nicht Geld, es ist nicht die Beschäftigung, es sind auch nicht unbedingt die Überzeugungen dabei. Es ist die Ruhe die Fehlt.

Wir glauben wir sind so wahnsinnig toll. Wir technologisieren alles, wie feiern uns selbst in allem was wir tun, Symbole unserer Macht und Domination überall wo man hinblickt. Aber an Stärke und Ruhe haben wir nicht gewonnen.

Wir schreien bei Skandalen auf, wie jammern bei Anschlägen auf die Zivilisation, wir beschimpfen uns, schubsen, schlagen, treten und vergewaltigen uns. Wir sehen nicht das Ganze. Wir leben nur in verzweifelter Angst und schlagen auf alles was vedächtig erscheint.

Wir sind keine Menschen, wie sind ängstliche Lebewesen die nicht wissen was sie mit ihrem Potential, mit ihrem Leben anfangen sollen.

Dabei ist es so einfach. Wir sollten uns nicht von unserer Umwelt trennen oder distanzieren. Der Neger ist Teil von uns genauso wie der Affe oder der Stuhl auf dem wir sitzen. Es ist nicht respektlos es zu sehen, es ist ehrlich und absolut realistisch.

Wir bestehen aus Atomen genau wie Alles andere. Und das ist wörtlich zu nehmen.
Gold ist soviel wert wie Kot. Kot ist so wertvoll wie der reichste Mann der Welt. Was wir als wertvoll ansehen, wird plötzlich wertvoller. Und das ist ein Irrtum.

Daher sollten wir all unsere Wünsche, Empfindungen, Erfahrungen und Erinnerungen genauso als gleichberechtigt sehen, wie die Wünsche, Empfindungen, Erfahrungen und Erinnerungen anderer Lebewesen.

Dies ist die Grundlage für vernünftiges, soziales Miteinander. Anders kann es nicht funktionieren.

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Das Böse wollen, das Gute schaffen

FAUST:
[…]
Nun gut, wer bist du denn?

MEPHISTOPHELES:
Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

FAUST:
Was ist mit diesem Rätselwort gemeint?
MEPHISTOPHELES:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Johann Wolfgang von Goethe aus Faust

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Auflehnen gegen die Reichen

Solange es aber genug Schwache und Schwächlinge gibt, die sich beherrschen und für einen Hungerlohn ausbeuten lassen, solange es genug Duldsame gibt, die versuchen, lieber auch noch aus dem kleinsten ALG II Almosen ihr Quentchen Zufriedenheit zu ziehen, statt sich in Würde aufzulehnen, wird es der wildgewordenen Horde von Reichen und Neureichen an nichts fehlen.  (Egon W. Kreutzer)

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Was kostet die Freiheit?

Was kostet die Freiheit?

von John Kalench

Zu den Zeiten der Großen Weltwirtschaftskrise lebte ein reicher und mächtiger Unternehmer. Sein Imperium war endlos. Es reichte weiter, als das Auge sehen konnte: über jedes der Weltmeere und jeden Kontinent dieser Erde.

Von seiner weitläufigen, luxuriösen Villa aus kontrollierte er eine Unzahl erfolgreicher Unternehmen, die alle füreinander produzierten und voneinander profitierten. Hunderttausende Menschen arbeiteten für ihn, er bestimmte über sie und ihr Leben. Er war ein wahrer Meister des Lebens, der Macht und der Manipulation.
Er war ein scheuer und zurückgezogener Mann, der sich nur mit dem Feinsten vom Feinsten umgab. Er bewohnte die eleganteste Villa, umgab sich mit kostbaren Kunstwerken und Antiquitäten, verwöhnte sich mit der besten Küche und exquisitem Wein aus seinen eigenen Anbaugebieten. Eine große Dienerschaft kümmerte sich um jeden seiner Wünsche. Alles was er sah, berührte oder hörte war von allerhöchster Qualität.

Sein größter Schatz war jedoch sein Privatzoo. Es war der größte der und vollständigste Privatzoo auf der ganzen Welt. Obwohl er niemals Besucher empfing, wurde er von Zoologen auf der ganzen Welt beneidet.
Eines Tages berichtete ihm ein Diener von einem versteckten und abgeschiedenen Tal auf dem asiatischen Kontinent, in dem scheue, auf dieser Welt einmalige Tiere lebten. Von einem hohen Turm aus beobachtete er die Tiere auf den offenen Feldern seines Zoos. Und er dachte sich: “Diese seltenen Tiere im Tal wären sie passende Krönung meiner Sammlung.”

Also rief er seine Diener zusammen und organisierte eine Expedition zu den abgelegenen Bergen, dorthin, wo diese seltenen Tiere den Erzählungen nach lebten.

Nach langer Zeit erreichte er ein isoliertes Dorf tief in den Himalajas. Die Jäger dieses abgelegenen Gebietes lachten ihn aus, als sie von seinem Vorhaben hörten. Sie erzählten ihm, kein Mensch, nicht einmal diejenigen, die seit Generationen hier lebten und jagten, könnte je hoffen, diese wilden und scheuen Tiere zu fangen.

“In einem Monat werde ich zurückkehren,” sagte er den Dorfbewohnern. “Ich werde alle diese Tiere fangen. Ich bitte nur um einen Begleiter, der mir zeigt, wo sie leben.”
Nach einem Monat kehrte er mit leeren Händen zurück. Die Dorfbewohner lachten ihn aus und verspotteten ihn. Er aber sagte nur: “Kommt mit mir.”

Er führte sie hinauf zu einer Wiese hoch in den Bergen. Die Dorfbewohner standen und starrten auf eine unglaubliche Szene. Dort, vor ihnen, grasten Hunderte dieser seltenen Tiere, sicher eingezäunt in einem hohen Korral. Der Mann erklärte, wie er vorgegangen war.

Am ersten Morgen stellte er Futter und Heu in die Mitte der Wiese. Am nächsten tag tat er das gleiche, am nächsten wieder und am nächsten wieder, jeden Tag legte er frisches Futter und Heu aus. Bald kamen die Tiere und fraßen. Am Anfang nur wenige, aber jeden Tag kamen einige mehr als am Vortag. zum Schluss graste die ganze Herde auf der Wiese.

