Mein Vater fliegt nach mehr als 10 Jahren aus einem Unternehmen heraus welches er mit permanenter überdurchschnittlicher Leistung gestützt und gefördert hat. Er hat wirklich jahrelang überragende Leistungen gebracht hat Arbeit für 5 Leute gemacht, er hat erst vor einigen Monaten wochenlang 20 Stunden am Tag gearbeitet und alles nur weil er Angst um die [...]
Einträge markiert als ‘Arbeitertagebuch’
August 1, 2009
Das ist Wahnsinn! Wir sind Wahnsinn!
Wie ich gerade erfahren musste ist mein letzter Arbeitgeber pleite. Er wirft Ende des Jahres etwa 100 Mitarbeiter auf die Strasse. Ich habe dort zwar nur kurze Zeit gearbeitet fand aber recht schnell Zugang zu den Mitarbeitern dort und wir wurden schnell richtige Kollegen. Wir versuchten uns so gut es geht zu helfen. Man lachte [...]
Juli 19, 2009
Der schrille stumme Schrei der Partygesellschaft
Es ist 3 Uhr morgens als ich laute dumpfe Musik in ferner Nachbarschaft höre. Ich steige auf mein Fahrrad und fahre hin um zu sehen was dort passiert. Die Band heißt Deichkind und tritt auf einer Massenveranstaltung vor tausenden von betrunkenen kreischenden jungen Leuten auf. Als ich ankomme ist bereits alles vorbei und die Massen [...]
März 14, 2009
Die Krankheiten der Gesellschaft
Überall im Land geschieht Unrecht, Dummheit, Korruption, Verfehlungen aller erdenklich-möglichen Formen finden einen Platz in dieser ganzen Gesellschaft. Ich als einzelner Mensch soll dennoch allen Bilderbuchidealen entsprechen die sich ein Unternehmer nur vorstellen kann. D.h. ein lückenloser Lebenslauf mit einer klar ersichtlichen Steigerung der Fach- und Sachkenntnisse in einem gewissen Beruf.
Weise ich nicht diesen Lebenslauf [...]
Februar 2, 2009
Nebelwanderung
Ich fühle mich hin und her gestossen von den Mechanismen der Gesellschaft. Aufgrund der sogenannten Finanzkrise wurde ich Weihnachten aus der Firma geworfen, von der ich bisher im Tagebuch sprach. Es ist viel passiert, ich habe einige Dinge gelernt und dann war alles sehr schnell vorbei. Innerhalb von 7 Tagen war alles vorbei und seitdem [...]
Oktober 22, 2008
Zweite Woche
Ich habe eine zeitlang keine Sachen mehr geschrieben, weil sich ein gewisser Schreibdruck aufgebaut hat, der mich nicht sonderlich kreativ denken lässt. Zu berichten gäbe es schon einiges. Die Kollgen in der Firma, in der ich arbeite, lerne ich besser kennen und es baut sich ein wenig Ruhe und Vertrauen auf, – wenn auch auf [...]
Oktober 16, 2008
Vierter Tag
Ja, es stellt sich immer stärker eine gewisse Routine ein. Die Vorgänge wiederholen sich und ich begreife einmal mehr, wie stark begrenzt das Arbeitsleben sein kann. Soviele Spezialisten um mich herum, und wenn ich sie mir genauer ansehe, sie durchleuchte und durchdenke. Dann merke ich wie wenig von ihnen übriggeblieben ist. Wieviel Mensch ist von [...]
Oktober 15, 2008
Dritter Tag
Die alltägliche Arbeit wird zur Routine und ich nehme mehr und mehr Fahrt auf. Das Unternehmen ist eine eigene kleine Welt und es gibt ganz schön viele Spezialisten darin. Und ich sollte möglichst bald einer von ihnen sein, denn dann kann ich alles bezahlen was ich zahlen muss und kann in neue Inspirationen investieren.
Die Anfahrt [...]
Oktober 14, 2008
Zweiter Tag
Der heutige Arbeitstag begann mit einem kleinen Abenteuer. Es gab ein massives Problem bei der Anfahrt und ich stand plötzlich vor dem Problem nicht pünklich bei der Arbeit erscheinen zu können.
Die Taxiunternehmen wollten oder konnten meinen Wünschen und Anforderungen nicht nachkommen. Und so blieb mir nichts anderes als von anderen, nächstgelegenen Menschen Hilfe zu erbitten.
Ein [...]
Oktober 13, 2008
Erster Tag
Mein erster Arbeitstag nach einiger Zeit, war mit vielen heftigen Ängsten und Unsicherheiten verbunden. Auch jetzt, nach dem überstandenen Tag spüre ich diese Unruhen in mir mehr oder weniger deutlich. Sie sind Ausdruck meiner Vergangenheit. Meine Erfahrungen vorallem in dieser bestimmten Branche, waren selten wirklich angenehm.
Ich verbinde mein Arbeitsleben immer mit Schmerz, Kampf, Unsicherheit, Ungerechtigkeit, [...]
Oktober 13, 2008
Arbeitertagebuch
Da es mir schwer fällt Arbeit in der jetzigen Gesellschaftsform zu lieben, und ich auch sonst kaum Menschen habe mit denen ich dieses Thema besprechen kann. Werde ich ein Arbeitertagebuch führen.
Denn ich denke, es kann mir helfen den Kopf freizukriegen und besser alle notwendigen Aufgaben und Anforderungen zu erfüllen, die man von mir verlangt. Ich [...]