Drang

Alles was existiert ist das Jetzt und die Erinnerung an ein älteres Jetzt. Der dumme Wunsch das aktuelle Jetzt für ein späteres Jetzt zu opfern hat uns zu Kriegen und Wahnsinn geführt.

Gefangen im Corpus der aktuellen Menschheit erfährt jeder von uns den Zwang der Blutbahnen, Krankheiten und Wirrstände.

Fälschliche Reaktionen treiben die Ketten tiefer ins Fleisch. Zähne beissen auf Stahl, brechen und splittern unter dem Druck der Sucht zusammen.

Eine Wüste voller stinkender Kadaver liegt vor mir. Bis zum Horizont liegt das Blut knietief zwischen den Gedärmen, Hälsen, Armen und Gebeinen. Verdrehte Augen starren mich an und ich stampfe durch das sickernde Meer.

Umhüllt vom Nichts. Sanfte Herzschläge, immer einmal weniger.

Forderung eines Fremden. Er zieht an den Ketten. Brüllt chaotisch starr, lässt Sinne erkalten. Ich verliere den Bezug und zerstöre meine Sucht. Zerborsten kotzt mein Ich die letzten Staubfetzen aus dem hitzigen Leib. Schusswaffen am Auge, am Ohr, im Genick, am Herzen, an den Händen..

Salz unendliches Salz. Es fällt vom Himmel und macht alles blind. Es schneit in die Massen. Stille und Tabu.

Meine Ruhe, meine Ruhe, meine Ruhe! Meine Hände sind verschwunden! Aber ich fühle sie noch! Wo ist mein Gesicht? Wo bleibt meine Welt? Warum spricht niemand? Chaot! Lichtblitze im Tag. Schmerz. Blut. Krächzen, fauchen ohne Quelle.

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