Abends grub er Löcher für die Zaunpfosten aus und stellt zwei oder drei Pfosten pro Nacht auf. Als alle Pfosten im Kreis aufgestellt waren, begann er, die Zaunlatten daran zu befestigen. Zunächst befestigte er die bodennahen Latten, damit die Tiere darüber springen und zum Futter und Heu gelangen konnten. Jeden Abend befestigte er neue Latten, und die Wände des Korrals wurden höher und höher. Bald konnten die Tiere nur durch eine kleine Öffnung im Zaun auf die Wiese gelangen.

Am Abend des 29. Tages baute er ein Tor. Am letzten Tag des Monats, nachdem alle Tiere durch die schmale Öffnung hindurchgeschlüpft waren, schloss er das Tor. Er hatte die Tiere eingefangen, bevor sie überhaupt begriffen, was geschah.

Den erstaunten Dörflern sagte er: “Ich kann jedes Tier einfangen, indem ich es von mir und meinem Futter abhängig mache. Mit den Menschen ist es dasselbe. Es ist ein fairer Tausch. Ich gebe Ihnen Nahrung, sie geben mir dafür ihre Schönheit und Freiheit. darin liegt die Quelle meines Reichtums und meiner Macht.”

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Kampf für das Leben

Wäre schön, wenn ihr [PETA] recht hättet und es „nur“ an Aufklärung mangelte. Doch es gibt leider nicht Wenige, die wissen, was sie tun. Sie tun es dennoch. sie achten kein Leben, weil sie selbst schon lange tot sind. Doch wären wir fähig, mit ihnen umzugehen, wie sie’s verdienen, dann wären wir nicht besser als sie. Der Kampf für das Leben wäre dann nicht verloren, sondern würde gar nicht erst stattfinden.

Autor: Jabbar

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Politik ist lebensfremd

Mein Vater sagte mir nach meiner Ausbildung oft ich solle mein Leben ordnen, mit dem Arsch an die Wand kommen und die Zeit nutzen. Zeit ist Geld und Geld ist Lebensqualität, so pflegte er es zu sagen. Ich verstand genau was er meinte, trotzdem hatte ich keinerlei Motivation diesen Schlüssen und Sprüchen zu folgen. Ich sah darin keinen Reiz. Mir schien die Arbeiterei, die Bürokratie und Politik dahinter lebensfremd und künstlich. Sie hatte keinen Puls, sie hatte zwar Leben durch die Menschen, aber keinen echten Wandel. Ständig wurde etwas getan, aber letztlich ist es doch immer dasselbe geblieben. Ich wußte nicht wofür ich Energie aufbringen sollte, wofür ich aufstehen sollte und für was ich kämpfen sollte. Ich hatte doch schon alles, außer eine vernünftige Umwelt.

Mein Leben empfand ich schon immer als wunderschön. Getrübt wurde es nur immer wieder durch fremde Ideen und Einflüsse, aus wirren Köpfen, aus kalten Seelen, aus nimmersatten Bäuchen. Ich empfand lange Zeit eine große Verwirrung in mir, angestiftet durch viele kleine Propagandaminister, die als solche nie klar zu erkennen waren. Nun nach einigen schweren Phasen die ich überstanden habe, kann ich  Mitleid und Verständnis für sie aufbringen, obwohl sie mich schwer blendeten. Ich habe verstanden, dass diese Blender selbst geblendet waren. Es war nicht ihre absicht mich zu blenden, sie hatten sich selbst nie begriffen.

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Die Erde ist ein Miststück

Die Welt dreht sich einfach weiter, das Miststück.
Und dreht sich und dreht sich – aber Du, Du fällst.

Bleibst liegen, schließt die Augen und lässt Dich einfach drehen.
Weil Du Du bist und das gut ist, wie es ist und alles gut ist.

Und dann genießt Du das Drehen weil Du weißt: Du nimmst Dir die Ruhe.
Mädchen: „Du musst nicht tanzen, aber beweg Dein Herz!

Autor: Unbekannt

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Waking Life

Durch einen unauffälligen Zufall geriet ich zu dem Film ‚Waking Life‘. Darin philosophieren verschiedene Charaktere über einige sehr interessante Dinge, unter anderen über den Freien Willen, den Existentialismus und die Chancen der Menschheit. Leider ist dieser Film in Deutsch als DVD bislang nicht erhältlich. Dafür gibt es glücklicherweise auf youtube einige Ausschnitte des Films zu bewundern und wenn man genau hinsieht sogar den kompletten Film.

Ein großartiger Film den man gesehen haben sollte, nichtzuletzt wegen der aufwändigen künstlerischen Art und Weise wie die Inhalte dargestellt wurden: Der ganze Film wurde mit einer digitalen Videokamera aufgezeichnet und anschließend von einem Team von Künstlern im Computer verändert.

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Hört auf Euch zu hassen

Wenn man aufhört in Zeit, Geld, Karriere, Berufe, Ämter, Regierungen, Nationen, Sprachen, Religionen Parteien, Organisationen, Zahlen, Bildungsabschlüssen zu denken wird man verstehen, dass man jede Person als Mensch betrachten muss. Wenn sich alle Menschen die Hände geben würden, was wäre da für eine Kraft vorhanden? Was könnte dann erreicht werden? Wir würden erkennen wie ähnlich wir uns sind, wie sehr wir uns lieben und respektieren können. Wir würden verstehen das Gewalt und Krieg völlig nutzlos und absurd sind. Wir würden versuchen unsere Kommunikation zu verstehen und wirklich miteinander reden!

Jeder Mensch hat einen gewissen Anteil an dieser Kraft und an dieser Realität die wir hatten, haben und haben werden. Unsere Instinkte sind dabei sehr wichtig, sie leiten uns und sorgen für absolute Harmonie. Durch die Technologisierung unserer Gesellschaft, haben wir uns lauter Hilfen und Extras im Leben angeschafft. Fortschritt und Wachstum um jeden Preis. Alles ist von unseren Systemen und Vorstellungen umzingelt. Längst haben sich davon einige Dinge verselbstständigt. Die Menschen wollen Geld haben, sie wollen größer und mächtiger sein als andere Menschen, obwohl sie das durch Nichts sein können. Wir brauchen mehr Selbstvertrauen, wir dürfen den Kapitalismus nicht zu unserem Leben machen.

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Geldmaschine „Deutschland sucht den Superstar“

16. Februar 2008, 10:54 Uhr – Von Tina Kaiser – www.welt.de

Fünfeinhalb Jahre später ist „Idol“ eines der erfolgreichsten TV-Formate der Welt. Laut US-Fachzeitschrift „Advertising Age“ ist allein die Marke „American Idol“ rund 2,5 Milliarden Dollar wert. Die Lizenz gehört mittlerweile der Bertelsmann-Produktionstochter Fremantle Media, die die Sendung bis heute in 41 Länder verkauft hat.

