Ich soll Dankbar sein!

Meine Arbeit ist mein Leben. Über die Ungerechtigkeit dieser Situation kann ich nicht genug schmerzvolle Gefühle empfinden und Worte verlieren die mich noch weiter in die tiefe Enttäuschung gesellschaftlicher Vorstellungen treiben.

Die Umsetzung geschieht täglich und ich stolpere dahin und gerate mehr und mehr in Zwänge deren Herkunft ich nicht zu erkennen vermag.

Das Schlimmste ist die Hilflosigkeit. Ich kann nicht fliehen, ohne meine Zukunft gesellschaftliche wegzuwerfen. Ich hätte keine Zukunft ohne Beruf. Ich bin der Zivilisation ausgesetzt, ohne Wahl und ohne Möglichkeit auf Eigenständigkeit. Ich muss mich aus ihr nähren, aus ihr lernen um irgendwie zu überleben.

Ich bin traurig. Ich fühle mich krank. Ich bin geplagt von Unsicherheiten. Wie so gut wie alle Menschen verfing ich mich früh im Netzwerk der Menschheit. Kindergarten; „Hör auf zu träumen!“ Schule; „Sei endlich still!“ Ausbildungsstelle; „Wie Sie gehen schon?“; Bundeswehr „Sie sind selber schuld […]“

Man was war ich jahrelang so unglaublich optimistisch. Ich hab Schönheit ausgestrahlt. Vielleicht tue ich das noch immer. Aber ich fühle mich gewiss nicht mehr so wohl dabei wie früher. Es findet nicht die besondere Beachtung. Womöglich bin ich zu dumm für diese Welt. Irgendwie scheine ich das alles verdient zu haben.

Ich hätte ja auf alle hören können. Ja, aufhören zu träumen, sofort. Sofort bin ich still! JA! Jawohl! Ich bleibe noch 5 Stunden und arbeite mich gerne tot für Nichts! Selber schuld; mit Sicherheit, ich will mich bei allen schlecht machen und mich zerstören!

Aber wie sollte ich denn in den entscheidenden Momenten darauf kommen, was richtig oder falsch ist? Ich habeimmer das getan wonach mir war. Mit großer Leidenschaft und ehrlicher Bestimmtheit. Für den Moment war ich da. Die Zukunft war für mich nur der nächste Tag. Was ich werden sollte, war mir immer egal. Wieso sollte man sich festlegen? Das Wetter ist alleine schon ein Beispiel für diese Natur aus wechselhaften Welten.

Wie war ich glücklich, als man mich alleine in der Natur spielen lies. Ich tobe herum mit oder ohne Altersgenossen. Sie hatten sicher schon ferne Berufswünsche. Polizist und sowas. Ich fand das Spielerei. 100 Jahre noch entfernt; aber jetzt schon planen?

Ich denke mich haben die aktuellsten Momente mehr bewegt als die Zukunft, oder die denkbare Zukunft. Keine Ahnung was sich die Menschen so denken; aber ich denke häufig nicht daran was es mir bringt, wenn ich das oder das beruflich mache. Geld ist für mich uninteressant. Die Tätigkeit muss mich erfüllen Und da finde ich nichts, weil man mich immer wieder für zu gewöhnlich einstuft.

Ja, ich könnte für irgendwelche Träume kämpfen! Bis ich sie erreicht habe bin ich alt und meine Ideen und Ziele sind längst verblasst, alt und unförmig. Von Anfang an erhielt ich also das volle Programm. Ärztliche Versorgung. Erziehung durch die Gesellschaft. Nahrung produziert von der Gesellschaft. Polizei. Feuerwehr. Infrastruktur. Alles gestellt und gesponsert von der Gesellschaft.

Ich soll nicht nur Dankbarkeit zeigen sondern auch die Gesellschaft tatkräftig mit einem Beruf in eben jener Gesellschaft und daraus resultierenden Steuern unterstützen. Um somit das laufende Rad weiter in Bewegung zu halten. Viel Lieber würde ich mich um meine Projekte kümmern, aber davon kann ich nicht leben.

Undatierter Text von Jazariel.

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