Dabei wird nichts dem Zufall überlassen. Eine rund 100 Seiten dicke Formatbibel gibt jedes Detail vor: Von der Studiodekoration bis zum bösen Buben in der Jury. In Großbritannien und den Vereinigten Staaten mimt diese Rolle Musikmanager Simon Cowell („Wenn du so vor 2000 Jahren gesungen hättest, dann hätten dich die Leute gesteinigt“), in Deutschland ist es der selbsternannte „Pop-Titan“ Dieter Bohlen („Wenn du deine Stimmbänder in Säure schmeißt, dann haben wir ein gelöstes Problem“).

Superstar-Gewinne lassen Mitbewerber vor Neid erblassen

In Deutschland hat der Medienkonzern Bertelsmann eine bis zur Perfektion getrimmte Vermarktungsmaschinerie entwickelt, an der mittlerweile fast alle Konzerntöchter mitverdienen. Die Bertelsmann-Firma Grundy Light produziert die Show und gibt sie dann an den Bertelsmann-Sender RTL weiter. Der wiederum verhökert mit seiner Merchandising-Tochter alles, worauf eine Superstar-Nase gedruckt werden kann: T-Shirts, Tassen, Sammelkarten, Gesellschaftsspiele und Bücher.

Ebenfalls im Bertelsmann-Reich wird die DSDS-Zeitung verlegt. Dort erfuhr man in der vergangenen Staffel zum Beispiel, warum der 24-jährige Thomas Enns noch Jungfrau ist oder dass Gewinner Mark Medlock Silvester einen Tag zu früh gefeiert hat. Mit einer Auflage von 250.000 Stück werden die Hefte öfter gedruckt als beispielsweise das Wirtschaftsmagazin „Capital“. Schließlich hält der Medienkonzern auch die Hand bei Plattenverkäufen auf. Der Gewinner muss mindestens ein Album bei der Plattenfirma SonyBMG aufnehmen, auf alle zehn Finalisten hält SonyBMG eine Option für das erste Album.

Superstar erreicht Traumquote von über 30 Prozent

Seit Ende Januar läuft die fünfte Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL. Schon jetzt ist die skurrile Talentshow ein Erfolg. Durchschnittlich 32,4 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer erreichten die Casting-Sendungen bislang. Selbst das Länderspiel Deutschland gegen Österreich am 6. Februar unterlag im Quotenvergleich der Superstar-Suche im Fernsehen.

Hohe Investitionen müssen eingespielt werden. DSDS ist zurzeit die teuerste Unterhaltungssendung im deutschen Fernsehen. Rund zehn Millionen Euro lässt sich RTL laut Expertenschätzungen allein die Produktion der Castings und der Liveshows kosten. Dazu kommen Lizenzgebühren in Millionenhöhe. Dank der bis an die Grenzen des Machbaren ausgereizten Verwertungskette holt der Sender die Kosten locker wieder rein.

„It will be a soap opera“, soll „Idol“-Juror Simon Cowell schon 2001 über das Format gesagt haben. Und genau das setzt RTL um: Der Sender macht aus dem Gesangswettbewerb eine gigantische Seifenoper. Nicht nur die Geschichten der begabten Hauptdarsteller, sondern selbst die der talentfreien Statisten werden auf allen denkbaren Wegen in Geld verwandelt.

Wichtigste Einnahmequelle bleibt die Werbung

Bis zu 75.540 Euro kostet in der aktuellen Staffel ein 30 Sekunden langer Spot. Mehr Geld bringen nur einige Hollywoodfilme, Boxkämpfe oder Fußballspiele. Fast genauso wichtig sind die Anrufe der Zuschauer, die über Sieg und Niederlage der Kandidaten entscheiden. Etwa 25 Millionen Menschen greifen pro Staffel zum Hörer. Bei 49 Cent pro Anruf macht das 12,25 Millionen Euro. Wer am Ende gewinnt, ist für den Erfolg des Formats dagegen relativ egal. Echte Superstars hat RTL ohnehin noch keine gefunden.

Es sind vor allem die Talentlosen mit ihrer grenzenlosen Selbstüberschätzung, die die Zuschauer vor den Fernseher locken. Jene, denen Eltern und Freunde leider nie gesagt haben, dass sie absolut nicht singen können, und die sich weit über jede Schmerzgrenze hinweg vor einem Millionenpublikum blamieren. Gäbe es diese Wahnsinnigen nicht, könnte Bohlen auch nicht so hemmungslos gemeine Sprüche schmettern. Die fiesen Kommentare wie „Das klingt, als wenn sie dir den A . . . zugenäht haben und die Sch . . . oben rauskommt“ erfüllen ihren Zweck: Der Kulturrat, die Jugendschützer, eigentlich ganz Deutschland regt sich auf. Tägliche Berichterstattung ist damit garantiert. Warum die Leute am Ende einschalten – ob aus Ekel, Faszination oder Begeisterung – kann RTL letztlich ziemlich egal sein.

Perfekte Vermarktung über die ganze Sendergruppe

Ein besonderer Glücksfall war in dieser Staffel Raymund R. Der 17-Jährige zappelte beim Casting in Köln unbeholfen herum und quietschte dabei so furchtbar schief, dass man Bohlen sein Urteil kaum übel nehmen konnte. „Wenn du in die Berge gehst und rufst ‚Hallo, Echo’ – dann kommt kein Echo. Denn Echos haben auch Geschmack.“ Raymund war das zu viel. Er kollabierte vor laufender Kamera. Zwei Wochen später tat er den RTL-Managern den Gefallen gleich noch einmal und ließ sich schlagzeilenträchtig ins Krankenhaus einliefern. Der Sender reagierte in gewohnter Profi-Manier und schoss aus allen Rohren. Sämtliche Magazin-Formate, ob „Explosiv“, „Exclusiv“, „Punkt 6“, „Punkt 9“ oder „Punkt 12“, berichten bis zum Exzess.

Während der Staffeln wird am Tag mindestens eine Sendestunde der Magazinsendungen mit DSDS gefüllt. Dazu zeigt der Schwestersender Super RTL einmal die Woche in „DSDS – Das Magazin“ weiteres Hintergrundmaterial zu Kandidaten und Jury. Bei Grundy Light gibt es einen Manager, der nur damit beschäftigt ist, die menschelnden Geschichten von Liebe, Streit und Tränen gerecht zu verteilen.

RTL-Online-Portale profitieren mit

Auch im Internet gibt es auf dem RTL-Videoportal Clipfish oder auf Dsds.de mehr DSDS-Recycling. Die DSDS-Website wurde während der vierten Staffel im Monat 300 Millionen Mal angeklickt. Bravo.de schafft etwa 33 Millionen Klicks.

Auch an den talentfreien Kandidaten verdient RTL ordentlich mit. In der letzten Staffel schaffte es die Bäckereifachverkäuferin Johanna mit schiefem Gesang („Ich hab die Haare schön“) und einer blanken Brust („Ich hab auch die Möpse schön“) zu deutlich mehr Prominenz als die meisten Finalisten. Mit Superstar hat das zwar nichts zu tun, RTL verkaufte Johannas Credo „Dabei ist alles“ trotzdem tausendfach als Klingelton.

Johanna tingelt jetzt übrigens mit einem anderen DSDS-Antihelden recht lukrativ durchs Land. Der 23-jährige Menderes Bagci tauchte bei jeder der fünf Staffeln als quälend schlechter Michael-Jackson-Imitator auf. Im Januar erteilte ihm Bohlen schließlich 6000 Jahre Casting-Verbot. Für Menderes kein Problem. Johanna und er bekommen laut „Bild“ pro Abend je 500 Euro in Dorfdiskos und auf Schützenfesten – bei zehn Auftritten im Monat. Menderes plant angeblich auch eine eigene Single. Das Abendgymnasium hat er jedenfalls schon mal abgebrochen.

Viel besser verdienen später die Superstar-Gewinner auch nicht. Schätzungen zufolge gehen weniger als fünf Prozent der Einnahmen an die Künstler. Ab dem zweiten Album können sie theoretisch über bessere Verträge verhandeln, doch dann interessiert sich meist kaum noch jemand für sie, weil schon der nächste Superstar der Folgestaffel in den Startlöchern steht.
„Idol“-Erfinder Simon Fuller dürfte dagegen gar nicht mehr wissen wohin mit dem Geld. Zwar verkaufte er die TV- und Merchandising-Rechte an Fremantle, er profitiert jedoch durch eine Gewinnbeteiligung an allen Superstar-Devotionalien mit. Seine Künstleragentur 19 Entertainment hält außerdem weltweit die Rechte am Management der Finalisten. Fuller hat seine simple Idee von einem Talentwettbewerb zu einem der reichsten Menschen Großbritanniens gemacht: Die britische Zeitung „Times“ schätzte sein Vermögen 2007 auf 450 Millionen Pfund (606 Millionen Euro). Zum Vergleich: Der Fußballer David Beckham kommt dagegen nur auf mickrige 112 Millionen Pfund – und muss das Geld auch noch mit seiner einkaufsversessenen Frau Victoria teilen.

Dank an Tina Kaiser für diesen Artikel  – www.welt.de

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Kapitel 2

Als Kind bin ich dann immer stärker in das und mit dem Leben gestürmt. Ich stürzte mich in alles was ich wahrnehmen konnte. Ich atmete viel und schnell, riss meine Augen lange und weit auf, ich schrie, ich lachte, ich weinte und war betrunken vom Leben, sodass ich oft am Abend sehr erschöpft und müde einschlief. Morgens kam ich schwer aus dem Bett, nicht nur weil ich die Wärme des Bettes liebte, sondern auch weil die Morgenluft mich umarmte wie die Gesänge der zwitschernden Vögelchen. Ich wollte liegen bleiben und blieb oft liegen, sodass ich die Schule vergaß.

Nunja fast, meine Mutter kam dann immer in der letzten Sekunde und riss mich aus dem Leben, sties mich wohlbesorgt um meine gesellschaftliche Zukunft in die Maschinen des Bildungsapparates der mich zu einem schlaudummen Schüler der Menschheit machen sollte. In mir sackte es dann immer zusammen, wenn sie in mein Zimmer stapfte. Ich liebte sie, so wie heute, nur litt ich leise daran ihr gehorchen zu müssen, obschon ich nicht wußte wie ich dagegen argumentieren sollte. Der Morgen verfolgte mich aber auch in der Schule, ich hatte ihn in mein Herz gelassen und war ständig davon erfült. Was interessierte mich das Geblubber von Lehrern und Fächern, wenn das Leben auf mich einschlug wie eine Bombe, die ich ja selber war!

Ich strahlte und lachte, war fröhlich und frei. Der Unterricht verunsicherte mich zutiefst. Ich war traurig wenn ich meine Eltern nicht mit guten Noten glücklich machen konnte. Mir war aber nie danach wirklich dieses Zeug auswendig zu lernen und auszuspeien wenn man es von mir verlangte. Ich verstand nicht wofür das gut sein sollte, ich wußte nicht was ich mal werden wollte, schließlich war ich doch schon längst jemand.

Ich dachte nicht viel über die Zukunft nach, ich lief soviel es ging in der Natur herum. Oft war ich schmutzig und viel zu lange weg. Meine Eltern sorgten sich schrecklich. Vorallem meine Mutter, denn mein Vater war sehr oft unterwegs und hat hart für unser Geld arbeiten müsen. Davon hatte ich als Kind keine genaue Vorstellung, für mich war er einfach oft weg und wenn er da war, dann gab es neben den schönen Tagen auch Ärger der mir lang und schwer in Erinnerung blieb.

Ja, es war eine schöne Kindheit. Die Sommer empfand ich solang wie die Winter und Wärme war so schön wie Kälte. Ich hatte keine Filter, nicht für alles Erklärungen und schon gar nicht hatte ich immer Menschen mit denen ich das teilen konnte, aber ich empfand all diese unglaubliche Schönheit und lebte dieses Glück mit jedem Atmenzug. Ich konnte mir nicht vorstellen das dies jemals ein Ende haben würde.

Trotzdem kam eine Zeit die mich unheimlich schleuderte und die mich in schwarze Träume riss. Die Schule wuchs in meinem Leben zu einer bedeutsamen Angelegenheit heran, vorallem weil sie mich zeitlich immer mehr in Anspruch nahm. Ich wurde älter und begriff erst instinktiv, dann in Gedanken mit kleinen leisen Schritten Richtung unbekanntes Mysterium, dass da wohl so eine Art Problem auf mich zukommt wenn ich nicht ordentlich lerne. Dass es mich vielleicht sehr unglücklich machen könnte, wenn ich nicht auf meine Mitmenschen höre und ihnen wirklich liefere was sie für sich, aber im Prinzip wie sie sagen, für mich wollen.

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Die Massen stolpern

Die Erde ist Blau,
das Universum schwarz.

Das Leben ist der Tod,
die Liebe zum Chaos.

Hypnotisiert stürzen die Massen
auf grauem Laufbändern umher.

Sie spalten sich gegenseitig,
teilen und dividieren sich.

Sie spalten die Wahrheit zu Meinungen auf,
und wundern sich um ihr Unglück.

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Menschen mutloser als jemals zuvor

Die Wissenschaft mag das tägliche Elend und die Arbeit erleichtert und gelindert und uns eine Vielzahl von Geräten gebracht haben, die uns das Leben bequem und unterhaltsam gestalten, doch sie hat uns zugleich eine Welt ohne jede Ordnung beschert. Unsere Sonnenuntergänge bestehen nur noch aus Wellenlängen und Frequenzen. Die Komplexität unseres Universums ist aufgeteilt in eine Reihe mathematischer Gleichungen. Sogar unser Selbstwert als menschliche Wesen wurde zerstört.

Die Wissenschaft behauptet das die Erde und die Menschen darauf nichts weiter sind als ein bedeutungsloser Fleck in einem größeren ganzen. Ein „komischer Unfall“. Die Technologie ,die uns zu vereinen versprach, teilt uns. Jeder von uns ist heutzutage elektronisch mit der ganzen Welt verbunden, und doch fühlen wir uns unsäglich einsam.

Wir werden bombardiert mit Gewalt, Zwist, Teilung und Betrug. Skeptizismus hat sich zu einer Tugend entwickelt. Zynismus und die ständige Forderung nach Beweisen sind zu aufgeklärtem Gedankengut avanciert. Ist es ein Wunder, dass die Menschen heute mutloser und niedergeschlagener sind als je zuvor in der Geschichte?

Gibt es irgendwas, das für die Wissenschaft heilig ist? Sie suchen nach Antworten, indem ist mit ungeborenen Föten experimentiert. Sie maßt sich sogar an, die Erbsubstanz des Menschen zu manipulieren. Sie zerschmettert Gottes Welt in immer kleinere Bruchstücke, auf der Suche nach dem Sinn. Und alles was sie findet sind weitere Fragen. Die Menschheit benötigte Jahrtausende vom Rad zum Auto, doch vom Auto zur Weltraumfahrt waren es nur ein paar Jahrzehnte.

Der Abgrund zwischen uns einzelnen Menschen wird tiefer und tiefer – und weil die Religion auf der Strecke bleibt, finden wir uns in einem spirituellen Nichts wieder. Wir sehnen uns nach einer Bedeutung wir schreien danach.Glauben sie mir, wir schreien! Wir glauben Ufos zu sehen, nehmen an spiritistischen Sitzungen teil, schlucken bewusstseinserweiternde Drogen all diese exzentrischen Ideen unter dem Deckmantel der Wissenschaft und doch schamlos irrational.

Dies sind die verzweifelten Rufe der modernen Seele, einsam und gequält, verkrüppelt durch ihre eigene Erleuchtung und ihre Unfähigkeit, Bedeutung in irgendetwas zu erkennen,das abseits von Technologie zu finden ist.

Wer ist dieser Gott der Wissenschaft? Was ist das für eine Gott der seinem Volk Macht anbietet, aber kein moralisches Rahmenwerk, das ihm sagt, wie diese Macht benutzt werden soll? Was ist das für ein Gott, der seinem Kind Feuer in die Hand drückt, ohne es zu warnen, dass es sich verbrennen kann? Die Sprache der Wissenschaft ist frei von Wegweisern: es gibt keine Abgrenzung von Gut und Böse.

Wissenschaftliche Bücher zeigen zeigen uns, wie an eine nukleare Reaktion in Gang setzt, doch es gibt kein Kapitel, in dem wir gefragt werden ob es eine gute oder eine schlecht Idee ist!

Sie behaupten ,die Kirche sei ignorant. Wer ist unwissender, frage ich? Der Mensch, der nicht weiß wie ein blitz zustande kommt, oder derjenige der die furchtbare Kraft des Blitzes nicht respektiert?

Autor: unbekannt

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Warum versucht Deutschland immerzu ein anderes Land zu sein?

Warum versucht Deutschland immerzu ein anderes Land zu sein?

Wir sind nicht Spanien, nicht Italien und auch nicht die USA. Wir haben nun mal die grauenhafte Volksmusik, die wir haben, keinen Irish Folk und keinen Samba, keine Tortillas und keinen Servicegeist.

Wenn ich hier in Deutschland bin, dann erwarte ich schlechte Laune, Nörgelei, mit preußischer Gewissenhaftigkeit und Pedanterie zelebriertes Gefühl des Übergangenwordenseins, des Ungerechtbehandeltwordenseins, ich möchte vor Neid verkrümmte Charaktere, schwere Eichenmöbel, Missmut und finstersten Pessimismus, darauf können wir stolz sein, und unter der dünnen Schicht von durch Medien und Aufbruchsforderungen übergestülpten Positivismuslügen und Leichtfüßigkeiten, schwelen, nein, glühen die alten Werte weiter, immer kurz vor der großen Eruption, wenn das stümperhaft zusammengezimmerte Lügengebäude einbricht.

Und dann wird es wieder soweit sein: Am deutschen Besen soll die Welt verwesen.“

Autor: Unbekannt

(Dank an ’sargas‘ für den Text)

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1125 Menschen besitzen 4,4 Billionen US-Dollar

Laut Ermittlungen des US-Magazins ‚Forbes‘ nahm die Zahl der Milliardäre weltweit weiter zu: 1125 Reiche besitzen gemeinsam die kaum vorstellbare Summe von 4,4 Billionen Dollar.

Mit einem Vermögen von 62 Milliarden Dollar (40,6 Mrd. Euro) landete Buffett auf dem ersten Platz. Gates rutschte mit 58 Milliarden Dollar auf Platz drei. Den zweiten Platz belegte der reichste Mann Lateinamerikas, der Mexikaner Carlos Slim Helu (60 Milliarden Dollar). Er besitzt 11 Milliarden Dollar mehr als noch im vergangenen Jahr.

Milliardäre aus der aufstrebenden Wirtschaftsmacht Indien stellen die größte Gruppe unter den zehn reichsten Menschen der Welt. Alle vier Asiaten auf den obersten zehn Plätzen der „Forbes“-Milliardärsliste stammten aus dem einst armen Entwicklungsland auf dem Subkontinent.

Die Liste der indischen Superreichen werde vom weltgrößten Stahlproduzenten Lakshmi Mittal (Mittal Steel) angeführt, der in London lebt. Mit einem Vermögenszuwachs von 13 Milliarden auf 45 Milliarden Dollar (knapp 30 Mrd. Euro) sei der Stahlmagnat inzwischen der viertreichste Mensch der Welt.

Quelle: T-Online

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Die Angst vor der Wahrheit

Das Leben zerrinnt wie Sand, wie alles was man je besessen hat. Selbst die Menschen die man geliebt oder gehasst hat zerfallen zu Sand. Und Sand wird zu Staub. Sternenstaub der durch den Äether schwirrt. Das mag sich für manche Menschen negativ anhören. So sinnlos, traurig, leer und kühl. Aber das ist nicht die Wahrheit.

Es ist ein schwerer Irrtum der Menschen zu glauben Leben sei mit Werten einzuschätzen.
Sie glauben das ein dummer Mensch weniger wert ist als ein Mensch der schlau ist.
Sie glauben das Gold mehr wert ist als Kot und sie denken das Leben sei schöner ohne Tod. Dem ist daher einfach nicht so, weil das Leben keinen Gedanken, Vorstellungen oder Interessen dient. Es verfolgt weder Ziel noch Sinn, es ist einfach existent und wir haben das Glück als überäffliches Individuum eine Lebensform zu bilden.

Es ist nicht meine Aufgabe Menschen zu verurteilen. Wohl aber meine Pflicht sie auf Dummheiten hinzuweisen und mich dafür einzusetzen diese auch für die Zukunft zu verhindern. Zum Wohl der Allgemeinheit und als Nährboden des Glücks. Die blöden faulen Schweine die sich den unglaublichen Luxus mit einer Arroganz herausnehmen; auf Andere zu zeigen und zu schimpfen wie blöd und faul sie doch sind, rennen im Kreis vor sich selbst davon. Sie werden immer und ständig außer Atem sein und die Welt als trostlosen Haufen sehen, der sich stets verschlimmert.

Und je mehr wir zulassen das diese Menschen derart agieren. Je mehr wir zulassen uns zu einem Zugpferd irgendwelcher Interessen oder Ziele zu machen die noch längst nicht ausgereift sind, desto eher werden wir unglücklicher und unglücklicher. Wir müssen die Wahrheit leben und sie niemals fürchten lernen! Sie ist unser einziger Freund auf dem Weg zur Erkenntnis.

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Kapitel 1

Ich bin ein Mensch wie jeder andere. Meine Eltern liebten sich genug um sich miteinander zu paaren. Dabei entstand ich und kam wie es das Schicksal wollte in Deutschland auf die Welt. Als ich auf die Welt kam schrie ich, ich schrie die meiste Zeit als ich ein Baby war. Meine Eltern wußten nicht was mit mir war, sie liesen mich schreien. Ich weiss noch wie mir unerträglich heiss war und wie meine Unfähigkeit mich auszudrücken Panik in mir auslöste. Intuitiv fragte ich mich, was ich bin und was das alles zu bedeuten hatte. Niemand erklärte mir meine Existenz, ich war einfach da und wurde gefüttert, gewickelt, ins Bettchen getragen.

Oft war mir schwindelig und ich fiel schnell in lange Träume. Ich träume aber nicht viel, meistens nur vom schwarzen Nichts das mich zu umarmen schien. Es kam vor das ich dachte ich würde in einer schwarzen Suppe schwimmen und alles was ich wahrnahm war wollig warm. Der Schlaf gab mir Frieden, Ruhe und beruhigte mich, sodass ich ihn folglich ständig mit Freude empfing. Meine Eltern waren mit mir viel unterwegs. Wir besuchten Verwandte und ich wurde herumgereicht wie eine Trophäe. Jeder wollte mich halten, knuddeln und eigentlich auch behalten. Meine Reaktion darauf war klar, ich fing wieder an zu schreien.

Schließlich wurde ich krank. Ich hatte eine Innenohrentzündung und sie war tatsächlich sehr schmerzhaft. Es fühlte sich an, als ob mehrere Bohrmaschinen in unterschiedlicher Intensität und Richtung in mein Gehör bohrten. Der Schmerz war wie Lärm, den nur ich hören konnte. Mein Geschrei wurde zu Gebrüll, wie jemand der drohte zu ersticken. Meine Eltern begriffen schnell das etwas anders war und gingen mit mir zum Arzt. Der diagnostizierte richtig und ergriff entsprechende Maßnahmen. Gegenüber Ärzten empfand ich seither immer ein gewisses Vertrauen. Sie waren für mich echte Helfer, sie taten was sie konnten und waren nicht passiv.

Als kleines Baby sah ich alles mit großen Augen und mächtiger Bewunderung. Praktisch alles was ich wahrnehmen konnte zog mich an. Ich strotzte vor Energie und Leben. Ich fühlte meine Umgebung.  Jeder Gegenstand, jeder Windstoss, jedes Schwanzgewedel eines Hundes nahm ich in meinem Innersten auf und lernte mich daran zu erfreuen. Meine Panik verfiel bei dieser Begeisterung immer weiter und ich gewann eine gewisse Sicherheit. Ich schrie weniger und wurde älter.

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Wir sind das Problem

Wir alle haben Anteil an der resignierten Haltung gegenüber dieses Chaos: Masse Mensch. Es gab in den letzten Jahrhunderten genug Beispiele für die mangelnde Fähigkeit des Menschen sich verbal mit existentiellen Schwierigkeiten seiner Spezies auseinanderzusetzen.

Wir hatten zwei Weltkriege, waren nahe dem Atomkrieg und somit der Vernichtung weiter Bereiche der Menschheit. Auch heute sind wir bereits durch Anschläge irgendwelcher Terroristen und einiger Präventivmaßnahmen der USA in einen subtilen, indirekten Krieg gerissen worden.

Gegen den Terror werden weltweit Maßnahmen ergriffen. Zum Schutz der Bürger werden Kameras installiert und Sondereinheiten gegründet die das Internet nach Feinden der Demokratie und der westlichen Grundordnung durchforsten.

Die Mächtigen setzen auf Rüstung und Technologie statt auf Bildung und Kommunikation. Die Bürger sind weltweit und hochprozentig mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, sodass sie nur bei äußersten Schwierigkeiten Protest ergreifen.

Im Alltag kämpfen wir gegen Vorurteile bis hin zum kühlen Rassismus. Wir kämpfen gegen die Widrigkeiten des Lebens im Beruf, in der Schule oder auf der Uni. Wir versuchen den Forderungen der Gesellschaft gerecht zu werden.

Leistung zählt. Zeit ist Geld. Carpie diem wird als Leitmotiv für falsche Zwecke benutzt. Das Essentielle bleibt auf der Strecke und viele Menschen spüren das in ihrem Alltag, in ihrem Leben und bei ihren Mitmenschen.

So fliehen viele in den Feierabend, ins Wochenende oder den Urlaub um das nachzuholen was sie verloren haben. Sie lenken sich mit Drogen, Computerspielen, Sport und so weiter teils sinnvoll, teils nutzlos ab.

Die Schwierigkeiten die wir haben sind essentiell. Die meisten werden ignoriert, beschönigt oder falsch bzw. halbherzig gelöst. Die Menschen scheinen vor etwas wegzulaufen. Sie erbringen zwar großartige Leistungen im Beruf und durchaus auch in ihrer Freizeit, aber ihre Ziele und ihre Vorstellungen sorgen dafür, dass ihre Ergebnisse kaum Früchte tragen bzw. nur begrenzt helfen das Leben grundsätzlich positiv zu verändern.

Auch von unserer deutschen Politik aus wird auf Leistung und Wachstum gesetzt. Offenbar ist nur Leistung und Wachstum gut für das Volk. Geld spielt dabei eine wichtige Rolle. Geld kann über Glück und Unglück entscheiden.

Die Kommunikation ist zwar durch Internet, Handy und allerlei Errungenschaften der Technik wesentlich einfacher geworden, aber die Themen die besprochen und diskutiert werden gehen oftmals kaum über den Tellerrand hinaus.

Ich muss sagen, ich bin enttäuscht von dem was die Menschen aus sich machen. Ich bin vom Präsidenten der Vereinigten Staaten genauso enttäuscht wie vom Diktator Kim Jong Il in Nordkorea oder Bundeskanzler Merkel. Weil ich die Zeichen der Zeit erkannt habe und merken mußte wie wenig eigentlich für eine sinnvolle, einfache Welt gekämpft wird.

Wirtschaftliche Interessen stehen genauso über die Freiheit aller Menschen wie Macht und Einfluss.

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Leben oder Sterben

Viele nehmen ihr Leben als Selbstverständlichkeit. Sie denken beispielsweise ihr Leben sei langweilig, leer, sicher oder etwas worin man investieren kann.

Doch das ist es nicht. Jede Sekunde kann die letzte sein, und was dann kommt ist wohl ein ganz großes schwarzes Nichts. Mit jedem Schlag schlagen unsere Herzen einmal weniger. Uns läuft schlicht die Zeit davon.

Wir können tun und lassen was wir wollen, alles wird vergehen. Da hilft kein guter Geschmack, keine schöne Frau, kein teures Auto oder eine erfolgreiche Karriere.

Da all unsere Aktivitäten vergehen wie die Sonne auf und unter, werden wir niemals glücklich sein, wenn wir diese absolute Wahrheit ignorieren.

Jahrhunderte haben sich abertausende Generationen von Menschen für das Sterben entschieden, und nicht für das Leben. Die Menschen haben mit großer Vorliebe alles dafür gegeben sich möglichst schnell gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Und wenn das nicht reichte, mussten andere Lebewesen zusätzlich für ihre große Mordlust herhalten.

Wann wird es genug Menschen geben die dem Tod ins Gesicht lachen und sich für seine Existenz bedanken? Ohne ihm wären wir unendlich auf diesem Planeten und würden in lauter Gebrechlichkeit mit kotzenden, kotenden Löchern über das Leben sinnieren, Bücher schreiben, Filme drehen und Musik aufnehmen.

Ablenkung, weglaufen, fliehen vom Paradies. Bloß nicht hinschauen. Gar nicht beachten diese Pracht, diese frische Luft und diesen blauen Himmel! Du Mensch, hasse Dein Leben und vorallem Deine Mitbewohner. Schneide Dich auf, stopf Dich voll, inhaliere alles was Dich benebeln kann. Fang niemals an zu Leben, sonst hörst Du nie wieder auf zu lachen!

Wir sind verrückt geworden. Wir sind alle Kinder von Huren und Bastarden. Es macht keinen Sinn an etwas zu glauben das nicht existiert. Wir sitzen im selben Boot und lassen uns trotzdem von Oberflächlichkeiten blenden. So sind wir dem Untergang geweiht, und so wollen wir auch möglichst schnell vergehen!

Wie jede Generation Mensch haben wir nicht ein einziges Mal geatmet. So werden wir immer Sklaven und Babys unseres Verstandes bleiben. Bravo, Bravo!

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Naiv?

Es ist erwiesen das alles was wir wahrnehmen und auch alles wir nicht wahrnehmen können aus Atomen besteht. Außerdem ist erwiesen das sich alle Zellen in unserem Körper alle 7 Jahre komplett erneuern. Das bedeutet wir haben praktisch alle 7 Jahre einen komplett neuen Körper.

Die Folgerung daraus ist das nicht nur alle Lebewesen sondern auch alle Planeten, Galaxien und so weiter im ’selben Boot‘ sitzen. Desweiteren ist klar das wir hier auf der Erde ein ständiges Auf- und verblühen des Lebens haben. Ein unglaublich schönes Paradies existiert mit uns in der Ewigkeit.

Trotzdem schafften wir es uns innerhalb der letzten 100.000 Jahre gewissen Illusionen hinzugeben. Was es auch immer war, davon wird nicht viel mehr übrig bleiben als von den Dinosauriern. Es ist unsere Entscheidung wofür wir unsere Existenz verschwenden.

Die Bäume stehen für den menschlichen Verstand einfach nur herum. Sie sind offenbar nutzlos und haben wirklich gar nichts anderes zutun als zu wachsen bzw. zu atmen. Diese unglaubliche Verschwendung mag in leistungsortientierten Zeiten keinen Aufschluss geben, obwohl sie die gelebte Wahrheit ist.

Wir leben in unfassbar vielen Illusionen. Wir glauben an Werte und erhalten sie mit viel Schweiss und Tränen in unserem Leben. Was ist Zeit und Geld gegen die Unendlichkeit?

Wir sollten die Regierungen zertreten, das Geld verbrennen und nur das Notwendigste erfüllen. Der Rest wäre dann nur noch wahre Freiheit. Geben was man hat, Nehmen was man braucht sollte sein das ganze Gesetz.

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Menschheit nutze Dein Potential!

Die Welt pulsiert. Auf ihr agieren mehr oder weniger selbstsicher Lebewesen umher. Der blaue Planet ist vermutlich der Punkt des Lebens überhaupt. Die unfassbare Schönheit mit ihrer Artenvielfalt, grandiosen Landschaften und Ökosystemen vermag in einem menschlichen Leben gar nicht komplett erfasst werden zu können.

Trotzdem oder gerade deshalb existiert auch sehr viel Leid und Schmerz auf dieser Welt. Wir wissen das schon seit der Kindheit. Es gab nie eine Zeit ohne Krieg und Morde. Jeder wird sich gefragt haben warum das so ist und was das für einen selbst bedeutet. Wieso gibt es Menschen die für Geld, Öl, Macht oder Lustgewinn anderen Menschen das Leben nehmen? Warum nimmt ein Lebewesen, einem anderen Lebewesen das Wichtigste und Schönste das es hat, einfach für eine Sache weg die es selbst nicht überleben wird?

Darüber wurde schon viel gedacht, gesprochen, geschrieben, gedichtet, musiziert, gefilmt und verfilmt, aber nie hat sich eine klare Antwort durch alle Schichten der Menschheit durchgesprochen. Natürlich hat man gesagt der Mensch sei einfach dumm, er würde sein Glück einfach nicht begreifen. Er würde es einfach nicht verstehen wie alles um ihn herum so perfekt funktioniern kann, obwohl er nie etwas dazu beigetragen hat. Die Systeme die aus diesem Unverständnis aus seinem Verstand entsprangen, sind tatsächlich nicht perfekt und sorgen für Schäden, Verluste und Opfer die es ständig auszugleichen und zu vermissen gilt.

In der Tierwelt genauso wie zu Zeiten der Dinosaurier hat der Stärkere oder Clevere immer die Schwachen und Dummen gefressen oder dominiert. Es gab und gibt auch hier eine Art unsichtbare Balance die ihre ganz eigene Logik verfolgt. Es gibt kein Mitleid, Moral oder Trauer. Es gehört zum überleben und ist damit vollkommen legitimiert. Wie sähe es auch aus, wenn ein Tiger mit seinen kräftigen Reisszähnen Mineralien vom Stein schlecken würde?

Man könnte daher sagen wie schwer auch jeder Krieg sein mag, und wie krank und bestialisch Morde sein mögen, würde es zum überleben gehören. Bei den Menschen legt sich scheinbar dieselbe Balance nieder wie in der Tier- und Dinosaurierwelt. Wie Ebbe und Flut, wie Sonnenauf- und untergang, wie leben und sterben, gehört das töten, zerstören und rauben zum wunderschönen Sein dazu. Es ist praktisch Teil der Schönheit. Was wäre Schönheit ohne Hässlichkeit, ohne Kontrast? Was wäre das Leben ohne den Tod?

Wir haben Dank unseres Verstandes und unserer Lernfähigkeit die Chance dieses Leid und diese Opfer zu reduzieren. Wir können wenn wir wollen sozusagen die Schönheit maximieren, wohlwissend das es einmal anders war. Wir könnten das Paradies vergrößern, wofür wir natürlich sehr viel Disziplin, Geduld und Weisheit brauchen, aber es wäre durchaus möglich und keine blöde Utopie.

Wir sollten daher aufhören das Perfekte verbessern zu wollen. Was hilft all das schuften, sparen, schreien, kämpfen wenn wir am Ende sowieso alles verlieren und die nächste Generation diesselben Irrtümer leben wird? Wir sollten endlich konstruktiv werden und keine Spielchen treiben. Wir sollten unser Potential nutzen und alles hinterfragen was wir wahrnehmen können!

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Jeder Tag ist Wahltag

Jeden Tag gehen wir zur Wahl. Wir entscheiden uns was für zum Frühstück essen, wie lange wir duschen, ob wir den Wagen oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Wir entscheiden ob wir den Job pünktlich antreten, und ob wir dabei sonderlich guter Dinge sind. Wir entscheiden ob wir für oder gegen etwas sind. Unsere Entscheidungen prägen unser Leben.

Vor diesen Entscheidungen erleben wir, nehmen wir auf und greifen auf unsere Umwelt zurück. Das produziert Erinnerungen und Gedanken die letztlich auch unsere Entscheidungen prägen. Diese Entscheidungen können unser Leben und somit unser Schicksal werden. Es ist unsere Interpretation der Umwelt und alles was wir wahrnehmen können, sowie die Kommunikation mit uns selbst und den Menschen die entscheiden was wir werden.

Das ist eine unheimliche Macht die ein hohes Maß an Verantwortungsbewußtsein benötigt. Wir sind kein Spielball von äußeren Einflüssen, wir lassen uns nur davon inspirieren.

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Ich möchte die Wahrheit leben

Der einzige Grund warum ich zögere, trödele und scheinbar völlig schwachsinnige Dinge tue oder sage ist, – ich möchte mein Leben nicht etwas Falschem gewidmet haben. Ich möchte nicht dem falschen Führern und Marktschreiern hinterher rennen. Ich möchte nicht in einem Alptraum aufwachen, der für mich Jahrzehnte lang ein scheinbar glorreicher Weg war.

Ich möchte die Wahrheit leben und mich nicht aktuellen Trends beugen. Ich möchte helfen, vereinen, lernen, denken, lachen und erleben. Und zwar ohne Stress, ohne Aggression, ohne Ungeduld und Leistungsgedanken. Mein Leben sehe ich als Sprungbrett in die Ewigkeit und nicht als Wertanlage mit Zinsen. Egal was alle auf mich einschlagen, egal was sie von mir fordern, egal für wie lächerlich, dumm, krank oder ignorant sie mich befinden. Ich werde mich auf das Ende freuen und lachen.

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